Willkommen beim Bücherforum
Bücherforum

 
Büchertausch
Archiv
Literatur-Links

 
Häufige Fragen
Orga-Forum
Termine

Home



    Beitrag von Valentine am Montag, 21.Mai.2007, 14:23

    ELA - mir ging's mit DOLMEN genauso: nette, spannende Lektüre in schööööner Kulisse (kennst Du zufällig die herrlich wilde Ile d'Ouessant in der Bretagne?), nix Besonderes, aber okay für einen regnerischen Nachmittag ;-)

    LG
    Valentine



    Beitrag von Ela am Donnerstag, 17.Mai.2007, 20:42

    Unverplante verregnete Feiertage sind toll. Mein gelesen-Stapel neben dem Rechner ist endlich wieder ein gutes Stück kleiner geworden. :-)
    Jetzt kann ich mich wieder beruhigt dem Stapel aus der StaBi widmen, der bei jedem "nur schnell was zurückbringen" doch wieder wächst *seufz

    Ein paar Neuerscheinungen habe ich gelesen, aber auch einige Zufallsfunde aus der StaBi. Hier nur ein paar Auszüge.

    UGO RICCARELLI: Der vollkommene Schmerz

    Trotz des wunderbaren Titels fand ich im Verlagskatalog die Beschreibung eher unspannend. Aber als die StaBi es gerade neu hatte, habe ich es dann doch mitgenommen und so um S. 150 aufgegeben.
    Erzählt wird die Familiengeschichte der Witwe Bartoli und Maestro sowie ihrer Kinder. Sie sind nicht verheiratet, zu der Zeit in Italien eigentlich absolut unmöglich, er ist Kommunist und regelmäßig auf der Flucht vor den Polizei.
    Immer wieder, an Stellen, an denen die Figuren m.E. eher "normal" traurig sind, empfinden sie einen "vollkommenen Schmerz". An Stellen, an denen aber tatsächlich ein großer, vollkommener Schmerz glaubhaft gewesen wäre, kam gar nichts.
    Stilistisch empfinde ich italienische Literatur ja insgesamt eher spröde, so ganz im Gegensatz zur täglichen Sprache, aber in diesem Fall war es einfach nur langweilig.

    Nicole Jamet ; Marie-Anne Le Penzennec: DOLMEN

    Momentan ist Dolmen überall eins der Stapel-Bücher und ich konnte mich deshalb nicht überwinden, es zu kaufen. Noch ein Buch im Sog von Dan Brown? Noch ein Buch im Sog des Fantasy-/Mystery-Hypes? Und dazu noch aus Frankreich? Ich habe es ja nicht so mit französischen Büchern/Filmen.
    Aber in der StaBi stand es im Neuerwerbungsregal.

    Marie, eine Polizistin in Brest, ist auf ihre Heimat-Insel zurückgekehrt, um dort zu heiraten. Ihr zukünftiger Mann ist auch von der Insel, ca. 10 Jahre älter als sie und damit im Alter ihrer Brüder und mit ihnen befreundet.
    In der Nacht vor ihrer Hochzeit wird einer ihrer Brüder ermordet und es scheint mit ihrer Rückkehr auf die Insel zu tun zu haben. Marie fängt an zu ermitteln, immer mehr Menschen sterben, und immer verweisen die Morde auf sie. Aber warum?

    Wenn man die ganzen am Ende nicht erklärten/aufgelösten Dinge und Fehler wegläßt – warum überhaupt wurden die Menschen getötet? Es gab doch gar keinen direkten Auslöser? Auch in Frankreich sollten die Autoren den Unterschied zwischen der Republik Irland und Nordirland kennen… etc. - ist es ein recht spannender Schmöker. Natürlich reimt sich der erfahrene Leser alles spätestens zur Mitte des Buches hin zusammen, aber solange es trotzdem spannend bleibt, ist es schon ok.
    Trotzdem: Aufgrund der Ungereimtheiten und Fehler nur 3 von 5 amazon-Sternen.

    Clotaire RAPAILLE: Der Kultur-Code

    Nicht um, wie der Titel vielleicht vermuten läßt, den Clash of Cultures geht es in dem Buch, sondern um die unterschiedlichen, spezifischen Ausprägung und Wahrnehmung verschiedener Dinge wie Liebe, Gesundheit, Essen. Was verbinden die Menschen – im allgemeinen, Ausnahmen bestätigen die Regel, natürlich – einzelner Kulturen/Staaten mit diesen Begriffen? Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung? Die Codes? Wieso?

    Clotaire Rapaille arbeitete als klinischer Psychoanalytiker in Frankreich und beschäftigt sich nebenher mit dem Zusammenhang zwischen Emotion und Lernen, als er das erste Mal von einer Firma beauftragt wird, sich mit ihrer Marketing-Strategie zu beschäftigen. Wie nehmen die Kunden die Produkte wahr?
    Seitdem beschäftigt er sich im Auftrag großer Firmen mit deren Marketing-Strategien und/oder der Entwicklung neuer Produkte. Im Rahmen der Aufträge ist er irgendwann in die USA umgesiedelt und obwohl er immer wieder einmal auf seine französische Herkunft verweist, hat er für meinen Geschmack zu sehr das "wir Amerikaner" verinnerlicht.
    Auch die Anmerkung, daß er "Amerikaner" i.S.v. US-Amerikaner verwendet, stammt von der Übersetzerin, nicht vom Autor.

    Abgesehen davon ist es aber interessant, sich mit Culture Codes zu beschäftigen und sich auch selbst zu fragen, wie die eigene Wahrnehmung ist.
    Ist z.B. der deutsche Code für Autos wirklich "Technik"? Ich für mich hätte eher auf "Unabhängigkeit" getippt.

    Mir persönlich hätte Rapaille etwas mehr auf die Kognitionswissenschaft an sich eingehen und dafür ein paar seiner Beispiele weglassen können. Besonders, da er zum größten Teil und am Ausführlichsten die US-Beispiele darstellt.
    M.E. verspricht der Klappentext mehr, als letztlich drinsteht. Aber für den Durchschnittsleser, der sich mit solchen Themen noch nie beschäftigt hat, wird es wahrscheinlich hochinteressant sein.

    Ich habe so in der Mitte abgebrochen, das System war klar und ich brauchte nicht noch mehr Beispiele.



    Beitrag von M.aria am Donnerstag, 17.Mai.2007, 17:53

    Ihr Lieben!

    Eben habe ich einen sehr langen Beitrag in den Orkus geschickt. Zum Heulen! Und hatte mich so gefreut, mir die Zeit genommen zu haben für euch.

    Jetzt bleibt mir nur noch die Zeit, euch alle lieb zu grüßen,
    M.aria

    DORIS:
    Richard YATES' Easter Parade hat mir sehr gut gefallen, ist aber schon lange her, dass ich diesen Roman gelesen habe.



    Beitrag von Dirk am Mittwoch, 16.Mai.2007, 09:10
    Homepage: Swetlana Geier

    Und wieder kann ich von einer wunderbaren Lesung im Literaturhaus Stuttgart berichten. Gestern Abend hat die 84-jährige, durch Literatur jung-lebendige Swetlana Geier aus Dostojewskis 'Ein grüner Junge' gelesen. Sie las kleine Abschnitte, zunächst auf Deutsch, dann auf Russisch, danach nochmals auf Deutsch (damit sie, wie sie augenzwinkernd sagte, merken können, wie gut die Übersetzung ist). Und wirklich: Grandios, wie sie bis in die Stimmung und Satzmelodien hinein diese große Literatur übersetzte. Im Gespräch erzählte sie viel von der Arbeit des Übersetzens, vom Ringen um ein genaues, angemessenes Wort, das dann im Deutschen doch ganz anders ist. Von daher sei Übersetzung auch nie die Schaffung eines Doppelgängers, sondern eben die Entstehung eines ganz Neuen. Dabei hat sie so großartig gelesen, dass man gleich nachts beginnen wollte, mit Dostojewski zu beginnen und in diese gewaltigen Romanwelten einzutauchen. Oder wie es in einer dänischen Redensart heißt, die ich gestern las:
    at hygge sig med en bog (sich mit einem Buch hyggen)
    In diesem Sinn wünsche ich allseits gute Zeit
    Dirk



    Beitrag von Doris am Montag, 14.Mai.2007, 08:51
    Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/643412/display/8916936

    Guten Morgen zusammen,

    nein ANDREA, ich habe leider keinen Kontakt mehr zu Heidi, bin aber auch im Rowohlt-Newsletters nich fündig geworden. Meintest du das Buch von der HELGA DEEN?

    Ich habe von meinen Söhnen einen Büchergutschein zum Muttertag bekommen und beabsichtige das Buch EASTHER PARADE von Richard Yates zu kaufen. Hat es jemand jemand von euch schon gelesen?

