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    Beitrag von Daniela am Montag, 24.Januar.2005, 01:26
    Homepage: www.die-leselust.de

    Hallo ihr Lieben,
    spät aber doch - und hoffentlich noch rechtzeitig! meine TOP- und FLOP-Liste 2004....

    ich fange mal mit den FLOPS an:

    KRIMI-FLops:
    Anne Chaplet - Russisch Blut
    Piper, Saison: 2004 / 2, TB, 256 Seiten
    Neue Stadt, neues Glück: Katalina möchte in Blanckenburg eigentlich nur ihre neue Stelle als Tierärztin antreten und ihre Erfahrungen aus dem jugoslawischen Bürgerkrieg vergessen. Doch um das Schloss fallen auch ihr so einige Merkwürdigkeiten auf, und als es dann auch noch einen Toten gibt, wird auch die kaum vernarbte deutsche Geschichte wieder aufgebrochen... Kein Krimi aus ihrer normalen Reihe; und auch bei weitem nicht so gut! Klischeebeladen und mit ziemlich stereotypem Personal - leider keine Empfehlung


    Theodor Kallifatides - Der sechste Passagier
    Zsolnay, Saison: 2004 / 1, HC, 286 Seiten
    Schon auf der ersten Seite wird man mit der Vorstellung des Autors von Erotik amüsiert - und darf sich danach über sehr stereotype Versuche, Spannung in eine Packung Schlaftabletten zu bringen, amüsieren. So schlecht, dass es schon wieder Spaß macht.

    Louise Welsh - Dunkelkammer
    Kunstmann, Saison: 2004 / 1, HC, 304 Seiten
    Haushaltsauflösungen sind für einen Auktionator immer ein gewisses Glücksspiel: verbirgt sich unter all den persönlichen Schätzen, die nur für den Besitzer selbst Wert hatten, doch noch ein Goldstück? Was Rilke entdeckt geht allerdings in eine ganz andere Richtung: pornographische Bilder der übelsten Sorte, und eines davon zeigt offensichtlich einen Mord. Und nun? Fasziniert versucht Rilke das Rätsel zu ergründen und gerät selbst in Gefahr... In Gefahr, vor Spannung oder Interesse nicht schlafen zu können, war ich beim Lesen dieses Buches allerdings leider nie.


    "BELLETRISTISCHE" FLops:
    Henri Alain-Fournier - Der große Meaulnes
    Diogenes, Saison: 2003 / 1, TB, 336 Seiten
    "Besser als Musils Törless" und "ein bisserl arg romantisch" waren die Worte, die mir vor der Lektüre auf den Weg mitgegeben wurden - zweiteres kann ich bestätigen, ersteres - schweigen wir darüber. Absolut nichts für mich.


    Jakob Arjouni - Hausaufgaben
    Diogenes, Saison: 2004 / 2, HC, 189 Seiten
    Ach Jakob, was hast du hier gemacht? Wo ist der zynische, bissige Autor der Kayankaya-Romane geblieben? Ich hoffe, dass dieser Ausflug in die moralinsaure Piefigkeit einmalig bleibt.

    Leland Bardwell - Mutter eines Fremden
    C.H. Beck, Saison: 2004 / 1, HC, 240 Seiten
    Für Nan war die Sache erledigt, nachdem sie mit 16 ihr Kind zur Adoption freigegeben hatte - dass dann fast 30 Jahre später plötzlich ihr Sohn in ihr Leben treten würde, hätte sie nie erwartet. Auch ihr Mann nicht, der davon nichts wusste - eine Situation, die sie alle in einen Ausnahmezustand versetzt. Leider versäumt es die Autorin, diese Thematik aus der Psychologie ihrer Charaktere verständlich zu machen, sondern beschreibt
    ziemlich lieblos; nach der großen Empfehlung von Elke Heidenreich eine Enttäuschung.

    Borger & Straub - Im Gehege
    Diogenes, Saison: 2004 / 2, HC, 378 Seiten
    Klischeestrotzende Geschichte eines Lehrers, der aus fanatischer Liebe zu einer Kollegin über Leichen geht. Ein bisschen morden a la Ingrid Noll, von diesem Autorenduo könnte man angesichts der Bücher, die sie bereits geschrieben haben, wesentlich Besseres erwarten. Enttäuschend!

    Orly Castel-Bloom - Das Meer im Rücken
    Piper, Saison: 2004 / 1, HC, 267 Seiten
    Ein Mann verlässt seine Geliebte, um mit einem Model zusammenzuleben; eine Familie versucht, sich das Lebensnotwendige durch eine Reportage im Fernsehen zu erwirken, und das alles in einem bitterkalten Winter zwischen Terroranschlägen; trotz einiger interessanter Einblicke in das Alltagsleben in Israel empfand ich das Buch insgesamt als bedauerlich belanglos.

    Amit Chaudhuri - Real Time
    englisch, HC, 180 Seiten
    Kleine, sehr lyrische Geschichten werden hier erzählt - für mich zu lyrisch und in einer Sprache, die ich als so verquast empfand, dass ich keine Lust empfand, mich auf die Geschichten einzulassen.

    Philippe Djian - Reibereien
    Diogenes, Saison: 2005 / 2, HC, 234 Seiten
    Im Gegensatz zu den letzten beiden Titeln von Djian, die ich nicht mal zu Ende lesen konnte, hat dieses hier wieder etwas Handlung außerhalb von Sex; dennoch: für mich keine Lesefreude. Es ist, als wollte der mittlerweile in die Jahre gekommene Schriftsteller immer noch den rotzfrechen Ton der Jugend treffen; ich empfinde das mittlerweile als peinlich

    Rolf Dobelli - Und was machen Sie beruflich?
    Diogenes, Saison: 2004 / 2, HC, 236 Seiten
    So etwas passiert eigentlich nur den anderen: dass aber ausgerechnet er, der Marketingchef einer so bedeutenden Firma, gefeuert werden könnte... Aber jeder Versuch, seine Frau darüber zu informieren, scheitert an ihrer stetig fortschreitenden Karriere... Das große Problem mit Dobelli ist meiner Ansicht nach, dass er zwar vielleicht ganz originelle Gedanken hat, aber leider keine Romane schreiben kann. Er reiht Gedankensplitter
    aneinander - und die fand ich großteils ziemlich überzogen oder aber langweilig.

    Roddy Doyle - A Star Called Henry
    englisch, TB, 342 Seiten<i><small>(Lesegruppe)</i></small>
    Und wieder eine unglückliche irische Kindheit, die dann rasch in den Osteraufstand übergeht; leider war ich zu diesem Zeitpunkt schon so genervt, dass ich nach etwa der Hälfte den Roman abgebrochen habe.

    Patricia Duncker - Der tödliche Zwischenraum
    Berlin Verlag, Saison: 2003 / 1, HC, 295 Seiten
    Das männliche Element hält Einzug in die bislang weiblich dominierte Welt von Tony; der Mann, der ein Verhältnis mit seiner Mutter hat, fasziniert auch ihn... Aber mich beim Lesen leider überhaupt nicht, ein Buch, das schon beim Lesen großteils wieder aus meinem Gedächtnis entfleucht ist.

    Péter Esterházy - Eine Frau
    Berlin Verlag, Saison: 2002 / 2, TB, 207 Seiten
    Sie liebt ihn, oder auch nicht, oder doch, dann ist sie ein er, er eine sie, mal hässlich, mal schön, mal alt, zwischendurch sehr schöne einzelne Beobachtungen, aber insgesamt wirkt es eher wie ein Versuch, mal schnell Geld mit einem bekannten Namen zu machen.

    Peter Handke - Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
    Süddeutsche Bibliothek, Saison: 2004 / 1, HC, 105 Seiten
    Bereits mein zweiter Versuch mit diesem Buch - aber auch 10 Jahre später ist Handke mir nicht zugänglicher geworden

    Gregor Hens - Matta verlässt seine Kinder
    Fischer, Saison: 2004 / 1, HC, 141 Seiten
    Dieses Büchlein war für mich der Inbegriff dessen, was ich an deutschsprachiger Literatur oft nicht mag: sehr verkopft und eigentlich wenig zu sagen...

