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    Beitrag von Ela am Freitag, 2.November.2007, 09:46

    Sorry, war ein paar Tage nicht online, deshalb die Weiterleitung mit ein paar Tagen Verspätung:
    ----------------
    SWR Bestenliste

    November 2007

    1. (-) 84 Punkte

    GEORG FORSTER: Reise um die Welt

    Illustriert von eigener Hand
    Mit einem biographischen Essay von Klaus Harpprecht.
    Eichborn Verlag, 647 Seiten, EUR 79,00
    mittelschwere Lektüre

    Er war Revolutionär und Weltenumsegler, radikaler Aufklärer
    und Naturforscher - Georg Forster, der unbekannte Klassiker.
    1772 ging er an Bord der "Resolution", Beginn einer über
    dreijährigen Erkundungsreise um die Welt.



    2.-3. (-) 57 Punkte

    DAVID MITCHELL: Der dreizehnte Monat
    Roman. Deutsch von Volker Oldenburg.
    Rowohlt Verlag, 496 Seiten, EUR 19,90
    leichtere Lektüre

    England, 1982. Im Dorf Swan Green wächst der 13jährige
    Jason Taylor auf: Er stottert und er schreibt Gedichte,
    die er unter Pseudonym veröffentlicht. Kein leichtes
    Leben für einen Pubertierenden. Und dann gibt es da
    noch die Scheidung seiner Eltern, eine Zigeunergruppe,
    den Krieg um die Falklands...



    2.-3. (-) 57 Punkte

    BOTHO STRAUSS: Die Unbeholfenen
    Bewußtseinsnovelle
    Carl Hanser Verlag, 123 Seiten, EUR 12,90
    schwierigere Lektüre

    "Botho Strauß, der Mahner und Dichterseher, spielt mit
    seinen alten Themen: Er verwandelt die Schrift an der
    Wand in Badeschaum und den Badeschaum in die Schrift
    an der Wand. Das ist nicht nur raffiniert und kunstvoll,
    das ist von überraschender Selbstironie." (Hubert Spiegel)



    4.-5. (5.) 40 Punkte

    DENIS JOHNSON: Der Name der Welt
    Roman. Aus dem Englischen von Thomas Überhoff.
    Rowohlt Verlag, 143 Seiten, EUR 14,90
    mittelschwere Lektüre

    Zwei Leben, die sich auf einer Party flüchtig berühren:
    Er, Mike Reed, Akademiker, versunken in die Trauer um
    seine Frau und seine Tochter, die bei einem Autounfall
    ums Leben gekommen sind; sie, eine schöne Kunststudentin,
    leicht beschwipst. Dann sieht er sie nackt bei einer gewagten
    Kunst-Performance...Er beginnt ihr nachzuspüren.
    (Leseprobe vorhanden)



    4.-5. (-) 40 Punkte

    ANNETTE PEHNT: Mobbing
    Roman. Piper Verlag, 166 Seiten, EUR 16,90
    mittelschwere Lektüre

    "Es ist bemerkenswert, welche Entwicklung die 40jährige
    Annette Pehnt in den sieben Jahren ihrer schriftstellerischen
    Arbeit genommen hat. Man könnte sagen: von fantastischen
    Fluchten zum sozialen Realismus. ... 'Mobbing' jedenfalls
    ist ein kluger kompakter Roman über einen beispielhaften
    Ausschnitt unserer Gesellschaft." (Hubert Winkels)



    6. (-) 37 Punkte

    GEORG M. OSWALD: Vom Geist der Gesetze
    Roman. Rowohlt Verlag, 352 Seiten, EUR 19,90
    leichtere Lektüre

    Montesquieus "Vom Geist der Gesetze" aus dem Jahr 1748
    beschreibt "den Bezug, den die Gesetze zum Aufbau jeder
    Regierung, zu den Sitten, zum Klima, der Religion, dem
    Handel usw. haben" müssen. 2007 testen Oswalds Helden,
    ob ihre Leben noch zum Geist der heutigen Gesetze passen.



    7. (-) 34 Punkte

    ALEX CAPUS: Eine Frage der Zeit
    Roman. Knaus Verlag, 304 Seiten, EUR 19,95
    leichtere Lektüre

    Deutschland, 1913. Auf Befehl des Kaisers montieren drei
    Werftarbeiter ein Dampfschiff am Ufer des Tanganika-Sees.
    Zur gleichen Zeit schleppen britische Soldaten zwei
    Kanonenboote übers Land an den See. Als der Erste Weltkrieg
    beginnt, stehen sie sich gegenüber...



    8. (-) 28 Punkte

    HARTMUT LANGE: Der Therapeut
    Drei Novellen.
    Diogenes Verlag, 160 Seiten, EUR 18,90
    mittelschwere Lektüre

    Geschichten vom Verschwinden, vom Entgleiten der
    sinnlichen Gewissheit. Zwei Jahre scheint der Philosophiedozent
    Wernigerode mit einer jungen Araberin zusammenzuleben,
    doch dann ist sie plötzlich weg. Ihr Bruder taucht auf,
    Wernigerode fliegt nach Nordafrika, aber die Puzzlesteine
    der Wahrnehmung ergeben kein Ganzes mehr.



    9.-10. (6.-7.) 25 Punkte

    ULRICH PELTZER: Teil der Lösung
    Roman. Ammann Verlag, 448 Seiten, EUR 19,90
    mittelschwere Lektüre

    "Entweder Du bist ein Teil des Problems oder ein
    Teil der Lösung. Dazwischen gibt es nichts",
    Holger Meins,1974.Damals glaubte zumindest die RAF
    zu wissen, wo es langgeht. Der Held im neuen Roman
    von Ulrich Peltzer kennt zwar die Probleme:
    Globalisierung, Überwachung, Arbeitslosigkeit,
    aber weiß nicht einmal, ob es überhaupt eine
    Lösung gibt.



    9.-10. (-) 25 Punkte

    JOSEF WINKLER: Roppongi
    Requiem für einen Vater
    Suhrkamp Verlag, 160 Seiten, EUR 16,80
    mittelschwere Lektüre

    Als der Vater in Österreich stirbt, ist der Sohn in
    Roppongi, einem Stadtteil Tokios. Er sieht einen
    weißen Reiher, der an einem Teich landet, und weiß,
    dass es der Vater ist und dass dessen Fluch in
    Erfüllung gehen wird: "Wenn ich einmal nicht mehr bin,
    dann möchte ich nicht, dass du zu meinem Begräbnis kommst."



    Persönliche Empfehlung im November von Verena Auffermann (Berlin)

    ROBERT GRAY: Schwindendes Licht
    Gedichte. Aus dem Englischen von Joachim Sartorius.
    Kaltnadelradierungen von Claudia Berg.
    Signiert von Robert Gray und Claudia Berg.
    Verlag Thomas Reche, 69 Seiten, EUR 25,00

    "Robert Gray erzählt in seinen erschreckenden Gedichten
    von Überraschung und Brutalität der Natur, vom Irrsinn
    des Lebens und des Todes. Kaltblütig und poetisch
    bildhaft dringt er bis zu den "Hierarchien im Himmel" vor.
    Wie dieser von Joachim Sartorius überzeugend übersetzte
    Band zeigt, ist es sehr richtig, den zweiundsechzigjährigen
    Robert Gray neben Les Murray zu den bedeutendsten Dichtern
    der australischen Gegenwart zu zählen." (Verena Auffermann)


    Literatur im Fernsehen

    'Literatur im Foyer' mit Thea Dorn
    Sonntag, 4. November um 13.30 Uhr in 3sat
    'Glauben heute' mit Arnold Angenendt, Ulrich Beck,
    Eberhard Jüngel und Martin Urban

    Freitag, 9. November um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 25. November um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Seyran Ates, Marica Bodrozic, Klaus Harpprecht

    Freitag, 23. November um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 2. Dezember um 13.30 Uhr in 3sat
    'Medien und Politik' mit Tissy Bruns, Lutz Hachmeister,
    Jörg Magenau und Roger Schawinski

    'Literatur im Foyer' mit Martin Lüdke
    Freitag, 16. November um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 11. November um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Heinrich Detering, Thomas Karlauf,
    Helmuth Kiesel und Edo Reents

    Freitag, 30. November um Mitternacht im SWR Fernsehen
    'Deutscher Buchpreis' mit Julia Franck



    Die 'Bestenliste' im Hörfunk

    'SWR2 Literatur'
    Dienstag, 6. November um 20.03 Uhr
    mit Verena Auffermann, Martin Ebel, Rainer Schmitz
    Moderation: Jörg Drews

    SWR-Bestenliste im INTERNET:
    www.SWR.de/bestenliste

    copyright: SWR



    Beitrag von Barbara am Dienstag, 30.Oktober.2007, 17:43
    EMail: b.Kermer@hotmail.com

    HARRY POTTER 7
    Endlich der 7te Band ist da das grandiose Finale der Potter Saga!
    Wer wird gewinnen Voldemord oder Harry ???
    LEST ES SELBST NACH




    Barbara



    Beitrag von eva am Montag, 29.Oktober.2007, 16:41

    Ihr lieben Leserinnen und Leser,

    Doris Lessing und die Tatsache, dass sie den Literaturnobelpreis, ob nun zu spät oder besser als nie, bekommen hat, scheint mir hier doch ein wenig untergegangen zu sein.
    Abgesehen davon, dass ich mich ein bisschen darüber amüsiert habe, wie Gysi jubelte, seine Tante hätte den Preis gewonnen, wurden doch alte Erinnerungen wach.
    So war es in den „späten“ 70er Jahren ein unbedingtes Muss für jede aufgeklärte, „bewegte“ und psychologisch interessierte Frau das „Goldene Notizbuch“ (erschienen 1978) zu lesen.
    Die Tagebücher von Anna, mit verschiedenen Schwerpunkten: Schwarz enthält die afrikanischen Erinnerungen, Rot ihr politisches Engagement in London, Gelb ihre literarischen Ideen und Blau ihr Alltagsleben. Am Ende führt sie alles in einem »goldenen Notizbuch« zusammen. Genial.
    Ungeachtet dessen, dass sich die Autorin selbst von der Frauenbewegung distanzierte, weiß jemand warum (?) ist es eben doch ein wichtiges Buch für Frauen gewesen.

