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Thema: England und Großbritannien
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17.07.2001; Robert Morten

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Titel:Englische Revolutionen des 17. Jahrhunderts
Untertitel:Um Glaube und Recht
kat:Hintergrund
subkat:Geschichte
subsubkat:Revolutionen
aufmacher:Aus heutiger Sicht war das 17. Jahrhundert in Großbritannien ein Zeitalter der Revolutionen. Entgegen den Befürchtungen vieler Zeitgenossen gab es zwar keine Aufstände, als der Sohn von Maria Stuart, Jakob VI. von Schottland, Königin Elisabeth I. 1603 als Jakob I. auf dem englischen Thron nachfolgte. Sein Sohn Karl I. musste jedoch 1641/42 so massive Einschränkungen seiner Rechte hinnehmen, dass von einer konstitutionellen Revolution gesprochen wird. Sicher revolutionär waren die Hinrichtung Karls 1649, die Abschaffung des Oberhauses und die Ausrufung der Republik. Nach der Restauration der Monarchie im Jahre 1660 kam es unter Jakob II. zwischen 1685 und 1688 erneut zu Aufständen, Verschwörungen und der Absetzung des Königs, die als »Abdankung« bezeichnet wurde.
text:Zur Vorgeschichte der konstitutionellen Revolution (1603-1640)

Rechte des Königs oder Privilegien des Parlaments
Ein grundsätzliches Problem bestand im 17. Jahrhundert darin, dass die königlichen Prärogative, das heißt diejenigen Rechte, über die der Monarch ohne jegliche Zustimmung verfügen konnte, nicht klar definiert waren. Die Auseinandersetzungen zwischen König und Parlament sind davon gekennzeichnet, dass beide entgegengesetzte Dinge für rechtens erklären konnten. Dieses Konfliktpotenzial entzündete sich vor allem an Finanzfragen. Da einer eklatanten Unterbesteuerung ein verschwenderischer Lebensstil der Krone gegenüberstand, strebten die frühen Stuartkönige Jakob I. und Karl I. dauernd danach, das Finanzdefizit durch neue Maßnahmen, zum Beispiel durch die Erhöhung von Zolleinnahmen, die grundsätzlich dem König zustanden, auszugleichen. Schon 1606 erhob Jakob I. ohne Zustimmung des Parlaments neue Einfuhrzölle. Dass ein Gericht dieses Vorgehen als legal bezeichnete, muss nicht verwundern: Die englischen Monarchen im 17. Jahrhundert machten von ihrem Recht, Richter nach Belieben einzustellen und zu entlassen, ausgiebig Gebrauch. Viele bedeutende Gerichtsurteile wurden zugunsten der Könige entschieden, weil diese zuvor massiv Einfluss auf die Zusammensetzung des Gerichts genommen hatten. Über die Stimmung in der Bevölkerung sagen solche Gerichtsurteile daher nichts aus.
Ein zweites bedeutendes Konfliktpotenzial bildeten Religionsfragen. Angehörigen unterschiedlicher protestantischer Glaubensrichtungen, die man unter dem Namen »Puritaner« zusammenfasste, war die Reformation in England nicht weit genug gegangen. Diese asketisch lebenden, ernsthaften und pflichtbewussten Menschen wollten die anglikanische Kirche von Relikten des Katholizismus reinigen. Sie traten für die Schlichtheit des Gottesdienstes und eine Verringerung der Autorität von Geistlichen ein. Bereits auf seinem Weg von Schottland nach London wurde Jakob eine diesbezügliche Petition übergeben, doch die 1604 einberufene Hampton-Court-Konferenz machte den Puritanern gegenüber keine Zugeständnisse.
Zu den unbestrittenen Rechten des Monarchen gehörte es, Parlamente nach eigenem Gutdünken einzuberufen, zu vertagen und aufzulösen. Dennoch übten die Parlamente, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts noch keine feste Institution bildeten, teilweise sehr scharfe Kritik, insbesondere an der königlichen Finanzpolitik. 1610 erklärte das Unterhaus die neuen Einfuhrzölle Jakobs für illegal. Das anlässlich des Regierungsantritts von Karl I. 1625 einberufene Parlament sicherte dem König die Zölle auf Wein und Wolle, die den Monarchen bislang immer auf Lebenszeit zugesprochen worden waren, nur für ein Jahr zu. Dass Karl sie dennoch kontinuierlich einnahm, stellte einen der Streitpunkte der folgenden Jahre dar.

