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    Beitrag von Maria am Samstag, 8.Oktober.2005, 22:42
    EMail: Lynn Freed's "Reading, Writing, and Leaving Home" Homepage: www.nytimes.com/2005/10/09/books/review/09brubach.html

    READING, WRITING, AND LEAVING HOME
    Life on the Page.
    By Lynn Freed.
    Illustrated. 237 pp. Harcourt.

    New York Times Book Review

    'Reading, Writing, and Leaving Home': Practice, Practice, Practice
    By HOLLY BRUBACH

    "READING books about writing is, in my experience, like reading books about sex: I'd rather be doing it. The telescoping of all life to a single activity, the ruminations on technique, the author's private epiphanies tend to make me restless. And often bored, since the caliber of most writing about writing is, oddly enough, rather low. Lynn Freed's "Reading, Writing, and Leaving Home" is the welcome exception - a wry, lively series of essays ...... "



    Beitrag von Maria am Samstag, 8.Oktober.2005, 22:37
    EMail: Orhan PAMUK; Das Neue Leben Homepage: Der erste Satz


    Erstes Kapitel

    Aus der bei Fischer erschienen Tb-Ausgabe:

    "Eines Tages las ich ein Buch, und mein ganzes Leben veraenderte sich".

    (Die tuerkische Originalausgabe erschien 1994, die deutschsprachige Ausgabe 1998 im Carl Hanser Verlag).



    Beitrag von INGE am Samstag, 8.Oktober.2005, 20:11

    DIRK, CHRISSIE - den Eingangssatz von "Das neue Leben" habt Ihr uns aber immer noch nicht verraten!
    schönen Sonntag wünscht Inge



    Beitrag von Dirk am Samstag, 8.Oktober.2005, 19:56
    Homepage: Dragan Velikic

    Eben habe ich folgende wunderbare Sätze gelesen, manch eine wird sie vielleicht schon kennen. Und von diesem Schriftsteller hatte ich bisher noch nichts gehört. Aber im Buchhandel ist der Name durchaus zu finden, und die Rez im Netz hören sich sehr gut an. Mal schauen.
    Aber ich will mich jetzt erst doch einmal an Pamuk heranmachen. Heute Nachmittag Radtour bei herrlichstem Herbstwetter, und immer schwirrten Sätze wie 'Mein Name ist Rot', 'Ein neues Leben' oder Schnee durch den Hinterkopf. Und dann dieser erste Satz, der ist ja so raffiniert, erinnert mich irgendwie an den Romananfang von 'Wenn ein Reisender in der Winternacht', wo der Leser sich ja auch mitten im Buch wiederfindet. Raffinierter kann mans ja wohl kaum machen.
    Schönen Abend, und jetzt endlich das Zitat:
    'Bücher sind wie Städte. Einige sehen wir nur einmal, und wir verspüren nicht den Wunsch, erneut dorthin zu kommen. Und in andere Städte kehren wir immerfort zurück. Nicht nur, daß wir zurückkehren, wir würden uns gerne in diesen Städten ansiedeln, unseren Alltag gerade hier erleben."
    Dragan Velikic



    Beitrag von Chrissie am Samstag, 8.Oktober.2005, 10:09

    MARTINE: das mit dem "herumbekommen" habe ich nicht so ernst gemeint.
    Nun habe ich eure wunderbare Diskussion über hist. Bücher bis auf Kleinigkeiten durchgelesen. Ich möchte schon sagen "Hut ab", es war eine tolle Diskussion, die auch sogar noch ein wenig lehrreich war.
    Ich möchte noch kurz hinzufügen, dass ich doch eine Phase hatte, wo ich hist. Romane las (zwar nicht Dunnett, die war mir damals unbekannt).
    Du erwähntest auch, dass eigentlich nicht die Wahrheit das Kriterium sein sollte, wenn wir hist. Romane lesen, sondern ausschlagendgebend sollte die Qualität sein. Das würde ich auch meinen, denn was im Roman wahrheitsgemäß oder Dichterfreiheit ist, läßt sich fast immer nachprüfen und gilt ja auch für alle Literaturgattungen.
    Und jetzt gestehe ich auch noch eine ganz klitzekleine Liebe zur Historie, nämlich alles rund um die Habsburger (hier habe ich eine kleine Auswahl, aber es sind fast nur Sachbücher).
    Liebe Grüße aus Wien
    Chrissie



