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Headline:Kanton Genf mit Gewässerpreis 2001 ausgezeichnet
Stichwort:Gewässerschutz
Rubrik:Naturschutz
Datum:16.Mai.2001, 21:10
Text:Der neu geschaffene schweizerische Gewässerpreis wird erstmals auf gemeinsame Initiative des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes, des Vereins für Ingenieurbiologie und Pro Natura verliehen. Er ist dazu bestimmt, beispielhafte Projekte oder Taten im Bereich der quantitativen, qualitativen sowie umweltgerechten Bewirtschaftung der Wasserressourcen auszuzeichnen.

Die seit Beginn des 18. Jahrhunderts verwirklichten Bach- und Flussverbauungen waren vor allem dazu bestimmt, die Lebensbedingungen der neu aufkommenden Industriegesellschaft zu verbessern. Ohne die Wohltaten des sogenannten «Fortschritts» herunter zu spielen, ist doch festzuhalten, dass diese Veränderung nicht nur positive Auswirkungen gebracht hat. Als Folge zum Hochwasserschutz und zum Fortschritt im Gesundheitswesen ist besonders auf das Versiegen des Grundwassers, das sedimentäre Ungleichgewicht der alluvialen Flussbetten, die Abnahme der Naturbiotope und die verminderte Wasserqualität bei Niedrigwasser hinzuweisen.

Diese Feststellung ist keinesweg neu. Um Abhilfe zu schaffen, wurden bereits Massnahmen getroffen. Es sei namentlich auf den Artikel 21 der Wasserbauverordnung vom 2. November 1994 hingewiesen. Mit dieser gesetzlichen Bestimmung erhielten die Kantone die Aufgabe, den Mindestraum für die Fliessgewässer zu bestimmen, der für den Schutz gegen Hochwasser und deren ökologische Funktion erforderlich ist. Diese Planungsmassnahmen bezwecken somit, den Menschen vor Naturgewalten, jedoch auch die Natur vor den menschlichen Eingriffen zu schützen.

Um die Revitalisierungsbemühungen des Kantons Genf zu würdigen und zu fördern, wird diesem Kanton der Gewässerpreis 2001 für den innovativen Charakter der zahlreichen kürzlich erfolgten Realisierungen verliehen. In diesem Kanton wurde der Revitalisierung der Fliessgewässer und deren Ufer eine Priorität mit dem klaren Willen zuerkannt, überall da, wo es möglich ist, den natürlichen Zustand wiederherzustellen. Die mit dem benachbarten Frankreich ausgehandelten Gewässerverträge (contrat de rivières) geben Genf die Möglichkeit an dauerhaften Entwicklungen mitzuwirken, die am Beispiel der Fliessgewässer über die Grenzen hinaus reichen

Quelle:ProNatura Schweiz
Link:www.pronatura.ch

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