Technik vom Himmel für innovative Dienste am Boden

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Technik vom Himmel für innovative Dienste am Boden

    25.April.2001
    "Bayern setzt als High Tech-Land auf das Zukunftsfeld
    Satellitennavigation", erklärte der bayerische Staatsminister für
    Wirtschaft, Verkehr und Technologie am 25. April zur Eröffnung des
    Kongresses Satellitennavigation im Europäischen Patentamt in München.
    Bayern sei in Europa schon jetzt nach London der zweitgrößte Standort
    für die Informations- und Kommunikationstechnologie. Zusätzlich
    entsteht direkt neben dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
    in Oberpfaffenhofen bei München der MercatorPark als Plattform für
    satellitengestützte Produkte und Dienste. "Unsere politische
    Unterstützung dazu haben Sie uneingeschränkt", sagte Wiesheu.

    Startschuß für Galileo - eine richtige Entscheidung

    Ein klares Bekenntnis gab Wiesheu vor Kongressteilnehmern aus 16
    Ländern für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo ab.
    "Wer Raumfahrt-Infrastruktur entwickelt und betreibt, hat auch die
    bessere Ausgangslage in den Sekundärmärkten." Galileo liefere eine
    gute Basis zur Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und
    Dienstleistungen, öffne neue Märkte und schaffe neue Arbeitsplätze.

    Europa braucht ein eigenes Satellitennavigationssystem

    Galileo stehe dabei in einer guten Tradition. Die europäischen
    Entscheidungen für ein eigenes Flugzeugprogramm (Airbus) und für
    eigene Raketen (Ariane) haben nach Wiesheus Worten klar gezeigt, daß
    Europa ein eigenes Satellitensystem braucht:

    * Der Airbus sichert mit rund 50 Prozent Marktanteil am weltweiten
    zivilen Flugzeugbau in Europa 440.000 hochqualifizierte
    Arbeitsplätze, 68.000 alleine in Deutschland, und hat einen
    Anteil von 22 Milliarden Euro an der Außenhandelsbilanz der EU.
    * Die Ariane, anfangs ebenfalls stark umkämpft, hat heute einen
    Anteil von über 50 Prozent am zivilen Markt.

    "Mit Galileo", so Minister Wiesheu, "werden wir das Gleiche
    erleben."

    "Wer ja sagt zu Europäisierung und zu Globalisierung, kann zu mehr
    Transport und Logistik nicht nein sagen", erklärte Wiesheu.
    Verkehrssteuerung sei deshalb ein zentrales Thema, und die
    Satelllitennavigation werde dazu einen wichtigen Beitrag liefern.

    Die Entzerrung z.B. der Luftstraßen sei mit dem bisherigen
    bodengebundenen System allein gar nicht zu schaffen. Erst die
    Satellitentechnik könne das leisten.

    "Alle reden von gesunden Nahrungsmitteln", setzte Wiesheu hinzu.
    Eine gesunde Bodenbearbeitung - demnächst sogar fahrerlos, weil von
    Satelliten gesteuert - nutzte die mit Satelliten ermittelte und
    ausgestrahlte Geo-Information.

    Starkes Netzwerk: Der MercatorPark

    Der bayerische Wirtschaftsminister begrüßte das Netzwerk
    MercatorPark als eine Initiative der Wirtschaft. Er nannte drei
    Handlungsbereiche für dieses Projekt:

    * die fachlich-technologische Ebene - hier würden moderne
    Kommunikationstechnik sowie Navigation und Geo-Information
    miteinander verknüpft
    * die Schaffung eines aktiven regionalen Netzwerks von
    Satellitenbauern, Geräteherstellern, Anwendern und
    Finanzinstituten
    * und die Schaffung eines europäischen Netzwerks.

    Bayern ist nach Wiesheus Worten schon jetzt ein starker
    Raumfahrtstandort. Der MercatorPark werde eine wachsende Zahl von
    Unternehmen besonders aus dem mittelständischen Bereich veranlassen,
    sich verstärkt in der Raumfahrtnutzung zu engagieren.

    Astrium will Innovationsmotor sein

    Europas führendes Raumfahrtunternehmen Astrium, eine
    deutsch-britisch-französische Firma mit 7500 Raumfahrtspezialisten -
    von ihnen die Hälfte in Deutschland - will Innovationsmotor auch bei
    der Entwicklung von Produkten und Diensten sein, die aus der
    Verknüpfung von Kommunikation, Navigation und Geo-Information
    entstehen. Astrium-Vorstandsmitglied Klaus Enßlin plädierte für eine
    enge Anbindung der Raumfahrt an die Anwenderwelt. Sein Unternehmen
    liefere die Voraussetzungen für alle Marktsegmente in diesen
    Wachstumsmärkten. Ziel ist nach seinen Worten ein Leistungsverbund
    für mehr Wertschöpfung am Standort Deutschland.
    - ots -









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