    Beitrag von Martine am Samstag, 8.Oktober.2005, 00:38

    @ CHRISSIE
    Ja, sie liest Dunnett. Und bis jetzt gefällt es ihr sehr gut.
    Aber eigenlich ging es nicht so sehr um das herumbekommen. Die lange und wunderbar anregende Diskussion haben wir geführt, um herauszubekommen was uns an historischen Romanen gefällt/ nicht gefällt. Oder warum man sie lesen sollte /nicht lesen sollte.
    Das war viel spannender die Meinung der anderen zu hören, als nun jemand zu etwas herumzubekommen.

    Schließlich sollte Lesen auch so etwas wie *entdecken* sein. Und da wäre es doch schade wenn es nur an ein, zwei schlechten Büchern läge, daß man sich eine Entdeckung vorenthält.

    Wenn man jedoch der Meinung ist, das wäre nun wirklich nix für einen, dann könnte ich mir ja lang den Mund fusselig reden. So aber war die Diskussion auch für mich höchst spannend, weil ich in deren Verlauf nochmal auf ganz neue Art meine Gedanken zu diesem Genre ordnen konnte.

    Ich wünsch dir jedenfalls Spaß bei den Häppchen...;-))

    Und frag doch Petra einfach selbst, was sie davon hält...

    Gruß zur Nacht.

    Martine



    Beitrag von Chrissie am Freitag, 7.Oktober.2005, 20:06

    Dirk: da muß ich ja schmunzeln, da dieser Eingangssatz in "Das Neue Leben" sicher auch uns sehr beeinflußt hat in der Wahl des Buches und wir haben es nicht bereut.
    BarbaraPia: ich habe noch ein Buch von PAMUK zu Hause liegen "Das schwarze Buch" (eine kriminalistische Handlung zieht den Leser in das dichte erzählte Netz, in dem sich vor allem der Istanbuler Anwalt Galip verstrickt).
    Ich möchte dieses Buch bald lesen und hier hat mich "kriminalistisch" richtiggehend angezogen.

    Silver: Herzlich willkommen.

    Martine: ich lese mich häppchenweise durch deine Beiträge mit Petra, willst du mir verraten, hast du Petra bereits herumbekommen? Liest sie schon eifrig Dunnet?

    Momentan habe ich mich im "Schattn des Windes" festgelesen. Ein schönes Buch.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich euch
    Chrissie



    Beitrag von Dirk am Freitag, 7.Oktober.2005, 15:41

    MARIA: Buch unterwegs gen A
    CHRISSY und BARBARAPIA: Ihr macht ja absolut Lust, Pamuk zu entdecken. Und der Eingangssatz aus dem 'Neuen Leben' ist ja wohl einer der besten Anfangssätze für Buch und Leser überhaupt.

    Zwischenzeitlich ist auch hier schönstes Herbstwetter. Netz steckt an :-)
    Daher schicke ich auf diesem Weg mein allerliebstes Herbstgedicht überhaupt. Es ist auch so knüllerkurz:
    Hilde Domin hat es geschrieben und natürlich Herbst genannt:

    Es knospt
    unter den Blättern
    das nennen sie Herbst

    Ja,in dem Sinne, schönes Wochenende, in den Blättern oder zwischen den Seiten
    Dirk



    Beitrag von BarbaraPia am Freitag, 7.Oktober.2005, 15:26

    CHRISSY: mir geht es mit Pamuk momentan ähnlich. Das Buch wird immer leichter zu lesen. Ich sehe mich schon am Wochenende trotz schönen Wetters in der Leseecke verschwinden!

    Barbara



    Beitrag von Maria am Freitag, 7.Oktober.2005, 15:18
    Homepage: Herzlich wikllkommen, SILVER! :-)

    Verklärter Herbst

    Gewaltig endet so das Jahr
    Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
    Rund schweigen Wälder wunderbar
    Und sind des Einsamen Gefährten.

