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Headline:Energiepolitischer Gruselkatalog
Stichwort:Energiepolitik
Rubrik:Energie
Datum:29.Mai.2001, 09:32
Text:WWF kritisiert angekündigte Energiepolitik der Bush-Administration

Frankfurt a. M., 18.05.2001 Der energiepolitische Kurs der US-Regierung stößt bei der internationalen Naturschutzorganisation WWF auf harte Kritik. Die jetzt vorgestellten Pläne zum Bau von tausenden neuer Kraftwerke und Pipelines sowie die angestrebte Erschließung von Ölfeldern in Naturschutzgebieten seien ein „Gruselkatalog und ein Rückfall in die energiepolitische Steinzeit.“

Die US-Regierung hat bekannt gegeben, dem steigenden Energieverbrauch mit dem Bau neuer Kohlekraftwerke, dem Ausbau der Atomkraft und der Ausbeutung neuer Ölfeldern begegnen zu wollen. Parallel sollen die Umweltauflagen für die Energiekonzerne nach dem Willen der Bush-Administration systematisch heruntergeschraubt werden.

Nach Einschätzung des WWF ist das Programm ein Armutszeugnis. „Die Vorhaben werden den Treibhauseffekt anheizen, die Luft und Umwelt stärker verpesten und vor allem die Energieprobleme nicht lösen“, so das Fazit von Jennifer Morgan. Die Direktorin der WWF-Klimakampagne ergänzt: „Amerika muß die Kraft finden, sich der energiepolitischen Herausforderung zu stellen. Das beinhaltet die intensive Erforschung und Anwendung erneuerbarer Energiequellen, die Steigerung der Energieeffizienz und vor allem ein langfristig angelegtes Energiesparprogramm.“

In einem jetzt vorgelegten Report weist der WWF darauf hin, dass das Land sich nicht aus der Abhängigkeit von Ölimporten befreien könne, indem es ausschließlich auf die einheimischen Rohölvorkommen setze. Die gegenwärtige Energiekrise in Kalifornien müsse als Popanz für eine anachronistische Politik herhalten, und Gasbohrungen im Arktischen Naturschutzgebiete seien kaum die richtige Antwort auf die steigenden Energiepreise. „Die USA sind nach wie vor Weltmeister in Sachen Energieverschwendung. Sie verbrauchen pro Kopf mehr als doppelt soviel Strom und Benzin wie die Europäer. Hier liegt die Ursache für die energiewirtschaftlichen Schwierigkeiten. Energieeinsparung ist die sauberste und billigste Energiequelle, leider hat die neue US Regierung dies immer noch nicht begriffen“, kritisiert Oliver Rapf vom WWF.

Quelle:WWF Deutschland
Link:www.wwf.de

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