    Im Moment lese ich zwischendurch, aber auch weil wir in 10 Tagen Urlaub in der Türkei machen, ein eher harmloses Buch, daß mir aber wegen des köstlichen Humors Freude macht:

    Einmal Hans mit scharfer Soße von Hatice Akyün

    Ein warmherziges Buch einer Deutsch-Türkin über das Leben zwischen den Kulturen.
    Davon habe ich die Kurzgeschichten von

    Dieter Wellershoff Ein ganz normales Leben

    gelesen, die mich sehr beeindruckt haben.

    WIBKE: Das Hörbuch Nur nicht unsichtbar werden von der Monika Bleibtreu gelesen hat mich nachhaltig beeindruckt!

    DIRK: Ich tue mich schwer mit Pamuk derzeit. Er schreibt sehr dicht, aber es ist auch gleichzeitig schwere Kost. Vielleicht ist das anders, wenn man ihn selbst erlebt.

    Ein nicht uneingeschränkt empfehlenswertes Hörbuch:

    Hape Kerkeling: Ein Mann, ein Fjord

    Lustig, vielseitig und beachtlich das Talent von Hape sich auch stimmlich in die unterschiedlichsten Charaktären einzufinden. Aber doch im Vergleich zu seinem Jakobswegbuch: "Ich bin dann mal weg!" harmloser Art und eine Enttäuschung wenn man Tiefgang dahinter vermutet.

    Eine unbedingte Hörbuchempfehlung dagegen:
    Michael Cunnigingham Helle Tage gelesen von Eva Mattes
    und Tricks von Alice Munro

    Nun bringe ich euch unter www mal ein Ständchen für den Wochenbeginn bzw. lasse es euch bringen :-)
    (Wolkenkratzerfestival Frankfurt am 12.5., den Musiklink darunter anklicken).

    Liebe Grüsse
    Doris





    Beitrag von Wibke am Samstag, 12.Mai.2007, 21:28

    Hej, GERTIE, das wäre ja toll, wenn die Larsson-Trilogie wirklich beendet worden wäre ! Ich werde es im Auge behalten, danke für deinen Tipp !

    Gestern habe ich "Nur nicht unsichtbar werden" als Hörbuch, gelesen won Monica Bleibtreu gehört. Das hat mir so gut gefallen, daß ich jetzt überlege, ob ich mir das Buch nicht doch einmal vornehmen sollte...

    Euch einen schönen Sonntag !

    Wibke



    Beitrag von gertie am Mittwoch, 9.Mai.2007, 20:44

    Das Buch *Verblendung* habe ich neulich auch verschlungen, ein Anwärter auf meine Top-Liste fürs nächste Jahr. *Verdammnis* will ich auch bald lesen, ich muss es *nur* noch kaufen bzw bei Buchticket ertauschen ;-).
    WIBKE - In irgendeinem Forum habe ich gelesen, dass Stieg Larsson die Trilogie doch fertig geschrieben hat, vielleicht erscheint das Buch dann im kommenden Jahr. *hoff*

    Wie schön, dass ihr euch für einen neuen Hund entschieden habt, ich wünsche euch ganz viel Spass mit dem neuen Hausgenossen!
    lg
    gertie



    Beitrag von Wibke am Mittwoch, 9.Mai.2007, 13:54

    Puuuhh, endlich regnt es mal ordentlich ! Da lacht mein Gärtnerherz *g*.
    Und das war einer der Gründe, warum ich gestern ganz früh ins Bett bin, ich mag das Rauschen in der Regenrinne direkt am Schlafzimmerfenster so gerne *g*.
    Der zweite Grund hieß "Verblendung" von Stieg Larsson, ein Krimi, in dem es um folgendes geht: "An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was den geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in die Vangersche Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen..."
    Die letzten 100 Seiten mußte ich gestern abend an einem Stück lesen ! Ein toller spannender Krimi, der mit knapp 700 Seiten sehr ausführlich und manchmal fast verspielt detailliert geschrieben ist. Ein paar Seiten weniger hätten der guten Geschichte keinen Abbruch getan, auf der anderen Seite schreibt Larsson gut, so daß auch 700 Seiten nie langweilig wurden.
    Es gibt von Larsson noch einen zweiten Krimi mit dem gleichen Hauptpersonen, "Verdammnis", er liegt auch schon auf meinem SUB. Larsson ist leider mit 50 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben, die geplante Trilogie wurde deshalb nicht beendet.

    Ich war vor zwei Wochen auch endlich, endlich mal wieder zu einer Lesung. Friedrich Ani hat "Idylle der Hyänen" vorgestellt, es war ein netter witziger Abend.
    Mit der Pamuk-Lesung von DIRK konnte dieser Abend literarisch gesehen aber wohl nicht mithalten. Dein Bericht klingt sehr verlockend, DIRK !

    Montag habe ich mich endlich in unser großen Stadtbücherei angemeldet.
    Eigentlich wollte ich mir "Owen Meany" von John Irving ausleihen, ANDREA, du hast mit vor Wochen richtig Lust darauf gemacht.
    Tja, und dann gab es viele Irvings, aber nicht "Owen Meany". Ich glaube, jetzt komme ich ums Kaufen nicht herum *g*.
    Ersatzweise mitgenommen habe ich dann "Rudernde Hunde" von Elke Heidenreich und Bernd Schröder und "Am Endes des Tages" von Bjarne Reuter.

    MAREIKE, auf "Stille über dem Schnee" bin ich ebenfalls neugierig, aber ich habe es auf den Winter verschoben. Ich lese ja gerne "jahreszeiten gerecht". Trotzdem, ich bin gespannt, was du zum Buch sagen wirst !

    Fast ausgelesen habe ich inzwischen auch "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" von Hakan Nesser. Für mich wieder ein absolut gelungenes Buch !

    Außerdem liegen von Till Raether " Das Leben ist nur eine Phase" und von Bjorg Vik " Zeit der Rosen" bereit. Letzteres habe ich schon mal gelesen, jetzt habe ich wieder mal Lust darauf.

    Und in einem Hundeerziehungsbuch lese ich auch wieder *g*. In zwei Wochen wird eine kleine 10 Wochen alte Mittelschnauzerhündin bei uns einziehen ! Mir geht es fast zu schnell, aber im nächsten Februar läuft meine Elternzeit aus, dann muß ich wieder mehr arbeiten und dann fehlt die Zeit für einen Welpen sicherlich.
    Also springen wir jetzt ein bißchen ins kalte Wasser... Aber wir freuen uns auch sehr *g*.

    Ich wünsche euch alles Gute !

    Herzliche Grüße, Wibke

    Tja, und dann li



    Beitrag von Dirk am Dienstag, 8.Mai.2007, 16:44
    Homepage: Pamuk

    Möchte von einer tollen Lesung berichten, gestern Abend im Literaturhaus Stuttgart. Orhan Pamuk, 1800 Zuhörer, als Übersetzer ein wunderbarer türkischer Schauspieler, als (überflüssiger) Moderator der deutsche Lyriker und Schreiber Joachim Sartorius. Der hat wohl irgendwann mal einen Roman von Pamuk besprochen und sich so für diese Aufgabe qualififiziert. Naja, hat auch nichts kaputt gemacht. Aber Pamuk ist wirklich ganzganz herausragend. Wirkliche Weltliteratur. Gelesen hat er aus seinem Buch 'Istanbul', wunderbare Passagen zwischen dem Bemühen um präzise Erinnerung an verlorene Orte seiner Kindheit und so poetischen Bildern, in denen er all das verdichtet. Also ich bin hin und weg. Merkt frau, oder :-)
    Liebe Grüße
    Dirk



    Beitrag von Mareike am Dienstag, 8.Mai.2007, 16:27

    aha, ANDREA, dann nix für ungut. Ich wollte mir eben schnell aus der Buchhandlung auch noch ein neues SHREVE-TB mitnehmen - war nix da. Dann fiel mir PER PETTERSON: PFERDE STEHLEN in die Hand. Und das habe ich dann "blind" mitgenommen. Waren doch alle hier begeistert, oder? PHI PHI ISLAND habe ich mir aus der Bücherein mitgenommen, da schau ich dann mal rein.
    Regengrüsse, M



    Beitrag von Andrea am Dienstag, 8.Mai.2007, 13:45

    nee, MAREIKE, ich glaube DANIELA, ich liebe die SHREVE, manchmal bisschen kitschig, aber besonders ihr OLYMPIA" fand ich einfach nur schön und die FRAU DES PILOTEN habe ich schon mehrfach gelesen, diesen Luxus leiste ich mir trotz eines SUBs,;-)



    Beitrag von Mareike am Dienstag, 8.Mai.2007, 12:51

    ..auch nur kurz zwischendurch: Ich lese gerade zum ersten Mal etwas von ANITA SHREVE: STILLE ÜBER DEM SCHNEE, und das gefällt mir ganz gut. Irgendwie habe ich düster in Erinnerung, dass irgend jemand von Euch die überhaupt nicht gern hat, ANDREA, warst Du das?
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    M



    Beitrag von Andrea am Freitag, 4.Mai.2007, 14:00

    Ein schönes Wochenende Euch allen, eben bin ich beim Lesen meines Rowohlt-Newsletters auf HEIDI gestoßen, vielleicht liest sie ja noch mit oder DORIS hat noch Kontakt, dann beste Grüße und herzlichen Glückwunsch!
    Ich sammele in den nächsten tagen mal wieder meine Leseeindrücke und hoffe, sie hier reinzustellen, es soll ja tatsächlich Regen geben...