    Da sagt der Landmann: Es ist gut.
    Ihr Abendglocken lang und leise
    Gebt noch zum Ende frohen Mut.
    Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

    Es ist der Liebe milde Zeit.
    Im Kahn den blauen Fluß hinunter
    Wie schön sich Bild an Bildchen reiht -
    Das geht in Ruh und Schweigen unter.

    Georg Trakl


    P.S.:
    Mir passiert es jetzt immer oefter, dass ich einen Beitrag abschicke, dieser jedoch nicht "ankommt". Spielt hier mein Schlepptop verrueckt oder ist euch dieses Missgeschick auch schon passiert? Liebgruss, Maria



    Beitrag von silver - eine Lesebegeisterte mehr am Freitag, 7.Oktober.2005, 13:29

    Hallo,
    ich möchte mich Marias Herbstgefühlen anschließen und den folgenden Spruch (heute in der Tageszeitung entdeckt) hinzufügen:


    "Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein."
    - Hugo von Holmannsthal; österr. Lyriker

    ...wenn das keine Lust auf einen `goldenen Oktober-Waldspaziergang` macht ;-) ...


    Und da hier ja die lieben Bücher im Vordergrund stehen sollten, gleich meine zuletzt gelesene Lektüre: DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY von Oscar Wilde. Auf Grund einer Empfehlung endlich gelesen und obwohl ich mich diesem Klassiker mit großen Bedenken genähert habe, bin ich nun restlos begeistert ...und zugleich erstaunt wie viel Persönlichkeit Wildes in den einzelnen Figuren steckt (Jaaa, habe nicht nur das Nachwort verschlungen, sondern auch eine ausgiebige web-Recherche hintendran gehangen).

    Als nächster Lesestoff wartet Diana Gabaldons erster Schinken FEUER UND STEIN auf mich. Hat mich bisher so gar nicht locken können, aber eine Kollegin hat mich kurzerhand mit ihrer Wälzerausgabe konfrontiert und nun muss ich wohl da durch ;-).

    Ich hoffe, dass eure web-Gemeinschaft noch eine Lesebegeisterte mehr verkraftet und mein Einzug nicht zu überrumpelnd war ;-).

    Schönes Wochenende euch allen!!!
    Gruß
    silver,
    die schon lange euer `Treiben` mit Begeisterung verfolgt *g*



    Beitrag von MAnni am Freitag, 7.Oktober.2005, 12:49
    EMail: janvermeer@online.de

    Hallo! ich hätte mal eine Frage an alle Bücherexperten!
    und zwar haeb ich bei mir zu hause einen "SUB" liegen von etwa 1000 (ungelogen) Büchern liegen die ich gerne loswerden würde.
    ich weiß nur nicht welche dieser bücher wertvoll sind, diese sind nämlich nicht selten bis 1940
    zurückzuführen!!!
    erbitte schnelle antwort!
    Danke, Manni



    Beitrag von BarbaraB am Freitag, 7.Oktober.2005, 12:15

    ...danke CHRISSIE - mein SUB wächst derzeit ernorm!!!

    Schönes sonniges Wochenende

    BarbaraB




    Beitrag von Maria am Freitag, 7.Oktober.2005, 11:48
    EMail: Liciniana@yahoo.com


    Ich freue mich, DIRK!


    So ein schoener Herbsttag hier, dass mich die Lust ueberkommt, dies Gedicht noch einmal mit euch zu teilen:


    Nachsommer

    Hinter den Glaesern
    mit "Sturm",
    den kleinen
    vergitterten Fenstern
    die Rosen
    mit glaenzenden Faeden.

    (Franz Weinzettl)


    Euch auch so wunderbare Tage,
    herzlich,
    Maria



    Beitrag von Dirk am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 16:38
    EMail: dsteinfort@bo.drs.de

    MARIA: Du mailst, ich schicke - und das Nichtlesen kann beginnen :-))



    Beitrag von Chrissie am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 16:27



    BarbaraPia: das hier habe ich in meinem Lesetagebuch zu PAMUKS "Das Neue Leben" notiert.