Die Eintreibung von Steuern und die »papistische Verschwörung«

Aufgrund der durch die Kriege gegen Spanien und Frankreich verschärften Finanzmisere sah sich Karl I. in den 1620er-Jahren dazu gezwungen, seine Einnahmen notfalls gegen den Willen des Parlaments zu erhöhen. Darüber hinaus verschlangen die privaten Bedürfnisse seines Günstlings, des im Volk verhassten George Villiers, Herzog von Buckingham, enorme Summen. Dieser frühere Favorit und Liebhaber Jakobs I. beeinflusste zudem die Außenpolitik so stark, dass sie geradezu von seinen Launen abhängig war. Dass sie zeitweise den Wünschen der Parlamentarier entsprach, die gemäß dem englischen Selbstverständnis als »auserwähltes Volk« schon lange ein konsequentes Eingreifen für die protestantische Seite im Dreißigjährigen Krieg gefordert hatten, war eher zufällig. Bis zu seiner Ermordung im Jahre 1628 blieb Buckingham einer großen Zahl von Engländern ein Dorn im Auge.

Um für die Kriegskosten aufkommen zu können, zog Karl ohne Zustimmung des Parlaments forced loans, also Zwangsanleihen, ein. Die Zahlung dieser Anleihen, die selbstverständlich nicht zurückerstattet werden sollten, wurde allerdings häufig verweigert. Als fünf Angehörige des Landadels, die deshalb verhaftet worden waren, eine Anhörung vor Gericht forderten, wollte es die Krone nicht auf einen Gerichtsentscheid über die Rechtmäßigkeit der Zwangsanleihen ankommen lassen. Im Five Knights' Case von 1627 mussten die Richter daher das Recht der Krone bestätigen, in Ausnahmefällen Personen ohne Angabe von Gründen gefangen zu halten.
Das Parlament, das Karl im nächsten Jahr einberief, um die für den Krieg dringend nötigen Steuern bewilligt zu bekommen, bestand zunächst auf einer Grundsatzdebatte über die königliche Politik. Obwohl der König mehrfach Druck auf das Parlament ausübte, verabschiedete es 1628 eines der bedeutendsten englischen Verfassungsdokumente, die Petition of Right. Da Karl trotz förmlicher Anerkennung der Petition, die unter anderem sein Finanzgebaren zügeln sollte, weiterhin Zölle gegen den Willen des Parlaments erhob, zeigte dieses im darauf folgenden Jahr keine Bereitschaft, den König zu unterstützen. Im Gegenteil: In der tumultartigen letzten Sitzung erklärte die Versammlung jeden zum Verräter, der behauptete, der König habe das Recht, Zölle ohne parlamentarische Zustimmung einzunehmen. Mit der Auflösung dieses Parlaments begann die Zeit der »persönlichen Herrschaft« Karls, der in den nächsten elf Jahren ohne Parlamente regierte.

Ob die 30er-Jahre des 17. Jahrhunderts im Wesentlichen von Zufriedenheit geprägt waren, wie einige Historiker behaupten, oder ob nur deshalb keine scharfe Kritik geäußert wurde, weil man Repressionen fürchtete und das Parlament als Diskussionsforum fehlte, ist schwer zu entscheiden. Sicher hatten die außen- und innenpolitischen Konflikte zu einem Vertrauensverlust der Krone geführt, der durch die Isolation des Hofes, den königlichen Lebensstil und vor allem durch Religionsfragen noch verstärkt wurde. Besonders bot die Offenheit des Hofes gegenüber Katholiken Karls französische und katholische Ehefrau Henriette Maria unterhielt enge Kontakte zu ihnen Anlass für das wachsende Misstrauen. Seit den blutigen Rekatholisierungsversuchen der Königin Maria Tudor (155358), die viele Protestanten auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ und daher die Beinamen »die Katholische« oder »die Blutige« (Bloody Mary) erhielt, waren die als »Papisten« verunglimpften Katholiken das schlimmste Feindbild der englischen Bevölkerung: Man nahm an, sie seien in erster Linie dem Papst ergeben und wollten englische Freiheiten unterminieren; vor allem aber setzte man Papismus mit Willkürherrschaft in eins.

Die Ängste wurden zusätzlich durch die königliche Kirchenpolitik geschürt, für die vor allem William Laud verantwortlich war, den Karl 1633 zum Erzbischof von Canterbury ernannt hatte. Er versuchte, die Autorität von Geistlichen gegenüber Laien zu stärken und führte aus dem Katholizismus stammende Zeremonien wie Niederknien, Orgelspiel und priesterliche Riten wieder ein. Da er seine Politik mittels Zwangsmaßnahmen durchzusetzen suchte, wanderten unzählige Puritaner nach Amerika aus. Laud nutzte besonders die geistliche Gerichtsbarkeit rücksichtslos zur Durchsetzung seiner Pläne aus. Jeder, der etwa Bischöfe kritisierte, musste mit drakonischen Strafen rechnen: So verurteilte beispielsweise der Court of Star Chamber das Kriminal- und Verwaltungsgericht, das unter Karls Herrschaft zum Symbol für absolutistische Willkür wurde die Puritaner Henry Burton, John Bastwick und William Prynne wegen ihres Engagements für ihre religiöse Überzeugung zur Strafe der Verstümmelung; nicht verhindern konnte das Gericht hingegen, dass die drei deshalb zu Volkshelden wurden.
Diese Konfrontationspolitik trieb Karl vermutlich deshalb voran, weil sie der Auffassung von der Heiligkeit des Königtums Geltung verlieh. Da aber nicht nur er eine Beziehung zwischen der Erhöhung des Respekts für Geistliche und der Stärkung der königlichen Macht sah, hatten die Repressionen eine Vereinigung der religiösen und politischen Opposition zur Folge.