    Beitrag von bibi am Mittwoch, 2.Mai.2007, 22:13
    EMail: mails-an-mich@herr-der-mails.de



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 2.Mai.2007, 18:18

    Und mal wieder der lange Newsletter der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung:

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    anbei erhalten Sie die neueste Ausgabe der DSW [news] mit aktuellen
    Nachrichten und Fakten zu den Themen Bevölkerung, reproduktive Gesundheit
    und nachhaltige Entwicklung sowie Neuigkeiten über die Arbeit der
    Stiftung.

    Ihr DSW [news]-Redaktionsteam

    ___________________________________________

    Äthiopien: Jugendliche im Fokus eines neuen Gesundheitsprogramms

    Anfang April hat das Gesundheitsministerium in Äthiopien eine nationale
    Strategie zur Verbesserung der reproduktiven Gesundheit Jugendlicher
    gestartet. Das mit 40 Millionen US-Dollar finanzierte Programm umfasst
    einen Zeitraum von acht Jahren. Es soll vor allen Dingen den Zugang junger
    Menschen zu Gesundheitsdienstleistungen verbessern sowie gravierende
    Probleme wie Teenagerschwangerschaft, Kinderheirat und Genitalverstümmelung
    bewältigen.

    Jugendgeneration bislang vernachlässigt

    Dr. Tesfanesh Belay, Leiterin der Abteilung Familiengesundheit, erklärte:
    "Äthiopien kann die Millennium-Entwicklungsziele […] nicht erreichen, ohne
    die Gesundheit und die Rechte der jüngsten Mitbürger zu schützen." Fast
    ein Drittel der äthiopischen Bevölkerung sind Jugendliche zwischen 10 und
    24 Jahren. "In der Vergangenheit wurde nicht ausreichend in Jugendliche
    investiert. Das spiegelt sich heute auf tragische Weise in der HIV-Epidemie
    wider: Sie trifft immer mehr junge Menschen, vor allem Mädchen", so Belay
    weiter.

    Um der neuen Strategie gerecht zu werden, befinden sich derzeit landesweit
    mehr als 1.000 Gesundheitseinrichtungen im Umbau. Darüber hinaus werden
    mehrere Zehntausend Mitarbeiter in den Gemeinden vor Ort aktiv sein und
    beispielsweise über die gesundheitsschädlichen und teilweise
    lebensgefährlichen Folgen traditioneller Praktiken wie der
    Genitalverstümmelung aufklären. Derzeit werden in Äthiopien noch immer mehr
    als die Hälfte der 15- bis 19-Jährigen Mädchen Opfer dieser grausamen
    Praxis.

    DSW setzt sich schon lange für Jugendaufklärung ein – mit Erfolg

    Mekdes Alemu, Länderbüroleiterin der DSW in Äthiopien, begrüßt das neue
    Programm des Gesundheitsministeriums: "Wir setzen uns schon seit Jahren
    dafür ein, dass der Themenbereich reproduktive Gesundheit für Jugendliche
    stärker gefördert wird. Dass unsere Bemühungen endlich Wirkung zeigen,
    freut uns sehr."

    Im Rahmen ihrer Initiative Youth-to-Youth unterstützt die DSW die
    Aufklärung Jugendlicher in Äthiopien. In landesweit eingerichteten
    Jugendklubs erhalten sie Informationen zu den Themen Gesundheit und
    Verhütung, die sie wiederum an Gleichaltrige weitergeben. Einige Klubs
    haben mit ihrer Aufklärungsarbeit bereits große Erfolge verzeichnet. So
    gelang es den Jugendlichen in einem Dorf nördlich der äthiopischen
    Hauptstadt Addis Abeba, den Gemeinderat davon zu überzeugen, härter gegen
    Genitalverstümmelung bei Frauen vorzugehen. Seither werden Mädchen in
    dieser Gemeinde nicht mehr beschnitten.

    Quelle: The Ethiopian Herald, 11. April 2007.
    Mehr über das Youth-to-Youth Programm der DSW in Äthiopien erfahren Sie
    unter
    http://www.weltbevoelkerung.de/projektarbeit/aus_unseren_projekten1.shtml
    _________________________________________

    Startschuss für Allianz gegen Malaria

    Die "Europäische Allianz gegen Malaria" hat am diesjährigen
    Afrika-Malaria-Tag, dem 25. April, ihre Arbeit aufgenommen. Zehn
    Organisationen aus fünf Ländern wollen gemeinsam eine breite Basis an
    Politikern, Nichtregierungsorganisationen und Medien als Fürsprecher im
    Kampf gegen Malaria gewinnen. In Deutschland gehört neben dem Deutschen
    Roten Kreuz die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zu dem Bündnis.

    Mehr Geld notwendig

    Bei der Auftakt-Pressekonferenz in Berlin kündigte die Schirmherrin,
    Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul an, sich beim
    G8-Gipfel in Heiligendamm für mehr Gelder zur Überwindung der Malaria
    einzusetzen. "Dazu sind etwa 3,2 Milliarden US-Dollar im Jahr weltweit
    nötig", sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der DSW. Im Jahr 2004 seien
    aber nur 0,6 Milliarden Dollar ausgegeben worden. Gleichzeitig fordert er
    mehr Transparenz bei der Verteilung der Gelder: "Es muss nachvollziehbar
    sein, wie viel Geld für die Malaria-Bekämpfung weltweit zur Verfügung
    gestellt und wie es eingesetzt wird." Meist würden die Mittel nur allgemein
    unter Gesundheitsprojekten gebucht.

    Malaria verhindert Entwicklung

    Weltweit sterben etwa drei Millionen Menschen jährlich an der Seuche, 90
    Prozent davon in Afrika. In vielen afrikanischen Ländern verschlingen die
    Behandlungskosten große Teile der Gesundheitsbudgets. Neben HIV/Aids gilt
    Malaria daher als eines der größten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
    Entwicklungshindernisse auf dem Kontinent.

    Dringend benötigt werden in den Malaria-Gebieten des südlichen Afrikas vor
    allem mit Insektiziden vorbehandelte Moskitonetze und neue, effektivere
    Kombinationspräparate auf der Basis des Wirkstoffs Artemisin. Gegen das in
    Afrika gängigste Mittel "Chloroquin" ist der Malaria-Erreger inzwischen
    weitgehend resistent.

    Kinder am stärksten betroffen

    Zu den Hauptrisikogruppen gehören wegen ihrer verringerten Immunabwehr
    Schwangere und HIV-Erkrankte. Die Krankheit verläuft bei ihnen oft schwerer
    und führt häufiger zum Tod. Insbesondere bei HIV/Aids trägt Malaria bei
    Nichtbehandlung zu einer Erhöhung der HI-Viruskonzentration bei.
    Gleichzeitig wird die Malariabehandlung durch die erhöhte Immunschwäche
    schwieriger. Am schwersten trifft die Tropenkrankheit jedoch kleine Kinder:
    Alle 30 Sekunden verliert irgendwo auf der Welt ein Kind sein Leben an die
    Seuche.

    Bild (v.l.n.r.): Heidemarie Wieczorek-Zeul (Bundesministerin für
    wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Dr. Rudolf Seiters
    (Präsident des DRK), Anke Engelke (Botschafterin von action medeor) sowie
    Dr. Jörg F. Maas (DSW-Geschäftsführer)
    Quelle: AP, epo.de, DSW, 25.04.2007.
    ________________________________________

    Weltbank gespalten in Sachen Familienplanung

    Große Uneinigkeit besteht unter den Exekutivdirektoren der Weltbank, die
    derzeit das neue Strategiepapier zu Familienplanung diskutieren. Bei einem
    Treffen am Dienstag dieser Woche haben europäische Exekutivdirektoren einen
    Entwurf ihres US-amerikanischen Kollegen Whitney Debevoise zurückgewiesen.
    Dieser sah vor, die bestehenden Vorgaben zu reproduktiven
    Gesundheitsdienstleistungen der Weltbank in den Entwicklungsländern zu
    ändern: Seiner Ansicht nach solle der Zugang zu Dienstleistungen dieser Art
    erst ab einem bestimmten Alter gewährleistet sein. Die Verhandlungen zur
    Strategie wurden daraufhin vertagt. Eine endgültige Entscheidung wird nun
    erst für Montag, den 30. April, erwartet.