    Laut amazon haben Kunden, die Doris Lessing bestellen, auch „Die Mittagsfrau“ von Julia Franck gekauft. Vielleicht sollte ich das Buch dann doch mal lesen…

    Unbedingt empfehlenswert finde und in guter Erinnerung habe ich Doris Lessings „Katzenbuch“. Jede frauenbewegte Frau hatte in den 70er Jahren schließlich auch eine Katze, oder?

    Liebe Grüße
    Eva



    Beitrag von Wibke am Samstag, 27.Oktober.2007, 10:55

    Liebe MARIA,
    gestern abend habe ich bei "Abbitte" mal aufgepaßt: ich habe in 30 Minuten etwa 35 Seiten gelesen.
    Ich glaube, daß war recht durchschnittlich für mich, einen richtig spannenden Krimi lese ich bestimmt schneller *g*.

    Euch allen ein schönes Wochenend !
    Herzliche Grüße, Wibke



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 24.Oktober.2007, 00:31

    WIBKE:
    *grin*
    Ja, mit dem Denken ....
    Jetzt werde ich es mal ganz vorsichtig formulieren:
    Ich glaube mich zu erinnern (erinnern zu können), dass es dreißig Seiten pro dreißig Minuten waren.

    Habt ihr schon mal auf die Uhr geguckt, ihr wißt schon, beim Lesen, wieviele Seiten in einer Stunde?



    Beitrag von Wibke am Dienstag, 23.Oktober.2007, 12:53

    Wie, MARIA, du liest dreißig Seiten pro Minute und behauptest, du wärst kein besonders schneller Leser *gggg* ?? Also, da kann ich nicht mithalten *g*.
    Ja, Bücher mit toller Sprache und Spannung sind wirklich manchmal schwer zu lesen. Entweder lese ich sie zweimal oder ich bremse mich beim Lesen ständig und wiederhole einzelne Passagen - das ist unterschiedlich.

    MARION, so fleißig warst du !
    "Am Strand" möchte ich auch lesen, mit "Abbitte" habe ich gerade begonnen.
    "Familienleben" steht schon auf meiner Buchwunschliste und auf "Frostnacht" hast du mir sehr viel Appetit gemacht ( auch wenn ich Bücher mit toten Kindern auch immer weniger mag ).

    Schnelle Grüße, Wibke



    Beitrag von Maria am Dienstag, 23.Oktober.2007, 10:10

    MARION:
    Auf Seitenzahl achten! *rofl*
    Auf was man nicht alles achten sollte?
    Oder Alles? (Gute Nacht, deutsche Rechtschreibung.)

    Ian McEWAN: Am Strand:
    Ich habe diesen kleine Roman (hm, was waren noch mal die Kriterien einer Novel?) auch sehr gerne gelesen. Nach dem ersten Mal gleich ein zweites Mal, da ich wegen der Spannung das erste Mal doch zu schnell gelesen hatte.

    Wie schafft ihr, bei einem Buch, das man fast allein der Sprache wegen lesen würde, das aber doch auch viel Spannung bietet, nicht allzu zügig durchzupflügen? Ich muß zugeben, kein besonders schneller Leser zu sein (irgendwann habe ich mal auf die Uhr geguckt, so an die dreißig Seiten pro Minute), nur bei Sachbüchern, da kann ich sehr schnell lesen ("scannen"), ohne die wichtigen Stellen zu überlesen.

    ELA - FITZGERALD:
    Weil ihr den Namen erwähnt, der Protagonist in Pascal MERCIERS Roman "Nachtzug nach Lissabon", Edmund Gregorius, hätte auch Sylvestre Bonnard heißen können.

    Lieben Gruß in die Runde!



    Beitrag von Marion am Montag, 22.Oktober.2007, 10:23

    Und hier ist also Teil 2.

    Wladimir KAMINER: Mein Leben im Schrebergarten. Amazon: Allzugerne hätte es der gärtnerisch unbeleckte Autor beim distanzierten Blick durch Buxus und Taxus belassen. Wäre da nicht Olga gewesen, die eigene Frau, die partout ihre Erinnerungen ans großmütterliche Gärtlein im tschetschenischen Grosny wieder aufleben lassen wollte. Dass die Übernahme von Parzelle 118 durch die Kaminers zu einem Stück Realsatire entgleitet, wundert bei diesem Autor nun wirklich niemanden mehr. Ebensowenig wie die Tatsache, dass beim Selbstversuch „Glückliche Hütten“ nach nur zwei Monaten Kleingärtnerei gegen so ziemlich alle Paragraphen des Bundeskleingartengesetzes, der Baumschutzverordnung, des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, sowie der Abfall und Biotoilettenverordnung verstoßen wurde. Kaminer-Freunde wissen längst, dass solch erwartbare Gags zum ehernen Humorgesetz des Exilrussen gehören. – Na ja. Die Schreibe ist wie gehabt, und langsam wird er langweilig. Ob im nächsten Buch alle Einkaufsmerkzettel abgedruckt werden?

    Marne Davis KELLOG: Miss Keswicks brillantes Geheimnis. Amazon: Kick Keswick ist eine sinnliche Frau, die den Luxus liebt. Niemand weiß von ihrem Doppelleben: tagsüber Schmuckexpertin eines ehrwürdigen Auktionshauses, nachts berüchtigte Juwelendiebin. Als Owen, ihr neuer Chef, Kick einen Heiratsantrag macht, ist sie entzückt. Doch was hat es mit dem Tod seiner früheren Gattinnen auf sich? Genau dieser Frage geht auch Commander Curtis von Scotland Yard nach ... – Das ist eine interessante Mischung aus Frauenroman und Krimi, wobei ich mich nicht entscheiden konnte, was es denn genau ist. Schön, dass die Heldin sehr deutlich über 40 und dennoch attraktiv ist und ein Sexualleben hat *g*. Insgesamt aber eher mittelmäßig, muss frau nicht gelesen haben.

    Viola ROGGENKAMP: Familienleben. Hamburg 1967. In einer alten, abbruchreifen Villa im feinen Harvestehude wacht Alma Schiefer liebevoll und unerbittlich über das Leben ihrer Familie. Fania ist 13, ihre zickige Schwester 17. Die Töchter wissen, dass ihre jüdische Mutter nur mit Hilfe des Vaters überlebt hat. Und die Großmutter, auch sie eine Überlebende, hält einmal im Monat mit ihren Freundinnen ein »Theresienstädter Kränzchen« ab. Aus der Sicht der jüngeren Tochter wird nun das Alltagsleben der Familie beschrieben, die Versuche, die gluckenhafte Mutter auszutricksen, die Versuche der ganzen Familie, den Vater zum Kauf des alten Hauses zu bewegen usw. Ich fand es sprachlich schwierig zu lesen, ohne gekennzeichnete wörtliche Rede, manchmal musste ich mehrfach lesen, um zu wissen, wer denn da eigentlich spricht. Glücklich gemacht hat mich dieses Buch nicht, wie Elke Heidenreich mir versprochen hat *g*, aber es war doch nett.

    Anna GAVALDA: Das Wetter ist schön, das Leben auch. Amazon: Olivier ist um die dreißig, Buchhalter und lebt ganz zufrieden mit seinen Schwestern in einer Wohngemeinschaft in Paris. Die Idylle aus gemeinsamem Kochen und Wochenplänen für das Einkaufen wird jedoch jäh gestört, als er sich heftig in seine Kollegin Sarah verliebt. Nachdem er anfangs nur von ihr träumt, es aber nicht einmal wagt, sie anzusprechen, dämmert es Olivier langsam: Er muss bei seinen Schwestern ausziehen, damit jemals etwas aus ihm und seiner Angebeteten werden kann. Eine wunderbar heitere Liebesgeschichte von Anna Gavalda! – Das finde ich auch, aber mir ist die Geschichte eindeutig zu kurz. Vielleicht hätte ich beim Kauf auf die Seitenanzahl achten sollen?

    John CONNOR: Gejagt. Amazon: Ein nervenzerreißender Thriller. An einem kühlen Aprilmorgen werden in West Yorkshire die Leichen von Drogenfahnder Phil Leech und seiner Informantin Fiona Mitchell entdeckt - erschossen aus nächster Nähe. Leech hatte sich mit der Informantin noch in der Nacht zuvor getroffen, während seine engste Mitarbeiterin, Detective Contable Karen Sharpe, zu betrunken gewesen war, um dem Treffen beizuwohnen. Von Schuldgefühlen geplagt, beginnt Karen nun auf eigene Faust den Täter zu suchen und erkennt, wer das eigentliche Ziel des brutalen Killers ist ... – Na, so nervenzerreißend fand ich’s nicht, und die Auflösung war eher verwirrend, der Showdown zum Schluss nicht überzeugend. Durchschnittlicher Thriller, und die Folgebände brauche ich auch nicht unbedingt. Mein Mann war auch nicht so angetan davon.

    Susanne MISCHKE: Nixenjagd. Amazon: Bei einem mitternächtlichen Badeausflug zum See kippt die ausgelassene Stimmung, als plötzlich eine aus der Clique fehlt: Katrin ist hinausgeschwommen und nicht zurückgekehrt. Ein Badeunfall? Franziska, Katrins beste Freundin, kann das nicht glauben. Doch auf der Suche nach einer Erklärung gerät sie selbst in Gefahr und muss bald feststellen, dass sie niemandem trauen kann. – Das ist ein Jugendkrimi, speziell Mädchenkrimi, ganz nett geschrieben und für die Zielgruppe gut geeignet. Die Personen kommen gut und sympathisch rüber, und spannend ist das Buch auch. Ich dachte, ich kenne den Mörder, aber den entscheidenden Hinweis habe ich dann überlesen und so war es doch jemand anders *g*.

