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    Beitrag von Ela am Mittwoch, 5.März.2008, 09:22
    Homepage: www.digita.de/

    und über den Deutschen Bildungsmedien-Preis?



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 5.März.2008, 09:19
    Homepage: www.deutscherhoerbuchpreis.de/

    wurde hier schon über den Deutschen Hörbuchpreis berichtet?



    Beitrag von Daniela am Sonntag, 2.März.2008, 11:49
    Homepage: www.die-leselust.de

    Hallo ihr Lieben,

    wie, Heike? VERMESSUNG DER WELT als Flop 2007? Gut, ich könnte mir (zumindest wärs vielleicht bei mir so) vorstellen, dass es bei der ERwartungshaltung, die durch die hohen Verkaufszahlen und die allgemeine Begeisterung ausgelöst wurde, natülrich schwieriger wird, diesen Erwartungen dann auch zu entsprechen... und als ich es gelesen hatte, gabs noch keine Besprechung dazu, ich hatte richtig viel Spaß daran und lese seither Kehlmann wirklich gerne.

    Dagegen hatte mir "Die Sturmflut" nicht so zugesagt, Wibke - ich wurde mit dem Buch nicht so recht warm, fand vieles nicht überzeugend (gerade die rührselige Szene zum Schluss zB) und hatte mir gerade von dieser Autorin auch mehr erwartet.

    Und Mareike, ich bin auch gespannt, was du vom LETZTEN WEYNFELDT hältst. Ich fands nett zu lesen - und dabei gleichzeitig ein Buch, das ich fast unmittelbar nach der Lektüre wieder vergessen habe...

    mit einem Buch, von dem ich mir viel versprochen hatte, habe ich auch gerade eine leise Enttäuschung erlebt, und zwar "Die Leiden eines Amerikaners" von Siri Hustvedt. Kommt leider an die Intensität von "Was ich liebte" bei weitem nicht heran ;-(

    *lach* und ELA; schön, dass dir der NEBELFÜRST so gut gefallen hat. MIr nämlich nicht. Ich hatte schon befürchtet, dass wir jetzt mit den deutschsprachigen Autoren gleichermaßen unsere Probleme haben.... "Der Mond und"... kannst du gerne von mir haben, wenn du noch ein bisschen Geduld hast, reinlesen muss ich ja zumindest...

    Und zu guter Letzt quäle ich euch noch mit meinem Newsletter ;-)

    LG, und ich hoffe, ihr habt EMMA gut überstanden und die Zeit zum Lesen genutzt ;-)

    Daniela








    Liebe Freunde der LESELUST,



    es ist schon eine Weile her, seit die letzten Nachrichten von der LESELUST per Mail verteilt wurden – ich hoffe, dass trotz dieser Zeit immer noch Interesse daran besteht!

    Fall nicht, kann der Eintrag in die Verteilerliste natürlich jederzeit durch eine kurze Email an „NEWS@die-leselust“ mit dem Betreff „Newsletter abbestellen“ widerrufen werden. Oder eben, entsprechend abgeändert, weiterempfohlen, was mich natürlich sehr viel mehr freuen würde ;-)



    Aber genug der Formalitäten.



    Wer die LESELUST heute aufruft, wird sie vielleicht erstmal gar nicht wieder erkennen – das vertraute Blau ist weg, die Seite hat ein komplett neues Gesicht erhalten! Noch sind zwar nicht alle Seiten im neuen Design verfügbar, aber hieran wird wirklich täglich gearbeitet; außerdem sind noch einige Neuerungen geplant, die den Besuch dieser Seite hoffentlich weiterhin interessant gestalten.

    Ein besonders wichtiger Bereich wurde schon Ende Januar umgestellt – es gibt ein neues Forum! Zu erreichen ist es unter http://forum.die-leselust.de, es ist wesentlich übersichtlicher und bedienerfreundlicher. Natürlich fehlen hier noch die fast 30.000 Einträge, die das alte Forum zu einem spannenden Nachschlagwerk gemacht haben. Aber auch zu diesem Thema gibt es bereits Lösungsansätze – und das wird bestimmt Thema eines der nächsten Rundbriefe der LESELUST.



    Und Bücher? Ja, Bücher! Ich habe einige sehr spannende Bücher gelesen in den letzten Monaten – hier eine kleine Auswahl:



    Sehr beeindruckt hat mich ein Werk, das bereits vor 40 Jahren erstmals erschienen ist –

    Richard YATES – Zeiten des Aufruhrs (Revolutionary Road)

    hat mich durch die spannende Schilderung eines Vorstadtlebens, des Scheiterns einer Ehe, eines Lebensentwurfs, sehr fasziniert.





    Auf eine ganz andere Weise beeindruckt hat mich ein Roman, der sich durch eine sehr karge Sprache auszeichnet und ein ausgesprochen düsteres Bild unserer Zukunft malt:

    Cormac McCARTHY – Die Straße (The Road)

    schildert einen Vater und dessen Sohn 10 Jahre nach einem Weltuntergangsszenario; unterwegs auf einer Straße gen Süden, in der Hoffnung, dort zu überleben. McCarthys Roman „No Country For Old Men“ wurde gerade verfilmt, die Verfilmung Oscar-prämiert (die deutsche Übersetzung erscheint im März); auch für „Die Straße“ ist eine Verfilmung bereits geplant.





    Das meistbesprochene Buch in diesem Frühjahr ist auf jeden Fall „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell. Nein, dazu ist in der LESELUST leider noch keine Rezension zu lesen. Aber das ist schließlich nicht das einzige Buch, das sich zu diskutieren lohnt:



    Bernhard SCHLINK hat zum Beispiel mit „Das Wochenende“ einen Roman geschrieben, der sich mit Deutschlands RAF-Debatte auseinandersetzt. Ein bekannter Häftling wird überraschend begnadigt; seine Schwester arrangiert für sein erstes Wochenende in Freiheit ein Wiedersehen mit alten Freunden jener Zeit…



    Das ist nur ein Auszug, welche Bücher zuletzt vorgestellt wurden. Nachzulesen ist zum Beispiel auch über die beiden zuletzt mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Romane „Die Mittagsfrau“ von Julia Franck und „Die Habenichtse“ von Katharina Hacker; außerdem Neuerscheinungen von Martin Suter (Der letzte Weynfeldt), Jan Seghers (Partitur des Todes), Katja Lange-Müller (Böse Schafe), Gisa Klönne (Nacht ohne Schatten) oder Anthony McCarten (Englischer Harem).



    Die Neuerscheinungssaison hat ja gerade erst begonnen; im März, soviel kann ich auf jeden Fall schon sagen, wird der neue Roman von Siri Hustvedt vorgestellt, die Erzählungen von Miranda July… ich würde mich freuen, wenn Sie wieder regelmäßig vorbeikommen, und uns andere auch an Ihren Leseerlebnissen im Forum teilhaben lassen!



    Viele Lesestunden im Frühling wünscht






    Beitrag von Christian Piosetzki am Donnerstag, 28.Februar.2008, 12:40
    EMail: christian.piosetzki@yahoo.de

    Mein Buchtipp

    Hallo an Alle ,

    ichn habe vor 2 Wochen das Buch Hoffnung Wege zum gesunden Leben von meinem Bruder geschenkt bekommen.
    Mit Hilfe des Buches habe ich es geschafft, meine Lebensmittelallergie gegen Tomaten und Möhren aufzulösen.
    Das hat gerade mal 2 Stunden gedauert.

    Ich kann jetzt wieder alles essen.

    Vielen Dank an Herrn Arning



    Beitrag von Monaco am Donnerstag, 28.Februar.2008, 11:20
    EMail: mail-at-libriamici.de Homepage: libriamici.de

    Wer hat Lust mit uns Hamlet zu lesen?

    NEUE LESERUNDE:

    http://www.libriamici.de/index.php?showforum=46


    Portallink:
    http://www.libriamici.de



    Beitrag von Sabrina am Montag, 25.Februar.2008, 15:59
    EMail: amany11@web.de

    Hallo!

    Ich bin auf der Suche nach Romanen, in denen Schönheitschirurgie bzw. plastische Chirurgie oder Körpermodifikationen jeglicher Art eine Rolle spielen (Keine Ratgeber, sondern Fiktion).

    Hat jemand etwas Interessantes gelesen und könnte mir mit Titeln weiterhelfen???

    Liebe Grüße
    sabrina



    Beitrag von Susanne am Freitag, 22.Februar.2008, 11:19

    WIBKE, danke für den Tip mit MONIKA MARON. Ich habe noch nie was von ihr gelesen, da sie bei mir gedanklich in der "DDR-Schublade" steckt. Vielleicht tue ich ihr da Unrecht und sollte es doch mal versuchen?

    "Sturmflut" habe ich mir auch gloeich gekauft, als es jetzt als TB erschien. Angesichts meines RUB's werde ich aber rein rechnerisch noch ca. 1 1/2 Jahre brauchen, bis ich bei ihm angekommen bin. Na ja, ganz so stringent bin ich dann doch nicht.

    Ich habe übrigens letztens "Die Schatten und der Regen" von H. NESSER gelesen und war auch vollkommen begeistert. Mit den Van Veeteren's bin ich ja nicht so klar gekommen, aber das war ein richtig tolles Buch. Nun habe ich gesehen, dass es noch mehr Stand Alones gibt, die ich nach und nach lesen möchte.

    Schönes Wochenende
    Susanne



    Beitrag von Wibke am Donnerstag, 21.Februar.2008, 21:09

    Hallo Ihr Lieben,

    HEIKE, meldest du dich nochmal bei mir ? Deine Mailadresse ist leider verschütt gegangen....

    ELA, "Über das Wasser" habe ich im letzten Jahr auch gelesen, es hat auch mir sehr gefallen.
    Und über "Älter werden" haben KIOKI und ich Anfang Januar schon mal gesprochen - es steht weiterhin auf meiner Liste und wird auch gelesen, irgendwann *g*.

    MAREIKI, auf "Der letzte Weynfeldt" bin ich ebenfalls sehr gespannt, bisher haben mir alle Suter-Bücher überaus gut gefallen! Hast du ihn inzwischen beendet ?

    DORIS schreibt, daß sie in der Fastenzeit mehr lesen will - bei mir ist es umgekehrt - ich habe mir für dieses Jahr mal wieder vorgenommen, etwas die Zügel anzuziehen und mich mehr auf das einzelne Buch einzulassen, auch wenn ich dann im Endeffekt sicher weniger lese.
    Außerdem ist meine Zeit knapper geworden - vor vier Wochen ist Miriam drei Jahre alt geworden und damit ist nun meine Elternzeit vorbei.
    Jetzt arbeite ich wieder 20 Stunden pro Woche und bemühe mich momentan sehr um Struktur und Rhythmus im Alltag*g*.
    Ich habe zwar schon in der Elternzeit 10 Wochenstunden gearbeitet, aber die Umstellung auf 20 Stunden merke ich viel stärker, als ich erwartet habe.
    Ich bin gespannt, was und wieviel ich letztendlich in diesem Jahr lesen werde -aber Abstriche wird es sicher geben - macht aber nichts *g*.

    Begonnen hat mein Lesejahr prächtig: "Mensch ohne Hund" von Hakan Nesser war ein richtiger Knaller ! Ein tolles Buch, ein spannender Krimi ein sympathischer neuer Kommissar - was will ich mehr *g* ?

    Dann habe ich, auch in Einstimmung auf mein neues Arbeitsleben, "Flow im Beruf" von Mihaly Csikszentmihalyi ( ob ich das jetzt richtig geschrieben habe *g* ?) gelesen und auch von diesem Buch war ich sehr überzeugt. Es gibt schon sehr viele interessante Ansätze.

    Für den Lesezirkel habe ich dann "Sturmflut" von Margriet de Moor gelesen. Das Buch hat mich ganz schön mitgenommen - ich muß aber auch gestehen, daß ich gar nichts von dieser Sturmflut wußte. Insofern war es für mich ein gutes, aber auch informatives Buch.

    Dann habe ich "Blöde Kuh ! Oder warum beste Freundinnen sich trennen und wie sie wieder zueinander finden" von Christine Weiner gelesen.
    Ein sehr interessantes Buch, das mir viele Denkanstöße gegeben und einiges Umdenken bewirkt hat.

    Ebenfalls für den Lesezirkel habe ich Monika Marons "Ach Glück" gelesen, die Fortsetzung ihres Romans "Endmoränen", den ich letztes Jahr gelesen habe.
    Beide Bücher haben mir sehr gefallen.
    Mir fällt ein, SUSANNE, das ich dir das länsgt erzählen wollte!

    Nicht so toll fand ich "Ferien bei den Hottentotten" von Manuela Golz. Den Witz, den das Buch angeblich so sehr haben soll, habe ich kaum entdecken können.

    Ja, und jetzt lese ich "Briefe der Liebe" von Maria Nurowska. Das gefällt mir und interessiert mich bisher sehr.
    Aber gut, der Krieg und seine Nachwehen, das sind ja immer wieder gerne meine Themen.

    Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende !

    Herzliche Grüße, Wibke



    Beitrag von heike am Mittwoch, 20.Februar.2008, 09:29

    ich poste noch schnell meine list für 2007, GERTIE hat es mir erlaubt ;-)):

    TOP

    Krimi/Thriller:


    Sebastian Fitzek Amokspiel
    Susan Hill Der Menschen dunkles Sehnen
    Stuart MacBride Die dunklen Wasser von Aberdeen
    Stefano Massaron Die toten Kinder
    Fred Vargas Der vierzehnte Stein


    Fantasy *ggg*:

    Christoph Marzi Lycidas


    Belletristik allgemein:

    Kristin Marja Baldursdottir Hinter fremden Türen
    Martina Borger Lieber Luca
    Liane Moriarty Ein Geschenk des Himmels
    Jodi Picoult Bis ans Ende aller Tage
    Dennis Lachaud Ich lerne deutsch


    FLOP


    Krimi/Thriller:

    Jenna C. Black Der Puppenmacher
    Michael Cox In der Mitte der Nacht
    Gillian Flynn Cry Baby
    Nick Stone Voodoo


    Belletristik allgemein:

    Undine Gruenter Sommergäste in Trouville
    Daniel Kehlmann Die Vermessung der Welt



    Beitrag von Mareiki am Dienstag, 19.Februar.2008, 07:36

    Ich habe KLOPFER UND KRANICHE von AXEL BRAUNS gelesen, das hat mir sehr gefallen. Kennt es jemand? Der Autor hat wohl auch eine Autobiografie über seine autistische Kindheit geschrieben (FLEDERMÄUSE UND BUNTSCHATTEN o.ä.), ist das empfehlenswert?
    Herzliche vorderarbeitgrüsse
    Mareiki



    Beitrag von Ela am Sonntag, 17.Februar.2008, 12:17

    Kurzer Nachtrag für die Fantasy-Gemeinde:
    Im 2. Teil der CHRONIK DER NEBELKRIEGE von Thomas Finn, "Der eisige Schatten" geht es noch spannender weiter. Mir gefällt die Trilogie gut. Natürlich ist es wieder eine Quest-Geschichte in der Tradition von Tolkien, aber Thomas Finn erzählt sie gut und hat genügend eigene Einfälle, um nicht auf die Liste der "schon wieder so'n Nachahmer" abgeschoben zu werden. :-)

    DANIELA die Mittagsfrau habe ich noch nicht gelesen, ich befürchte eben jenes... In irgendeinem blog, ich glaube, es war bei Frau Diener, habe ich auch einen ziemlich Verriß dazu bzw. der Preisverleihung gelesen, in der Art von "hübsch mittelmäßig bleiben, bloß nichts wirklich Interessantes in irgendeine Richtung prämieren". Das hat mein Interesse an dem Buch schlagartig beendet. ;-)
    Gut gefallen hat mir allerdings DER NEBELFÜRST von MARTIN MOSEBACH. Da stimmte einfach alles. Auf ihn bin ich nur aufmerksam geworden, weil er den Büchner-Preis 2007 bekommen hat. Aber ich war vorsichtig und habe erst einmal etwas anderes von ihm gelesen ;-), aber nach dem ersten positiven Eindruck werde ich DER MOND UND DAS MÄDCHEN wohl doch lesen.
    KLUGER sagt mir (noch) nichts. Steht noch auf der Vormerkliste der Bibliothek. ;-)



    Beitrag von Daniela am Donnerstag, 14.Februar.2008, 13:25
    Homepage: forum.die-leselust.de

    *G* ELA, dann schieb mal den Rest nach ;-)

    Ja, die Titel von Stephanie Meyer sind schon dämlich, aber... sie sind ja auch nicht für mich als Zielpublikum. Also...

    Siehst du, und ich dachte, bei dir fänden die Habenichtse noch mehr Gnade als bei mir... aber das nörgeliger werden, das kenne ich auch, geht mir gerade bei den hochgelobten Büchern so. Ich konnte ja auch Julia Francks poetische Ergüsse in ihrer "Mittagsfrau" kaum lesen (http://forum.die-leselust.de/viewtopic.php?f=5&t=76) weil mir das zu sülzig war, hab mich über Martin Klugers "Die Gehilfin" (http://forum.die-leselust.de/viewtopic.php?f=5&t=100 ansonsten ein tolles Thema, aber.... ) geärgert....

    Da ist mir ein Buch, das gar nicht erst den Anspruch auf hohen literarischen Stil, beispielsweise ein Krimi, noch lieber.

    Oder eben oft auch die Amerikaner - denn "All the Pretty Horses" mochte ich damals, trotz aller VOrbehalte gegen McCarthy, doch auch ;-)

    LG, Daniela



    Beitrag von Ela am Donnerstag, 14.Februar.2008, 13:11

    DANIELA, das war doch nur eine kleine Auswahl *ggg*
    Ja, genau, Stephenie Meyer, das sind die Bis(s) zum Morgengrauen, Mittagsstunde, Abendrot (selten dämliche Titel).
    Die Habenichtse habe ich schon versucht zu lesen, als das Buch 2005 herauskam und hatte nach ca. 50 Seiten die Nase voll. Das war mir stilistisch zu gewollt.
    Allerdings habe ich festgestellt, daß ich insgesamt immer ungeduldiger und nörgeliger werde beim Lesen. Deswegen lese ich in letzter Zeit wieder verstärkt Sachbücher, da ist der Stil nicht so wichtig (aber wehe, wenn die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens/Darstellens ignoriert werden *g*).

    Von McCarthy habe ich auch noch Bücher im Regal stehen, The Road aber (noch) nicht. Mit hat vor Jahren All the pretty horses ja gut gefallen.



    Beitrag von Daniela am Mittwoch, 13.Februar.2008, 20:47
    Homepage: forum.die-leselust.de

    Hallo Ela,
    wenn du mal wieder loslegst, dann aber richtig, was? ;-)

    Diese Bücher von Stephanie Meyer.. ist doch dieses "Biss zum Morgengrauen" etc, oder? Die liest die Tochter meiner Freundin gerade mit größter Begeisterung und hat mir so davon vorgeschwärmt, dass ich versprochen habe, mir dann zumindest das HÖrbuch mal anzuhören...

    Und zu deinem RUHELOS-Kommentar: mir gings ja in gewisser Weise ähnlich, ich fand die Verknüpfung dieser beiden Handlungsebenen auch nicht gelungen; aber die Spionagegeschichte an sich, die hat mir schon gefallen, die habe ich ganz gerne gelesen, die wurde im Laufe des Buches auch immer besser...


    Hast du nicht zufällig vor, die HABENICHTSE bald mal zu lesen? Ich fands ja ziemlich schlecht, aber irgendwie glaube ich, dass es deinen Nerv sehr viel mehr treffen würde. Würd mich interessieren ;-)

    Mein Buchtipp der letzten Zeit: Cormac McCarthy - DIE STRASSE / THE ROAD. Endzeitszenario, ein Mann und sein zehnjähriger Sohn unterwegs in einem Amerika, das kein Staat mehr ist, in dem nichts mehr wächst und die überlebenden Menschen vor nichts zurückschrecken...
    Ziemlich düster, zum Teil auch üble Szenen (als Schwangere sollte man vielleicht nicht unbedingt davon lesen müssen, wie ein kleines Kind ausgeweidet, geköpft gegrillt wird... ) - aber trotzdem: eine EMpfehlung!

    LG, Daniela



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 13.Februar.2008, 12:21

    Und jetzt zu Fantasy:

    Tony DiTerlizzi & Holly Black: Die Spiderwick Geheimnisse (The Spiderwick Chronicles)
    Teil 1: Eine unglaubliche Entdeckung
    Eine Kinderfantasygeschichte, ich würde sagen so ab 10 (steht nicht drauf). Steht wohl in der Tradition von Narnia, dem geheimen Garten und ähnlichen Geschichten, wenn sie auch keine andere Welt im Kleiderschrank entdecken. :-)
    Sehr britisch erzählt für eine US-Geschichte. ;-)
    Jared, Simon und Mallory (schon die Namen!) ziehen nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter von New York in das leerstehende Haus ihrer Großtante Lucinda, die in der "Klapse" ist, wie Mallory feststellt, auf dem Land. Die Zwillinge sind 9, Mallory ist 13. Jeder von ihnen geht mit der Trennung der Familie anders um. Mallory ist aggressiv, tobt sich aber beim Fechten aus, Simon sammelt Tiere von Mäusen abwärts und sperrt sie in Gläser und kleine Käfige in seinem Zimmer und Jared hat sich einmal in der alten Schule geprügelt und ist in den Augen seiner Mutter jetzt ein Schläger und für alles verantwortlich, was in dem neuen Haus passiert.
    Schon am ersten Tag finden die Kinder auf der Suche nach dem Grund des Raschelns in den Wänden etwas wie ein Nest in der Küchenwand. Seltsamerweise liegt dort auch eine Medaille, die Mallory beim Fechten gewonnen hat. In den nächsten Tagen erkunden die Kinder das Haus und finden über den Speiseaufzug ein verstecktes Arbeitszimmer und auf dem Dachboden ein Buch über Elfen, wie man sie erkennt, worin sie sich unterscheiden. Und sie treffen auf eben so eine Elfe, ein Irrwicht.
    An der Stelle endet der erste Teil.
    Hat mir wirklich gut gefallen, eine schöne Kindergeschichte, mit ein bißchen Grusel, ein bißchen Sorge um Haustiere, ein bißchen Ungerechtigkeit (die sich garantiert später klärt), die üblichen Geschwisterstreitigkeiten, aber wenn es zählt, halten sie doch zusammen und viel Fantasy – es gibt mehr um uns herum als wir auf den ersten Blick wahrnehmen und man muß es nicht automatisch verfolgen und vernichten, sondern wahrnehmen und erstmal gucken, wie es wird.


    Anthony Horowitz: The Power of Five 1: Raven's Gate
    Ein Jugendbuch aus der Fantasy-Ecke. Wie ich bald feststellen mußte, gehört es aber in die Horror-Ecke. Huh. Beim Lesen wurde mir wieder bewußt, daß ich früher viel heftigere Sachen lesen und sehen konnte, als heute
    Matt Freeman, Waise, lebt nach dem Tod seiner Eltern bei seiner Tante, aber sie kommen gar nicht miteinander klar und er hat auch sonst niemanden. Mit 14 kommt er endgültig in Schwierigkeiten und wird in ein Förderprogramm der Regierung für straffällig gewordene Jugendliche aufgenommen. Ab sofort lebt er mitten im Nichts, irgendwo in Yorkshire, auf einer heruntergekommenen Farm. Dort muß er arbeiten, darf nicht mal zur Schule gehen. Nach ein paar Tagen fällt Matt auf, daß seine Aufsichtsperson sowie das gesamte Dorf sehr seltsam sind. Beim Versuch zu fliehen, stellt er fest daß sogar die Straßen immer wieder zurückführen, er kommt nicht weg. (An der Stelle mußte ich tatsächlich tief durchatmen. Aber ab da wird's weniger gruselig, mehr thrillermäßig.) Durch einen Farmer, der ihm hilft und dafür von den Dorfbewohnern getötet wird, findet er schließlich doch Hilfe.
    Es stellt sich heraus, daß alle Dorfbewohner einem Kult angehören, der einen mächtigen Dämon heraufzubeschwören versucht.
    Die Geschichte ist der erste Teil einer Serie, bei der eine Gruppe von 5 Jugendlichen die Welt retten soll. Matt lernt in diesem Teil nur, das er Teil der Gruppe ist, aber nicht, warum und wieso, er lernt auch die anderen der Gruppe noch nicht kennen.
    Nette Geschichte für Jugendliche mit starken Nerven.


    Philip Ardagh: The further adventures of Eddie Dickens, Book One: Dubious Deeds
    Ein Zufallsgriff ins englischsprachige Jugendbuchregal in der Bücherei.
    Sehr britisch, für Kinder wahrscheinlich sehr lustig, für mich ist es nach einem Buch aber auch gut. Der Autor erzählt, spricht mit dem Leser, erklärt alles Mögliche im Laufe des Buches, Begriffe, die er benutzt, gibt Informationen, manchmal völlig absurde Dinge. Es schreibt so, als säße er vor einem und erzählte die Geschichte.
    Eddie Dickens wird von seiner extrem seltsamen Familie nach Schottland geschickt, um dort das geerbte Herrenhaus der Familie seiner Tante zu besichtigen. In dem Haus trifft er auf eine Gruppe Menschen, die sich als bisher nicht bekannter Teil der Familie vorstellt.
    Kurz darauf wird der Besuch der Königin Viktoria angekündigt und es scheint, als seinen die unbekannten Familienmitglieder in Wirklichkeit Attentäter.
    Eddie muß alles aufklären und nebenbei die Königin retten.
    Wie der Titel schon sagt, sind das schon die weiteren Geschichten Eddie Dickens'. Es sind insgesamt also 2 Serien.

    Thomas Finn: Das unendliche Licht. Die Nebelkriege Teil 1
    Noch ein Jugendbuch aus der Fantasy-Ecke.
    Kai ist ungefähr 15 und Irrlichtfänger. Am Tag, nachdem er unter seltsamen Umständen seine ersten eigenen Irrlichter gefangen hat, findet im Dorf das jährliche Lichterfest statt.
    Am Abend des Lichterfestes tauchen Piraten auf, die das Dorf zerstören, es aber hauptsächlich auf die Irrlichter abgesehen haben. Während des Überfalls wird auch Kais Großmutter getötet. Kai macht sich mit dem Elf Fi auf in die Hauptstadt Hammaburg und hofft, dort herauszufinden, was passiert ist. In Hammaburg wird er Lehrling des Däumlingzaubers Thadäus Eulertin und erfährt, daß die Königin des Nordreiches versucht, ihren Einfluß auf den südlichen Kontinent auszudehnen.
    Kai, Fi, Zauberer Eulertin und andere Freunde schaffen es in letzter Minute, die Stadt zu retten.
    Der 2. Teil wartet gerade im Abholregal der Bücherei auf mich.