    Zweifel an der Weltbankstrategie

    Bereits im Vorfeld dieser Diskussionen wurden Befürchtungen laut, die
    Weltbank beabsichtige ihre Unterstützung für Familienplanungsprogramme
    gänzlich zu streichen. Anlass dazu gab der Schritt des Generaldirektors der
    Bank Juan José Daboub, Familienplanung im Länderpapier für Madagaskar nicht
    mehr zu berücksichtigen. Paul Wolfowitz, Präsident der Weltbank, der
    aufgrund von Korruptionsvorwürfen derzeit selbst in der Kritik steht, weist
    derartige Pläne jedoch zurück: "Ich habe immer wieder betont, dass
    reproduktive Gesundheit ein unverzichtbarer Bestandteil der
    Entwicklungszusammenarbeit ist."

    Die Weltbank hat in den vergangenen 30 Jahren mehr als drei Milliarden
    US-Dollar für Programme der reproduktiven Gesundheit und Bevölkerung zur
    Verfügung gestellt. Sie zählt damit zu den wichtigsten Förderern in diesem
    Bereich.
    Quelle: Reuters und Wall Street Journal, 25. April 2007.
    __________________________________________

    HIV/Aids in Asien weiter ungebremst

    Die Zahl der Aidskranken und HIV-Infizierten in Asien könnte sich schon in
    den nächsten fünf Jahren von derzeit 8,6 Millionen auf 20 Millionen mehr
    als verdoppeln. Dies meldete Anfang April die Commission on AIDS in Asia
    and the Pacific, die vom UN-Koordinierungsprogramm für den Kampf gegen
    HIV/Aids (UNAIDS) unterstützt wird. Rund 500.000 Menschen sterben in Asien
    jährlich in Folge von Aids. Zwar hat sich die Versorgung mit
    antiretroviralen Therapien (ART) seit 2003 verbessert, jedoch erhalten
    lediglich 16 Prozent der HIV-Infizierten in Asien diese lebensverlängernden
    Medikamente.

    Neben dem großen menschlichen Leid hat die Immunschwächekrankheit auch
    wirtschaftliche Folgen für den asiatischen Kontinent. Die Summe der
    finanziellen Verluste durch die Epidemie beläuft sich derzeit auf zehn
    Milliarden US-Dollar jährlich und wird sich ohne stärkeres Eingreifen der
    asiatischen Regierungen bis zum Jahr 2012 verdreifachen. Um dieser
    Entwicklung vorzubeugen, müssten die Länder ihre Budgets für den Kampf
    gegen Aids deutlich erhöhen. Von den jährlich benötigten fünf Milliarden
    US-Dollar stammen nur zehn Prozent aus Staatshaushalten. Über 80 Prozent
    der Gelder kommen bislang von ausländischen Hilfsorganisationen.

    Sex und Aids bleiben kritische Themen

    Die Hauptversäumnisse der Regierungen sind neben der mangelnden
    Finanzierung das fehlende Bewusstsein für die langfristigen Auswirkungen
    von HIV/Aids sowie die Schwierigkeit, Vorhersagen über die
    Entwicklungsdynamik der Epidemie zu treffen. Zudem ist Sexualität nach wie
    vor ein Tabuthema in asiatischen Ländern. Daher bleibt dringend notwendige
    Aufklärungsarbeit meist aus, und viele Angehörige von Risikogruppen wagen
    sich aus Angst vor Stigmatisierung nicht, Gesundheitsdienste aufzusuchen.
    Quelle: Kaiser Network, 2. April 2007.
    ______________________________________

    Unterschriftenkampagne: DEINE STIMME GEGEN ARMUT zählt!

    Im Jahr 2000 haben sich die Regierungschefs der acht reichsten Nationen
    dieser Welt (G8) verpflichtet, die Millennium-Entwicklungsziele der
    Vereinten Nationen umzusetzen und die extreme Armut auf der Welt bis 2015
    zu halbieren. In diesem Jahr ist Halbzeit – die Politiker haben ihre
    Versprechen jedoch bei Weitem nicht eingelöst. Mit der
    EU-Ratspräsidentschaft und als Gastgeberin des G8-Gipfels im Juni bieten
    sich der deutschen Regierung zwei besondere Möglichkeiten, die
    Armutsbekämpfung ganz oben auf die politische Agenda zu setzen.

    Als Mitglied des Bundesverbandes entwicklungspolitischer
    Nichtregierungsorganisationen, VENRO, erinnert die Deutsche Stiftung
    Weltbevölkerung (DSW) deshalb die Bundesregierung an ihre Zusagen:
    Gemeinsam mit rund 100 weiteren Organisationen sowie Prominenten wie Alfred
    Biolek und dem Musiker Herbert Grönemeyer beteiligt sich die DSW an der
    Unterschriften-Kampagne "DEINE STIMME GEGEN ARMUT!". Geben auch Sie Ihre
    Stimme ab und zeigen Sie den Regierungschefs beim G8-Gipfel, dass Armut
    bekämpft werden muss.
    Klicken Sie einfach auf folgenden Link, um Ihrer Stimme Gehör zu
    verleihen: http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/aktiv_card.html Dort
    erhalten Sie auch weitere Informationen zur Aktion.
    _________________________________________

    Poster "Brenda" und "Zur Lage der Weltbevölkerung"

    Das Poster zeigt die 15jährige Brenda und ihre Arbeit als Jugendberaterin
    in Kampala – der Hauptstadt Ugandas. Brenda gehört einer jungen Generation
    an, die mit der harten Realität der Aids-Epidemie in dem ostafrikanischen
    Land aufwächst. Ihr Vater ist bereits an Aids gestorben und hat ihre Mutter
    mit dem HI-Virus angesteckt. In Uganda ist die HIV-Infektionsrate unter
    Jugendlichen am höchsten. Als Jugendberaterin kämpft Brenda für eine
    bessere Zukunft ihrer Generation. Sie klärt andere Jugendliche über die
    Gefahren von ungeschütztem Sex auf.

    Auf der zweiten Posterseite verdeutlichen verschiedene Weltkarten die
    Zusammenhänge zwischen Armut und Gesundheit, Bildungsstand und Aids-Raten,
    Frauenrechten und Kinderzahlen. Diese Seite entstand in Kooperation mit dem
    Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und mit freundlicher
    Unterstützung der Münchener Rück Stiftung.
    Das doppelseitige Poster \"Brenda\" und \"Zur Lage der Weltbevölkerung\"
    können Sie gegen eine Schutzgebühr von 1,50 Euro unter Tel.: 0511/943 73-0
    oder per e-mail unter info@dsw-hannover.de bestellen.
    _____________________________________________

    Impressum:

    DSW [news]
    Herausgeber: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
    Göttinger Chaussee 115 | D-30459 Hannover
    Tel.: 0511/943 73-0 | Fax: 0511/234 50 51
    E-mail: info(at)dsw-hannover.de
    www.weltbevoelkerung.de

    Der Abdruck von Artikeln, Grafiken oder Auszügen ist erlaubt, wenn Sie den
    Vermerk "Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung" hinzufügen. Um die
    Übersendung eines Belegexemplars wird gebeten.

    Hinweise, Fragen und Anregungen zu den DSW [news] sind herzlich
    willkommen: dswnews@dsw-hannover.de

    Die DSW [news] werden mit Unterstützung der Europäischen Union
    hergestellt. Für den Inhalt ist allein die Deutsche Stiftung
    Weltbevölkerung verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als
    Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 2.Mai.2007, 12:08

    MARIA ich habe vor ein paar Jahren All die schönen Pferde von Cormac McCarthy gelesen und mochte den elegischen Stil (so aus der Erinnerung heraus lag es daran) sehr. Im Regal steht auch noch etwas, Land der Freien glaube ich.

    Ich find's übrigens auch interessant, daß momentan so viele "alte" US-Autoren übersetzt werden. Ob's daran liegt, daß viele der neuen/jungen Autoren so .. whatever... sind?
    Mir fiel bei Durchsicht einiger Kataloge auch auf, daß endlich auch mal wieder einige sich interessant anhörende (und dort bekannte) Autoren aus Australien (Tim Winton z.B.) und Kanada (z.B. David Adams Richards) dabei sind, also der beiden anderen großen englischsprechenden Staaten. Könnte auch daran liegen.



    Beitrag von Valentine am Mittwoch, 2.Mai.2007, 09:56

    MARIA - einige der berührendsten Bücher, die ich gelesen habe, waren Autobiographien oder trugen autobiographische Züge. Ich finde es durchaus legitim, eigene (traumatische) Erfahrungen in Buchform aufzuarbeiten - solange es nicht in reißerische Voyeurismusbefriedigung ausartet.

