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Kampf der Kulturen
Auszüge des Essays "Clash of Civilizations"

Von Samuel P. Huntington

Im Sommer 1993 veröffentlichte Samuel P. Huntington, Politikwissenschaftler in Harvard, in der Zeitschrift "Foreign Affairs" einen Essay. "Clash of Civilizations", später auch als Buch (Der Kampf der Kulturen. Europa, Hamburg) viel beachtet, kritisiert und verfemt, diagnostizierte eine dramatische Verschiebung der globalen Konflikte. Diese, so Huntington, würden künftig nicht mehr von Nationalstaaten, sondern von Zivilisationstypen geführt. Anläßlich der Anschläge von New York und Washington wird Huntington derzeit ständig falsch zitiert und bewußt mißverstanden. Zur Richtigstellung finden Sie hier nun Auszüge aus diesem Essay.
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30.09.01  Samuel P. Huntington, aus dem Englischen von Jochen Förster

Bundeswehr erhält erstmals eigenen Aufklärungssatelliten
Bundesverteidigungsminister Scharping will Programm zur Verwendung von Steuereinnahmen vorlegen
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30.09.01  -

Terrornetz in Deutschland größer als befürchtet
Scharping warnt vor den gefährlichen Ausmaßen des Terror-Geflechtes. Im Falle einer Flugzeugentführung über Deutschland würden Abfangjäger bereitstehen
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30.09.01  -

Der Countdown läuft
Britische Medien: Innerhalb von 48 Stunden wollen USA und Großbritannien die Terror-Lager Osama bin Ladens angreifen.
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30.09.01  dpa, AFP

Flawed United shatter Spurs' dream
Tottenham (3) 3 Man Utd (0) 5

At half-time Manchester United had a problem: what to do about a dreadful defensive record that had seen them concede 10 goals in three-and-a-half Premiership matches away from home? They swiftly came up with a solution: outscore the opposition.
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30.09.01  Patrick Barclay at White Hart Lane

Germany's judge with a grudge runs for office
When three people in the public gallery failed to stand up as he passed sentence in his court in Hamburg, Judge Roland Barnabus Schill, 42, did not hesitate: he jailed them and left them in their cells for three days before deigning to hear their appeal.
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23.09.01  Michael Woodhead, Hamburg

SAS troops clash with Taliban unit deep inside Afghanistan
SAS troops in Afghanistan have been fired upon by Taliban soldiers in the first clash of the campaign against global terrorism.
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23.09.01  James Clark, Tony Allen-Mills und Stephen Grey, Washington

Nordirland regiert sich wieder selbst
Die britische Provinz Nordirland kann sich nach der vorübergehenden Aussetzung der Selbstverwaltung ab Sonntag wieder selbst regieren. Londons Nordirland-Minister John Reid hob eine 24-stündige Suspendierung der Autonomie um Mitternacht Ortszeit (1.00 Uhr MESZ) wieder auf.
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23.09.01  dpa

Queen gibt Spende für US-Opfer
Königin Elizabeth II. hat für die Opfer der Terroranschläge in den USA eine Spende gegeben. Ein entsprechender Bericht des «Sunday Telegraph» wurde am Sonntag vom Buckingham- Palast in London bestätigt. Die Queen sei von den Ereignissen «tief berührt» gewesen, hieß es. Die Höhe der Spendensumme blieb geheim. Das Geld soll dem Hilfsfonds für den Angriff auf das World Trade Center in New York zugeführt werden.
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23.09.01  dpa

Prinz William vor Studienbeginn in Schottland umjubelt
Prinz William (19), Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana, ist wenige Tage vor seinem Studienbeginn in Schottland von der Bevölkerung wie ein «Superstar» empfangen worden. «Der königliche Superstar bewegte sich mühelos zwischen anhimmelnden Rentnerinnen und kreischenden Teenagern», berichtete das Massenblatt «Daily Mail».
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23.09.01  -

Artikel
30.09.01 © Foreign Affairs Magazine, 1993
Kampf der Kulturen
    Auszüge des Essays "Clash of Civilizations"

    Von Samuel P. Huntington

    Im Sommer 1993 veröffentlichte Samuel P. Huntington, Politikwissenschaftler in Harvard, in der Zeitschrift "Foreign Affairs" einen Essay. "Clash of Civilizations", später auch als Buch (Der Kampf der Kulturen. Europa, Hamburg) viel beachtet, kritisiert und verfemt, diagnostizierte eine dramatische Verschiebung der globalen Konflikte. Diese, so Huntington, würden künftig nicht mehr von Nationalstaaten, sondern von Zivilisationstypen geführt. Anläßlich der Anschläge von New York und Washington wird Huntington derzeit ständig falsch zitiert und bewußt mißverstanden. Zur Richtigstellung finden Sie hier nun Auszüge aus diesem Essay.

    Die Weltpolitik erreicht eine neue Phase und die Intellektuellen zögern nicht, ihre Visionen zu verbreiten. Unter anderem sehen sie das Ende der Geschichte voraus, die Wiederkehr traditioneller Rivalitäten unter den Nationalstaaten sowie den Verfall des Nationalstaats selbst, der von Stammesdenken und Globalisierung aufgerieben werde. Jede dieser Prognosen beschreibt Facetten der Realität. Und doch entgeht ihnen allen der zentrale Aspekt der Weltpolitik in den kommenden Jahren.

