Der Gast von heute ist waehlerischer denn je und belohnt Qualitaet

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Der Gast von heute ist waehlerischer denn je und belohnt Qualitaet

    12.März.2001
    Der Gastronomiebesucher ist heute wählerischer denn je. Er schätzt
    gastronomisch klar positionierte Erlebnisqualität, legt Wert auf
    Service und erwartet in jedem Gastronomietyp das passendes
    Speiseangebot. Das ist das Ergebnis der VELTINS-Gastronomiestudie
    2001, die erstmals unterschiedliche Gastronomietypen aus der
    Marktforschungsperspektive beleuchtet und auf der Internorga 2001
    präsentiert wurde. Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Eckkneipe konnte
    ihr Werteprofil in der Besuchergunst bewahren, denn dort steht das
    Klönen mit dem Wirt ganz klar im Vordergrund - der Gast weiß das
    Angebot "um die Straßenecke" zu schätzen. Anders die Motivation in
    der Szenegastronomie, wo der "Flirtfaktor" und das
    "Sehen-und-gesehen-werden" ganz vorne stehen. Dazu führte das
    Bochumer Institut für angewandte Kommunikationsforschung (BIFAK)
    unter der Leitung von Prof. Dr. Franz R. Stuke 1030 Interviews bei
    Besuchern von sechs unterschiedlichen Gastrokonzepttypen durch.

    Klare Positionierung der Bedürfnisse

    Traditionelle Eckkneipen und Mainstreamobjekte wurden ebenso
    beleuchtet wie TexMex-Lokale und Irish-Pubs, aber auch Szeneobjekte
    und Lifestyle-Café-Bistros. Besonders bemerkenswert: Die
    Bedürfnisstruktur der Gäste gestaltet sich im Hinblick auf die
    Positionierung einzelner Gastronomietypen nahezu identisch, so dass
    der Besucher von vornherein klar polarisieren will und eigentlich
    nichts dem Zufall überlässt. Dementsprechend offen brachten die
    Befragten ihre Einschätzung zum Ausdruck. So sehen 64,8% den
    "Flirtfaktor" in der Szenekneipe als entscheidenden Besuchsgrund, im
    TexMex-Lokal waren es nur 49,2%. "Hier geht es ganz klar um das
    impulsiv-emotionale Miteinander, was die Gäste bewegt", sagte Prof.
    Dr. Franz R. Stuke bei der Präsentation auf der Internorga. Wenn es
    ums "Trinken und Feiern" geht, steht hingegen der Irish-Pub bei 79,5%
    der Befragten ganz vorn, gefolgt von der Eckkneipe mit 75,4 %. Das
    Café-Bistro wird dazu kaum präferiert. Um nette Menschen kennen zu
    lernen, bevorzugen 57,2% die Szenekneipe noch vor dem TexMex-Lokal
    und Irish-Pub mit 45,2% bzw. 44,8%. Ganz vorn rangiert die
    Szenegastronomie, wenn es ums "Sehen-und-gesehen-werden" geht. 84,1%
    gaben dort die Hauptmotivation "interessante Leute beobachten" an,
    vor 71,6% im Café-Bistro.

    Mit dem Eckkneipen-Wirt klönen

    Anders in der traditionellen Gastronomie: Die alten Werte der
    Eckkneipe erfreuen sich unveränderter Aktualität, denn 63,2% schätzen
    den persönlichen Kontakt zum Wirt und zeigen mit 86,8% auch eine hohe
    Zufriedenheit mit dem Getränkeangebot. "Freunde treffen und
    quatschen" lautete der Wunsch von 98,1% der Befragten zum Ziel ihres
    Eckkneipenbesuches - Frauen und Männer stellten diesen
    Kommunikationsaspekt gleichermaßen in den Vordergrund. In der
    Aufmerksamkeit des Besuchers nehmen die Getränke- und Speiseangebote
    eine ganz zentrale Bedeutung ein - sie tragen genauso zur klaren
    Positionierung bei wie die Ausstattung und Atmosphäre. So erfreut
    sich die Sorte Pils mit Abstand der größten Akzeptanz, in der Szene
    liegt es - anders als vielfach gemutmaßt - eindeutig auf Platz eins.
    Dort bevorzugen 58,3% ein frisch gezapftes Pils, im Irish-Pub sind es
    sogar 65,6% und in der Eckkneipe gar 72,8%. Allenfalls in
    TexMex-Objekten liegen Cocktails mit 41,5% und AfG-Angebote mit 43,4%
    vorn. Im Café-Bistro kommt Wein mit 55,4% eine nennenswerte Bedeutung
    zu, ansonsten sehen die Besucher im Wein allenfalls ein
    Ergänzungsangebot. Was besonders überrascht: Im Irish-Pub sehen die
    Gäste Pils noch deutlich vor internationalen Bieren jeglicher Coleur.
    In der Gesamtsicht führt Pils mit Abstand, dennoch besitzt Weizenbier
    mit einem zusätzlich ausgewiesenem Anteil von 17,6% eine das
    Biersegment verstärkende Wirkung. Nur die Sorte Alt rangiert mit 5,7%
    im Gesamtbild sogar noch hinter Longdrinks mit 11,7% und Sekt mit
    7,4%.
    - ots -









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