    Dieses spezielle Buch reizt mich vom Thema her allerdings gar nicht. Der Tsunami war fraglos eine furchtbare Katastrophe, aber die extreme Berichterstattung hat mich eher angewidert (zumal auch sehr häufig die europäischen Urlauber im Vordergrund standen - als sei es nicht genauso schrecklich für die Einheimischen gewesen...)

    LG
    Valentine



    Beitrag von Inge am Dienstag, 1.Mai.2007, 15:05

    Liebe MARIA, ein interessanter Aspekt, den du da ansprichst! Ich kenne das Haslinger-Buch nicht. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es jeden Schriftsteller, der so ein gewaltiges Ereignis miterlebt hat, in den Finger kribbelt, das alles in einem Buch aufzuarbeiten. Wieso auch nicht? Viele Romane sind doch von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen geprägt, Zeugen ihrer Zeit in gewissem Maße. An erster Stelle hier natürlich die ganze Literatur um die Nazizeit und den Krieg, die Vernichtungslager - es soll doch weitergegeben werden an die nachfolgenden Generationen.
    Mir fällt spontan ein Roman ein, den ich vor vielen Jahren gelesen habe: Delius "Mogadischu Fensterplatz". Hier erzählt der Autor die nicht am eigenen Leib erlebten Geschehnisse um die Befreiung der Lufthansamaschine, geschildert aus der Sicht einer jungen Frau. Wäre das Buch "authentischer", wenn es ein Augenzeuge geschrieben hätte? Oder hinterließe das eher den Hauch von Effekthascherei, Geschäftemacherei?
    Warum soll dann ein Autor nicht seine persönlichen Erlebnisse in literarischer Form in einen Roman verarbeiten?
    Verarbeiten meine ich hier auch in Form von psychologischer Aufarbeitung. Außerdem ist so ein Roman möglicherweise nicht ein Stück authentischer? Für mich ist hier wie bei allen anderen Büchern die "Schreibe" maßgebend.
    Es gibt auch sehr viele Bücher (meist wohl als Doku) über so viele persönliche Schicksale wie Krankheit und Tod. Und ich denke, dass diese Berichte anderen Betroffenen durchaus helfen können.
    Liebe Grüße und einen schönen Feiertag! Inge



    Beitrag von M.aria am Dienstag, 1.Mai.2007, 12:43

    DORIS:
    Danke für das schöne Gedicht!
    Ich war am Sonntag mit einer Freundin wandern, dabei kamen wir auch über eine Wiese, auf der ein großer Schwarm Lerchen in der Sonne auf und ab stieg. Wünderschön!

    ELA:
    Danke für die SWR Liste!

    "Easter Parade" von Richard YATES war für mich ein ausnehmend schöner Roman. Bin neugierig, wie dieser in Deutschland ankommt (interessant, wie doch immer wieder ältere amerikanischen Rome aufgelegt werden).

    Kennt jemand das HASLINGER Buch?
    Ich habe meine Vorurteile, wenn jemand ein solches Thema aufgreift, auch wenn er "dabei" gewesen ist und überlebt hat. Irgend etwas sperrt sich in mir dagegen, wenn mich jemand, - und mag er noch so ein bekannter und/oder guter Schriftsteller sein, daran erinnern will, dass wir die Dinge nicht in der Hand haben (die 15jährige Tochter einer Freundin wurde am Samstag begraben, Hirntumor, wer schreibt darüber?).

    Es würden mich eure Meinungen zu diesem meinem Vorurteil interessieren.

    Ravel interessiert mich ja sehr, aber einen Roman darüber, da steh ich auch schon wieder skeptisch davor.

    Ich würde sehr gerne einmal von jemandem hören, der Romane von Colman McCARTHY gelesen hat (ich bin nicht sicher, in grauer Vorzeit nicht mal einen gelesen zu haben, vielleicht hat mir nur jemand, auf dessen Geschmack ich vertraue, davon erzählt, jedenfalls habe ich nichts Negatives in Erinnerung).

    Einen schönen Nachmittag euch noch!



    Beitrag von Ela am Dienstag, 1.Mai.2007, 12:10

    SWR-Bestenliste

    Mai 2007

    1. (8.-9.) 81 Punkte

    RICHARD YATES: Easter Parade
    Roman. Aus dem Amerikanischen von Anette Grube.
    DVA
    leichtere Lektüre

    'Keine der Grimes-Schwestern sollte im Leben glücklich werden,
    und rückblickend schien es stets, daß die Probleme mit der
    Scheidung ihrer Eltern begonnen hatten. Das war 1930, als
    Sarah neun Jahre alt war und Emily fünf.' , so lauten die
    ersten beiden unmissverständlichen Sätze.



    2. (3.) 80 Punkte

    CORMAC McCARTHY: Die Straße
    Roman. Deutsch von Nikolaus Stingl.
    Rowohlt Verlag
    mittelschwere Lektüre

    Nach der Katastrophe: Zerstörte Landschaften, grauer Schnee,
    Eiseskälte. Zwei sind unterwegs:
    Ein Vater und sein kränkelnder Sohn.



    3. (7.) 59 Punkte

    KARIN KERSTEN: Hohe Tannen
    Roman für Freunde
    Verlag Klöpfer & Meyer
    leichtere Lektüre

    'Mutige Menschen mittleren Alters werden mit so etwas fertig.',
    denkt Hedel beim Kochen für die neun Freunde. Womit? Dass
    immer etwas anbrennt.Dass Zicki das alte Sägewerk, einen
    ehemaligen Zwangsarbeiterbetrieb, abreißen lassen will.



    4. (-) 58 Punkte

    JONATHAN FRANZEN: Die Unruhezone
    Eine Geschichte von mir
    Deutsch von Elke Schönfeld.
    Rowohlt Verlag
    leichtere Lektüre

    'An keiner Stelle verliert sich seine autobiografische
    Prosa in dem Missverständnis, von außerordentlichen
    Tatbeständen, gar Tragödien zu berichten. Nicht großes
    Unglück ist das Thema, sondern das kleine Dauerunglück
    eines unstimmigen Lebensgefühls, eines schmalen
    Missverhältnisses zwischen dem Ich und der Welt.' (Ursula März)



    5. (-) 50 Punkte

    PETER KURZECK: Oktober und wer wir selbst sind
    Roman.
    Stroemfeld Verlag
    mittelschwere Lektüre

    Alltage des Jahres 1983: Peter, der Erzähler, seine Frau,
    sein Kind. Nahberichte, die sich zu einem Kosmos fügen.



    6. (-) 31 Punkte

    JEAN ECHENOZ: Ravel
    Roman. Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel.
    Berlin Verlag
    leichtere Lektüre

    Der 52-jährige Ravel im Jahre 1927 kurz vor einer langen
    Amerikareise: die Moderne tanzt. Ravel schreibt ihr die
    Melodie: seinen Boléro.



    7. (-) 30 Punkte

    JOSEF HASLINGER: Phi Phi Island
    Ein Bericht
    S. Fischer Verlag
    mittelschwere Lektüre

    'Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.
    Josef Haslinger hat das Paradies überlebt.
    Er erzählt von den Verheerungen des Tsunami
    von 2005 auf einer der schönsten thailändischen Inseln,
    denen er und seine Familie glücklich entronnen sind,
    und erinnert uns - faktentreu und unpathetisch - daran,
    dass wir die Dinge nicht in der Hand haben, auch wenn
    wir daran glauben müssen, um existieren zu können.'
    (Julia Schröder)



    8.-9. (-) 29 Punkte

    DAVIDE LONGO: Der Steingänger
    Roman. Aus dem Italienischen von Suse Vetterlein.
    Wagenbach Verlag
    mittelschwere Lektüre

    Ein piemontesisches Bergdorf. Cesare war früher zusammen
    mit seinem Patensohn Flüchtlingsschleuser. Jetzt hat
    man ihn tot in einem Bach gefunden. 'Solche Leute sterben
    nicht in ihrem Bett.', heißt es im Dorf.



    8.-9. (-) 29 Punkte

    HANS-JOACHIM SCHÄDLICH: Vorbei
    Drei Erzählungen
    Rowohlt Verlag
    mittelschwere Lektüre

    Der Schriftsteller Stevenson, der Kunsthistoriker Winckelmann,
    der Komponist Rosetti: Drei Künstlererzählungen um finanzielle
    Not und den denkbar schlechtesten Augenblick des Todes.



    10. (-) 28 Punkte

    PAUL WÜHR: Dame Gott
    Carl Hanser Verlag
    schwierigere Lektüre

    Zum 80. Geburtstag Paul Wührs ein Gedichtband der letzten Fragen:
    nach dem Ursprung der Schöpfung, nach dem Anfang des Dichtens.
    Eine poetische Geschichte der Frage nach Gott, die den Herrn
    in eine Dame verwandelt.