    Zvi Jagendorf - Die fabelhaften Strudelbakers
    Aufbau, Saison: 2004 / 2, HC, 224 Seiten
    "Die fabelhaften Strudelbakers" - wer denkt da nicht entweder an die fabelhaften Baker Boys oder an Wien und Apfelstrudel? Nun, aus Wien stammt die jüdische Familie auch, die nach England ausgewander ist, aber statt einer packenden Geschichte erwartet den Leser eine lose Aneinanderreihung von Erinnerungen, die sich leider ziemlich zäh liest. Eine Enttäuschung

    Denis Johnson - Engel
    Alexander Fest, Saison: 2001 / 2, HC, 239 Seiten
    Ihrem Ehemann ist Jamie weggelaufen - doch als sie im Greyhound-Bus auf Bill trifft, hängt sie sich an ihn, den nächsten Mann, der ihr Gewalt antut... Und ich konnte es irgendwann nicht mehr ertragen, die Hoffnungslosigkeit und Gewaltbereitschaft und vor allem: die mangelnde Intelligenz der Protagonisten... Mag ja sein, dass das ein unglaublich treffendes Portrait der amerikanischen Gesellschaft darstellt, aber ein Lesevergnügen war
    das für mich nicht...

    Sudhir Kakar - Kamasutra oder Die Kunst des Begehrens
    dtv, Saison: 2002 / 1, TB, 220 Seiten
    Nicht das Kamasutra selbst, sondern dessen Entstehung sollen hier behandelt werden; aber so zäh, dass ich aufgegeben habe


    Michael Lentz - Liebeserklärung
    Fischer, Saison: 2003 / 2, HC, 190 Seiten<i><small>(Lesegruppe)</i></small>
    Für seine Sprachspielereien wurde der Autor 2001 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet; von mir hätte es eher den Langeweiler-Preis gegeben. Nicht mein Fall, sorry.

    Artur Daniel Liskowacki - Sonate für S.
    Knaus, Saison: 2003 / 1, HC, 350 Seiten
    Stettin, ein paar Jahre nach dem Krieg - wonach kann man sich da noch richten? Mit welcher Ideologie kommt man gerade am weitesten, welche Haltung ist derzeit angesagt, wenn man sein Leben einfach halten will? Ein interessantes Thema, aber stilistisch konnte ich mich damit nicht anfreunden.

    Carlo Lucarelli - Die schwarze Insel
    Piper, Saison: 2003 / 1, HC, 268 Seiten
    Italien 1925: auf einer Insel für Strafverbannte geschieht ein Mord - ausgerechnet an einem von Mussolinis Schwarzhemden...
    trotz des interessanten Themas kein Buch, das mich begeistern konnte.

    Sándor Márai - Die Nacht vor der Scheidung
    Piper, Saison: 2004 / 1, HC, 220 Seiten
    Es gibt durchaus Stellen an diesem Buch, die interessant sind - die Einblicke, die man in die ungarische Gesellschaft um die 30er Jahre erhält, sind atmosphärisch gut geschildert. Die Dreiecksgeschichte jedoch, die in diesen Roman die nötige Spannung bringen soll, ist leider, obwohl ähnlich aufgebaut wie die "Glut" nicht mal annähernd auf diesem Niveau.

    Ronit Matalon - Sara, Sara
    Luchterhand, Saison: 2002 / 1, HC, 313 Seiten
    Die Geschichte einer Frauenfreundschaft, verquickt mit der Alltagssituation Israels - eigentlich eine verlockende Ausgangslage für ein Buch, das mich aber leider großteils gelangweilt hat

    Patrick McCabe - Der Schlächterbursche
    Rowohlt, Saison: 1997 / 1, TB, 219 Seiten
    Eine brutale Geschichte, dazu brutale Sprache - nein, ich konnte mit diesem so hochgelobten Werk rein gar nichts anfangen, bin froh, es aus meinem Bücherregal verbannen zu können.

    Dieter Meichsner - Die Studenten von Berlin
    Schöffling, Saison: 2003 / 1, HC, 489 Seiten
    Wie war das damals, als die Studenten sich organisierten und die Freie Universität in Berlin gegründet wurde? Thematisch interessant, aber leider so trocken geschrieben, dass ich nach 100 Seiten beschlossen habe, mir die Geschichte lieber mal von jemand anderem erzählen zu lassen.

    Kenzaburo Oe - Der atemlose Stern
    Fischer, Saison: 2003 / 2, HC, 312 Seiten
    So sehr ich mich auch bemüht habe - ich habe Oe in diesem Buch einfach nicht verstanden, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich die beiden vorangehenden Bände der Trilogie nicht kenne.

    Sergio Pitol - Defilee der Liebe
    Wagenbach, Saison: 2003 / 1, HC, 263 Seiten
    Im Mexiko der 40er Jahre wird ein Exil-Österreicher nach einer Party erschossen. Jahre später versucht ein Mann, der sich an die Ereignisse aus seiner Kindheit verschwommen erinnert, den alten Fall aufzuklären - so interessant das auch klang, das Buch hat mich persönlich leider gelangweilt

    Dai Sijie - Muo und der Pirol im Käfig
    Piper, Saison: 2004 / 1, HC, 390 Seiten
    Das China der Neuzeit ist so korrupt, dass Richter nicht mehr mit Geld, sondern mit willigen Jungfrauen bestochen werden müssen - und so macht sich der unerfahrende Muo, als frischgebackener Psychoanalytiker gerade aus Paris zurückgekehrt, auf, im großen China diese Jungfrau zu finden... an den Haaren herbeigezogen und völlig überzeichnet, der Autor kann es eigentlich besser.

    Ljudmila Ulitzkaja - Reise in den siebenten Himmel
    Volk & Welt, Saison: 2001 / 2, HC, 510 Seiten
    Träume, Visionen, dazwischen vage Geschichten - ganz ehrlich, ich habe nach 100 Seiten entnervt aufgegeben.

    Adriaan van Dis - Doppelliebe
    Hanser, Saison: 2004 / 1, HC, 304 Seiten
    "Das Porträt eines jungen Mannes im Amsterdam der 70er Jahre: Als Dichter, Dieb, Revoluzzer und Gigolo wechselt er, der nicht weiß, ob er Männer oder Frauen liebt, zwischen den Lagern hin und her wie ein Spion. Alles dreht sich um die eine Frage: Wie will ich leben?" - so lautet der Klappentext; aber leider liest sich das so langweilig, bleibt die Frage nach dem "wie will ich leben" so sehr an der Oberfläche verhaftet, dass das Buch
    kein Lesevergnügen für mich war.



    Beitrag von Maria am Montag, 24.Januar.2005, 01:01

    VIOLA re UMFRAGE:
    Du bist einfach ein lieber Mensch! :-)

    Ich finde die Idee, Buecher zu hoeren, wunderbar. Wenn ich abends zum Lesen komme, bin ich oft schon sehr muede und da waere es natuerlich schoen, die Augen zuzumachen und nur die Ohren aufsperren zu muessen. Das Ergebnis war fuer mich, um es positiv zu sehen, so, dass jedes Mal in Minutenschnelle in sanften Schlummer fiel. :-) Sehr gute Erfahrungen habe ich beim Autofahren mit den Kindern gemacht, das Hoermaterial allerdings entsprechend der Altersgruppe. Bis wir zu den wunderbaren deutschen Audioversionen von Harry POTTER graduierten, hoerte ich wohl hunderte Male Bibbi BLOCKSBERG (und wie hiess nochmal der Elefant, "Traraaaa!" und so? *g*) und alle moeglichen Maerchenkassetten und Hoerspiele, Astrid Lindrins Werke und nicht vergessen, all die "Sing Along" Musikkassetten. Zwei Ohrenschmaeuse fuer Erwachsene besitze ich, noch Neunziger Jahre gemaess brav auf Kassette (erinnert ihr euch an die rechteckigen Dinger? *g*): einmal Kinki FRIEDMAN und Michael ONDAATJES Hoerbuchversion von "All in the Family". BINCHEN und VIOLA, wenn ich regelmaessig so lange Autofahrten hinter mich bringen muesste, wuerde ich die auch fuer Hoerbuecher nutzen. In meiner jetzigen Situation sitze ich zum Glueck hoechstens mal fuer 20-30 Minuten im Auto und da finde ich immer irgendein ein Nachrichtenjournal, das ich gerne hoere (wie die Diane Rehm Show, auf die ich euch oefter schon hingewiesen habe und NPR und BBC World).

