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    Beitrag von BarbaraB am Montag, 6.Juni.2005, 12:52

    ...WIBKE, schau mal unter www.sternschnuppe.de
    Da gibt es hinteißend gezeichnete Büchlein zu den Kinderliedern vom Kindergarten bis zur Grundschule, vor allem mit der Perspektive, des Mitmachens!!!!

    Liebe Grüße
    BarbaraB



    Beitrag von Syn am Montag, 6.Juni.2005, 12:08

    Ihr Lieben,
    vielen vielen Dank für eure Kommentare zur `wer-weiß-was`-Seite. Ihr habt mir sehr geholfen.

    Gruß
    Syn



    Beitrag von MarionNRW am Montag, 6.Juni.2005, 09:07

    Guten Morgen!

    WIBKE, zum Thema KiGa fällt mir sponatan ein 'Das Mädchen, das nicht in den Kindergarten wollte' - ein kleines Mädchen wehrt sich mit Händen und Füßen und will partout nicht los, aber als sie nachmittags wieder vom KiGa abgeholt werden soll, will sie nicht mit nach Hause, so gut gefällt es ihr dort. Ansonsten schaue ich mal heute nachmittag im Dienst, es gibt da jede Menge.

    BRIGITTE: schau mal bei www.festpark.de - wenn du dort als Stichwort Lehrer eingibst, kommt ein Treffer, dieses Gedicht kann man relativ leicht umdichten bzw. anpassen.

    Allen geburtstagskindern noch einen Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag!!

    Allen eine schöne Woche mit hoffentlich etwas Wärme, hier sind gerade mal 12°.

    MarionNRW



    Beitrag von Brigitte am Montag, 6.Juni.2005, 07:05
    EMail: briclam@aon.at

    Hallo miteinander,

    mein Sohn Lukas beendet nun bald die Volksschule - kennt jemand ein nettes Danke-Gedicht für Lehrer? Danke im Voraus
    und liebe Grüße
    Brigitte



    Beitrag von Antje am Sonntag, 5.Juni.2005, 22:43
    EMail: antje@buecherforum.org

    Hi Syn,

    ich kann wer-weiss-was auch wärmstens empfehlen - viele Bretter sind meine tägliche "Pflichtlektüre" und ich möchte dieses allumfassende Wissen auf keinen Fall missen.

    Man kann sich auch im Premiumdienst anmelden - keine Bange - kost nix und man kann im Archiv stöbern.

    Die Antworten sind eigentlich immer seriös (manche Themen arten sicher in Diskussionen - wie im richtigen Leben - aus.). Aber man erhält viel verläßliche Info und viel "Experten" lassen sich auch per Mail anschreiben.

    Ich habe auf jeder meiner Fragen gute Antworten bekommen.

    Man bekommt über diese Seite übrigens keine Spam-Mails!

    Antje



    Beitrag von viola am Sonntag, 5.Juni.2005, 22:34

    o wie mich das beruhigt....
    aber für WEN machen dann die Leute diesen Film?????????



    Beitrag von Marartort am Sonntag, 5.Juni.2005, 22:29

    VIOLA: Wir scheinen die gleichen Gene zu haben.Ich habe auch wieder nix kapiert :-)
    Liegrü
    M.



    Beitrag von viola am Sonntag, 5.Juni.2005, 22:03


    So ein Mist - nun habe ich schon wieder das Ende des Films nicht verstanden... der Tatort grad! So viel Andeutungen - aber ich bin wohl doch zu blöd für die Lösung.... dabei bin ich doch wahrlich krimierfahren.... ts.ts.ts...

    VANDAM - du wärst dann doch auch die Richtige für WWM oder?
    Ich bin auch so ein "polypatenter Dünnbrettbohrer" - aber Jauchi ruft einfach nicht zurück.....

    Gelesen hab ich TODESHAUCH von INDRIDASON. Hat mir weitaus besser gefallen als das erste ( Novembermörder? komm grad nicht mehr auf den Titel)

    Weggelegt hab ich Patricia Cornwells INSEL DER REBELLEN - nahezu unterträglich - weiß nicht, was sie da so macht in letzter Zeit....



    Beitrag von Vandam am Sonntag, 5.Juni.2005, 21:06

    Sorry, das war Grammatiksalat mit Murksdressing:

    "Aber das hält sich vom Aufwand her sehr in Grenzen."

    hätte es heißen sollen



    Beitrag von Vandam am Sonntag, 5.Juni.2005, 21:04
    EMail: giora at gmx.de

    Syn,

    ich bin seit 1999 bei wer-weiss-was.de registriert und möchte diese Seite nicht mehr missen. Ob geschäftlich oder privat, in Sachen Hausverwaltung, Übersetzung, Geschichte, Firmengründung, Naturwissenschaften, Computer, was auch immer, ich hab noch immer schnell und kompetent Rat bekommen.

    Das Forum ist unbezahlbar! Wenn in der Firma eine Sachfrage auftaucht, die keiner der Kollegen beantworten kann, gucken sie mich an: "Frag doch mal in deinem Expertenzirkel." In meinem Job tauchen wirklichst die skurrilsten Fragen zu den irrwitzigsten Wissensgebieten auf. Bis jetzt konnten wir noch alle lösen.

    Gelegentlich flippt mal ein Teilnehmer aus, aber das vertut sich. Es menschelt halt dort wie überall.

    Man muss natürlich auch bereit sein, wenn man als Experte registriert ist, Anfragen zu beantworten. Aber das hält sich bei vom Aufwand sehr sehr in Grenzen. Mit meinen Allerweltstalenten kam bei mir anfangs jeden Monat was, und nun vielleicht ein-, zweimal im Jahr.



    Beitrag von Syn am Sonntag, 5.Juni.2005, 13:27

    Hallo,
    ich hoffe, dass auch wenn meine Frage nicht direkt etwas mit Büchern zu tun hat, mir die/der ein/e oder andere weiterhelfen kann:
    Mir wurde der Link "wer-weiß-was.de" empfohlen und die Homepage wirkt auf den ersten flüchtigen Blick absolut seriös. Kennt jemand die Seite, ist registriert und kann mir sagen ob die Auswahl der Themen wahrhaftig so lohnenswert ist?
    Da mir die Sache sehr am Herzen liegt, würde ich mich freuen von euch zu hören.

    Grüße
    Syn



    Beitrag von Wibke am Sonntag, 5.Juni.2005, 11:35

    Hallo Ihr Lieben,

    heute habe ich zwei Fragen an Euch:

    Kennt jemand das Buch "Frauen wohnen anders. Männer auch" ? Ich habe gestern mal wieder alte Wohnzeitschriften durchgeblättert und dabei einen kurzen Hinweis darauf gefunden. Die Beschreibung und das Cover sprechen mich schon an ..

    Kennt jemand außerdem ein schönes Bilderbuch zum Thema "Kindergarten" ? Unser Großer geht ja ab September in den KiGa und da er so gerne Bilderbücher ansieht wäre ein passendes Buch vielleicht eine gute Vorbereitung.

    Laßt es euch gut gehen !

    Liebe Grüße, Wibke



    Beitrag von M. am Freitag, 3.Juni.2005, 15:26

    Meine Guete, warum hat mich niemand davor gewarnt, dass Beitraege schreiben, wenn man eigentlich keine Zeit hat (und noch dazu im Kasterl) unweigerlich zur Demaskierung fuehren? ,-)

    Im Ernst, tut mir Leid und nehme mir vor, in Zukunft wenigstens zu versuchen, mich zu bessern.

    Ein schoenes Wochenende euch allen aus dem verregneten W.,

    Maria



    Beitrag von Marianne am Freitag, 3.Juni.2005, 13:16
    Homepage: Keith Ridgway

    Hallo, ihr Lieben!

    Ihr Lieben,
    die ihr an mich gedacht habt an meinem Geburtstag, seid ganz herzlich bedankt fuer eure guten Wuensche. Ich habe mich sehr darueber gefreut. Ich hatte sie schon am Sonntag entdeckt, die Antwort kommt erst heute, weil ich (umsonst) auf ein bisschen Ruhe fuer einen laengeren Beitrag hoffte.

    Zeit ist leider noch immer Mangelware, aber die Freude ueber eure Wuensche wollte ich endlich mit euch teilen und ausserdem ein Leseerlebnis, auf das ich dank einer lieben Freunde gestossen bin:

    Keith RODGWAY, "The Long Falling".

    Hab zwar erst 62 Seiten, aus Zeitmangel nur, wenn's ginge, wuerde ich das Buch wohl in einem rutsch lesen. Angeblich gibt es keine deutsche Uebersetzung, aber wenn jemand irgendwelche Verbindungen zu einem deutschen Verlag hat, macht sie auf diesen Autor aufmerksam (ín Frankreich wird er hoch gelobt, so habe ich auch von ihm erfahren). ;-)

    WIBKE:
    Dir weiter viel Freude mit deinen Kleinen und viel Kraft und Langmut: Kinder grossziehen (und zwar wirklich, nicht nur heranwachsen lassen) ist eine noble und sehr anstrengende Arbeit, moege es dir gut gehen dabei.

