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Headline:Immer mehr greifen zur Flasche
Stichwort:Wasser
Rubrik:Umweltschutz
Datum:21.März.2001, 21:13
Text:Zum Tag des Wassers warnt der WWF: Trinkwasser wird weltweit knapp

Frankfurt a. M., 22.03.2001 Der WWF warnt heute am Tag des Wassers vor der weltweit zunehmenden Verschmutzung von Seen, Flüssen und Grundwasser. Dadurch wird es immer schwieriger, Trinkwasser zu gewinnen. Wasser aus Flaschen kann aber auch nicht die Lösung sein, so ein Gutachten des WWF. Eine fatale Entwicklung verläuft parallel: Mit der Verschmutzung der natürlichen Ressourcen steigt der Konsum an Mineralwasser weltweit.

Insbesondere in Entwicklungsländern greifen immer mehr Menschen zu abgefülltem Wasser in Flaschen, um ihren Bedarf an sauberem Wasser zu decken. Der Konsum von Tafelwasser wächst jährlich um sieben Prozent, in Südostasien sogar um 15 Prozent. Obwohl Flaschenwasser bis zu tausendmal teuerer ist wie Leitungswasser, hat es in der Hälfte aller vom WWF untersuchten Proben eine schlechtere Qualität. Das abgefüllte Wasser wird häufig aus stark verschmutzten Flüssen gewonnen, die mit Chemikalien aus der Landwirtschaft und ungeklärten Abwässern von Siedlungen und Industrie belastet sind.

„Wir brüsten uns in Deutschland, dass der Rhein immer sauberer wird, aber wir übersehen, dass das Problem gerade in die Entwicklungsländer verlagert wird. Die Menschen dort sind immer häufiger gezwungen, teures und schlechtes Flaschenwasser zu kaufen. Sie glauben, klares Wasser in Flaschen wäre sauber, aber das stimmt nicht“, so Georg Rast, Hydrologe beim WWF-Aueninstitut in Rastatt. „Wir brauchen nicht nur weltweite Standards für Mineralwasser, auch das Wasser aus den Wasserhähnen und Brunnen muss absolute Trinkqualität aufweisen.

Damit das Leitungswasser für jeden wieder trinkbar wird, fordert der WWF von den Regierungen, langfristige und wirksame Strategien. Das bedeute insbesondere die Umstellung auf eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft, durch die weniger Dünger und Pestizide ins Grundwasser gelangen.

Mit dem Wasserproblem werde dann gleichzeitig auch ein Müllproblem gelöst. Neben der Umweltbelastung durch Produktion und Transport der Wasserflaschen entsteht viel Müll durch die Verpackungen, die nur selten umweltfreundlich oder sicher recyclebar sind.

Quelle:WWF Deutschland
Link:www.wwf.de

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