Ob die frühen Stuartkönige tatsächlich absolutistische Ziele verfolgten, ist umstritten. Sicherlich vertraten Jakob und Karl sehr hohe Auffassungen vom Gottesgnadentum. Außerdem befürwortete Karl die autoritäre Politik Thomas Wentworth', des Grafen von Strafford, in Irland. Überdies sah sich Karl durch die strukturell bedingte Finanzkrise gezwungen, traditionelle Einkommensquellen schonungslos auszunutzen, was zur Entfremdung wichtiger Bevölkerungsgruppen von der Krone beitrug. So brachte der König durch die Vergabe von Monopolen und das Wiederbeleben obsoleter Feudalrechte viele Kaufleute und Adlige gegen sich auf.

In den 1630er-Jahren war Karl in besonderem Maße auf außerparlamentarische Einkünfte angewiesen. Da Könige prinzipiell das Recht besaßen, in Zeiten äußerer Bedrohung von Hafenstädten eine Abgabe zu verlangen, erhob er von 1634 an das »Schiffsgeld«, eine Maßnahme, die er später auf das ganze Land ausweitete. Damit bekam das Schiffsgeld eine politische Bedeutung, denn es drohte zu einer regulären Steuer zu werden, die Karl so viel einbrachte, dass er dauerhaft ohne Parlamente hätte regieren können. Zu denjenigen, die die Zahlung bereits 1637 verweigerten, gehörte John Hampden, einer der späteren Führer des so genannten Langen Parlaments. Obgleich ein viel beachtetes Gerichtsurteil entschied, dass die Erhebung des Schiffsgeldes rechtmäßig sei, wurde der verurteilte Hampden aufgrund seines frühen Widerstands ein nationaler Held.

Revolution und Restauration

Die Eskalation der Krise und die konstitutionelle Revolution von 1641

Karl I. war davon überzeugt, dass eine Verschwörung gegen seine Herrschaft im Gange war; er bemühte sich, dagegen vorzugehen und wich ansonsten in keiner Hinsicht von seinem Kurs ab. Ab 1637 versuchte er sogar, im calvinistisch geprägten Schottland eine episkopale Verfassung und arminianische Riten nach englischem Muster einzuführen. Als sich die Schotten seiner Kirchenpolitik widersetzten, fasste Karl den Entschluss, militärisch gegen sie vorzugehen. Um die Mittel für eine Unterwerfung Schottlands zu bekommen, musste er nach dem erfolglosen 1. Bischofskrieg von 1639 ein Parlament einberufen. Die Abgeordneten waren jedoch weniger denn je bereit, den König finanziell zu unterstützen. Das im April 1640 zusammengetretene Kurze Parlament wurde schon nach drei Wochen aufgelöst, weil es keinerlei Anzeichen zeigte, die von Karl geforderten Steuern zu bewilligen; stattdessen übte es ausgesprochen scharfe Kritik an der königlichen Politik.