    MANU:
    Dich vermisse ich.

    Ans Tageswerk! Mein ehemals Kleiner bekommt heute Abend das Reifezeugnis in die Hand gedrueckt (seh ihn noch an seinem ersten Kindergartentag vor mir, WIBKE, in seinen Bermudashorts, weisser Leinenjacke - er legte grossen Wert darauf *g*), einem Blechtornister in der Hand winkte er mir laessig ab, als ich ihn zur Kindergartentuer begleiten wollte: "Bye, mom!"). Problem ist, er braucht einen neuen Anzug and there is only a couple hours shopping time left. ;-)

    Lieben Gruss,
    Maria








    Beitrag von Paul Göllnitz am Donnerstag, 2.Juni.2005, 13:27
    Homepage: www.rbb-online.de/quergelesen/forum/forum.jsp

    www.rbb-online.de/quergelesen/forum/forum.jsp

    angucken und euer buch vorstellen!



    Beitrag von Daniela am Donnerstag, 2.Juni.2005, 10:34

    Hallo ihr Lieben,
    ich geb mal wieder meinen geballten Senf ab ;-))



    BELLETRISTIK
    ==========================================================
    ***** Sterne - die TOP-Bücher. LESEN!
    Christina Stead - Der Mann, der seine Kinder liebte (The Man Who Loved Children)
    dtv, 2001 / 1, TB, 574 Seiten
    11,48 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 824 Tage
    Was für ein schreckliches und dabei doch nachhaltig beeindruckendes Buch!
    Die eigentliche Geschichte, wiewohl auf knapp 600 Seiten ausgebreitet, ist kurz erzählt: eine junge Frau aus besserer Gesellschaft heiratet einen verwitweten Emporkömmling mit Tochter, bekommt noch 6 weitere Kinder mit ihm, und bildet mit diesem Mann eine Gemeinschaft des Grauens. Er, Sam, sieht sich selbst als Kinderliebhaber, als Führer und Verführer, als großen Idealisten, der mit seinen Schmeicheleien, Spöttereien und grausamen Unterdrückungen die Familie fest im Griff hält; sie dagegen droht, schlägt, und versucht verzweifelt, sich aus dieser Falle zu befreien, was ihr nicht gelingt.
    Dieser Roman geht unter die Haut - ein beklemmendes Meisterstück.
    *****

    ==========================================================
    **** Sterne - empfehlenswerte Bücher!
    Luigi Guarnieri - Das Doppelleben des Vermeer (La doppia vita di Vermeer)
    Kunstmann, 2005 / 1, HC, 240 Seiten
    4,8 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 113 Tage
    Ein neuer Vermeer wurde entdeckt! Sensationell, noch dazu mit einem für ihn untypischen Sujet - die Kunstwelt steht Kopf. Und Göring freut sich, denn bei ihm landet dieser "Christus von Emmaus" schließlich.
    Als der Krieg vorbei ist, beginnen die Nachforschungen. Nicht die Echtheit des Kunstwerks wird in Frage gestellt, nur dessen Herkunft soll durchleuchtet werden, bzw. die Verstrickung des Han van Meegeren in die Verschiebung nationalen Kulturguts an die Nazis. Doch auf die Routinebefragung reagiert der niederländische Maler kopflos - und gesteht Wochen später, diesen - und noch weitere - Vermeers selbst geschaffen zu haben.
    Diese Fakten verknüpft der Autor zu einem Doppelportrait sowohl des Fälschers als auch des Künstlers; es ist allerdings weniger Roman als Reportage, verknüpft mit der Rezeptionsgeschichte Vermeers im 19. und 20. Jahrhundert. Und es wirft die Frage auf: was ist eigentlich Kunst? Warum ist ein Werk, das auch den Kritikern als wenig ansehnlich gilt, dennoch Unsummen wert, nur weil es einem bestimmten Künstler zugeschrieben wird?
    ****

    Vladimir Nabokov - Einladung zur Enthauptung (Invitation to a Beheading / Priglaschenije na kasn)
    Rowohlt, 1999 / 2, TB, 267 Seiten(Lesegruppe)
    5,34 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 27 Tage
    Das Urteil ist verkündet: Cincinnatus C. soll geköpft werden, weil er nicht so transparent ist wie seine Umgebung. Und während er auf die Vollstreckung des Urteils wartet, bahnt sich seine Verzweiflung, Kleinheit und Großmut, Verachtung und Anpassungswille fieberhaft ihren Weg. Ein sehr surrealer Roman, für den man sicher eine ganz eigene Stimmung und Fähigkeit, sich einzulassen, benötigt; mich hat er fasziniert.
    ****

    ==========================================================
    *** Sterne - guter, solider Lesestoff
    Charles Dickens - Das Geheimnis des Edwin Drood (The Mystery of Edwin Drood)
    Manesse, 2001 / 2, HC, 762 Seiten
    15,24 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 1347 Tage
    Dickens letzter, unvollendet gebliebener Roman kann man durchaus als Krimi bezeichnen: schließlich verschwindet ein junger Mann, Edwin Drood, und man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass er ermordet wurde, schließlich finden sich auch einige seiner persönlichen Besitztümer in einem nahegelegenen Fluss. Doch wer ihn nun ermordet hat, ob tatsächlich Neville Landless, mit dem er kurz zuvor noch heftigen Streit hatte, oder vielleicht doch gar sein liebevoller Onkel; John Jasper – das Geheimnis hat er mit ins Grab genommen. Anhand von historischen Quellen hat in dieser Manesse-Ausgabe eine Autorin versucht, die Geschichte zu vollenden, was ihr insgesamt ganz gut gelungen ist.
    ***

    Stewart O´Nan - Abschied von Chautauqua (Wish You Were Here)
    Rowohlt, 2005 / 1, HC, 700 Seiten
    14 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 75 Tage
    Ein letztes Mal trifft sich die Familie im Sommerhaus am Chautauqua; Henry ist gestorben, seine Frau Emily hat das Haus verkauft. Und nun sind sie alle noch einmal hier, Arlene, Henrys Schwester; Emily, die beiden Kinder, Ken und Meg mit ihren Familien. Sie sind da, und sie machen Ferien, grillen, schwimmen im See, spielen Gesellschaftsspiele, reden zwischendurch ein bisschen miteinander, ärgern sich, öffnen sich manchmal ein wenig - eine gänzlich unspektakuläre Woche also, über die 700 Seiten lang minutiös erzählt wird. Das ist zwar manchmal durchaus auch ein bisschen langweilig, aber der Autor versteht es so gut, durch Kleinigkeiten ein sehr realistisches Bild heraufzubeschwören, dass man kleine Längen gerne verzeiht. Für Freunde umfangreicher amerikanischer Familienromane eine Empfehlung!
    ***

    ==========================================================
    ** - Sterne / die naja-Titel

    Christa Hein - Der Blick durch den Spiegel
    Goldmann, 2000 / 2, TB, 443 Seiten
    8,86 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 45 Tage
    Dass Sophie Berkholz Mathematik studiert hat und nun auch noch an der Universität in Riga unterrichtet, wird von der Familie zwar geduldet, aber dennoch nicht gerne gesehen. Sie soll lieber, wie ihre Schwester, heiraten, Kinder kriegen - und wenn sie sich nicht selbst um einen Ehemann kümmert, dann sieht sich eben der Vater um. Doch zu seinem Geschäftsfreund, Mr. Ashton, entspinnt sich nur eine Freundschaft. Albert hingegen, den Ingenieur, heiratet sie einige Jahre später. Dieser ist jedoch kaum in Riga, da er für den Zaren Brücken und Docks konstruiert - kriegswichtige Anlagen, wie sich noch früh genug herausstellen sollte. Kurz bevor die Japaner Russland angreifen, wird er für ein Jahr nach Port Arthur versetzt und bittet seine Frau, ihm zu folgen - und dabei ein paar Pläne versteckt mitzubringen.
    In welche Gefahr er sie damit bringt, ist ihm wohl selbst nicht bewusst - nicht nur, dass die Japaner hinter diesen Plänen her sind, ist auch seine Ehe in Gefahr, denn die lange erzwungene Nähe schafft zwischen Sophie und Mr. Stanton eine Vertrautheit, die für eine verheiratete Frau nicht akzeptabel ist...
    Von ihrem Mann belächelt, geht sie auch in Asien ihrer Leidenschaft, der Fotografie, nach - und schafft es, ihre Bilder nach Kriegsausbruch auch tatsächlich einem Journalisten verkaufen zu können. Ihre Emanzipation beginnt...
    Für mich hat dieser Roman hauptsächlich dadurch gewonnen, dass ich während der Lektüre gerade den Ausgangspunkt des Romans besucht und somit die Schauplätze vor Augen hatte; ansonsten ist das Grundthema zwar sehr interessant, die Umsetzung für mich persönlich aber nicht ganz überzeugend gelungen. Die Autorin versucht in meinen Augen, die Protagnisten zu intellektualisieren, ihnen Dialoge in den Mund zu legen, die nicht stimmig sind, und das vor dem Hintergrund einer doch recht alltäglichen Dreiecksgeschichte, die eigentlich nur durch das exotische Ambiente nicht zu kitschig wird.
    War zwar nett zu lesen, ist aber kein Buch, das ich mit Nachruck empfehlen würde.
    **

