Buchkritiken von akimen und Luna-Lupa
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TitelTextAutor
In PlüschgewitternDer absolute Subjektivismus geht mir schnell auf den Wecker. Trotzdem liest es sich weg wie nix. Vielleicht weil es in Berlin spielt und ich einige Plätze erkannt habe. Als zum Schluß der Bruder zu Wort kommt, tat mir der Protagonist fast schon leid. Also schwer durchwachsen das Ganze und so viel gelobt worden das Buch. Versteh ich net.Wolfgang Herrndorf
Gute Nacht LiebsterBeindruckender Bericht über die Demenzerkrankung ihres Mannes und wie sie ihn bis zum Ende versorgt.Katrin Hummel
Magical MysterySehr lustig und unterhaltsam. Nix für Gummistiefel-Raver.Sven Regener
Die Liebe in groben ZügenGrobe Züge sind in diesem Buch nicht zu finden, sondern detaillierte Schilderungen eines unendlichen Themas. So mag sich auch der Umfang des Buches erklären. Nicht immer flüssig zu lesen, manchmal auch zäh, doch immer fortlaufend. Wie auch die Ehe von Vila und Renz. Von einer zeitgenössischen Auseinandersetzung mit der Liebe bis hin zu Franz von Assisi breitet der Autor ein weites Feld an Variationen der Liebe aus. Nur rosarote Wolken lassen sich weit und breit nicht blicken. Und trotzdem oder deshalb überlebt die Ehe. Und bleibt das Buch mit allen Längen fesselnd bis zum Ende. Sehr lesenswert.
Bodo Kirchhoff
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. RomanEigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Bewegende Geschichte, die in der Mitte leider etwas verkitscht. Aber nur ganz kurz. Lohnt sich auf alle Fälle.Rachel Joyce
Der Hexer und die HenkerstochterStellenweise spannend und mittelalterlich. Allerdings reichen eine sehr gute geschichtliche Recherche, Crimetime und bissl Name der Rose noch net aus um ein gutes Buch zu schreiben. Die Personen werden nicht lebendig, sie bleiben leider plakativ.Oliver Pötzsch
Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold FryDas Gegenstück zu Harold, der nur mal eben zum Briefkasten gehen wollte, diesmal die Geschichte aus Sicht von Queenie. Faszinierend, wie die beiden Perspektiven zweier Menschen ineinander greifen und zusammen ein überraschend anderes Ganzes ergeben. Und auch in diesem Buch: immer wenn der Kitsch zu nahen droht ist im nächsten alles anders als es den Anschein hatte und alles andere als kitschig. Inclusive dem unerwarteten Schluss.
Sehr berührend. Wunderschönes Buch.
Hoffe die Autorin schreibt noch viele Bücher.
Rachel Joyce
Alles Licht das wir nicht sehenBin ja immer skeptisch, wenn so junge Menschen wie der Autor sich an einer Geschichte im zweiten Weltkrieg versuchen. Aber trotz aller Skepsis hat mich das Buch überzeugt. Irgendwann wird es keine Überlebenden mehr geben und dann ist es gut, wenn die Zeit zumindest in Erinnerungen und eben auch neueren Romanen lebendig bleibt. Traurig- schöne Geschichte und liebevoll-lebendige Personenbeschreibungen. Sehr gerne gelesen.Anthony Doerr
Schokolade zum Frühstück und Am Rande des WahnsinnsUnd zum Rande des Wahnsinns trieb mich dieses Buch.
Sorry. Aber es macht traurig, dass so ein Weltbild und Frauendasein eine breite Leserschaft finden. Da gibt es doch zum Glück viele, viele alternative Lebensinhalte und Bücher.