Die demütigende und kostspielige militärische Niederlage im 2. Bischofskrieg 1640 zwang den König zur Einberufung des Langen Parlaments. Dieses trat im November desselben Jahres zusammen; seine Sitzungsdauer erstreckte sich auf dreizehn Jahre. Es begann sofort, die wichtigsten Instrumente der persönlichen Herrschaft Karls zu zerstören. Zunächst wurden die maßgeblichen Träger seiner Politik, Laud und Strafford, zum Tode verurteilt und die Maßnahmen Lauds rückgängig gemacht. Sodann schaffte man diejenigen prärogativen und kirchlichen Gerichtshöfe ab, die für die erniedrigenden Strafen und die Durchsetzung der königlichen Politik verantwortlich waren. Außerdem wurde im Triennial Act festgelegt, dass spätestens alle drei Jahre ein Parlament einberufen werden müsse. Diese Ereignisse bezeichnete man später als konstitutionelle Revolution.
Eine Verschärfung des Konflikts zwischen Krone und Parlament trat mit einem katholischen Aufstand in Irland im November 1641 ein. Es herrschte zwar Einvernehmen darüber, dass die Erhebung niedergeschlagen werden müsse, aber es war strittig, ob man Karl den Oberbefehl über das Heer überlassen könne oder ob er dieses vielleicht gegen das Parlament einsetzen werde. Das Misstrauen gegenüber dem König schlug sich im Dezember 1641 im Beschwerdekatalog, der Grand Remonstrance, des Parlaments nieder: Militärische Unterstützung würde es erst dann geben, wenn das Parlament mit den Beratern des Königs einverstanden sei. Karl versuchte, diesen Eingriff in seine Prärogative dadurch zu unterlaufen, dass er am 4. Januar 1642 gewaltsam ins Parlament eindrang, um fünf Führer der Opposition zu verhaften. Dieses eklatant widerrechtliche Vorgehen, das zudem erfolglos blieb, schadete Karls Autorität und Ansehen, und er verließ London noch im Januar. Kurz darauf endete die Zusammenarbeit zwischen König und Langem Parlament: Seit März verabschiedeten beide getrennt Proklamationen und Verordnungen. Rechtmäßige Gesetze gab es nicht mehr.

Angesichts der Tatsache, dass man Karl nicht mehr vertrauen konnte, sah sich das Parlament gezwungen, immer einschneidendere Maßnahmen durchzusetzen, um die 1641 erreichten Zugeständnisse zu bewahren. Dieser »Sicherheitsradikalismus« wurde in dem Glauben verfolgt, lediglich alte Rechte wiederherzustellen und diese vor Machtübergriffen des Königs zu schützen. Tatsächlich aber durchbrachen die Forderungen der Parlamentarier und der Londoner Bevölkerung den Rahmen des Althergebrachten. Schon im Dezember 1640 hatte eine Petition verlangt, die Bischöfe mit »Stumpf und Stiel« (root and branch) abzuschaffen. In den Jahren 1641/42 kam es zu Unruhen und zu Reformforderungen, die vielen zu weit gingen und eine Spaltung der Opposition zur Folge hatten. Entscheidend waren dabei die Nineteen Propositions, die das Parlament im Juni 1642 verabschiedete. Diese 19 Vorschläge bezweckten zwar, den König zu gesetzestreuem Verhalten zu zwingen, stellten aber dennoch einen klaren Übergriff auf die königlichen Rechte dar. So wurde der Anspruch erhoben, dass der König nur Minister, Staatsräte und sogar Erzieher seiner Kinder einstellen dürfe, die vorher vom Parlament gebilligt worden waren. Gemeinsam mit der Radikalisierung und Massenmobilisierung der Londoner Bevölkerung bewirkten diese »Vorschläge«, dass Karl einige Anhänger hinter sich vereinigen konnte. In seiner Antwort auf die Propositions stellte er sich als Hüter der englischen Verfassung dar, die aus einer Verbindung monarchischer, aristokratischer und demokratischer Elemente bestehe. Im Juli und August 1641 bildete sich eine königliche Partei, und im Oktober kam es bei Edgehill zur ersten Schlacht des Bürgerkriegs.

Ein Königreich ohne König

Das Volk hatte in verschiedener Hinsicht unter den neuen Verhältnissen zu leiden. Im Bürgerkrieg standen sich Freunde und sogar Familienmitglieder auf verschiedenen Seiten gegenüber. Die Steuern, die nun von beiden Kriegsparteien erhoben wurden, beliefen sich auf ein Vielfaches der früheren Abgaben. Sehr unbeliebt bei den unteren Schichten war auch der Versuch des Parlaments, der Bevölkerung einen puritanischen Lebenswandel aufzuzwingen: Die Theater wurden geschlossen, sonntägliche Vergnügungen wie Tanzen oder Wetthüpfen verboten, und das zu Weihnachten vorgeschriebene Fasten wurde von Soldaten kontrolliert. Die strenge puritanische Disziplin kam indes der neuen parlamentarischen Armee zugute, in der die Vergabe von Offiziersstellen nicht mehr vom gesellschaftlichen Stand, sondern den militärischen Fähigkeiten abhängig war. Neben der wachsenden sozialen Mobilität stellte auch die Radikalisierung vieler Sekten einen neuen Unruheherd dar. Die Levellers beispielsweise forderten das allgemeine Männerwahlrecht und die Verwirklichung der Volkssouveränität, die Diggers propagierten kommunistische Ideen und lebten in Gruppen mit gemeinsamem Eigentum, und die Quäker behaupteten, dass jeder Mensch das innere Licht in sich trage, und ließen sogar Frauen predigen.

