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    Beitrag von Valentine am Dienstag, 15.Februar.2005, 15:58

    MARIA - wenn Du den Link irgendwo in der Leselust gepostet hast, finde ich ihn bestimmt.

    Freue mich schon auf Deinen "Senf"!

    Lieben Gruß zurück,
    Valentine



    Beitrag von Maria am Dienstag, 15.Februar.2005, 15:26
    Homepage: Orhan Pamuk, Schnee

    VALENTINE:
    Ich versuche gerade, die Kommentare aus der LESELUST in einem Word-Dokument festzuhalten. Ich muss sie mir in Ruhe nachlesen und vor allem, das Buch noch einmal zur Hand nehmen, um mitdiskutieren zu koennen. Die Frage, ob beim Uebersetzen aus dem Tuerkischen nicht etwas verlorengegangen ist, stellt sich ja auch UPDIKE in seiner New Yorker Magazine Rezension. Hast du den Link? (Bei mir spinnt wieder mal mein Server, er scheint einen Konflikt mit Parsimony zu haben, und ich kapier nicht, warum.)

    Jetzt muss ich an die Arbeit. Lieben Gruss!



    Beitrag von Valentine am Dienstag, 15.Februar.2005, 14:59

    MARIA: wer die Möglichkeit hat, Literatur in der Originalsprache zu lesen, sollte das tun - in der Übersetzung kann ein Buch, dessen Autor meisterhaft mit der Sprache umzugehen vermag, eigentlich nichts als verlieren.

    Zur Zeit lese ich "Snow" von Orhan Pamuk mit einer Leselust-Runde ... ich die englische und die beiden anderen die deutsche Version, die ja beide aus dem Türkischen übersetzt sind. Die englische Übersetzung liest sich wunderschön. Den Vergleich zur deutschen habe ich ja nicht, aber ich frage mich, ob gegenüber dem türkischen Original nicht doch trotz allem gewisse Zwischentöne verlorengegangen sein könnten.
    MARIA, das gefiel Dir doch auch sehr gut, oder?

    LG
    Valentine



    Beitrag von Maria am Dienstag, 15.Februar.2005, 14:54
    Homepage: www.postcolonialweb.org

    Hallo, MARA, so schoen, von dir wieder zu lesen und vor allem, dass es dir gut geht jetzt.

    Monica ALIS "Brick Lane" habe ich am Ende doch nicht gelesen, ich fand damals den Roman "Der Buddha aus der Vorstadt" von Hanif KUREISHI so gut und noch nicht so lang her habe ich die "Memoiren" einer Londoner Vorstadtbewohnerin aus einer afrikanischen Insel gelesen (es mag mir weder Titel noch Autor einfallen), die beide zusammen ein so bunt gemischtes, interessantes Kaleidoskop des Einwanderermilieus dort abgeben, dass ich bis jetzt nicht das Beduerfnis hatte, diesem meinem Bild neue Bewohner anzufuegen. Beim Suchen nach der Autorin des gesuchten Romans habe ich obige Webseite gefunden, leider keine Spur der gesuchten Insel-Autorin.

    VIOLA/VALENTINA/CHRISSIE/AUSTEN:
    Yann MARTEL, "Schiffbruch mit Tiger"

    ACHTUNG MOEGLICHERWEISE kommt jetzt ein SPOILER!

    In den Mangrovenwaeldern waere ich auch fast haengengeblieben. :-) Irgendwie bin ich durchgewatet, habe diesen Teil der Geschichte der zunehmenden Verwirrung Pis zugeschrieben und sie als Halluzinationen gesehen. Irgendwo war diese "wirre" Geschichte ja doch auch sehr kafkaesque, so manches an Kafkas wirre Traumgeschichte von "Amerika" erinnernd, mit diesen irren Wendungen, in denen auch eine gute Portion Humor steckt. Wie auch immer, ich habe mich mit dem Buch mehr als nur koestlich amuesiert. Es ist eine jener Geschichten, die mir nicht nur im Gedaechtnis geblieben sind, sondern an die ich gelegentlich denke, wenn das Leben wieder mal ein bisserl absurd zu sein scheint. Gold wert. :-)

    CHRISSIE/BARBARA B:
    Chrissie, du musst nicht aufhoeren, deine Gedanken zu "Abbitte" (von McEWAN) mit uns zu teilen. Ich kann dich und BARBARA sehr gut verstehen, ich habe auch mir bekannte Dreizehnjaehrige, inklusive meiner eigenen *g*, vor Augen gehabt. Ich musste mich von diesen erst losloesen, um Briony zu verstehen, welche Persoenlichkeit sie ist, wie sie aufwaechst und versucht, mit ihrem Drang zum Schreiben, Geschichten erfinden, etc. umzugehen. Und ein klein bisschen habe ich dann auch aus meiner Erfahrung als Kind schoepfen koennen, an Dinge, die ich "gesehen" habe, die ich heute noch so "vor Augen" habe und doch weiss ich, dass z. B. der Osterhase mittleren Alters, mit Korb am Ruecken, elegantem himmelblauem Jaeckchen und Spazierstock, nur in meiner Fantasie existiert haben kann. Und doch habe ich ihn "gesehen" hinterm Huehnerstall! *fuesschenstampf*

    Ich konnte uebrigens "Abbitte" the second time around noch mehr, anders, geniessen, auch, weil ich mich mehr auf McEwans Sprache konzentrieren konnte. Ich habe einer britischen Sprecherin auf CD gelauscht. Erwartet haette ich eigentlich, dass sie von einem Mann gelesen wird, war aber dann ueberrascht, wie gut doch die Frauenstimme passte. Wenn's euch interessiert, suche ich nach der Sprecherin (gab's mal fuer zehn Dollar bei amazon, die CDs!). Und dann wieder: es muss einem nicht alles gefallen, auch wenn's andere lieben.

    ELA:
    Danke fuer deine Eindruecke von und Bemerkungen zu ANTAL SZERBs Roman! Ich denke, mit deiner Vermutung, dass es dem Uebersetzer wohl schwer gefallen ist, einen zeitgemaessen Ton zu treffen, duerftest du nicht so falsch liegen. Ist halt auch sehr schwer, das literarische Uebertragen; eine der muehevollsten und gleichzeitig unterschaetztesten (und unbezahltesten) Leistungen, diese Mischung aus Handwerk und der schier unmoeglichen Kunst, den Schreibstil eines anderen Worteschmieds zu treffen. Ich habe mir das auch wieder gedacht, als ich die deutsche Leseprobe von Chang-rae LEEs Roman "Aloft" las: sicher "richtig" uebersetzt, aber das Original liest sich "anders", die Sprache schwebt auf einer anderen Ebene.

    Ausser hier mitlesen, haenge ich immer noch mit UPDIKES "Couples" rum. So jeden Abend drei Seiten, ungefaehr. ;-)

    LiebGruss,
    Maria



    Beitrag von Doris am Dienstag, 15.Februar.2005, 14:12
    Homepage: www.piper.de/web/books/3492046193.html

    VALENTINE: mir gehts derzeit ebenso mit DER FRAU DES ZEITREISENDEN ebenso wie dir mit dem SCHIFFBRUCH MIT TIGER. Ein tolles, aber auch (zeit)verrücktes Buch. Allerdings muss ich gestehen, das ich beim Schiffbruch mit Tiger nach ca 100 Seiten gescheitert bin.