    Stephenie Meyer: Twilight + New Moon
    Die 17jährige Bella zieht aus dem warmen trockenen Mittelwesten zu ihrem Vater in den Nordosten der USA, in den Teil mit den meisten Regentagen in den USA. Sie will ihrer Mutter die Möglichkeit geben, mit ihrem neuen Mann ein gemeinsames Leben aufzubauen. In der neuen Schule wird sie schnell auf die Kinder der Familie Cullen aufmerksam. Speziell Edward legt ein seltsames Verhalten ihr gegenüber an den Tag. Nach einigem Hin und Her werden sie ein Paar und Bella erfährt, daß Edward, die ganze Familie Cullen, Vampire sind, die ohne Menschenblut überleben, sich statt dessen von Tierblut ernähren. Allerdings fällt dies nicht allen Mitgliedern der Familie so leicht wie Carlyle, dem "Vater", der sogar als Chirurg arbeitet. Auch Edward muß sich erst nach und nach an die Nähe zu Bella gewöhnen, war es doch anfangs der Geruch ihres Blutes, der ihn so aufgewühlt hat, daß er mit ihr nicht normal umgehen konnte.
    In dieser Vampirwelt können Vampire auch tagsüber draußen überleben, allerdings möglichst nicht im vollen Sonnenlicht, da sie im Sonnenlicht anfangen zu schimmern wie Juwele.
    Bella wird regelrecht süchtig nach Edward und verliert phasenweise völlig den Bezug zur Realität und reagiert sehr ungehalten, wenn Edward sie daran erinnert.

    Der erste Teil hat mir besser gefallen als der 2.
    Der Stil im ersten Teil war, wenn auch die Geschichte sehr Teenie-US-süßlich daherkommt, sehr schön, leicht verträumt. Das fehlt im 2. Teil völlig, statt dessen geht einem das ständige Gejammer Bellas recht schnell ziemlich auf die Nerven. Auch ihr undurchdachtes "ich will aber Vampir werden!!" nervt ziemlich (da fehlt der Autorin einfach der – ich sag mal "atmosphärische" Hintergrund, sie nutzt einfach die momentane Leserinnen-Vorliebe für Paranormal/Vampir/etc.-Geschichten.). Ein bißchen auf die Nerven ging mir insgesamt auch die sauber-gelackte Darstellung der Vampire. Schön und kalt wie Marmorstatuen, aber natürlich wunderbare Persönlichkeiten und so gutherzig, trinken nur Tierblut. Da waren die jeweils "bösen" Vampire schon etwas wie eine Erholung. Ganz ehrlich: Vampire mit Fönfrisur und Bundfaltenhosen? Und wer will schon eine Marmorstatue als Freund?
    Erstaunlich ist auch, daß Bella, die Tolpatschige, immer genau dann nicht tolpatschig ist, wenn es darauf ankommt, z.B. im ersten Teil, als sie durch den Flughafen rennt und nicht einmal stolpert.
    Aber alles in allem eine nette Serie, die sich deutlich von dem vielen Dumm-Girlie-Schrott abhebt, der derzeit im Bereich Paranormal auf den Markt geworfen wird.

    Nachtrag: Gerade habe ich den 3. Teil beendet und muß meine Einschätzung zurücknehmen, daß die Serie besser sei, als vieles, was sonst so auf dem Markt ist. Der 3. Teil ist einfach nur blöd. Inhaltlich ging mir Bella nur noch auf die Nerven und auch Edward wurde mir zusehends unsympathischer. Dazu noch die zunehmenden Rechtschreib- und Grammatikfehler der Autorin…. Und dann hält sie sich das Ende offen. Kommt da noch was nach oder hat sie sich dann tatsächlich nicht getraut, das Ende festzuschreiben?

    Angie Sage: Septimus Heap. Book One: Magyk
    Ja, noch ein Kinder-/Jugend-Fantasy-Buch. :-)
    Septimus als Namensgeber taucht fast das ganze Buch über gar nicht auf. Er wurde als 7. Sohn eines 7. Sohnes geboren, eine sehr magische Kombination, stirbt aber bei seiner Geburt. In der gleichen Nacht findet sein Vater im Wald ein gerade geborenes Mädchen. Seine Frau und er ziehen sie als eigenes Kind auf.
    In der Nacht von Septimus Geburt und Tod wird außerdem die Königin samt ihrer gerade geborenen Tochter getötet und ein "Verwalter" (Supreme Custodian) übernimmt die Macht.
    Nach einigen Jahren findet der Supreme Custodian endlich heraus, was wirklich mit der Prinzessin passiert ist, daß sie bei der Familie Heap lebt. In letzter Minute werden die Heaps gewarnt und können fliehen. Die Mutter und 5 ihrer Söhne flüchten in den nahegelegenen Wald zu Sarahs ehemaliger Ausbilderin als Heilerin. Silas, der Vater, der jüngste Sohn Nicko und Jenna flüchten in die Marschen, zu ihrer Tante Zelda, die Hüterin der Marschen – und wie sich später herausstellt, die Hüterin des Drachenbootes des ersten im Königreich lebenden Magiers. Silas und die Kinder werden außerdem begleitet von der ExtraOrdinary Wizard Marcia und einem Jungen, der in der Kinderarmee des Custodian diente und den Wizard Tower bewachen mußte. Dabei war er von einer Schneelawine verschüttet worden und von Marcia und Jenna vor dem Erfrieren gerettet worden. Weil er da war, als sie flüchten mußten, nahmen sie ihn einfach mit. Der Junge 412 (in der Armee gibt es keine Namen) findet das aber gar nicht gut, Magier sind für ihn nach allem, was er gelernt hat, das Böse. Erst nach und nach lernt er, den anderen zu vertrauen.
    Nachdem die Prinzessin aus der Stadt geflüchtet ist, kann der Zauberer, der hinter dem Custodian steht, die Stadt besetzen und sich zum neuen Oberzauberer erklären. Er läßt aber weiterhin nach der Prinzessin und den Heaps suchen, da sie weiterhin eine Gefahr für ihn darstellen. Er schickt u.a. seinen Lehrling aus, der den Heaps gegenüber behauptet, Septimus Heap zu sein. Allerdings hat er keine der zu erwartenden magischen Eigenschaften. Stattdessen sehen Zelda und Marcia im Jungen 412 viele magischen Talente schlummern.
    Als die Gruppe in Zeldas Hütte beinahe von den Schergen von DomDaniels eingekreist sind, entdecken die Kinder das legendäre Drachenboot des ersten Magiers im Königreich und können dadurch DomDaniel vertreiben und sich selbst und das Land retten. Zudem stellt sich dabei heraus, daß Junge 412 der wirkliche Septimus ist, der bei der Geburt von der Hebamme gestohlen worden war, um ihn an DomDaniel auszuliefern, der sich die magischen Kräfte des 7. Sohnes des 7. Sohnes zunutze machen wollte.

    Schöne Geschichte, gut erzählt mit lustigen Einfällen wie z.B. dem durch Ratten betriebenen Kurier-Service.

    Jenny-Mai Nuyen: Das Drachentor
    Amazon hat mir das Buch immer wieder vorgeschlagen, also habe ich es irgendwann doch aus der Bücherei mitgenommen. Und wußte nach den ersten paar Seiten, das ich recht hatte, als ich es bei amazon immer wieder nicht beachtet habe.
    Es ist das 2. Buch einer Autorin, die angeblich mit 18 Jahren ihr erstes Buch (auch Fantasy) veröffentlicht hat (mittlerweile liegen in der 3 Bücher vor). Irgendwie scheint sich momentan der Hype auf jugendliche Fantasy-Schriftsteller zu verlagern Eragon soll ja auch von einem Minderjährigen geschrieben worden sein, wenn ich mich richtig erinnere.

    Eine Welt, in der Elfen und Menschen leben, die Menschen aber nach Jahren der Kriege die Elfen dominieren. Nach einem großen Krieg zweier Menschenreiche zieht sich eine Gruppe Überlebender, hauptsächlich Kinder, des unterlegenen Reiches unter der Führung eines 11jährigen (der natürlich schon immer wußte, daß er zu etwas Größerem, zu einem Führer, bestimmt ist) in ein Höhlenlabyrinth in der Nähe ihres Dorfes zurück. Sie finden noch andere Überlebende und schaffen es, über Jahre hinweg in den Höhlen zu überleben und eine Gemeinde aufzubauen. Ein weiterer Strang ist die Geschichte einer Prinzessin, Nichte des siegreichen Königs, Tochter einer Menschenfrau, die zwar mit einem Elfenkönig verheiratet ist, aber rassistisch die völlige Unterwerfung, wenn nicht Ausrottung der Elfen anstrebt. Dazu will sie ihre Tochter einsetzen, der sie mehr oder weniger den Umgang mit dem Vater verbietet. Aber die Tochter findet heraus, daß die Mutter ein Verhältnis mit ihrem Cousin, dem siegreichen König hat. Das verstört sie so, daß sie sich im Geheimen dem Vater zuwendet und von ihm die Gaben der Elfen (Magie, Visionen) zu nutzen lernt.

    Ich breche bei S. 102 von 571 ab, außerdem habe ich die Danksagung gelesen. Naja…
    Das ist die erste Fantasy-Geschichte die ich lese, in der nicht eine sympathische Figur vorkommt. Alle nerven in irgendeiner Form. Auch der Stil der Autorin spricht mich gar nicht an. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie habe es als Vorlesebuch konzipiert. Als solches könnte es funktionieren, wenn die/der Vorlesende viel durch das Vorlesen selbst in die Geschichte einbringt. Aber so stolpern Autorin und Leserin ziemlich vor sich hin.
    Gefällt mir nicht.



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 13.Februar.2008, 12:19

    Mir fiel die Tage auf, daß ich schon sehr lange keinen Lesebericht mehr abgegeben habe, dabei habe ich erkältungs- und grippebedingt seit Dezember wirklich viel gelesen.
    Also gibt's in 2 Etappen jetzt eine Auswahl. Der 2. Teil des Berichtes sind nur Fantasy-Bücher, dies nur zur Warnung. ;-)
    -------
    Kristín Marja Baldursdóttir: Die Eismalerin
    Karitas ist die jüngste Tochter einer Familie mit 6 Kindern, nach ihr kommt nur noch ein Sohn. Nachdem ihr Vater gestorben ist entscheidet die Mutter, daß alle Kinder zur Schule gehen müssen. 1917 in Island ist dies etwas ganz besonderes. Da es in dem Ort keine entsprechenden Schulen gibt, verkauft die Mutter alles und zieht mit den Kindern in eine größere Stadt in Nordisland. Karitas als jüngste Tochter kümmert sich um den Haushalt der Familie und lernt dabei eine Malerin kennen, die dann dafür sorgt, daß Karitas nach Kopenhagen auf die Kunstakademie geht, während die anderen Geschwister in Island zur Schule gehen. Kurz nachdem sie nach Island zurückkehrt wird sie schwanger, kann aber bei ihrer herrschsüchtigen und eifersüchtigen mittleren Schwester unterkommen. Doch der Vater des Kindes findet sie und sie folgt ihm in sein Dorf. Er ist die Hälfte des Jahres auf Fischerbooten unterwegs währen sie in dem Dorf festsitzt, Kinder bekommt und Fehlgeburten hat. Er hatte ihr zwar versprochen, daß sie weiterhin Zeit zum Malen haben würde, aber das war natürlich ein Wunschtraum. Erst nach einem Totalzusammenbruch, nachdem ihre Schwester ihr ihre Tochter gestohlen hat ("bei mir hat sie es besser!"), findet sie die Kraft, sich von ihrem Mann zu trennen.
    Alles in allem eine gut erzählte Geschichte. Mir ging jedoch die Gleichgültigkeit auf die Nerven, mit der Karitas alles mit sich geschehen läßt. Auch wenn das Ende echt ist und kein Kitsch hat das Ganze doch ein bißchen was von Küchentischliteratur, Herzschmerz und der Kerl ist der Mittelpunkt des Seins.