Diese soziale und religiöse Radikalisierung stand in enger Wechselwirkung mit der politischen Entwicklung. Obgleich Karl durch seine Bündnisse mit rivalisierenden politischen Gruppen mehrfach zeigte, dass man sich nicht auf ihn verlassen konnte, wurde er bis zum Dezember 1648 vom Parlament als Bündnispartner akzeptiert. Dies änderte sich erst, als Oberst Thomas Pride mit seinen Truppen mehr als hundert gemäßigte presbyterianische Mitglieder daran hinderte, das Parlament zu betreten. Nach dieser als Pride's Purge bezeichneten »Reinigung« blieb nur noch ein überaus radikales Rumpfparlament von etwa 80 Mitgliedern übrig, das rasch extreme Maßnahmen durchsetzte und schon am 4. Januar 1649 das Volk zum Ursprung aller Gewalt erklärte. Außerdem erhob das Parlament Anklage gegen Karl I., jetzt programmatisch Karl Stuart genannt, weil er eine Tyrannei habe errichten wollen und einen grausamen und unnatürlichen Krieg gegen Parlament und Königreich geführt habe. Die Tatsache, dass ein König von Gottes Gnaden von seinen Untertanen auf Hochverrat angeklagt wurde, und vor allem die öffentliche Hinrichtung des Monarchen am 30. Januar wurden von der Mehrheit der Bevölkerung als ungeheuerlich angesehen und riefen tiefes Entsetzen hervor. Die Veröffentlichung eines teilweise von Karl selbst verfassten hagiographischen Buchs, der »Eikon Basilike«, trug zur Stilisierung des Königs als Märtyrer bei. Die Abschaffung des Oberhauses und die Ausrufung einer Republik, in der Oliver Cromwell schnell zur alles beherrschenden Gestalt wurde, machten endgültig deutlich, dass die Absicht der Parlamentarier, lediglich traditionelle Rechte zu sichern, de facto zu einer Revolution geführt hatte. Die Radikalisierung sozialer und religiöser Gruppen sowie der politische Umsturz führten zu einer tief greifenden Verunsicherung der Bevölkerung. Dass ein Königreich ohne König ebenso undenkbar war wie ein Körper ohne Kopf, kommt in dem von Zeitgenossen immer wieder verwendeten Bild der auf den Kopf gestellten Welt sehr anschaulich zum Ausdruck.

Das von der Armee proklamierte Commonwealth bestand nur vier Jahre lang. Oliver Cromwell erwies sich als der Einzige, der Armee und Parlament gleichermaßen zu kontrollieren vermochte; er wurde daher zur bedeutsamsten Persönlichkeit seiner Zeit. 1653 wurde ein Protektorat eingerichtet, in dem Cromwell als Lord Protektor eine fast monarchische Stellung zukam; 1657 trug ihm das Parlament sogar die Krone an. Nach seinem Tod 1658 kam es unter seinem Sohn Richard rasch zum Zerfall der Republik; die Wiedereinsetzung der Monarchie wurde 1660 daher allgemein begrüßt.

Die Restauration der Monarchie

Die Freude über die 1660 erfolgte Rückkehr Karls II., des Sohnes Karls I., aus dem Exil zeigte sich in dem Versuch, die Bürgerkriegszeit so schnell wie möglich zu vergessen. So wurde Karls Regierungszeit in der Gesetzgebung vom Tode seines Vaters an gerechnet, und die Gesetze, denen Karl I. nicht zugestimmt hatte, blieben nicht länger gültig. Im ersten von Karl II. einberufenen Parlament hatten die Konservativen eine so große Mehrheit, dass es als das Cavalier Parliament in die Geschichte einging. Insgesamt konnte der König mit diesem Parlament sehr zufrieden sein; nur in Fragen der Religionspolitik musste Karl zurückstecken: Die Tolerierung anderer christlicher Konfessionen konnte er nicht durchsetzen. Vielmehr musste er einer Reihe von Gesetzen zustimmen, die eine enge Auslegung des anglikanischen Glaubens etablierten und den vielen Protestanten, die nach 1661 nicht zur anglikanischen Staatskirche gezählt wurden, das Leben schwer machten. Karl sah sich sogar gezwungen, zwei Test Acts zuzustimmen, denen zufolge alle Inhaber von öffentlichen Ämtern der anglikanischen Kirche angehören mussten.