    So, das war’s für heute. Eine schöne Woche wünsche ich euch, ich musste heute das erste Mal Eis kratzen :-(



    Beitrag von Marion am Sonntag, 21.Oktober.2007, 13:53

    So, ich habe etwas gesammelt und hier ist der erste Teil meiner Leseausbeute seit den Sommmerferien oder so ;-)

    Veronica STALLWOOD: Morgen trauert Oxford. Amazon: Für ihr nächstes Buch über Charles Dickens braucht Kate Ivory historische Informationen – Details, die sie einem spektakulären Manuskript-Fund entnehmen will. Eine gewisse Dr. Olivia Blacket, Dozentin am Leicester College in Oxford, bewacht diese kostbaren Manuskripte jedoch mit Argusaugen und weigert sich hartnäckig, Kate Zugang zu dem faszinierenden Material zu gewähren. Als Blacket unversehens tot in ihrem Büro aufgefunden wird, nimmt sich Kate des Falles an … und muss erschüttert feststellen, dass die Spur unter anderem zu ihrem Geliebten führt. – Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil und sieht dann auch, dass es der 3. Teil einer Serie ist, mit dem man anfängt. Trotzdem liest sich das ganze sehr nett, und die fehlenden 2 Teile stören nicht das Verständnis. Kein Pageturner, aber spannend genug, um weiterzulesen, wenn man englische Krimis mag.

    Frank GOYKE: Das Geheimnis des Knochenhauers. Amazon: Hildesheim im Jahre 1542: In der öffentlichen Badestube wird ein Einbecker Holzhändler erstochen. Am nächsten Abend wird der Hildesheimer Knochenhauer Klingenbiel auf offener Straße erdolcht. Wenig später zieht man die zwölfjährige Tochter des Knochenhauers tot aus dem Fischteich. Von der Mordwelle gegen die Klingenbiels bleiben nur die junge Witwe Marie und der Geselle des Knochenhauers verschont. Weihbischof Balthazar Fannemann lässt von den Kanzeln herab die Protestanten als die Schuldigen an den Mordfällen anprangern. Consul Tile Brandis, Ratsherr der Stadt, will verhindern, dass im katholischen Hildesheim die Reformation ausbricht. Er heuert einen wandernden Zimmergesellen an, der den alten Dominikanerpater Eusebius und den Novizen Johannes überwachen soll, die wiederum der Weihbischof darauf angesetzt hat, nach dem wahren Täter zu forschen. Eine seltsame Jagd beginnt, die die Beteiligten von den Schankstuben zur Domburg und schließlich in die Folterkammer von Meister Hans führt. – Das war noch ein Überbleibsel vom Hansetag im Mai, auch recht nett zu lesen, aber es dauert ein wenig, bis ich das Personal sortiert hatte.

    Ian McEWAN: Am Strand. Das Schlimmste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht, so sieht es wenigstens Florence im England des Jahres 1962. Zwar hat sie sich mit einem „Ratgeber für junge Bräute“ etwas Wissen angelesen, aber sie ekelt sich doch vor den Berührungen ihres Ehemannes. Edward hingegen freut sich schon auf den Sex mit Florence. Der Leser erfährt in Einschüben einiges aus beider Leben, was erklären soll, warum beide so sind wie sie sind. Letztendlich endet die Hochzeitsnacht in einem Fiasko. – Hat mir gut gefallen, pointiert beschrieben, schöne Sprache. Das war mein erstes Buch von McEwan und bestimmt nicht mein letztes.

    Arnaldur INDRIDASON: Frostnacht. Amazon: Ein offenbar kaltblütig ausgeführter Mord lässt den Menschen in Island das Blut in den Adern gefrieren - mehr noch als die eisigen Stürme, die in diesem ungewöhnlich kalten Winter über die Insel im Nordatlantik hinwegfegen: Ein kleiner Junge isländisch-thailändischer Abstammung wird erstochen aufgefunden. Im eigenen Blut am Boden festgefroren. Wie kann es zu einem derart grausamen Mord kommen? Wer bringt so etwas fertig? Die Ermittlungen von Erlendur, Sigurdur Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík konzentrieren sich zunächst auf das direkte Umfeld des Kindes: die Lehrer, die Mitschüler und die Angehörigen. Je mehr sie dabei in Erfahrung bringen, desto tragischer erscheint der Tod des kleinen Jungen. Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem siebten Fall, der ihm auch aus persönlichen Gründen schwer zu schaffen macht ... - Trotz der nicht sehr guten Amazon-Kritiken fand ich diesen Band spannend zu lesen, zwar nicht der Beste der Serie, aber doch gut. Die Lösung des Falles ist m.E. glaubhaft. Meine Freundin hat mir das Buch allerdings nur angelesen zurückgegeben, sie konnte nichts damit anfangen (und mag auch keine Bücher, in denen es um tote Kinder geht).

    Michael BRESSER / Martin SPRINGENBERG: Die Sau ist tot. Nannens 2. Fall. Amazon: Ein Schwein stirbt, ein Rentner wird umgelegt, das Blutbad nimmt kein Ende! Zum Glück ist Privatdetektiv Dieter Nannen vor Ort. Doch den Exil-Essener, der es sich im westfälischen Buldern auf seinem Bauernhof gemütlich gemacht hat, beschäftigt noch ein weiteres Problem: Was tun mit der Schafherde, die plötzlich mutterseelenallein bei ihm auf der Weide grast? – Wie Teil 1 witzig zu lesen, wenn man diese überzogene Sprache mag. Und diesmal kommt er auch mit weniger Leichen aus...

    Ursula NIEHAUS: Die Seidenweberin. Amazon: Nach dem Tod ihrer Eltern wird die junge Fygen in die Obhut ihres lüsternen Onkels gegeben. Nur der mütterlichen Sorge seiner Haushälterin ist es zu verdanken, dass sie seiner Begierde nicht zum Opfer fällt: Sie wird nach Köln zu ihrer Tante Mettel geschickt, bei der sie das Handwerk einer Seidenweberin erlernen soll. Doch Mettel entpuppt sich als grausame und ungerechte Lehrherrin. Fygen ist vom ersten Augenblick an fasziniert von den Stoffen, mit denen sie nun tagtäglich umgehen darf. Bald schon stellt sich heraus, dass in ihr eine begabte Seidenweberin steckt - sehr zum Unwillen ihrer Tante und deren Tochter, die alles daransetzen, um Fygen das Leben zur Hölle zu machen. Allen Widerständen zum Trotz wächst Fygen zu einer mutigen jungen Frau heran, die keine Auseinandersetzung scheut - nicht mal mit Peter Lützenkirchen, dem wortgewandten Vorsitzenden des Seidamts. Ihm imponiert die selbstbewusste junge Seidenweberin - doch keiner ahnt, dass ihre Herkunft von einem Geheimnis umgeben ist. – Eigentlich wollte ich ja nie wieder einen Historischen Roman lesen, dessen Titel auf –in endet. Dieser hier fiel mir in der Bücherei in die Hände, war gut besprochen und wirklich auch gut zu lesen. Das Mittelalter wird nicht so düster geschildert wie sonst üblich, keine Folterszenen, sprachlich in Ordnung, dieses Buch kann ich gut einsetzen (und z.B. meiner Mutter schenken).

    Maria Anna SCHENKEL: Kalteis. Amazon: Kalteis basiert auf einem wahren Fall, der sich im München der dreißiger Jahre ereignet hat: Es ist der Fall des Johann Eichhorn, der 90 Frauen vergewaltigte und fünf ermordete, ihnen zum Teil das Geschlecht abschnitt, um darum herumzuknabbern, bis er nach einem Überfall auf ein Kind gefasst und hingerichtet wurde. – Das ist ähnlich wie Tannöd, sprachlich und auch vom Aufbau her. Entweder, man mag das, oder man mag das nicht. Ich mochte es.

    So, das war der 1. Teil, demnächst mehr ;-)

    Schönen Sonntag! Das sonnige Oktoberwetter scheint vorbei zu sein :-(

    Marion



    Beitrag von Antje am Sonntag, 21.Oktober.2007, 13:15

    Hallo,

    ich habe etliche Termine im bayerischen Raum in unserer Terminliste vermerkt - wer also in nächster Zeit in Freising, Regensburg, Augsburg oder Straubing ist - vielleicht ist auch gerade ein Buch-Termin vor Ort?

    Antje



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 17.Oktober.2007, 20:23

    Liebe Wibke,
    Mrs. Dalloway trinkt derweil in einem meiner Regale weiter Tea, no problem, sagt sie. :-)
    Beim Melnitz wird mir noch immer ganz warm ums Herz.



    Beitrag von Wibke am Dienstag, 16.Oktober.2007, 16:04

    Ja, MARIA, ich erinnere mich gut daran, wie begeistert du von "Melnitz" erzählt hast ! Und ich habe mich umso mehr gefreut, weil das Buch schon damals auch auf meiner Buchwunschliste stand *g*.

    "Mrs. Dalloway" habe ich jetzt beim Aktualisieren meiner Liste auch wieder entdeckt. Und da es bei mir ja bisher mit den Klassiker hapert und ich wirklich noch nicht viele gelesen habe, bleibt das Buch dort stehen, wird nicht gelöscht und irgendwann gekauft ( oder geliehen ) und gelesen. Dann berichte ich dir gerne ( auch wenn es dir dann vielleicht nicht mehr so viel nutzen wird *g* )

    Sonnige Grüße,
    Wibke



    Beitrag von Maria am Samstag, 13.Oktober.2007, 22:34

    Hallo, ihr Lieben all!
    Der "Melnitz" erweckt schöne Erinnerungen! Ich habe das Buch von Anfang bis Ende mit Freude gelesen und war wie du, Susanne, ganz betrübt, als ich die letzte Seite gelesen und das Buch zuklappen mußte.

    Ich hätte dieser Tage Virginia WOOLFS "Frau Dalloway" noch einmal lesen wollen, für eine britische Lesegruppe, kam aber über die ersten drei Seiten nicht hinaus. War mir sehr peinlich, ich hatte gedacht, da flieg ich mal so drüber, aber nix da. Mit zwanzig liest man doch anders, scheint es, denn vom ersten Mal hatte ich eigentlich gute, wenn auch wenig präzise Erinnerungen. Hat jemand von euch diesen Klassiker zufällig kürzlich gelesen? Mich hat ja seinerzeit "The Hours" von CUNNINGHAM auch nicht so begeistert und bei der Verfilmung hatte mir nur der Teil mit Meryl Streep und ganz besonders die Leistung von Ed Harris gefallen.

    Lieben Gruß in die Runde!