    VIOLA:
    Ich habe von "MIDDLESEX" ja nur ein paar Kapitel gelesen (reiner Zeitmangel, immer was Anderes, das ich noch lieber lesen moechte), aber allein schon EUGENIDES' Prosa gefaellt mir sehr viel besser als FRANZENS.

    ELISABETH R:
    Ich hatte letztes Jahr mein ganz persoenliches Theodor FONTANE Jahr, vielleicht bringt mir ja das offizielle SCHILLER-Jahr Anregungen, sich mehr dieses Dichters zu besinnen. Ich bin ueber meine Schulerfahrungen leider nie hinausgekommen. Man koennte sich ja fuer so Viele und so Vieles interessieren, irgendwas und irgendwer wird immer vernachlaessigt.

    ELA:
    Danke fuer deine Filmtipps!

    ELISABETH:
    Du bist anscheinend neu hier. Sei herzlich willkommen! Bin leider kein BRUNETTI-Fan.

    Ausgelesen habe ich gestern Orhan PAMUK Roman "Snow". Harter Brocken. Ich konnte nicht aufhoeren es zu lesen, habe viel ueber die tuerkische Geschichte und die dortigen Verhaeltnisse gelernt, aber ueber den Helden der Geschichte muss ich erst mal laenger nachdenken, was ich von dem halte.

    Eine schoene Woche euch allen!



    Beitrag von Viola am Sonntag, 23.Januar.2005, 22:18

    MARIA: hab gleich mal bei der Umfrage mitgemacht...

    ELISABETHR: Schiller - da sprichst du was bei mir an. Der Prophet im eigenen Lande... ich wohn in der Nähe von Marbach, kann aber leider gar nix mit seinen Werken anfangen. Hat mir die Schule verleidet, glaub ich. Und ich packs nicht, ihn jetzt noch anfangen zu lesen... Aber - Biographien von historischen Persönlichkeiten interessieren mich immer ( wenn sie flüssig geschrieben sind und nicht allzu viel voraussetzen *G*) von daher: vielleicht wag ich mich ja doch mal an Sigrid Damm? ( vielleicht, wenn es die Bio als HB gibt... **G** - und dann nehm ich den Heimweg über Marbach...**G**)

    Im Moment lass ich mich von MIDDLESEX fesseln - weiß gar nicht, wie man das mit den KORREKTUREN vergleichen konnte... es kommt so viel leichter daher - gefällt mir gut!

    Auch euch ein guts Nächtle.... **G**
    Viola



    Beitrag von ElisabethR am Sonntag, 23.Januar.2005, 22:00

    Verbesserung: literaturkritik.de



    Beitrag von ElisabethR am Sonntag, 23.Januar.2005, 21:59
    Homepage: www.perlentaucher.de/artikel/2060.html

    mit SIGRID DAMMs DAS LEBEN DES FRIEDRICH SCHILLER habe ich das Schillerjahr eingeläutet. Ich mag Sigrid Damm sehr und bin jetzt gespannt, ob es mir nicht zu lang wird... das Buch hat immerhin fast 500 Seiten. Bis jetzt liest es sich ganz gut an.

    Zur Einstimmung habe ich Euch oben einen Link reingestellt. Perlentaucher stellt die Internetseite schillerjahr2005.de vor. Da findet sich bestimmt für jeden etwas.

    Außerdem hat iteraturkritik.de im Januar den Schwepunkt Schiller, da gibt es viel interessanten und tiefgehenden Lesestoff zu Schiller und seiner Rezeption, viele Buchtipps etc.
    Wäre doch gelacht, wenn ich unserm schwäbischen Nationaldichter nicht etwas näher kommen würde, gell? (zwinker zu meinen Mitschwäbinnen VIOLA und VANDAM und wer sich sonst noch angesprochen fühlt ;-))

    In diesem Sinne ein "guts Nächtle"
    ElisabethR



    Beitrag von Ela am Sonntag, 23.Januar.2005, 19:09

    wie gesagt, bürotechnisch sieht es bei mir derzeit ganz schlimm aus, aber ich will doch mal ein bißchen was aus den letzten Wochen nachreichen:

    KINO
    House of the Flying Daggers
    Martial Arts. Ich steh dazu *g*
    Chinesische Martial Arts Filme sind mir zwar i.d.R. zu hektisch und bei jeder Bewegung *hai* zu rufen finde ich auch eher unkommunikativ, aber dieser schien in der Werbung anders. Und so war es auch. Hollywoodqualität. Ohne Wenn und Aber. Sehr gute Technik, sehr schöne Choreographien, und die Landschaftsaufnahmen!
    *schwelg*
    Inhaltlich eher unspektakulär, zwei Polizeikommissare wollen die Wiederstandsgruppe Haus der fliegenden Messer ausheben und wollen zu diesem Zweck eine blinde Tänzerin, die sie für die Tochter des gerade verstorbenen Chefs der Rebellen halten, als Köder benutzen. Sie wird verhaftet und einer der beiden (bei dem steht bestimmt bald Hollywood vor der Tür, die Herren Cruise, Pitt und Reeves können ja nun nicht alles machen ) "befreit" sie und will sie "nach Hause" bringen. Natürlich verlieben sie sich und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Ich sag nicht, wie es ausgeht, könnte ja vielleicht doch jemand gucken wollen *G*
    Am Ende findet natürlich eine mega-lange Kampfszene statt, bei der das Blut höchst poetisch und künstlerisch wertvoll den Schnee färbt.
    Ein Erzählstrang wurde am Ende nicht aufgelöst, aber das kann man sehen wie man will, Teil 2 in Planung? Aus dem Kampf ableiten? Auch glaube ich nicht, daß es vor Marco Polo in China schon perfekt gezüchtete Großpferde gab. Manchmal hatte man auch das Gefühl, bei den Fluchtszenen haben sie beim Schneiden nicht aufgepaßt. Aber trotzdem: ingesamt sicher jetzt schon einer der besten Filme des Jahres.
    Übrigens hatte ich mal wieder die Jugendgruppe mit den ca. 10-12jährigen Jungs hinter mir sitzen. Was waren die empört, als der Polizist am Anfang über die Tänzerin herfällt *gggg*
    (Was die in so einem Film wollen, ist mir allerdings schleierhaft, haben die Jackie Chan erwartet? *GGG*)

    OCEAN´S 12 habe ich auch gesehen, nett, aber OCEAN´S 11 war besser.

    Dann noch ein Lesebericht, liegt schon ein paar Tage zurück:
    "Dimitré Dinev: Engelszungen". War mir empfohlen worden, es sei sehr gut zum Verständnis von Bulgaren geeignet. (Ich habe täglich mit Bulgaren zu tun.)
    Leider hat sich mir der Sinn des Buches nicht wirklich erschlossen.
    In Wien stranden 2 Bulgaren, die - was sie aber nicht wissen - in gewisser Weise schon durch ihre Väter "verbunden" sind. Das Buch erzählt im Wechsel ihre Familiengeschichten und wie sie nach Wien gekommen sind. Ich habe irgendwann kurz vor der Mitte aufgegeben, weil mich alles genervt hat.
    Der Autor ist 1990 mit 22 aus Bulgarien nach Wien gekommen und schreibt in deutscher Sprache. Allerdings hat sich die in Bulgarien z.T. sehr übertrieben blumige Ausdrucksweise (meine Güte, komm zum Punkt! *G*) mit der auch nicht gerade nüchternen Wiener Ausdrucksweise (sorry CHRISSIE et al., ich bin nun mal aus dem Norden *G*) verbunden - und das ist ja nun gar nicht mein Ding. Schon sprachlich hat man dadurch ständig das Gefühl, alles sei doch gar nicht so schlimm. Dazu kommt, daß zwar von der Zeit der Diktatur erzählt wird, aber höchstens mal in einem Nebensatz erwähnt wird, daß es "evtl. vielleicht doch nicht so ganz einfach" gewesen ist, in der Zeit zu überleben. An einer Stelle wird kurz erzählt, wie der Vater des einen Protagonisten, ein Mitglied der Staatssicherheitspolizei, seine Verhöre gestaltet, aber selbst da hat man - wenn man sonst nichts darüber weiß - das Gefühl, so schlimm sei es doch gar nicht gewesen, kaum mehr als ein Kaffeklatsch.
    Insgesamt fand ich das Ganze zu sehr in der Art eines "Schwank" erzählt. Das Grauen der Zeit und der Kampf ums tägliche Überleben kommt überhaupt nicht vor.
    Zusätzlich zu meiner Einschätzung habe ich gestern aus meinem "bulgarischen Umfeld" einen Kommentar zu dem Buch gehört, der sich mit "großer Blödsinn" zusammenfassen läßt.