    Persönliche Empfehlung im Mai von Gustav Seibt (Berlin)

    WOLFGANG HERRNDORF: Diesseits des Van-Allen-Gürtels
    Eichborn.Berlin Verlag, 188 Seiten, € 17,90

    'Nicht realistisch, sondern gegenständlich, gläsern und geheimnisvoll,
    komisch und unheimlich, mitreißend und abstoßend - all das zusammen
    ist das Erzählen des präzise kalkulierenden, ganz für sich
    stehendenKünstlers Wolfgang Herrndorf. Amerikanisch anmutende
    Professionalitätverbindet sich hier mit deutscher Phantasterei
    und romantischem Witz. Einkurzes langes Buch voller nie
    nachlassender Spannung.' (Gustav Seibt)



    Literatur im Fernsehen:

    'Literatur im Foyer' mit Thea Dorn
    Freitag, 11. Mai 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 13. Mai 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    'Freiheit, die ich meine' ? Wie viel Freiheit braucht der Mensch?
    Mit Ernst-Wolfgang Böckenförde, Ulrike Ackermann,
    Oksana Sabuschko, Gerhard Schulze

    Freitag, 25. Mai 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 3. Juni 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Dagmar Leupold, Harald Martenstein, Orhan Pamuk

    'Literatur im Foyer' mit Martin Lüdke
    Freitag, 4. Mai 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 6. Mai 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Irene Dische, Kevin Vennemann und Ulf Erdmann Ziegler


    Die 'Bestenliste' im Hörfunk:

    'SWR2 Literatur'
    Dienstag, 1. Mai um 20.03 Uhr
    mit Jens Jessen, Elmar Krekeler, Kirsten Voigt
    Moderation: Helmut Böttiger

    Südwestrundfunk
    Fernsehen Kultur und Gesellschaft
    76522 Baden-Baden
    Tel. 07221/929-2846


    SWR-Bestenliste im INTERNET:
    www.SWR.de/bestenliste

    copyright: SWR



    Beitrag von Doris am Dienstag, 1.Mai.2007, 10:51
    Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/643412/display/8772624

    Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Maifeiertag und grüsse euch mit einem glitzernden Bild der Harmonie.

    DIRK: Schön deine Gedanken zum Thema bzw zu der Verbindung von Lesen und Fotografieren. Ja, ich glaube, da ist etwas dran. Nicht erst seitdem ich Fotografiere gehe ich mit offenen Augen durch die Natur, sondern auch inspiriert durch Literatur und vor allem durch die Lyrik.

    Ich grüsse euch mit den Mailied von J.W. von Goethe

    Mailied

    Wie herrlich leuchtet
    Mir die Natur!
    Wie glänzt die Sonne!
    Wie lacht die Flur!

    Es dringen Blüten
    Aus jedem Zweig
    Und tausend Stimmen
    Aus dem Gesträuch

    Und Freud und Wonne
    Aus jeder Brust.
    O Erd, o Sonne!
    O Glück, o Lust!

    O Lieb, o Liebe!
    So golden schön,
    Wie Morgenwolken
    Auf jenen Höhn!

    Du segnest herrlich
    Das frische Feld,
    Im Blütendampfe
    Die volle Welt.

    O Mädchen, Mädchen,
    Wie lieb ich dich!
    Wie blickt dein Auge!
    Wie liebst du mich!

    So liebt die Lerche
    Gesang und Luft,
    Und Morgenblumen
    Den Himmelsduft,

    Wie ich dich liebe
    Mit warmem Blut,
    Die du mir Jugend
    Und Freud und Mut

    Zu neuen Liedern
    Und Tänzen gibst.
    Sei ewig glücklich,
    Wie du mich liebst!



    Ach so, ich lese im Moment mit grossem Interesse und auch mit Betroffenheit die Kurzgeschichten von Dieter Wellershoff Das normale Leben. Gerade recht jeweils jeweils eine Geschichte zwischen den Fotosessions ;-) Ein kluges Buch über "das ganz normale Leben" Wobei...normal...., was oder wer ist das schon?
    "Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden des Problems" Ludwig Wittgenstein.

    Liebe Grüsse
    Doris



    Beitrag von M.aria am Montag, 30.April.2007, 17:32

    DIRK:
    Interessanter Gedanke. :-)
    Ich bin aber auch auf dem Land aufgewachsen, mit Eltern, die beide mit offenen Augen durch die Natur gingen (und lasen, ich bin eben nicht weit vom Stamm gefallen *g*). Ich kam als Teenager aus Capri zurück, mit vielen Photos. Zum Leidwesen der neugierigen Betrachter keine schönen Aussichten oder dergleichen, "nur" Nahaufnahmen, Rosen im besonderen von der Villa Axel Munthe'sm und Ginster und vielen vielen interessanten Steine.

    Hat jemand unter uns den neuen Ian McEWAN Roman schon gelesen?

    CHRISSIE:
    Ich habe heute meiner Tochter geholfen, ihre Schätze in unsere Wohnung umzulagern (sie geht demnächst zum Sommersemester in the USA), und hatte ein Stündchen Zeit für mich, während ich auf sie wartete zur Mittagszeit. Lief schnell in den Buchladen gegenüber der Volksoper (neben dem "Süssen Eck", der hat im Moment ein grosses Angebot an 2.99 Euro Büchern. Und den Glattauer nigelnagelneu um 10 Euro. Ich habe einen funkelnagelneuen Bildband über Wien, aktuell und über 60 Euro neu, um die Hälfte gekauft, etliche CDs (Lieder). Naja, 65 Euro ausgegeben (und keine zehn Minuten heute an Arbeit verbracht, die vielleicht dazu dienen könnte, das Geld auch zu verdienen *halleluja*). Süchtig bis zur Pleite. :-)

    Einen lieben Gruß in die stille Runde!



    Beitrag von M.arion am Sonntag, 29.April.2007, 13:25

    Hermann - Herzlichen Glückwunsch dazu!



    Beitrag von Hermann am Samstag, 28.April.2007, 20:30
    EMail: hermann.goeppert@web.de

    Hallo, Marion, hier meine Erfolgsmeldung:
    Wider Dein Erwarten v.9.April, hatte ich doch
    Glück auf der Suche nach dem antiquarischen Buch
    "Der Erbe vom Birkenhof" v.August Ganther, ein uriger Roman aus dem Renchtal im Schwarzwald als
    sehr gut erhaltene Originalausgabe. Gruß Hermann



    Beitrag von Dirk am Freitag, 27.April.2007, 23:37

    MARIA, danke für die Einstreusel, wunderschön, die Blüten, aber mehr noch haben mir die Wasserspiegelbilder aus Schönbrunn gefallen, traumhaft! Du hast einen genauen und besonderen Blick. Und ich glaube ja, dass dies auch mit dem Lesen zu tun hat. Menschen, die lesen, schauen (und fotografieren!) anders. Oder, DORIS?
    Schönen Abend,
    Dirk



    Beitrag von M.aria am Freitag, 27.April.2007, 16:35

    Darf ich euch ein paar Bilder "streuen"?
    So zur Abwechslung. Wien ist grad so schön, ich habe aber eine zum Wetter gar nicht passende, am Sessel und um große Tische voller Unterlagen klebende Arbeit versucht zu einem organisierteren Chaos zu bringen. Eben habe ich zu guter Letzt meinen Schreibtisch organisiert, damit es nächste Woche mit Volldampf losgehen kann. Ist ja so beruhigend, wenn man weiß, wo die Sachen liegen, nicht wahr?

    Hier der Link:
    www. m e r i s i .blog spot . com
    (einfach die Leertasten weglassen, hoffe, das hält comment spammers ab).

    Ein schönes Wochenende euch allen,
    M.



    Beitrag von M.aria am Dienstag, 24.April.2007, 05:35
    EMail: David Halberstam. "The Best and the Brightest" Homepage: tinyurl.com/26hqj6

    David Halberstam, 73, War Reporter and Author, Is Killed in a Car Crash

    "For that work, Mr. Halberstam shared a Pulitzer Prize in 1964. Eight years later, after leaving The Times, he chronicled what went wrong in Vietnam — how able and dedicated men propelled the United States into a war later deemed unwinnable — in a book whose title entered the language: “The Best and the Brightest.”"

    Halberstam hat ein gutes Stück Zeitgeschichte festgehalten in seinen Sachbüchern. Der Nachruf in der New Times, zu dem obiger Link führt, and die Summe seiner Bücher gewähren Einblick in ein reiches Schaffen, hier der Link zu Rezensionen seiner Bücher (immer in der NYTimes):
    http://tinyurl.com/3ao3nd

    Zu Gelesenem später.

    Wünsche euch allen einen schönen Tag,
    alles Liebe,
    M.



    Beitrag von Wien blutet am Montag, 23.April.2007, 13:51
    EMail: host@wien-blutet.at Homepage: www.wien-blutet.at

    Im Sommer erscheint das Buch "Wien blutet" von Markus Leshem.
    Auf der offiziellen Homepage kann man jetzt schon ein Exemplar vorbestellen.