    Beitrag von Wibke am Samstag, 13.Oktober.2007, 20:42

    He, SUSANNE, beim nächsten Wü-Besuch darfst du gerne auch mal bei uns klingeln *g*. Ich würde mich freuen !

    Ich war letzte Woche kurz beim neuen Hugendubel und auch mir gefällt er nicht so. Allerdings bin ich ja auch eher ein Fan der kleinen, feinen Buchläden - solch einen habe ich vor vier Jahren im Würzburger Stadtteil Grombühl entdeckt. Und dem bleibe ich natürlich treu.
    Über Monika Maron berichte ich weiter, wenn ich "Endmoränen" durch habe.

    Ja, und auf "Melnitz" freue ich mich - ich habe eben schnell mal in den Katalog der Stadtbücherei reingesehen und entdeckt, daß das Buch zur Zeit da ist. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es, am Montag dort vorbei zu gehen....

    Liebe Grüße, Wibke



    Beitrag von Susanne am Samstag, 13.Oktober.2007, 18:40

    WIBKE, ich bin sicher, dass Dir "Melnitz" gefallen wird!! Ich habe es soeben beendet und war richtig traurig, dass ich die Meijer-Sippe nun verabschieden muss.
    Wir waren übrigens letztes Wochenende in Würzburg und meine Schwiegereltern haben mich zum neuen Hugendubel geschickt, weil sie mein Urteil hören wollten. Bist Du schon dort gewesen? Wir empfanden es total unübersichtlich und waren auch vom Angebot nicht so angetan - eher Massenware. In Stuttgart soll nächstes Jahr auch eine große Filiale eröffnen, in fast unmittelbarer Nähe vom Wittwer, bin mal gespannt, wie das wird. Der Wittwer baut schon fleißig um und bald soll es da auch ein Café geben. Konkurrenz belebt halt doch das Geschäft **gg**.

    An Monika Maron habe ich mich noch nicht rangetraut, sie hat für mich immer noch das DDR-Etikett. Vielleicht zu unrecht??



    Beitrag von Wibke am Samstag, 13.Oktober.2007, 17:19

    Das ist das Gute an Literatupreisen: ich werde immer mal wieder ermutigt, für mich neue Schriftsteller "auszuprobieren": nächste Woche bekomme ich von einer Freundin drei Lessing-Romane geliehen *g*.

    SUSANNE, auf "Melnitz" freue ich mich auch! Es liegt zwar noch nicht auf dem SUB, aber auf der Buchwunschliste steht es schon länger. Und wenn du es so für die Herbstabende anpreist....hmmm, vielleicht sollte ich es mir jetzt auch bald vornehmen.

    Momentan lese ich "Endmoränen" von Monika Maron. Es handelt von Johanna, sie ist Mitte 50, Autorin, lebte früher in der DDR - und hat das Gefühl, daß das Leben sie überholt hat.
    Gefällt mir bisher gut.
    Und paßt ebenfalls wunderbar in diese Zeit.

    Momentan aktualisiere ich mal wieder meine Buchwunschliste, das mache ich einmal im Jahr und zwar immer nach Erscheinen der Buchbeilage in der Brigitte.
    Diese Aktualiseren ist für mich immer ganz spannend, ich merke, daß ich mich "lesetechnisch" weiter entwickel *g*.

    Euch einen schönen Restsamstag !
    Wibke



    Beitrag von Susanne am Freitag, 12.Oktober.2007, 19:29

    VAL, WIBKE und DORIS - in der letzten FAZ am Sonntag war ein gnadenloser Verriss von der "MITTAGSFRAU". In anderen Magazinen habe ich wieder sehr gute Kritiken gelesen. Da ich sowieso noch so einen hohen SUB habe (80 Bücher) habe ich beschlossen, aufs TB zu warten. Bin aber sehr gespannt auf Meinungen!

    Von DORIS LESSING habe ich bisher nur "Das fünfte Kind" gelesen, fand ich ganz gut. Ich hatte ehrlich gesagt mal wieder auf PHILIPP ROTH (oder LOUIS BEGLEY) gehofft.

    Ich persönlich bin gerade in "Melnitz" versunken und bin vollkommen angetan. Ein wundervoll erzähltes Buch (800 Seiten) - genau das richtige für die Herbstabende!

    Schönes Wochenende
    Susanne
    Schönes Oktober



    Beitrag von Wibke am Donnerstag, 11.Oktober.2007, 13:11

    Danke, GERTIE !
    Doris Lessing - ich finde, sie ist eine sehr würdige Preisträgerin.
    Wie seht Ihr das ?

    Sonnige Grüße, Wibke



    Beitrag von gertie am Donnerstag, 11.Oktober.2007, 13:08

    WIBKE - eben habe ich im ticker bei n-tv gelesen, dass DORIS LESSING den Preis bekommt in diesem Jahr!



    Beitrag von Wibke am Donnerstag, 11.Oktober.2007, 12:30

    Hallo VAL,
    ich habe zwar noch nichts von Julia Franck gelesen, ärgere mich aber momentan etwas, weil ich mir für ihre Lesung am kommenden Montag in unserer Stadtbücherei keine Karte geholt habe.
    "Die Mittagsfrau" erschien mir schon vor der Preisverleihung interessant - aber Montags gehe ich zum Sport und danach ist noch Elternabend im Kindergarten - also habe ich die Lesung ausgelassen. Jetzt denke ich, daß ich vielleicht besser den Elternabend ausgelassen hätte *g*....

    Weiß schon jemand, wer den Literaturnobelpreis bekommen hat ???

    Schönen Tag Euch allen !
    Wibke



    Beitrag von Ela am Donnerstag, 11.Oktober.2007, 10:24

    Der Ammann Verlag hat in seinem aktuellen newsletter aufgelistet, welche seiner Autorinnen/Autoren zur Buchmesse kommen.
    Gruß, Ela
    -------

    Georges-Arthur Goldschmidt
    mit seiner Erzählung Die Befreiung
    Gespräch mit Thomas Steinfeld, Feuilleton-Chef der Süddeutschen
    Zeitung, auf dem
    Blauen Sofa
    Donnerstag 11. Oktober, 14.30 – 15.00 Uhr
    Übergang Halle 5.1 zu Halle 6.1 Blaues Sofa

    Hommage an László Krasznahorkai
    Satanstango, Die Melancholie des Widerstands und Im Norden ein Berg, im
    Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluss – das sind die
    Meilensteine des literarischen Schaffens von László Krasznahorkai, dem
    diesjährigen Ehrengast des ungarischen Gemeinschaftsstands. Die europäische
    Bedeutung und Rezeption sowie die Übersetzung von Krasznahorkais Werk
    wird in Lesung und Gespräch beleuchtet. Mit: László Krasznahorkai,
    Christina Viragh (Übersetzerin) und die Verleger Jaume Vallcorba
    (Acantilado) und Geza Morcsány (Magvetö Kiado) und Egon Ammann.
    Donnerstag 11. Oktober, 20.00 Uhr
    Hessisches Literaturbüro im Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt
    Lesungen
    mit seinem Roman Satanstango
    Donnerstag 11. Oktober, 11.00 Uhr
    Freitag 12. Oktober, 12.00 Uhr
    Halle 4.1 A 106 Stand der Schweizer Verlage

    Verena Stefan
    mit ihrem Roman Fremdschläfer
    Lesungen
    Freitag 12. Oktober, 13.00 Uhr
    Halle 4.1. A 106 Stand der Schweizer Verlage
    Freitag 12. Oktober, 19.00 Uhr
    Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186, Frankfurt

    Ulrich Peltzer
    mit seinem Roman Teil der Lösung
    Lesung und Gespräch mit Sigried Wesener, Literaturredakteurin
    Samstag 13.Oktober, 14.00 – 14.30 Uhr
    Halle 4.1. E 161 3sat Deutschlandradio Live-Übertragung und
    Wiederholung 23.00 Uhr

    Katja Oskamp
    mit ihrem Roman Die Staubfängerin
    Lesungen
    Donnerstag 11.Oktober, 21.30 Uhr
    Literatur im Römer, Frankfurt (Live-Übertragung auf SWR 2)
    Freitag 12. Oktober 16.00 Uhr
    Halle 4.1. A 106 Stand der Schweizer Verlage

    Perikles Monioudis
    mit seinem Roman Land
    Freitag 12. Oktober, 17.00 Uhr
    Halle 4.1 A 106 Stand der Schweizer Verlage

    Christina Viragh
    mit ihrem Roman Im April
    Freitag 12. Oktober, 11.00 Uhr
    Halle 4.1 A 106 Stand der Schweizer Verlage

    Treffpunkt Literatur in der Villa Rothschild
    Lesung mit Ulrich Peltzer Teil der Lösung , Katja Oskamp Die
    Staubfängerin und Perikles Monioudis Land
    Moderation: Egon Ammann
    Samstag 13. Oktober, 19.00 Uhr
    Villa Rothschild, Im Rothschildpark 1, Königstein i. Taunus

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    Ihr Ammann Verlag

    -----------



    Beitrag von Doris am Mittwoch, 10.Oktober.2007, 09:11
    Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/643412/display/10501239

    Ich lebe auch noch! :-) Hallo VAL, schön dir auch hier mal wiederzubegegnen.
    Das Buch DIE MITTAGSFRAU habe ich mir gerade gestern für unseren Urlaub am Bodensee gekauft. Am Samstag ist es so weit! Dafür musste ich allerdings dieses Jahr meinen Besuch bei der Buchmesse opfern. Ich habe euch ein Foto von mir passend zum Beginn der Buchmesse heute verlinkt.

    Ich lese gerade mit grossem Vergnügen, das humorvolle, aber auch tiefgründige Buch
    "Mein Sohn hat ein Sexleben...und ich lese meiner Mutter Rotkäppchen vor." von Renate Dorrestein. Wirklich eine Empfehlung gerade auch an Frauen zwischen den Stühlen oder poetisch ausgedrückt "in der Mitte des Lebens"

    Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir der neue Hennig Mankell Die italienischen Schuhe. Kein Krimi und auch kein Afrikabuch, sondern ein eher stilles Buch um einem Mann auf "Sinnsuche" für alle LeserInnen, die z.b. das Buch "Pferde stehlen" gemocht haben.

