NABU unterstützt Naturschutznovelle

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NABU unterstützt Naturschutznovelle

    29.Juni.2001
    Bonn. Anlässlich der ersten Lesung zur Novelle des Bundesnaturschutzgestzes hat der Naturschutzbund NABU seine Unterstützung für die Reform bekräftigt. "Der vorliegende Entwurf findet in zentralen Bereichen wie etwa der Forst- und Landwirtschaft unsere grundsätzliche Zustimmung", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Jetzt sei es allerdings Sache des Parlaments, die noch vorhandenen Schwachstellen des Gesetzesentwurfs nachzubessern.

    So müsse der angestrebte Biotopverbund auf 10 % der Landesfläche auch halten können was er verspreche. "Die vorgesehenen Kriterien für die Auswahl der Verbundflächen sind viel zu beliebig", so Flasbarth. Es bestehe die Gefahr, dass die Bundesländer das 10%-Ziel erfüllen ohne die wirklich wichtigen Biotope einzubeziehen. Auch könne es nicht angehen, dass Eingriffe in Natur und Landschaft in Zukunft noch leichter zu genehmigen sein sollten. "Die Zulässigkeitsprüfung für Eingriffe sollte mindestens auf dem bisherigen Niveau gehalten werden", betonte Flasbarth.

    Ganz und gar unverständlich sei aus Sicht des NABU der vehemente Widerstand des Deutschen Bauernverbandes gegen das Gesetz. "Die aktuelle Agrar-Krise hat gezeigt, dass die deutschen Bauern nur dann eine Zukunft haben, wenn sie das Vertrauen der Verbraucher durch tiefgreifende Reformen wieder zurück gewinnen", so der NABU-Präsident. Der Entwurf des Naturschutzgesetzes biete durch die Definition der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft, durch Vertragsnaturschutzes und die bundesweite Pflicht zur Einführung von Ausgleichszahlungen einen guten Ansatz hierfür.
    - nabu -









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