CD-Datenbank

CD-Datenbank

Home
Aktuell
Presse
Artikel-Datenbank
Suchen
CD-Datenbank
on tour
Interpreten
Chronik des Rock
Lyrik
Glosse
Galerien
Veranstaltungen
Gästebuch
Forum
Umfrage
Links
Newsletter

Members
CD-Datenbank
Nun auch hier: Die CD-Datenbank
    Bis dato sind leider erst Rezensionen zu ca. 40 meiner ca. 2700 CDs, die in dieser Datenbank erfaßt sind, bereits in diese Datenbank übernommen, aber ich arbeite daran ...

    Alle Datensätze anzeigen.
17.07.2001; Robert Morten

 Alles  Suchen  Auswahl  Detail 

 A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z 

Id:2723
Interpret:U2
Titel:All that you can't leave behind
Datum:2000
Stil: 
Qualität:8
rezensiert:Ja
Rezension:"More Rock'n'Roll" solle das 2000er-Album werden, hatten die irischen Superstars angekündigt. Gelogen haben sie nicht: Nach Back to the U2-Roots klingt die neue Scheibe allemal, denn ihre elektronischen Ausflüge haben Bono, The Edge und Co. auf das nötige Maß zurück gefahren. Trotzdem produzieren die vier Musiker keinen Retro-Abklatsch, sondern entwickeln ihren Sound in einigen Tracks weiter.
U2 schaffen es, Songs mit Tiefgang zu schreiben, die, um plakativ zu werden, nach "Joshua Tree" klingen, ohne die Coolness von "Achtung Baby!" zu verlieren. Die vier Iren haben ihre Tugenden perfektioniert. Bonos eindringliche Stimme meistert einmal mehr den schmalen Grat zwischen Coolness und übertriebener Exzentrik und The Edge hat großartige Gitarren eingespielt.

Larry Mullen und Adam Clayton liefern solide Basics, die allerdings manchmal etwas mehr Drive vertragen könnten: Adam Clayton sollte aus seinem Bass wirklich weniger Achtel-Gezupfe heraus holen. Typisch U2 eben. Mit-Produzent Brian Eno hat das Ganze mit meisterhaften Computer-Parts abgerundet. Die Musiker drücken jeder Nummer einen eigenen Charakter auf. Und trotzdem sind die Songs die besten, in denen Bono, The Edge, Clayton und Mullen U2 irgendwie anders klingen lassen.

"Wild Honey" ist der perfekte Pop-Song. Direkt, unverkrampft, harmonisch und schwebend. Ohne rot zu werden, könnte ich zu dieser Hook-Line durch blumige Wiesen tänzeln. "Elevation" ist ein funky Tanzstück mit verzerrtem Bass und sample-mäßig gespielten Gitarren. "New York" verbindet computer-bearbeitete Drums in den Strophen mit einem rockigem Refrain. "Stuck In A Moment You Can't Get Out Of" ist auch ohne Mick Jagger eine schöne Ballade geworden.

Es tut wirklich gut, zwischen Hip Hop, Elektro-Mucke, fetten Gitarren und all dem Gejammere der Chart-Plastik-Ikonen auch mal wieder gute Pop-Musik zu hören. Solche Songs kann nur eine Band schreiben, die 20 Jahre Rock- und Pop-Musik auf dem Buckel hat. Jede gecastete Akne-Truppe, die unplugged "wirklich toll" singen kann, sollte ihr Schmink-Köfferchen packen. U2 legen im Jahr 2000 mit "All That You Can't Leave Behind" eine Art Quintessenz ihres Schaffens vor und ich glaube: sie werden immer besser.




powered in 0.03s by baseportal.de
Erstellen Sie Ihre eigene Web-Datenbank - kostenlos!