    Heute wurde in unserer Tageszeitung folgendes Buch vorgestellt, das als Debüt in Frankreich wie eine Bombe eingeschlagen ist: PIERRE PÈJU DIE KLEINE KARTÄUSERIN. Oben unter WWW findet ihr einen Link mit einer Leseprobe dazu. Klingt vielversprechend, oder?

    Liebe Grüsse
    Doris



    Beitrag von Valentine am Dienstag, 15.Februar.2005, 11:33

    VIOLA, MARIA: "Schiffbruch mit Tiger" war ein tolles, wenn auch ziemlich verrücktes Buch.

    Allerdings fand ich auch den Regenwald ein wenig zäh, danach gefiel es mir wieder besser.

    LG
    Valentine



    Beitrag von am Montag, 14.Februar.2005, 19:13



    Beitrag von Ela am Montag, 14.Februar.2005, 19:13

    MARIA gerade vor 4 oder 5 Wochen habe ich den ANTAL SZERB gelesen.
    Ein bißchen zwiespältig bin ich, was dieses Buch angeht. Den Anfang fand ich eher länglich.. Zudem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, daß mich der Verlag veralbert mit seinem „Wiederentdeckung aus den 30ern“. Mir ist die Sprache, der gesamte Stil zu sehr „heute“. Z.B. im Vergleich mit Kästner, Pittigrilli o.ä. aus der Zeit. Irgendwann habe ich mich darauf eingelassen, daß die Schuld beim Übersetzer liegt. Aber auch die Freizügigkeit hat mich etwas irritiert. Das Buch stammt aus den 30ern, die Figuren aus dem gehobenen Bürgertum, da war Sex mit „Fremden“ doch schon etwas „Anrüchiges“. Das wird in Ungarn nicht anders gewesen sein, als im Rest Europas. Außerdem war es in den 30ern doch wieder um einiges strenger als in den 20ern. Bei Szerb kommt das einfach so nebenbei vor. Nun ja.
    Nachdem Mihaly den Zug verpaßt und damit seine Frau verlassen hat, fing das Buch an, mir zu gefallen. Und ich kann noch nicht mal genau sagen, woran es lag, da der Stil ja der Gleiche war wie im ersten Teil des Buches. Es wird aber langsamer im Erzählen, nimmt sich Zeit für Szenen. Die Auseinandersetzung mit dem sich selbst verlieren und wiederfinden, inkl. Nachdenken über den eigenen Tod und den Tod als solches gefiel mir auf jeden Fall.



    Beitrag von viola am Montag, 14.Februar.2005, 17:13

    Welcome back, MARA!

    MARIA: auch ich empfand "Schiffbruch mit Tiger" als eine der absurdesten Geschichten, die ich je gelesen habe - aber ab den Mangrovenwäldern hab ich komischerweise innerlich abgehängt - da wurde es mir zuuu abstrus....

    Hatte Samstagnacht ein heißes Hörbucherlebnis - fuhr mit meinem Smart von Basel nach Stuttgart in Sturm und Regen - und hörte dabei "DER SCHWARM" - fühlte mich selbst wie in einer Tauchglocke im Tiefseestrudel ..**G**.. so muss 3D-Hören sein... *G*



    Beitrag von heike am Montag, 14.Februar.2005, 17:12

    hallo zusammen ;-).

    mich hatte es mit einer bronchitis erwischt und dazu das verregnete/verschneite wochenende trugen einiges zum subabbau bei .

    für mich habe ich nun die deutsche krimiautorin MAEVE CARELS entdeckt. vor einiger zeit hatte ich sie im rahmen der CRIMINALE live gesehen und fand ihre geschichten sehr nett. nun bin ich mit den ersten 3 krimis (ARNIES WELT, JULIAS ORAKEL und RABENKIND) aus GEVERENSAND, einer fiktiven kleinstadt bei jever durch und mein erster eindruck hat sich bestätigt.
    ihre protagonistin hannah ist mal abseits des mainstreams: als frau des örtlichen kommissars leidet sie an kleptomanie und kaufsucht und hat ihren mann nicht nur zur zwangsversetzung in sein dorf, sondern dazu noch in den beinah-ruin getrieben. so erzählt man es sich zumindest im dorf und wo die wahrheit genau liegt, will niemand wissen. auf jedenfall steht das dorf ihr kritisch bis ablehnend gegenüber und so bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als zusammen mit ihrer angeheirateten, superneugierigen tante malwine auf eigene faust auf verbrecherjagd zu gehen. es ist klar, dass sie dadurch nicht nur einmal in teufels küche gerät.

    diese krimis sind dabei nicht auf klamauk gemacht und treffen dazu die friesische mentalität ausgezeichnet . ich freue mich schon auf den nächsten band.

    in düsseldorf *spielt* dann ihr krimi SCHNEEWITTCHENS UNSCHULD, in dem einem schwulen studenten der mord an einem kommilitonen angehängt werden soll. ein ganz anderer stil und so eindringlich geschrieben, dass mir die story immer noch nachhängt.

    auch die neue protagonistin von ANNE CHAPLET ist abseits des mainstreams. die tierärztin katalina jagt in RUSSISCH BLUT nicht nur das schlossgespenst von blanckenberg, sondern auch den schatten ihrer vergangenheit hinterher. lauwarme krimikost...

    und auch der protagonist meiner neuen lektüre ist nicht im polizeidienst sondern sportagent . er versucht in DAS SPIEL MEINES LEBENS (HARLAN COBEN) der örtlichen sport-mafia aus dem weg zu gehen und dann auch noch die verschwundene freundin seines topsportlers zu finden, für den das verschwinden nicht nur finanzielle einbußen bringt.



    Beitrag von Mara am Montag, 14.Februar.2005, 16:08

    @Chrissie:

    Dank Dir ganz herzlich für die Mühe, jetzt kann ja nix mehr schiefgehen... ;)

    So long. Mara



    Beitrag von Chrissie am Montag, 14.Februar.2005, 15:49

    Entschuldige bitte die Sonderzeichen, weiß nicht, wo die herkommen. Bin leider keine perfekte PC-Tante.

    Liebe Grüße
    Chrissie



    Beitrag von am Montag, 14.Februar.2005, 15:47
    EMail: Chrissie

    MARA: willkommen zurück.

    Ich lese Marianne MACDONALD auch recht gerne, habe bereits die ersten zwei gelesen, der dritte Band liegt aber auch schon bei mir.

