Wen es interessiert: Perlentaucher hat die 50 "besten" Bücher des Jahres ausgewählt. Eine Vielfalt von Sparten wie Klassiker, Reportagen und Portraits, Biografien, Politisches Buch, Geschichte und Zeitgeschichte... u.v.a.m. macht diese Übersicht m.M.n. durchaus lesenswert im "immer größer werdenden Dschungel der Besten-Listen" ;-).
Link für Interessierte - siehe oben
Liebe Grüsse an alle. Mo
Beitrag von Maria am Montag, 13.Dezember.2004, 02:09 Homepage: rinks, lechts? ;-)
Man sollte nicht schnell zwischendurch .... entschuldigt, bitte.
Und hier der lichtige Wortlaut:
Ihr "Offener Brief zur Rechtschreibreform" ist ebenfalls auf der RECHTEN Seitenliste verlinkt.
Beitrag von Maria am Montag, 13.Dezember.2004, 02:04 Homepage: snipurl.com/bbb0
GABRIELE: Schoen, dich wieder einmal zu lesen!
Oben verlinke ich zu einem sehr ausfuehrlichen und interessanten Interview mit der Nobelpreistraegerin, das die FAZ am 8. November 2004 veroeffentlicht hat:
Elfriede Jelinek Ich renne mit dem Kopf gegen die Wand und verschwinde
Der Link fuehrt zum ersten Teil des Interviews, von dort kann man auf den zweiten weiterklicken. Ihr "Offener Brief zur Rechtschreibreform" ist ebenfalls auf der linken Seitenliste verlinkt.
Soviel kurz zwischendurch. Lieben Gruss, Maria
Beitrag von Gabriele am Sonntag, 12.Dezember.2004, 22:03
Ihr habt mich mit Euren Diskussionen auf genauere Betrachtung von Madame Jelinek gebracht, nachdem ich vor Jahren an ihren Büchern gescheitert war. Die Zeitschrift Bücher hat mich auch noch neugieriger gemacht. Da habe ich mir doch gestern auf 3Sat doch gleich die Sendung angeschaut "Wer hat Angst vor Elfriede J." Ich fand den Beitrag interessant, auch wenn die Dame nicht unbedingt in meinen Freundeskreis passen würde. Und nicht nur, weil sie vermutlich keine Weihnachtskeks backen würde ;-)
Sonst ist es viel Fachliteratur, die ich derzeit lese. Und Büchern über Kreativitätstechniken (z.B. mario Pricken). Dazu versuche ich mir von Wolf Schneider ein besseres Deutsch beibringen zu lassen.
Und jetzt im Urlaub habe ich mir noch einmal die Petersburg Perspectives rausgekramt, gemeinsam mit russischer Musik und den entsprechenden Dias an der Wand ein wunderbarer Genuss. Ich habe mich ja heuer kein bisschen von der Vorweihnachtshektik anstecken lassen, sondern nur die angenehmen Seiten davon konsumiert.
Doris, danke für den Tipp von "Lieber Johnny". Das hatte ich seither schon im Auge und als ich es jetzt in der Bücherzeitschrift noch einmal sah - auf einer langen Bahnfahrt - kam es gleich auf die Bestell-Liste. Ich muss mir ja auch was unter den Baum legen, sonst sagen meine kleinsten Verwandten, ob ich nicht brav war ;-)
Vermutlich kommt zumindest noch der Weltenbummler von Cees Nooteboom dazu.
Ansonsten bin ich durch das Lernen für meinen Lehrgang nicht ganz auf der Höhe der Zeit bezüglich Literatur, lese aber gerne die Tipps von Euch.
Ich wünsche Euch all das, was Ihr Euch auch wünscht. Gabriele
Liebe BARBARA B, nachtraeglich die besten Wuensche zu deinem Geburtstag! Hier ein kleiner virtueller Gruss:
Aus der NEW YORK TIMES Rezension von John LEONARD:
'A Tale of Love and Darkness': Motherland By JOHN LEONARD [...]Oz in particular would rather be Chekhov. Several years ago in London, he told reporters that a reconciliation between Jews and Palestiians would have to be Chekhovian, ''with everybody a little disappointed,'' so that it wouldn't be Shakespearean, ''with bodies littering the stage.'' In his novel ''Fima,'' a poet who works in an abortion clinic, ''the Eugene Onegin of Kiryat Yovel,'' told us he would happily give away the whole of South America's magic realism, ''with all its fireworks and cotton candy,'' for a single page of Chekhov. ''And where are we meant to be shining,'' asked Noa, quoting a Hebrew poet with the Russian blues, in ''Don't Call It Night,'' ''and by whom is our shining required?'' Chekhov is all over ''A Tale of Love and Darkness'' -- rendered from Hebrew into supple, acrobatic English by Oz's longtime translator, Nicholas de Lange -- waiting for Kafka to mug him. [...]
Ebenfalls in der New York Times das erste Kapitel des Buchs (in der englischen Uebersetzung): http://snipurl.com/baue
INGE: Wo kann man denn den BF-Geburtstagskalender finden?
MARION M: Waerst du auch heuer wieder bereit, die Liste unserer Lieblingsbuecher zusammenzustellen? Wir koennten ja selber unsere Wahl ins Orga-Forum stellen, sodass du dir das muehsam Suchen ersparst?
Einen schoenen Sonntag euch, Maria
Beitrag von INGE am Samstag, 11.Dezember.2004, 20:18
Liebe BARBARA B, habe eben beim Reinlinsen in den BF-Geburtstagskalender gesehen, dass Du vor 3 Tagen feiern durftest. Ist im Adventstrubel wohl untergegangen... Im Nachhinein alles Gute, bleib gesund und hab´ immer genug Lesezeit und ein gutes Buch zur Hand! Bei mir kam Lesen während der letzten Zeit etwas zu kurz, Besuche etc. etc. Zum Gelesenen vielleicht morgen mehr... Wünsche allen einen schönen 3. Advent! Inge
Beitrag von BarbaraB am Samstag, 11.Dezember.2004, 16:41
...nein, MARIA, das Interview kannte ich nicht. Habe es ausgedruckt und werde es heute Abend lesen.
BARBARA B: Kennst du dieses Interview aus der Berliner Zeitung (s. Link)?
Ich bin die Liebesmüllabfuhr Elfriede Jelinek führt Krieg gegen die Bequemen, macht sich selber herunter und bittet um Gnade.
[...] Wenn Sie Ihre Ruhe haben wollen, dürften Sie keine Interviews geben und nicht im Fernsehen erscheinen.
Das stimmt. Ich hab mich zu wenig gewehrt. Ich hab zu oft mitgespielt aus einem unbewussten Gehorsamkeitsreflex heraus, der mir von meiner extrem autoritären Mutter antrainiert wurde. Ich rede ja auch mit Ihnen.
Ihre Mutter ist vor vier Jahren gestorben.
Ja, ich bin jeden Tag froh, dass sie tot ist. Sie war siebenundneunzig und ist zuletzt völlig verrückt geworden. Die Paranoia, die sie latent immer schon hatte, ist voll ausgebrochen. Sie glaubte, mein Mann stiehlt ihren Schmuck. Er durfte das Haus nicht betreten. Es war eine rasende Eifersucht. Sie hat schon, als ich ein Kind war, jeden, den ich mochte, aus meiner Umgebung entfernt.