    Susan Fletcher: Eve Green
    Ich weiß immer noch nicht so ganz, was diese Geschichte mir sagen will.
    Klappentext: Nach dem Tod ihrer Mutter wird die (uneheliche!) achtjährige Eve ins ländliche Wales gebracht, auf die Farm ihrer Großeltern. Das Dorf ist ein schattiger, winderfüllter Ort, wo jemand ihr Blumen vor die Tür legt und die Leute sie mißtrauisch betrachten. Es gibt ein Geheimnis in der Geschichte ihrer Mutter, und sie versucht, dieses Rätsel zu lösen. Dann aber stößt sie das Verschwindens eines Mädchens in eine viel tiefere Dunkelheit.
    Im Rückblick erzählt von der erwachsenen, nun schwangeren Eve Green, zeichnet dieser leidenschaftliche Roman ein unvergeßliches Bild eines zerrissenen Dorfes, eines Verbrechens, für das ein unschuldiger Mann büßt. Eves eigener Zorn, ihre unterdrückte Trauer um die Mutter, ihre Freundschaft zu einem scheuen Herumtreiber (zudem geistig behindert), hindern sie, das Verbrechen aufzuklären. Sie findet den Mann ihres Lebens, aber sie bringt ein paar harte Lektionen hinter sich, über Vertrauen, Schuld und Lüge und darüber, wie man überlebt, wenn die Liebe aus dem Leben verschwunden ist.
    Unvergeßlich? Naja, ich weiß kaum noch, was drinsteht. Hauptsächlich hat mir aber der Stil nicht gefallen, zu gewollt poetisch künstlerisch, verschwörerisch, wenn es um das verschwundene Mädchen geht. "Zu gewollt", ist der Begriff, der es für mich am Besten beschreibt.
    Allerdings wird das Buch als Jugendbuch vermarktet, mag sein, daß das gewollt Geheimnisvolle/Dramatische in der Altersklasse ankommt.


    H.M. van den Brink: Über das Wasser
    Angesprochen hat mich der Titel. Und das es so hübsch dünn ist. :-)
    Anton kommt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern lesen nicht einmal Zeitung, leben nur in ihrer eigenen kleinen Welt, alles andere macht ihnen Angst. Entsprechend trifft es sie völlig überraschend, daß Anton – Mitte der 30er Jahre – plötzlich den Wunsch äußert, im nahegelegenen Ruderclub Rudern lernen zu dürfen. Der Vorstand des Clubs ist zwar überrascht, nimmt ihn aber auf. Der ungefähr 15 Jährige ist anfangs zwar überzeugt davon, daß jeder ihm ansehen würde, daß er dort nicht hingehöre, daß er schon aufgrund seiner Herkunft nicht rudern könne, aber er hält durch. Am Ende des ersten Sommers werden er und ein anderer Junge von einem Deutschen, der aus Anton unbekannten Gründen in den Niederlanden lebt, für ein spezielles Training im "Zweier ohne" ausgewählt. Nach 2 Jahren nehmen sie tatsächlich an den Meisterschaften teil.
    Mir hat diese kleine Geschichte gut gefallen. Ein schöner Stil, freundliches Personal, eine sonnendurchglühte Wassergeschichte, in der der Winter, die ruderlose Zeit, nur als unerfreuliche Wartezeit auf den Beginn der Ruderzeit wahrgenommen wird.
    Ich könnte mir vorstellen, daß es denjenigen gefallen könnte, die z.B. auch "Schlangensonett" und "Zweier ohne" mochten.


    Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
    Das haben wahrscheinlich schon alle gelesen, deshalb erspare ich mir und Euch die Inhaltsangabe.
    Kurz gemault: wenn er als Münchner keine Ahnung von Norddeutschland hat, sollte er sich informieren. Braunschweig und Göttingen liegen nicht nah beieinander und lagen, bis die Engländer nach dem Krieg Niedersachsen schufen, nicht mal im gleichen Land (Braunschweig und Hannover, nämlich!)
    Ansonsten aber ein schönes Büchlein. Und ich fühlte mich bemüßigt, endlich mal die Geschichte des Gaußturmes nachzulesen, der ist nämlich erst Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut worden.

    János Székely: Verlockung
    Das Nachwort berichtet, daß der Roman zumindest teilweise autobiographische Züge trägt und der Autor ca. 10 Jahre für den Roman benötigte. Dies besonders fand ich erstaunlich, da man erwarten könnte, daß der Stil eines Autors sich über die Jahre verändert. Der Roman liest sich aber wie aus einem Guß.
    Béla erzählt seine Geschichte, angefangen ungefähr bei seiner Empfängnis bis zu seiner Flucht aus Ungarn als ungefähr 18jähriger (auch Székely floh als 18jähriger vor dem Horthy-Regime).
    Belás Geschichte ist wie so viele Geschichten in den Jahren zwischen den Weltkriegen eine Geschichte der Armut, der Verfolgung, der Verzweiflung, aber auch des Willens, sich nicht unterkriegen zu lassen.
    Belá wird unehelich geboren, seine Mutter, selbst erst 16 oder 17, läßt ihn im Dorf bei einer Frau zurück, die sich gegen Geld um die unehelichen Kinder des Dorfes kümmert, während die Mütter in den Städten arbeiten. Schon als Kleinkind entwickelt er einen Charakter, der abschreckend auf alle anderen Kinder, aber auch auf Erwachsene wirkt, niemand legt sich ernsthaft mit ihm an. Als er endlich in die Schule gehen darf, entdeckt er eine neue Welt und setzt alles daran, soviel zu lernen wie möglich. Der Lehrer ist Sozialist, vielleicht sogar Kommunist und zeigt den Kindern während wöchentlicher Ausflüge auf, wie ungerecht die Welt ist, in der sie leben.
    Mit ungefähr 15 Jahren muß Belá das Dorf verlassen und zieht zu seiner Mutter in die Stadt. Sie arbeitet als Wäscherin und kann ihn über eine Frau, für die sie arbeitet, in einem großen Hotel der Stadt als Boy unterbringen. Nach einiger Zeit verdient er dort sogar Geld (nur wenn sie Trinkgeld bekommen, verdienen die Jungen etwas).
    In all den Jahren im Hotel lernt Belá die Unterschiede zwischen den Klassen deutlich kennen, sein bester Freund wird als Kommunist verhaftet, er selbst von den Faschisten bedroht und soll zur Mitarbeit gezwungen werden. Zuhause ist die größte Sorge seiner Mutter, die Miete zu bezahlen, denn wer einmal obdachlos geworden ist, hat alles verloren. Die Laugenflasche unter der Spüle ist eine ständige Mahnung und Bedrohung seiner Welt.
    Nach einiger Zeit taucht durch Zufall auch Belás Vater auf, der von dem Kind nichts wußte, es entwickelt sich ein richtiges Familienleben, durch die "Geschäfte" des Vaters ist sogar etwas Geld im Haus. Aber auch dies hält nicht lange. Der Vater wird verhaftet und schwört bei seiner Entlassung allem Ungesetzlichen ab. Die Katastrophe läßt nicht lange auf sich warten. Belás Mutter stirbt, der Vater ist gebrochen und Belá versteckt sich als blinder Passagier auf einem Donau-Schiff nach Wien, um irgendwie seinen Weg nach Amerika zu finden.
    Ein dicker Wälzer von ungefähr 800 Seiten. Ungarn, aber auch der Rest Osteuropas und Deutschland, zwischen den Kriegen, die Entwicklung des Faschismus, der Vorabend des 2. Weltkrieges.
    Ein gutes, genaues Porträt der damaligen Zeit, denke ich.


    Silvia Bovenschen: Älter werden.
    Silvia Bovenschen ist Literaturwissenschaftlerin. Schon sehr früh wurde MS bei ihr diagnostiziert, später kamen immer mehr Krankheiten dazu. Sie sitzt seit Jahren aufgrund der Krankheiten im Rollstuhl und stützt sich zur Bewältigung des täglichen Lebens auf einen Kreis guter Freunde.
    In diesem Buch, geschrieben in der Art eines essayistischen Tagebuches setzt sich die Autorin mit dem Älter werden, ihren Krankheiten, den Einschränkungen und Veränderungen des Lebens durch beides auseinander, aber auch mit der Veränderung der Umwelt in all den Jahren und ihrer Reaktion oder Nicht-Reaktion darauf, ihrem Umgang damit.
    Ich weiß, daß ich dem Buch mit meinem üblichen schnellen Lesen nicht gerecht geworden bin. Vielleicht kaufe ich es als Taschenbuch, um es noch einmal ganz in Ruhe zu lesen. Aber selbst das Wenige, was hängengeblieben ist, ist beeindruckend.

    William Boyd: Restless / Ruhelos
    William Boyd sieht man momentan mit einigen seiner Bücher in allen Geschäften stehen, also habe ich mir das Buch aus der Stadtbücherei geholt. Und war froh, daß ich dem Impuls, es zu kaufen, nicht nachgegeben habe.
    Schlechtes Buch.
    Es fängt schon dabei an, daß zwei Geschichten nebenher laufen und genauso, ohne Verbindung erzählt werden, obwohl sie laut Geschichte 1 eine haben. In der Rahmengeschichte lebt eine Doktorandin mit ihrem ca. 9jährigen Sohn in Oxford und ernährt sie beide mit Sprachunterricht, während sie versucht, gleichzeitig ihre Doktorarbeit zu schreiben. Beim wöchentlichen Besuch bei ihrer Mutter auf dem Land stellt sie fest, daß diese sich seltsam verhält, unter Verfolgungswahn zu leiden scheint. Es stellt sich heraus, daß ihre Mutter nicht die ist, für die sie sie die ganzen Jahre angesehen hat. Ihre Mutter überreicht ihr von da an bei jedem Treffen einen Stapel Notizen, in denen sie ihr Leben als junge Frau, als Spionin des britischen Geheimdienstes, erzählt. Und da hängt das Buch richtig. Die Erzählung der Lebensgeschichte steht ohne Zusammenhang neben der ersten Geschichte. Sie wird nicht in Ich-Form erzählt (angeblich erzählt die Mutter von sich selbst), sie ist nicht als Erzählung angelegt, sondern arbeitet mit direkter Rede, etc. Selbst mit einem geschulten Gedächtnis könnte die Mutter nach den ganzen Jahren nicht jedes Gespräch als direkte Rede widergeben.
    Neben diesem großen Schnitzer stört mich auch, wie eigentlich immer bei den Spionage-Geschichten, geschrieben von alten Männern für alte Männer, der Tonfall. Herablassend, im "wir verstehen uns schon"-Augenzwinker-Ton. Die Art, wie mal eben "Flegelhaftigkeiten" eingebaut werden ("höhöhö, was sind wir doch für tolle Hechte"), die Dummheit, beim Benutzen von weiblichen Hauptpersonen/Erzählern nicht auch zu wissen, was sie sagen/tun/denken und sich dabei wahrscheinlich noch toll vorzukommen.
    Außerdem sind kleine Schnitzer drin, ein Autor sollte wissen, was er ein paar Seiten vorher geschrieben hat, wenn er darauf zurückkommen will, gerade in Spionagegeschichten.
    Abgebrochen bei S.120 von 325.



    Beitrag von T. Sauter am Dienstag, 5.Februar.2008, 23:28
    EMail: v.rossi85@gmx.de

    Hallo Zusammen,

    ich wollte Fragen ob hier jemand an einer besonderen Ausgabe von Finnegans Wehg ursprünglich von James Joyce hier aber mit einer deutschen Übersetzung von Dieter H. Stündel.
    Es handelt sich hierbei um riesen Buch, das sich in einem Karton befindet und ca. 15 Kilo schwer ist. Wenn niemand Interesse hat, sagt mir doch bitte wo ich das Buch gut los bringen kann. Habe das Buch aus einer Erbschaft und kann damit leider nichts anfangen.
    Vielen Dank schonmal.
    meine email v.rossi85@gmx.de

    Grüße Timo



    Beitrag von Daniela am Montag, 4.Februar.2008, 23:23
    Homepage: forum.die-leselust.de

    Hallo zusammen,
    nach langer Zeit des nur-still-mitlesens melde ich mich auch mal wieder zu Wort ;-) (vielleicht kennt mich ja die eine oder andere noch)

    Bei mir war das letzte halbe Jahr recht turbolent, gab lange Phasen, in denen ich kaum Zeit zum Lesen gefunden habe. Dazu natürlich die klitzekleine Umstellung in meinem Privatumstellung - ich hatte einfach keinen Kopf und Nerv, mich auch noch aktiv an den Bücherforen zu beteiligen, noch nicht mal im LESELUST-Forum habe ich das geschafft. Aber da ich nun ja zu Hause bin, zumindest in den nächsten Wochen hoffentlich noch ein bisschen mehr Zeit habe, und mein Kopf wieder freier ist, freue ich mich auch hier wieder über etwas mehr Austauch ;-)

    Doris, bist du mittlerweile mit dem "Bildnis der Mutter als junge Frau" durch? Ich war ja erst von der Form etwas abgeschreckt, fand das Büchlein aber zuletzt sehr ansprechend. Sowohl die Art, wie man hier auf diesen Spaziergang mitgenommen wurde, als auch, wie diese junge, etwas naive Frau geschildert wurde. Auch aus geschichtlicher Perspektive empfand ich es als interessant. Delius habe ich ja noch nicht so lange als Autor auf meinem persönlichen Radar, aber er sagt mir mit jedem Buch mehr zu ;-)

    Das Buch, das mich in den letzten Monaten am meisten beschäftigt hat (unter anderem natürlich auch, weil es gleich in zwei Lesegruppen besprochen wurde) war "Zeiten des Aufruhrs" von Richard Yates. Es wurde ja auch hier, wenn ich mich richtig erinnere, vor einiger Zeit schon sehr gut besprochen.

    Besonders angesprochen hat mich an dem Buch, wie Frank vor dem Anspruch, nicht der Mittelmäßigkeit anheim zu fallen, scheitert. Er weiß, er hätte Anlagen, er hätte Talente, aber er kann nichts so richtig, kann sich vor allem für nichts so wirklich begeistern und engagieren - und wählt auch aus diesem Grund immer wieder den Weg des geringsten Widerstands, der ihm nach wie vor erlaubt, sich auf die Position dessen zurückzuziehen, der ja die Möglichkeiten nicht hatte...