    Hier nun Reihenfolge (ich hab´s von der Krimi-Couch):

     Dido Hoare Reihe:
     (1996) Das Manuskript
    Death's Autograph
     (1997) Die Schriftrolle
    Ghost Walk
     (1999) Die letzte Strophe
    Smoke Screen
     (2000) Ein gutes Versteck
    Road Kill
     (2001) Blut ist dicker als Wasser
    Blood Lies
     (2002) Der Stammkunde
    Die Once

    Liebe Grüße
    Chrissie



    Beitrag von Jennifer am Montag, 14.Februar.2005, 15:46
    EMail: Gyldstjaern@aol.com

    Hallo zusammen
    Ich lese hier sehr häufig, und dachte mir Euch sage ich das auch.
    Meiner Mutter sind jetzt schon zwei Regale gebrochen, und sie hat etliches an Bücher aussortiert. Gestern schrieb sie eine Liste davon auf eine Diskette.
    Wenn Ihr mal schnuppern möchtet sende ich Euch die Lister gerne mal zu. Natürlich nur wenn meine Mam das erlaubt. Aber warum sollte sie es nicht erlauben.

    Lieben Gruß von Jennifer



    Beitrag von Valentine am Montag, 14.Februar.2005, 15:39

    MARA - ich habe die MacDonald-Krimis zwar nicht gelesen, aber ich kann mal bei einer Freundin nachhören!

    LG
    Valentine



    Beitrag von Mara am Montag, 14.Februar.2005, 15:01

    Liebes Forum,
    nach jahrelanger Abstinenz, die mit dem traurigen Ende einer 18-jährigen Beziehung, aber auch mit dem glücklichen Beginn einer neuen Beziehung, die nun 2 Jahre alt ist, einhergeht, melde ich mich auch mal wieder in Eurem Kreis. Nachdem ich während der Krise kaum lesen konnte, hat mich die alte Liebe Literatur nun wieder fest im Griff *ggg*. Ich habe soeben "Brick Lane" von Monica Ali beendet, das ich Euch wärmstens empfehlen kann. Sie hat einen wunderbaren Erzählstil (am besten im Original lesen). Es geht um die Lebensgeschichte einer jungen Bangladeshi, die in London lebt und sich aus den Zwängen befreit, die ihr Leben bestimmen. Das Buch hat eine unglaublich tolle Atmosphäre. Das neue Buch, das ich gerade angefangen habe, ist Lisas Atem, das mir auch nach ein paar Kapiteln schon sehr gut gefällt.

    Nun habe ich heute auch gleich zwei Fragen.
    1. Kann mir jemand die richtige Reihenfolge der Krimis von MARIANNE MACDONALD nennen? Habe bis jetzt DIE SCHRIFTROLLE gelesen und noch DAS MANUSKRIPT und BLUT IST DICKER ALS WASSER zuhause liegen. Aber was wurde zuerst geschrieben, damit ich die Reihenfolge auch schön einhalten kann...
    2. Kennt jemand WOMEN OF THE SILK von Gail Tsukiyama? Ich kann THE SAMURAIS GARDEN empfehlen, kenne aber nur dieses eine Werk. Eine wunderbare Erzählung, wenn man sich für das Land der aufgehenden Sonne interessiert.

    Wünsche euch noch einen schönen, nicht allzu winterlichen Valentinstag.



    Beitrag von Maria am Montag, 14.Februar.2005, 14:42
    Homepage: www.google.at

    Habt ihr eure Augen schon an dem herrlich kitschigen Rosenherz bei google geweidet? Ein Roesle dem Namenstagskind! ;-)

    AUSTEN:
    @ Yann MARTEL, "Schriffbruch mit Tiger":

    (ACHTUNG, fuer diejenigen, die das Buch noch lesen moechten, MOEGLICHER SPOILER!)

    Ich habe letzte Woche in einer Radiosendung Deepak Chopra (jemand, der sich mit dem Thema Spiritualitaet sehr viel beschaeftigt hat) sagen hoeren, dass die alten Religionen in der heutigen Zeit wohl nicht mehr so die spirituelle Seite vieler Menschen ansprechen koennten, wie sie es zur Zeit ihres Entstehen getan haben. Der Mensch hungere aber auch heute nach "Naehrung" dieser Facette seines Seins, man denke nur an all die Denominationen, neuen Kirchen, die zum Beispiel in den USA gegruendet werden, die vielen Menschen, die Sekten folgen oder die vielen Anhaenger esoterischer Schulen/Bewegungen. Als ich das hoerte, habe ich unwillkuerlich an "PI" gedacht, der sich seine eigene "Religion" bastelte aus den drei grossen, ihm bekannten. Das letzte Kapitel, mit den japanischen Versicherungsagenten (die mich mehr als einmal laut lachen haben lassen *g*), das kehrt doch das Oberste nach unten, was "etwas glauben (wollen)" anbelangt, findest du nicht auch? Hatten sich doch, bevor ich "die wahre Geschichte" gelesen hatte, bei mir Zweifel an der anderen gemeldet (leise und nicht so leise, "wusste" ich doch, dass sie eine wahre Geschichte ist, oder?), schien mir diese doch eindeutig "wahrer" zu sein als die Story, die er letztendlich den Versicherungsagenten erzaehlte. Ich weiss nicht, ob ich meinen Punkt so auf die Schnelle heruebergebracht habe. ;-) Ich habe damals, als das Buch brandneu war, eine Diskussion mit Yann Martel erlebt, an der an die achtzig Menschen teilnehmen, die das Buch nicht nur gelesen hatten, sondern die auch alle durch die Bank Martel gegenueber immer wieder beteuerten, das sei der beste Roman, den sie jemals gelesen haetten. Das beeindruckendste an dieser kleinen Auswahl an seinen Lesern (die sich spontan zu dem Abend eingefunden hatten, nicht, dass sie "ausgewaehlt" wurden) war die Diversitaet: alt und jung, Inder, Schwarze, Weisse aus allen Weltrichtungen und alle alle barsten nur so von Fragen ueber das Buch, Martel war ueberwaeltigt von so viel Huldigung. Er war mit einer Agentin/Handler erschienen, die hatte ueberhaupt keine Chance, es waren Ueberstunden angesagt. :-) Martel hat jedem einzelnen von uns auch noch die Buecher signiert, zur Freude seiner Begleiterin liess er sich auch da noch in Gespraeche verwickeln. Ich kann mich auch heute noch darueber freuen, muss wohl schon zwei Jahre her sein. Was immer Martel mit diesem Buch geschaffen hat, an jenem Abend und seither immer wieder, habe ich Menschen getroffen, die eine immense Freude darin gefunden haben. Was will ein Autor mehr? "Suspend all disbelief", I say. And read it.



    Beitrag von am Montag, 14.Februar.2005, 08:22

    Ein TV-Tipp zum Immerwiederschauen: Die Blechtrommel von Günter Grass auf MDR ab 22.50 Uhr.
    Für mehr Infos zu Günter Grass siehe Perlentaucher.de



    Beitrag von BarbaraB am Sonntag, 13.Februar.2005, 19:52

    ...ja lese es, AUSTEN, Dein genanntes Buch ist absolut gut, für Eltern und Heranwachsende jeden Alters!!!