In Ihrem Roman "Die Klavierspielerin" beschreiben Sie das neurotische Verhältnis zu Ihrer Mutter. Sie wohnten im selben Haus. Das Schreiben war Ihre Zuflucht.
Das Schreiben war mein Rettungsboot, aber befreit hat es mich nicht. Ich war wie ein Tier von früher Kindheit an auf diese Frau fixiert, die absolute Macht über mich hatte. Seit ihrem Tod hat sich manches geändert, aber gesund bin ich nicht geworden. Die Angst wird immer größer statt kleiner. [...]
LiebenGruss, Maria
Beitrag von BarbaraB am Samstag, 11.Dezember.2004, 11:25
...die BERLINER MAUER wurde zum größten Teil geschredert und als Grundlage für den Straßenbau verwendet...
MARIA, danke für die Links. Die "gewalttätige" Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist weitgehend die Realität der Elfriede Jelinek. Sie hat mit Ihrer Mutter bis zu deren Tod, in einer Wohnung gelebt, und es war von Kindheit an, ein kampfbetontes Zusammenleben. Eine hochintelligente, kreative, herrschsüchtige Frau, die ihr Kind so zurechtgebogen hat, wie sie es wollte und nicht mit Widerstand rechnete... Ich erinnere mich an ein Interview, vor Jahren, in dem ein Reporter von dieser Wohnung als einer düsteren mit Büsten und Antiquitäten vollgestopften Höhle berichtete. E.J. lebt heute heute noch in dieser Wohnung - luftig, hell, voll moderner Malerei...
Laßt es Euch gut gehen am 3. Advent.
Liebe Grüße BarbaraB
Beitrag von Maria am Freitag, 10.Dezember.2004, 16:08
VIOLA: Ich muss gestehen, ihr fehlt mir, wenn ich nicht mitschreibe.
Auch die Amerikaner lieben ihre "shredder", hatte nur gehofft, dass das Wort selber vielleicht ins Deutsche nicht dieses zerstoererische Element mitgebracht hat. ;-) Gewaltsam zerstoert, vernichtet, unbrauch(les)bar wuerde ich im Falle der SPRACHE bei Frau Jelinek nicht sagen. Sie zerpflueckt sie gelegentlich und baut sie neu zusammen und haeufig ist ja Schoenes zu finden in ihren Sprachspielen/kalauern. Manche Anspielungen versteht man vielleicht nicht so gut, wenn man des Oesterreichischen nicht maechtig (was sie m.b.A. nach noch nicht zur Provinzautorin macht *g*). Im "Lied der Toten" fiel mir das besonders auf. Uebrigens das eine Buch, das ich neben der Klavierspielerin gelesen habe, ein paar andere duempeln nur angebissen im Regal. Habe ein bisschen in beiden rumgelesen, damals im Oktober nach der ueberraschenden Nachricht von der Nobelpreisverleihung. Sie macht's einem wirklich nicht leicht, mir zumindest nicht. Ich kam bei der Klavierspielerin bis zur Szene mit den Glasscherben im Mantel einer jungen Pianistin, danach konnte ich nicht weiterlesen. Sie hat eine irre Begabung, Gewalt fuehlbar zu schildern. Habe den Film nie gesehen, der scheint sich mehr auf die Beziehung mit dem Klavierstudenten zu beziehen, waehrend mich beim Buch diejenige zwischen Mutter und Tochter am meisten beeindruckte. Auch hier Szenen, nicht aus dem Wienerwald, aber direkt aus der Wohnstube, so realistisch geschildert, dass man selber meint, verpruegelt worden zu sein ("Kind" - an die vierzig wohlgemerkt -, kommt "zu spaet nach Hause", Mutter erwartet sie schon, hoechst erbost, es folgt ein regelrechter Zweikampf, koerperliche und verbale Gewalt, - "das hat mich einen Monat meines Lebens gekostet!", Haarbueschel ausgerissen. Und danach schlafen Mutter und Tochter wieder im Ehebett. *grusel*)
LiebenGruss, Maria
Beitrag von viola am Freitag, 10.Dezember.2004, 14:58
MARIA, (schön, von dir zu lesen!!!) ein Schredder ist ein Gerät, das Dinge zerkleinert mit dem Ziel, sie unbrauchbar, unleserlich oder klein zu machen... Für Papiere ist es der Aktenvernichter, für Autos der Schrottplatz mit der Presse, die aus Luxuslimousinen Matchbox-Autole macht....*G* Gibts auch noch für den Garten, da heißt es Häcksler... Kommt laut Wörterbuch aus dem Englischen - also gibt es das im Amerikanischen offensichtlich nicht?
LG, Viola
Beitrag von Maria am Freitag, 10.Dezember.2004, 11:49 Homepage: www.volltext.at
BARBARA B: Hier die Links, die ich kenne (via Volltext Newsletter, s. Link oben, auf deren Webseite kann man die folgenden Artikel auch direkt anklicken).
Falls euch noch andere bekannt sind, wuerde ich mich auf einen kleinen Hinweis darauf freuen.
9. Dezember 2004, 09:57, Neue Zürcher Zeitung http://snipurl.com/b8q9
Die Sache mit dem «Sprachhund» Elfriede Jelinek verteidigt die Deutungshoheit über ihr Werk
[...] "Der Horizont der Wahrnehmung bleibt geschlossen, und die permanente Sprach-Schredderung erzeugt wenig mehr als Wiederholung." [...] Ich bin mir nicht sicher, was Herr Breitenstein (kennt ihn jemand hier?) mit "permanente Sprach-Schredderung" meint (mir ist das Wort Schredderung gaenzlich unbekannt, noch keine Musse zum Nachforschen gehabt, kommt's aus dem Englischen?), wenn's als Kritik an ihren Wortschoepfungen, ihr Spachkreativitaet gemeint ist, dann moechte ich dem Herrn widersprechen, denn was ihre Sprachkunst anbelangt, ist sie meiner Meinung nach verdiente Nobelpreistraegerin.
*** Ebenfalls in der NZZ, unter derselben url nachzulesen:
Nobelsonne - kein Schattenspiel Ilse Aichinger
"Die Szene lässt keinen Schatten zu, gespielt wird nicht, wurde auch selten. Zu ernst, zu teuer, viel zu viel Gewinn auf dem Spiel. Nicht nur Sartre lehnte ab. Andere schlugen weder die Ehre noch das Geld aus. Thomas Bernhard und Ingeborg Bachmann - beide tot, «gigantisch» und unangreifbar - wurde der Preis erst gar nicht angeboten." [...] "Um die Intensivpflege der Nobelpreisträger kümmert sich die Welt. Thomas Bernhard hat ihn nicht bekommen, James Joyce nicht, Julien Green nicht, stattdessen von Sully Prudhomme bis zur letzten, verzweifelten Preisträgerin immer wieder diejenigen, die darauf bedacht waren, Dario Fo und Günter Grass (tanzend im königlichen Ballsaal nach der Verleihung). Das Karolinska-Institut in Stockholm, zuständig für die Vergabe des Nobelpreises für Medizin, wirkt unter dem bleiernen Himmel, trotz einiger Strauchreihen und Baumgruppen, wie eine unzureichende Fassade, fast ein Totenhaus. Requiescat in pace, aber welcher Friede ist gemeint?"[...] _________________________
Stuttgarter Zeitung, 09.12.2004 (zwei Artikel):
http://snipurl.com/b9e8
Literatur-Nobelpreisträgerin Jelinek sieht sich "Im Abseits" Literatur-Nobelpreisträgerin Jelinek sieht sich "Im Abseits"
http://snipurl.com/b9ea
Literatur-Nobelpreis Eine rare Auszeichnung __________________________
Der Standard, 09.12.2004 http://derstandard.at/?url=/?id=1884755
Eine kleine "Hausmusik" __________________________
FAZ, 09.12.2004 http://snipurl.com/b9ef
Herrin und Hund: Elfriede Jelinek und ihre Sprache Elfriede Jelinek ist da, und sie ist nicht da. In ihrer Stockholmer Vorlesung hat die Nobelpreiträgerin ihre Abwesenheit bei der Preisvergabe poetologisch begründet, indem sie den Ort benannt hat, an dem sie sich befindet: das Abseits. __________________________
Kennt ihr Alice MUNRO? Ich haette ihr ja den Nobelpreis gegoennt, aber sie hat wohl nicht das richtige Profil.