    Eva Menasse - Vienna
    Kiepenheuer & Witsch, 2005 / 1, HC, 428 Seiten
    8,56 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 70 Tage
    Drei Generationen Familiengeschichte in Wien, deutlich angelehnt an die Erzählungen aus der eigenen Familie, dargebracht in einem ungeheuren Strom von Anekdoten - teilweise witzig, unterhaltsam, aber auch sehr geschwätzig und bei aller Tragik doch auch recht fremd bleibend. Ein vielgerühmtes Debüt, auf das sicher der Glanz des bekannten Schriftstellers und Halbbruders, Robert Menasse, abstrahlte - interessant, aber für mich nicht der große Wurf, als der es gefeiert wird.
    **

    Arthur Schnitzler - Die Traumnovelle
    Fischer, TB, 96 Seiten(Lesegruppe)
    1,92 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 1960 Tage
    Als ich das Buch vor Jahren das erste mal las, war ich fasziniert von der Nähe und gleichzeitigen Ferne dieses Ehepaares. Beim Wiederlesen drängten sich mir aber permanent die Bilder aus Kubricks Verfilmung, Eyes Wide Shut, auf - aber auch sonst hat die Lektüre keine Seite mehr in mir zum Klingen gebracht, im Gegenteil: nach der Hälfte habe ich aus Langeweile wieder abgebrochen.
    **

    Claudius Seidl - Schöne junge Welt. Warum wir nicht mehr älter werden
    Goldmann, 2005 / 1, HC, 185 Seiten
    3,7 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 50 Tage
    Vergleicht man die Bilder heute 40jähriger mit denen ihrer Eltern im selben Lebensalter, fällt ein riesiger Unterschied ins Auge: diese Generation wirkt jünger, jugendlicher, als die Generationen zuvor, ihre Jugend dehnt sich aus, als würden sie sich weigern, erwachsen zu werden.
    Auf mehreren Wegen versucht sich der Autor dieses Phänomens anzunähern, es anfangs auf sich rasch wiederholende Weise erstmal zu umreißen; einige seiner Rückschlüsse sind dabei durchaus interessant, andere wieder haben mich beim Lesen eher befremdet. Im Zuge seiner Rechtfertigung widerspricht der Autor sich dabei in meinen Augen auch manchmal selbst; insgesamt ein interessantes Thema, dem Seidl aber für mich wenig Neues, Eigenes abzugewinnen vermochte.
    **

    Kathleen Tessaro - Elegance (dt: Elegance)
    englisch, 2004 / 2, TB, 390 Seiten
    15,6 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 71 Tage
    Louise ist knapp über dreißig, verheiratet, hat ihre beruflichen Ambitionen begraben und sich modisch auf Sackkleider zurückgezogen, die bequem und höchst unelegant sind. Nach einer peinlichen Begegnung stolpert sie über einen Stilratgeber aus den 50ern - und liest sich fest.
    Inspiriert beginnt sie, sich die dort gegebenen Ratschläge zu Herzen zu nehmen, zieht sich besser an, erregt Aufmerksamkeit, entflieht ihrer seit langem sexlosen Ehe und findet - nach den zu erwartenden Rückschlägen - zu echten Freunden, wahrer Liebe, beruflicher Anerkennung und ihrem ganz persönlichen Stil.
    Soweit, so gute Chick-Lit. Doch leider trägt auch dieser ohnehin schon dünne Plot trotz anekdotischer Zuspitzung nicht über die 390 Seiten des Buches; jedes Klischee musste reingepackt werden, beinahe alle Traumata, die man als Kind so erleiden kann, hatte natürlich auch unsere gute Louise zu erdulden, und überhaupt krankt auch die eigentliche Strukturierung des Buches an vielen Stellen.
    Als Strand- und Badewannenlektüre aber sicher geeignet.
    **

    ==========================================================
    * - FLOP-Titel
    Eginald Schlattner - Die roten Handschuhe
    Zsolnay, 2001 / 2, HC, 601 Seiten
    12,02 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 1511 Tage
    In diesem autobiographisch geprägten Roman schildert der Autor seine Gefangennahme 1957 durch die Securitate, die Verhöre, die Misshandlungen, die ihn schließlich so weit trieben, seine Freunde zu verraten.
    Trotz dieses interessanten Themas, das mich auch aus persönlichen Gründen reizte, konnte ich mit dem Buch an sich wenig anfangen; zu wenig Literatur, zu viel Aufzählung, und als Sachbuch - für mich! - nicht reizvoll genug.
    *

    Muriel Spark - Der letzte Schliff (The Finishing School)
    Diogenes, 2005 / 2, HC, 224 Seiten
    4,48 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 15 Tage
    Ein kleines, teures Eliteinternat in der Schweiz, geführt von einem jungen Ehepaar - in diese geruhsame Idylle platzt ein hochtalentierter Schüler, der seinen ersten Roman beinahe fertig hat, während sein Lehrer eine andauernde Schreibhemmung erleidet. Laut Klappentext spitzt sich die Situation ins Mörderische zu; tatsächlich aber bleibt es einfach nur unglaublich langweilig und banal.
    *

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    KRIMIS
    ==========================================================
    **** Sterne - empfehlenswerte Bücher!

    Ian Rankin - (09) The Hanging Garden
    Englisch, 1998 / 2, TB, 349 Seiten
    13,96 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 133 Tage
    Verbrecher lassen kein Vakuum entstehen: Edinburghs Anführer des Verbrechens sitzt hinter Gittern, und schon versucht ein junger Mann, seinen Platz einzunehmen. John Rebus, der Gafferty zwar dingfest gemacht hat, aber trotzdem immer wieder im Verdacht steht, mit ihm eine unheilige Allianz eingegangen zu sein, wird in diesen Bandenkrieg mit hineingezogen. Und es trifft ihn an seiner empfindlichsten Stelle: seine Tochter wird von einem Auto
    angefahren und liegt im Koma. Während sie ums Überleben kämpft, kämpft Rebus mit nicht immer sauberen Mitteln darum, den Täter zu finden...
    Wie schafft er das nur immer wieder? Er hat Themen, die eigentlich abgenutzt sind, und doch wirken sie bei ihm neu und sind bis zu letzten Seite spannend, auch die Auflösung enttäuscht nicht - also: lesen!
    ****

    ==========================================================
    *** Sterne - guter, solider Lesestoff
    Friedrich Ani - Die Erfindung des Abschieds
    Knaur, 2001 / 2, TB, 463 Seiten
    9,26 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 1535 Tage
    Ein neunjähriger Junge verschwindet kurz vor dem Begräbnis seines Großvaters, seiner einzigen echten Bezugsperson, und wird kurz darauf gesehen, wie er zu einem Mann in ein Auto steigt. Die Angst ist groß, die Suche fieberhaft, und im Münchner Dezernat 11 gehen die Emotionen hoch. Vor allem, als Tabor Süden sich nach monatelanger Abwesenheit doch wieder an die Arbeit macht und gleich zu Beginn den ersten Fehlschlag erleidet... Ein durchaus spannender, solider deutscher Krimi
    ***

    Fred Vargas - Das Orakel von Port-Nicolas (Un peu plus loin sur la droite)
    Aufbau, 2001 / 2, HC, 285 Seiten
    5,7 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 1332 Tage
    Nichts engeht der Aufmerksamkeit Ludwig (oder Louis) Kehlweiers: sogar die Ausscheidungen mancher Hunde interessieren ihn, zumal dann, wenn sich darunter ein kleines Knöchelchen von einem menschlichen Körper befindet.
    Auf ziemlich verworrenen Wegen folgt er - mithilfe der drei Evangelisten - dem Weg dieses Knochens in die Bretagne...
    Fred Vargas - Der untröstliche Witwer von Montparnasse (Sans feu ni lieu)
    Aufbau, 1999 / 1, TB, 278 Seiten
    5,56 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 2109 Tage
    Clément ist ein Trottel, das weiß er selbst. Und er wird gesucht - wegen zweier Morde, die er nicht begangen hat. Doch wer sollte ihm glauben, noch dazu, wo er sich in den Tagen vor den Morden ziemlich auffällig vor den Wohungen der beiden jungen Frauen herumgedrückt hatte? Ihm fällt nur eine Frau ein, die ihm helfen könnte: Marthe, eine alte Prostituierte, die ihn schon als Kind kannte. Und Marthe wiederum kennt Ludwig Kehlweier, den Deutschen, der noch aus den unmöglichsten Situationen einen Ausweg findet..
    Der Anfang des Romans ist großartig; die Art, wie die Autorin für ihren Clément eine ganz eigene Sprachmelodie erfindet, die auf jeden abzufärben beginnt, der sich länger mit ihm unterhält, ist herrlich zu lesen. Die eigentliche Auflösung der Geschichte fand ich dann zwar weniger überzeugend, insgesamt aber habe ich mich wunderbar unterhalten.
    ***