    CHRISSIE, meine Beurteilung von ABBITTE ist Deiner sehr ähnlich, aber nachdem es hier so gelobt wurde, hatte ich auf einmal Zweifel...werde es wahrscheinlich noch einmal lesen, mit zeitlichem Abstand...

    Die Magnolie steht noch und der Sturm hat sich auch gelegt - Freude !!!

    Schönen Abend Euch allen
    BarbaraB



    Beitrag von Austen am Sonntag, 13.Februar.2005, 17:15

    BarbaraB: Nein, meine Mädels haben noch nichts von Annika Thor gelesen, sie sind ja mehr im Fantasy-Bereich zu Hause. Ich habe aber einer "ich hätte nein sagen können" von Annika Thor geschenkt, leider hat sie es noch nicht gelesen. Vielleicht lese ich es mal!

    Was habe ich zuletzt gelesen:
    Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel für unseren Lesekreis, der Inhalt ist, so denke ich, ja schon hinlänglich bekannt. Es liest sich leicht, ich fand es amüsant, doch es hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Bin schon neugierig auf unsere Diskussion dazu!
    Das nächste war ein richtiges Urlaubsbuch: Der Teufel trägt Prada von Lauren Weisberger, handelte von einer Assistentin einer Chefredakteurin einer amerikanischen Modezeitung. Die Schriftstellerin weiß, wovon sie schreibt, denn sie war selber eine solche Assistentin. Das muss ein ziemlich anstrengender Job sein!
    Momentan bin ich noch beim Tod einer roten Heldin von Qiu Xiaolong (dieser Name!). Am Anfang hatte ich als ewige Wallander-Leserin etwas Schwierigkeiten, mich in dem politischen Milieu zurecht zu finden, doch mittlerweile gefällt es mir sehr gut. Es handelt von dem Mord an einer in China politisch sehr angesehenen Arbeiterin. Der Oberinspektor ist recht sympathisch. Die Beschreibung der dortigen Wohnverhältnisse (10 m/2 für z.B. 45 Personen) ist absolut beklemmend! Ach ja, der Oberinspektor ist nebenbei auch noch Dichter!
    lg Austen
    PS: Chrissie, freue mich schon, dich nächste Woche zu sehen!



    Beitrag von Chrissie am Sonntag, 13.Februar.2005, 14:34

    MARIA/AUSTEN: ja Maria, Briony ist 13 Jahre alt. Habe das Buch gerade ein wenig durchgeblättert, Meine Tochter ist 12 Jahre, wahrscheinlich habe ich auch hier gleich ein wenig verglichen. Wie Austen schon sagte, hast du Briony wunderbar charakterisiert, doch das hilft alles nichts, ich habe halt gleich zu Robbie gehalten (für mich als Leserin war es auch eindeutig, dass er unschuldig ist). Ein wenig benachteiligt war er ja sowieso in dieser Familie. Ich weiß, er wurde von dieser finanziell unterstützt, aber er war halt ehrgeizig und auch gescheit. Mir hat es leid getan, dass sein Leben so ruiniert wurde.
    Ich höre jetzt lieber auf, aber über dieses Buch könnte man doch immer wieder diskutieren und es war im vorigen Jahr auch ein Buch für mich, über das ich doch viel nachdachte. Ich denke auch, es hätte einen 2. Durchlauf verdient, aber wann.

    BARBARA B: danke für die Büchertipps der schwedischen Schriftstellerin, die habe ich mir jetzt auch notiert.

    AUSTEN: schön, dass du wieder da bist.

    Einen schönen Sonntag noch
    Chrissie



    Beitrag von BarbaraB am Sonntag, 13.Februar.2005, 13:01

    ...AUSTEN, kennen Deine Mädels die Bücher der schwedischen Schriftstellerin ANNIKA THOR? Wenn nicht, kann ich sie empfehlen.
    Es geht um zwei Mädchen 7 und 12 Jahre alt, die von ihren besorgten Eltern, aufgrund des Naziterrors, von Wien in das neutrale Schweden geschickt werden, und da nach Eingewöhnungsschwierigkeiten und anderen Problemen langsam "erwachsen" werden.

    1. EINE INSEL IM MEER
    2. EINE BANK AM SEEROSENTEICH
    3. IN DER TIEFE DES MEERES
    4. OFFENES MEER.

    MARIA, gestern kam die Eröffnung von Christo`s Verpackungsaktion im Central-Park, ganz groß im Fensehen. Viele glückliche Reaktionen und eine tolle Stimmung gab es...wäre auch gerne dabeigewesen - Berlin damals fand ich absolut Klasse...

    Hoffentlich überlebt die alte Magnolie den heftigen Sturm, der seit gestern Abend tobt...

    Schönen Sonntag und einen guten Wochenbeginn wünscht Euch
    BarbaraB



    Beitrag von Marion M am Sonntag, 13.Februar.2005, 13:01
    Homepage: weightwatchers.de

    Danke für die Blumen ***g*** Es hat schon etwas Disziplin und Willen zur Verhaltensänderung erfordert. Ich habe euch oben den Link reingestellt, da kann sich jede selbst schlau machen. Aber es war leichter als ich es mir vorgestellt hatte... ich kann damit gut leben und gut essen. Für mich ist das Konzept absolut alltagstauglich und gesund. Ich muß nix essen was ich nicht mag, ich kann im gewohnten Laden einkaufen, es gibt nur wenige Vorschriften ... Ich war im Urlaub, ich hab Silvester gefeiert, fast täglich mit den Kollegen in der Kantine gegessen. Mir hat es was gebracht, jede Woche konsequent in die Gruppe zu gehen. Das ist zwar nicht jedermanns Geschmack, aber ich finde eine Stunde pro Woche kann man es schon machen!
    Mal sehen, ob es mir gelingt, das Gewicht auch zu halten! Das ist wahrscheinlich die schwierigere Übung

    So und demnächst hier wieder über Bücher!

    schönen Sonntag euch allen!

    Marion M



    Beitrag von Austen am Sonntag, 13.Februar.2005, 07:42

    Maria, du hast die Briony wunderbar charakterisiert! Ich denke auch, dass sie eine besonders fantasievolle Dreizehnjährige war, wobei man auch bedenken muss, dass es sich schon um eine andere Zeit gehandelt hat. McEwan hat die Sicht der Briony im ersten Teil des Buches genial dargestellt.
    lg und einen schönen Sonntag!
    Austen



    Beitrag von Maria am Sonntag, 13.Februar.2005, 05:06
    EMail: Ian McEwan, Abbitte