    Beitrag von Elisabeth am Sonntag, 23.Januar.2005, 16:36
    EMail: brunettistadtplan@web.de Homepage: www.Brunettistadtplan.de

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    und dem tatsächlichen Erscheinungsbild vor Ort
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    -Kliniken
    -Vaporetto-Anlegestellen
    -Touristinformationen

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    Beitrag von Maria am Sonntag, 23.Januar.2005, 15:48
    Homepage: www.f5.parsimony.net/forum5557/messages/23593.htm

    Habt ihr in der Leselust den Hilferuf einer Studentin im Studiengang "Mediapublishing und Verlagswirtschaft" an der Hochschule der Medien in Stuttgart gesehen? Sie fuehrt im Rahmen ihrer Diplomarbeit eine Online-Befragung unter Hörbuchnutzern durch. Weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie zeitaufwaendig und schwierig es sein kann, Teilnehmer zu finden, habe ich gleich mal mitgemacht (in der Kategorie 1-5 Hoerbuecher pro Jahr *g*). Vielleicht hat hier jemand Lust darauf? ;-)
    Schoenen Sonntag,
    Maria



    Beitrag von INGE am Samstag, 22.Januar.2005, 23:08

    Der dt. Titel des Urquart-Romans heisst "Die Bildhauer".
    Ich finde es immer eine gute Wahl, wenn ein Buch in der Übersetzung den adäquaten Titel zur Originalausgabe bekommt. Da gibt es ja fürchterliche
    Ausrutscher bei manchen Titeln. Ist wohl alles Verlagspolitik.
    Marek Hauer "Die Geheimnisse von Jerusalem" konnte ich bei der diesjährigen Buchmesse abstauben.
    Ein schönes Rest-Wochenende wünscht Inge



    Beitrag von Maria am Samstag, 22.Januar.2005, 22:07

    VIOLA:
    Der engliche Titel heisst "The Stone Carvers", geschrieben von Jane URQHART.

    Nur schnell vorbeigelesen.
    Verschneite Gruesse,
    Maria




    Beitrag von Chrissie am Samstag, 22.Januar.2005, 20:27

    DYKE: danke dir fürs Nachreichen des Autors und im übrigen stimme ich da ganz mit dir überein in Bezug auf Spannung und Tiefgang.
    Dann reiche ich nach ganz kurz seine Daten nach:
    Marek Halter geboren 1936 in Polen als Sohn eines jüdischen Druckers und einer Dichterin. Familie flieht aus dem Warschauer Ghetto, gelangt über Moskau in eine Kleinstadt Usbekistans und übersiedelt nach dem Krieg nach Frankreich.
    Seit Mitte der 80iger Jahre schreibt er sehr erfolgreiche Romane wie z.B. "Abrahams Söhne". 2001 erschien sein Essay "Alles beginnt mit Abraham".

    Schönes Wochenende
    Chrissie



    Beitrag von Viola am Samstag, 22.Januar.2005, 18:23

    INGE, das hört sich sehr interessant an, was du da gelesen hast - kannst du uns noch Titel und Autor verraten? **G**



    Beitrag von Inge am Samstag, 22.Januar.2005, 18:11

    Gestern ausgelesen:
    Die Anfänge der dt. Siedlung Shoneval im kanadischen Ontario wurden maßgeblich vom bayr.Pfarrer Archangelus Gstir gelegt.
    Joseph Becker, ein junger dt. Aussiedler, war ihm dabei mit seinen Holzschnitzkenntnissen für den Aufbau der Kirche des Ortes eine große Hilfe. Diese Kunsthandwerkerkenntnisse gibt Becker an seine Enkel Tilman und Klara weiter. Tilman ist bereits als kleines Kind nahezu besessen von seinem nicht zu bändigendem Freiheitsbestreben und mit 12 Jahren verlässt er seine Familie. Seine Schwester Klara wird von der Mutter im Schneidern und vom Großvater im Holzschnitzen ausgebildet. Sie verliebt sich in Eamon, einem Jungen irischer Abstammung. Dieser wird leider vom Virus der Heldenhaftigkeit befallen und meldet sich als einziger aus dem Ort freiwillig zum Einsatz im 1. Weltkrieg. Klara kann das ihrem Verlobten nicht verzeihen, als er 2 Jahre später vermisst wird, versucht sie ihn aus ihren Gedanken zu streichen, erwähnt nie mehr seinen Namen. Sie wird zu einer eigenbrötlerischen Frau, ohne Familie, nur einige Nonnen als Freundinnen. Tilman dagegen lebt auf der Straße statt, er findet Freunde und eine Ersatzfamilie, vagabundiert aber trotzdem weiter. Auch er nimmt am Krieg teil, verliert ein Bein. Er kehrt nach Kanada zurück und nach langem Zögern sucht er seinen Heimatort und seine Schwester Klara auf. Diese wird durch den zurückkehrenden Bruder nach und nach aus ihrer Isolation gerissen. Sie überredet den Bruder, mit ihr nach Vimy, Frankreich zu reisen und dort an der Herstellung des Kriegerdenkmals der Kanadier mitzuarbeiten. Für beide Geschwister gibt es dadurch im Lauf der Zeit neue Lebensperspektiven, sie können die Probleme ihrer Vergangenheit bewältigen.

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten - ständig wechselnde Erzählebenen, etwas langwierige Beschreibungen, las ich mich sehr gut in die Geschichte ein. Mir gefiel die eindringliche Schilderung der Gefühle, vor allem der erlittene Verlust, die Trauer und zugleich auch Beherrschtheit von Klara.
    So wirft sie alles, was sie an ihren in den Krieg ziehenden Verlobten erinnern könnte, weg. Und bereut dies zutiefst, als Eamon als vermisst gemeldet wird. Nur das sich auf den Schneidertisch durchgedrückte Schnittmuster seiner Jacke ist ihr als Erinnerung geblieben.

    Der Roman stand vor 3 (?) Jahren übrigens auf der Liste für den Booker Price.



    Beitrag von dyke am Samstag, 22.Januar.2005, 17:22

    @viola

    Die Geheimnisse von Jerusalem sind von Marek Halter.
    Ich habe dieses Buch und "Das Jesus-Video" gelesen. Vergleichbar sind sie nur in der Rahmenhandlung und teilweise durch die Personen, die doch dem üblichen Klischee entsprechen, wie schon Chrissie schreibt.
    Allerdings nutzt der Autor den Thriller-Rahmen, um seine Gedanken und Ideen zum Judentum, der frühen Christenheit, Jerusalem zu transportieren. Das gelingt ihm sehr gut. Thriller-Fans würden den Roman wegen dieser Stellen für langweilig halten.
    Ich habe dieses Gemisch zwischen Spannung und Tiefgang jedoch auch genoßen.
    Bekam 4,5 von 5 Dyke-Punkten.