    ==========================================================
    ** - Sterne / die naja-Titel
    Donna Leon - (13) Beweise, dass es böse ist (Doctored Evidence)
    Diogenes, 2005 / 1, HC, 352 Seiten
    7,04 Stunden Lesezeit (errechnet); Verweil auf dem SUB: 0 Tage
    Eine alte, missgünstige Frau wurde ermordet, ihre Haushälterin ist verschwunden und wird wenige Stunden später in einem Zug ins Ausland entdeckt, aus dem sie in Panik vor einen fahrenden Zug springt - der Fall ist gelöst.
    Oder wäre es zumindest, wenn sich nicht Wochen später eine Zeugin melden würde, die behauptet, die alte Frau noch lebend gesehen zu haben, als sie die Haushälterin zum Bahnhof begleitet hatte...
    Natürlich war Brunetti nicht mit der ursprünglichen Lösung des Falls betraut, sondern greift erst ein, als die Zeugin auftaucht; das Strickmuster ist somit exakt wie in den vorangegangenen Fällen von Donna Leon, sie hat es solide ausgearbeitet, insofern erhält man exakt das, was man erwarten darf - aber leider kein Jota mehr, kein Funken Inspiration oder Überraschung
    **

    ==========================================================



    Beitrag von Marion M am Donnerstag, 2.Juni.2005, 08:17

    WOLLE: willkommen ...! JOSEPH ROTH: Radetzkymarsch und Kapuzinergruft würde ich bevorzugen ...

    BARBARABB: Auf dem schwarzen Berg von CHATWIN war für mich auch eine Entdeckung ..., die ich dem Forum hier zu verdanken habe ... hätte ich sonst wohl nicht gelesen.

    WIBKE: stillen und lesen, wie geht denn das? Bewunderung ...Gerhart HAUPTMANN war dieser TAge auch schon ein Thema von mir, ich war hier in den Kammerspielen am Dienstag in der Premiere von VOR SONNENAUFGANG, war aber nicht der Superhit, obwohl JULIA JENTSCH (Sophie Scholl) mitspielt. Ich denke bei ihm gern an sein schönes Anwesen auf HIDDENSEE ...

    Sonst hatte ich das Vergnügen mit dem neuen Buch von DONNA LEON: Beweise, daß es böse ist ... na ja ... bei Danielas LESELUST haben wir schon drüber schwadroniert. Schwamm drüber, ich hab's gelesen, weil icheine Rezension drüber schreiben mußte ...muß man nicht gelesen haben.

    Grüße an alle
    Marion M



    Beitrag von Wolle; neu bei euch am Donnerstag, 2.Juni.2005, 00:35

    Hallo,
    Lebendiger Austausch über Bücher... verspricht eure Seite - dann bin ich ab heute dabei, falls niemand etwas dagegen hat.

    Gleich noch meine aktuelle Lektüre:
    Das Spinnennetz von Joseph Roth.
    Mein erstes Buch von Roth und ich bin einfach nur gespannt ob mich anschließend weitere Bücher von ihm locken werden.
    Ansonsten lese ich quer durch fast alle Sparten und habe dieses mich Nicht-festlegen bisher noch nicht bereut.

    Bücherwurmende Grüße
    Wolle



    Beitrag von Wibke am Mittwoch, 1.Juni.2005, 14:55

    Hallo Ihr Lieben,
    ja, mich gibt's auch noch *g*.
    Leider, leider fehlen mir momentan für viele Dinge die Zeit, bei Euch komme ich seit Wochen nur noch zum Querlesen.

    Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag an GERTIE und MARIA. Zwar kommen die guten Wünsche nachträglich, aber deshalb nicht weniger herzlich.

    Zwei RHB sind bei mir angekommen und zwar "Paul Temple und der Fall Curzo" und "Paul Temple und der Fall Margo".

    Zum Lesen komme ich momentan eigentlich nur beim Stillen. Und da geht es auch nur etwas mühsam, so daß ich jetzt schon seit 8 (!!) Wochen Gerhart Hauptmanns "Die großen Beichten" "bearbeite". Ein interessantes, aber auch manchmal mühsames Buch.

    Irgendwann davor habe ich von Wolfram Fleischhauer "Drei Minuten mit der Wirklichheit" gelesen. Das hat mir außerordentlich gut gefallen.

    Tja, mehr neues gibt's eigentlich nicht bei mir. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich hoffe auf mehr Lesezeit ab Herbst, dann geht unser Großer in den Kindergarten.

    Schönen Tag euch allen !

    Wibke



    Beitrag von BarbaraB am Mittwoch, 1.Juni.2005, 08:09

    ...gerade von einem Kurzurlaub aus dem wunderschönen Oberösterreich zurück, höre ich im Radio, daß aufgrund der schweren Gewitter in vielen Gemeinden " Land unter "ist...

    MARIA auch von mir die allerherzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag. Habe gerade ein großes Bund Maiglöckchen in die Vase gestellt - und das am 1. Juni. Sie duften und blühen immer noch wunderschön und ich schicke Dir eine große Portion davon über den Teich.

    Angeregt von dem Buch TRAUMFÄNGER von Bruce Chatwin habe ich in meinem SUB gewühlt und von ihm UTZ und AUF DEM SCHWARZEN BERG gelesen. Der Autor hat diesen wunderbar trockenen englischen Humor und eine sehr schöne Sprache.

    ELA von "Deiner" Bestenliste habe ich zwei Bücher entdeckt, die auf meinem SUB liegen: Die Erzählungen von KEILSON - mal sehen, ob ich mich bei der Hitze aufraffe...

    Gerade sehe ich - GERTIE hatte auch Geburtstag. Nachträglich alles, alles Gute!!!

    Die Sonne knallt schon wieder ganz toll und es ist richtig schön sommerlich - der Garten ist derzeit eine Augenweide.

    Liebe Grüße
    BarbaraB



    Beitrag von Chrissie am Montag, 30.Mai.2005, 19:27

    Liebe MARIA auch von mir die allerherzlichsten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag.

    Alles Liebe
    Chrissie



    Beitrag von Pat am Montag, 30.Mai.2005, 17:06

    Liebe MARIA !
    Alles Liebe, alles Gute und viel Glück zu Deinem Geburtstag!!!!
    Wenn wir heute Abend im Chor unser neues Geburtstagslied üben, werde ich es Dir widmen, vielleicht merkst du ja was....*g*.

    MAREJKE, DORIS ich bin mit FAMILIENLEBEN wieder ein stück weiter und es gefällt mir immer noch gut. Stilistisch sind sicher ihre assoziativen Sprünge und unvollständigen Sätze etwas gewöhnungsbedürftig, aber ihre Schilderungen der Familien-Diskussionen bis in die Feinheiten hinein wenn über Iphigenie diskutiert wird und gleichzeitig parallel immer die ´Frage mit läuft:. "was sagst du da über dich und mich, über unsere Beziehung, wenn du das so siehst" finde ich das sehr treffend, erinnert mich an meine Kindheit und vor allem an viele, viele andere Familien auch. Das gefällt mir besonders, dieser genaue Blick auf die Familie und ihre Kommunikations-Rituale. Nun das VERBORGENE WORT (das vielleicht auch mal ein VERLORENES *g* war), kenne ich noch nicht, deshalb werde ich euren Vergleich erst später nachvollziehen können jedenfalls lockt mich dieses Buch nochmal ein bisschen mehr, weil ihr die Verbindung hergestellt habt.....
    Viele herbstliche Grüße
    von
    pat, die die sonne zurück haben will...



    Beitrag von Daniela am Montag, 30.Mai.2005, 16:09
    Homepage: www.die-leselust.de

    Liebe Maria,
    auch von mir HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG, du Maienkind ;-)

    Dir Ruhe und Muße zu wünschen ist irgendwie... müßig *lach* das würdest du eigentlich ja wahrscheinlich gar nicht aushalten, also: auf ein wunderbares neues Jahr, mit vielen tollen Leseeindrücken!

    LG, Daniela



    Beitrag von Vandam am Montag, 30.Mai.2005, 14:49
    EMail: giora at gmx.de Homepage: www.tiergeschichten.de

    Geschäftlich bin ich über einen Autor gestolpert, von dem ich bis dato noch gar nix gehört hatte: Howard Roughan. Er schreibt Krimis, und ich glaube, eine nähere Beschäftigung mit seiner Arbeit lohnt sich. Auch privat.

    Ich lese gerade von ihm "A promise of a lie". Auf Deutsch heißt das dann DER DRAHTZIEHER.

    Story: Psychologe David Remler kriegt nachts einen Anruf von seiner neuen Patientin Samantha, sie habe soeben ihren Mann ermordet. Er vermutet, sie wolle Selbstmord begehen, schmeißt sich ins Taxi und fährt zu ihrem Haus. Die Haustür ist offen, der Hausherr liegt erstochen im Bett, von Frau und Kind keine Spur.

    Plötzlich steht die Polizei im Haus - David hat durch sein Eindringen den Alarm ausgelöst und steht unter Mordverdacht. Und jetzt kommt's: Die Frau des Ermordeten ist nicht die Dame, die seine Patientin war.