    Meine These ist, dass die grundlegende Ursache künftiger Konflikte nicht Ideologien oder Ökonomien betrifft. Die große Trennlinie der Menschheit wird kultureller Art sein. Nationalstaaten werden zwar die mächtigsten Akteure auf dem Globus bleiben, die grundsätzlichen Auseinandersetzungen aber werden zwischen Kulturen auftreten. Am Ort ihres Zusammenpralls verläuft die Frontlinie der Zukunft.

    Was verstehen wir unter Kulturen? Kultur (civilization) ist eine kulturelle Einheit. Regionen, Nationalitäten, Religionen - sie alle haben Eigenarten auf verschiedenen Ebenen kultureller Vielfalt. Die Kultur eines Dorfes in Süditalien mag sich von dem eines norditalienischen Dorfes unterscheiden, doch beide teilen die italienische Kultur. Europäische Gemeinden trennen Eigenarten von arabischen oder chinesischen. Menschen aus den arabischen, chinesischen oder westlichen Kulturen hingegen sind nicht Teil einer größeren kulturellen Einheit. Sie konstituieren eigene Kulturen. In diesem Sinne ist eine Kultur der größte kulturelle Rahmen menschlicher Identität. Sie wird sowohl durch objektive Elemente - etwa Sprache, Geschichte, Religion, Bräuche, Institutionen - als auch durch das subjektive Selbstverständnis der Menschen, die in ihr leben, definiert.

    Eine Kultur kann mehrere Nationalstaaten umfassen, wie in den westlichen, lateinamerikanischen und arabischen Kulturen, oder aber sie besteht, wie in Japan, nur aus einem Staat. Offenbar mischen und überlagern sich Kulturen. Die westliche Kultur hat in Europa und Nordamerika zwei Hauptvarianten, der Islam hat arabische, türkische und malayische Untergruppen. Trotzdem sind Kulturen bedeutende Einheiten, und obwohl die Grenze zwischen ihnen selten scharf ist, existieren sie doch. Und sie sind dynamisch. Sie erscheinen und verschwinden. Teilen sich und verschmelzen, begraben vom Sand der Zeit.

    Die Menschen im Westen tendieren dazu, Nationalstaaten als globale Hauptakteure zu betrachten. Das sind sie jedoch erst seit wenigen Jahrhunderten. Die breiteren historischen Ströme sind kulturell. Ihre Bedeutung wird zunehmen, und die Welt wird vor allem durch das Wechselspiel von sieben oder acht Hauptkulturkreisen geprägt sein: die westliche, die konfuzianische, die japanische, die islamische, die hinduistische, die slawisch-orthodoxe, die lateinamerikanische und möglicherweise die afrikanische Kultur. Die wichtigsten Konflikte der Zukunft werden an kulturellen Frontlinien auftreten.

    Warum? Sechs Gründe.

    Erstens: Die Unterschiede zwischen den Kulturen sind nicht nur real, sondern auch fundamental. Die einzelnen Kulturen unterscheiden sich sowohl in ihrem Verhältnis von Gott und Mensch, Individuum und Gruppe, Bürger und Staat, Eltern und Kindern, Mann und Frau als auch in ihrer Einschätzung von Rechten und Pflichten, Freiheit und Autorität, Gleichheit und Hierarchie. Diese Unterschiede sind das Ergebnis von Jahrhunderten. Sie werden so bald nicht verschwinden. Sie sind weit fundamentaler als etwa die Gegensätze von Ideologien oder Regierungssystemen. Im Lauf der Jahrhunderte haben sie die längsten und gewalttätigsten Konflikte hervorgebracht.

    Zweitens: Die Welt wird kleiner. Die zunehmenden Kontakte unter den Kulturen verstärken das Bewusstsein der eigenen wie auch der kulturellen Differenzen. Die Immigration vieler Nordafrikaner verursacht Feindseligkeit unter Franzosen und erhöht zugleich deren Bereitschaft, "gute" europäische Katholiken aus Polen ins Land zu holen. Amerikaner sind japanischen Investitionen gegenüber viel skeptischer als gegenüber kanadischen oder europäischen.

    Drittens: Der Prozess wirtschaftlicher Modernisierung und sozialen Wandels entfernt die Menschen weltweit von ihren gewohnten örtlichen Identitätsmustern. Er schwächt zugleich die identitätsstiftende Kraft der Nation. In einem Großteil der Welt hat die Religion die entstehende Lücke ausgefüllt, oft in Form fundamentalistischer Bewegungen. Solche Bewegungen gibt es im westlichen Christentum, im Judentum, im Buddhismus, im Hinduismus und im Islam. Meist sind die aktivsten Fundamentalisten junge, gut ausgebildete Akademiker - Techniker, Geschäftsleute, Fachleute. Die "Entsäkularisierung der Welt gehört", wie George Weigel bemerkte, "zu den prägendsten sozialen Einschnitten des späten 20. Jahrhunderts".

    Viertens: Das wachsende Bewusstsein kultureller Differenz wird noch gesteigert durch die Doppelrolle des Westens. Dieser befindet sich einerseits auf dem Höhepunkt seiner Macht. Zugleich aber, und vielleicht als Folge dieser Macht, vollziehen die nichtwestlichen Kulturen eine "Rückkehr zu den Wurzeln". Man hört immer öfter von der Selbstbesinnung und "Asiatisierung" Japans, der "Hinduisierung" Indiens, der "Re-Islamisierung des Mittleren Ostens oder der erbitterten Debatte um Russlands "Verwestlichung". Der mächtige Westen steht Ländern gegenüber, die sich verstärkt nach nichtwestlichen Lebensformen sehnen.