    CHRISSIE:
    War Briony nicht schon dreizehn Jahre alt?
    Ich kann deine Zweifel verstehen, auch ich habe mir seinerzeit Gedanken dazu gemacht. Im Endeffekt hat mich McEwan (wieder einmal) ueberzeugt, dass er gerade auch Jugendliche augenscheinlich sehr gut kennt und beobachtet hat. Waere sie eine "durchschnittliche", wohlbehuetete Dreizehnjaehrige gewesen, waere sie eben nicht Briony, die zukuenftige Schriftstellerin, die aus einer Familie kommt, wo es unter der Oberflaeche alles andere als "normal" zugeht. Das altkluge, fruehreife Kind, das sich ihre Welt ertraeglich macht, indem sie sie nach ihren Vorstellungen zurechtformt, wobei ihre Fantasie sie Dinge so sehen laesst, wie sie sie, bewusst oder unbewusst, sehen will. Sie neigt zum "Dramatischen", das wird auch an anderen Episoden illstriert. Als sie die von ihre angebetete Kusine mit dem Sohn der Haushaelterin in der Bibliothek sieht, kann sie, will sie (unbewusst?) gar nichts Anderes sehen, als etwas Bedrohliches, Boeses. Sie ist kein kleines Kind mehr, aber von der Welt der Erwachsenen weiss sie noch nicht genug, um eine Szene wie diejenige, deren Zeugin sie in der Bibliothek wird, richtig zu interpretieren. Zumindest nicht im Moment, als sie mit ihr konfrontiert wird. Spaeter, als sie zu ahnen beginnt, dass es anders gewesen sein koennte, ist sie schon zu sehr verstrickt in den anderen Fall, sind es vor allem die Erwachsenen, die auf das Kind nicht (mehr) hoeren wollen. Die Erwachsenen haben ja ihre eigenen Vorurteile und Gruende, warum sie kein Interesse daran haben, an Robbies Schuld Zweifel aufkommen zu lassen, haetten sie doch sonst in ihren eigenen Kreisen nach dem Schuldigen suchen muessen. Robbie hingegen, der vom Hausherrn stipendierte Emporkoemmling, ist trotzdem nur der Sohn der Haushaelterin, er war fuer sie der ideale Taeter, aus der Dienstbotenschicht kommend, so talentiert er auch sein mochte, gehoert er doch einer niedrigeren Klasse an. Die Polizei hat ja auch noch das kompromittierende Briefchen in der Hand, das Robbie versehentlich an seine Angebetene geschickt und das Briony abgefangen hat. Dass es ein Fall von Freudscher Fehlleistung war, konnte ja niemand ahnen. Die Indizien sprachen fuer Robbies Taeterschaft, Brionys Aussagen verdichteten den Verdacht nur.

    Ich finde, McEwan hat das Netz der tragischen Verstrickungen sehr fein und dich geknuepft. Ich muss zugeben, dass ich den einen oder anderen Knoten erst beim zweiten Mal gesehen bzw. voll verstanden habe.

    Ich kann mich aus meiner eigenen Kindheit an mehrere Episoden erinnern, wo ich etwas "gesehen" habe, das ich nicht gesehen haben kann. So sehe ich noch heute vor meinem geistigen Auge jenes rote gefluegelte Pferd, das ich um die Weihnachtszeit ueber unserem Hausdach habe fliegen sehen. Ich kann es heute noch genau beschreiben. :-) Des Raetsels Loesung liegt darin, dass meine Eltern uns abends gerne aus Gustav SCHWABS "Klassischen Sagen des Altertums" vorlasen. Die rote Farbe hat das Fluegelross wohl einer Tankstellenwerbung zu verdanken. Glaube ich zumindest.

    Lieben Dank fuer die Informationen zu Antal SZERB. Ich werde gewiss irgendwann einmal versuchen, seine Buecher zu lesen.

    MARION M:
    Du bist einfach Klasse! Gratuliere zu deinem Durchhaltevermoegen und vor allem freue ich mich, dass du gesundheitlich so profitierst davon.

    Einen schoenen Sonntag euch allen,
    Maria (die naemliche alte)


    P.S.:
    Hallo, Namenskollegin!



    Beitrag von Maria am Sonntag, 13.Februar.2005, 00:22
    EMail: Schneider-maria@lycos.de

    Ein Liebesroman, ein historischer Roman, eine fast wahre Geschichte, ein Zeugnis einer starken Persönlichkeit, ein Frauenbuch, aber packend und spannend wie ein Krimi.
    Das ist das neue Buch der Bestsellerautorin Ines Thorn, die in ihrem dritten Buch „Die Pelzhändlerin“ die Lebensgeschichte der Margaretha Weickmann in Frankfurt erzählt, die das Leben der Coco Chanel schon ca. 500 Jahre vorher gelebt hat. Ein absolut lesenswerter Roman.



    Beitrag von Chrissie am Samstag, 12.Februar.2005, 21:12

    MARION M: Super! Spitze!
    Ich gehöre ja auch zu denen, die den Kilos den Kampf angesagt haben. Ich weiß, dass doch einige Anstrengung dazu gehört.

    MARIA: ich habe von ANTAL SZERB die "PENDRAGON LEGENDE" nun angefangen, ca. 25 Seiten und bis jetzt bin ich recht angetan, vor allem weil sich das Buch um einen Büchernarren und viel Mystik dreht. Für die "Reise ins Mondlicht" kann ich dir leider nur eine kurze Zeile aus der Wiener Zeitung herstellen:

    ...Die "Reise ins Mondlicht" erzählt in traumähnlichen Bildern von einer Reise in die Innenwelt des Protagonisten, der das verdrängte Ich seiner Jugendzeit wiederentdeckt."...
    Die Pendragon Legende hingegen ist ein sehr raffinierter, gewitzter intelligenter Unterhaltungsroman und zugelich seine eigene Parodie ...... eher in der Außenwelt angesiedelt.

    MARIA: zu "ABBITTE" wollte ich nur sagen, dass den Aussagen einer 12jährigen in Sachen Vergewaltigung ihrer Cousine soviel Glauben geschenkt wurde, noch dazu da ihren Vermutungen, die hinten und vorne absolut nicht zusammenpaßten, von seiten der Polizei soviel
    Glauben geschenkt wurde, das machte das ganze Buch für mich unglaubwürdig. Ich würde sagen, der erste Teil hat mir also nicht zugesagt, wenngleich es mir später dann doch besser gefallen hat.Auch wegen seiner Sprachgewaltigkeit.

    Einen schönen Abend noch
    Chrissie




    Beitrag von Vandam am Samstag, 12.Februar.2005, 18:22
    EMail: giora@gmx.de Homepage: tiergeschichten.de

    Bei Tiergeschichten.de prüfen wir auch im Zweifelsfall - wenn der Text sehr professionell daherkommt - ob wir nicht irgendwessen Copyright verletzen. Wiederholt hat man versucht, uns was unterzujubeln.

    Manche kennen da ja nix. Ich hab mal für einen Kumpel eine Internetrecherche zu einem Thema gemacht, über das er ein kleines Heftchen (als Werbegeschenk) produzieren wollte. Mich traf fast der Zibebenschlag, als ich sah, dass er meine Recherchetexte 1:1 übernommen hatte. Dabei war das nur als Stoffsammlung gedacht und auch klar erkennbar, wo ich das Zeugs runtergeladen hatte (URL). Ich war natürlich davon ausgegangen, dass er das umschreibt. Er aber sagte: "Das merkt keine S@u!" So war's auch. Aber mir wäre das zu riskant.