Einen schoenen Tag euch, Maria
Beitrag von BarbaraB am Freitag, 10.Dezember.2004, 10:10
...bitte MARIA, stell die E.JELLINEK Links `rein. Interessiert mich sehr!!
Liebe Grüße BarbaraB
Beitrag von Maria am Donnerstag, 9.Dezember.2004, 22:27
MAREIKE: Ich gesteh, ich hab die Listen ausgedruckt in der Tasche, freu mich auf den Abend. Nachdem ich von Capitol Hill nach Haus die doppelte Zeit, fast eineinhalb Stunden, gebraucht habe, weil Mutter Natur auf den sonnigen Morgen Regenschauer folgen liess, was hier immer zu einem Verkehrschaos fuehrt. Ist grad so, als ob alle Tropfen schauen wuerden. ;-)
Habe ich erwaehnt, dass der neue UPDIKE Roman, "Villages", so unwiderstehlich schoen zum Lesen war? Der vorletzte liegt immer noch auf Halde. So geht's.
Wenn's jemanden interessiert, kann ich eine Serie von Links zu Artikeln ueber Frau JELINEK hereinstellen. Ob man ihre Buecher gerne liest oder nicht, die vielen Interviews mit ihr, die ueber die letzten Wochen veroeffentlicht wurden, habe ich mit grossem Interesse gelesen, Herr Untersbergers (? Andreas) Artikel in der heutigen NZZ fasst vieles zusammen, was ich auch so sehe (Ausnahme, ihre Sprachkreativitaet, da habe ich eine positive Meinung).
Und jetzt auf zum Zahnarzt. Abendtermine fuer die Kiddies, damit sie nicht Schule schwaenzen muessen.
Lieben Gruss, M.
P.S.: MARXXXEIXXXKEEE: Hab gestern fast den Tee verprustet als ich auf deine neueste Namenskreation stiess. *lach*
Aus der F.A.Z.-Redaktion Die Bücher des Jahres - Ratschläge für Bücherkäufer
Viel Spass beim Stoebern! Herzlich, M.
Beitrag von MarionNRW am Donnerstag, 9.Dezember.2004, 15:22
Ich tauche auch mal kurz aus den Plätzchenbergen auf! WIBKE: Todeshauch und Nordermoor sind nicht vergleichbar: bei Todeshauch geht es um einen jahrelang zurückliegenden Kriminalfall, der durch Zufall ans Tageslicht kommt. In Rückblenden wird die Geschichte dieses Todesfalls aufgerollt (ich kann jetzt nicht genauer ins Detail gehen, sonst verrate ich zuviel). Interessanter ist hier das Verhältnis Erlendurs zu seiner Tochter Eva Lind, die im Krankenhaus im Koma liegt: Erlendur sitzt viel an ihrem Bett und erzählt aus seinem Leben und warum er damals die Familie verlassen hat. Das alles ist m.E. spannend gemacht, aber kein richtiger Krimi. Allerdings ist die Kenntnis dieses Buches hilfreich für das Verständnis von 'Engelsstimme', dem neuen Krimi von Arnaldur Indridason, leider als HC erschienen. Dieses Buch ist das beste bis jetzt: Erlendur ermittelt in einem Hotel, in dem der Weihnachtsmann ermordet aufgefunden wurde. Da sowieso niemand auf ihn wartet, quartiert er sich kurzerhand in dem Hotel ein. Auch Eva Lind ist wieder gesund und gibt ihm Tipps, er verliebt sich, kurz, er wird menschlich. Und der Kriminalfall ist auch spannend. Das Geld für das HC ist auf jeden Fall gut angelegt ;-)
SABINE F., leider, ich kann dir nichts zum Poesiealbum sagen, bei mir war es nicht.
Ein Herzliches Willkommen an CLAUDIA und MO - schreibt doch öfters mit!
Binchen, ich hab bei den Mica & Marty-Büchern nicht werbetexterisch übertrieben - die sind tatsächlich so spannend und saukomisch wie ich sie beschrieben habe.
Tina Zang sollte man - genau so wenig wie Rita Mae Brown - in der Bahn lesen, weil man dauernd komisch angeschaut wird, wenn man laut lacht.
Die Vorbilder für R.M. Browns zickige Schwestern in "Bingo" und "Jacke wie Hose" sind übrigens Browns Adoptivmutter Jula "Juts" Brown und deren ältere Schwester Mimi. Fällt mir grad ein, weil wir's ja mal davon hatte. Die zwei Damen mussten vor Erscheinen der Bücher eigens unterschreiben, dass sie den Verlag nicht verklagen würden. Sie haben sich diese Unterschrift von Rita gut bezahlen lassen.
Wer die beiden Hübschen kannte, meinte, Rita habe in ihren Romanen nur ein winziges Bisschen übertrieben. Na, Mahlzeit! Wenigstens kann man sich bei dieser Lektüre in dem Gefühl sonnen, dass die eigene Mischpoke ja noch vergleichsweise harmlos und normal ist. Auch wenn sie, wie meine, durchaus zum Drama neigt.
Beitrag von Binchen am Donnerstag, 9.Dezember.2004, 09:28
Hallo Vandam
um die Mica und Marcys schleiche ich, seit ich sie bei Dir auf der Page gesehen habe - sind die wirklich sooo toll?
In Namensdiskussionen mische ich mich auch gern ein. Damaris ist ein schöner Name, heißt glaub "Ehefrau". Ich hatte mal eine nette Kollegin die so hieß. Und zu Jannis würde das klanglich auch gut passen ... Und wenn das nu aufdringlich war, sei's drum. Das bin ich sicher öfter. :-)
+++
Wieder mal was zum Thema Bücher:
Tina Zang: PANIC ON THE SET – PANIK AM SET, An Adventure in Englisch, Zweisprachiger Kinderkrimi, ab 10, München 2005, Langenscheidt-Verlag, ISBN: 3-468-20431-0, 128 Seiten, Taschenbuch, schwarz-weiß-Illustrationen, Format 11 x 18 x 0,8 cm, EUR 5,95 (D), EUR 6,20 (A), sFr 11,10
Als die 11-jährige Cora Paulsen in der Zeitung liest, dass ganz in ihrer Nähe ein Casting für den Film "The Mystery of Valanna" stattfindet, gibt es für sie nur eines: Sie muss hin! Denn ihr großer Wunsch ist es, Schauspielerin zu werden.