    Eine sehr lohnenswerte Lektüre!

    Liebe Grüße und gute Nacht,
    Daniela



    Beitrag von Gabi am Donnerstag, 31.Januar.2008, 15:55

    @Lisa: wenn du das Buch vor langer Zeit gelesen hast dann kann der Tipp nicht richtig sein. Ansonsten hätte ich auf PS: ich liebe dich getippt. Schau mal bei Amazon rein, vielleicht erinnert dich sonst noch was daran.
    lg



    Beitrag von Eva am Donnerstag, 31.Januar.2008, 15:15

    ANKÜNDIGUNG! - ANKÜNDIGUNG! - ANKÜNDIGUNG!

    Hallo Leute,
    es kann möglich sein, muss aber nicht (hängt von unserem alten Anbieter ab, ob er die Kündigung pünktlich bearbeitet oder nicht...), dass ab morgen Früh das Bücherforum für ein paar Tage nicht erreichbar ist, was wir aber nicht hoffen wollen!
    Spätestens jedoch Anfang nächster Woche sollte dann alles wieder wie gewohnt funktionieren!
    Sorry für die Unannehmlichkeiten, aber es liegt leider nicht in unserem Einflussbereich!

    Liebe Grüße und dankeschön für euer Verständnis!!!

    Eva



    Beitrag von Ela am Dienstag, 29.Januar.2008, 14:45

    SWR-Bestenlist für Februar 08:

    SWR Bestenliste

    Februar 2008

    1. (-) 143 Punkte

    PETER HANDKE: Die morawische Nacht
    Erzählung.
    Suhrkamp Verlag, 561 Seiten, 28,00 EUR
    mittelschwere Lektüre

    "Handke hat Vergnügen daran gefunden, sich von außen zu betrachten
    und mitunter zu lächeln über das, was er da sieht.
    'Die morawische Nacht' ist der Versuch eines Dichters,
    mit sich und der Welt ins Reine zu kommen. Für jemanden,
    der den Streit oft mehr zu lieben schien als den Frieden,
    ist das erstaunlich gut gelungen." (Hubert Spiegel)

    2. (-) 74 Punkte

    HANS MAGNUS ENZENSBERGER: Hammerstein oder Der Eigensinn
    Eine deutsche Geschichte
    Suhrkamp Verlag, 375 Seiten, 22,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Kein Roman, sondern eine historische Dokumentation über ein Leben
    im Eigensinn: Der "rote General" Kurt von Hammerstein ist Ende der
    Weimarer Republik der höchste Militär. Als Hitler zur Macht kommt,
    machen Putschgerüchte die Runde. Im Februar 1933 präsentiert der
    neue Machthaber den oberen Militärs seine Kriegspläne im Klartext.
    Nach kurzer Zeit tritt von Hammerstein zurück.

    3. (-) 63 Punkte

    RICHARD YATES: Verliebte Lügner
    Short Storys. Aus dem Amerikanischen von Anette Grube.
    DVA, 320 Seiten, 19,95 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Der zweite Band mit Kurzgeschichten des 1991 verstorbenen
    amerikanischen
    Schriftstellers: Erzählungen von den Schattenseiten des amerikanischen
    Traums.
    "Chronist des Zeitalters der Angst" nennt ihn sein Kollege Stewart
    O'Nan
    voller Bewunderung.

    4. (10.) 43 Punkte

    MIRCEA CĂRTĂRESCU: Die Wissenden
    Roman. Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka.
    Zsolnay Verlag, 528 Seiten, 24,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Ein Großwerk der rumänischen Literatur, 1996 im Original erschienen;
    ein Epochengemälde, eine Familiengeschichte, in deren Zentrum die
    Stadt Bukarest steht - als surrealistische Traumlandschaft,
    die es zu entziffern gilt.

    5. (-) 38 Punkte

    WASSILI GROSSMAN: Leben und Schicksal
    Roman. Aus dem Russischen von Madeleine von Ballestrem, Arkadi
    Dorfmann,
    Elisabeth Markstein und Annelore Nitschke.
    Claassen Verlag, 1088 Seiten, 24,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    "Leben und Schicksal des Volkes, das sein Land vom nazistischen
    Aggressor
    befreite und das der nach der kriegsentscheidenden Wende von Stalingrad
    zu scheinbarer Allmacht erstarkten Stalin-Diktatur unterlag: Am
    Beispiel
    und aus der Perspektive zahlreicher Personen, die alle Schichten und
    Kreise
    der Sowjet-Gesellschaft repräsentieren, zeigt Wassili Grossman in
    seinem
    bitteren Epos, dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann."
    (Wolfgang Werth)

    6. (-) 37 Punkte

    GEORGES HYVERNAUD: Der Viehwaggon
    Roman. Aus dem Französischen von Julia Schoch.
    Suhrkamp Verlag, 196 Seiten, 13,80 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Eine Entdeckung aus dem Jahr 1953. Der zweite und - wegen
    Erfolglosigkeit -
    zugleich der letzte Roman Hyvernauds. Nach fünf Jahren in deutscher
    Kriegsgefangenschaft kehrt der Held (wie sein Autor) nach Frankreich
    zurück.
    Der Mythos der Résistance entsteht. Alle waren dabei, keiner
    kollaborierte
    mit den Nazis. Hyvernauds Held spielt nicht mit.

    7. (9.) 36 Punkte

    ULF STOLTERFOHT: holzrauch über heslach
    Gedicht
    Urs Engeler Editor, 128 Seiten, 19,00 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Autobiographisches Großgedicht, das der Konfrontation zweier Welten
    entspringt,
    der schwäbischen Heimat, Heslach, einem Stadtteil von Stuttgart,
    und dem Gelesenen und Gehörten: Helmut Heißenbüttel, Ezra Pound,
    Johann Fischart, Captain Beefheart.

    8. (-) 33 Punkte
    DIETMAR DATH: Waffenwetter
    Roman. Suhrkamp Verlag, 291 Seiten, 17,80 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Opa und Enkelin im Kampf gegen das globale Böse. Das Ziel ihrer
    politischen
    Expedition an den Nordpol: HAARP, die größte Hochfrequenzanlage der
    Welt,
    ein
    Geheimprojekt des amerikanischen Militärs, um das Wetter zu
    manipulieren.
    Können der Kommunist Konstantin und Claudia die gefährlichen
    Technokraten
    stoppen?

    9. (-) 31 Punkte

    HANNA KRALL: Herzkönig
    Verlag Neue Kritik, 174 Seiten, 19,50 EUR
    mittelschwere Lektüre

    "?Herzkönig? ist ein Lebensbericht von hunderttausend ähnlichen
    Lebensberichten,
    den aber nur Hanna Krall so gnadenlos nüchtern auf engstem Raum
    erzählen
    kann. ... ?
    Herzkönig? ist eine ergreifende (wahre) Erzählung vom Überleben.
    Schicksale
    vor
    dem Vergessen zu bewahren, ist Hanna Kralls Lebensaufgabe." (Verena
    Auffermann)

    10. (-) 30 Punkte

    ANDREW DELBANCO: Melville
    Biographie. Aus dem Englischen von Werner Schmitz.
    Carl Hanser Verlag, 472 Seiten, 34,90 EUR
    mittelschwere Lektüre

    Eine weitgespannte Biographie über den Erfinder von Moby Dick, dem
    weisesten aller
    weißen Wale, die jemals die Weltmeere durchkreuzt haben. "Moby Dick",
    ein wirkliches Schicksalsbuch nicht nur für den Wal und seine Jäger,
    sondern auch für seinen Autoren, der ein Fiasko in der Kritik und einen
    gewaltigen finanziellen Misserfolg erleben musste.


    Persönliche Empfehlung im Februar von Jörg Drews (Bielefeld / München)

    OSWALD EGGER: nihilum album
    Lieder & Gedichte
    Suhrkamp Verlag, 152 Seiten, mit 1 CD, ? 22,80

    "3650 Gedichte, und bei keinem ist vorauszusehen, wie jeweils die
    nächste
    Zeile
    lauten wird. Alles Vierzeiler, Quasi-Haikus (alle zwischen 13 und 20
    Silben),
    Stanzen und Greguerias, voller Druckfehler (?) und Zungenbrecher (?).
    Wie bitte, "ungereimt"? Nein, aber reimlos. Zauberstückchen,
    Rätsel und zärtliche Nasenstüber für den Leser, verführerische Bijous
    für den Sprachliebhaber." (Jörg Drews)

    Literatur im Fernsehen

    'Literatur im Foyer' mit Thea Dorn

    Freitag, 1. Februar um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Sonntag, 3. Februar um 13.30 Uhr in 3sat
    Gäste: Hans Magnus Enzensberger, Gerd Gigerenzer, Bas Kast

    Freitag, 15. Februar um Mitternach im SWR Fernsehen
    Sonntag, 17. Februar um 13.30 in 3sat
    Gäste: Michael Köhlmeier, Miriam Meckel, Thomas von Steinaecker

    Freitag, 29. Februar um Mitternacht im SWR Fernsehen
    Gäste: Jenny Erpenbeck, Michael Kumpfmüller, Clemens Meyer

    Die 'Bestenliste' im Hörfunk

    'SWR2 Literatur'
    Dienstag, 5. Februar um 20.03 Uhr
    mit Martin Ebel, Martin Lüdke, Hubert Winkels
    Moderation: Kirsten Voigt

    SWR-Bestenliste im INTERNET:
    www.SWR .de / bestenliste

    copyright: SWR



    Beitrag von Mareiki am Montag, 28.Januar.2008, 08:03

    DORIS, ich habe auch DRACHENLÄUFER gesehen, die Verfilmung hat mir genau wie Dir sehr gut gefallen!
    Ich lese im Moment DER LETZTE WEYNFELDT von MARTIN SUTER; das fängt recht nett an.



    Beitrag von Eva am Sonntag, 27.Januar.2008, 22:23

    Hallo und guten Abend!
    Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, keine Rede davon, dass es das Bücherforum nicht mehr geben sollte. Es wird auch die bisherige Form beibehalten, es ändert sich nur hinter den Kulissen ein bisserl was.
    Unter www.buecherforum.org oder obige Adresse werdet ihr immer einsteigen können!

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!
    Eva



    Beitrag von VAL am Sonntag, 27.Januar.2008, 14:25

    @ Ela es freut mich sehr, von Dir zu hören, Ela. Dann wird Dir das nächste auch gut gefallen. Ich bin kurz vor dem Ende. Morgen fliege ich für eine Woche in die Türkei. Da nehme ich ein anderes mit:
    Marilyn Heward Mills
    Cloth Girl (es spielt in Ghana)
    und von
    Orhan Pamuk, Istanbul, obwohl ich an die Südostküste fahre, nach Belek.

    Euch allen hier wünsche ich eine gute Lesezeit. lg Val



    Beitrag von Ela am Sonntag, 27.Januar.2008, 12:57

    VAL Blauer Hibiskus habe ich gerade letzte Woche gelesen und Half of a yellow sun liegt schon bereit. Blauer Hibiskus hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    Gruß, Ela



    Beitrag von lisa am Samstag, 26.Januar.2008, 22:56
    EMail: lisa.hansen@hotmail.com

    Hallo,
    vielleicht kann mir hier einer helfen. Ich hab mich heute an ein buch erinnert das ich vor langer zeit einmal gelesen hab. Und zwar ist da ein Bruder, ich glaube sein name war Richard und er hatte eine schreckliche Frau und kinder. Und er hat immer den Garten seiner Schwester gepflegt, heimlich. Ich weiß es sind nicht viele infos, aber ich versuche verzweifelt heruaszufinden welches buch das hätte sein können. vlg



    Beitrag von gertie am Samstag, 26.Januar.2008, 20:41
    Homepage: baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/Urban/Forum/schreibtisch

    @ VAL, DORIS und natürlich alle anderen.
    es wird sich lediglich die *umgebung* dieses forums ändern, das forum bleibt uns aber erhalten!
    kopiert euch die obige adresse bzw. nehmt sie zu euren favoriten, die ändert sich nämlich nicht! alles andere wesentliche wird EVA sicher bekanntgeben im ORGA (das auch bleiben wird, denke ich).

    an den TOPs und FLOPs bin ich dran, so gemischt wie diesmal war die belletristik glaub ich noch nie! ich möchte als *abgabetermin* gern den 15. februar festmachen, bis dahin sollten alle soweit sein, oder? die meisten haben ja bereits ihre liste gepostet.
    bei den krimis hat sich schon ein favorit abgezeichnet, leider einer, von dem wir nur noch ein buch zu erwarten haben, und dann nie wieder was, da der autor verstorben ist.

    bis bald, euch allen ein schönes WE und liebe grüsse
    gertie



    Beitrag von VAL am Samstag, 26.Januar.2008, 19:38

    Sorry, aus Versehen auf die Taste gekommen.
    Die Autorin heißt

    Chimamanda Ngozie AdichieNdichie
    Das Buch: Blauer Hibiskus

    Sie schreibt über ihr Volk, das Volk der Ibo im Südosten Nigerias.

    Ein schönes Wochenende, viele liebe Grüße von VAL



    Beitrag von Val am Samstag, 26.Januar.2008, 19:36
    EMail: gerwine13@yahoo.de

    @ Doris: ja, genau, KLEINOHRHASEN, das war supernett, den Film zu sehen.
    Schön, von Dir hier zu lesen.