    Fünftens: Kulturelle Unterschiede sind weniger beweglich und deshalb weniger gefährdet als politische oder wirtschaftliche. In der früheren Sowjetunion etwa können Kommunisten zu Demokraten werden, Reiche arm und Arme reich - aber Russen verwandeln sich nicht in Esten und Aserbeidschaner nicht in Armenier. In materiellen und ideologischen Konflikten war die Schlüsselfrage "Auf welcher Seite stehst du?" - die Leute konnten die Seiten wählen und wechseln. In kulturellen Konflikten lautet die Frage "Was bist du?" Die Antwort darauf ist unveränderlich. Ist sie falsch, kann sie, wie wir aus Bosnien, dem Kaukasus oder dem Sudan wissen, eine Kugel im Kopf bedeuten. Schärfer noch als durch ethnische Zugehörigkeit unterscheiden und unterdrücken sich die Menschen aufgrund ihrer Religion. Heute kann jemand halb Franzose, halb Araber sein und sogar die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Halb Katholik, halb Moslem zu sein ist viel schwerer.

    Sechstens: Der wirtschaftliche Regionalismus wächst. Die Bedeutung wirtschaftlicher Blöcke wird wahrscheinlich zunehmen. Zum einen wird ein solcher Regionalismus das Bewusstsein kultureller Differenz verstärken, zum anderen kann er nur erfolgreich sein, wenn er in einer Kultur wurzelt. Die Frontlinien zwischen den Kulturkreisen ersetzen die ideologischen Grenzen des Kalten Krieges als Brennpunkte für Krisen und Blutvergießen. Der Kalte Krieg begann, als der Eiserne Vorhang Europa teilte. Nach dem Ende der ideologischen Teilung Europas taucht jetzt eine kulturelle Teilung auf - zwischen westlichem Christentum, orthodoxem Christentum und Islam. Der Samtvorhang der Kulturen hat den Eisernen Vorhang der Ideologien als Haupttrennlinie in Europa abgelöst.

    Der Westen beherrscht international alle politischen Bündnisse, Gremien und - gemeinsam mit Japan - alle wirtschaftlichen Institutionen. Weltpolitische Fragen werden durch einen Rat geschlichtet, in dem die USA, Großbritannien und Frankreich bestimmen. Weltwirtschaftliche Fragen werden von Amerika, Deutschland und Japan entschieden. Selbst der Ausdruck "Weltgemeinschaft" dient als Euphemismus, um die Durchsetzung westlicher Interessen zu legitimieren. Der Westen benutzt internationale Organisationen, militärische und wirtschaftliche Macht, um die Welt so zu lenken, dass seine Vorherrschaft erhalten und seine Kultur gefördert wird. So jedenfalls sehen es Menschen aus nicht-westlichen Ländern, und ihre Einschätzung ist großenteils richtig.

    Oberflächlich betrachtet hat die westliche Kultur den Rest der Welt infiltriert. Grundsätzlich jedoch unterscheiden sich westliche Vorstellungen ganz entscheidend von denen anderer Kulturen. Ihre Ideen etwa von Individualismus, Liberalismus, Konstitutionalismus, Menschenrechten, Gleichheit, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Handelsfreiheit oder der Trennung von Kirche und Staat finden oft wenig Resonanz in nichtwestlichen Kulturen. Versuche des Westens, solche Ideen zu propagieren, provozieren stattdessen eine Ablehnung von "Menschenrechtsimperialismus" sowie eine Rückbesinnung auf eigene Werte, wie etwa die Popularität fundamentalistischer Ideen unter nicht-westlichen Jugendlichen zeigt.

    Hier wird nicht behauptet, dass kulturelle Identitäten alle anderen Identitäten ersetzen werden, dass Nationalstaaten verschwinden oder jede Kultur zur politischen Einheit wird. Vielmehr vertrete ich die These, dass kulturelle Differenzen wirklich und wichtig sind - und dass das Bewusstsein eigener Kultur wächst. Kulturelle werden andere Konflikte verdrängen. Internationale Beziehungen, bislang eine innerwestliche Angelegenheit, werden zunehmend entwestlicht werden - ein Spiel, in dem nichtwestliche Kulturen Akteure und nicht Objekte sind. Konflikte zwischen Gruppen unterschiedlicher Kulturen sind die wahrscheinlichste und gefährlichste Quelle von Eskalationen.

    Damit soll nicht gesagt werden, Konflikte zwischen Kulturen seien wünschenswert. Es geht hier um Prognosen. Sind sie plausibel, dann ist es notwendig, ihre Folgen für die westliche Politik zu bedenken. Kurzfristige Vorteilnahme und langfristige Verständigung sollte man dabei trennen.

    Kurzfristig ist es im westlichen Interesse, bessere Zusammenarbeit und Einigkeit innerhalb der eigenen Kultur zu fördern, die osteuropäischen und lateinamerikanischen Staaten, deren Kultur der westlichen nahesteht, einzubinden, sowie die Beziehungen zu Russland und Japan zu verbessern; die Eskalation lokaler Konflikte zwischen Zivilisationen zu verhindern; die Ausweitung der militärischen Stärke konfuzianischer und islamischer Staaten einzudämmen; den Abbau der westlichen Militärmacht zu verlangsamen und die militärische Überlegenheit in Ost- und Südwestasien zu bewahren; Unterschiede und Konflikte zwischen konfuzianischen und islamischen Staaten auszunutzen; innerhalb anderer Kulturen Gruppen zu unterstützen, die mit westlichen Werten sympathisieren; internationale Instutionen zu stärken, die für westliche Werte werben und die Mitarbeit nichtwestlicher Staaten in diesen Institutionen zu fördern.