    Wer war seine geheimnisvolle Patientin? Warum hat sie sich als Samantha ausgegeben? Wo ist sie jetzt? Warum hat sie ihm den Mord angehängt? Was soll das alles?

    Ein hochbezahlter Rechtsanwalt soll ihn rauspauken. Als dieser mal zum Pinkeln geht, rechnet David aus, dass ihn allein dieser Klogang 33 Dollar gekostet hat ...

    Ich hab das Buch noch nicht durch, aber ich hörte, dass, immer wenn man glaubt, die Story sei zu Ende, noch ein Schlenker und noch eine Schweinerei kommt.

    Roughan scheint gut zu beobachten. Mir gefallen auch die schlagfertigen Wortspielereien, die kleinen Biestigkeiten und Lästereien. Das kommt so unverkrampft daher, das ist wohl authentisch und nicht nur ein Wesenszug, den der Autor seinem Helden andichtete.

    Gut, der Fall ist recht konstruiert, aber die Story dreht sich nun mal um einen von langer Hand vorbereiteten Mord.

    Ich werde den Autor auf jeden Fall im Auge behalten.



    Beitrag von Eva am Montag, 30.Mai.2005, 13:06

    MARIA, auch von mir die allerbesten Glückwünsche zum Geburtstag! Hoffentlich konntest du im Kreis deiner Lieben einen wunderschönen Tag verbringen!

    Sonnige Grüße aus OÖ, Eva



    Beitrag von Doris am Montag, 30.Mai.2005, 11:36

    MARIA: ALLES ALLES LIEBE zu deinem Geburtstag-

    VIOLA: Auch ich muss sagen, das mir die ROGGENKAMP überhaupt nicht gefiel. ULLA HAHN`S VERLORENES WORT dagegen hat mir außerordentlich gut gefallen.

    Liebe Grüsse in die Runde
    Doris



    Beitrag von Marejke am Montag, 30.Mai.2005, 11:16

    MARIA: ALLES LIEBE!!!
    ELA: Wow, was du alles gelesen hast... Ich komme im Moment überhaupt nicht zum lesen: Besuch, Besuch, Besuch, Arbeit und Kinder *hechel* Deswegen schlummert der PASCAL MERCIER derzeit auf meinem Nachttisch...schade!
    VIOLA, PAT: Ich war es, die die ROGGENKAMP ganz grässlich fand... kein Vergleich zum Beispiel zu ULLA HAHNs VERLORENEM WORT...
    Liegrü in die Runde, hier ist heute der Sommer anscheinend schon wieder vorbei
    Marejke



    Beitrag von viola am Sonntag, 29.Mai.2005, 21:53

    Für MARIA:

    Glück -Wünsche


    Dass du dir glückst

    Dass dir das Glück anderer glücke

    Dass durch dich
    Ein oder zwei Menschen
    Besser sich glücken

    Dass das Glück dich nicht blende
    Für das Unglück anderer

    Dass du dir glückst
    Auch im Unglück

    Dass eine Welt werde
    Wo zusammen mit dir
    Viele sich glücken können

    Kurt Marti



    Danke, GERTIE, dass du uns zum Glück immer die Geburtstage ins Gedächtnis rufst *G*



    Beitrag von gertie am Sonntag, 29.Mai.2005, 21:09

    hi ihr lieben,
    herzlichen dank für eure glückwünsche! ich bin grad zurück von meiner insel, hab meinen geburtstag bei kaiserwetter feiern können. mir wars schon fast zu heiss *g*.

    liebe MARIA - zum heutigen ehrentag meine herzlichsten glückwünsche, viel gesundheit, viel lesezeit und all das, was du dir sonst noch wünschen magst.
    lg
    gertie



    Beitrag von viola am Sonntag, 29.Mai.2005, 19:36

    PAT. mir hat "Familienleben" sehr gut gefallen - andere hier fanden dern Stil etwas gewöhnungsbedürftig, wenn ich mich recht erinnere....

    VALENTINA: nun hab ich die purpurnen Flüsse endlich durch ( werd mir in Zukunft öfters fremdsprachige Taschenbücher kaufen - das spart Geld... **G**) also: das Buch ist wirklich etwas anders in seinen Details als der Film: im Sarg des Mädchens lag z.B. kein Bild desselben sondern ein Haufen Knochenabfall usw. - der Film hat immer wieder die Strecke "abgekürzt" sozusagen - auch das Ende ist anders - nicht der Showdown auf dem Gletscher wie im Film - sondern der Kommissar wird auch noch ermordet und schwimmt mit der ebenfalls toten Schwester auf dem Fluss dahin......

    Aber der Kern ist derselbe: im Institut hatte man über Generationen Inzucht betrieben, und so gab es viele Erbkrankheiten, dies wurde nun perfide umgedreht: man hat im Krankenhaus Uni-Babies mit Landbevölkerungsbabies vertauscht und diese dann im heiratsfähigen Alter in der Bibliothek aneinander so zugeordnet gegenübergestetzt, dass man mit Heirat und dann erbgesunden, "höhergezüchteteten" Kindern gerechnet hat.
    Problem war nun, dass eine "Dorffrau" Zwillinge geboren hatte per Kaiserschnitt, man tauschte einen Zwilling gegen ein degeneriertes Uni-Baby, das man dann sterben ließ und sagte der Frau, nur eines ihrer Mädchen habe überlebt. Als die Mädchen 12 waren haben sie sich durch Zufall getroffen - und der Mutter wurde der Deal klar.... daraufhin versteckte sie ihr Kind und fingierte schließlich dessen Tod, es lebte aber als "Schattenkind" seiner Schwester weiter und wurde dann später zur Mörderin dieser Uni-Leute, die diese Babies vertauscht, getötet und "gezüchtet" hatten..... UFF - bißle kompliziert... aber hast du es jetzt verstanden?*G*



    Beitrag von Juli am Sonntag, 29.Mai.2005, 17:14
    EMail: NoKo1@sms.at

    Hi Leute !
    Ich hätte eine Frage . häTte irgendwer
    eine Zusammenfassung von Papillon - Henri Charrière ?

    bitte meldet euch . ihr würdet mir eine große hilfe sein !!

    Bussis juli



    Beitrag von Ela am Sonntag, 29.Mai.2005, 15:43

    hi nochmal. ich habe mal eine frage bzgl. eines kinderliedes/-gedichtes, das meine ma sucht.

    Kennt jemand "Klein Häschen wollt spazieren gehen"? Was ich im Internet finde, ist nicht ganz das, was meine Ma sucht, lt. ihr fehlt da noch was mit einem Vater, der böse guckt.

    Gefunden habe ich das hier:

    Klein Häschen wollt spazieren gehen, spazieren ganz allein,
    da hat`s das Bächlein nicht gesehn, und plumps viel es hinein.

    Das Bächlein floss dem Tale zu, dort wo die Mühle steht,
    und wo sich ohne Rast und Ruh das große Mühlrad dreht.

    Ganz langsam drehte sich das Rad, fest hielt's der kleine Has,
    und als er endlich oben war, sprang er vergnügt ins Gras.

    Dann läuft Klein Häschen schnell nach Haus, vorbei ist die Gefahr.
    Die Mutter schüttelt's Fell ihm aus, bis dass es trocken war.

    Verfasser unbekannt



    Beitrag von Ela am Sonntag, 29.Mai.2005, 15:34

    Endlich habe ich dank des langen Wochenendes im Süden der Republik mal wieder Zeit und Geduld aufgebracht, mich mit meinen gelesenen Büchern auseinanderzusetzen und kann auch mal wieder etwas anderes berichten als die SWR-Bestenliste :-)

    Ich habe mal wieder afrikanische und arabische Sachen aus dem Regal gezogen, wußte gar nicht, daß da noch so viel steht...

    HINTER UNS DER REGEN von Véronique TADJO.
    Eloka und Aimée lernen sich in Frankreich kennen, sie folgt ihm zurück in seine Heimat. Dort stellen sie im Laufe der Jahre fest, daß sie eigentlich gar nichts verbindet. Er bleibt regelmäßig für eine längere Zeit weg, sie kümmert sich um das Alltägliche. Trotzdem sind sie überzeugt, das „Andere“ leben zu können, nicht an ihren Unterschieden und dem Druck der Umgebung, des Lebens überhaupt zu zerbrechen.
    Was mich bei Der Schatten Gottes begeistert hat, Véronique Tadjos sprachlich vorsichtige Annäherung an das Grauen des Ruanda-Krieges, nervt mich bei diesem Buch. Alles nur andeuten, nichts richtig aus-/ansprechen, alles sprachlich „schweben“, um nicht zu sagen, der Versuch, es mystisch klingen zu lassen.
    Außerdem endet das Buch damit, daß „sie“, also die Frau, zu dem Mann kommt bzw. davon ausgegangen wird, um ihn zu befreien, aus seiner Lethargie zu reißen. Damit er, also sozusagen der bisher nicht freigesetzte Held, die Welt verändern kann. Auch die intellektuellen Afrikanerinnen sind im Selbstverständnis schon wesentlich weiter als „die starke, leidensfähige Frau im Hintergrund“.