Sie hat beste Voraussetzungen dafür, von diesem britischen Filmteam als Statistin engagiert zu werden: Sie spricht gut Englisch, sieht ein bisschen indianisch aus und kann schön singen – oder zumindest laut. Sie liebt Ratten, und sie kennt das Buch, das dem Film als Vorlage dient: "Mica & Marty 1: Die Mystery-Agenten". (Alle Fans von Tina Zangs "Mica &Marty"-Buchreihe werden in diesem Band vertraute Szenarien und alte Bekannte wiedersehen.)
Ganz nervös tritt Cora zum Casting an – und wird tatsächlich engagiert. Sie freundet sich mit Brian an, dem Sohn des Regisseurs, und taucht ein in die faszinierende Welt des Filmemachens. Da verschwindet plötzlich Alicia, die zickige und eingebildete Hauptdarstellerin. Hatte sie einen Unfall? Oder ist sie durchgebrannt, weil ihr der Filmstarrummel auf die Nerven ging? Wurde sie vielleicht entführt? Und welche Rolle spielt der tätowierte Busfahrer, der vor Alicias Verschwinden so auffallend ihre Nähe suchte?
Die Polizei ermittelt. Die Dreharbeiten gehen trotzdem weiter. Für die verschwundene Alicia springt einstweilen ihr Double Belinda ein. Cora und Brian machen sich ihre eigenen Gedanken über die Vorfälle am Set – und haben plötzlich einen ungeheuerlichen Verdacht. Werden sie das Rätsel um Alicias Verschwinden lösen können?
"Panic on the Set - Panik am Set" erscheint in einer neuen Langenscheidt-Reihe. Die Idee: Erzählt wird auf Deutsch, die Gespräche werden, weil es sich aus der Geschichte heraus so ergibt, größtenteils auf Englisch geführt. So lernt man ganz nebenbei neue Wörter und entwickelt ein gutes Sprachgefühl. Wer schon ungefähr zwei Jahre Englisch gelernt hat, kann mit Cora die Arbeit am Set erleben und das Geheimnis um Alicia lüften. Wenn dann doch mal ein Wort nicht ganz klar ist, hilft der Blick auf die Vokabelangaben unten auf jeder Seite garantiert weiter.
Der Leser lernt hier keine "langweiligen" Vokabeln sondern solche, die er im Alltag gut gebrauchen kann. Es sind auch ein paar wichtige und häufig verwendete Begriffe und Redewendungen darunter, die sie einem in der Schule garantiert nie beibringen. ;-)
Und wie immer in Tina Zangs Büchern ist die Geschichte nicht nur spannend sondern auch voller Witz. Köstlich, wie Cora es immer wieder schafft, den nervigen Bruder ihrer besten Freundin mundtot zu machen. Und wie sie ihrem Stimmtrainer vorsingen muss und ihn mit Stimmgewalt und ihren eigenwilligen Interpretationen fast zur Verzweiflung treibt, das ist einfach klasse. Bei dieser Szene hätte ich zu gerne Mäuschen gespielt ... Schallend gelacht habe ich, als uns offenbart wurde, wie Coras Bruder mit vollem Namen heißt und wie es dazu kam. Einzelheiten verrate ich hier natürlich nicht. Aber eines ist sicher: Es hätte ihn auch noch wesentlich schlimmer treffen können!
Tina Zang, Jahrgang 1960, lebt mit Mann, Tochter und Mieze in einem Biohaus im Grünen. Nach 15 Berufsjahren als Fremdsprachenkorrespondentin und Übersetzerin machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf und wurde Kinderbuchautorin. Neben ständig wechselnden Hobbys: von Seidenmalerei zu Stepptanz, von Architektur zu Astrophysik, bleibt Sie seit 30 Jahren dem Klavierspielen treu. Im Internet kann man sie unter http://www.tinazang.de besuchen.
Beitrag von viola am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 22:02
War über eine Woche unfreiwillig offline... igitt!... dabei hatte ich seltsamerweise aber mehr Lesezeit....
ENVY ( Neid) von Sandra Brown hat mich ganz gefesselt, ein Krimi, der auf zwei Ebenen spielt , die dann immer mehr zusammen laufen - war wirklich spannend.
"Anonyma - eine Frau in Berlin" hat mich stark mitgenommen - zeitgleich hörte ich nämlich das Buch "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns im Auto - (wunderbar - sie liest selbst!) - und schaute mit meinen Schülern Dokus über Flucht und Vertreibung... war des Schlimmen fast zuviel....
Davon muss ich mich jetzt erstmal erholen bei den "alten" Krimis von Tess Gerritsen, die man nach ihren aktuellen Erfolgen aus der Versenkung geholt hat...
Ach ja - und "Tod im Pfarrhaus" von Helene Tursten war auch noch zwischendurch Lektüre... fand ich aber nicht ganz so gut wie ihre anderen.
WIBKE: wie wärs mit JOELLE? **G**
Guts Nächtle! Viola
Beitrag von SabineF. am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 21:14 EMail: tigerfranny@yahoo.de
hallo forum, anfang 2002 schickte ich eine art*poesiealbum* auf die reise,(es steht in der rb liste), ich wohnte damals im ausland, und fand die idee reizvoll, dass sich aehnlich wie bei den rbs, mitleserinnen aus aller welt dort in wort und bild verewigen, zumal ich im laufe der jahre auch viele privat kennenlernen durfte. leider hat es bis heute seinen weg nicht zu mir zurueck gefunden, und beide moeglichkeiten, a) verlust auf dem postweg, oder b)es liegt noch irgendwo rum sind nicht auszuschliessen, ich moechte euch deshalb bitten, mal kurz *nachzugucken*
euch allen eine schoene adventszeit und dir, wiebke, viel freude am janniskind...
Beitrag von Valentine am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 16:00
WIBKE - ich mische mich jetzt mal ganz dreist ein. Zum Bruder Jannis würde mir gefallen:
Tabea Lara Larissa Damaris Miriam Antonia Helena Philippa Katharina Hannah
Habt Ihr schon feste Favoriten?
(Falls das jetzt aufdringlich war - einfach ignorieren!)
LG Valentine
Beitrag von Wibke am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 14:54
Klar verrate ich den Namen unsere Sohnes, das ist ja kein Geheimnis: er heißt Jannis *g* ! Bei dem Namen paßt die Herkunft, die Bedeutung, der Klang und zum Nachnamen paßt er auch noch ! Und er gefällt sowohl mir als auch meinem Mann !Ob wir auch solch einen Mädchennamen finden werden *g* ? LG von Wibke
Beitrag von Valentine am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 14:28
WIBKE: magst Du verraten, wie Euer Sohnemann heißt? Ich liebe es, bei der Namenssuche zu helfen ;-)
"Die Wand" hab ich just heute beendet und mir beim Nachwortlesen die gleiche Frage gestellt.
Ein niedergeschlagenes, aber sehr gedankenreiches und zum Denken anregendes Buch.