    Ich wurde auch in den Film "P.S. Ich liebe Dich" mitgelotst...naja, er war nicht schlecht, jedoch empfehle ich ihn nicht. Allerdings, für Irland Fans ist er schön, man sieht viel von der irischen Landschaft und den Menschen.

    Auch ich möchte den neuen link, wie bestimmt viele hier.

    Ansonsten lese ich "Half of a yellow Sun", eine großartige Romanverarbeitung des Biafra Krieges von 1967 - 70. Wer sind sonst noch für Themen der afrikaischen Gesellschaftsformen interessiert, hier ein Tipp für die Autorin des Buches oben:

    BLAUER HIBISKUS



    Beitrag von Doris am Freitag, 25.Januar.2008, 17:50
    EMail: savitadh@aol.com

    Guten Abend zusammen

    Uch habe gerade gelesen, das es ab Ende Januar diese Adresse nicht mehr gibt.
    Könnt ihr mir bitte den neuen Link geben?

    Ich habe nämlich vor in der Fastenzeit wieder mehr zu lesen und natürlich darüber zu berichten. ;-))

    VAL, der KEINOHRHASEN Film war ein richtig schöner Film zum Entspannen und hat mich sehr vergnügt.

    Besser noch und weit anspruchsvoller war die Verfilmung
    DER DRACHENLÄUFER.
    Schon das Buch hat mich begeistert und ich bin mir einigen Vorbehalten in den Film gegangen, die aber restlost zerstreut wurden.
    Ich war begeistert, daß es anscheinend doch möglich ist die Quintesenz eines Buches mit filmerischen Mitteln wiederzugeben.

    Eine unbedingte Empfehlung, aber harter Tobak!!


    Ich lese im Moment eine sehr dichte und bewegende Erzählung

    Friedrich Christian Delius
    Bildnis der Mutter als junge Frau

    Ganz oben auf meinem Lesestapel liegt:
    Nancy Huston
    Ein winziger Makel

    Nun freue ich mich erst einmal auf die heutige Sendung von LESEN

    Danke ELA für die Information

    Und Dirk, schön dich auch hier zu sehen und zu lesen. Das Buch Pferde stehlen hat mir auch gut gefallen.

    LG Doris



    Beitrag von buecherdetti am Freitag, 25.Januar.2008, 14:37
    EMail: detti46@gmx.de

    hallo und guten tag,
    ich habe gestern dieses buch erworben-
    "bericht über die siebente versammlung des
    forstvereins für das großherzogthum hessen
    zu groß-almstadt"
    erschienen-grünberg-buchdruckerei von heinrich robert 1887.
    kann mir jemand etwas über dieses buch sagen ?
    ich keine info finden.

    buecherdetti



    Beitrag von Ela am Donnerstag, 24.Januar.2008, 10:50

    Filmtip: (ist in richtigen Städten wahrscheinlich schon durch, Provinz braucht halt länger...)

    Nichts als Gespenster. Basierend auf Geschichten von Judith Hermann.
    Ich war sehr gespannt, hatte mich auf Schlimmes eingestellt, konnte mir nicht vorstellen, daß die Atmosphäre der Geschichten im Film dargestellt werden kann.
    Natürlich ging es nicht vollständig, aber insgesamt ist das Ergebnis sehr gut geworden, je nach Schauspielerinnen (denn die Frauenrollen sind die wichtigeren) mal "gut", mal "sehr gut".
    Am Anfang fand ich die Übergänge zwischen den Geschichten noch ein wenig holperig, aber sehr schnell hatten die Filmemacher ihren Rhythmus gefunden.
    Ich habe nicht einmal an etwas anderes gedacht oder auf die Uhr geguckt habe - was heutzutage nur noch selten der Fall ist, wenn ich ins Kino gehe.
    Empfehlung!



    Beitrag von Ela am Dienstag, 22.Januar.2008, 17:16

    Es ist mal wieder Zeit für den newsletter der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung :-)
    --------------
    Liebe Leserin, lieber Leser,

    anbei erhalten Sie die neueste Ausgabe der DSW [news] mit aktuellen
    Nachrichten und Fakten zu den Themen Bevölkerung, reproduktive Gesundheit
    und nachhaltige Entwicklung sowie Neuigkeiten über die Arbeit der
    Stiftung.

    Ihr DSW [news]-Redaktionsteam

    ____________________________________________

    Unruhen in Kenia: Bevölkerungszuwachs fördert Risiko für Konflikte

    Der rasante Bevölkerungszuwachs in Kenia verhindert eine nachhaltige
    wirtschaftliche Entwicklung des Landes und erhöht somit die Gefahr für
    Konflikte, wie sie derzeit zu beobachten sind. Obwohl sich die kenianische
    Wirtschaft nach einer Phase der Stagnation in den 1990er Jahren seit
    einiger Zeit wieder erholt und der Anteil der Bevölkerung, der unter der
    absoluten Armutsgrenze lebt, von 52 auf 46 Prozent gesunken ist, gehört
    Kenia noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt.

    "In der Armut und Perspektivlosigkeit der Menschen in Kenia liegt die
    eigentliche Ursache für die Unruhen", erklärt DSW-Geschäftsführer Dr. Jörg
    F. Maas. "Eine immer größere Zahl von Menschen muss um immer knapper
    werdende Ressourcen wie Nahrung, Land und Arbeit konkurrieren. Das schürt
    Konflikte."

    In Kenia eskalierte der Konflikt zwischen verschiedenen
    Bevölkerungsgruppen zu einer Welle der Gewalt, nachdem sich bei der
    Präsidentschaftswahl Ende Dezember 2007 Unregelmäßigkeiten abgezeichnet
    hatten.

    Mehr Investitionen in Familienplanung

    In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Zahl der Menschen in Kenia mehr
    als verdoppelt – auf heute 37 Millionen Einwohner. Und das Wachstum der
    Bevölkerung geht auch in Zukunft weiter: Im Jahr 2025 werden
    voraussichtlich 51 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land leben.
    Mit fast drei Prozent jährlich wächst die Bevölkerung Kenias deutlicher
    schneller als die Wirtschaft des Landes (1,9 Prozent Wachstum jährlich).

    "Um die Armut in Kenia erfolgreich zu bekämpfen muss mehr in
    Familienplanung, Aufklärung und Gesundheit investiert werden", sagt Maas.
    Eine jüngst erschienene Studie des Bevölkerungswissenschaftlers J. Joseph
    Speidel vom Bixby Center for Reproductive Health Research & Policy in San
    Franzisko bestätigt diesen Ansatz. "Freiwillige Familienplanungsprogramme
    tragen entscheidend dazu bei, dass sich das Bevölkerungswachstum
    verlangsamt und der Druck auf Umwelt und Ressourcen zurückgeht", fasst
    Seidel die Ergebnisse zusammen. Langfristig trägt somit auch in Kenia
    Familienplanung dazu bei, dass das Konfliktpotenzial abnimmt.

    DSW hilft Jugendlichen in Kenia

    Gerade den Jugendlichen in Kenia fehlt eine Perspektive. Sie stellen
    jedoch den größten Anteil an der Bevölkerung des Landes: Drei Viertel aller
    Menschen in Kenia sind jünger als 30 Jahre. Schon heute hat die Regierung
    Probleme, sie mit ausreichend Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen zu
    versorgen; viele leben daher in Armut und Not.

    Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) engagiert sich seit 16 Jahren
    für die Jugendlichen in Kenia. Sie hilft den jungen Menschen, sich selbst
    aus der Armut zu befreien. Hierfür hat die Stiftung in den vergangenen
    Jahren ein Netzwerk von Jugendklubs aufgebaut. In den Klubs werden junge
    Menschen von Gleichaltrigen über Sexualität und Verhütung aufgeklärt und
    erfahren, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften und vor einer
    Ansteckung mit dem HI-Virus schützen können. So erhalten sie die Chance auf
    eine selbstbestimmte Zukunft.

    Quelle: Christian Science Monitor, 14. Januar 2008; Population Reference
    Bureau: "Political Unrest Reflects Ethnic Divide in Kenya", Januar 2008.
    Nähere Informationen zur Projektarbeit der DSW in Kenia erhalten sie unter
    http://www.weltbevoelkerung.de/projektarbeit/aus_unseren_projekten6.shtml?navanchor=1010014
    ____________________________________________

    Ärztemangel in Afrika bislang unterschätzt

    Drei Viertel der Mosambikaner, die heute als Ärzte arbeiten, praktizieren
    im Ausland. Gleiches gilt für mehr als 80 Prozent der Krankenschwestern,
    die in Liberia geboren wurden. Und auf jeden in Ghana oder Kenia tätigen
    Mediziner kommen zwei, die im Ausland arbeiten – vorwiegend in den
    wohlhabenden Ländern des Nordens.

    Diese Staaten stehen nur exemplarisch für das Ausmaß des Fachkräftemangels
    im Gesundheitsbereich vieler afrikanischer Länder, eine Tatsache, die
    bereits seit Jahren bekannt, bislang jedoch möglicherweise unterschätzt
    worden ist. Dies ist das Ergebnis einer jüngst erschienenen Studie des
    Center for Global Development in Washington.

    Studie liefert genauere Zahlen

    Die Autoren der Untersuchung stützen sich auf die Daten zweier
    Volkszählungen aus den Jahren 1999 und 2001, die in den neun
    Hauptaufnahmeländern durchgeführt wurden: den USA, Großbritannien,
    Frankreich, Kanada, Australien, Portugal, Spanien, Belgien und Südafrika.

    Als eine der ersten Studien zählt die jetzt veröffentlichte Untersuchung
    alle Ärzte und Krankenschwestern, die in Afrika geboren wurden und nun im
    Ausland arbeiten. Bisherige Untersuchungen beschränkten sich meist auf die
    Frage, wie viele der Ärzte, die in Afrika ausgebildet wurden heute
    außerhalb ihres Heimatlandes praktizieren. Die Wissenschaftler des Center
    for Global Development erhoffen sich von den neuen Daten ein genaueres Bild
    vom Ärztemangel auf dem afrikanischen Kontinent.

    Ursachen der Abwanderung: Politische und wirtschaftliche Instabilität

    Die Studie zeigt, dass afrikanische Mediziner vor allen Dingen aufgrund
    von Konflikten, politischer Instabilität und wirtschaftlicher Stagnation
    ihre Heimatländer verlassen. Angola, Liberia, Mosambik und andere unter
    Ärztemangel leidende Länder wie Ruanda, die Demokratische Republik Kongo,
    Guinea-Bisseau und Sierra Leone bilden eine Gruppe von Staaten, in denen in
    den 1990er Jahren Bürgerkriege ausbrachen. Bis zum Jahr 2000 hatten sie den
    Verlust von 40 Prozent ihrer Ärzte zu beklagen. Länder wie Kenia und
    Simbabwe befanden sich am Ende des vergangenen Jahrhunderts in einer Phase
    der wirtschaftlichen Stagnation und politischen Repression. Sie verloren
    mehr als die Hälfte der Mediziner ans Ausland.

    Weltweit fehlen vier Millionen Fachkräfte

    Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fehlen weltweit
    etwa vier Millionen Fachkräfte im Gesundheitsbereich. Besonders bedrückend
    ist die Situation in Afrika südlich der Sahara und damit in den Ländern, in
    denen die Aids-Epidemie am schlimmsten wütet und Ärzte dringend gebraucht
    werden.

    Doch selbst wenn der Strom der abwandernden Ärzte gestoppt werden könnte,
    würde dies das Problem lediglich lindern. Laut der Organisation für
    wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) würde ein
    Abwanderungsstopp in Afrika nur etwa zwölf Prozent des benötigten
    Fachkräftebedarfs decken.
    Quelle: BBC news, 10. Januar 2008; OECD: Internationaler
    Migrationsausblick 2007 sowie PlusNews, 13. Dezember 2007.
    _____________________________________________

    Niger: Bevölkerung vervierfacht sich bis 2050

    Jüngste Schätzungen des Institute for National Statistics (INS) in Niger
    haben ergeben, dass sich die Bevölkerung des Landes bis zum Jahr 2050
    voraussichtlich mehr als vervierfachen wird – von heute 13,5 Millionen auf
    mehr als 56 Millionen Menschen. Derzeit wächst die Bevölkerung um 3,3
    Prozent jährlich, so schnell wie kaum ein anderes Land der Welt. Diese
    rasante Zunahme wird den Druck auf die Wirtschaft, die Sozialsysteme und
    die Ressourcen massiv erhöhen und damit die Entwicklung des Landes
    erheblich beeinträchtigen, so das INS.

    Viele Kinder gesellschaftlich erwünscht

    Die wachsende Zahl der Menschen in Niger sei in erster Linie auf
    traditionelle, gesellschaftliche Werte zurück zu führen, erklärt der
    stellvertretende Direktor des INS, Adamou Soumana. Wie in vielen anderen
    afrikanischen Ländern gilt auch in Niger eine große Familie als
    Statussymbol. "Im Durchschnitt bringt eine Frau derzeit sieben Kinder zu
    Welt", sagt Soumana. Die gewünschte Kinderzahl läge jedoch noch deutlich
    darüber. "Während Frauen gern neun Kinder hätten, wünschen sich Männer
    zwölf, einige Familien sprechen sogar von 40 und mehr Wunschkindern!"

