Historische Berufe - Handwerksbräuche

Alte Handwerksbräuche

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Bezeichnung:Aufklopfen
Erklärung:ein vornehmlich bei den Maurern geübter Brauch. Hatten sich die Gesellen in der Herberge versammelt, meist am Sonnabend, dann eröffnete der Örtengeselle durch dreimaliges Klopfen auf den Tisch die Zusammenkunft. Klopfwerkzeug war ein als Reglement bezeichneter, häufig mit farbigen Bändern verzierter hölzerner Stab. Spätestens mit dem Aufklopfen hatte der Herbergsvater dafür zu sorgen, dass eventuell noch anwesende Fremde das Lokal verliessen.
Aufklopfen in der Herberge war auch werktags bei der Begrüssung eines eingewandertern Maurergesellen üblich. Dieses Amt nahm ein in Brot und Arbeit stehender Zunftgenosse wahr. Als Reglement diente ihm jetzt freilich nur der Zeigefinger, mit dem er bei jedem Aufnehmen und Absetzen des Bier- oder Branntweinglases auf den Tisch klopfte (s. auch Vogtländisches Aufklopfen, Kasse überschiessen).

Quelle: Alte Handwerksbräuche, Verlag die Wirtschaft 1990, ISBN 3-349-00591-8


Letzte Änderung: 26.12.01 (UG)
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