    «Eines Tages las ich ein Buch, und mein ganzes Leben veränderte sich.» Mit diesem lapidaren Satz, einer Art Erleuchtung, beginnt der Roman, übrigens das dritte auf deutsch erschienene Werk Pamuks.
    Osman, der Protagonist und Ich-Erzähler, macht sich auf den Weg und folgt der Spur des «Buches», die ihn zunächst zur engelsgleichen Mitstudentin Canan und zu deren Freund Mehmet führt, die das «Buch» ebenfalls gelesen haben.
    Es folgen Autobusreisen durch ganz Anatolien, aus Istanbul kommend, verläßt er den östlichsten Zipfel der westlichen Welt und taucht in den Orient ein. Nicht nur die Landschaft ändert sich, er erlebt eine ursprüngliche Türkei. Osman sieht den Unterschied aus noch anatolischer Tradition und dem heranziehenden „Konsum-Westen“.
    Erst folgt Canan Mehmet , dann Osman Canan; nachdem er sie gefunden hat, folgt er wiederum Mehmet,
    Osman kehrt schliesslich, aller Illusionen beraubt, in ein bürgerlich-städtisches Leben zurück (er heiratet und hat dann eine Tochter), bis er dann noch einmal, nach vielen Jahren, aufbricht, um den Mann zu suchen, der einst Bonbons mit dem Aufdruck «Das neue Leben» mit dem Abbild eines Engels herstellte. Er findet ihn in einem altertümlich anmutenden, abgelegenen Dorf, wo er der alles überschwemmenden Warenflut der «entseelten Dinge» entkommen ist. Allerdings ist er erblindet und offensichtlich nur als Blinder imstande, sich dem Terror des Konsums in einer immer stärker entfremdeten Welt zu entziehen.
    Ich habe versucht, eine kleine Zusammenfassung des Buches wiederzugeben, aber es scheint mir fast unmöglich dem Buch gerecht zu werden. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten ins Buch reinzukommen und fand es sogar ein klein wenig fad, aber nach den ersten ca. 70 Seiten wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Man könnte diesen Roman ja ganz einfach als „sogen. Roadmovie“ und Liebesgeschichte lesen, aber in diesem Buch steckt so furchtbar viel mehr, (Unterschied alte traditionelle Türkei mit der modernen). Wirklich guter Stil, schöne Sprache und detailgetreue wunderbare Milieuschilderungen.
    Liebe Grüße
    Chrissie



    Beitrag von Maria am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 15:50
    Homepage: f13.parsimony.net/forum21186/messages/23148.htm

    DIRK:
    Darf ich bitten?

    Im Raetselsalon war mal Ross KINGs "Labyrinth" Gegenstand eines Raetsels. Lege oben den Link.

    Habe dem Nachmittag ein gutes Stuendchen gestohlen und mich von Monsieur in den Garten des Dommayer Cafes einladen lassen. Eine Melange und Maronitoertchen cum herrliches Wetter samt Blick auf bluehende Rosen, was wuenschte man mehr fuer einen Oktobertag? (http://dommayer.at/indexd.htm, bieten zwar Musik aber anscheinend kein Bild vom schoenen grossen Garten hinterm Haus).

    MARTINE:
    So viel schon in den Regalen, regelmaessig Neues dazu. Wo bitte krieg ich mehr Lesezeit her?

    Lieben Gruss,
    Maria



    Beitrag von Martine am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 14:50

    @CHRISSIE

    Soso, du liest keine historischen Romane?
    Ich will dir ja nicht widersprechen... aber... *ggg ...
    ... guck mal hier, hier haben wir einen Fall wo sich *Saulusine zu Pauline* wandelte;-))

    Ich hoffe Petra nimmt es mir nicht krumm....
    http://f1.parsimony.net/forum801/messages/17009.htm

    Aber Vorsicht sehr lange, sehr angeregte und wilde Diskussion.

    zu PAMUK: sehr zu empfehlen ist auch von ihm *Rot ist mein Name*. Ein schwieriger Einstieg, wenn man durchhält wid man belohnt mit einer sehr interessante Materie, (Zentralperspektive in der europäischen Malerei und ihr Fehlen in der orientalischen Kunst) und wunderbarer Stimmung.


    @DIRK: Na da warten wir ja gespannt auf deine Meinung zum Labyrinth. Mir hat es sehr gut gefallen, nicht nur wegen der Anklänge an die Literatur des 17ten und frühen 18ten Jh.
    Es ist auch ein Buch für Büchernarren!