    Entsprechend gering ist die Anwendung moderner Verhütungsmittel
    verbreitet. Wie die Erhebung des INS zeigt, benutzen nur etwa fünf Prozent
    aller verheirateten Paare Kontrazeptiva. "Die Menschen sind einfach nicht
    darüber aufgeklärt, welche negativen Folgen es mit sich bringt, so viele
    Kinder zu haben", erläutert Soumana weiter.

    Regierung setzt auf Familienplanung

    Die Regierung will das nun ändern. Noch im vergangenen Jahr erstellte sie
    einen nationalen Aktionsplan mit dem Ziel, die Anwendung von Methoden zur
    Familienplanung bis 2015 auf 20 Prozent zu erhöhen. Im gleichen Zeitraum
    soll die Fruchtbarkeitsrate auf fünf Kinder pro Frau sinken. Außerdem plant
    die Regierung eine nationale Informationskampagne, die geistliche Führer
    und vor allem Frauen über die Bedeutung von Familienplanung aufklären soll.

    Quelle: allAfrica.com, 11. Dezember 2007.
    _______________________________________________

    Mexico City Policy: US-Demokraten geben Widerstand auf

    Nach monatelangen Diskussionen im US-Kongress haben die Demokraten ihren
    Kampf für eine Aufhebung der Mexiko City Policy aufgegeben. Die Richtlinie,
    die Empfängern US-amerikanischer Entwicklungshilfe verbietet, sich für die
    Legalisierung von Abtreibungen einzusetzen oder Frauen zum Thema
    Schwangerschaftsabbruch zu beraten, bleibt nun auch im letzten
    Präsidentschaftsjahr George W. Bushs bestehen.

    Auswirkungen der Richtlinie in Afrika verheerend

    Schon im Sommer hatten sich die Demokraten im US-Kongress dafür
    ausgesprochen, die Richtlinie aufzuheben, und entsprechende Anträge auf den
    Weg gebracht. Zuletzt hatte im Oktober 2007 im Kongress eine Anhörung
    stattgefunden. Betroffene aus Afrika berichteten über die verheerenden
    Auswirkungen der Mexico City Policy in ihren Ländern. In Ghana
    beispielsweise stieg seit Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 2002 die
    Zahl der HIV-Neuinfektionen und ungewollten Schwangerschaften nachweislich
    an.


    Veto von Bush nicht abzuwenden

    Bush hatte jedoch von Beginn an damit gedroht, sämtliche Anträge, die zum
    Ziel hatten, die Richtlinie außer Kraft zu setzen, mit seinem Veto zu
    blockieren. Letzten Endes entschied sich die Opposition daher, ihren Antrag
    zurück zu ziehen. Experten allerdings sind sicher: Sollte der nächste
    Präsident aus den Reihen der Demokraten kommen, gehört die Mexiko City
    Policy bald wieder der Vergangenheit an.
    Quelle: AP, 17. Dezember 2007.
    _____________________________________________

    Neue EU-Afrika-Strategie bekräftigt universellen Zugang zu reproduktiver
    Gesundheit

    Die im Dezember vergangenen Jahres in Lissabon verabschiedete
    EU-Afrika-Strategie bestätigt explizit den Konsens der
    Weltbevölkerungskonferenz von Kairo 1994. Demzufolge sollen alle Menschen
    bis zum Jahr 2015 Zugang zu Dienstleistungen der sexuellen und
    reproduktiven Gesundheit (SRH) erhalten. Der Aufnahme des SRH-Paragraphen
    §62 in die Strategie war eine hitzige Debatte vorausgegangen. Doch mehrere
    Nichtregierungsorganisationen, darunter die Deutsche Stiftung
    Weltbevölkerung (DSW), verteidigten erfolgreich die große Bedeutung der
    reproduktiven Gesundheit für die Armutsbekämpfung in den afrikanischen
    Ländern.

    Die EU-Afrika-Strategie stellt die Weichen für eine neue strategische
    Partnerschaft zwischen den beiden Kontinenten. Im Rahmen dieser
    Partnerschaft sollen die wirtschaftliche Zusammenarbeit gestärkt und die
    nachhaltige Entwicklung in Afrika und Europa gefördert werden.
    Das komplette Dokument erhalten Sie unter
    http://www.consilium.europa.eu/ueDocs/cms_Data/docs/pressdata/en/er/97496.pdf
    ____________________________________________

    Aktueller Ratgeber für Fördermittel der EU

    Bereits seit 1998 veröffentlicht die DSW den Fördermittelratgeber "GUIDE
    to Reproductive Health, HIV/AIDS and Population Assistance". Jetzt ist die
    die sechste aktualisierte Auflage erschienen. Der Ratgeber soll in erster
    Linie Nichtregierungsorganisationen in Entwicklungsländern den Zugang zu
    europäischen Finanztöpfen erleichtern.

    Die europaweit einzigartige Publikation bietet einen ausführlichen
    Überblick über öffentliche Geldgeber in 27 europäischen Ländern. Der GUIDE
    zeigt vor allem Möglichkeiten auf, wie Geld für Projekte in den Bereichen
    reproduktive Gesundheit, Familienplanung, HIV/Aids und Bevölkerung
    beantragt werden kann.
    Die sechste aktualisierte Fassung des Ratgebers finden Sie als
    Online-Version unter http://www.euroresources.org. In begrenzter Auflage
    ist die Publikation auch in Buchform erhältlich. Bestellungen richten Sie
    bitte an info(at)dsw-hannover.de
    ________________________________________________

    Impressum:

    DSW [news]
    Herausgeber: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
    D-30459 Hannover

    Der Abdruck von Artikeln, Grafiken oder Auszügen ist erlaubt, wenn Sie den
    Vermerk "Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung" hinzufügen.



    Beitrag von Bettina am Freitag, 18.Januar.2008, 16:46
    EMail: info@wortbizz.de Homepage: belitzbuch.twoday.net

    Online-Jugendbuch zum kostenlosen Schmökern
    Hallo liebe Bücherfans und Leseratten,
    in meinem Blog http://belitzbuch.twoday.net können Jugendliche ab 12, jung gebliebene Erwachsene in meinem Manuskript "Sommersturm" schmökern. Die Auszüge werden nach und nach reingestellt.
    Auf dem Blog findet ihr auch Informationen zur Handlung, zu mir und Geschichten rund ums Pferd. Ich teste damit einen neuen, alternativen Weg der Veröffentlichung und freue mich über jeden neuen Leser - und ebenso über Kommentare.
    Die Sache kostet nix und ich verdiene übrigens auch nichts daran. :-)
    Danke und liebe Grüße
    Bettina



    Beitrag von Ute am Mittwoch, 16.Januar.2008, 10:05
    EMail: u.gieringer@web.de

    Hallo, für meine Studienarbeit suche ich jemanden, der mir bei ein paar Fragen zum Buchhandel beantworten kann. Wer einen solchen betreibt oder dort arbeitet, bitte dringend bei mir melden! Ich brauch wirklich eure Hilfe!
    lg Ute



    Beitrag von Andrea am Mittwoch, 16.Januar.2008, 10:03
    EMail: andy@roetti.de Homepage: schreibstube.de.vu

    Hallo, wenn ihr ein ganz tolles Buch sucht hab ich was für Euch:

    Autor: Ines Gerrit Möhring
    Titel: Unter uns! Die Frau, der Rapunzelturm und die Sache mit dem Fisch
    Erschienen: 12/2007
    Verlag: Ost-Nordost Verlag
    ISBN-10: 3938247940
    ISBN-13: 978-3938247945
    Seitenanzahl: 252
    Preis: EUR 12,80
    Hardcover mit Schutzumschlag

    Rezension:

    Ines ist 40 Jahre alt und hat einen erwachsenen Sohn, als ihr Gatte jäh „die Ehe storniert“. Hals über Kopf flüchtet sie zu ihrer Mutter nach Magdeburg – mit ihrem Cabrio, einer Reisetasche voller Habseligkeiten, dem Cocker-Spaniel Hermann – und ohne Geld.

    Mann weg, Job weg, Wohnung weg. Was soll jetzt werden? Von den lebensnotwendigen Dingen wie Unterkunft und Arbeit mal abgesehen: Gibt es denn in der Stadt überhaupt Singles? Wenigstens ein paar Mädels mit Herz, Verstand und Humor, mit denen man Spaß haben und etwas unternehmen kann, um den öden Wochenenden zu entfliehen? Denn mit den Männern ist das ja bekanntlich so eine Sache: Statistisch gesehen ist es wahrscheinlicher, dass eine Frau über Vierzig von einem Terrorristen erschossen wird als dass sie nochmals einen Mann findet. Außerdem wollen gebildete Männer im passenden Alter keine Vierzigjährige als Partnerin sondern lieber eine 25-jährige Kellnerin mit Knackpo.

    Ines beginnt, ihr Leben schriftlich zu dokumentieren und ihre Freundinnen mit diesen Berichten auf dem Laufenden zu halten. „Jede Woche flatterte eine neue Folge per Post oder E-Mail nach Magdeburg oder in den Harz.“, erzählt sie auf Seite 46. „Manchmal auch als Cartoon, denn gezeichnet hab ich auch schon immer gern. Von dort gelangte ‚mein Werk’ zur Mama, zur Nachbarin, zur Arbeitskollegin usw. Ich hab mein kleines Leben kommentiert, als wäre es das einer Chaotenprinzessin von Welt und jeder hätte das Anrecht darauf zu erfahren, was Ineskind alles erlebt, erträumt, anstellt, versaut und besser machen will. ‚Hallo ihr Lieben da draußen’, schrieb ich ihnen immer als Überschrift.“

    Und weil das ganze kein weinerlicher Weiberkram ist, sondern originell, unterhaltsam und saukomisch, voll wahnwitziger Ideen, menschlicher Wärme und scharfsinniger Beobachtungen, landen die Betrachtungen von Ineskind ab Mai 2006 als wöchentliche Kolumne in der Zeitung: in der "Magdeburger Volksstimme".

    Von nun an kann ganz Magdeburg in der Samstagsausgabe mitverfolgen, was sich im „Rapunzelturm“, Ines’ erster eigener Wohnung, so tut. Ob die eigenen vier Wände auf einmal zur „Sozialstation für gestrandete Ex-Ehefrauen, verlassene Geliebte und betrogene Verheiratete“ wird und Ines sich ernsthaft überlegt, ob sie nicht einen professionellen 24-Stunden-Service für Liebeskummerkranke eröffnen soll ... ob Sohnemann ein- und wieder auszieht, zwischendrin übers Essen meckert, mit seinen Kumpels den Kühlschrank leer futtert und den Schreibtisch verwüstet ... ob kuschelige DVD-Abende inklusive Dauertelefonate mit der Freundin stattfinden oder ob hektische Aktivität ausbricht bei dem vergeblichen Versuch, ausnahmsweise mal pünktlich aus dem Haus und zu einem Termin zu kommen: der Leser, vorzugsweise die Leserin, ist life dabei, kichert vergnügt vor sich hin und denkt sich ein ums andere Mal: ‚Ach, wie gut ich das kenne! Mit dieser Macke bin ich also nicht allein!’

    Liebe Ines, du glaubst ja gar nicht, wie sehr wir mit dir fühlen! Zum Beispiel bei der Sache mit dem Dekorations-Fimmel, den damit verbundenen Kaufrausch-Anfällen und dem aufregenden Leben als „Dispo-Queen“. Nebenbei bemerkt, eine der köstlichsten Wortschöpfungen in diesem Band. Und auch der fortwährende Kampf gegen die Pfunde kommt vielen von uns doch sehr bekannt vor. Samt der demütigenden Erlebnisse im Fitness-Studio, wo man schwer atmend und ungelenk herumhampelt, umzingelt von lauter perfekt gebauten Sport-Barbies.

    So nett es ist, mit den Freundinnen und der Schwester um die Häuser zu ziehen oder sich gemütliche Mädels-Abende zu machen: Überall ist man von Pärchen umgeben, und irgendwann bekommt Ines auch wieder Sehnsucht nach einem Partner.

    Gar nicht so einfach, sich auf einmal wieder auf dem „Heiratsmarkt“ zu tummeln, wenn man seit mehr als 20 Jahren in Sachen Flirten aus der Übung ist. Auch wenn man, wie Ines, ein offener, kontaktfreudiger Mensch ist und es mühelos schafft, eine ganze Gesellschaft zu unterhalten.

    Wo aber findet man vielversprechende Kandidaten? In der Kneipe, im Festzelt oder in der Disco? Vielleicht doch eher über Zeitungsannoncen. Oder gar übers Internet? Ines’ Freundinnen stellen sich zum Teil dieselben Fragen, und so fiebern, lachen und leiden wir Leser mit, wenn es um die Vorbereitungen wichtiger Verabredungen geht ... und um die Peinlichkeiten, die sich dann unweigerlich an der Dating-Front ergeben.