    Ziemlich lange habe ich für CARYL PHILLIPS gebraucht. MARIA hat ihn glaube ich vor einiger Zeit auch erwähnt?. JENSEITS DES FLUSSES ist auch eine afrikanische Geschichte, eine Geschichte über Afrika, bzw. mehrere.
    Leider ist mir erst hinterher bewußt geworden, daß ich dem Buch nicht wirklich gerecht geworden bin, es in einem Rutsch hätte lesen sollen, um es wirklich zu begreifen. So hat es mich bis gegen Ende der 2. Geschichte eher verwirrt.
    Erzählt werden aus verschiedenen Perspektiven die Geschichten von Verschleppung und Vertreibung von Afrikanern, bzw. die sehr späten Nachwirkungen, bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts.
    Da gibt es das Schiffstagebuch des Kapitäns eines Sklavenschiffes, der mit neutraler Stimme von seinen Geschäften berichtet, oder die Geschichte einer Frau, die während des 2. Weltkrieges in England ein „GI-Baby“ bekommt, es auf Drängen „der Leute“ ins Waisenhaus gibt, und in ihrem späteren Leben, mit neuer Familie, mit ihrem Sohn und ihrer eigenen Geschichte nicht (mehr) umgehen kann.
    Empfehlung, aber man sollte, wie gesagt, dranbleiben.

    Und als letztes auf der Liste: ABDALRACHMAN MUNIF: SALZSTÄDTE
    Erster Teil einer 5bändigen Saga. Band 1 hat 550 S. mit extrem viel Personal. Entsprechend sehe ich noch nicht, daß die anderen 4 Bände auch in meinem Regal landen werden….
    Die Geschichte wurde schon Anfang/Mitte der 80er geschrieben, danach wurde dem Autor die saudi-arabische Staatsbürgerschaft entzogen. Logisch, wer die Wahrheit sagt, ist der Feind…
    Die Geschichte beginnt in einer Wüstenoase, die Besuch von bleichen, neugierigen Fremden bekommt. Die werden zwar etwas mißtrauisch beäugt, sonst aber unter „spinnert“ abgelegt. Nach einigen Jahren dann wird die Oase gnadenlos zerstört, die Quellen werden mit Sand zugeschüttet, damit den Bewohner für immer die Rückkehr unmöglich gemacht wird. Dann rücken die amerikanischen Ölfirmen an.
    Ein Teil der Männer kann in einem anderen Erdöl-Projekt an der Küste unterkommen, der Rest der Bewohner wird ohne Rücksicht auf Verluste ihrem Schicksal überlassen. Natürlich sind einige der Bewohner der Oase an der Vertreibung und den Bohrungen mit Schuld, aus Nichtbegreifen, Fortschrittsgläubigkeit oder Gier. Oder allem zusammen.
    Weiter geht die Geschichte dann hauptsächlich in der neu entstehenden Stadt an der Küste, mit kurzen Einschüben, die das Leben einiger Vertriebener an dem neuen Wohnort erzählen. Die jungen Männer dieser Familien wiederum suchen Arbeit in den neuen Ölstädten, weil es in den neuen Wohnorten nichts für sie gibt, nicht mal Landwirtschaft.
    Die Entwicklung der neuen Stadt an der Küste wird dann mit viel Personal, nicht anhand eines einzelnen Schicksals erzählt. Von der Zelt- über die Barackenstadt, dem Eintreffen der Amerikaner, die sich eine eigene Stadt bauen, mit Pools, Restaurant und allem drumherum, in die die Einheimischen natürlich keinen Fuß setzen dürfen.
    Auch in der neuen Stadt sind diejenigen, die in der Oase den Deal mitgetragen haben, wieder diejenigen, die versuchen, die Macht auszuüben. Nach und nach treffen jedoch auch Fremde mit Machtbestrebungen und Beziehungen ein, bisherige Strukturen zerbrechen. Aber es entwickelt sich so langsam auch wieder etwas wie ein Dorfleben, nicht nur ein eingezäuntes Arbeitslager.
    Der erste Teil endet damit, daß der ausschließlich an sich selbst interessierte Emir der Gegend, der sich zwischenzeitlich auch in dem Ort niedergelassen und von den Amerikanern ein Haus bekommen hat, dem Wahnsinn verfällt und den Ort verläßt.
    Mir persönlich ist das Ganze zu länglich, zu viel Personal etc., aber trotzdem wird sehr gut dargestellt, wie die Bewohner der Oasen – wahrscheinlich egal in welchem der „Ölstaaten“ – von den Entwicklungen überrollt, mit allen daraus entstehenden Problemen völlig allein gelassen wurden, die Angst und Verzweiflung vielleicht sogar erwünscht waren, um ein Aufbegehren, eine Gegenwehr zu verhindern.
    Aber selbst die Regierenden sind vor dem Einfluß der Moderne nicht geschützt, der Verstand des sowieso labilen Emirs zerbricht letztlich an den sogenannten Segnungen der Zivilisation, Radio und Telefon, von den Bewohnern des Ortes längst als wundersames Teufelszeug klassifiziert.
    Insgesamt ist es aber nicht nur eine Anklage gegen die Regierungen der Ölstaaten, sondern genauso gegen die Ölfirmen und den Westen insgesamt, ihr gleichgültiges, kolonialistisches Verhalten gegenüber der Bevölkerung und Natur der Gegenden, in denen Öl – überhaupt Rohstoffe - gefunden wird. Heute z.B. weiterhin gut zu beobachten bei der Ölförderung in Nigeria, dem Diamantabbau in Südafrika oder den Versuchen, in den Polgebieten Rohstoffe abzubauen.

    Das war´s für´s Erste, demnächst folgt noch ein Schwung :-)
    Schönen Sonntag noch!



    Beitrag von Pat am Samstag, 28.Mai.2005, 22:10

    Liebe GERTIE,
    auch hier nochmal mit ein wenig Verzögerung: Alles, alles Liebe zum Geburtstag!!!!!!
    Viel Glück und viele nette Begegnungen und viiieeeell von der leckeren besonderen Schokolade wünscht dir
    Pat

    ...und lesen tu ich zur Zeit auch ganz schön für meine Verhältnisse, da zahlt sich aus, dass ich das Thema "Gartenarbeit" für mich andgültig abgeschlossen habe und mich das enorm erleichtert **gg**
    Also ich las:
    DER SEITENSPRUNG von Karin ALVTEGEN (angeblich die Nichte (Großnichte?) von Astrid Lindgren. Ein ungemein spannender Psychothriller mit überraschendem Ende dazu psychologisch stimmige Figuren und ein origineller Plot mit starken Frauen.

    HECtORS REISE-oder die Suche nach dem Glück von LELORD, spach mich natürlcih besonders an, weil ich die Berufsprobleme gut verstehen konnt e *g*. Manchmal nervte mich der naive, kindlich Ton und der krampfhafte Versuch, die Dinge nicht beim Namen zu nennen, aber insgesamt tasächlich ein Buch, das gute Laune macht.

    und zur Zeit lese ich FAMILIENLEBEN von VIOLA ROGGENKAMP, die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie in den 60ern. Einerseits ist das die Zeit in der ich aufgewachsen bin und ich erkenne vieles aus dem Alltag wieder, andererseits faszinierend wie stark die Geschichte diese Familie prägt in vielen kleinen Ritualen (z. B. wenn die Mutter die Töchter nicht aus den augen lässt, aus Angst sie zu verlieren oder dass man sich zum abschied vielfach küssen muss, wer weiß ob/wann man sich wieder sieht).
    Also sehr unterschiedliche Lektüre,,, sorry, wenn ich hier olle-Kamellen aufwärmen sollte, ich hab die Diskussion aus dem vergangenen Jahr nicht so ganz verfolgt...
    Liebe Grüße an alle Lesenden von
    PAT



    Beitrag von viola am Freitag, 27.Mai.2005, 22:20

    GERTIE: auch von mir nachträglich die herzlichsten Glückwünsche!

    VALENTINE; bin immer noch an den purpurnen Flüssen, das Buch ist deutlich anders als der Film - entwickelt für mich sogar auf Französich einen Sog.... aber ich brauch halt doch einfach länger.....

    Und die andern - bei der Hitze in den Keller geflüchtet?????



    Beitrag von leseclauke am Mittwoch, 25.Mai.2005, 17:31

    Für alle Bücherwilligen: www.bookcrossers.de und www.bookcrossing.com



    Beitrag von Doris am Mittwoch, 25.Mai.2005, 15:18

    Danke, für euren Beistand. Die Prognose ist günstig meint mein Krankengymnast heute. Ich muss nur noch viel Geduld aufbringen und ansonsten üben, üben, üben....

    Gertie: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag und alles alles Gute für dein neues Lebensjahr!