    Langfristig sind andere Maßnahmen ratsam. Die westliche Kultur ist modern. Nichtwestliche Kulturen haben probiert, sich zu modernisieren, ohne zu verwestlichen. Bis heute hatte nur Japan damit Erfolg. Nichtwestliche Kulturen werden weiter versuchen, den Reichtum, die Technologien, Fertigkeiten, Maschinen und Waffen zu erlangen, die Bedingung von Modernität sind. Ihre militärische und wirtschaftliche Stärke im Verhältnis zum Westen wird wachsen. Daher wird sich der Westen an diese nichtwestlichen modernen Kulturen anpassen müssen, deren Macht seiner zunehmend ebenbürtig wird, deren Werte und Interessen sich jedoch klar unterscheiden. Das erfordert vom Westen den Erhalt wirtschaftlicher und militärischer Macht, die notwendig ist, um seine Interessen diesen Kulturen gegenüber zu schützen.

    Zugleich muss der Westen ein tieferes Verständnis der religiösen und philosophischen Grundlagen anderer Kulturen entwickeln. Es ist erforderlich, Gemeinsamkeiten zu identifizieren. In absehbarer Zukunft wird es keine universelle Kultur geben, sondern eine Welt unterschiedlicher Kulturen. Jede von ihnen wird lernen müssen, zu koexistieren.

    Samuel P. Huntington, 74, ist Politikwissenschaftler und Publizist. Er lehrt am John M. Olin Institute for Strategic Studies in Havard und wohnt in New York.

Samuel P. Huntington, aus dem Englischen von Jochen Förster gefunden von Robert Morten

30.09.01 Die Welt
Bundeswehr erhält erstmals eigenen Aufklärungssatelliten
    Bundesverteidigungsminister Scharping will Programm zur Verwendung von Steuereinnahmen vorlegen

    Berlin - Deutschland wird erstmals einen eigenen Spionagesatelliten bauen. Das bestätigte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping gegenüber WELT am SONNTAG. Zur Verwendung der Steuermehreinnahmen von 1,5 Milliarden Mark werde er "kommende Woche ein komplettes Programm vorlegen, damit unsere Bundeswehr noch schneller reagieren kann. Dazu gehört die verbesserte Aufklärung über entstehende Krisen, ihre Vorbeugung und verbesserte Bekämpfung." Deshalb werde "rasch der Vertrag zum Bau eines Aufklärungssatelliten mit Radartechnologie unterzeichnet."
    Die Kohl-Regierung hatte 7,5 Milliarden Mark zur Beteiligung an einem deutsch-französischen optischen Satelliten vorgesehen, den Frankreich inzwischen alleine betreibt. Der deutsche Satellit "SAR-Lupe", der jederzeit präzise Informationen liefern kann, soll für etwa 700 Millionen Mark bis 2004 einsatzbereit sein. Außerdem werde der Schutz für Soldaten erhöht: "Das reicht vom Panzerschutz gegen Minen über Satelliten gestützte Kommunikation bis zu Nachtsichtgeräten und neuen Präzisionswaffen."

- gefunden von Robert Morten

30.09.01 Die Welt
Terrornetz in Deutschland größer als befürchtet
    Scharping warnt vor den gefährlichen Ausmaßen des Terror-Geflechtes. Im Falle einer Flugzeugentführung über Deutschland würden Abfangjäger bereitstehen

    Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping warnt vor möglichen Anschlägen in Deutschland - Foto: dpaBerlin - Die Bundesregierung befürchtet Terroranschläge auch in Deutschland und will deshalb die Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärfen. Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping warnt gegenüber WELT am SONNTAG: "Nach neuen Erkenntnissen ist das internationale Netz der Terroristen viel umfangreicher, weltumspannender, gefährlicher und engmaschiger als bisher vermutet."
    In Wiesbaden sind bereits am Donnerstag drei mutmaßliche Fundamentalisten festgenommen worden. Generalbundesanwalt Kay Nehm leitete Ermittlungen gegen die Männer ein. Das hessische Innenministerium bestätigte einen Bericht des "Spiegel".

    Die "Washington Post" meldete zudem, dass das amerikanische FBI zunehmend davon ausgehe, die Terroranschläge in New York und Washington seien in Deutschland geplant worden. Deshalb sei das FBI-Ermittlerteam in Deutschland verdoppelt worden.

    Scharping kündigte an, zum Schutz Deutschlands vor Terroranschlägen aus der Luft sei die Bundeswehr künftig jederzeit bereit, mit Militärjets aufsteigen, um entführte Flugzeuge zur Landung zu zwingen. "Dazu habe ich Verbände aus dem Ausbildungsbetrieb herausgenommen, die jederzeit schnell reagieren können." Der Abschuss von gekaperten Flugzeugen, auf den sich die amerikanischen Streifkräfte jetzt vorbereiten, ist in Deutschland jedoch weiterhin nicht vorgesehen.

    Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) will nach Informationen der WELT am SONNTAG bereits in der ersten Oktoberhälfte ein neues Sicherheitspaket für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus vorlegen. Alle Sicherheitsbehörden sollen Zugang zu den Daten des Ausländerzentralregisters erhalten. Außerdem sollen bei Visa-Anträgen aus "Problemstaaten" künftig die Fingerabdrücke der Antragsteller genommen werden. "Wir müssen noch genauer hinschauen, wer nach Deutschland kommt", sagt dazu der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz. "Ein Fingerabdruck im Pass ist auch für Deutsche denkbar. Schließlich ist die zweifelsfreie Feststellung der Identität der Schlüssel im Kampf gegen den Terrorismus."