    In einer Jazzkneipe lernt Ines schließlich einen sympathischen Mann kennen, Sternzeichen Fisch. Auch wenn sie nach ein paar Monaten davon überzeugt ist, dass er der Mann ist, auf den sie die ganze Zeit gewartet hat und dass sich das Warten definitiv gelohnt hat, ist der Fisch augenscheinlich noch nicht bereit, ihr ins Netz zu gehen. Doch Ines ist sich sicher für zwei. „So ist sie also, die Sache mit dem Fisch, der sich nicht fangen lässt. Werde mir eine erfolgversprechende Angelmethode ausdenken müssen. Oder Köder kaufen? Ein Netz? Lockstoffe? Wie auch immer, ich gebe nicht auf.“ (Seite 197)

    Wird Ines ihren Fisch bekommen? Wird ihr Single-Leben bald ein glückliches Ende finden? Das verrate ich hier natürlich nicht. Das sollten Sie am besten selbst lesen!

    Wenn ich mich für ein Lieblingskapitel aus diesem Buch entscheiden sollte, ich könnte es nicht. Eines der kreischkomischen vielleicht, wie MÄNNER IN DER KÜCHE? Oder eines mit hohem Identifikationspotential wie ÜBERLEBEN TROTZ DAMENHANDTASCHE oder ERINNERUNGSLÜCKEN? Eines der nostalgischen oder doch lieber eines, in die Autorin über die Liebe und das Leben philosophiert? Ich weiß es wirklich nicht. Auf jeden Fall hat mir das Buch ein höchst erstrebenswertes Lebensmotto beschert, im Kaptitel EINE REISE MIT ERDBEEREN IN DER HAND sowie eine wunderschöne Definition von Freundschaft in MARTHA, MARTHA.

    Wenn man das letzte Kapitel beendet hat, legt man das Buch mit Bedauern zur Seite. Es ist ein wenig so, als müsste man sich von einer guten Freundin verabschieden. Ob es die Zeitungskolumne, auf der dieses unterhaltsame Buch basiert, wohl noch gibt? Dann bestünde immerhin noch die Hoffnung auf eine Fortsetzung.

    PS: Die Autorenlesungen sollen übrigens – so habe ich mir erzählen lassen – ein ganz besonderes Vergnügen sein. Nichts anderes habe ich erwartet.





    Beitrag von sonnenfrau22 am Dienstag, 15.Januar.2008, 14:54
    EMail: gutleb1@web.de

    hallo,bin neu hier weiß noch nicht so recht wie das hier funktioniert,suche eine buch empfehlung ,habe das dringende bedürfniss,mal wieder ein buch zu lesen was von anfang bis ende spannend ist und nicht so kompliziert das ist mir das letzte mal passioert bei dem buch "solange du da bist" habe in der zwischen zeit schon viele bücher angefangen aber wenn es am anfang schon so lahm ist hab ich meist keine lust weiter zu lesen,wer kann mir einen guten tip geben?



    Beitrag von Bücherhase am Dienstag, 15.Januar.2008, 09:19
    Homepage: ROTE ZORA . de

    Hallo ihr,

    unbedingt eine empfehlung für dunklere Abende (die es ja noch zu häufig gibt... )

    Die Rote Zora ist ein wunderbares Buch, was dazu verleitet einfach noch einmal Kind zu sein. Wunderbar geschrieben. Sollte man sich gleich noch die Lebensgeschichte des Autor mit anlesen versteht man vieles gleich noch mehr und sieht es eben nicht nur aus der kindlichen Sicht.

    Also unbedingt lesen :)



    Beitrag von Heike Weimar am Montag, 14.Januar.2008, 16:16
    EMail: h.weimar@freenet.de

    Das Leben ist endlich ... Das Buch „Ich hab´ bei den Göttern noch einen gut“ von Alf Rolla (erschienen im Mohland-Verlag, ISBN 978-3-86675-055-5) ist der Beweis, dass man sogar diese Feststellung mit einem Augenzwinkern treffen kann. Nach einem Herzinfarkt sieht man die Welt aus einer völlig neuen Perspektive: Kleine Wehwehchen und Alltagsängste wachsen ins Unermessliche, ständig begleitet von der bangen Frage: Wie krank bin ich eigentlich?

    Humorvoll und mit feiner Ironie zieht der Kölner Autor sich selbst und seine Leidensgenossen in einer Kurklinik in Bad Hermannsborn durch den Kakao. Mit 53 Jahren fühlt er sich als Nesthäkchen zwischen den Patienten und kämpft mit seinen Selbstzweifeln. Zwischen den amüsanten Zeilen gerät der Leser dabei unwillkürlich ins Grübeln: Was, wenn es mir morgen genau so geht?

    Mein Fazit: Eine ebenso intelligente wie unterhaltsame Geschichte zum Schmunzeln und Nachdenken, die niemand gerne aus der Hand legt.



    Beitrag von Mareiki am Montag, 14.Januar.2008, 13:40

    Korrektur!!!
    HA!!! Sehe gerade, dass ich die DIDION bereits letztes Jahr genannt habe. Dann bitte ich, diesen Titel zu streichen bei meinen fünfen und dafür zu ergänzen:

    KLUUN: MITTEN INS GESICHT



    Beitrag von Kioki am Sonntag, 13.Januar.2008, 22:58

    Hallo,

    Wibke: Ja, mit ÄLTER WERDEN war Silvia Bovenschens Buch gemeint. Es hat mir sehr gut gefallen, aber Karaseks Buch zu selben Thema fand ich persönlich noch besser. Bovenschen schreibt Kurzbetrachtungen, manche nur einige Sätze lang. Karasek plaudert länger am Stück. Solche Bücher lese ich einfach lieber. Außerdem haben mir seine Betrachtungen über den Film Matchpoint total aus dem Herzen gesprochen.

    Trotzdem: Viel Spaß und Wiedererkennen beim Lesen von ÄLTER WERDEN!

    Gruß, Kioki



    Beitrag von M.arion am Freitag, 11.Januar.2008, 20:06

    Und hier sind meine Tops:

    Jodi PICOULT: Beim Leben meiner Schwester
    Ian MCEWAN: Am Strand

    Krimi:
    Susanne MISCHKE: Liebeslänglich
    Arnaldur INGOLFSSON: Das Rätsel von Flatey
    Ann GRANGER: Wer sich in Gefahr begibt
    Andrea Maria SCHENKEL: Tannöd und Kalteis

    Flops:
    Klüpfl/Kobr: Milchgeld
    Helen Fielding: Hummer zum Dinner
    Martha Grimes: Inspector Jury kommt auf den Hund


    Wer einen netten Familienroman sucht, dem kann ich empfehlen: Laura Doermer: Trappentreu. Das gefällt mir bis jetzt ausgesprochen gut.


    @ Detti: für Verkaufspreise gebrauchter bücher gibt es eine hilfreiche Internetseite: www.buchpreis24.de


    Grüße an alle, M.arion



    Beitrag von Mreiki am Freitag, 11.Januar.2008, 16:09

    Meine 5 Tops

    Joan Didion: Das Jahr des magischen Denkens.
    Philip Roth: Jedermann
    Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit
    Zadie Smith: Über Schönheit.
    Per Petterson: Pferde stehlen (habe ich zwar jetzt gerade erst gelesen, aber trotzdem!)

    Ausser Konkurrenz :-)
    Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg



    Beitrag von detti am Mittwoch, 9.Januar.2008, 23:11
    EMail: d.fueten@t-online.de

    hallo und guten abend,
    ich habe heute das buch bekommen-"die kriege friedrich des großem"-erster band "der zweite schlesische krieg.1744-1745-böhmen 1744.
    das buch ist von 1895 mit 19 karten plänen und skizzen.das buch ist in einem ordendlichen zustand,jedoch fehlt der buchrücken ganz.
    meine frage,lohnt sich so etwas noch anzubieten ?
    und wenn ja,was kann ich dafür nehmen ?
    ich habe eine menge alte bücher geerbt (so um die 120 bis 150 jahre alt) und wollte sie bei ebay einsetzen.
    für eine hielfreiche info wäre ich dankbar.
    vielen dank im voraus----
    detti



    Beitrag von hannes am Mittwoch, 9.Januar.2008, 18:08
    EMail: schustersjojo@web.de

    hallo,
    ich muss im moment ein referat über sophokles anfertigen und dazu auch die beiden tragödien "antigone" und "oidipus tyrannos" miteinander vergleichen. jetzt wollte ich einmal fragen, ob mir jemand ein paar besonders wichtige gemeinsamkeiten oder unterschiede nennen kann, die ich bislang übersehen habe.
    über antworten sowohl hier als auch per email würde ich mich sehr freuen.



    Beitrag von Sandra Hausser am Mittwoch, 9.Januar.2008, 12:48
    EMail: sunny69@online.de Homepage: www.ohne-hintern-waer-ich-sexy.de

    Würde mich sehr freuen wenn ihr mich mal besuchen würdet und mir ev. Tipps zum besseren Aufbau gebt. irgendwie bin ich mit dem Gesamtwerk noch nicht zufrieden.

    Gruss Sandra



    Beitrag von Dirk am Dienstag, 8.Januar.2008, 09:08

    Guten Morgen,
    nach längerer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen, zugleich ein Lesezeichen von mir. Meine Leseerlebnisse 2007:
    Romane:
    1. Die Entdeckung überhaupt:
    Per Petterson, Pferde stehlen
    2. Ganz wunderbar:
    Orhan Pamuk, Das schwarze Buch
    3. Gewaltig:
    Jan Kjaerstad, Der Verführer
    weitere Plätze:
    Morten Ramsland, Hundsköpfe
    Josep Fonalleras, August&Gustau

    Sachbuch:
    Kapuscinski, Meine Reisen mit Herodot

    Krimis:
    1. Stieg Larrson, Verblendung
    2. Alain Demouzon, Der ungeklärte Mord
    3. GW Persson, In guter Gesellschaft

    Hörbuch:
    nochmals: Per Petterson, Pferde stehlen
    gelesen von Walter Kreye

    Soweit meine kleine Jahresliste, einige wirklich wunderbare Leseerlebnisse, die ich nur herzlich empfehlen kann!
    LG
    Dirk



    Beitrag von Val am Sonntag, 6.Januar.2008, 09:53
    EMail: gerwine13@yahoo.de

    Guten Morgen zusammen,

    gestern war ich in KEINOHRHASEN. Ich ging mit Vorbehalten hin, denn ich bin kein Fan von deutschen Filmen und auch nicht von Til Schweiger.

    Hier schreibt nun eine Begeisterte:

    Ich wurde angenehm überrascht. Dieser Film zeigt den Zeitgeist von heute. Ausserdem empfinde ich ihn als sehr poetisch durch die wunderbare Kameraführung, Fotografie und herrlichen Einstellungen von Berlin!!! Ausserdem ist er witzig und bietet oft lustige Einlagen die an Slapstick erinnern. Die Sprache ist natürlich derb, bringt die Dinge auf den Punkt, typisch für diese Generation zwischen zwanzig und vierzig. Leider gibt es Längen, wo es eigentlich unterhaltsam sein soll, bei Aufführungen oder auch Sexszenen, die billig wirken können. Die Regie wäre besser beraten gewesen, sich da zurückzuhalten und die Phantasie des Zuschauers anzuregen.
    In all dem Witz kommt es häufig zu tiefsinnigen Gesprächen über das Leben und die Liebe, ewige Themen, die uns alle berühren und ständig begleiten.
    Die Top Schauspieler geben dem Film einen sehenswerten Rahmen.

    Meine Freundin war nicht angetan, sie hat auch kaum Umgang mit dieser Altersgruppe und mit Jugendlichen und Kindern. Ich jedoch häufig und bin bestens vertraut mit deren Sprache und Verhalten.

    Ich empfehle den Film vorbehaltlos!!

    lg von Val

    @Ute:

    ich arbeite gelegentlich im Buchhandel, vielleicht versuchst Du mal, mich zu fragen, vielleicht weiß ich etwas. lg



    Beitrag von Ute am Samstag, 5.Januar.2008, 16:56

    Hallo liebe Bücherfreunde,
    ich schreibe zur Zeit an meiner Studienarbeit und suche einen Buchhändler/ Mitarbeiter im Buchhandel, der mir ein paar Fragen zum Ablauf in einer Buchhandlung beschreiben kann. Freue mich sehr über Antworten!



    Beitrag von Doris am Samstag, 5.Januar.2008, 12:38
    Homepage: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/643412/display/1132019977

    Vergass ich es doch mich dafür zu bedanken, daß Gertie sich wieder der Bücherliste annimmt. Danke Gertie!

    AUSTEN einige deiner Bücher waren auch auf meiner Favoritenliste vom letzten oder vorletzten Jahr.
    Insbesondere die Joan Didion, den Tannöd und natürlich der Harpe Kerkeling, für mich das Überraschungsbuch 2007
    Der Nachtzug aus Lissabon hat mich übrigens auch ziemlich enttäuscht. Ich fand das Buch sehr zäh. Nun versuche ich mich an dem neuen Buch LEA von ihm und gib ihm noch eine letzte Chance.

    Ich war gestern übrigens in einem sehr netten und lustigen Familienfilm

    "Keinohrhasen" (siehe auch mein Foto unter dem Link und darunter die Videotrailerverlinkung) Ein Vergnügen für die ganze Familie.

    Gertie,

    ich habe gerade festgestellt ich habe den Harpe Kerkeling doch Anfang Januar 2007 gelesen und nicht 2006
    Also nimmt ihn bitte mit auf meine Liste und ebenso noch das Buch

    Wie ein Stein im Geröll von Maria Barbal.

    Danke.

    Liebe Grüsse
    Doris

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