    Zu DUNNETT: Mehr Mantel und Degen und klassischer Abenteuerromen ist Lymond, mehr breite (aber nicht langweilige!) Erzählung und Zeitpanorama ist Niccolò. Möglicherweise hast du ein Faible für die Italienische Renaissance, dann zuerst Niccolo, oder vielleicht eine Ader für wildromantische "Zorro"-Aktionen, dann zuerst Lymond.

    Beide sind Stoff für viele lange und ausgiebige Winterleseabende.
    Schau doch einfach im Forum auf der Dunnett-Website vorbei und laß dich beraten. Neue Opfer sind immer willkommen:-))
    Gruß Martine


    Martine




    Beitrag von BarbaraB am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 12:36

    ...ja, CHRISSIE schreib bitte etwas über DAS NEUE LEBEN von Pamuk. Habe vor kurzem ein Interessantes Gespräch über den Autor im Radio gehört!

    In einem Rutsch, bei erkalteter Heizung (die schaltet sich um Mitternacht automatisch ab) aber in dicke Decken eingehüllt und mit viel heißem Tee versorgt, habe ich HP VI gelesen und mich sehr gut unterhalten. Das Buch ist dünner, und sorgfältiger gebunden, scheint mir. Die Handlung ist nicht mehr ganz zu spannend, dafür aber auch nicht mehr so grausam. Der neue Erzählstil bewirkt fast, daß man das es auch einzeln lesen kann.

    Liebe Grüße
    BarbaraB





    Beitrag von Dirk am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 10:38

    MARTINE Du kannst wirklich große Lust machen, mann weiß gar nicht, welche Saga hier zuerst dann begonnen werden soll. Werde mal in Buchladen und Bibliothek hineinlesen. Und auf deiner Seite schmökern :-)

    MARTINE&MARIA Das Labyrinth habe ich tatsächlich gestern noch bestellt, vielleicht kommts zum Wochenende, scheint ja wirklich ein Knüller zu sein.

    ALLE: Amüsant fand ich bei Heidenreich am Dienstag auch ihre Hinweise über Bibliomanie und die Bücher über das Lesen. Dabei nannte sie auch das kleine Büchlein mit dem unmöglichen titel 'Endlich Nichtleser'. (Sie warf es dann verächtlich auf den Tisch, denn dafür könne sie in ihrer Sendung natürlich nicht werben... :-)
    Jedenfalls habe ichs hier liegen, habs gelesen und fands passagenweise recht amüsant. Wer mag, kann sich melden und ich schicks zu. (Blödes Familienabkommen, erst Buch aus dem Haus, dann Buch ins Haus...) Also, will jemand?
    Herzlich
    Dirk



    Beitrag von Doris am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 09:06

    Klaro CAT erinnere ich mich noch an dich! Ich hoffe, es geht dir gut!

    GABI (stille Mitleserin ;-) ) ganz lieben Dank für das wunderschöne und sehr traurige Hörbuch von der ERIKA PLUHAR MELISA (die authentische Geschichte einer Frauenfreundschaft). Ich habe es mir bereits angehört, und mir kamen die Tränen. Du hast mir mit diesem Hörbuch eine sehr grosse Freude gemacht! Ich oute mich hiermit zur ERIKA PLUHAR Verehrerin, nachdem ihr letztes Buch REICH DER VERLUSTE mit Sicherheit zu meinem Nr. 1 Buch 2005 werden wird! Nun habe ich gerade günstig ihr Buch "Verzeihen sie, ist das hier schon die Endstation?" erworben. Ich habe das Buch schon vor Jahren mit grossem Interesse gelesen und freue mich nun darauf es wieder zu entdecken.

    Wer von euch geht dieses Jahr den auf die Buchmesse? Ich treffe mich dort Freitags mit VAL (Hallöle!) und freue mich schon sehr darauf.

    Lesemässig amüsiere ich mich gerade sehr mit ANTONIO IM WUNDERLAND, dem Nachfolgebuch von MARIA; IHM SCHMECKTS NICHT. Kein Buch mit besonderem Anspruch, aber eines, das die grauen Herbsttage ein wenig zu erhellen vermag. Zuvor habe ich eine wunderbar altmodische und warmherzige Liebesgeschichte gelesen: AUGUSTA von GAIL ANDERSON DARGATZ.