    Doris



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 25.Mai.2005, 13:11

    Juni 2005

    1. (-) 64 Punkte

    JORGE EDWARDS: Der Ursprung der Welt
    Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Sabine Giersberg.
    Wagenbach Verlag,176 Seiten, Euro 17,50
    mittelschwere Lektüre

    Ein angesehener Arzt, Exilchilene, schöpft Verdacht:
    Wer stand Modell für das Aktfoto, das sein bester Freund
    gemacht hat? Die eigene, junge Ehefrau? Hatten die beiden
    ein Verhältnis? Der Ursprung der Kunst liegt in der Eifersucht.


    2. (-) 59 Punkte

    SAVINIEN CYRANO DE BERGERAC: Reise zum Mond und zur Sonne
    Zwei Romane. Aus dem Französischen von Wolfgang Tschöke.
    Eichborn.Berlin Verlag, 360 Seiten, Euro 22,90
    mittelschwere Lektüre

    Erstmals unzensiert und ungekürzt, frisch aus dem 17. Jahrhundert.
    Die phantastischen und phantasievollen Reiseromane des Dichters
    mit der langen Nase.


    3. (2.) 55 Punkte

    KARIN KERSTEN: Die Aufgeregten
    Ein Großstadtroman
    Verlag Klöpfer & Meyer, 270 Seiten, Euro 22,00
    leichte Lektüre

    "So hintergründig und witzig ist über den zweiten Lebensabschnitt
    selten geschrieben worden!" (Michael Krüger)


    4. - 5. (-) 45 Punkte

    GÜNTER DE BRUYN: Abseits
    Liebeserklärung an eine Landschaft
    S. Fischer Verlag, 192 Seiten, Euro 19,90
    leichte Lektüre

    "'Abseits' ist Günter de Bruyns Vorvermächtnis, eine störrische
    Preisgabe. Er hat die Landschaft gefunden, die ihm entspricht und
    hat sich nebenbei tatsächlich selbst porträtiert." (Verena Auffermann)


    4. - 5. (-) 45 Punkte

    JUAN CARLOS ONETTI: Leichensammler / Die Werft
    Gesammelte Werke, Band 3
    Romane. Aus dem Spanischen von Anneliese Botond / Curt Meyer-Clason.
    Suhrkamp Verlag, 548 Seiten, Euro 32,00
    mittelschwere Lektüre

    "Juan Carlos Onetti ist der Erfinder der modernen Literatur
    Lateinamerikas, und vielleicht hilft die neue Gesamtausgabe,
    ihn endlich durchzusetzen." (Helmut Böttiger)


    6. (10.-11.) 42 Punkte

    ÁLVARO MUTIS: Die Abenteuer und Irrfahrten des Gaviero Maqroll
    Sieben Romane. Aus dem Spanischen von Katharina Posada
    und Peter Schwaar.
    Unionsverlag, 832 Seiten, Euro 39,90
    leichte Lektüre

    "Álvaro Mutis' gesamtes Werk ist das eines Hellsehers,
    der genau weiß, dass wir das verlorene Paradies nicht wiederfinden
    werden." (Gabriel García Márquez)


    7. (-) 31 Punkte

    RUTH SCHWEIKERT: Ohio
    Roman. Ammann Verlag, 224 Seiten, Euro 18,90
    leichte Lektüre

    "Aber wie und womit hat es angefangen", fragt der erste Satz
    des Buches. - Das Ende jedenfalls ist sicher: ein Hotelzimmer
    in Durban, Beziehungskrise, Selbstmord.


    8. (-) 28 Punkte

    HANS KEILSON: Werke in zwei Bänden
    Romane und Erzählungen / Gedichte und Essays
    S. Fischer Verlag, Euro 64,90
    mittelschwere Lektüre

    Hans Keilson, 1909 in Bad Freienwalde geboren:
    1933 erscheint sein Roman "Das Leben geht weiter",
    1936 emigriert der jüdische Autor nach Holland,
    wo er bis heute lebt. Die literarische. Gesamtschau eines
    leisen Werkes, das dem lauten 20. Jahrhundert abgerungen ist.


    9. - 10. (-) 27 Punkte

    ANDREAS MAIER: Kirillow
    Roman. Suhrkamp Verlag, 348 Seiten, Euro 19,80
    mittelschwere Lektüre

    Ein Traktat über den Weltzustand: Linke Szene zwischen
    Eitelkeiten, Größenwahn und politischem Kampf gegen die
    Castor-Transporte; Revolution als Geschwätz und Gerede.
    Und dazwischen: Russen, schweigend.


    9. - 10. (-) 27 Punkte

    GUILLERMO ROSALES: Boarding Home
    Roman. Aus dem Spanischen von Christian Hansen.
    Suhrkamp Verlag, 110 Seiten, Euro 10,80
    leichte Lektüre

    "Außen am Haus stand 'Boarding Home', aber ich wusste,
    dass es mein Grab sein würde." Rosales: Anhänger von Castro,
    enttäuschter Exil-Kubaner; er wird schizophren und landet im
    Asyl für Obdachlose. Ein autobiographischer Roman, der im
    wirklichen Leben mit Selbstmord endet.


    Persönliche Empfehlung im Juni von Sibylle Cramer (Berlin)

    MATTHIAS CLAUDIUS übersetzt Platons Apologie des Sokrates
    Herausgegeben von Willi Winkler.
    Friedenauer Presse, 104 Seiten, Euro 14,50

    "Aufklärung und Tragödie verschränken sich in dem Schauspiel,
    das den Stifter der abendländischen Aufklärungen Sokrates vor
    den Schranken des Athener Gerichts zeigt. Den sicheren Tod vor
    Augen hält der Angeklagte eine Verteidigungsrede, die in der
    Sprache nüchternen Tiefsinns die Frage nach dem Verhältnis von
    Glauben und Wissen verhandelt und damit dem Philosophieren
    künftiger Generationen bis hin zu Sören Kierkegaard den Weg
    weist. Der Übersetzer stellt die reife Humanität des großen
    Griechen der Barbarei der eigenen Zeit entgegen. Die Französische
    Revolution musste nicht erst in die Phase des Terrors eintreten,
    um im Jahre 1789 das Weltbild des frommen Matthias Claudius zu
    erschüttern." (Sibylle Cramer)


    Die "Bestenliste" im Fernsehen:

    Literatur im Foyer mit Thea Dorn
    Freitag, 3. Juni um Mitternacht, SÜDWEST Fernsehen
    Sonntag, 5. Juni um 09.45 Uhr, 3sat
    Gäste: T.C. Boyle, Robert Misik, Uwe Tellkamp

    Freitag, 17. Juni um Mitternacht, SÜDWEST Fernsehen
    Sonntag, 19. Juni um 10.15 Uhr, 3sat
    Gäste: Götz Aly, Norbert Frei, Barbara Sichtermann, Andrea Kaiser

    Literatur im Foyer mit Martin Lüdke
    Freitag, 10. Juni um Mitternacht, SÜDWEST Fernsehen
    Gäste: Wilhelm Genazino, Marion Poschmann,
    Meike Fessmann, Tilman Spreckelsen

    Freitag, 24. Juni um Mitternacht, SÜDWEST Fernsehen
    Gäste: Marcel Reich-Ranicki, Elke Schmitter, Rüdiger Volhard



    Die "Bestenliste" im Hörfunk:

    VERANSTALTUNGSHINWEIS!!!
    27. Mai, 20 Uhr:
    Literarische Gesellschaft, PrinzMaxPalais, Karlstraße 10, Karlsruhe
    SWR2 Live-Diskussion zur SWR-Juni-Bestenliste mit Agnes Hüfner,
    Jens Jessen, Hubert Spiegel. Moderation: Elke Schmitter

    Sendung:
    SWR2/RadioART: Literatur
    Dienstag, 7. Juni um 21.03 Uhr



    Südwestrundfunk
    Fernsehen Kultur und Gesellschaft
    76522 Baden-Baden

    www.SWR.de/bestenliste

    copyright: SWR



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 25.Mai.2005, 11:57

    Herzlichen Glueckwunsch, liebe GERTIE!



    Beitrag von Margratulierend am Mittwoch, 25.Mai.2005, 11:03

    Nice to hör from you, MARIA!

    DIE GERTIE HAT GEBURTSTAG, TRALALLALALA
    DIE GERTIE HAT GEBURTSTAG, TRALALLALAA
    WIR WÜNSCHEN ALLES GUTE, TRALALALALA
    UND SO WEITER; TRALALALAALA



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 25.Mai.2005, 05:45

    FragMARI:
    Meinst du mich? :-)
    Antwort: Ich lese euch alle Tage. ;-) Nur selber ein bisserl schreibfaul. Traeum aber vom Leseherbst, hinterm Ofen geniessend, sozusagen. :-)

    Ihr Lieben, die ihr auch gelegentlich mal was nicht "versteht": wenn ihr wuesstest, wie oft ich meine Kinder frage, "so, worum ging es eigentlich?". Sie verstehen's naemlich immer (die Aepfel sind manchmal besser als der Baum, sozusagen *g*). Seit heute hat uebrigens Sohnemann sein Abitur in der Tasche. So schnell vergehen die Jahre.

    DORIS:
    Mein Mitgefuehl. Viel Glueck bei der Operation und schnelle Heilung.