LG Valentine
Beitrag von Wibke am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 13:18
Bei uns läuft die Adventszeit ähnlich wie bei SUSANNE ab, alles was stresst, lassen wir ausfallen. Und so bleibt genug Zeit zum Genießen und Entspannen. Du sprichst das Thema "Buchgeschenke" an, SUSANNE. Mir ist aufgefallen, daß ich in diesem Jahr weder ein Buch verschenke noch eines bekommen werde ( es sei denn, das Christkind überrascht mich *g* ). Ich glaube, daß ist noch nie passiert ! Insofern überlege ich, ob ich mir nicht mit "Todeshauch" von A. Indridason selbst eine kleine Freude machen soll g*. "Nordermoor" , den ersten Krimi von ihm habe ich am Wochenende verschlungen ! Fand ich ganz klasse ! Hier wurde das Buch bisher auch nur positiv erwähnt, oder ? Nach "Die Wand" mußte ich einfach einen spannenden Krimi lesen. "Die Wand" hat mich fast deprimiert und ich überlege jetzt, ob ich auch zu den "oberflächlichen Konsumenten" zähle, die im Nachwort erwähnt werden. Während des Lesens ist mir eine "technische" Frage nicht mehr aus dem Kopf gegangen: teilt die "Wand" die Welt in zwei Hälften oder hat sie einen Kreis abgeteilt, d.h. lebt die Ich-Erzählerin in einem komplett abgegrenzten Raum ? Im ersten Fall, und so scheint es ja zu sein, wenn ich das Ende des Buches bedenke, müßten doch noch ganz viele Menschen da sein ! Ist vielleicht eine blöde Frage, aber mich hat sie nicht mehr losgelassen *g*.
Gestern habe ich dann mit "Wie Frauen fischen und jagen" von Melissa Bank angefangen. Das Buch liegt schon ewig auf meinem SUB, auf der Rückseite steht noch nicht mal der Preis in Euro *g*.
VALENTINE, wir werden wohl diesmal eine Tochter bekommen. Einen Namen haben wir noch nicht, es fällt uns viel schwerer als damals bei unserem Sohn. Zudem brauchen wir mehrere Namen, denn wir wollen eine Liste mit in den Kreissaal nehmen und uns erst dann entscheiden, wenn die Kleine da ist.
Euch allen einen schönen Mittwoch! Liebe Grüße von Wibke
Rezensionen schreibe ich öfter - unter der Rubrik "Bücher" auf der o.g. Seite. Die Texte stelle ich auch gern bei Amazon und/oder beim Grossisten kno.de ein. (Koscht' nix, wie man sich als Schwäbin beeilt zu versichern.)
ich heiße Peter Brenkmann und habe im Sept. 2003 mein Jugendabenteuerbuch "Die Geheimnisvollen 4" im Bimax-Verlag (www.bimax.de) veröffentlicht. Mein Jugendbuch hat 8 versiegelte Geheimakten, die die jungen Leser öffnen, wenn sie ein Geheimnisschlüssel im Buch darauf hinweist.
Da ich noch ein Neuling in der großen weiten Bücherwelt bin, würden mir Buchrezensionen sehr helfen, die ich in Online-Buchläden einstellen könnte. Wenn mir jemand eine Buchbeurteilung meines Buches (bitte mit eMail und Wohnort) zusenden möchte, die ich in Amazon u.ä. einstellen kann, würde mich das sehr freuen.
Herzlichen Dank im Voraus:
Peter Brenkmann www.peter-brenkmann.de
Beitrag von Mo am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 10:07
Liebe Claudia, danke für die "Weihnachtszeit". Das Gedicht drückt sehr schön aus was ich jedes Jahr Weihnachten wieder empfinde.
Vorweihnachtliche Grüsse an alle. Mo, auch schon "ewig" mitlesend
Beitrag von Muraki am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 08:39
DORIS, soher hast Du immer die schönen Kästner-Gedichte? Gibt es da eine ganze Sammlung Monate? Ich liebäugele ja seit Jahren mit der Kästner-Gesamtausgabe der Büchergilde, aber da hier erst einmal 50 Weltbildklassiker ungelesen stehen, halte ich mich zurück. Ich lese immer noch MARIA STUART, habe so ein bisschen mit SIRI HUSTVEDT WAS ICH LIEBTE angefangen, aber alles mit wenig Lust; es wollen noch Kinderpullover bis Weihnachten fertig gestrickt werden. Gestern Nacht war an Lesen eh nicht mehr zu denken. Um Mitternacht bremste es scharf vor der Haustür, mit einem unguten Gefühl ging ich raus, und tatsächlich, es lag ein überfahrener roter Kater vor der Tür. Ich denke natürlich, es ist unserer, trage ihn um Fassung ringend mit dem Nachbarn in unsere Garage, streichel das tote Vieh und bin am verzweifeln - da kommt unser Leo fröhlich angemaunzt... ich war so unter Schock, das ich gar nicht gemerkt habe, dass es eine andere Katze war... Nun liegt die Katz in der Garage und ich werde gleich mal herumfragen, wer in der Nachbarschaft eine vermisst. Traurig. Werde den kleinen Frosch gleich mal mit meiner Haushaltshilfe einkaufen schicken, damit er nichts mitbekommt. Ihm geht es übrigens sehr gut nach der OP, hat supergute Laune und freut sich wieder auf den Kiga. Liebe Grüsse in die Runde: Muraki
Beitrag von Doris am Mittwoch, 8.Dezember.2004, 06:46
Ich lese gerade: PHILIPPE CLAUDEL DIE GRAUEN SEELEN, ein literarischer Krimi, der in Frankreich Furore gemacht hat. Ich bin noch am Anfang, kann mir also noch kein genaues Bild machen. Die Sprache jedenfalls ist schon mal sehr überzeugend. nun muss mich nur noch die Handlung überzeugen;-)
Der Dezember Erich Kästner
Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar. Ist gar nicht sehr gesund. Kennt seinen letzten Tag, das Jahr. Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt. Ruht beides unterm Schnee. Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt. Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin. Nichts bleibt. Und nichts vergeht. Ist alles Wahn. Hat alles Sinn. Nützt nichts, daß man's versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus durch jeden Kindertraum. Und wieder blüht in jedem Haus der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt, wie hold Christbäume blühn. Hast nun den Weihnachtsmann gespielt und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag. Dann dröhnt das Erz und spricht: "Das Jahr kennt seinen letzten Tag, und du kennst deinen nicht."
Liebe Grüsse Doris
Beitrag von Marion M am Dienstag, 7.Dezember.2004, 21:07
Ein bißchen schlechtes Gewissen ... ich habe mich schon seit einer Woche nicht mehr bei euch gerührt ...aber ich habe auch nur wenig Lesestoff zu vermelden
Kirsten Holst: Ein volles Haus nix berühmtes, höchstens nett für zwischendurch ...
ich habe zwei tolle Bücher auf dem Schreibtisch liegen - Luftbilder zur italienischen Landschaft und Städte und RECHTSANWÄLTE/LINKSANWÄLTE aus dem Eichbornverlag über die Anwälte der RAF, na ja eher Minderheitenrpogramm, interessiert wahrscheinlich kaum jemanden außer mir ... Morgen mache ich einen Schnellesekurs auf der Arbeit ... vieleicht lesen sich die Bücher dann in Zukunft von alleine ***g***
schönen Abend!