    Mit zum Bodenseeurlaub kommt weiterhin
    Knaled Hosseini Tausend strahlende Sonnen
    und Jan-Philipp Sendker Das Herzenhören

    Seid alle liebe gegrüsst, besonders aber die "Schweigende" :-)

    von Doris



    Beitrag von Val am Dienstag, 9.Oktober.2007, 18:27
    EMail: gerwine13@yahoo.de Homepage: 20six.de/victory

    Hi, Ihr Lieben, ich lebe noch, und kenne noch den Kern...Frage: hat hier jemand schon von Julia Franck etwas Früheres gelesen oder sogar schon DIE MITTAGSFRAU, wofür sie den Deutschen Buchpreis erhielt?

    lg von Val



    Beitrag von Katharina am Dienstag, 9.Oktober.2007, 16:19

    Hallo,

    ich hab's gerade bei Amazon nachgelesen und es scheint das Richtige zu sein - vielen lieben Dank an dieser Stelle, du hast mir sehr geholfen, Nelly. : )

    Liebe Grüße,
    Katharina



    Beitrag von nelly am Dienstag, 9.Oktober.2007, 11:10

    hallo katharina,

    da fällt mir spontan *die feuerprobe* von laurie king ein.



    Beitrag von Katharina am Dienstag, 9.Oktober.2007, 09:41

    Hallo,

    Ich bräuchte mal ein bisschen Hilfe - ich suche ein bestimmtes Buch, dass ich vor einiges Jahren las, von dem ich aber weder Autor noch Titel kenne, jedoch den Inhalt.

    Es geht um eine Polizeiermittlerin in den USA, die sich auf die Spur einer Sekte begibt und sich dort einschleust, um herauszufinden, was dort vor sich geht.
    (Ja, das ist sehr ungenau, ich weiß nicht mal mehr den Namen der Ermittlerin, aber vielleicht kennt ja doch jemand sowas.)

    Ich hoffe, ich hab meinen Beitrag hier richtig reingesetzt, falls jemand einen Tipp hat - gegoogelt habe ich gerade schon eine Stunde lang - wäre ich sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Katharina



    Beitrag von Antje am Sonntag, 7.Oktober.2007, 11:10
    Homepage: www.doros-verlag.de

    Hallo,

    ich bin mal ganz dreist und klappere in Sachen Werbung:

    Eine Freundin hat ihren ersten Lyrik-Band veröffentlicht.

    "Das Leben ist weise"
    Dorothea Rößler und Bernd Schumacher

    Zitat:
    „Das Leben ist weise“ ist ein Gedankenbuch –
    mit Gedanken über die Liebe, über die Sehnsucht,
    über Glück und Schmerz – illustriert mit
    wundervollen Fotos.

    Allein die Bilder sind wunderschön, vielseitig und stimmungsvoll. (ich bin kein Gedichtefan - somit kann ich die nicht beurteilen - aber bestimmt sind die genauso schön.... schäm mich ja schon für meine Beschränktheit....)

    Vielleicht ist es für die/den ein oder anderen eine schöne Ergänzung der eigenen Büchersammlung?

    In die "Termine" habe ich die Daten der Buchvorstellung gesetzt.

    Antje



    Beitrag von Wibke am Montag, 1.Oktober.2007, 21:30

    GISA, liest Du eigentlich noch mit ??? Ich habe Dich gerade gesehen *gggg*. Ich hoffe sehr, daß es Dir gut geht !

    MARIA, ja, "Zivilcourage" ist ein altes Buch, Ausdrücke wie z.B. "Neger", die ganz selbstverständlich damals benutzt wurden, fallen heute sehr auf *g*.
    Während des Lesens habe ich immer mal wieder an unsere Politiker gedacht: unter dem "Mut-Aspekt" sind ihre manchmal doch seltsamen Ansichten vielleicht besser zu verstehen ?

    Schlaft schön !
    Wibke



    Beitrag von Maria am Montag, 1.Oktober.2007, 20:33

    Hallo Wibke!
    Das Kennedy Buch kenne ich, "Portraits of Courage" oder so ähnlich im Original. Lange her, hat mich damals sehr interessiert.

    Habt ihr schon in der LESELUST die neuesten guten Nachrichten von DANIELA gelesen?

    Nicht? Na, dann guckt mal. :-))))



    Beitrag von Wibke am Montag, 1.Oktober.2007, 12:21

    Hallo Ihr Lieben,
    jetzt bin ich schon seit vier Wochen aus dem Urlaub zurück und schaffe es doch erst heute, mich in Ruhe an den PC zu setzen und mich wieder bei Euch zu melden.

    Unser Urlaub war sehr schön und trotz Kinder und unserem "Hundekind" recht Bücherreich.

    Gelesen habe ich:
    "Zivilcourage" von John F. Kennedy. Das Buch habe ich beim Stöbern im Bücherregal meines Vaters gefunden, es stammt aus den 60er Jahren und handelt von amerikanischen Politikern, die "mutig" waren - nicht uninteressant....

    "Die Träumenden" von Amanda Eyre Ward. Das Buch haben hier sicherlich schon einige gelesen, oder ? Die Geschichte um drei Frauen ( eine Witwe, eine Mörderin und eine Ärztin ) hat mir gut gefallen, aber doch nicht die ganz hohen Erwartungen erfüllt, die ich von diesem Buch hatte.
    Ja, ja, das war nicht das erste mal - je mehr begeisterte Berichte ich von einem Buch lese, umso weniger gefallen sie mir oft.

    "Eine unbeugsame Frau" von Margarete Mitscherlich. Dieses Frau hatte und hat ein interessantes Leben - und ich mag es immer sehr, heutige Dinge aus früheren Standpunkten zu betrachten.

    Meine Highlights aber waren zwei Krimis von Hakan Nesser: " Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" und "Sein letzter Fall".
    Ich lese und mag Nesser schon seit Jahren - aber so gut gefallen haben mir bisher nur wenige Bücher von ihm. Je älter Kommissar Van Veeteren wird, umso mehr mag ich ihn *g*.

    Ja, und jetzt hat mich der Alltag wieder und sofort sinkt meine Bücherfrequenz.
    Momentan lese ich mal wieder ein Klemperer-Tagebuch und nebenbei "Eltern lösen Konflikte" von Riat Steininger.
    Außerdem habe ich am Wochenende die Reinhard Mey Biographie "Was ich noch zu sagen hätte" beendet. Ich mag Mey und seine Lieder sehr- nach der Lektüre sehe ich ihn aber in einem etwas anderen Licht *g*. Trotzdem, ich werde ihn weiter hören !

    Als nächstes liegen "Fast nackt-mein abenteuerlicher Versuch ethisch korrekt zu leben" von Leo Hickmann, "Die Frau, die es nicht gab" von Maggie O'Farrell und endlich, endlich "Abbitte" von Ian McEwan bereit.

    Macht euch eine schöne Woche - und genießt die tollen Altweibersommertage !

    Herzliche Grüße, Wibke



    Beitrag von andrea am Samstag, 29.September.2007, 19:50
    EMail: a-platte@versanet.de

    hallo,

    suche leute, die wie ich gerne lesen. weiß nicht, ob ich bei euch richtig bin. lese verschiedene genre gerne, bin also flexibel. würde mich gerne über die bücher unterhalten.

    bin ich richtig??

    gruß
    andrea



    Beitrag von Maria am Samstag, 29.September.2007, 00:21
    Homepage: snipurl.com/1re5f

    Hallo ELA,
    STILLE, SCHWEIGENDE,
    alle Lesenden,

    habe auf meinem Stoß ungelesener Neuerscheinungen von Lieblingsautoren seit heute ein weiteres Buch liegen, das ich am liebsten sofort lesen würde, aber keine Zeit dafür finde:

    Denis JOHNSON, Tree of Smoke.

    Ihr erinnert euch vielleicht an seine Novelle "Train Dreams".

    ELA:
    Ich glaube, ich habe einen Traum:
    Ich gehe die SWR Bestenliste durch und treffe auf ... Denis Johnson! *lach*

    Ich habe "The Name of the World" im Original gelesen und auch hier darüber geschrieben, glaube ich mich zu erinnern (oder doch bei DANIELA, kann aber dort nichts finden). Ein sehr nachdenklich machendes Buch, das ich aber nicht ohne Vorbehalte empfehlen möchte, da die Erzählung nicht so ganz erwarteter Logik folgt. Ich fand dies faszinierend, ich würde dennoch einen Blick in the Kommentare auf amazon.com (der Link oben führt dorthin) anraten, um danach zu entscheiden, ob man sich an die Lektüre wagen soll.

    Ach ja, ein "Gelesen" hätte ich noch zu beichten. Beichten deshalb, weil es mir fast peinlich ist, zugeben zu müssen, das Buch zu Ende gelesen zu haben. Ausrede: Aus der Ramschkist um 4 Euro geholt:

    Marianne FREDRIKSSON, "Die Jahre mit Jan":
    Die weibliche Hauptfigur mit hellseherischen parapsychologen Fähigkeiten auszustatten empfand ich wie einen Anflug von magischem Realismus, der mit pseudowissenschaftlichen Argumenten als Realität erklärt werden soll (mir ist sehr wohl bewußt, dass sich seriöse Wissenschaftler mit Parapsychologie befassen, sie warten aber noch auf den Durchbruch). So sehr mich dieses Flirten mit der Parapsychologie gestört hat (zum Teil, weil die Figur auch ohne überirdischer Fähigkeiten interessant genug gewesen wäre), so haben mich die zwei Konfliktpunkte , einerseits der Beziehung der Protagonistin mit ihrer Mutter, andererseits die Beziehung der beiden Protagonisten untereinander, doch genügend gefesselt, den Roman zu Ende zu lesen. Irgendwie war es das Richtige zum abends Abspannen, ein paar Seiten vor dem Einschlafen zu lesen.

    Ein schönes Wochenende auch allen!