    LG Dykep



    Beitrag von Nick am Samstag, 22.Januar.2005, 01:05

    Valentine,
    Binchen,
    Viola - Danke für die Tipps
    und
    ElisabethR für den Link. War neugierig und mußte grad noch schnell hereinschauen.Bin freudig überrascht; werde morgen alles notieren und nehme auch weiter gerne persönliche Top-Erlebnisse zu Papier *g*. Schön, dass hier auch für Hörbücher ein und mehr offene Ohren parat waren *fg*.
    Jetzt schnell noch eine Runde DIE SÄULEN DER ERDE lauschen und allen ein geruhsames Wochenende wünschen - das war´s auf die Schnelle.

    LG
    Nick



    Beitrag von Viola am Freitag, 21.Januar.2005, 20:33

    CHRISSIE: wer ist denn der Autor von den Geheimnissen von Jerusalem? Hört sich zwar wirklich klischeehaft an ( erinnert an das Jesus-Video) - aber ich war schon in dieser Stadt - und bin infiziert... da man dort nicht all Rutsch hinkommt, lese ich wenigstens gerne drüber....



    Beitrag von Chrissie am Freitag, 21.Januar.2005, 20:07

    Zu Hörbüchern kann ich nichts sagen, da ich noch keines ausprobiert habe und es mich ehrlich gesagt auch nicht reizt.

    Aber witzig finde ich, dass viele von euch Zucchero hören und ihn sehr mögen, mein Mann ist auch ein Fan von ihm und hört sich die CD dementsprechend oft an. Mir gefallen seine Lieder so lala.
    Da habe ich eine ganz andere Lieblingssängerin und zwar Shania Twain. Ganz toll finde ich den Mitschnitt ihres Chicago Konzertes, ich habs auf Video und höre und schaus mir sehr sehr gern an.

    Die "Geheimnisse von Jerusalem" sind leider zu Ende, hier ein paar Zeilen dazu:

    Der amerikanische Reporter Tom Hopkins ist den Machenschaften der Russenmafia in Little Odessa, ein Viertel in Brooklyn, auf der Spur. Sein Informant wird jedoch ermordet und hinterläßt Tom eine Diskette, die den ehrgeizigen Reporter nach Jerusalem aufbrechen läßt. Die Diskette enthält brisanten Stoff,, nämlich ein jahrtausendealtes Geheimnis über Schriftrollen in vorchristlicher Zeit, also ein Dokument, das den Ursprung der jüdischen und vor allem der christlichen Religion erklären könnte. Eine gute Idee von seiner Heimat wegzukommen, noch dazu wo ihn gerade seine Freundin verlassen hat.
    Tom möchte nur zu gern dieses Geheimnis lösen, denn er braucht ganz dringend eine Superstory für die Zeitung. Er kann auch den Schriftsteller Marek Halter, der in Paris lebt und sich sehr viel mit dem Judentum und Religionen beschäftigt, überzeugen, mitzukommen.
    In Jerusalem angekommen, geht es ziemlich turbulent und rasant zu. Natürlich gibt es da die geheimnisvolle Israelin, dunkelhäutig, samtene Haut, schwarzes Haar und Geheimagentin.
    Eine spannende Verfolgungsjagd rund um und in Jerusalem beginnt, auch die Russenmafia verfolgt Tom hier weiter und auch andere Geheimdienste sind ihm auf der Spur, bewacht vom israelischen Geheimdienst. Interessant wird im Hintergrund vom israelisch-palästinensichen Konflikt erzählt.
    Es sind leider auch viele Klischees enthalten, z.B amerik.Reporter, sieht aus wie Robert Redford, Issraelin wunderschön – Geheimagentin, Russenmafia usw.
    Gut gefallen hat mir, dass der Schriftsteller Marek Halter selbst eine Hauptrolle im Buch spielt und uns von seinem Wissen über dir Ursprünge der Religionen, Judentum, Christentum, Zitate aus der Bibel teilhaben läßt. Auch die Beschreibung der Stadt Jerusalem mit ihren vielen Gerüchen, kleinen Gassen, Märkten, Cafes hat mich sehr angesprochen.
    Der Roman hat ein ganz gutes Ende und ich habe ihn genossen und kann ihn auch weiterempfehlen.

    Nun lese ich "Todeshauch" von Indridason. Da sind ja einige von seinen Krimis recht angetan.
    Habe so an die 100 Seiten gelesen und es fängt ganz gut an.

    Einen schönen Abend wünsche ich euch
    Chrissie



    Beitrag von Viola am Freitag, 21.Januar.2005, 19:49

    Ja - NICK - ich gehöre auch zu den Ohrenlesern - netter Ausdruck!
    Ich ersteigere mir die HB und versteigere sie dann wieder weiter... sonst sind sie mir zu teuer - denn ich höre auch fast täglich eine Stunde und dann habe ich ein Hörbuch pro Woche locker durch...
    Und unsere Landbücherei ist leider sehr mager bestückt - und das hab ich halt auch schon längst durch...
    Ich höre neben Lesungen von Krimis und Romanen ( die von euch genannten hab ich auch schon alle durch) auch historische Sach-CDs oder Zeitzeugenberichte.
    Sehr zum empfehlen sind da die Berichte von Traudl Junge ( Hitlers Sekretärin) und die Historischen Variationen von Sebastian Haffner. Wiebke Bruhns Vaterbiographie zählte für mich zu den absoluten Highlights letztes Jahr.



    Beitrag von Binchen am Freitag, 21.Januar.2005, 16:14
    Homepage: www.hoerbuecher4um.de

    Liebe Nick,

    Hörbücher, da sagst Du was. Seit ich die entdeckt habe, ist das Autofahren zur Arbeit keine Strafe mehr ( gut 1,25 Std hin und auch wieder zurück). Witzig - bei mir war eben Dein angesprochenes Hörspiel auch beinahe Einstiegsdroge (nach Harry Potter) Das Buch kannte ich schon, da interessierte mich dieses Hörspiel sehr - es ist eines der wenigen, wo mir Hörspiel besser gefällt als Lesung. Ansonsten bevorzuge ich Lesungen.

    Zuletzt gehört: Die Hitzkammer von W.Serno

    Suchtstoffempfehlungen findest Du unter o.a. Link zuhauf

    Liebe Grüße
    Binchen



    Beitrag von ElisabethR am Freitag, 21.Januar.2005, 15:38
    Homepage: www.audible.de

    Gerade beim Surfen gefunden:
    audible.de ein Download-Portal für Hörbücher.
    Hört sich ganz interessant an -besonders für Ohrenleser.
    Hat schon jemand von euch Erfahrungen damit gemacht?



    Beitrag von heike am Freitag, 21.Januar.2005, 15:07

    ich habe mich mit britischen cozy-krimis vergnügt, zunachst ANN GRANGER *blumen für sein grab* und dann von MARIANNE MACDONALD *blut ist dicker als wasser*. beide autorinnen lese ich sehr gerne, wobei man beachten muss, dass spannung nicht unbedingt gewollt ist *kicher*. bei meredith und alain warte ich ja auch noch, das zwischen den beiden endlich mal was *passiert*, aber bei toms krimtreff wurde schon verraten, dass sich auch in den nächsten bänden nichts zwischenmenschlich aufregendes abspielt.....
    ebenfalls solide krimikost ist JOHN DICKSON CARR. das finale von DER VERSCHLOSSENE RAUM reisst die zwischendurch ziemlich lahme handlung wieder raus.
    und nun bin ich mit ANNE B. RAGDE *tod im fjord* angefangen und hadere mit dem erzählstil. mal sehen, ob ich dran bleibe.

    bei uns soll es am wochenende auch schneien ....



    Beitrag von Marion M am Freitag, 21.Januar.2005, 13:34

    ZUCCHERO hat den Weg zu mir gefunden ... danke für den TIPP!



    Beitrag von Ela am Freitag, 21.Januar.2005, 12:42

    ganz schnell einen Tip für die Fantasy-Leser: C.S. Friedman The Coldfire Trilogy.
    Habe Band 1 Englisch beendet und bin begeistert.

    Irgendwann wieder mit mehr, MARIA/BARBARA auch zu Amos Oz *ächz*, derzeit stecke ich weit bis über beide Ohren in Arbeit und entsprechend nur Fantasy-Leselust.