Marion M
Beitrag von Claudia am Dienstag, 7.Dezember.2004, 19:05 EMail: Weihnachtsgrüsse
Hallo in die Runde. Ich bin schon seit Jahren stille Mitleserin, will mich aber heute bei allen bedanken für die vielen Beiträge und Empfehlungen. Es ist immer wieder schön hier vorbei zu schauen. Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest.
Weihnachtszeit (Autor unbekannt)
Wie strahlt der Baum im Lichterglanz, als zeige er unseren Wohlstand ganz. Es häufen sich Geschenke, fast brechen Tisch und Bänke. In früheren Zeiten gab´s das nicht. Zwar hungerten die Armen nicht, doch brannten nur wenige Kerzen zwischen Honigkuchenherzen. Es hingen Äpfel an dem Baum, für uns genügen die heut kaum; man schwärmte für die Kartoffel und schenkte sich höchstens Pantoffel. Doch war man glücklicher als wir? Ich wünsche allen, dir und mir, im Überfluß Zufriedenheit und eine glückliche Weihnachtszeit.
Alice MUNRO: Himmel und Hölle. Neun Erzählungen. Aus dem Englischen von Heidi Zerning. Verlag S. Fischer, Frankfurt
Meine Lieblingserzaehlung daraus ist wohl «Was in Erinnerung bleibt». Ich habe auch ihre neuen Erzaehlungen schon gelesen (vorerst nur auf Englisch erhaeltlich), eine jede einzelne ist fuer mich den Preis des Buches wert.
Rezensionen von aelteren Buechern bzw. Interviews mit dieser Autorin u. a. hier: http://www.nytimes.com/books /98/11/01/specials/munro.html (ich habe vorsichtshalber den Link unterteilt)
Fuer diejenigen mit Zugang zu elektronischen Datenbanken: http://www.nwpassages.com/bios/munro2.asp
Hi, habe ein Problem . Muss übermorgen in Deutsch Referat über "Der Lebenslauf der Liebe" von Martin Walser halten und schaffe es nicht mehr zu Ende zu lesen . Wollte fragen ob vielleicht irgendjemand von euch das Buch gelesen hat und mir kurz das Ende zusammenfassen könnte , ab der Stelle , wo die Zwangsversteigerung ansteht und Weihnachten ist . Wäre suuuuuperlieb wenn mir irgendjemand helfen könnte
Beitrag von BarbaraB am Dienstag, 7.Dezember.2004, 09:45
MARIA, ja es gibt, das "andere" Israel. Ich habe es bei einer Rundreise vor einigen Jahren erlebt, als ein arabischer Bauer unsere ganz Grupppe und seinen israelischen Freund, unseren jüdischen Reiseleiter, auf das Herzlichste einlud. Wir verbrachten einen wunderschönen Nachmittag auf einer riesigen offenen Terasse, sonnengeschützt wunderbar durchlüftet ausgestattet mit großen weichen Sitzkissen, gemeinsam mit der ganzen arabischen Familie. Wir wuden bewirtet und haben geschwiegen und geredet und beim Abschied flossen Tränen... Das Haus liegt mitten in einem Olivenbaumwald, die Lebensgrundlage der Familie, irgendwo über den Hügeln von Jerusalem...
VALENTINE Du hast genau das gesagt, was ich auch denke!!!
ELA, mußte schmunzeln als ich Deine "Begegnung" mit UWE JOHNSON las. Als ich MUTMASSUNGEN ÜBER JAKOB vor langer Zeit schon einmal gelesen habe, erging es mir ähnlich. Das hat sich inzwischen gründlich geändert. Es macht mir richtig Spass etwas komplizierte Schreibweisen zu "erforschen"...
Ich erlaube mir ohne weiteren Kommentar einen Link hereinzustellen, der zu einem Interview mit Amos OZ fuehrt, das er dieser Tage der lokalen Radiostation gegeben hat. Ausserdem kann man auf der angegebenen Webseite einen Auszug aus seinem Buch lesen.
Muss schleunigst in die Federn, deshalb so kurz. Eine schoene Woche euch allen, herzlich, Maria
Beitrag von Ela am Sonntag, 5.Dezember.2004, 17:58
BARBARA B hat mich mit dem Kommentar zur SZ Bibliothek daran erinnert: vor einiger Zeit habe ich MARIA an anderer Stelle von meinem Versuch berichtet, mich mit UWE JOHNSON Mutmaßungen über Jakob anzufreunden. Wie gesagt, versucht.
Für 60s. habe ich ca. 3h benötigt! Und danach war ich sprachlich so überfordert, daß ich nicht mal mehr Fantasy lesen mochte. Der Mensch kennt keine Kommas und hat auch sonst die Angewohnheit, einfach so Satzteile und Worte aneinanderzureihen. Im Ergebnis sah das für mich so aus, daß ich zwar den Inhalt an sich verstanden habe, die einzelnen Sätze aber häufig nicht wirklich, wenn ich nicht fast jeden 2./3. satz 3x oder öfter lesen wollte. Erzählt wird die Geschichte des Eisenbahners Jakob, der auf dem Nachhauseweg über die Gleisanlagen überrollt wird. Zeitpunkt: DDR, ca. Mitte der 50er, geschrieben 1959. Johnson geht der frage nach, wie es zu dem Unfall kam. Zufall, Selbstmord, politischer Mord? Erzähler sind zum einen der allwissende Erzähler, zwei Kollegen von Jakob in der Pause oder nach Dienstschluß und ein Mitarbeiter der Staatssicherheit, der über Jakob an seinen "Ziehvater" herankommen wollte, um dessen Tochter im Westen, beschäftigt bei der NATO, als Spionin zu gewinnen. Die Erzähler sind wenigstens durch z.b. unterschiedliche Schriftarten deutlich voneinander abgegrenzt, denn man muß sich selbst zusammenpuzzeln, wer wer ist und was er im Konzept darstellt - und es gibt keine Kommas oder sonstige Satzzeichen neben dem Punkt. (MARIA, dagegen sind Schmidts Doppelpunkte ein Genuß! *lach) Noch kann ich mir nicht vorstellen, die restlichen 200 S. auch noch zu lesen...
Was den OZ angeht, MARIA, BARBARA B, danke für die Kommentare! Maria, ich werde mal nach Deinen Beiträgen graben. Dieses Frühjahr? Ich habe mir am Samstag Der dritte Zustand aus der Bücherei mitgenommen. Das war das Aktuellste, was sie hatten. Die ersten 50 S. waren nicht so sehr mein Fall, stilistisch. Mal sehen, wie es sich entwickelt.
angeregt durch MARIA's und WIBKE's Beiträge möchte ich mich nach langer Abstinenz auch mal wieder zu Wort melden. Auch ich lese nach wie vor hie regelmäßig mit, zum Posten fehlt meistens leider die Zeit (und ein bisschen faul bin ich auch geworden). Mein Jahr 2004 war eindeutig durch meinen neuen Job geprägt, der mir wahnsinnig viel Spaß macht, der aber auch (leider) viel meiner freien Zeit gefressen hat. Meistens schaffe ich mit Ach und Krach ein Buch pro Woche. Und das auch nur, wenn ich am Wochenende viel Zeit hierfür reserviere. Irgendwo müssen halt die Prioritäten gesetzt werden. Aber ich freue mich immer über Eure Beiträge.