    Beitrag von am Samstag, 12.Februar.2005, 14:32

    Hallo Ihr Lieben,

    trist und grau ist es da draußen; da bietet es sich nur an mit einem Buch auf das Sofa sich zu verziehen - mein derzeitiger Begleiter ist der Krimi "Tödlicher Ritt" v. Lynn S. Hightower. Ist ganz spannend geschrieben und die Protagonistin SONARA ist mir sehr sympatisch. Allerdings habe ich leider nicht chronologisch begonnen...

    WIBKE: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH Euch Vieren - und einen Namen hat die Kleine ja doch noch gefunden!*g* War bestimmt nicht einfach, nach all den Vorschlägen hier!!*g*

    MARION M: Toll - Glückwunsch! Und jetzt sag´ uns nur noch WIE????

    Zum Thema Urheberrecht: Es handelt sich dabei wirklich um ein sehr komplexes Thema und verfolgt mich in "meinem" Verlag auf Schritt und Tritt. Allein die Lizenzrechte für Texte sind heutzutage enorm, obwohl man ja meinen könnte, das ein Autor (o. Journalist) sich glücklich schätzen würde, wenn sein Text irgendwo noch einmal abgedruckt wird!

    Vor einigen Tagen hatten wir z.B. den Fall, dass ich entdeckte (per Zufall), dass eine von uns beauftragte "Autorin" Texte bzgl. eines Landschaftsthema aus dem Internet satz- bzw. absatzweise für ihre Autorenarbeit übernommen hatte (Wort für Wort!). Sie musste alle übernommenen Texte natürlich neu schreiben, da es uns als Verlag bei solch einen "Missbrauch" passieren kann, dass irgendein Autor eine Wiedererkennung zu seinem Text herstellt und eine einstweilige Verfügung über den Bildband erwirken kann!!

    Es gab sogar den Fall, dass wir rechtlich den Erhalt eines Buchtitels klären mussten, da aus heiterem Himmel ein Autor uns bezichtigte seinen "Titel" aus einem Prospekt sozusagen "geklaut" zu haben. Da kein Titelschutz hier beantragt wurde (was für Prospekte auch nicht geht!) verlief die Sache im Sand.... Auch müssen Fotos mit den jeweiligen Fotografen vor einer Veröffentlichung genaustens abgerechnet werden (Format, Auflagehöhe, Laufzeit etc.), sonst kann man sich erheblichen Ärger einhandeln.

    Ich werde mich jetzt noch ein bisschen in die Horizontale begeben und wünsche Euch allen ein wunderbares Wochenende.

    LG Alexandra



    Beitrag von machensieplatzichbinarzt am Samstag, 12.Februar.2005, 11:55
    EMail: dragon.slayer@web.de

    Hallo,

    ich muss in Deutsch ein Referat über dieses Buch halten, gelesen habe ich es schon, Inhalt ,Erzählverhalten usw. sind klar. Ich bin mir aber leider nicht sicher, zu welcher Gattung bzw. Epoche dieses Buch gehört. Ich hab das Buch "Deutsche Literaturgeschichte, Band 12 Gegenwart" hier zu Hause liegen, in dem Tadellöser&Wolff als erzähltes Panorama bezeichnet wird. Gehe ich richtig in der Annahme, dass "Gegenwart" die Epoche und "erzähltes Panorama" die Gattung ist? Ganz toll wäre es zusätzlich, wenn mir jemand zu den Kennzeichen der Epoche einen Link schicken könnte, weil im Buch steht darüber nach schneller Betrachtung anscheinend nicht so viel drin.
    Allerdings habe ich auch gelesen, "Tadellöser & Wolff" wäre ein "bürgerlicher Roman". Nun bin ich etwas verwirrt, ob dies nun die Gattung, Epoche (wohl eher nicht) oder etwas ganz anderes ist, da ich von diesen Sachen keinerlei Ahnung habe und der (nebenbei erwähnt miese) Deutschunterricht mir da auch nicht weiterhilft...

    Liebe Grüße
    machensieplatzichbinarzt



    Beitrag von Doris am Samstag, 12.Februar.2005, 08:58

    WIBKE: Herzlichen Glückwunsch zu Eurer Tochter!

    MARION M: Ebenfalls herzlichen Glückwunsch. Mich würde auch interessieren wie du das geschafft has., Zwar spukt mir die 38 nicht unbedingt im Kopf rum, aber doch die 40. Bei mir ist derzeit bis Ostern (nicht aus religiösen Gründen) Süssigkeiten, Fleisch und Alkoholfasten angesagt. Mal schauen ob da auch vielleicht einige Kilos purzeln. Dazu noch noch Aquafit und 2-3 mal wöchtentliches Walken mit unserer aktiven Australien Shepherd Hündin!

    Lesemässig stecke ich nun dank GERTIES leichtem Anstupser :-))) tief in DIE FRAU DES ZEITREISENDEN - und nach anfänglichen Irritationen wegen der Zeitsprünge hält mich das Buch doch nun mehr und mehr gefangen! Danke GERTIE!

    Ich bin ich froh, das ich mir diesen interessanten Artikel noch rechtzeitig ausgedruckt habe. Schade eigentlich, das die Rechtslage $$$$ so verzwickt ist :-(

    Euch allen ein schönes Wochenende. Das derzeit schaurige Wetter lädt ja geradezu zum Schmöckern ein.

    Doris



    Beitrag von MarOlala! am Samstag, 12.Februar.2005, 07:54

    Marion, wow! Herzlichen Glückwunsch auch von mir!!! Ich habe im Winter auch sechs Kilo abgenommen (nach GLYX-Prinzipien) und würde gern noch ein paar Kilo mehr verlieren (jaja, die 38 spukt wohl allen im Kopf rum :-) ) und jogge, turne, esse Gemüse wie verrückt... Ein steiniger Weg, deswegen BRAVO BRAVO BRAVO, Marion - und ich möchte natürlich auch wissen: wie?



    Beitrag von gertie am Freitag, 11.Februar.2005, 23:52

    Marion M - das ist ja klasse! herzlichen glückwunsch zu dieser tollen leistung! geht mich zwar nix an, aber ich würds trotzdem gern wissen *gg*: wie bzw. mit welcher diät/ernährung hast du das geschafft?
    lg
    gertie



    Beitrag von Marion M am Freitag, 11.Februar.2005, 22:08

    Vollkommen OFF TOPIC!

    Nachdem mich ja einige hier auch von Angesicht kennen, wollte ich euch mitteilen, daß ich nach viereinhalb Monaten mein WUNSCHGEWICHT ereicht habe, ich habe 18 kg abgenommen, von Kleidergröße 44/46 auf 38/40. Mein Blutdruck hat sich normalisiert und alle anderen Blutwerte
    ebenfalls ... ich freu mich einfach so und da ich weiß, daß einige hier das Gewichtsproblem auch drückt, wollte ich euch ermutigen ... es geht ... man kann es gut schaffen! Ich habe dabei nicht gedarbt ... Jedenfalls habe ich heute meine "alten" Klamotten verschenkt ...

    schönen Abend wünscht euch

    Marion M



    Beitrag von viola am Freitag, 11.Februar.2005, 18:27

    MARION NRW: "Ritas Leute" habe ich sehr gerne gelesen, trotz der Sprünge - hinten hilft die Karte samt Ahnenregister.... mein Mann arbeitet mit Aussiedlerjugendlichen und ich habe auch etliche in der Schule - das trägt dieses Buch schon zum Verständnis bei .... ( und seit dieser Woche haben wir sogar einen Samowar bei uns zu Hause *G*)

    Danke für eure Antworten zum Urheberrecht - ich finde, unsere Gesetze schränken uns immer mehr und mehr ein - auch das Antidiskriminierungsgesetz find ich zu heftig... Versammlungsfreiheit usw.... es geht grad weiter...



