NABU warnt vor Hysterie bei MKS-Bekämpfung

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NABU warnt vor Hysterie bei MKS-Bekämpfung

    1.April.2001
    Bonn. Der Naturschutzbund NABU hat vor Hysterie und irrationalem Verhalten bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche gewarnt. "Einige der diskutierten Maßnahmen, wie die Absage von Klassenfahrten, der Abschuss von Zugvögeln und das Verhängen von Bauernhöfen mit Netzen sind absolut widersinnig", sagte NABU-Agrarexperte Volkhard Wille. Bei einer selbst durch die Luft übertragbaren Seuche seien derartige Maßnahmen sinnlos. "Ruhe und Besonnenheit ist viel wichtiger als hektischer Aktionismus", so Wille weiter. Höfe und Stallungen sollten weiträumig von anderen Menschen gemieden, Tier- und Futtermitteltransporte eingestellt werden.

    Nach Ansicht des NABU sei es viel wichtiger, sich auf die konkreten Planungen und Maßnahmen für die überfällige ökologische Agrarwende zu konzentrieren. Wenn jetzt nicht schnell solide Konzepte für den Umbau der Landwirtschaft auf den Tisch gelegt und umgesetzt würden, sei die nächste Katastrophe vorprogrammiert. "Während sich die Öffentlichkeit über Konsequenzen von BSE und MKS empört, läuft eine Welle von Bauanträgen für weitere Anlagen zur Massentierhaltung durchs Land und die Politik schaut zu," so der NABU-Agrarexperte.

    Um diese Entwicklung zu stoppen, hat der NABU heute der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, einen Vorschlag zur Änderung des Baugesetzbuches vorgelegt. Damit würde die Privilegierung derartiger Bauten abgeschafft; ein Bau allenfalls noch in einem Gewerbegebiet möglich. "Die kurzfristige Änderung des Baugesetzbuches ist ein echter Glaubwürdigkeitstest für die neue Ministerin", betonte Wille.
    - nabu -









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