Weihnachtsstress gibt es bei mir auch nicht (mehr), ich liebe es, die Wohnung zu dekorieren, Geschenke zu besorgen etc. . Alles, was stresst, ist abgeschafft. Weihnachtsmarktbesuche finden nur noch unter der Woche statt und auch nur, wenn es zeitlich paßt. Wenn ich sehe, welche Massen sich an den Wochenenden in die Innenstädte schieben - nein, danke! Da bin ich doch dann lieber zu Hause mit meinen Lieben bei einer schönen Tasse Tee, Kerzen, einer CD und meinem Buch...
Mein Lesejahr 2004 war leider bisher fast frei von absoluten Höhepunkten (wie in den letzten Jahren die *KORREKTUREN* oder *DER SCHATTEN DES WINDES*), das lag aber auch mit Sicherheit an meinem Zeitmangel.
Gerade eben jedoch habe ich einen Roman beendet, den MARION M im Sommer in den höchsten Tönen gelobt hat und den auch ich nur weiter empfehlen kann *DAS SPIONAGESPIEL* von MICHAEL FRAYN. Zum Inhalt findet Ihr mehr unter dem obigen Link. Ein atmosphärisch sehr dichtes und auch sprachlich wundervolles Buch.
Gestern war ich mal wieder in der Buchhandlung, u.a. um mal zu sehen, was ich mir zu Weihnachten wünschen bzw. selber verschenken könnte. Die ganz richtige Idee hatte ich leider noch nicht. Wie sieht das bei Euch aus – was wünscht Ihr Euch und was verschenkt Ihr??
MARIA, ich fände es schade, wenn Du nicht mehr mitschreiben würdest. Bitte melde Dich wenigstens ab und zu mal!!
Euch allen einen wundervollen 2. Advent!
Beitrag von Maruki am Sonntag, 5.Dezember.2004, 09:50
Ich bin gestern aus dem Krankenhaus gekommen mit Willchen, haben alles gut überstanden. OP hat gut geklappt; jetzt bekommt er in einigen Wochen den Sprachprozessor dazu, erst dann kann man die Elektroden aktivieren, und dann sehen wir, ob das CI erfolgreich implantiert wurde. Im Moment schläft er noch und hat seinen kleinen Turban abgestreift, der Hase. Im Krankenhaus war er brav und tapfer, hatte keine Angst, hat alles akzeptiert. Ich bin froh, dass wir alles so unglaublich schnell über die Bühne gekriegt haben, damit man gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt. Abends habe ich auf dem Flur immer ein bisschen STEFAN ZWEIG: MARIA STUART gelesen, aber ich muss zugeben, dass ich die Lektüre doch weniger spannend finde als gehofft. Dieser schwärmerisch-romantische Grundton und dieses männliche Weltbild von Anno Tobak gehen einem doch als moderner Frau kräftig auf den Geist. So. Ich zieh mich mal schnell an, habe das Durchschlafen im eigenen Bett unglaublich genossen! Liebe Grüsse in die Runde, Maruki (für MARIA! Schön, dass Du Dich gemeldet hast; wir sind ja alle nicht soooo fleißig am Schreiben, aber wir bleiben uns ja trotzdem irgendwie erhalten, und das ist fein. Weihnachten ist für mich auch kein Stress, ich mache einfach, wozu ich Lust habe, und da wir hier ein bisschen abgeschnitten von der Welt und Familie sind, entfallen alle Zwänge. Dieses Jahr machen fahren wir erst Richtung Schwiegermutter und dann mit unserer mittlerweile verpätschwörkten Familie eine Woche in die Berge, darauf freue mich mich, auch wenn Fröschlein wohl eher spazieren gehen muss statt Berge hinab zu wedeln.)
irgendwann wollte ich erklaeren, warum ich nicht mehr mitschreibe. Dieses Irgendwann schiebe ich seit Monaten vor mir her, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich mich selber frage, "Wozu?". Ich lese regelmaessig nach, was ihr schreibt, nach wie vor suechtig und kein Wunder, nach fast sechs Jahren Buecherforum. Mein Schreibblock haengt wohl auch damit zusammen, dass ich irgendwann den Eindruck gewonnen (oder die Erkenntnis) habe, dass meine Leseabenteuer gelegentlich zu sehr in Regionen liegen, in die Wenige wandern wollen, waehrend es mir ein Beduerfnis geworden war, sie zu erforschen. Warum aber sollen sich Andere auch dafuer interessieren? Ich sehe das wie zum Beispiel Vegetarierer, die still und leise ihre Kost geniessen, ohne deshalb ein Missionierungsbeduerfnis zu entwickeln und den Rest der Welt zu ihrem Geschmack bekehren zu wollen. Nicht vergessen zu erwaehnen, dass ich wirklich sehr diszipliniert an verschiedenen Projekten arbeite, an Zielen, die ich mir gesteckt habe und die ich verfolge und erreichen moechte. Ich musste ein bisschen schmunzeln ueber das Thema Weihnachtsstress - entschuldigt bitte -, denn von Weihnachten lasse ich mich nicht stressen, das ist fuer mich eher wie ein schoener Ort, an dem man sich einmal im Jahr zum Entspannen und Geniessen zurueckzieht. Stress plagt mich zum Glueck selten, ich lebe fuer einen ueberhoehten Adrenalinspiegel, ich gedeihe darin sozusagen. Ich habe auch ueberhaupt kein Problem, anzuhalten, wenn mir der Sinn nach Ruhe steht (nicht, dass ich immer den "richtigen" Moment finde und das wuerde man dann wohl Stress nennen muessen, wenn dieser Konflikt zu oft auftritt ).
So, ein paar Zeilen waren's, wenn auch laengst nichts wirklich Wichtiges. Nur als kleine Erklaerung fuer mein Nichtmitschreiben und als kleines Dankeschoen fuer MARIIIKE (ich liebe alle deine Namenswandlungen! *g*) und all die anderen Lieben, die nach mir gefragt haben die letzten Tage.
Liebe BARBARA B und liebe ELA: AMOS OZ! ELA, ob du's glaubst oder nicht, als ich deine Frage nach ihm hier gelesen habe, war ich dabei, mich auf dem Weg zu einer Vorlesung zu machen. Mit AMOS OZ! Nicht zu fassen, gell? *g* BARBARA B, ich kann mich deinen Worten zu OZ nur anschliessen. Ich LIEBE ihn, wie man einen Schriftsteller nur lieben kann. Ich habe EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND FINSTERNIS vor Monaten gekauft, aber noch nicht gelesen (fuer mich war das vergangene Buecherjahr eine Serie von guten Buechern, ein selten gutes Jahr, moechte ich anfuegen), aber Amos OZ hat darueber auch gesprochen, und ich freue mich sehr auf das Buch.
Termindruck laesst mich hier abbrechen, zaehle nur schnell ein paar der Buecher auf, die ich von ihm gelesen habe (irgendwann im letzten Fruehjahr Sommer habe ich etliche Male darueber geschrieben hier, ich kann aber jetzt nicht nachgraben), Titel zwangslaeufig auf Englisch (in ausgezeichneten Uebersetzungen aus dem Hebraeischen, moechte ich betonen): DON'T CALL IT NIGHT, THE SAME SEA, TO KNOW A WOMAN, FIMA, TOUCH THE WATER TOUCH THE WIND, MY MICHAEL, ein Buch ueber "Beginnings" (ueber die ersten Kapitel von Romanen), dessen Titel mir nicht einfaellt und ein anderes Sachbuch ueber Frieden im Nahen Osten (ein Sammlung von Vortraegen). BLACK BOX faellt mir noch ein (immer noch kein regelmaessiges Lesetagebuch gefuehrt die Frau und die Buecher teilweise ausgeliehen, das raecht sich).