    Beitrag von Ela am Freitag, 28.September.2007, 14:47

    und rechtzeitig zum Wochenende noch die SWR-Bestenliste:

    SWR Bestenliste

    Oktober 2007

    1. (3.-4.) 77 Punkte

    KATJA LANGE-MÜLLER: Böse Schafe
    Roman. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 208 Seiten, EUR 16,90
    leichtere Lektüre

    1987 treffen sie sich in Westberlin: Soja, die aus der DDR
    geflüchtet ist, und Harry, ihr großer Unbekannter. Geblieben
    ist Soja sein Notizheft von Harry und viele Rätsel.
    Jahre später versucht sie, die Beziehung zu verstehen.
    (Leseprobe vorhanden)



    2. (-) 65 Punkte

    JULIEN GRACQ: Gespräche
    Aus dem Französischen von Dieter Hornig.
    Literaturverlag Droschl, 248 Seiten, EUR 23,00
    schwierigere Lektüre

    Der letzte noch lebende Klassiker der französischen Literatur
    mit sieben Gesprächen - über seine Lektüren, die Freundschaft
    mit André Breton, seine Ablehnung des Literaturbetriebs,
    über Schriftsteller wie Jules Verne oder das Phänomen Richard Wagner.
    Seltene Bekenntnisse eines bewussten Außenseiters.



    3. (-) 53 Punkte

    ROBERT MENASSE: Don Juan de la Mancha
    oder Die Erziehung der Lust
    Roman. Suhrkamp Verlag, 275 Seiten, EUR 18,80
    mittelschwere Lektüre

    "In diesem Roman geht es um nichts weniger als um eine ganze Epoche,
    doch Menasse löst das auf in eine Kette von Anekdoten,
    von Schlüsselmomenten, die immer wie satirisch überspitzt wirken und
    doch die Realität ungemein suggestiv vor Augen führen." (Helmut
    Böttiger)



    4. (5.) 47 Punkte

    MICHAEL LENTZ: Pazifik Exil
    Roman. S. Fischer Verlag, 464 Seiten, EUR 19,90
    mittelschwere Lektüre

    Eine Überlebensgemeinschaft: Franz Werfel, Thomas und Heinrich Mann,
    Lion Feuchtwanger, Arnold Schönberg. Sie alle - vertrieben oder
    geflüchtet vor den Nazis - treffen sich an der amerikanischen
    Pazifikküste. Nie ganz heimisch, immer etwas kulturarrogant,
    versuchen sie, über die politischen Differenzen hinaus gewiss,
    das bessere Deutschland mit sich zu tragen.



    5. (-) 44 Punkte

    DENIS JOHNSON: Der Name der Welt
    Roman. Aus dem Englischen von Thomas Überhoff.
    Rowohlt Verlag, 143 Seiten, EUR 14,90
    mittelschwere Lektüre

    Zwei Leben, die sich auf einer Party flüchtig berühren:
    Er, Mike Reed, Akademiker, versunken in die Trauer um seine Frau und
    seine Tochter, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind;
    sie, eine schöne Kunststudentin, leicht beschwipst. Dann sieht er
    sie nackt bei einer gewagten Kunst-Performance...
    Er beginnt ihr nachzuspüren.



    6.-7. (-) 43 Punkte

    HARALD HARTUNG: Ein Unterton von Glück
    Über Dichter und Gedichte
    Wallstein Verlag, 160 Seiten, EUR 19,90
    mittelschwere Lektüre

    Alfred Brendel und Erich Kästner, der frühe Celan und Georg Trakl,
    Robert Schindel und griechische Mythologie, Günter Kunert,
    Ernst Meister, Ludwig Greve: die langsame Verfertigung einer Poetik
    beim Nachdenken über Gedichte.



    6.-7. (1.) 43 Punkte

    ULRICH PELTZER: Teil der Lösung
    Roman. Ammann Verlag, 448 Seiten, EUR 19,90
    mittelschwere Lektüre

    "Entweder Du bist ein Teil des Problems oder ein Teil der Lösung.
    Dazwischen gibt es nichts", Holger Meins,1974.Damals glaubte
    zumindest die RAF zu wissen, wo es langgeht. Der Held im neuen
    Roman von Ulrich Peltzer kennt zwar die Probleme: Globalisierung,
    Überwachung, Arbeitslosigkeit, aber weiß nicht einmal,
    ob es überhaupt eine Lösung gibt.



    8. (-) 41

    JULIA FRANCK: Die Mittagsfrau
    Roman. S. Fischer Verlag, 430 Seiten, EUR 19,90
    mittelschwere Lektüre

    "Die biographische Erfahrung? Bei der "Mittagsfrau" könnte man es
    auf die elementare Erfahrung herunterbrechen, das Kind eines Mannes
    zu sein, der es zu seinem eigenen Bedauern niemals geschafft hat,
    ein Vater zu sein und mit einer Frau und seinen Kindern zu leben -
    vielleicht, weil er selbst als Kind von seiner Mutter
    verlassen worden ist." (Julia Franck)



    9. (7.-8.) 38 Punkte

    MICHAEL KÖHLMEIER: Abendland
    Roman. Carl Hanser Verlag, 784 Seiten, EUR 24,90
    mittelschwere Lektüre

    Carl Jacob Candoris ist Mathematiker, Dandy und Jazzfan, aber vor
    allem ist er 95 Jahre, ein Mann des Jahrhunderts. Er erzählt dem
    Schriftsteller Sebastian Lukasser von einem Leben der Extreme:
    die Jugendjahre in Wien, das Studium in Göttingen bei den
    naturwissenschaftlichen Koryphäen, die er beim amerikanischen
    Atomprogramm wieder trifft, Krieg, Nachkrieg.



    10. (6.) 32 Punkte

    ROR WOLF: Pfeifers Reisen
    Gedichte. Verlag Schöffling & Co., 264 Seiten, EUR 19,90
    mittelschwere Lektüre

    Zum 75. Geburtstag von Ror Wolf neue Gedichte und bisher
    unveröffentlichte aus früheren Jahren. Ein lyrisches Resümee:
    "In einer Grube in gekrümmter Lage,/ von Erde ganz und insgesamt
    bedeckt,
    / bemerken wir, wie schlecht die Erde schmeckt, / ihr Leute, jetzt,
    am Ende unserer Tage."
    (Leseprobe vorhanden)



    Persönliche Empfehlung im Oktober von Wolfgang Werth (München)

    WASSILI GROSSMAN: Leben und Schicksal
    Claassen Verlag, 1088 Seiten, ? 24,90

    "Leben und Schicksal des Volkes, das sein Land vom nazistischen
    Aggressor
    befreite und das der nach der kriegsentscheidenden Wende von Stalingrad
    zu scheinbarer Allmacht erstarkten Stalin-Diktatur unterlag:
    Am Beispiel und aus der Perspektive zahlreicher Personen, die alle
    Schichten und Kreise der Sowjet-Gesellschaft repräsentieren, zeigt
    Wassili Grossman in seinem bitteren Epos, dass es kein richtiges Leben
    im Falschen geben kann - ?und doch ist nicht alles verloren, solange
    es die Güte gibt?, die Bereitschaft, selbstlos zum Wohle anderer zu
    handeln.
    Endlich, fast fünfzig Jahre nach seiner Vollendung, liegt der erstmals
    1980
    auf Grund lückenhafter in den Westen geschmuggelter Kopien
    veröffentlichte
    Roman vollständig vor - ergänzt nach dem Originalmanuskript, das die
    Hüter
    des hinfälligen Systems für mindestens 200 Jahre unter Verschluss
    gehalten
    hatten." (Wolfgang Werth)

    Literatur im Fernsehen

    'Literatur im Foyer' mit Thea Dorn
    Sonntag, 7. Oktober um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Sibylle Berg, Richard Wagner, Juli Zeh

    Freitag, 12. Oktober um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 28. Oktober um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Julia Franck, Monika Maron, Jakob Hein

    Freitag, 26. Oktober um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 4. November um 13.30 Uhr in 3sat
    'Glauben heute' mit Arnold Angenendt, Ulrich Beck,
    Peter Sloterdijk u.a.

    'Literatur im Foyer' mit Martin Lüdke
    Freitag, 9. Oktober um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 14. Oktober um 13.30 Uhr in 3sat
    'Buchmesse Frankfurt' mit Rüdiger Safranski,
    Marcus Braun, Bodo Kirchhoff, Martin Mosebach u.v.a.

    Die 'Bestenliste' im Hörfunk

    'SWR2 Literatur'
    Dienstag, 2. Oktober um 20.03 Uhr
    mit Agnes Hüfner, Eberhard Falcke, Elmar Krekeler
    Moderation: Jörg Drews

    Südwestrundfunk
    Fernsehen Kultur und Gesellschaft
    76522 Baden-Baden
    Tel. 07221/929-2846

    SWR-Bestenliste im INTERNET:
    www.SWR.de/bestenliste

    copyright: SWR



    Beitrag von Ela am Freitag, 28.September.2007, 11:06
    Homepage: www.papierfresserchen.de/

    eine Werbemail von dieser Seite hatte sich in meinem Spam-Ordner verfangen. Der Name der Seite war so interessant, daß ich es doch nachverfolgt habe und siehe da - es scheint eine wirklich gute Seite zu Kinderliteratur zu sein. Allerdings könnte die technische Umsetzung der Seite eine intensive Überarbeitung gebrauchen...

    Gruß, Ela



    Beitrag von Die Schweigende am Donnerstag, 27.September.2007, 12:43

    Gruß an die Stille, es ist so, dass es hier nur funktioniert, wenn man sein Schweigen bricht, dann kann man die Stille durchdringen,...

    liebe Grüße an alles Schweigenden, Stillen und in sich Zurückgezogenen sie alle bitten die Aktiven sich wieder einzubringen und von ihren Leseerlebnissen zu berichten!