    Der SPD-Innenpolitiker Hans-Peter Kemper fordert außerdem, "ein Leben unter Alias-Namen oder ein Leben in der Illegalität müsse ganz wesentlich erschwert" werden. Angesichts immer neuer Anforderungen an die personell stark ausgedünnten Sicherheitsbehörden mahnt Kemper, die Bereitschaftspolizeien müssten gestärkt werden.

    Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erwin Marschewski, fordert die Wiedereinführung der Kronzeugenregelung. Außerdem müsse das Netz zwischen Polizei und Nachrichtendiensten sowie den Sicherheitsbehörden enger geknüpft werden.

- gefunden von Robert Morten

30.09.01 Die Welt
Der Countdown läuft
    Britische Medien: Innerhalb von 48 Stunden wollen USA und Großbritannien die Terror-Lager Osama bin Ladens angreifen.

    Amerikanische Fallschirmspringer - Foto: dpaLondon - Die USA werden nach Informationen des „Observer“ innerhalb der nächsten 48 Stunden umfassende Angriffe auf die Terror-Lager von Osama Bin Laden und die Streitkräfte der Taliban beginnen. Dabei würden sie von Großbritannien unterstützt, berichtete die britische Sonntagszeitung.
    Die Offensive werde sich gegen ausgesuchte Ziele richten und sei ein Sieg für die Pragmatiker innerhalb der amerikanischen Regierung. Voraussichtlich würden zunächst die Terrorlager in Afghanistan bombardiert und die Luftwaffe der Taliban, ihre Panzer und Luftabwehrgeschütze zerstört. Dann sei der Weg frei, um US-Spezialtruppen mit Hubschraubern ins Innere Afghanistans zu fliegen und dort einen „Guerillakampf“ gegen die Terroristen zu führen.

    Ziel der Aktionen sei es, Bin Laden und seine Terroristen zu töten. Der „Observer“ machte keine Angaben zur Herkunft seiner „Quellen“ für diese Angaben. Laut „Observer“ geht aus dem Dossier eines arabischen Geheimdienstes hervor, dass mindestens einer der 19 Luftpiraten an Bord der vier entführten Maschinen von Bin Ladens Organisation El Kaida im Guerillakampf trainiert worden ist.

    In der Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ kündigte die oppositionelle afghanische Nordallianz ihrerseits eine neue Offensive gegen die Taliban an. Er hoffe, dass die USA die Offensive aus der Luft unterstützen werden, sagte der Militärchef der Nordallianz, Soleh Mohammed Registani. Die Nordallianz kontrolliert nur noch zwischen fünf und zehn Prozent des afghanischen Territoriums.

dpa, AFP gefunden von Robert Morten

30.09.01 The Sunday Telegraph
Flawed United shatter Spurs' dream
    Tottenham (3) 3 Man Utd (0) 5

    At half-time Manchester United had a problem: what to do about a dreadful defensive record that had seen them concede 10 goals in three-and-a-half Premiership matches away from home? They swiftly came up with a solution: outscore the opposition.

    Comeback Kings: Ruud van Nistelrooy reels away after putting Manchester United into the leadA hat-trick of headers in the space of 25 minutes cancelled out the three-goal lead Tottenham had established in a pinch-yourself first half and the conclusive act of a shake-your-head second was the low drive from Sebastian Veron that had all but assured United of all three points before David Beckham shot past Neil Sullivan with sweet resonance.

    It was no consolation for Tottenham to reflect that they had taken part in a match that, whatever happens in the rest of the season, will be recalled as one of the best. Their legs seemed to drain as the tide of events turned and Glenn Hoddle now has a repair job to do.

    There is not a great deal of mileage in too closely examining United's shortcomings (such as they are) at this stage of the season. True, there were also defensive errors in La Coruna on Tuesday, but surely the aspect of that match that most merited recognition was Deportivo's insistence on pass, pass, passing their way to a splendid victory.

    Any discussion of stoppage-time triumphs, of course, must remind United supporters of Teddy Sheringham, who equalised and then helped to set up Ole Gunnar Solskjaer's winner in the Champions League final against Bayern Munich. Four days earlier, he had contributed as much to the FA Cup final win over Newcastle. He had a lot to do with that famous treble of 1999. And now at 35, a personal double winner, the journalists' and players' reigning footballer of the year, Sheringham faced his former colleagues. He played very well. But maybe he knew what to expect.

    It was such a transformation. United had suffered three consecutive 3-1 defeats here and Sir Alex Ferguson's mood was soon darkened by the debutant Dean Richards. Initially the 27-year-old central defender, signed from Hoddle's previous club Southampton after a prolonged, inelegant bargaining process, was kept occupied by a United onslaught during which Ruud van Nistelrooy, served by Andy Cole, had a shot deflected wide and Nicky Butt was off target. Butt, deputising for Roy Keane as the captain began a three-match suspension, was also cautioned before Tottenham took the lead.

    The goal owed a good deal to Christian Ziege's set-piece delivery, for it was after a swirling free-kick from the German had been sliced into the crowd by Denis Irwin that Ziege went to the corner-flag on the right right, from which he swung in a superb, low-trajectory ball; as soon as Richards, having escaped the supposed marking of van Nistelrooy, got a glance of the head to it at the near post, you knew it would rage across Fabien Barthez into the net. White Hart Lane shuddered in ecstacy.