Sie haben alle ihren eigenen Sog, liebe ELA. Ich wuerde es mit dem neuesten versuchen, das ist sicher interessant und daraus kannst du vielleicht schon sehen, ob sein Stil und seine Art, die Welt zu sehen, dich anspricht.
BARBARA B, geht's dir auch so, dass du ueber Amos OZ' Romane ein ganz anderes Bild von Israel hast, als man es aus den Nachrichten kennt? Meins hat kleine Doerfer, Staedte mit engen Gassen, Parterrewohnungen, Haine mit Olivenbaeumen, Gemuesegarten, arabische Nachbarn ...
Einen liegen Gruss an alle, Maria
Beitrag von BarbaraB am Freitag, 3.Dezember.2004, 11:28
ELA, angefangen hat meine Begeisterung für AMOS OZ mit dem Buch SUMCHI. Das ist eine wunderbare Kindergeschichte, die beginnt wie ein Märchen, ist aber keineswegs eines. Dieses Buch ist von Quint Buchholz illustriert (er gestaltet auch einige Bücher von Elke Heidenreich). AMOS OZ hat immer seine israelische Heimat als Grundthema in seinen Büchern. Er kann wunderbar erzählen mit Vorliebe von Verstrickungen familiärer Art, viele Handlungsabläufe, die dann in einem zusammenlaufen. Da geht es um den Tratsch und das Leben im Kibuzim, die Schilderung eben dieses anderen Lebens und was sich daraus ergibt. Sein letztes Buch EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND FINSTERNIS ist ein stark autobiographisches Werk und wie ich meine absolut lesenswert. WIBKE hat die Buchliste des Jahres angesprochen, für mich ist das ein Favorit. Liebe Grüße und Euch allen einen schönen 2. Advent wünscht BarbaraB
Beitrag von Valentine am Freitag, 3.Dezember.2004, 11:06
WIBKE: Ah ja, danke für den Hinweis. Das Buch hab ich auch gelesen und für gut befunden.
Weißt Du schon, ob Du einen Jungen oder ein Mädchen bekommst? Was macht die Namenssuche?
LG Valentine
Beitrag von Wibke am Donnerstag, 2.Dezember.2004, 20:51
VALENTINE, mein Entbindungstermin ist Anfang Februar.
"Schuld" ist übrigens der Debütroman von Alvtegen. "Peter Brolin steht mit seiner Firma vor dem Bankrott, als ihn eine geheimnisvolle Fremde beauftragt, ihrem Mann Olof ein Paket zu überbringen. Doch Olof Lundgren ist seit Jahren verwitwet, und in dem roten Samtkästchen liegt wachsweiß ein abgetrennter Zeh. Noch ahnt Brolin nicht, dass sich der Terror bald auch gegen ihn richten wird und er Schatten einer Vergangenheit heraufbeschwört, vor denen ihn auch die erfahrene Kriminalkommissarin Anderson nicht bewahren kann..."
Schönen Abend ! Wibke
Beitrag von Valentine am Donnerstag, 2.Dezember.2004, 15:39
WIBKE: wann ist es denn so weit *neugierig*?
"Die Wand" lese ich auch gerade mit einer Internet-Leserunde. Sehr beklemmende Atmosphäre - und ständig die unwillkürliche Frage, wie man wohl selber in der Lage handeln würde.
Magst Du zu "Schuld" von Karin Alvtegen noch einen kleinen Hinweis geben? Ich komme jetzt nämlich gerade nicht drauf, welches das ist. Ihre Bücher haben mir bislang aber alle gefallen.
LG Valentine
Beitrag von Wibke am Donnerstag, 2.Dezember.2004, 13:40
Hallo Ihr Lieben, ich lese nach wie vor noch fleißig hier mit, aber zum Schreiben komme ich leider kaum noch. Die Schwangerschaft wird jetzt doch immer anstrengender, ich habe das Gefühl, daß mein Bauch stündlich wächst *g*. Und da mein Sohn mich trotzdem auf Trab hält, nutze ich die freie Zeit überwiegend zum Lesen und Entspannen auf dem Sofa.
Was habe ich in den letzten Wochen gelesen ? Von MANUs RB "Schweigen im Oktober" habe ich hier, glaube ich, schon erzählt. Die Geschichte eines Mannes, dessen Frau plötzlich und auf unbestimmte Zeit verreist und ihn mit allen Gedanken und Unsicherheiten sitzenläßt, hat mir außerordentlich gut gefallen.
Dann habe ich mit "Dunkle Spiegel" von Robert Goddard einen äußerst spannenden Krimi gelesen ! Das Buch handelt von Chris, einem Mann, dessen Großmutter und Eltern durch eine Erbschaft vor vielen Jahren reich wurden. Dch plötzlich erfährt Chris, auf welche furchtbare Art und Weise diese Erbschaft erschlichen wurde und er muß entscheiden, ob er die Wahrheit weiterhin verschweigt oder endlich alles ans Licht bringt.
"Verschlossen und verriegelt" von Sjöwall/ Wahlöö war dann als nächstes an der Reihe und auch diesen Krimi habe ich wie alle Bücher dieses Autorenpaares sehr genossen.
Von "Die Farbe von Wasser" von James McBride war ich dagegen leicht enttäuscht. Die autobiographische Geschichte eines schwarzen Mannes, der in den 60er Jahren mit seinen 11 Geschwistern und seiner weißen Mutter lebt, ist zwar an sich interessant, aber nach der vorher gelesenene Rezension zu diesem Buch hatte ich mir doch etwas anderes vorgestellt.
Bei "Herzweh" von Carole Glickfeld hat mich durchgehend der dumme Titel gestört *g*. Ansonsten ist das Buch, daß aus der Sicht eines kleinen Mädchen geschrieben wird, nämlich ein netter Schmöker. Es erzählt die Geschichte von Chenia und ihrer jüdisch-russischen Familie, die in den 50er Jahren in New York lebt.
Anschließend war mit "Vor dem Frost" von Henning Mankell wieder ein Krimi an der Reihe. Ich mag die Mankells einfach und diesmal war neben der Krimihandlung auch die Schilderung aus Sicht von Wallanders Tochter Linda interessant. Ich habe ganz neue Seiten an Kurt entdeckt *g*.
Innerhalb von zwei Tagen habe ich dann Karin Alvtegens "Schuld" gelesen. Bei diesem Krimi habe ich bis zu Schluß mit einem anderen Ende gerechnet - und war dann überrascht, daß es doch nicht kam. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, ich mußte ständig weiterlesen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht.
Für den Lesezirkel lese ich seit vorgestern - endlich - "Die Wand" von Marlen Haushofer. Das kennt hier schon jeder, oder ? Mir gefällt es bisher gut, auch wenn es mich teilweise sehr ängstigt. Die Vorstellung ist einfach unvorstellbar.
Gibt's dieses Jahr eigentlich wieder eine Bestenliste ??? Ich rangiere meine Bücher schon hin und her *g*.