Mit einem 7:0 (2:0/4:0/1:0) Erfolg in Memmingen haben die deutschen Eishockey-Frauen gegen den Schweiz eindrucksvoll Revanche für die 1:2 Niederlage tags zuvor in Bad Tölz genommen. Für beide Mannschaften waren diese Vergleiche der Auftakt für die WM-Vorbereitung. Einen gelungenen Einstand feierte in der A-Nationalmannschaft Nikola Holmes vom gastgebenden ECDC Memmingen. Die Deutsch-Amerikanerin eröffnete den Torreigen und steuerte noch eine Vorlage zum Treffer ihrer Sturmpartnerin Raffaela Wolf (Oakville/Kanada) bei. Holmes wäre durchaus eine Spielerin, die Bundestrainer Peter Kathan gerne bei der Weltmeisterschaft im Frühjahr in Halifax mit dabei hätte, aber die 22-jährige muss aufgrund ihrer beiden Staatsangehörigkeiten erst einmal zwei Jahre in Deutschland spielen, bevor sie in der Nationalmannschaft bei großen Turnieren mitwirken darf. Dennoch scheint Nikola Holmes schon in nächster Zukunft eine Rolle in Kathans Planungen zu spielen, denn auch auf die Tschechien-Reise der DEB-Frauen wird sie mitgenommen. Gegen die Schweiz fiel aus Kathans Sicht der Sieg "etwas zu hoch aus". Aber seine Mannschaft sei schon beim Aufwärmtraining sehr konzentriert zu Werke gegangen, kombinierte im Spiel besser und erzielte auch einige glückliche Tore. Die Schweizerinnen konnten nicht an ihre starke kämpferische Leistung vom Vortag anknüpfen - hier hatten sie deutschen Mädels zweimal klassisch ausgekontert. "Wir haben unter Stress gespielt, ohne Geduld und Grundfehler in der Defensive gemacht", analysierte Nationaltrainerin Diana Michaud die überraschend hohe Niederlage. Insgesamt waren viele Zuschauer überrascht vom ansprechenden Niveau des Spiels, das deutlich über dem Auftritt der bunt zusammengewürftelten B-Nationalmannschaft an gleicher Stelle im vergangenen Frühjahr lag.