    Beitrag von Maria am Freitag, 11.Februar.2005, 15:19

    "Aber haben's die Leut mit dem Gesetz nicht wieder mal übertrieben?" Meiner Ansicht nach, ja, und zwar gewaltig.

    Wenn ich auf einen Artikel hinweise und ihn an die Quelle verlinke, mache ich doch - gratis! - Werbung fuer deren Webseite. Und dann soll ich deren Willkuer ausgesetzt sein, wenn ich, um zu informieren, worum es in dem Artikel geht, den einen oder anderen Satz zitiere? Vor nicht allzu langer Zeit habe ich gelesen, dass es Autoren geben soll, die angeblich nicht mehr erlauben, dass aus ihren Werken zitiert wird, sei es eine Besprechung, sei es ein Artikel ueber deren Werk (was ja immer auch eine Art Gratiswerbung bedeutet - wieviele Buecher haben wir schon gekauft, weil wir eine Rezension und/oder Zitate daraus gelesen haben?).

    Meiner Erfahrung nach schafft dieses restriktive Copyright-Politik eine Zweiklassengesellschaft: diejenigen, die Zugang zu Information haben, die anderen, denen er verschlossen bleibt. Privatpersonen, die von ihrem privaten Computer aus surfen, koennen heute zum Teil schon nicht einmal mehr die aktuellen Artikel lesen, ohne dafuer zu zahlen, von aelteren gar nicht zu reden. Auch nur die "einfache" Gratisregistrierung schraenkt das Surfen ein, denn wie oft will und kann man sich registrieren, bis es von der Zeit her unwirtschaftlich wird? Und da sind wir noch nicht einmal bei der finanziellen Barriere (und nicht bei all den Cookies und Spywares, die meinem Computer aufgeladen werden, um lesen zu koennen - gratis ist also auch das Gratislesen nicht, denn sie holen sich ja Informationen von mir).

    Es war nicht im Sinne der Erfinder des World Wide Webs, aus der Information Highway einen elektronischen Banditen zu machen!



    Beitrag von Vandam am Freitag, 11.Februar.2005, 14:06
    EMail: giora@gmx.de Homepage: www.tiergeschichten.de

    Urheberrecht: Da ist fast alles verboten, hab ich so langsam das Gefühl. In nichtwissenschaftlichen Texten darf man erst jemanden ungestraft zitieren, wenn er 70 Jahre tot ist. Wenn er unter Pseudonym schrieb, muss er sogar 140 Jahre tot sein.

    Auch für Zitatesammlungen gilt das. Ich frage mich, wie man in 100 Jahren noch wissen will, was prominente Leute von Heute Schlaues von sich gegeben haben, wenn man das nicht mal sammeln darf.

    Natürlich muss das Recht des Verfassers geschützt werden. Aber haben's die Leut mit dem Gesetz nicht wieder mal übertrieben? Wenn ich jetzt aber einen Text über moderne Medien, die Frauenbewegung oder die aktuelle Damenmode schreiben will, nutzen mir die alten Römer oder der olle Goethe nix. Da wären mir ... was weiß ich ... Leo Kirch, Alice Schwarzer und Jil Sander lieber.

    Mich hat das Zitierverbot hart getroffen, denn wissenschaftlich sind meine Texte ja nicht.

    Soweit ich weiß, kann man für Unterrichtszwecke durchaus Artikel aus Zeitungen kopieren und seinen Schülern zur Verfügung stellen. Doch sobald man was auf die Homepage der Schule stellt, wo's die Schüler angucken können, gehört man schon wieder der Katz. Da isses dann öffentlich und somit verboten.



    Beitrag von MarBieniek am Freitag, 11.Februar.2005, 11:13

    ...ich habe noch gedacht, komisch, den Bieniek kenne ich gar nicht. Lese ich gestern dem Fröschlein ein lustiges Buch um einen fussballwütigen Jungen vor und gucke, wer es geschrieben hat: Christian Bieniek. Wirklich traurig!



    Beitrag von Valentine am Freitag, 11.Februar.2005, 11:01

    MARION NRW: traurig, das mit Christian Bieniek :-(

    Ein paar seiner Jugendbücher hab ich sogar gekannt...

    LG
    Valentine



    Beitrag von Maria am Donnerstag, 10.Februar.2005, 17:50
    EMail: Antal SZERB, Reise bei Mondlicht Homepage: www.complete-review.com/reviews/magyar/szerba.htm

    Herrlich, eure Beitraege!

    Ich war gerade in der Leselust und irgendwie scheint mich Parsimony nicht recht zu moegen, ich kann wieder einmal keine Antworten schreiben (es kommt irgendeine Browserfehlermeldung). Muss an meinem Browser liegen, denn Andere schreiben. Dabei wollte ich ANJA danken, dass sie mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass es Antal SZERB auch auf Englisch gibt! Ich werde mir "Journey by Moonlight" bei erstbester Gelegenheit besorgen. Hat jemand von euch schon etwas von Antal Szerb gelesen?

    Muss leider wieder in die Versenkung, buchstaeblich, bin beim Aussortieren und Ordnen und das bei herrlichstem Wetter draussen :-(
    LG!



    Beitrag von MarionNRW am Donnerstag, 10.Februar.2005, 17:27

    DANIELA und VALENTINE, ratet mal, wer letzten Freitag in Oberhausen beim R.E.M.-Konzert war ... und ich kann euch sagen, es war klasse! Zuerst fing es etwas ruhig an, eher unbekanntere Stücke, aber dann nach einer halben Stunde kam 'Everybody hurts' und dann alle Hits in Folge. Das Publikum machte begeistert mit, auch auf den Rängen wurde getanzt (ich bin ja auch schon ein Fossil, da darf man sich auch schon mal zwischendurch setzen ;-) ). Mit kritischen Tönen zur Bush-Regierung wurde nicht gespart, wenn es wichtig war, liefen die Texte der Songs auf der Videoleinwand mit. Stimmen und Musik kamen auch gut rüber (im Gegensatz zur Vorgruppe), das ganze dauerte 2 Stunden, und man merkte R.E.M. an, dass es ihnen Spaß macht. Irgendwann kommt im Radio, Sender EinsLive, der Mitschnitt, wenn ich es mitbekomme, wann, stelle ich den Termin ein.

    PELAGIA, noch ein Herzliches Willkommen von mir!