    Beitrag von Die Stille am Donnerstag, 27.September.2007, 11:24

    Hallo zusammen,
    seit Jahren bin ich stille Leserin in diesem Forum. Es hat immer wieder ruhige Zeiten gegeben, aber momentan herrscht hier "Ebbe".
    Da ich zu einem grossen Teil mein Buchtipps aus diesem Forum beziehe, bitte ich Euch: SCHREIBT !!
    Mein SUB schrumpft dramatisch ;-)))

    LG aus dem verregneten Rheinland
    Die Stille



    Beitrag von Frauke am Mittwoch, 19.September.2007, 22:26

    Hallo zusammen,
    ich habe hier ein bisschen gestöbert und wollte euch ein Buch ans Herz legen, das ich gerade gelesen habe und das mich sehr berührt hat.
    Es ist eine Liebesgeschichte zwischen einem amerikanischen Schauspieler und einer verheirateten deutschen Frau (ja, genau das, wovon wir alle schon immer geträumt haben, lol). Das Buch kommt jedoch keineswegs kitschig daher, sondern erzählt von einer schönen, aber auch überaus anstrengende Romanze mit einigen überraschenden Wendungen. Was mich ein bisschen gestört hat, war die stellenweise für meinen Geschmack zu detaillierte Schilderung der Intimitäten, aber wer erotische Sequenzen in Büchern mag, wird wohl kein Problem damit haben.
    Das Buch heißt 'Dreimal Hollywood und zurück' und ist leider nur online verfügbar. www.hollywood-online-roman.de . Würde mich mal interessieren, wie's euch gefallen hat.
    Und für alle, die mit Liebesromanen nix anfangen können, kann ich nur 'Eine kurze Geschichte von fast allem' empfehlen. Ehrlich gesagt wusste ich nach der Lektüre nicht, ob ich mehr Angst vor dem nächsten Meteoriten haben soll, der die Erde trifft oder davor, dass der Yellowstone Park in die Luft fliegt. Ich habe mich entschieden, beides einfach zu ignorieren, aber das Buch ist trotzdem oberinteressant.
    LG
    Frauke



    Beitrag von Dirk am Donnerstag, 13.September.2007, 20:37

    EVA ich habe gerade auch Istanbul gelesen, da sind wirklich auch wunderbare Passagen drin (wenn er von seiner Großmutter erzählt, oder davon, was für ihn die besonderen Momente und Stellen seiner Stadt ausmachen...) Insgesamt aber kann ich Dir (und allen!!) nur empfehlen zu einem Roman zu greifen. Das ist nochmal ganz besonders und von herausragender Güte. Und so verschieden. Von Schwarz hatte ich ja gerade geschrieben, Schnee ist auf seine Art auch ungeheuer faszinierend und fesselnd spannend. Aber lest einmal 'Die Farbe Rot', eine wunderschöne Liebes-Krimi-Geschichtssaga. Und so verwirrend und herausfordernd. Ganz stark!
    Liebe Grüße
    Dirk



    Beitrag von Eva am Mittwoch, 12.September.2007, 21:19

    DIRK:
    Da kann ich mich nur anschließen, sowohl, was Stieg Larrson betrifft, und ich habe schon sehr viele Krimis und Thriller gelesen,
    als auch Orhan Pamuk,habe bisher aber erst Istanbul gelesen,beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit er es schafft, seine Biographie mit der Geschichte der Stadt zu verknüpfen. Sehr empfehlenswert.



    Beitrag von Barbara Kermer am Mittwoch, 12.September.2007, 17:01
    EMail: b.Kermer@hotmail.com

    Ihr werdet mich noch kennen hoffe ich !
    Ich gebe euch einen super tollen Buchtipp!
    Der neunte Diamant:
    Eine rätselhafte Mordserie hält London im Jahr 1864 in Atem. Nur die junge Sarah versteht die Zusammenhänge und kennt den Schuldigen. Doch sie darf die Wahrheit nicht erzählen. In ihrer Ohnmacht schreibt sie ein Buch. Viele Jahre später stößt die Geschichtsdozentin Susana auf Sarahs Roman, und auch sie wird in eine Welt von kostbaren Diamanten, uralter Weisheit und geheimnisvollen Amuletten hingezogen !

    Ich hoffe euch gefällt das Buch

    Einfach mörderisch !

    Barbara



    Beitrag von Andrea am Donnerstag, 6.September.2007, 17:51

    ach DIRK, was für ein wundervolles Bild, aber es ist ja auch in einem wundervollen Land entstanden, da kann ich mir die Lesezeit richtig dazu denken!



    Beitrag von Dirk am Donnerstag, 6.September.2007, 15:53
    EMail: im Schwedenglück Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/759640/display/10065946

    Liebe Grüße nach langer Zeit, die aber solch eine reiche, gute, erfüllte Zeit war. Vier Wochen, weit im Norden, in Schweden (s.o.), viel Zeit und Ruhe. Zeit auch zum Lesen, tolle Entdeckungen, von einigen berichte ich hier.
    Morten Ramsland, Hundsköpfe, eine ganz tolle Geschichte, lebendig, packend, tolle Figuren, die einen weit danach begleiten.
    Ein ganz starker Krimi, Stieg Larrson, Verblendung, der für mich stärker und packender war als alles, was ich von Mankell, Perrson etc. kannte. Dann ein ganz faszinierendes Leseerlebnis, Orhan Pamuk, Das schwarze Buch.
    Braucht viel Zeit und Konzentration, aber dann wird man vielfach belohnt. Und wieder ging es mir so, dass ich trotz der 500 Seiten am Ende gleich wieder anfangen wollte, weil ich längst nicht alles verstanden, alle Fäden und Bezüge mitbekommen habe. Und darin einige tolle Zitate über das Lesen, wovon ich eines hier aufschreibe:
    'Lesen heißt in den Spiegel schauen; die um das Geheimnis wissen, das hinter dem Spiegel steckt, gehen hindurch auf die andere Seite; die das Geheimnis der Schriftzeichen nicht wissen, werden in dieser Welt nichts anderes erkennen als ihre eigenen faden Gesichter.'
    So also Pamuk zum Lesen, und ich kann berichten, dass dieses Buch tatsächlich eine ganz faszinierende, herausfordernde Lesereise bedeutet. Und hinterher ist man anders als zuvor. Was kann man über ein Buch Größeres sagen.
    Liebe Grüße
    Dirk



    Beitrag von Kirsten am Donnerstag, 6.September.2007, 09:39
    EMail: LaLigereza@hotmail.com

    Hallo.

    Ich suche eine Kurzgeschichte aus der Reihe um Herrn K. von Bert Brecht. Sie behandelt seine Beziehung zu seiner Frau. Kann mir jemand helfen?
    Liebe Grüße
    Kirsten



    Beitrag von Daniela am Dienstag, 4.September.2007, 15:45
    Homepage: www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen

    Hallo Ela,
    probiers mal mit dem Link da oben... zumindest wird hier seit Anfang September wieder etwas mehr angezeigt, den ganzen August über gab es keine Aktualisierung...
    Aber es ist wohl auch nur noch ein Teil der Besprechungen online?
    LG, Daniela



    Beitrag von Ela am Sonntag, 2.September.2007, 13:19

    ich war seit langer Zeit heute mal wieder auf der Seite der NZZ und habe mit Schrecken festgestellt, daß die eine völlig neue Seite aufgesetzt haben...
    Weiß zufällig jemand, wo jetzt die Rezensionen versteckt sind? Oder ob es die nicht mehr gibt (wäre sehr schade!)? MARIA vielleicht?

    Danke + Gruß, Ela



    Beitrag von Andrea am Samstag, 1.September.2007, 21:34

    ELA, vielen Dank für die newsletter hier!

    MARIA, Du glaubst gar nicht, wieviel freude mir dein fotoblog bereitet, also ich ziehe allein aus den bilder-betrachtungen so viel entspannung und irgendwann im frühjahr werden wir nach wien kommen!

    MARIKIKameradi
    ich habe ja die canon eos und hatte davor eine pentax und habe aber einfach die pentax geliebt und du hast recht, ich brauche für meinen job auch "schweres gerät" und nächstes jahr gibt es wieder eine neue, also schreib mal, wie du mit deiner klar kommst.

    Allen geburtstagskindern rückwirkend noch alles gute, MARION und WIBKE,
    ich hänge so ein bisschen nach,
    habe zwar auch viel gelesen, aber noch keine zeit gehabt, es zu motieren, vielleicht komme ich in den nächsten tagen dazu.

    liebe Grüße an alle hier!



    Beitrag von Antje am Freitag, 31.August.2007, 16:20

    Hallo

    ich bin fast sicher, daß Du ein Buch über die sog. Halsbandaffaire meinst - es gibt mehrere:

    # Alexandre Dumas: Die Halsbandaffäre. ISBN B0000BHKM5

    # Elisabeth Hand: Die Halsbandaffäre Der Roman zum Film. ISBN 3453210611

    # Alexander Lernet-Holenia: Das Halsband der Königin (1962, Paul Zsolnay Verlag GmbH, Hamburg/Wien)

    # Helmut Mathy: Die Halsbandaffäre. Kardinal Rohan und der Mainzer Kurfürst. ISBN 3805310935

    # Konrad Rahe: Cagliostro und Christus. Zu den biblischen Anspielungen in Goethes Komödie Der „Groß-Cophta“ (mit einleitender Darstellung der Halsbandaffäre). ISBN 3860641948

    # Antal Szerb: Das Halsband der Königin 2005. ISBN 3423133651

    Ich tippe entweder auf den Dumas oder das letzte Buch.

    Es gab dann ja auch den Film:
    Das Halsband der Königin (original: The Affair of the Necklace), USA 2001, Regie: Charles Shyer, Darsteller: Hilary Swank, Jonathan Pryce


    Auf französisch gab es auch (logo) Bücher...

    Inhalt: Die so genannte Halsbandaffäre (Französisch: l'affaire du collier de la reine) war ein Skandal am französischen Hof in den 1780er Jahren, in den die Königin Marie Antoinette verwickelt war.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Halsbandaff%C3%A4re

    Antje



    Beitrag von Ducarne am Mittwoch, 29.August.2007, 21:34
    EMail: zerica@t-online.de

    Hallo zusammen!

    Ich versuche das Buch "Die Halskette der Kaiserin" in deutscher Ausgabe zu bekommen.

    Ich hatte das Buch einmal in franz. Ausgabe in den Händen gehabt, weiß aber den genauen Titel nicht mehr.

    Kann mir vielleicht jemand weiter helfen?

