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Headline:Gelungener Start für Grünes Geld auf der Grünen Woche
Stichwort:Geld
Rubrik:Geld
Datum:29.Januar.2001, 21:35
Text:(29.1.2001/ECOreporter.de) Einen guten Start verzeichnete gleich bei der Premiere in Berlin "Grünes Geld" - Kongressmesse für ökologisches und ethisches Investment, die als Fachteil neu in das Programm der Internationalen Grünen Woche aufgenommen wurde. Vom 25. bis 27. Januar informierten sich rund 10.000 Branchenvertreter und fachlich interessierte Besucher der Grünen Woche über die verschiedenen Möglichkeiten, Rendite und Umweltschutz miteinander zu verbinden. An der dreitägigen Messe beteiligten sich 41 Aussteller wie Banken, Anbieter von Fonds und Direktbeteiligungen, Investmentgesellschaften und Forschungseinrichtungen.

Im Mittelpunkt des begleitenden Kongresses, der in über 20 Vorträgen, Diskussionen und Workshops vertiefendes Wissen zum ethisch-ökologischen Kapitalmarkt bot, stand die erstmals vorgestellte Marktstudie "Doppelte Dividende". Als Begleitforschung zu Grünes Geld beim Branchendienst ECOreporter.de, Dortmund, in Auftrag gegeben, analysierte sie das Marktpotential von Aktien und Fonds sowie das Anlegerverhalten des ethisch-ökologischen Investments. Demnach seien gegenwärtig in Deutschland drei Milliarden DM in grüne Fonds angelegt. Trotz der immensen Zuwächse - der Mittelfluss in ethisch-ökologische Fonds sei binnen zwei Jahren um das 36fache gestiegen - stellten Umweltfonds derzeit nur 0,4 Prozent des Gesamtvolumens.

Grünes Geld 2001 machte deutlich, dass im nachhaltigen Investment der Trend zur Aktie, ob außerbörslich oder börsennotiert, anhält. "Die früher dominanten Kommanditgesellschaften sind auf dem Rückzug", kennzeichnete ein Branchenkenner die aktuelle Entwicklung. Auch die zunehmende Professionalisierung des Öko-Kapitalmarktes ließ sich auf Grünes Geld erkennen: "Häufig wurde ganz zielgerichtet nach einzelnen Werten gefragt", meinte ein Finanzexperte zu seiner Tätigkeit am Check-Point, dem Anleger-Treffpunkt der Messe.

Und noch eines zeigte Grünes Geld 2001: Die Branche gibt sich, gestützt auf die immensen Zuwachsraten der letzten Jahre und auf beachtliche Renditen, zunehmend selbstbewusst. So wurde im Rahmen der Messe mit dem "Forum Nachhaltige Geldanlagen" der erste deutsche Dachverband dieses Marktsegmentes gegründet. Auch für die Zukunft erwarten die grünen Finanzdienstleister einen anhaltenden Aufwärtstrend, zum einen wegen des steigenden Anlegerinteresses, zum anderen wegen des politischen Rückenwindes: Zeitgleich zur Messe passierte die Rentenreform den Bundestag; sie sieht für die Anbieter privater Altersvorsorge eine Berichtspflicht bezüglich ethisch-ökologischer Belange vor.

Aus Sicht der Messe Berlin ist das Konzept, Grünes Geld als weiteren Fachteil an die Internationale Grüne Woche anzudocken, voll aufgegangen. "Wir konnten damit der Grünen Woche eine neue Zielgruppe erschließen", bilanzierte Messedirektor Axel Thimm. Wie aus den Befragungsergebnissen eines unabhängigen Marktforschungsinstituts hervorging, besaßen 19 Prozent aller Grüne Woche-Besucher Aktien sowie 23 Prozent Fondsanteile. Darüber hinaus interessierten sich 13 Prozent speziell für ökologisch-ethische Geldanlageformen. Mehr als 70 Prozent der Besucher von Grünes Geld erhielten Anregungen für ihre Geldanlage. Entsprechend äußerten sich auch die Aussteller, die bei der Messe-Premiere in Berlin auf breites Interesse der Besucher stießen. Bereits zum Zeitpunkt der Befragung äußerten zwei Drittel der Aussteller die Absicht, auch an der nächsten Veranstaltung teilnehmen zu wollen.

Im räumlichen und zeitlichen Verbund zu Grünes Geld fand der Fachteil "Erneuerbare Energien" als ideale Präsentations- und Informationsplattform für Landwirte als Erzeuger und Nutzer erneuerbarer Energien, für Entscheidungsträger aus Gemeinden und Behörden, für Hersteller und Händler sowie für das interessierte Publikum statt. Aussteller und Besucher begrüßten übereinstimmend diesen Verbund wegen der Synergieeffekte. Die erneuerbaren Energien in Verbindung mit einer unterstützenden Energiepolitik waren letztendlich auch die Basis für die rasante Entwicklung grüner Geldanlagen.


Quelle:ECOreporter.de-Newsletter
Link:www.ecoreporter.de

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