Rasen mähen, Hecke scheren - aber sicher!

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Rasen mähen, Hecke scheren - aber sicher!

    26.Juli.2001
    Hamburg (ots) - "Schnell noch den Rasen mähen - denn wenn Heike
    und die Kinder vom Schwimmen kommen, sollen die Würstchen schon auf
    dem Grill liegen ...". So wie Frank Demundt, 42, denken an
    Sommerwochenenden viele Gartenfreunde und Familienväter. Schließlich
    duften im grünen Geviert nicht nur die Rosen und gedeihen Petersilie
    und Thymian im Kräuterbeet, es müssen auch die Hecke geschoren, der
    Rasen gemäht und das Laub gehäckselt werden.

    Doch nicht immer geht dabei alles glatt: mehr als 200.000 Unfälle
    passieren pro Jahr in Deutschland bei der als Freizeitbeschäftigung
    beliebten und an sich gesunden Gartenarbeit. Knapp die Hälfte der
    Unfälle sind Schnitt- und Stichverletzungen, jeder vierte Unfall ist
    ein Sturz.

    Gerade mit Rasenmähern oder Heckenscheren geschehen immer wieder
    schwere Unfälle. Die Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg, rät
    daher, beim Umgang mit elektrischen Geräten folgende Sicherheitstipps
    zu beachten:

    Rasenmäher:

    - Lassen Sie den Rasen nicht zu hoch wachsen.
    - Tragen Sie beim Mähen feste Schuhe, keine Sandalen oder
    Turnschuhe. Nicht barfuß mähen!
    - Mähen Sie Rasen nur, wenn er trocken ist. Nasses Gras verstopft
    das Schneidewerk.
    - Lassen Sie den Rasenmäher nur so lange eingeschaltet, wie es
    unbedingt nötig ist.
    - Halten Sie Kinder von dem betriebsbereiten Rasenmäher fern - wie
    auch von anderen elektrischen Gartengeräten.
    - Reparieren und reinigen Sie den Rasenmäher nur bei gezogenem
    Netzstecker (Geräte mit Elektromotor) oder Zündkerzenstecker
    (Geräte mit Benzinmotor). Das gleiche gilt für das Verstellen
    der Schnitthöhe.
    - Beim Reinigen nicht zu viel Wasser verwenden, auch hier gilt:
    zuvor den Netzstecker ziehen.
    - Sicherheitsgeprüfte Rasenmäher sollten bevorzugt werden. Sie
    sind am GS-Zeichen zu erkennen (steht für "Geprüfte
    Sicherheit").
    - Beachten Sie die Gebrauchsanweisung und lassen Sie die vom
    Hersteller vorgesehenen Schutzvorrichtungen am Gerät, zum
    Beispiel Prallbleche, Abdeckungen und Grasfangvorrichtungen.

    Heckenschere:

    - Achten Sie beim Kauf auf ein sicherheitsgeprüftes Gerät mit
    GS-Zeichen.
    - Heckenscheren sollte eine Zweihand-Sicherheitsschaltung haben.
    Das Gerät schaltet sich nur dann ein, wenn beide Knöpfe gedrückt

    sind - zufälliges Einschalten ist dann fast ausgeschlossen.
    - Heckenschere immer mit zwei Händen bedienen - ergibt sich bei
    Zweihand-Sicherheitsschaltung automatisch, ist daher besonders
    wichtig bei Geräten mit nur einem Schalter.
    - Heckenscheren sollten eine Sperre gegen unbeabsichtigtes
    Einschalten haben.
    - Der Motor läuft nach dem Ausschalten noch eine Weile nach.
    Greifen Sie dann nicht in die Schermesser - auch verlangsamt
    routierende Schermesser können noch tiefe Schnittwunden
    verursachen.
    - Stehen Sie sicher und bequem. Leitern sollten in einem
    einwandfreien Zustand sein. Verschieben Sie die Leiter lieber
    einmal mehr, als dass Sie sich waghalsig zu weit nach vorne zu
    beugen.
    - Das Stromkabel sollte immer am bereits beschnitten Teil der
    Hecke entlanglaufen, nie in der Nähe des Schneidewerks der
    Heckenschere.
    - Festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe anziehen.


    Für alle elektrischen Geräte gilt, dass die Funktion der
    Sicherheitsheitseinrichtungen regelmäßig kontrolliert werden sollte,
    zum Beispiel Einschaltsperren und Zweihandschaltungen.

    Häufig ist die Gartenarbeit eine ungewohnte körperliche
    Anstrengung an Feierabenden und am Wochenende. Überfordern Sie Ihre
    Kräfte dabei nicht und machen Sie genügend Pausen.
    Selbstüberschätzung zählt ebenso wie Hektik und
    Konzentrationsschwäche zu den Hauptursachen für Unfälle.

    Fotos: DSH - Aktion Das Sichere Haus - dsh -









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