    Gelesen: Helen Fielding: Die Geheimnisse der Olivia Joules. Beschreibung von Amazon: Olivia Joules ist eine furchtlose, eigenwillige und äußerst attraktive Journalistin. Sie hat nur ein Problem: Gelegentlich geht die Phantasie mit ihr durch. Bei ihrer neuesten Reportage meint sie, in einem geheimnisvollen Filmproduzenten einen gesuchten Terroristen zu erkennen. Ein Irrtum. Aber das hindert Olivia nicht daran, den Mann mit dem dubiosen französischen Akzent hartnäckig zu verfolgen und sich in ein atemberaubendes Abenteuer zu stürzen, das sie nach Honduras, Kairo und in den Sudan führt. Tatsächlich kommt sie dabei einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur. Es könnte die Geschichte ihres Lebens werden, und Olivia ist entschlossen, ihr trotz aller Gefahren auf den Grund zu gehen – mit nichts ausgestattet als einer Hutnadel, ihrer messerscharfen Beobachtungsgabe und einem ganz besonders verdrahteten Wonderbra ... - Na ja. Ich fand es nicht so besonders. Das Buch ist von vornherein auf Verfilmung angelegt, quasi ein Buch zum Film ohne Film *g*, natürlich mit Renee Zellweger in der Hauptrolle und Colin Firth als Lover, nur wer der Filmproduzent sein wird, weiß ich noch nicht, Hugh Grant sieht anders aus *kicher*. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es ein netter Film wird, aber als Buch war es eher langweilig.

    Jetzt lese ich Ulla LACHAUER: Ritas Leute. Das ist der Versuch einer Familiengeschichte: die Autorin lernt eine junge Rußlanddeutsche kennen und kann ihre Familie überreden, ihre Geschichte zu erzählen, über mehrere Generationen hinweg. Leider ist die Chronologie nicht sehr flüssig, sie springt ziemlich, mal wandert ein Vorfahr ein, dann wieder fahren Rita und die Autorin nach Kasachstan, dann erzählt die Großmutter. Aber es lohnt sich, dranzubleiben.

    MarionM: DANKE, die Post hat heute schon geliefert!

    Und noch eine traurige Nachricht: Der Kinder- und Jugendbuchautor Christian BIENIEK ist gestorben
    Er schrieb mehr als 90 Bücher - seine Werke wurden in zwölf Sprachen übersetzt
    Der Schriftsteller starb im Alter von 48 Jahren Ende Januar nach schwerer Krankheit in Düsseldorf. Bieniek gehörte zu den beliebtesten und erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands. 1993 erschien sein erstes Jugendbuch "Immer cool bleiben". Seitdem schrieb er mehr als 90 Bücher, darunter auch mehrere Bände von "Karo Karotte". Seine Werke wurden in zwölf Sprachen übersetzt.

    LG, MarionNRW



    Beitrag von Valentine am Donnerstag, 10.Februar.2005, 14:03

    DANIELA: "Crawling up the hill" heißt das Lied, das ist auch bei mir eines der Ohrwürmer. Aber "Leaving New York" mag ich auch sehr gerne ;-)

    MARFAZ ;-) : Du meinst bestimmt die beiden Abenteuerbücher von Fritz Mühlenweg. Mir fällt gerade der Titel nicht ein, unter dem ich sie geschenkt bekommen habe, aber sie sind wirklich sehr netter Lesestoff.

    LG
    Valentine



    Beitrag von Mariola am Donnerstag, 10.Februar.2005, 13:30

    Gell, VIOLA, wir sind zu gut für diese Welt! Und vielleicht ein bisserl naiv :-)
    Ich lese im Moment übrigens THE DEVIL WEARS PRADA - hat das jemand schon "intus"? Oben fressen Drachen Ritter, da kann ich sogar arbeiten, wer hätte das gedacht?



    Beitrag von Ela am Donnerstag, 10.Februar.2005, 13:08
    Homepage: bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/

    VIOLA guck mal in das Gesetz (oben links kann man ein pdf-file aufmachen). Interessant ist der Bereich §§ 40-ca. 55. Mittlerweile könnte man fast sagen: solange es nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist es verboten.
    Und Nein, nur weil die FAZ den Text der aktuellen Ausgabe kostenlos ins Internet stellt, darf man ihn noch lange nicht (vollständig) woanders hinkopieren. Weil er nämlich am nächsten Tag bei der FAZ Geld kostet und an der anderen Stelle dann ja noch kostenlos wäre. Die Quellenangabe hat damit nichts zu tun, daß ist ein ganz anderes Thema.



    Beitrag von viola am Donnerstag, 10.Februar.2005, 10:39

    das verstehe wer will!
    WEnn die ihre Artikel ins Netz stellen - dann ist es doch öffentlich???
    Und wenn man die Quelle zitiert?
    Darf ich dann für die Schule auch keine Zeitungsartikel mehr kopieren und den Schülern aushändigen??????



    Beitrag von MarDankend! am Donnerstag, 10.Februar.2005, 10:30

    Merci, GERTIE, hatte keine Ahnung *schluck*
    Jetzt schnell noch was getextet, heute Nachmittag ist hier Kleine-Jungs-Nachmittag *doppelschluck*



    Beitrag von gertie am Donnerstag, 10.Februar.2005, 10:15
    EMail: gwedermann@t-online.de

    .... vorsichtshalber hab ich den artikel kopiert! wenn bedarf besteht, könnt ihr euch gern an mich wenden.



    Beitrag von gertie am Donnerstag, 10.Februar.2005, 10:09

    moin zusammen,
    den beitrag mit dem FAZ-artikel hab ich gelöscht. sooo schade drum, aber wozu unnötig was riskieren!

    lg
    gertie



    Beitrag von MarFAZweifelt am Donnerstag, 10.Februar.2005, 08:11

    Danke DANIELA - dann bitte, lieber WEBMASTER SCHNELL DEN ARTIKEL LÖSCHEN!



    Beitrag von Maria am Donnerstag, 10.Februar.2005, 05:14

    DANIELA:
    Warten wir mal ab, ob ich kaltbluetig genug bin, mir wirklich einen Sprung nach New York zu erlauben. Werde ein bisserl von Terminen geschunden. Aber ich hoffe. :-)

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dir Denis JOHNSONS "Train Dreams" nicht gefallen koennte. ;-) Ich finde es uebrigens schade, dass es im Original die Erzaehlung nur im Sammelband gibt.

    @ NIRGENDWO IN AFRIKA: Meine Erwartungshaltung war wohl auch recht hoch, da der Film neben einem Oskar auch noch andere Preise erhalten hat. Das Buch moechte ich allerdings jetzt auch nicht mehr lesen.

    MARFAZ:
    Hatte dich in diesem neuen Buchstabenkleid gar nicht erkannt. :-))) Hatte mich nur gewundert, dass da jemand Neuer einen durchaus interessanten Artikel reinstellte. Muss ihn noch mal lesen, wenn ich wieder aufnahmefaehig bin.

    Ich geh jetzt besser in die Heia,
    euch wuensche ich einen schoenen Tag,
    Maria

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