    And shortly the place was vibrant again. Ziege was having an influential match, constantly drifting in from left wing-back to bolster the central midfield, and when he fed Gustavo Poyet the Uruguayan's clever through ball left the United rearguard looking ragged, Gary Neville continuing a habit of playing opponents onside; Les Ferdinand was the beneficiary on this occasion, striding on to beat Barthez with a crisp low drive into the far corner.

    After Sullivan had dealt confidently with Beckham's dipping free-kick and a low shot from Veron, United lost Butt, the victim of an aerial challenge with Mauricio Taricco. And their troubles continued. Just before half-time, Spurs flowed handsomely from their own half, Darren Anderton chipping the ball down the right to Poyet, whose cross found an unhindered Ziege in the goalmouth. Overcoming his amazement, Ziege headed firmly away from Barthez. It was his fourth Premiership goal of the season. Meanwhile, Neville gave Beckham a stare that was far from comradely.

    Flawed United shatter Spurs' dreamLess than a minute into the second half, Irwin not surprisingly having given way to Mickael Silvestre, the fightback began as Beckham slipped the ball outside to Neville and the right-back's cross was headed in by Cole. Next, from Beckham's corner, Laurent Blanc rose to head his first United goal. And United were level when, from Silvestre's cross, van Nistelrooy appeared leaping at the far post to send yet another header beyond Sullivan.

    The left foot of Veron, who had been instrumental in driving United back into the match - you certainly never dwelt on Keane's absence after the interval - put them in front and finally Beckham sealed an extraordinary win. The England captain had lived dangerously at times, being shown the yellow card for jabbing an elbow at Steffen Freund, but the last word was his.

    And so back north, to rejoin Sven-Goran Eriksson, who could hardly complain about his entertainment here.

Patrick Barclay at White Hart Lane gefunden von Robert Morten

23.09.01 The Sunday Times
Germany's judge with a grudge runs for office
    When three people in the public gallery failed to stand up as he passed sentence in his court in Hamburg, Judge Roland Barnabus Schill, 42, did not hesitate: he jailed them and left them in their cells for three days before deigning to hear their appeal.

    Machtzentrale im Herzen der Hansestadt: das 1897 eingeweihte Rathaus - Foto: Michael SchwartzThe judgment - harsh by German terms - was typical of a man who revels in his nickname of Barnabus the Merciless. In another such ruling, Schill sentenced a middle-aged woman with psychiatric problems to 2 years in jail for scratching parked cars.

    Schill has made it very clear that he prefers prison to probation, and on occasions when passing sentence, has voiced regret that Germany no longer has the death penalty.

    The ebullient judge, who at 6ft 4in has the physique of a rugby prop forward, is now trying to extend his influence beyond the courtroom by contesting next weekend's state elections in Hamburg. He heads a newly formed political party that wants the immediate deportation of dubious asylum seekers, minimum 10-year sentences for serious crime and the chemical castration of rapists unable to mend their ways.

    Schill believes Germany is threatened with social disorder and disintegration unless American-style "zero tolerance" tactics are introduced.

    "It is the constitutional duty of politicians to protect the public and ensure that they can lead a normal life in their cities," he said. "This, our political leaders have failed to do. They are answerable for neglecting their duties."

    The judge has promised to halve the crime rate within 100 days of taking office of the job he wants - interior minister in charge of the city's police force.

    His views appear to have struck a chord among many voters in Hamburg, fed up with rising levels of street violence, gang warfare, blackmail and murder that blight one of the richest cities in Europe.

    Opinion polls give Schill's Pro-Law and Order party 15%. If he achieves that figure next Sunday, it could mean defeat for the Social Democratic party (SPD), which has effectively run the city since 1957, opening the way for its replacement by a right-of-centre coalition led by the opposition Christian Democratic Union (CDU), possibly with Schill's party as a junior partner.

    The loss of Hamburg would be an important psychological blow to Gerhard Schröder, the Social Democrat chancellor, whose party faces another crucial state election in Berlin at the end of October, ahead of next autumn's general election.

    Franz Munterfering, the SPD's general-secretary, recently described Schill as useless as a judge and "a public danger as a politician". But regardless of the result, there are signs that the forces Schill has unleashed have already begun to change the German political landscape, by driving the CDU - essentially a centrist party under its former leader and chancellor, Helmut Kohl - further to the right.

    Angela Merkel, its leader, has promised to make German identity an issue in the general election and argues that the country's culture and language should take precedence in any multicultural society.

Michael Woodhead, Hamburg gefunden von Robert Morten

23.09.01 The Sunday Times
SAS troops clash with Taliban unit deep inside Afghanistan
    SAS troops in Afghanistan have been fired upon by Taliban soldiers in the first clash of the campaign against global terrorism.

    Nobody was hurt, military sources said, adding that the gunfire had been "more symbolic than directed". They suggested that the small SAS team had "spooked" Taliban soldiers near Kabul, who had fired indiscriminately before fleeing.

    However, the incident marks an escalation in what has so far been only an intelligence war. The Taliban are in a high state of alert for coalition forces waiting to enter their country.

    It is rare for Ministry of Defence insiders to confirm that their forces have been involved in skirmishes, but a source close to the SAS said there had been a clash late on Friday.

    SAS troopers, together with members of MI6 and the CIA, are working with the anti-Taliban Northern Alliance in the search for Osama Bin Laden, the Saudi-born millionaire believed to have masterminded the suicide hijacker attacks on America 12 days ago in which 6,818 are feared to have died.