    Liebe Grüsse
    Doris



    Beitrag von Chrissie am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 09:02

    BarbaraPia: ich wäre sehr gespannt auf dein Urteil zu PAMUKS Buch, da ich vor kurzem (in unserem Lesekreis) "Das neue Leben" von PAMUK gelesen habe und mir hat es doch recht gut gefallen. Schreibe gern mehr dazu, falls es jemanden interessiert.

    CAT(Z): aber JA!

    LESEN. mir hat die Sendung wieder sehr gut gefallen, aber ich mag ja auch die Elke Heidenreich. Ich habe auch von ihr das Buch: Elke Heidenreich - "Wörter aus 30 Jahren" (30 Jahre Bücher, Menschen und Ereignisse). Beim Lesen höre ich sogar ihre Stimme.

    ROSS KING "Das Labyrinth der Welt" - ein Buch aus meiner Liste "immerwährende Lieblinge".

    Gelesen habe ich Nick HORNBY: "Mein Leben als Leser" Hornbys vielbeachtete Kolumne in der amerikanischen Literaturzeitschrift The Believer über die Bücher, die er liebt, die er hasst, die haargenau auf sein Leben passen und die ihm rein gar nichts sagen. Er ist in UK und USA der ultimative Ratgeber in allen Bücherfragen. Hornby animiert zum Kauf mancher Bücher.
    Ich konnte mich zurückhalten, da er viele englischsprachige Titel erwähnt, die ich nicht kenne. Man erfährt auch ein wenig von seinem Leben. Ein wirklich nettes Buch.

    Gehört habe ich die CD "Wozu Lesen" ein literarisches Streitgespräch zw. Heidenreich und Reich-Ranicki. Beide debattieren leidenschaftlich und anekdotenhaft über Lust und Frust des Lesens.
    Ich habe mich dabei bestens unterhalten.
    MARTINE: es gefällt mir, wie du so leidenschaftlich über DUNETT sprichst, habe auch deine schöne Seite schon besucht. Aber auch ich bin eigentlich kein Leser historischer Romane.



    Beitrag von Maria an Catz: Ja! am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 08:16



    Beitrag von BarbaraPia am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 07:54

    Huch, da muß ich einiges Nachlesen!
    Maria, Martine: Danke für eure Tipps. Da finde ich bestimmt etwas.

    Momentan lese ich "Rot ist mein Name" von Orhan Pamuk. Es ist am Anfang etwas schwer, sich einzulesen, da viele kulturellen Zusammenhänge hier nicht so existieren.

    Enttäuscht hat mich der 7. Fall von Brunetti in Donna Leons "Beweise, dass es böse ist". Ich fand den Fall langweilig und war auch von der Sprache enttäuscht.

    Bis bald
    Barbara



    Beitrag von catz am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 07:29

    und im weiterhuschen - gruss an alle, die sich vielleicht noch an mich erinnern...

    *huschundweg*



    Beitrag von catz am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 07:28
    EMail: kamikatze30-box@yahoo.com

    - MARIA - MARIA - MARIA - MARIA - MARIA -


    gilt deine alte aol-addy noch ?


    fragt sich und dich das
    catz =^..^=



    Beitrag von Martine am Donnerstag, 6.Oktober.2005, 00:13

    @DIRK und MARIA
    ROSS KING: Gelesen hab ich von ihm bis jetzt nur *Labyrinth, Die *Kuppel liegt hier noch (*ggg) und wartet darauf, daß ich sie lese. Hab aber zur Zeit leider nur Zeit für Pflicht, nicht für Kür.;-(Und Pflicht ist zwar auch ganz nett, aber nicht so recht was für die große Runde.
    Deshalb Geduld. Wenn es so gut ist wie Labyrinth, dann ist es schon sehr gut!;-))

    DIRK@DUNNETT: Also es gibt, wenn dich das mehr interessiert auch noch weitere Bücher von DD, die wirklich unter den historischen Romanen die Queen ist, nicht nur von der Recherche her, sondern auch vom Stil, vom literarischen Anspruch und von der Entwicklung ihrer Handlung und der Personen.