Die Ängste vor Papisten, die angeblich nur darauf warteten, protestantische Kinder grausam zu ermorden, Frauen zu vergewaltigen, London niederzubrennen und eine Willkürherrschaft zu etablieren, bekamen 1678 durch den windigenTitus Oates neue Nahrung. Seine Behauptung, eine katholische Verschwörung aufgedeckt zu haben, die die Ermordung Karls betreibe, um dessen jüngeren katholischen Bruder Jakob zum König zu machen, löste eine nationale Hysterie aus. In drei aufeinander folgenden Parlamenten, deren zweites die Habeas-Corpus-Akte, ein grundlegendes Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit, verabschiedete, wurde 1679 bis 1681 gefordert, Jakob des Landes zu verweisen und von der Thronfolge auszuschließen. Karls Entsetzen über diesen Versuch des Eingriffs in seine Prärogative zeigt sich in der raschen Auflösung der Parlamente, dem Entschluss, künftig allein zu regieren, und in einer Kehrtwendung seiner Politik: Statt sich für die Dissenters einzusetzen, stützte sich der König nunmehr auf die anglikanischen Tories und ließ sogar städtische Freibriefe einziehen, um die Vergabe öffentlicher Ämter in den Stadtverwaltungen und Parlamentswahlen manipulieren zu können.
Den Tories spielte 1683 zusätzlich die Aufdeckung des Rye House Plot, eines von radikalen Whigs geplanten Attentats auf Karl II., in die Hände. Dieses Komplott schien die Unterdrückung der Whigs, die sich 1679 formiert hatten, im Nachhinein zu rechtfertigen und führte zu einem Umschwung der öffentlichen Stimmung. Die Universität von Oxford verfasste sogar eine Deklaration, in der das Recht auf Widerstand, die Doktrin der Volkssouveränität und andere radikale Maximen aufs Schärfste verurteilt und bedingungsloser Gehorsam dem König gegenüber gefordert wurden.

Die Religionspolitik Jakobs II.

Diese konservative Stimmung und Karls Einziehen städtischer Freibriefe sorgten dafür, dass Jakob II. nach Karls Tod 1685 von der Bevölkerung als legitimer Monarch akzeptiert und außerdem ein sehr königstreues Parlament gewählt wurde. Der Aufstand eines illegitimen Sohns Karls II., des Herzogs von Monmouth, wurde recht schnell niedergeschlagen und diente dem neuen König sogar als Grund dafür, das stehende Heer zu vergrößern. Obgleich Jakob in seiner ersten populären Rede vor dem Parlament versprach, die anglikanische Kirche in aller Form zu schützen, mithin deren Privilegien zu achten, zielte sein ganzes Handeln darauf, Gleichberechtigung für Katholiken zu erreichen. So erteilte er einzelnen Katholiken Dispens von den Test Acts, womit er ihnen ermöglichte, Ämter im Staatsdienst einzunehmen. Diese königliche Praxis wurde in einem Gerichtsurteil des Jahres 1686 für rechtens erklärt, worauf Jakob den Katholiken zudem die Universitäten öffnete. Seine Gleichgültigkeit gegenüber der Stimmung seiner Untertanen zeigt sich auch darin, dass er katholikenfreundliche Bischöfe ernannte. Mit dieser Rekatholisierungspolitik stieß er auf erbitterten Widerstand selbst bei den Tories, die wesentlich aus Gründen des Erhalts sozialer und politischer Stabilität den Vorrang der anglikanischen Kirche garantiert wissen wollten und vor allem den Aufbau einer bewaffneten Streitmacht, in der Katholiken Offiziersstellen innehatten, als Bedrohungspotenzial begriffen.

Verärgert über die Unbotmäßigkeit der anglikanischen Tories, setzte Jakob ab 1687 neue Mittel ein: Er erließ ein generelles Toleranzedikt und stützte sich fortan auch auf Dissenters, deren Verfolgung er zuvor aus politischen Gründen befürwortet hatte. Gleichzeitig bemühte er sich darum, ein Parlament einzuberufen, das seine religiösen Vorstellungen gesetzlich verankern sollte. Seit seinem Regierungsbeginn hatte sich Jakob konsequent für die Vergabe neuer Freibriefe an Städte eingesetzt, die es ihm ermöglichten, die wichtigsten Beamten einzusetzen und damit die Parlamentswahlen zu beeinflussen. Um auch die ländlichen Wahlkreise manipulieren zu können, ließ Jakob 1687 den Friedensrichtern drei Fragen über ihre Haltung zu Katholiken stellen. Die große Mehrheit war zwar willens, mit Andersgläubigen friedlich zusammenzuleben, wandte sich aber strikt gegen die Aufhebung der Test Acts. Daraufhin wurden zwei Drittel der 1200 Friedensrichter ausgetauscht. Zeitgenössischen Auffassungen zufolge stellten die Entlassungen auch einen Angriff auf die Besitzrechte der Amtsinhaber dar. Durch sein Verhalten entfremdete sich Jakob daher die Oberschicht und diejenigen, auf deren Unterstützung er angewiesen war, da sie für die lokale Verwaltung verantwortlich waren.