    Beitrag von Valentine am Freitag, 21.Januar.2005, 12:10

    NICK: ich mag Hörbücher auch gerne, vorzugsweise beim Bügeln oder Gemüseschnippeln ;-)

    Ich höre momentan auch "Die Säulen der Erde", allerdings die Lesung, die mir bislang recht gut gefällt.

    Gut gefallen haben mir auch die Hörbücher von Harry Potter, "Studio 6" von Liza Marklund, "Die Erbschaft" von Connie Palmen und "Simon" von Marianne Fredriksson.

    Hörspiele mag ich nicht so gerne. Das vielgepriesene Hörspiel zu "Herr der Ringe" liegt bei mir zu Hause rum, und irgendwie hab ich überhaupt keine Lust darauf...

    LG
    Valentine



    Beitrag von Nick am Freitag, 21.Januar.2005, 12:00

    Gibt es hier auch "Ohrenleser"?
    Ich habe diese Sparte gerade erst für mich entdeckt. Auslöser war das Hörbuch (die Hörspielfassung) von Ken Follett DIE SÄULEN DER ERDE. Das Buch bzw. sein Umfang haben mich immer abgeschreckt, aber die Neugier hat gesiegt und so höre ich nun das Hörbuch. Ich kann nur sagen: ein Erlebnis der besonderen Art. Bereits nach einer (von 7 CDs) habe ich das Gefühl mich mitten unter den Figuren im 12. Jahrhundert zu bewegen. Tolle Sprecher, ein Orchester zur Untermalung bis hin zu Tenorsologesang, besser kann man mich eigentlich nicht in die Handlung reinversetzen *g*. Ich möchte mir auf jeden Fall auf diese Art und Weise noch das ein oder andere Buch "anhören".

    Und Ihr? Genießt Ihr auch hin und wieder Hörbücher? (Ideen bzw. Titel sammeln ist nun angesagt *g*)

    LG
    Nick



    Beitrag von BarbaraB am Freitag, 21.Januar.2005, 11:39

    ...HUMANKAPITAL das Wort, wurde schon einmal vor sechs Jahren von der Jury getadelt. Damals diente es als Beschreibung für Kinder - das finde ich noch viel grausiger !!!

    ELA, danke für Deine Tipps.

    VAL. probiere es doch einmal direkt beimn Verlag -die sind meistens sehr großzügig.

    Lese gerade ALLERSEELEN von Cees Noteboom. Ein sehr schönes Buch - allerdings nichts für eilige
    Leser.

    Es schneit, regnet, die Sonne scheint und der Wind heult - Wahnsinn !!!

    Schönes Wochenende wünscht Euch
    BarbaraB



    Beitrag von Pat am Donnerstag, 20.Januar.2005, 21:40

    Upps, hier kommt die Liste jetzt tatsächlich:

    Krimis:
    1. Das Auge von Tibet ELIOT PATTISON
    2. Königliche Krankheit BARBARA VINE (zählt das als Krimi???)
    3. Nordermoo ARNALDUR INDRIDASON

    Nicht-Krimis:
    1. Schattenkind P.F.THOMESE
    2. Bel Canto ANN PATCHETT (oder ist das eher ein Krimi?? dann bitte tauschen...)
    3. Der Schatten des Windes CARLOS RUIZ ZAFON

    Liebe Grüße Eure
    pat



    Beitrag von pat am Donnerstag, 20.Januar.2005, 21:35

    Hallo Ihr Lieben Lesenden !
    Vielen, vielen lieben Dank für Eure Glückwünsche und dass ihr immer noch denkt an mich...bin gerührt und hocherfreut !
    Freue mich auf den April *winkewinkeHeike,Gertie,MARION*
    Zwei (nur!?) Bücher gabs zum Geburtstag :
    EIFEL-TRÄUME von Jaques Berdndorf (ich stamme ja quasi aus der Nord-Eifel) und ANTAL SZERB Die Pendragon-Legende (hatte ich mir gewünscht, Bücher mit Bücherliebhabern sprechen mich irgendwie an...).
    Und nun bevor Gertie nach dem WE den Sack zu macht noch schnell meine Highlihgts vom letzten Jahr:



    Beitrag von Valentine am Donnerstag, 20.Januar.2005, 16:43

    MAREIKE: tja, vielleicht sollte ich mir das Lied doch noch mal anhören ;-)

    LG
    Valentine



    Beitrag von Maria am Donnerstag, 20.Januar.2005, 15:38
    EMail: Upkdike reviews Murakami Homepage: www.newyorker.com/critics/books/?050124crbo_books1

    SUBCONSCIOUS TUNNELS
    by JOHN UPDIKE
    Haruki Murakami’s dreamlike new novel.
    Issue of 2005-01-24
    Posted 2005-01-17
    Haruki Murakami’s new novel, “Kafka on the Shore” (translated, from the Japanese, by Philip Gabriel; Knopf; $25.95), is a real page-turner, as well as an insistently metaphysical mind-bender. Spun out to four hundred and thirty-six pages, it seems more gripping than it has a right to be and less moving, perhaps, than the author wanted it to be.

    ___________________________


    Nur schnell abgegeben. DORIS, danke; VALENTINE, falls sich niemand findet, fuer deine CD haette ich eine Wiener Adresse; MARIEKELE, Sehnsucht nach Stille, ja, ebenso die schiere Unfaehigkeit, sich selber mehr als eine Cappuccinopause zu geben (Buecherlesen deshalb nur nachts, z. B., meist auf Kosten des Schlafs *g*). :-)

    Auf spaeter, mit lieben Gruessen aus dem Schneeland im Sueden,
    Maria



    Beitrag von Eva am Donnerstag, 20.Januar.2005, 15:15

    Ganz schnell vorm Heimgehen meine Hitliste 2004

    Das Parfum von Patrik Süßkind, hatte ich noch nicht gelesen...
    Mit Haut und Haar, Kathy Reichs
    Illuminati, Dan Brown

    Flop:
    27te Stadt, Jonathan Franzen

    bis bald mal wieder, lg, Eva



    Beitrag von Mareikebirkin am Donnerstag, 20.Januar.2005, 14:57

    VALENTINE, wirklich nicht? wie schade. Ich finde gegen "Couleur-café" kann man sich gar nicht wehren. Das SCOTT O DELL -Buch über Assisi habe ich übrigens tatsächlich gleich über Amazon-Marketplace bestellt. MAl sehen ob es ankommt und wie wirs dann finden - ich freu mich!



    Beitrag von Valentine am Donnerstag, 20.Januar.2005, 13:52
    EMail: tiger-valentine@web.de

    MAREIKE (oder wie auch immer): die CD von Jane Birkin hab ich auch kürzlich gekauft und konnte damit sehr wenig anfangen ... ist irgendwie nicht so meins.

    Wenn sie also jemand möchte ... e-mail genügt!

    LG
    Valentine



    Beitrag von Val am Mittwoch, 19.Januar.2005, 22:29
    EMail: gerwine13@yahoo.de Homepage: Eine Anfrage

    Guten Abend, heute habe ich eine ungewöhnliche Anfrage:

    Besitzt jemand hier den Kalender 2005 "Luzies Mondkalender" ein Kalender in Mondform, blau-gelb. Er ist jetzt leider ausverkauft. In unserer Familie jedoch wird er von einem Mitglied schmerzlich vermißt.
    Es geht darum: hat hier jemand den Kalender und würde sich (gegen Bezahlung natürlich) wieder davon trennen???

    Dann bitte email an mich und danke im voraus.

    Liebe Grüße

    Val



    Beitrag von Doris am Mittwoch, 19.Januar.2005, 18:44

    MARIA: Das Buch heißt im Orginal "The progress of love" und ist 1985 erschienen.

    Mein CD Tipp (eher für die ruhigen Stunden denn fürs Putzen) das wundervolle Klavierkonzert von Ludovico Einaudi/La Scala. Eine Musik zum Dahinschmelzen!

    Gerade höre ich eine CD, die bestens zum Putzen geeignet ist "The Ten Tenors" Da werden die Fenster im Akkord blitzeblank ;-) -und gute Laune ist garantiert!