    Mit bestem Dank im voraus



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 29.August.2007, 17:41

    und hier noch die aktuelle Bestenliste:
    -------

    SWR Bestenliste

    September 2007

    1. (-) 95 Punkte

    ULRICH PELTZER: Teil der Lösung
    Roman. Ammann Verlag, 448 Seiten, 19,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    "Entweder Du bist ein Teil des Problems oder ein Teil der Lösung.
    Dazwischen gibt es nichts", Holger Meins,1974.Damals glaubte
    zumindest die RAF zu wissen, wo es langgeht. Der Held im neuen
    Roman von Ulrich Peltzer kennt zwar die Probleme: Globalisierung,
    Überwachung, Arbeitslosigkeit, aber weiß nicht einmal, ob es
    überhaupt eine Lösung gibt.



    2. (6.) 45 Punkte

    MARTIN MOSEBACH: Der Mond und das Mädchen
    Roman. Carl Hanser Verlag, 192 Seiten, 17,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Gerade haben sie geheiratet, das junge Paar Hans und Ina,
    da ist sie schon wieder mit ihrer Mutter unterwegs und der
    zurückgelassene Bräutigam auf der Suche nach einer Wohnung
    in Frankfurt. Dort, wo einer erfolgreichen Bankkarriere nichts
    im Wege zu stehen scheint. Gleich hinterm Hauptbahnhof findet
    er eine Bleibe - mit einer verhängnisvollen Nachbarschaft.



    3.-4. (-) 41 Punkte

    KATJA LANGE-MÜLLER: Böse Schafe
    Roman. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 208 Seiten, 16,90 EUR
    leichtere Lektüre

    1987 treffen sie sich in Westberlin: Soja, die aus der DDR
    geflüchtet ist, und Harry, ihr großer Unbekannter. Geblieben
    ist Soja sein Notizheft von Harry und viele Rätsel. Jahre später
    versucht sie, die Beziehung zu verstehen.



    3.-4. (4.) 41 Punkte

    WARLAM SCHALAMOW: Durch den Schnee
    Erzählungen aus Kolyma, Band 1
    Aus dem Russischen von Gabriele Leupold.
    Verlag Matthes & Seitz, 342 Seiten, 22,80 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Schalamow wurde 1929 zum ersten Mal verhaftet, dann 1937 ein zweites
    Mal und in die sibirischen Lager deportiert. Seine
    dokumentarisch-nüchternen
    Berichte aus dem Gulag bilden den Auftakt zu einer geplanten
    Werkausgabe.



    5. (-) 40 Punkte

    MICHAEL LENTZ: Pazifik Exil
    Roman. S. Fischer Verlag, 464 Seiten, 19,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Eine Überlebensgemeinschaft: Franz Werfel, Thomas und Heinrich Mann,
    Lion Feuchtwanger, Arnold Schönberg. Sie alle - vertrieben oder
    geflüchtet vor den Nazis - treffen sich an der amerikanischen
    Pazifikküste.
    Nie ganz heimisch, immer etwas kulturarrogant, versuchen sie, über die
    politischen Differenzen hinaus gewiss, das bessere Deutschland mit sich
    zu
    tragen.



    6. (5.) 33 Punkte

    ROR WOLF: Pfeifers Reisen
    Gedichte. Verlag Schöffling & Co., 264 Seiten, 19,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Zum 75. Geburtstag von Ror Wolf neue Gedichte und bisher
    unveröffentlichte
    aus früheren Jahren. Ein lyrisches Resümee:
    "In einer Grube in gekrümmter Lage,/ von Erde ganz und insgesamt
    bedeckt, /
    bemerken wir, wie schlecht die Erde schmeckt, /
    ihr Leute, jetzt, am Ende unserer Tage."



    7.-8. (-) 31 Punkte

    ARNO GEIGER: Anna nicht vergessen
    Carl Hanser Verlag, 249 Seiten, 19,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    "Geigers Erzählungen verblüffen und beeindrucken nicht erst durch ihre
    mitunter skurrilen Wendungen, sondern schon in ihrer Anlage, durch die
    präzise Engführung von Perspektiven, die Mühelosigkeit, mit der dieser
    Autor sein Ziel findet." (Kirsten Voigt)



    7.-8. (-) 31 Punkte

    MICHAEL KÖHLMEIER: Abendland
    Roman. Carl Hanser Verlag, 784 Seiten, 24,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Carl Jacob Candoris ist Mathematiker, Dandy und Jazzfan, aber vor allem
    ist er 95 Jahre, ein Mann des Jahrhunderts. Er erzählt dem
    Schriftsteller
    Sebastian Lukasser von einem Leben der Extreme: die Jugendjahre in
    Wien,
    das Studium in Göttingen bei den naturwissenschaftlichen Koryphäen,
    die er beim amerikanischen Atomprogramm wieder trifft, Krieg,
    Nachkrieg.



    9.-10. (-) 28 Punkte

    THOMAS GLAVINIC: Das bin doch ich
    Roman. Carl Hanser Verlag, 240 Seiten, 19,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Thomas Glavinic heißt der Protagonist im neuen Buch vonThomas Glavinic.
    Er schreibt an einem Roman, der "Die Arbeit der Nacht" heißt und hat
    einen extrem erfolgreichen Schriftstellerfreund, dessen Buch
    "Die Vermessung der Welt" ein Bestseller ist.
    "Wann schreibst denn Du mal so was?" fordert die Schriftstellermutter.



    9.-10. (-) 28 Punkte

    MICHAEL KLEEBERG: Karlmann
    Roman. DVA, 472 Seiten, 22,95 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Ein Augenblick für alle: Boris Beckers erster Sieg in Wimbledon.
    Ein Augenblick, in dem alles möglich scheint. Auch für Charly Renn.
    Er hat seine Traumfrau geheiratet, er ist bereit, durchzustarten.
    Aber dann kommt ihm das Geschenk seines Onkels in die Quere.



    Persönliche Empfehlung im September von Hubert Winkels (Düsseldorf)

    PIERRE BAYARD: Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    Antje Kunstmann Verlag, 224 Seiten, 16,90 EUR

    "Der Titel dieses klugen Essays ist keine Anleitung zum
    kommunikativen Betrug, er ist selbst einer. Denn Pierre Bayard,
    tatsächlich Literaturwissenschaftler UND Psychoanalytiker,
    befördert die Lust am Lesen in einer Art paradoxen Intervention.
    Seine Argumente gegen den faktische Lektürevollzug und für das Nicht-,
    das Überblicks- und Querlesen, für das Hören-Sagen und muntere Mitreden
    speist sich aus genauer Lektüre und regt zu einer solchen an.
    Ganz nebenbei knackt er ein sozialpsychologisches Tabu der
    literarischen Intelligenz: Er zeigt, wie sich ganze Wissensfelder
    über ambulante Lektüren, informelle Gespräche, Verallgemeinerungen,
    Spekulationen und Nomadisieren in Zitatkulturen aufbauen.
    Das ist triftig, anderes ist witzig, das ganze Buch in bester
    Tradition französisch gedacht und gemacht." (Hubert Winkels)



    Literatur im Fernsehen:

    'Literatur im Foyer' mit Thea Dorn
    Sonntag, 2. September 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    'Älter werden' (WH) mit Barbara Bronnen,
    Hellmuth Karasek, Marie-Luise von der Leyen, Annette Pehnt

    Freitag, 14. September 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 23. September 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    'Der Deutsche Herbst ? 30 Jahre danach'
    mit Gerd Koenen, Klaus Pflieger, Anne Siemens, Andres Veiel

    Freitag, 28. September 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 7. Oktober 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Sibylle Berg, Richard Wagner, Juli Zeh


    'Literatur im Foyer' mit Martin Lüdke
    Freitag, 21. September 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 30. September 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
    'Deutscher Buchpreis 2007 ? Die Favoriten'

    Die ?Bestenliste? im Hörfunk:

    'SWR2 Literatur'
    Dienstag, 4. September 2007 um 20.03 Uhr
    mit Sigrid Löffler, Ursula März, Hubert Winkels
    Moderation: Jörg Drews


    Südwestrundfunk
    Fernsehen Kultur und Gesellschaft
    76522 Baden-Baden
    Tel. 07221/929-2846

    SWR-Bestenliste im INTERNET:
    www.SWR.de/bestenliste

    copyright: SWR



    Beitrag von Doris am Samstag, 25.August.2007, 11:14
    Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/643412/display/9904478

    Maria: Oh ja nach Wien da möchte ich auch bald wieder mal hin. Wenn Martin demnächst dienstlich dort ist dann werde ich mich gerne bei dir melden.

    Warum ist es dir denn peinlich dem Daniel Glattauer geschrieben zu haben? Hast du ihm deine grosse Liebe eingestanden ;-))?
    Ich überlege mir das auch, weil ich dieses Hörbuch einfach nur genial fand!

    Ich muss gestehen, ich fotografiere derzeit mehr als ich lese. Versuche aber in der FC beides miteinander zu verbinden Bild und TExt. Oben unter www findet ihr eine Kostprobe. DIRK treffe ich auch immer wieder dort. *winkewinke*

    Gelesen habe ich aber auch, z.b. ein Buch, das ich euch sehr ans Herz legen möchte.

    Merce Rodoreda
    Auf der Placa del Diamant.

    ein altes Buch, neu aufgelegt einer katalnischen Schriftstellering. Eine wunderbare Geschichte mit grosser Eindringlichkeit aus der Sicht einer jungen Frau, die ihren Mann im spanischen Bürgerkrieg verloren hat und lernen muss ihr Leben in die eigenen Hände zu legen. Das Buch hat mich stark an ELENI von NICOLAS GAGE erinnert.

    Ebenfalls sehr lesenwert:
    Der neue Henning Mankell Die italienischen Schuhe. Eine Warnung an alle die einen Krimi erwartet. Das ist eine völlig unspektakuläre Geschichte über einen Chirurgen, der nach einem schwerwiegenden beruflichen Fehler auf den Schären gemeinsam mit seinem Hund und der Katze lebt und von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
    Ein Buch für alle, die das Buch PFERDE STEHLEN gemocht haben.

    Begonnen habe ich ebenfalls ein gutes und eindringliches Buch, das in Island spielt
    HALLDOR LAXNESS Sein eigener Herr
    und ich freue mich sehr auf deas neue Buch von
    KHALED HOSSEINI (Drachenläufer) TAUSEND STRAHLENDE SONNEN.

    Liebe Grüsse
    Doris

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