Die ohnehin sehr angespannte Situation eskalierte 1687, als bekannt wurde, dass die zweite, katholische Ehefrau von Jakob schwanger war und der König anordnete, ein zweites Toleranzedikt von den Kanzeln der anglikanischen Kirchen zu verlesen. Obgleich die Anglikaner prinzipiell für unbedingten Gehorsam eintraten, weigerte sich die große Mehrheit der Geistlichen, diese aus ihrer Sicht unglaubliche Anordnung zu befolgen. Außerdem verfassten sieben Bischöfe, unter ihnen der Erzbischof von Canterbury, eine Petition, in der sie um Freistellung von besagter Anordnung baten. Dieser Ungehorsam erzürnte Jakob so sehr, dass er die Bischöfe mit der Begründung, sie hätten eine aufrührerische Schmähschrift verfasst, in den Tower werfen ließ. An der folgenden Gerichtsverhandlung nahm die Bevölkerung großen Anteil. Letztlich ging es darum, ob der König unter dem Gesetz stand oder ob er nur Gott verantwortlich war und Gesetze eigenmächtig aufheben konnte. Die Sachlage war deshalb besonders kompliziert, weil diese Gesetze die Religion betrafen, und Jakob zugleich der supreme head, das Oberhaupt der anglikanischen Kirche, war. Die große Erleichterung und Freude über den Freispruch der Bischöfe zeigt, dass viele Briten zu dieser Zeit das Schlimmste befürchteten. Jakob konnte sich auf ein großes Heer mit vielen katholischen Offizieren stützen, und seine Eingriffe in die Lokalverwaltung hatte die Voraussetzung dafür geschaffen, dass ein absolut königstreues Parlament zusammentreten und die Religionspolitik Jakobs billigen könnte. Hinzu kam die Geburt eines Sohnes am 10. Juni. Obgleich völlig unbegründete Gerüchte dessen Legitimität bestritten, bestand nun Anlass zu der Sorge, dass Jakobs Religionspolitik von einem katholischen Thronfolger weitergeführt würde.

Die Glorreiche Revolution (1688/89)

Wilhelm von Oranien als Retter Englands?

Trotz der Befürchtungen über die Zukunft der Nation herrschte die Auffassung vor, dass ein ernst zu nehmender englischer Widerstand gegen Jakob II. nicht mobilisiert werden könne. Hilfe war allenfalls von Jakobs Schwiegersohn und Neffen Wilhelm III. von Oranien zu erwarten, der 1677 Maria, die älteste Tochter aus Jakobs erster Ehe mit Anne Hyde, geheiratet hatte. Für seine militärische Intervention verlangte Wilhelm ein Einladungsschreiben, das im Juni 1688 von sieben namhaften Engländern unterzeichnet wurde. Dank dieses Briefes konnte sich Wilhelm, der am 5. November 1688 mit 15000 bis 20000 Soldaten in Torbay landete, als Erlöser Englands stilisieren. Bereits im September hatte er in Den Haag eine Deklaration veröffentlicht, mit der er sein Eingreifen propagandistisch vorbereitete. Als wichtigstes Motiv benannte er, ein frei gewähltes Parlament einberufen zu wollen, das die protestantische Religion und die Rechte und Freiheiten der Engländer wiederherstellen und dauerhaft schützen sollte; weder erhob er Anspruch auf den Thron noch war von einer Absetzung Jakobs die Rede. Dies ist ein Grund dafür, dass nach anfangs abwartender Haltung immer mehr Offiziere und sogar des Königs jüngere Tochter Anna zu dem Oranier überliefen, während Jakob selbst durch die Rücknahme aller unpopulären Maßnahmen das einmal verlorene Vertrauen nicht wieder herstellen konnte. Wenn auch umstritten ist, ab wann Wilhelm die Königskrone erstrebte, so lassen sich doch machtpolitische Interessen benennen, die er mit seinem Eingreifen von Anfang an verfolgte. Primär zielte er darauf, die englische Außenpolitik zu kontrollieren. Die Niederlande, die die Invasion finanzierten, wollten sich die englische Unterstützung im Krieg gegen Frankreich sichern.

Für den Verlauf der so genannten Glorreichen Revolution (Glorious Revolution) waren einige Fehlentscheidungen Jakobs mitverantwortlich. Obwohl er sein Heer gegen Wilhelms Truppen nach Salisbury geführt hatte, konnte er sich nicht zu einem Angriff durchringen. Jakobs völlige Demoralisierung gründet wohl auch darin, dass er sich angesichts des Überlaufens seiner Verwandten und Offiziere von Gott verlassen glaubte. Wenngleich er sich durch seinen ersten gescheiterten Fluchtversuch, dem sein Rückzug nach London und die Auflösung des Heeres vorausgingen, in eine missliche Position brachte, wurde er weiterhin als rechtmäßiger König akzeptiert; sogar die Bischöfe, die die Petition unterschrieben hatten, waren zur Zusammenarbeit mit ihm bereit. Jakob spielte dem zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung nach London gerufenen Wilhelm jedoch dadurch in die Hände, dass er ein zweites Mal floh und seine Herrschaft mithilfe französischer Truppen zurückzuerlangen versuchte.