    Liebe Grüsse
    Doris



    Beitrag von viola am Mittwoch, 19.Januar.2005, 18:23

    Ja, MAREIWIENOCHMAL, ich hör auch immer ein paar Titel ohne Ende - mein absoluter Favorit ist zur Zeit die CD von Sarah Kaiser, einer Jazz-Sängerin, die Paul Gerhardt Lieder verjazzt aufgenommen hat - ihr solltet mal "Die güldne Sonne" "auf Samba" hören!!! Dabei putzt es sich in dreifacher Geschwindigkeit!!!



    Beitrag von MarionNRW am Mittwoch, 19.Januar.2005, 17:53

    Ich finde 'Begrüßungszentrum' auch schlimmer.

    MARION M: Hannu Raitilla hört sich guuuut an, finnisch und schräg, das könnte was für mich sein... muss gleich mal rüber zu amazon.

    Musik: Ich höre fast alles. Im Moment läuft Maroon5 bei mir.

    LG, MarionNRW



    Beitrag von Marocki am Mittwoch, 19.Januar.2005, 16:46

    Komisch, für mich hört sich Humankapital gar nicht so schlimm an, auch wenn es vielleicht zynisch gemeint ist. Es klingt so schön humanistisch und auch ein bisschen altmodisch. Wie oft habe ich als Werbetexterin auch schon so etwas geschrieben im Sinne von "unsere MitarbeiterInnen sind unser wichtigstes Kapital".
    Zum Thema MUSIK: Vielleicht geht es den Müttern kleinerer Kinder unter Euch ähnlich: Ich konnte jahrelang überhaupt keine Musik hören, weil man immer mit einem Ohr lauschen muss, welche Katastrophen sich ereignen. Und man ist so froh, wenn man mal - im wahrsten Sinn des Wortes - nichts um die Ohren hat! Ich fange erst seit ein, zwei Jahren wieder an, bewusster Musik zu hören. Dies aber fast nur im Auto, weil ich zu Hause als selbstständig Arbeitende irgendwie nie dieses Freizeitgefühl habe. Wenn die Kinder nicht da sind, dann arbeite ich; und sind sie da, dann sind sie eben da... Aber ein paar tolle CDs habe ich mir in der letzten Zeit zugelegt. Eine wüste Mischung. Zucchero erwähnte ich schon :-) Dann ein tolles Live-Album von JANE BIRKIN: ARABESQUE, da sah ich mal einen Konzert-TV-Ausschnitt - tolle arabisch angehauchte Musik mit einem göttlichen Gutelaunelied namens "Couleur cafč". JAMIE CULLUM: TWENTYSOMETHING. Da vor allem die tolle Jimi-Hendrix-Coverversion THE WIND CRIES MARY. Entdeckt habe ich LUZ CASAL, sehr schöne spanische Songs, zT. aus den ALMODOVAR-Filmen. Und dann habe ich mir etwas ganz anderes zugelegt, eine CD einer Gruppe namens NICKELBACK, die mir eine schlimme Verkehrsbuße wegen zu schnellen Fahrens eingebracht hat *räusper*. Das ist ein ziemlich hartes Gitarrengeschrammel, 70% der CD ist furchtbar, aber die anderen 30% sind grauslich gut.
    Seid Ihr übrigens auch so doof wie ich und hört immer erstmal nur zwei bis drei Lieder und die immer wieder? Diese Phasen halten bei mir Wochen an!
    Liebe Grüsse, ich will mich nach Alison Lurie jetzt mal JEREMIAS GOTTHELF hingeben, der hier alle naslang ein Jubiläum hat und in unserem Dorf sogar mal als Pfarrer gearbeitet hat!
    MaROCKi



    Beitrag von Valentine am Mittwoch, 19.Januar.2005, 16:24

    Mein momentaner Musiktip: "Closest Thing to Crazy" von Katie Melua und "Milliers de baisers" von Céline Dion.

    LG
    Valentine



    Beitrag von INGE am Mittwoch, 19.Januar.2005, 16:06

    2 x aus der SZ:

    Die Wahl von "HUmankapital" zum "Unwort des Jahres 2004" hat am Dienstag ein unterschiedliches Echo gefunden. Die Begründung der Jury, das Wort degradiere nicht nur Arbeitskräfte, "sondern Menschen überhaupt zu nur noch ökonomisch interessanten Größen" stieß bei Sprachforschern zwar auf Zustimmung. Einige vermissten aber einen aktuellen Bezug. So sagte der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, Ludwig M. Eichinger, der Begriff sei ihm 2004 nicht besonders aufgefallen. Selbst der Sprecher der Unwort-Jury, der Frankfurter Germanist Horst Dieter Schlosser, sprach von einem "nicht sehr aufregeden Wort. Es finde sich jedes Jahr unter den Vorschlägen.
    An der 14. sprachkritischen Aktion hatten sich 2162 Einsender mit 1218 verschiedenen Vorschlägen beteiligt. An 2. Stelle rügte die Jury den von Bundesinnenminister Otto Schily geprägten Begriff "Begrüßungszentren" für Auffanglager für afrik. Flüchtlinge. "Man sieht richtig, wie Flüchtlinge mit Sekt empfangen werden", sagte Schlosser. Die Jury kritisierte auch "Luftverschmutzungsrechte", weil der Begriff dazu beitrage, Treibhausgase für unbedenklich zu halten, da ihr Handel rechtlich geregelt werde. Entscheidend für die Wahl ist "ein besonders krasses Missverhältnis von Wort und bezeichneter Sache".


    Der Verlag Bloomsbury hat ein Buch mit dem Titel "New Beginnings" angekündigt, dessen Erlöse Opfern der Flutkatastrophe in Südostasien zukommen soll. Es soll unveröffentlichte Anfangskapitel von Ian McEwan, Paulo Coelho, Nick Hornby, Stephen King und anderen enthalten. In Deutschland wird das Buch, das im März in mehreren Ländern erscheint, vom Berlin Verlag verlegt, der zu Bloomsbury gehört.



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 19.Januar.2005, 16:02
    EMail: Alice Munro Homepage: snipurl.com/c4r7

    DORIS:
    Ich habe mich gestern die Erzaehlungen in "The Moons of Jupiter" gemeint, als ich von "Der Mond über der Eisbahn" geschrieben habe. Bist du so lieb und guckst, welchen Titel dein Buch im Original hatte? In der titelgebenden Erzaehlung, die ich meinte, ist von den Monden des Jupiters die Rede, und ich verstehe den Bezug zur Eisbahn nicht. Ich zerbrech mir nun seit gestern Abend den Kopf, mir faellt einfach keine Eisbahnerzaehlung ein, und ich dachte, ich kenne sie alle. :-) Oben ein Link zu einer Alice Munro Seite.

    Zu den UNWOERTERN sag ich besser nix mehr, das koennte leicht zu Missverstaendnissen fuehren.



    Beitrag von ElisabethR am Mittwoch, 19.Januar.2005, 15:58

    Den Begriff HUMANKAPITAL finde ich übel, weil er zeigt, wie Profitdenken immer mehr in den Alltagsbereich übergreift. Das absolute Unwort wäre für mich jedoch Schilys "Begrüßungszentrum" als Bezeichnung für Auffanglager für afrikanische Flüchtlinge - total daneben!

    MARIA&ALL: Mein Musiktipp: DIANA KRALL "The Girl in the Other Room" Jazz, Piano, tolle Stimme...



    Beitrag von Valentine am Mittwoch, 19.Januar.2005, 15:41

    VIOLA: "Lehrkörper" ist aber auch schon übel genug...

    Humankapital und derartige Wörter sind echt schrecklich. Vielleicht fällt es den hohen Herren leichter, beim Humankapital zu reduzieren als Mitarbeiter zu entlassen ?!

    LG
    Valentine



    Beitrag von viola am Mittwoch, 19.Januar.2005, 12:10

    HUMANKAPITAL erinnert mich fatal an SCHÜLERMATERIAL - auch so ein Unwort, in dem Menschen Dingen gleichgestellt werden....