    They are seeking intelligence about Bin Laden's whereabouts, the location of mines, routes he might take out of the country and the help of guides for later operations.

    Unlike their American counterparts, SAS troopers specialise in long-term operations behind enemy lines, making them ideal for intelligence-gathering missions in Afghanistan.

    The soldiers involved in the clash with the Taliban were believed to be from a four-man unit that had crossed the border, possibly from Tajikistan.

    The SAS men on the ground are communicating with commanders via RAF Nimrods from the secretive 51 Squadron, using state-of-the-art "squirt" radios to transmit large amounts of data in seconds, helping avoid either interception or pin-pointing by the enemy.

    American forces are also on the move. Advance units of two United States army divisions are on the Afghan border preparing for strikes against the Taliban regime.

    Units of the 82nd Airborne and 101st Air Assault Divisions arrived at bases in Pakistan, near the border towns of Quetta and Peshawar, as a huge build- up of ships, aircraft and troops ordered to the region by President George W Bush continued. A Pentagon official declared that the military was ready to respond "the second the president pushes the button".

    US military aircraft carrying reconnaissance equipment landed yesterday at a base near Tashkent, the capital of Uzbekistan. It also emerged that US attack helicopters are still stationed inside Uzbekistan after recent joint military exercises. Northern Alliance rebels were reported to be advancing towards Mazar-i-Sharif, a possible bridgehead into Afghanistan for American forces.

    The coalition operation inside Afghanistan coincided with intelligence reports that any further terrorist action would be radically different from the suicide hijackings that led to three passenger planes being crashed into the World Trade Center in New York and the Pentagon. "They've been there and done that," said one US government adviser. "The real fear now is chemical."

    It was revealed last night that crop-spraying planes had been grounded in America after police found evidence at a suspected terrorist hideout suggesting that plans were being made to disperse biological or chemical agents. In Britain, the security services believe the main threat could be the release of poisons into the air or the contamination of water.

    Proposals for emergency anti-terrorist legislation were presented to Tony Blair yesterday amid pressure from opposition MPs and some ministers for an early recall of parliament.

    Ministers and MI5 officials are concerned that any crackdown on terrorist suspects could fall foul of human rights legislation. They are pressing for a new "judge-proof" law to be rushed through parliament.

    David Blunkett, the home secretary, who has secured agreement for a European Union-wide arrest warrant and a faster extradition process, wants stronger powers to freeze or confiscate terrorist assets.

    American officials, who offered a $5m reward and protection for anyone providing information about the terrorist attacks, said yesterday that the threat of further assaults would not divert them from hitting Bin Laden's Afghan allies hard. "They are about to see what the wrath of God feels like," said one intelligence source.

    Military tension was heightened by reports in Pakistan that an unidentified reconnaissance drone had been shot down over Afghanistan. If the aircraft was American, the incident would indicate that US forces have launched scouting missions.

    The crisis was complicated by the arrival of Pope John Paul II in the Kazakh capital of Astana on a long-planned visit. Kazakhstan is close enough to Afghanistan for the Pope's security to be a concern should hostilities break out.

    At the presidential retreat in Camp David, Bush held a "council of war" with senior advisers. He was expected to sign an executive order identifying terrorist groups and placing a freeze on their assets.

    Today he will preside over a flag-raising ceremony when the Stars and Stripes will formally be hoisted back to full mast, signalling the end of official mourning for the victims of the attacks on September 11.

    US officials said the military campaign would fall into two phases: an opening salvo of missiles and aerial bombing restricted to targets inside Afghanistan, followed by a potentially protracted ground campaign spearheaded by American and British special forces.

    Early targets are expected to include the airport at Kabul, communications towers and power supplies. Terrorist targets in other countries might be considered once all US forces heading for the region are in place, the sources said.

    In the latest deployments, the US amphibious ship Essex left the Sasebo naval base in Japan, followed by the nuclear-powered submarine, Bremerton. The two vessels departed a day after the USS Kitty Hawk's aircraft carrier battle group left its home port near Tokyo. More than 100 warplanes, among them B-1 and B-52 bombers, are also believed to be ready to begin flying missions.

    Concern that Saudi Arabia was reluctant to let American commanders run an air assault from the Prince Sultan airbase near Riyadh receded when the US said its operation was "up and running".

    At home, Americans struggled to resume normal lives.

    A full programme of American football games was under way, with F-15 fighters ready to enforce no-fly zones over stadiums. Documents left behind by the hijackers had indicated some kind of follow-up action on September 22 - yesterday. The sense of unease was heightened by last week's economic free-fall on Wall Street, which suffered the worst one-week losses since the Depression of the 1930s.


    Israeli tanks entered a Palestinian-controlled part of the Gaza Strip last night and exchanged fire with Palestinian gunmen, a Palestinian official said.
    The exchange was apparently in response to mortar bombs fired at a nearby Israeli settlement, and is the most serious breach of the Middle East ceasefire insisted upon by Bush in the wake of the terrorist attacks.

James Clark, Tony Allen-Mills und Stephen Grey, Washington gefunden von Robert Morten

23.09.01 Stern
Nordirland regiert sich wieder selbst
    Die britische Provinz Nordirland kann sich nach der vorübergehenden Aussetzung der Selbstverwaltung ab Sonntag wieder selbst regieren. Londons Nordirland-Minister John Reid hob eine 24-stündige Suspendierung der Autonomie um Mitternacht Ortszeit (1.00 Uhr MESZ) wieder auf.