Selbstverständnis der Revolutionäre und verfassungspolitische Auswirkungen der Revolution

Dass Jakob sein Königreich ohne jegliche Absichtserklärungen verlassen hatte, ermöglichte es dem schnell einberufenen Convention Parliament, die Fiktion zu etablieren, Jakob habe abgedankt und der Thron sei nunmehr vakant. In einer prekären außen- und innenpolitischen Situation ausländische Truppen waren in London, und eine legitime Regierung fehlte einigten sich die Lords mit Vertretern des Unterhauses darauf, eine Erklärung der Rechte englischer Untertanen abzufassen sowie Wilhelm und Jakobs Tochter Maria gemeinsam die Krone anzubieten. Diese Anfang 1689 ausgearbeitete Declaration of Rights, die von Wilhelm und Maria befolgt werden sollte und die bald darauf Gesetzeskraft erhielt (Bill of Rights), bildet einen wichtigen Bestandteil der englischen Verfassung. Dem zeitgenössischen Grauen vor Neuerungen entsprechend, wurde die Deklaration zwar in der erklärten Absicht verfasst, lediglich alte Rechte wiederherzustellen. Dennoch schränkte sie die königliche Macht in wesentlichen Punkten ein. So wurden etwa das königliche Suspens- und Dispensrecht für ungesetzlich erklärt und die Haltung eines stehenden Heeres in Friedenszeiten ebenso wie die Erhebung von Steuern von der Zustimmung des Parlaments abhängig gemacht. Die Ausweitung der Macht des Parlaments zeigt sich auch an der Bestimmung, dass alle zukünftigen englischen Könige Protestanten sein müssten. Damit wurde die Regel, nach der das Volk die Religion seines Herrschers annehmen müsse, in England umgekehrt.

Auch für die Glorreiche Revolution waren Religionsfragen von zentraler Bedeutung. Die Ablehnung Jakobs gründete wesentlich in der vorherrschenden Überzeugung, dass Papisterei prinzipiell mit Tyrannei und Willkürherrschaft einhergehe. Der glückliche Verlauf der Revolution nährte den Glauben, dass Gott lenkend eingegriffen habe, um Protestantismus und Freiheit zu retten. Die Revolution wurde lange Zeit auch deshalb als »glorreich« bezeichnet, weil sie den Grundstein für das Wachstum des britischen Empire zu legen schien und angeblich unblutig verlaufen war. Letzteres erweist sich aber als nicht haltbar, denn in Irland kam es im Jahre 1690 zu blutigen Schlachten, als Jakob mit seinen katholischen Truppen vergeblich versuchte, Wilhelms Heer niederzuschlagen.

Heute werden die Ereignisse von 1688/89 als eine politische Revolution beurteilt, in der bis dahin geltende königliche Rechte signifikant eingeschränkt und die parlamentarischen Befugnisse entscheidend erweitert wurden. In den 1690er-Jahren konnte sich das Parlament endgültig als Institution etablieren. Seinen Machtzuwachs verdeutlicht der Act of Settlement von 1701, in dem die Thronfolge geregelt werden musste, da weder Maria noch die nachfolgende Anna überlebende Kinder hatten. Dieses »Gesetz zur weiteren Beschränkung der Krone und zur besseren Sicherung der Rechte und Freiheiten der Untertanen« setzte den deutschen Kurfürsten Georg von Hannover als englischen Thronfolger ein und verwirklichte die schon 1689 vorgebrachte Forderung, dass Richter nur dann ihres Amtes enthoben werden können, wenn sie sich etwas zuschulden kommen ließen.

Die Revolution von 1689 hatte daher langfristig viel gravierendere Folgen als der aus heutiger Sicht wesentlich radikalere Umsturz der 1640er-Jahre. Dieser ging zwar mit tief greifenden Umwälzungen einher und führte zur Etablierung einer Republik, aber auf lange Sicht schienen die Wirren des Bürgerkriegs und das strikte Regime Cromwells nur zu bestätigen, dass England eine Monarchie brauchte. Die Glorreiche Revolution hingegen leitete politische Änderungen ein, die das Königtum auf Dauer schwächten und Großbritannien zu einer konstitutionellen Monarchie machen sollten.
Autor:Robert Morten
Datum:Donnerstag, 2.August.2001, 19:23
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