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 19.Januar.2005, 02:12
    EMail: Unwordaholics & such ... :-) Homepage: www.unwords.com/

    NICK:
    Mir war nicht ganz klar, was denn im Deutschen eigentlich als "Unwort" bezeichnet wird und habe gegoogelt:

    auf der Sciencegarden-Webseite (ein "Magazin fuer junge Forschung"):

    *** Beinahe jeder versteht darunter etwas anderes, das gemeinsame Merkmal ist immer nur, dass mit „Unwort“ ein Wort bezeichnet wird, das einen stört. Jeder nimmt seine eigene sprachkritische Vorstellung und projiziert dies auf „sein” Unwort. ***
    (http://www.sciencegarden.de
    /berichte/200308/unwort/unwort.php
    Link zweigeteilt!)

    - auf der Webseite der Universitaet Magdeburg heisst es:

    *** Breite Definition
    Dabei ist die Definition sehr breit. Denn ein "Unwort" zeichnet sich in den Wörterbüchern wie auch nach allgemeinem Sprachverständnis, so die Germanisten, durch eine Zweiteilung der Bedeutung aus. Nicht nur ethisch-moralisch anstößige, sondern auch Wörter, die nicht als ästhetisch oder formal-korrekt empfunden werden, können als Unwörter angesehen werden. Dies ist ein grundsätzlich anderer Ansatz, als der der Jury um den Frankfurter Germanistikprofessor Dr. Horst Dieter Schlosser, die seit 1991 die Bevölkerung aufruft, das "Unwort des Jahres" zu bestimmen. Gemeint ist damit sprachliches Fehlverhalten, das einen Menschen oder einen Sachverhalt unangemessen, sprachlich verletzend oder herabwürdigend bezeichnet. ***

    (http://www.uni-magdeburg.de/unirep/UR2000/
    dezember2000/unwort.html
    Link zweigeteilt)

    Naja, schaden wird diese Spielerei der Menschheit wohl nicht; warum aber ausgerechnet "Humankapital" ein Unwort des Jahres sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Menschliche Arbeitskraft ist etwas wert, also Kapital. Was ist daran auszusetzen? Wie seht ihr das?

    Mir ist nicht bekannt, dass "Unword" im Englischen eine negative Konnotation haben sollte. Es gibt sicher da auch unglueckliche Wortkreationen, aber vielleicht sehen die Englischsprechenden dies gelassener?

    unword (n'wűrd)
    1. (n.) An imaginary word, or a word that was made up to give meaning to something.
    2. (n.) A sound, or combination of sounds, in written form that communicates a meaning that is not accepted as part of a language, but was made up to communicate a meaning that otherwise does not exist or is unknown to a particular language.

    DORIS:
    *lach*
    Wenn dir "Der Mond ueber der Eisbahn" gefaellt, dann wirst du die anderen Kaeufe auch geniessen koennen. Wenn mich meine Erinnerung nicht truegt, war MUNROS "Runaway" der erste Erzaehlband, den ich sozusagen in einem Rutsch gelesen habe. Im allgemeinen brauche ich zwischen ihren Erzaehlungen eine klause Pause, um sie einwirken zu lassen. Es ist mir schon passiert, mehrere hintereinander gelesen zu haben, da haben sich die Figuren irgendwie vermischt, und ich musste noch einmal von vorne anfangen. Irgendwie haben ihre Storys mehr Inhalt als die Seitenzahl vermuten laesst und das, was sie sozusagen zwischen den Zeilen laesst, arbeitet sich nach dem Lesen hoch. "Runaway" war insofern anders, weil ein paar der Geschichten dieselbe Hauptfigur hatten, nur in verschiedenen Stadien ihres Lebens. Ein aufmerksames Lesen ihrer Geschichten lohnt sich auch deshalb, weil sie doch auch immer wieder einen Faden durchlaufen laesst, der an schon Gelesenes anknuepft, dasselbe Staedtchen, ein Haus am See, ein frueherer Nachbar und so fort. Und immer wieder regen ihre Figuren und Geschichten zum Reflektieren, Innehalten an.

    MARUCCHERO & ALL:
    Was habt ihr sonst noch fuer Musiktip(p)s???

    MARION M:
    Wollte schon nach dir fragen! HANNU RAITTILA, "Canal grande", klingt wirklich gut (wirklich eine kostspielige Angelegenheit, dieses Buecherforum *g*).

    Ihr kennt sicher diesen daenischen Film, "Italienisch fuer Anfaenger"? Faellt mir ein, weil er in Venedig endet.

    VIOLA:
    Ephraim Nissan scheint also gut in die Gruppe von Maennern zu passen, die ich in AMOS OZ Romanen kennengelernt habe. :-)) Habe ich schon mal erwaehnt, dass Herr Oz selber ein ausgesprochen charmanter und liebenswuerdiger Mitmensch ist?

    Lieben Gruss an alle,
    Maria





    Beitrag von Doris am Dienstag, 18.Januar.2005, 21:11

    Gell MARIA: Was lange währt, wird endlich gut ;-)))
    Heute habe ich mir dann in der BIB noch ein Buch von ihr ausgeliehen und zwar: Der Mond über der Eisbahn. Über Amazon habe ich DIE LIEBE EINER FRAU und (ich komm nicht mehr auf den genauen Titel, irdendwas mit Bettlermädchen) bestellt.

    Ich hab mir die Zucchero CD nun schon dreimal hintereinander angehört und muss sagen MAREIKE dieses John Lee Hooker Stück ist einfach genial. Ich denke, da ist für jeden was drauf!

    Liebe Grüsse und einen schönen Abend noch
    Doris



    Beitrag von Marion M am Dienstag, 18.Januar.2005, 20:52

    Hallo,

    ich melde mich mal wieder aus dem allgemienen chaos und kann eigentlich fast nix als gelesen vermelden ...

    Vielleicht brauch ich auch die ZUCCHERO-CD? Wenn ihr sie alle so lobt?

    MAREIKE: Gebrauchtbücher bei Amazon habe ich bisher nur verkauft, klappt bestens. Ver- und gekauft habe ich bei BOOKLOOKER, aus genau den Gründen wie VANDAM, Portokosten sind günstiger ...Bei BOOKLOOKER bisher nur nette Erfahrungen gemacht.

    HANNU RAITTILA: Canal grande
    erscheint bei Knaus Mitte Februar und hat das Zeug zum Kultbuch ... aus dem Finnischen übersetzt .. vollkommen skurril.
    Eine finnische Arbeitsgruppe soll im Auftrag der UNESCO Venedig vor dem Untergang retten. Ein technokratischer Bauingenieur, ein Kunsthistoriker, ein Kulturjournalist, eine Beamtin aus dem Ministerium. Venedig im Winter, Nebel, Schneetreiben, Karneval ... "clash of cultures" vom feinsten ... Eine finnische Herausforderung an DONNA LEON ... ich mußte beim Lesen ständig kichern ...

    schöne Grüße an alle

    Marion M



    Beitrag von viola am Dienstag, 18.Januar.2005, 19:22

    Habe beschlossen,den Protagonisten Ephraim Nissan in Amos OZ, Der Dritte Zustand, als liebenswerten, friedensuchenden etwas vertrottelten Philosophen zu betrachten, den ich zwar nicht lieben, aber schätzen gelernt habe...*G*



    Beitrag von ElisabethR am Dienstag, 18.Januar.2005, 18:07

    NICK, danke für die Krimi-Liste. Da habe ich ja mitten in der Reihe angefangen. Na ja, es wird auch so gehen...

    VALENTINE ich gebe zu, EMMAS GLÜCK ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es entwickelt sich aber zu einer wundersamen Geschichte für Erwachsene mit viel Lebensweisheit,z.B. wenn erklärt wird, warum Emma nicht aufräumen kann...und der Schluss ist halt ein bisschen märchenhaft.

    MAREIKE und DORIS, die Zucchero CD läuft bei uns seit zwei Wochen fast ausschließlich, so langsam brauche ich eine Pause....aber ich liebe "Dune mosse"



    Beitrag von Mareike am Dienstag, 18.Januar.2005, 17:41

    Vielen Dank für Eure Feedbacks! Gell, DORIS, diese CD macht einen gleich an!!! Eines meiner absoluten Lieblingslieder ist das Duett mit John Lee Hooker ALI D'ORO - MAGISCH!

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