    Kurz zum Inhalt:

    WIEN BLUTET
    Hundert Jahre lang hat der Dämon Phiomet auf seine Befreiung im dunklen Nichts gewartet, nun scheint es, als ob er das richtige Werkzeug dafür gefunden hätte. Rossoit Tessier ist ein mächtiger Vampir, dem es nur Recht kommt, dass Phiomet ihn mit dunklen Mächten ausstattet. In seinem Größenwahn übersieht er allerdings, dass er für den Dämon eigentlich nur ein Mittel zum Zweck ist. Ralph Desgardes muss indes feststellen, dass die Verganganheit seines Vaters ihn einholt, als er unfreiwillig das Geschenk des ewigen Lebens von der blonden, lebenslustigen Julie bekommt und in eine Welt hineingestoßen wird, in der Vampire, Werwölfe und Geister wirklich existieren. Cedric DeMornay und seine Freunde nehmen sich seiner an und bereiten ihn auf die Schlacht um das Schicksal der gesamten Menschheit vor.
    Hier verbinden sich die Schicksale eines jungen Studenten und seiner Freundin, eines uralten, gutmütigen Vampirs, zwei verfluchten Mönchen, eines Schattengängers und einer Gesellschaft von Vampiren, die eigentlich gar nichts mit der ganzen Sache zu tun haben wollen. Sie alle sind jedoch nur Zahnräder in einem großen Uhrwerk, das auf ein Ende zielt, mit dem keiner rechnen konnte….

    Markus Leshem, geboren 4.11.1977 in der Umgebung Wiens, glänzte schon früh durch ausgeprägten Wahnsinn und farbenfrohe Erzählungen. Bereits in jungen Jahren schockierte er seine Lehrer mit Horrorgeschichten und flüchtete sich lieber in seine eigene Fantasie. Die Idee Wien bluten zu lassen, hatte er schon früh, doch richtig ausgeführt wurde sie erst, als er einer Rollenspielgruppe beitrat, die Vampire in Wien spielen. Heute lebt er mit seiner Verlobten Victoria am Rande Wiens und wartet wohl Nacht für Nacht darauf, dass die richtigen Vampire ihn besuchen und ihm ihre Sicht eines blutenden Wiens erzählen….

    Viel Spass und liebe Grüsse!



    Beitrag von gertie am Montag, 23.April.2007, 13:27
    Homepage: neues aus der literaturszene

    Für seinen Kriminalroman «Der Teufel von Mailand» ist der Zürcher Autor Martin Suter am Samstag mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2007 ausgezeichnet worden.
    Die Kriminalautorenvereinigung Syndikat erkannte dem 59-Jährigen am Samstag in Neustadt im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz den mit 5000 Euro dotierten Preis für die beste Krimi-Neuerscheinung zu.

    In der Kategorie Debüt gewann Andrea Maria Schenkel mit ihrem Bestseller «Tannöd». Die mit 1000 Euro verbundene Auszeichnung für die beste Kurzgeschichte erhielt die Schauspielerin und Autorin Sabina Naber für «Peter in St. Paul». Der Hansjörg-Martin-Preis für Kinder- und Jugendliteratur (2500 Euro) ging an Christoph Wortberg für sein Buch «Die Farbe der Angst».

    (entnommen aus der FAZ/online)

    DORIS - schön, dich wieder mal zu lesen.
    hab heute vormittag mal ein wenig in deinen fotos gestöbert, ein genuss!!



    Beitrag von Doris am Montag, 23.April.2007, 07:50
    Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/643412/display/8684039

    Liebe HEIKE und liebe MANU,
    ich möchte euch nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren.
    Außerdem bedanke ich mich, wenn auch reichlich spät *schäm* für die Geburtstagsgrüsse an mich, insbesondere an GERTIE. Ich finds auch ganz toll, daß ihr es geschafft habt, diese üble Spam hier auszumerzen. Nun werde ich sicherlich wieder öfter hier reinschauen und wenn ich darf auch mitmischen :-)
    Allerdings muss ich einräumen, daß mein zweites Hobby des Fotografierens und der Bildbearbeitung mit derzeit so in Beschlag nimmt, daß leider das Lesen dadurch oft zu kurz kommt *schäm* Aber das wird sich auch wieder ändern, spätestens wenn wir in einem Monat in die Türkei fahren werden. Ich habe jetzt schon die Bücher dafür zusammengestellt. :-)
    Derzeit lese ich ein Jugendbuch, daß mich sehr begeistert.

    Liverpool Street von Anne C. Voorhoeve
    Die elfjährige Ziska Mangold wird 1939 mit einem der Kindertransport nach London in Sicherheit gebracht. Ihr Ziel ist, ihre Eltern und ihre Freundin Bekka so schnell wie möglich nachzuholen. Sie findet Aufnahme in einer jüdisch orthodoxen Familie, die ihr nach und nach zur neuen Heimat werden. Für sie beginnt das Abenteuer des Lebens und sieben Jahre später muss sie eine schwere Entscheidung treffen.....

    Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, daß mich so gepackt und innerlich berührt hat, wie diese sehr feinsinnige Beschreibung des Mädchens Ziska mit ihren Loyalitätskonflikten und kann es nicht nur eurem Nachwuchs dringend ans Herz legen.

    Dirk, ich oute mich auch als Hape Kerkeling Fan. für mich gehört das Buch "Ich bin dann mal weg" schon jetzt zu den Büchern des Jahres und ich fand auch nicht, daß das letzte Drittel abgefallen ist,na ja bis vielleicht auf die allerletzten Seiten.
    Ich habe übrigens auch den Krimi des Jahres TANNÖD gelesen. Er hat mich irgendwie vom Sprachstil an den Dürrenmatt erinnert. Ich fand es interessant, wie die Sichtweise der unterschiedlichen Einwohner des Dorfes beschrieben wurden zu dem Mord an der Familie, aber ich kann trotzdem nicht finden, daß das Buch so herausragend ist wie besprochen wurde.

    Ganz anders der Krimi
    IN UNNÜTZ TOLLER WUT von MAARTEN´t HART, ein Fotografenkrimi und damit gerade richtig für mich. Eine Fotografin kommt in ein Dorf und macht dort eine Portraitserie von Einwohnern, die nur innerhalb eines Jahres beinahe alle unter unerfindlichen Gründen sterben.

    Heute ist übrigens der Welttag des Buches. Dazu zitiere ich mal unsere RNZ von heute:
    "Gibt es sie eigentlich noch, die Buchnarrendie an keinem Buchladen vorbeigehen können, die ihre Wände mit mit Büchern verbauen und die nach frischer Ware gieren, als sei es ein kulinarischer Leckerbissen....."
    Ja es gibt sie noch und ich muss gestehen, daß ich immer noch an keinem Buchladen vorbeigehen kann und daß ich mich dort lieber aufhalte als z.b. im Mediamarkt zwischen all den tollen Kameras ;-))

    Unter dem WWW Link seht ihr übrigens ein neues Foto von mir...ein Machoerpelbild ;-))) (nicht ganz ernst zu nehmen!)

    KARIN Stille Mitleserin Danke für das wunderbare Ostergedicht!!!

    Liebe Grüsse
    Doris



    Beitrag von Andrea am Sonntag, 22.April.2007, 19:41

    schließt sich den Grüßen ihrer Vorredner/schreiber an,

    lese noch Anna Cavalda Zusammen ist am weniger allein und bin bis jetzt sehr angetan, habe gehört von Banana Yoshimoto Dornröschenschlaf und war angenehm überrascht, Anna Thalbach liest auch sehr gut

    und gesehen und gehört, habe ich gestern abend in Frankfurt, Bob Dylan im Konzert, gigantisch!

    und jetzt lassen wir das Wochenende austrudel mit einem Glas Wein und dem Buch,

    liebe Grüße,
    Andrea



    Beitrag von Mareike am Sonntag, 22.April.2007, 09:28

    ich melde mich auch rasch zwischendurch nach einer Woche, in der von GEschäftsreise, Elternbesuch, Vereinsversammlungen und offenen Platzwunden an Kinderköpfen alles geboten war. Liebe Grüsse nachträglich den Geburtstagskindern MANU und HEIKE!
    Ich habe nur zwischendurch GENERATION 1000 EURO gelesen, das kann man sich getrost sparen, ein oberflächliches Blabla ohne Witz und Esprit.
    Sonnige Grüsse aus der Schweiz
    M



    Beitrag von Antje am Samstag, 21.April.2007, 11:29

    Hallo Schnuttl,

    also der Wert so einer Lexikothek ist - es tut mir bitter leid für Dich - sehr niedrig, auch wenn ihr sie teuer bezahlt habt!

    In dem großen Auktionshaus bekommst Du eine mit allen 15 Bänden an 100 € im Sofortkauf!

    Die Dinger sind einfach Raumfüller....