    Lieben Gruss in die Runde,
    Maria




    Beitrag von viola am Dienstag, 24.Mai.2005, 22:36

    ach, MAREIKE, das tuuut mir aber gut, dass ich nicht allein so blöd bin... wo kann man denn so was nachlesen?????



    Beitrag von Marätselnd am Dienstag, 24.Mai.2005, 22:25

    VIOLA!!! Mir ging es genauso!!! Irgend etwas mit diesem Parkwächter war da wohl noch, aber ich habs auch nicht kapiert...
    Liegrü
    Mareike



    Beitrag von viola am Dienstag, 24.Mai.2005, 18:06

    VALENTINE: sobald ich es durchgelesen habe, sag ich dir Bescheid... nur französisch lesen dauer bei mir dann doch etwas länger... und grad schaff ich Garten und nicht an den Büchern...es ist so ein herrlicher Tag!!!!



    Beitrag von Vandam am Dienstag, 24.Mai.2005, 17:41
    EMail: giora at gmx.de Homepage: www.tiergeschichten.de

    Die purpurnen Flüsse habe ich auch schon mal gesehen und vergeblich auf einen alles erklärenden Schluss gewartet. Hab mich hinterher geärgert, dass ich meine Zeit mit so einem Eso-Mist verplempert habe. Ich hasse Filme und Bücher, bei denen ich am Schluss ratlos zurückbleibe und mich frage: "Wie jetzt? Was war *das* denn?!" Der Gatte macht sich's einfach und antwortet schnöde mit: "Ein Sch**ß."

    +++

    Ausgerechnet ich bin dazu verknackt ... äh ... ausersehen, was über den Papst zu schreiben. Damit ist klar, was ich in heut und morgen lese: Das Allernötigste über Papa-Ratzi, damit ich nicht ganz so im kurzen Hemd dastehe.

    Wie habe ich meinen Job früher nur ohne Internet geschafft?



    Beitrag von Valentine am Dienstag, 24.Mai.2005, 17:11

    VIOLA: Dafür hab ich das Ende der "purpurnen Flüsse" nicht verstanden *heul* ... dabei fand ich den Film so klasse! Wird das denn im Buch verständlicher?

    Das Dumme an Filmen ist ja oft, dass man um der Dauer willen vieles stark verkürzen muss. Mir geht seit zwei Tagen der Schluss im Kopf rum und ich verstehe ihn einfach nicht *kopfkratz*

    LG
    Valentine



    Beitrag von viola am Dienstag, 24.Mai.2005, 17:03

    na, manchmal braucht man einfach einen kleinen Tritt in den Allerwertesten... MARION M

    Danke für eure aufmunternden Verwünschungen des Diebes ***G**** hatte ich noch nie gehört....

    Nachdem ja jetzt Ferien sind, kann ich mir auch mal die Spätkrimis im Fernsehen anschauen - u.a. "Die pupurnen Flüsse" - dazu les ich jetzt das Buch auf französisch nach - das vereinfacht vieles....*G*

    Gestern hab ich so einen skandinavischen Thriller im Ersten gesehen "Die Tote am Fluß" - sauspannend - aber ich habe das Ende nicht verstanden!!! das macht mich ganz rappelig... könnte es damit zu tun haben, dass ich die Anfangsminuten verpasst hatte? Kann mir jemand weiterhelfen???



    Beitrag von MarionNRW am Dienstag, 24.Mai.2005, 14:44

    Doris, Du Ärmste, alles Gute für Dich!

    MarionM: Na gut, dann schreibe ich mal über meine Leseerlebnisse ...

    Gelesen habe ich Arnaldur INDRIDASON: Menschensöhne. Inhaltsbeschreibung von Amazon: Zwei kurz aufeinander folgende Todesfälle beschäftigen die Mordkommission Reykjaviks unter Kommissar Erlendur Sveinsson: Der pensionierte Lehrer Halldór Svavarsson stirbt in den Flammen, die sein kleines Holzhaus vernichtet haben. Dabei deuten alle Spuren darauf hin, dass er Opfer eines brutalen Mordes wurde. Etwa zur gleichen Zeit begeht der Patient einer Nervenklinik Selbstmord: Daníel, der sich seit mehr als fünfundzwanzig Jahren in psychiatrischer Behandlung befand, war ein ehemaliger Schüler Svavarssons.

    In Menschensöhne ermittelt der isländische Kommissar Erlendur Sveinsson in seinem ersten Fall, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Wie beide Todesfälle zusammenhängen und wie es zu erklären ist, dass fast alle Schüler einer früheren Klasse Svavarssons unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sind, darauf stößt der Polizist erst durch die Hilfe von Pálmi, dem Bruder von Daníel. Doch Pálmi sucht gleichzeitig auf eigene Faust nach den Hintergründen und Hintermännern der mysteriösen Geschichte und begibt sich damit in große Gefahr ...

    Mir hat es gut gefallen, das Ende hätte ich vielleicht etwas anders geschrieben das kam nicht ganz so glaubwürdig rüber, aber im Großen und Ganzen gute Krimiunterhaltung. Zeitlich liegt dieses Buch noch vor all den anderen Erlendur-Krimis, ist also quasi das erste, das man lesen sollte.

    Danach: Severin und Schmidt: Spaghetti im Rohbau, ein Buch, das ich über Buchticket ergattert habe. Amazon: ""Ordine della demolizione". Das Papier, auf gut Deutsch "Abrissbefehl", mit dem der Carabiniere wedelte, löste in Sven und Susanne sofortige Selbstmordgedanken aus. Ihr Traumhaus, das sie nicht hätten bauen dürfen, war bis auf die Außenmauern angewachsen. Nun kreiste die Abrissbirne über ihnen. Einfach drauflos bauen, hatten Nachbarn und Freunde beruhigend versichert. Schließlich hatten alle hier im Stil des "Abusivismus" gebaut, was in Italien schlicht und einfach bedeutete, dass Baugenehmigungen niemanden scherten. Pech für das deutsche Pärchen - ihr Traum vom italienischen Eigenheim schien geplatzt. Dann jedoch lief die Nachbarschaftshilfe auf Italienisch an!" - Las sich auch sehr gut, wunderbar die eingestreuten Pastarezepte! Ich habe beim Lesen direkt Hunger gekriegt... Humorvoll geschrieben, nicht ganz so witzig wie 'Maria, es schmeckt ihm nicht', aber doch so in der Art.

    Dann habe ich noch Hannu Raittila: 'Canal Grande' gelesen, MarionM, du hast ja ausführlich darüber berichtet, aber so richtig ist der Funke bei mir nicht übergesprungen, manches war witzig und ich habe gelacht, manches war auch einfach nur doof oder abgenutzt. Vielleicht sollte man das Buch im Februar lesen, die Jahreszeit, in der es auch spielt. Zum Schluss war es mir herzlich egal, ob Venedig absäuft oder nicht.

    Allen eine schöne Rest-Woche, gottseidank ist sie ja kürzer als gewohnt...

    MarionNRW



    Beitrag von Stephan am Dienstag, 24.Mai.2005, 13:57
    EMail: tranefan@web.de

    Ich lese gerade "Die Schule der Dummen"von Sacha Sokolow. Schauplatz der Handlung ist die UdSSR der60er oder 70er Jahre.Ich-Erzaehler ist ein Schueler einer Sonderschule der schizophren ist weswegen man nicht immer genau weissß welche seiner beiden Persoenlichkeiten gerade spricht. Das restliche Personal des Buches hat mal diesen, mal jenen Beruf und mit der Zeit nimmt es der Held auch nicht so genau so daß er gelegentlich mit Leuten spricht die eigentlich schon tot sind. Wenn man nicht unbedingt Wert auf eine nacherzaehlbare Geschichte legt ist es ein grossartiges Buch - glaenzend geschrieben und teilweise sehr komisch.

    Was die Politik betrifft - endlich Licht am Ende des rotzgruenen Tunnels. Von Pseudopolitikern wie z.B. Claudia Roth mit ihrer gefuehlsduseligen Art habe ich die Schnauze ziemlich voll



    Beitrag von Maripley am Dienstag, 24.Mai.2005, 12:47

    Ja, ich komme auch gerade kaum zum lesen. Habe nur quer und diagonal RIPLEYS GAME von PATRICIA HIGHSMITH gelesen und weiss jetzt, warum meine Mutter alles von ihr gelesen und geliebt hat, nur die RIPLEY-Bücher nicht. Ist mir zuviel Gemetzel und sinnloses Geschlachte. Vielleicht sind die ersten RIPLEY-Bücher besser (dies ist der dritte oder vierte Band, glaube ich)? Was denkt Ihr? Ich habe ansonsten richtig Lust, die neue Diogenes-Werkausgabe nach und nach zu kaufen und wieder zu lesen, obwohl ich alle Highsmiths (noch in der gelb-schwarzen Diogenes-Ausgabe) viele Male gelesen habe...
    Liebe Grüße
    Maripley

    WO IST EIGENTLICH MARIAAAAAAAAAAAAAAA?????????

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