    London/Belfast - Damit erhalten die Konfliktparteien in der Provinz weitere sechs Wochen Zeit, ihren Streit um die Auflösung terroristischer Waffen- und Sprengstofflager zu beenden. Die neue Frist läuft am 2. November ab.

    Reid machte jedoch deutlich, dass die seit 1998 bereits dritte Suspendierung von der Regierung in London als «letzte Chance» für einen Durchbruch angesehen wird. Er könne sich schwer vorstellen, dass er noch ein weiteres Mal zu diesem verfassungstechnischen Hilfsmittel greifen würde, sagte Reid.

    Die volle Umsetzung des Nordirland-Friedensabkommens von April 1998 wird seit mehr als drei Jahren von dem Streit um die Waffen behindert. Die führende protestantische Ulster Unionist Party (UUP) verlangt von der katholischen Untergrundorganisation IRA den konkreten Beginn der Entwaffnung. Die IRA verweist darauf, dass ihre Waffen seit Ausrufung eines Waffenstillstands seit Jahren schweigen.

    Die IRA wiederholte in der vergangenen Woche ihre Gesprächsbereitschaft. Sie soll nach bisher unbestätigten Berichten sogar bereit sein, zwei von unabhängigen Experten inspizierte Waffendepots zu schließen. Reid sagte am Samstag jedoch, er habe keinerlei Informationen über einen solchen Schritt der IRA.

    UUP-Führer David Trimble, der Anfang Juli aus Protest gegen den mangelnden Fortschritt bei der Entwaffnung als Chef der Provinzregierung zurückgetreten war, drohte am Samstag mit einseitigen Schritten, die den Zusammenbruch der Provinzregierung aus Katholiken und Protestanten herbeiführen könnten.

    Danach will die (UUP) am Montag den Antrag stellen, die drei Minister der katholischen Partei Sinn Fein aus der Regionalregierung (Exekutivrat) zu entfernen. Falls der Antrag - wie erwartet wird - keine Mehrheit findet, würde sich die UUP in den nächsten drei Wochen aus dem Exekutivrat zurückziehen.

    Am Samstag explodierte auf einem Golfplatz nahe der Hafenstadt Londonderry eine Rohrbombe. Bei der Detonation des selbstgebauten Sprengsatzes wurde niemand verletzt, teilte die Polizei mit.

dpa gefunden von Robert Morten

23.09.01 Stern
Queen gibt Spende für US-Opfer
    Königin Elizabeth II. hat für die Opfer der Terroranschläge in den USA eine Spende gegeben. Ein entsprechender Bericht des «Sunday Telegraph» wurde am Sonntag vom Buckingham- Palast in London bestätigt. Die Queen sei von den Ereignissen «tief berührt» gewesen, hieß es. Die Höhe der Spendensumme blieb geheim. Das Geld soll dem Hilfsfonds für den Angriff auf das World Trade Center in New York zugeführt werden.

    London (dpa) - Die Queen hatte sich bei einem Gedenkgottesdienst für die Opfer in der St. Paul's-Kathedrale in London vor zehn Tagen zutiefst bewegt gezeigt und sogar Tränen aus den Augen gewischt. Sie ist eng mit dem US-Botschafter in London, William Farish, befreundet, der laut «Sunday Telegraph» drei Pferde aus den Stallungen der Queen auf seiner Ranch in Texas trainiert hat.

    «Trauer ist der Preis, den wir für die Liebe zahlen», hatte die Queen in einer Botschaft formuliert, die bei einem Gottesdienst für die britischen Opfer in New York verlesen wurde.

    US-Präsident George W. Bush und andere führende US-Politiker hatten sich ihrerseits «gerührt» darüber gezeigt, dass die britische Königin nach den Anschlägen beim Wachwechsel vor dem Buckingham-Palast die amerikanische Nationalhymne spielen ließ.

dpa gefunden von Robert Morten

23.09.01 Die Welt
Prinz William vor Studienbeginn in Schottland umjubelt
    Prinz William (19), Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana, ist wenige Tage vor seinem Studienbeginn in Schottland von der Bevölkerung wie ein «Superstar» empfangen worden. «Der königliche Superstar bewegte sich mühelos zwischen anhimmelnden Rentnerinnen und kreischenden Teenagern», berichtete das Massenblatt «Daily Mail».

    London/Edinburgh (dpa) - William, der sich am Montag an der altehrwürdigen St. Andrews-Universität bei Edinburgh als Student der Kunstgeschichte einschreiben will, hatte am Freitag in Begleitung von Prinz Charles Glasgow und Edinburgh besucht.

    Auf Initiative seines Vaters, der seinem Sohn vor Studienbeginn das «echte Schottland» zeigen wollte, besuchten die beiden unter anderem ein Asylantenheim, ein Zentrum für Drogenabhängige, ein heruntergekommenes Wohnviertel in Glasgow, eine Tanzschule und ein Altersheim. Im US-Konsulat in Edinburgh trugen sie sich in die Kondolenzbücher für die Opfer der Terroranschläge in New York und Washington ein.

    Charles hoffe, dass mit dem öffentlichen Auftritt der befürchtete Medienrummel bei Williams Studienbeginn vermieden werden könne, hieß es aus dem Königshaus. Ob diese Hoffnung in Erfüllung geht, ist nach der Begeisterung für den jungen Prinzen aber eher fraglich. «Er ist ein Babe, er ist ein Babe», rief die 14 Jahre alte Leanne Mackie laut «Daily Telegraph» in Glasgow aus. «Genau wie seine Mutter», war das Urteil der Rentnerin Norma Wood (76).

- gefunden von Robert Morten




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