    Antje






    Beitrag von Schnuttl am Freitag, 20.April.2007, 19:12
    EMail: Schnuttl1989@web.de

    Bitte meldet euch per E-Mail bei mir fals ihr fragen habt! Wegen der Lexikothek! Danke!



    Beitrag von Schnuttl am Freitag, 20.April.2007, 19:11
    EMail: Schnuttl1989@web.de

    HAllo. Ich habe mal eine Frage. Ich habe eine Lexikothek von bertelsmann in meinem schrank stehen., Sie besteht aus 15 Bänden und hat neu 2500€ gekostet der wert ist aber enorm gestiegen. Wieviel würdet ihr dafür bieten?

    ANtwort erbeten!

    DANKE SCHNUTTL



    Beitrag von heike am Mittwoch, 18.April.2007, 12:36

    vielen dank für eure glückwünsche und einen lieben geburtstagsgruß nachträglich an MANU.



    Beitrag von M.aria am Mittwoch, 18.April.2007, 09:57
    Homepage: www.librarything.com/

    Liebe Heike und liebe Manu,
    einen Tag spät, aber nicht minder herzlich, möchte auch ich euch alles Liebe zum Geburtstag senden und euch Gesundheit, viel Schönes und gute Bücher im neuen Lebensjahr wünschen.
    Heike, dir bei dieser Gelegenheit auch Dank für deine Arbeit hinter den Kulissen!

    Ich lasse euch oben einen Link, ich habe mich nicht näher beschäftigt damit, aber interessant scheint es mir doch, seine Bücher katalogisieren zu können. Man kann ja mit dem gerade Gelesenen anfangen!

    Unsere Venedigreise war wunderschön, aber nun heißt es ein bisschen schneller und disziplinierter arbeiten dafür, daher mehr ein ander Mal.

    Alles Liebe,
    M.



    Beitrag von Eva am Dienstag, 17.April.2007, 23:56

    puh, gerade noch geschafft:
    auch von mir an die beiden heutigen Geburtstagskinder HEIKE und MANU alles alles Liebe, viel Glück und Gesundheit und eine riesige Packung Lesezeit für all die Bücher die noch auf euch warten!!

    liebe Grüße Eva



    Beitrag von Inge am Dienstag, 17.April.2007, 23:46

    Auf den letzten Drücker ganz herzliche Geburtstagswünsche an HEIKE und MANU!!

    lg, Inge



    Beitrag von M.arion am Dienstag, 17.April.2007, 21:40

    Liebe MANU, liebe HEIKE, auch von mir die herzlichsten Geburtstagsglückwünsche!!!



    Beitrag von Chrissie am Dienstag, 17.April.2007, 20:09

    Auch von mir noch die allerbesten Glückwünsche zum Geburtstag, liebe HEIKE und liebe MANU.
    Eine wunderschönen Geburtstag wünsche ich euch.

    lg
    Chrissie



    Beitrag von Wibke am Dienstag, 17.April.2007, 19:52

    Liebe MANU, liebe HEIKE,
    herzlichen Glückwunsch und alles alles Gute zum Geburtstag ! Ich hoffe, es gab die passenden Buchgeschenke.
    Habt Ihr schon jemals im Sommer, sprich: bei solchen Temperaturen Geburtstag gefeiert *g*?

    Herzliche Grüße,
    Wibke



    Beitrag von manu am Dienstag, 17.April.2007, 16:25

    danke GERTIE!

    HEIKE
    alles gute zum geburtstag!
    lass es dir gutgehen und feier schoen!!!
    ich tu mein bestes *gg*

    liebe gruesse
    manu



    Beitrag von gertie am Dienstag, 17.April.2007, 12:23
    Homepage: doppelung!

    Liebe HEIKE,
    liebe MANU,
    Euch beiden alles Liebe und Gute zum Geburtstag! Lasst Euch nett beschenken und habt einen schönen Tag mit lieben Menschen, die Euch Gesellschaft leisten !
    lg
    gertie



    Beitrag von Valentine am Dienstag, 17.April.2007, 10:56

    Kürzlich ausgelesen: DER SEIDENFÄCHER von LISA SEE, eine sehr schöne Geschichte um Liebe und Freundschaft in China im 19. Jahrhundert. Teilweise auch etwas harte Kost (die Szenen, in denen die kleinen Mädchen die Füße eingeschnürt bekommen, um dem Schönheitsideal der Zeit zu entsprechen ... furchtbar!)

    LG
    Valentine



    Beitrag von Mareike am Freitag, 13.April.2007, 14:08

    ANDREA, vielen Dank für die ROTH-Tipps. Von ANDREA DE CARLO habe ich vor rund zwanzig Jahren das wunderbare TRENO DI PANNA (CREAMTRAIN) gelesen, das fand ich wirklich herrlich, diese Geschichte eines Italieners in den USA. VÖGEL IN KÄFIGEN UND VOLIEREN habe ich auch irgendwann einmal mit Vergnügen gelesen; dann werde ich mir wohl UTO auch mal vorknöpfen.
    Zur Zeit habe ich ANNAS MASKE von SULZER auf dem Nachttisch liegen, bin aber über die ersten drei Seiten nie hinaus gekommen... nicht, dass mein Leseglück jetzt abreisst!



    Beitrag von Weip69 am Donnerstag, 12.April.2007, 16:59
    EMail: weip69@t-online.de

    Suche vergebens ein Buch was ich vor ca. 6 Jahren gelesen habe. Titel und Autor unbekannt - wäre ja auch zu einfach :-))Hier meine verbliebenen Inhaltskenntnisse: Reicher Geschäftsmann will sich mit Ehefrau in Kanada zur Ruhe setzen. Sie stirbt aber vorher. Er geht allein. Baut sich ein Blockhaus in der Wildnis.Lernt mit der Natur zu leben, vorallem überleben. Er lernt u.a. 2 Jüngere Kerle kennen von denen der eine von Wölfen angefallen und glaube auch getötet wurde. Bei vielen seiner Aktivitäten hat er Hilfe von einer Frau,in die er sich auch so zum Schluß verliebt.
    Wer kennt dieses Buch o. den Autor? Wäre absolut mega nett wenn mir jemand schreiben würde.
    Danke Weip69



    Beitrag von Da am Donnerstag, 12.April.2007, 15:32
    EMail: eladajaschrott-post@yahoo.de

    Hallo, ein paar alte Namen gibt es ja noch bei euch, nichts ist so beständig wie das improvisierte Bücherforum der Brigitte ;-)
    Ich lese noch gelegentlich mit, kaufe dann was von der Empfehlungsliste und dann ist wieder gut *g*
    Leider habe ich mehr und mehr Schwierigkeiten mit den gefeierten Neuentdeckungen und greife auf "alte" Bücher zurück, momentan "Die Säulen der Erde". Eine rühmliche Ausnahme auch für mich "Ich bin dann mal weg" von Hape. Es ist, als ob man ihn sprechen hört. Mir hat es bis zum Schluss gefallen.
    ......ich bin dann mal weg ;-)



    Beitrag von Andrea am Donnerstag, 12.April.2007, 08:57

    Danke GERTIE, noch vor ein paar Tagen wäre diese Info an mir vorbeigegangen, aber Vonnegut war ein guter Freund von IRVING und darüber schreibt er in seinem Buch "Die imaginäre Freundin"

    Willkommen wieder im Alltag Marwieauchimmer, von ROTH empfehle ich eigentlich alle, aber eines meiner liebsten ist "Mein Leben als Sohn" setzt sich mit dem Altwerden der Eltern auseinander und dann kommt gleich "Ein amerikanisches Idyll", ein Buch, das ich vielleicht von den Einzelheiten her vergessen habe, aber der rote Faden ist mir noch im Kopf und ich muss oft daran denken.

    und Andrea de CARLO hört sich ganz nach "UTO" an, das hat mich seinerzeit auch sehr beeindruckt, da geht es um eine Sekte und ich könnte mir vorstellen, dass dieser Roman dann jetzt in die ähnliche Richtung geht, also kurzum, steht auf der Liste!



    Beitrag von gertie am Donnerstag, 12.April.2007, 08:27
    Homepage: das neueste aus dem nachrichtenticker

    Der deutschstämmige US-Schriftsteller Kurt Vonnegut ist 84-jährig in New York gestorben. Er starb an den Folgen einer Kopfverletzung, die er sich vor einigen Wochen bei einem Sturz zugezogen hatte, berichtete die „New York Times“ online unter Bezug auf Morgan Entrekin, einen Freund des weltberühmten Schriftstellers. Vonneguts Bestseller „Schlachtho f5“ wurde zur Bibel der Vietnamkriegsgegner. Außer Romanen schrieb der Kultautor Essays, Theaterstücke und Kurzgeschichten

    [ Erste Seite ] [ Vorherige Beiträge ] [ Weitere Beiträge ]


powered in 0.05s by baseportal.de
Erstellen Sie Ihre eigene Web-Datenbank - kostenlos!