Helen Fielding
Gottes blutiger HimmelSchonungslose Abrechnung: mit den Amerikanern, den Gotteskriegern und mit sich selber. Bedrückend, ja unangenehm zu lesen, aber immer der Wirklichkeit verpflichtet. Fawwaz Haddad
Die RabenAuch Vögel und Poesie in Worten eingefangen können die Dunkelheit eines gequälten Geistes nicht heller machen. Dichte Sprache und realistischer Wahnsinn. Die Betroffenheit des familiären Umfeldes und insbesondere von Klas ist einfühlsam geschildert. Ein dunkel- trauriges Thema in schöne Worte gepackt und mit Vogelflügeln zum punktuellen Flüchten versetzt. Lesenswert.Tomas Bannerhed
Gefühl und VernunftWie der Titel so das Buch: sehr reich an Gefühl sind die Protagonisten und reich an beobachtend- distanzierten Betrachtungen voller Vernunft erscheint die Autorin. Immer mit einem Hauch Ironie in übertrieben gefühlvollen Schilderungen. Ein Stück weiblicher Zeitgeschichte. Sehr, sehr lesenswert.Jane Austen
Das fremde MädchenVielschichtige Menschen und Handlungsstränge in verschiedenen Zeitebenen miteinander verknüpft. Ein spannend- schöner Schmöker bei dem der glückliche Ausgang für die schlussendlich zusammengehörenden Liebenden frühzeitig einen lichten Schimmer auf dunklere Passagen des Buches wirft. Die Sprache erfreut zusätzlich. Ein Buch zum Abschalten und Eintauchen. Lesenswert.Katherine Webb
Der Sommer, in dem es zu schneien begannZu absehbar und zu viel gute und schlechte
Extreme in den Männern. So wirklich überzeugen konnten mich nur der Titel und die Umschlaggestaltung. Am besten am Strand auf das Handtuch legen und statt zu lesen lieber über den Titel träumen mit Blick auf das Meer während der Wind die Seiten zerzaust und ab und an eine Seite davon fliegt. Nicht schlimm. Sind die Buchstaben wieder frei für neue Bücher.
Lucy Clarke
Die letzten Tage von Rabbit HayesSehr traurig und hoffnungsvoll.
Gibt es hoffentlich wirklich, die Johnnys und Rabbits, die sich auf dem Weg aus der Welt wiederfinden.
Schlicht und irdisch zeitgenössisch geschrieben mit Ausblick auf eine überirdische Hoffnung.
Lohnt sich, der Blick und das Buch.
Anna McPartlin
Der verborgene GartenEin kleines bisschen flach und grob kommt die Geschichte zwischenzeitlich einher mit etwas plumpen Anspielungen auf andere geheime Gärten.
So lässt es sich aber auch bei z.B. durch brühende Sommerhitze eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit leicht und flüssig lesen. Auch wenn am Ende nur Cassandra unter der Berührung von Christian erschauert und nicht mein Herz beim Lesen, so hat die Geschichte doch insgesamt schlichte Freude und insgesamt schöne, spannende und entspannende Stunden geschenkt.
Kate Morton
Lieb Vaterland magst ruhig seinMein lieber Herr Gesangsverein: Janz schön saftiger Schreibstil. Und alles drin: Sex and Crime and Nazis and Kommunisten. Plus viel Alkohol. Aber Respekt: ein Herr Snowden beim amerikanischen Geheimndienst. Simmel der deutsche Nostradamus!
Aber einer reicht mir: Dicke!
Johannes Mario Simmel
Selbs BetrugHat mir gut gefallen. Weniger die Tiefen des Falles, als die gut entwickelten Personen. Und wie immer: am Schluß löst der Selb den Fall und muß dazu ganz Marlowe-like bissl betrügen. Bernhard Schlink
Geschichten vom Herrn KeunerDas einzige was man weiß von dem Herrn, ist das er denkt und Schüler hat. Dafür hat er viele schlaue und manch verwuschelte Antworten auf viele klare und manche verwuschelte Fragen. Und manches Mal ziemlich desillusioniert: "Ein Mitarbeiter K.s wurde beschuldigt, er nehme eine unfreundliche Haltung zu ihm ein. Ja, aber nur hinter meinem Rücken’, verteidigte ihn Herr K."Berthold Brecht
Das Jahr, das zwei Sekunden brauchteEin wundertraurigschönes Buch.
Beschreibt sehr lebendig und nachvollziehbar, wie schnell das Leben aus den Fugen geraten kann.
Und wie -trotz allem Unglück in der Geschichte und in Menschen- immer wieder junge hoffnungsvolle Triebe auch im Winter gedeihen können.
Ob dauerhaft bleibt fraglich.
Aber für den Moment ist der Trieb gesprossen und hat das Buch eine Glücksspur hinterlassen. Vielleicht schneit es wieder und Trieb und Spur verschwinden für die Augen.
Aber nicht aus der Welt.Sind in den Buchstaben eingefangen für hoffentlich viele Menschen.
Lesen.
Rachel Joyce


© akimen


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