    Möglicherweise magst du ja lieber das 15te Jahrhundert, Brügge, der Handel mit Florenz, Italien und die Renaissance, die Kriege zwischen den Osmanen und den Byzantinern in Kleinasien, Venedigs Intrigen auf Zypern, Abenteuer unter portugiesischen Piraten an der afrikanischen Küste, Sandstürme in der Sahara, alte Bücher in Timbuktu.... etc...

    Dann hol dir die Niccolòs, aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. Die kommen übrigens nun bald bei Klett-Cotta neu raus. ...

    So und nun nix wie weg... genug Unheil angerichtet;-))

    @MARIA: Give Dunnett a try, - Really! As good as King.... ;-)

    Martine



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 5.Oktober.2005, 23:13
    EMail: Ross King, Die Kuppel von Florenz Homepage: snipurl.com/i6ta

    DIRK:
    Darf ich noch Ross KINGS "Die Kuppel von Florenz" nachschieben? Obiger Link fuehrt zu amazon (vorsichtshalber bei snipurl gekuerzt, damit Gertie *g* .... apropos: Wo bist du?). Ich haette sein Buch ueber die Schaffung von Michelangelos Fresken am liebsten in einem Sitz gelesen. Es war so spannend! (Nicht dass ich nicht wusste, wie die Geschichte enden wird *g*, - hab u. a. meinen Vasari gelesen -, ein historischer page turner sozusagen. Wie ging's dir, MARTINE?

    Ich komme gerade aus dem Wiener Theater "echoraum", wo ich Arno SCHMIDTS Novelle "Seelandschaft mit Pocahontas" gesehen habe. Erwaehnen tue ich es vor allem deshalb, weil diese kleine Theatertruppe auf Tournee geht und dieses Stueck am kommenden Samstag, den 8.10.2005, um 20 Uhr in der Glockenkolkhalle in Eschede auffuehren wird:

    Aus der CELLESCHE ZEITUNG:

    "Am Sonnabend, 8. Oktober, nimmt das Wiener Theater echoraum ab 20 Uhr in der Glockenkolkhalle das Publikum mit auf einen Sommerurlaub, wie er nur Anfang der 50er Jahre in Nordeutschland möglich war und wie er nur von Arno Schmidt beschrieben werden konnte. Seine Erzählung „Seelandschaft mit Pocahontas” von 1953 ist die Vorlage für den Abend mit vier
    Schauspielern und einem Motorrad."

    Naeheres unter:
    http://www.cellesche-zeitung.de/kultur/regional/338010.html

    Schmidts dialogreiche und minutioes beschreibende Prosa laesst sich wunderbar auf die Buehne uebertragen und ist dort auch fuer diejenigen, denen das Einlesen vielleicht (noch!) zu muehselig ist, geniessbar. Ein Ohrenschmaus und Sinnesfreude.

    LESEN!
    Dirk, ich fand Frau Heidenreich gar nicht so gehetzt. Vielleicht, weil ich, wenn's ueber Buecher geht, wohl auch eher in ein Redhaus ausarte? *raeusper* Schoen war, dass "Don" Giovanni die neue Uebersetzung von DE LAMPEDUSAs Roman "Der Gattopardo" einem groesseren Publikum vorstellte (nicht, dass ich sie kenne). Ich habe ihn schon so oft verschenkt, dass ich laengst die genaue Zahl vergessen habe, so ein schoener Roman. Wie Giovanni di Lorenzo unterstrichen hat, hat dieser historische Roman viel von seiner Authentizitaet dem Umstand zu verdanken, dass De Lampedusa viel von seiner eigenen Familiengeschichte hat einfliessen lassen.

    Und ab ins Koerberl. Lieben Gruss,
    Maria









    Beitrag von Dirk am Mittwoch, 5.Oktober.2005, 17:30
    Homepage: www.daserste.de/videowindow_dyn~real,beckmann/beckmann_260905_2.rm~cm.asp

    MARIA und MARTINE, ihr habt ja so überzeugend von Ross King geschwärmt, dass ich mir den Schmöker gleich noch besorgen will... :-)
    Habe gestern auch Lesen gesehen, aber irgendwie war ich nicht so richtig angesprochen. Vielleicht lags an der Bücherauswahl, vielleicht an der lieben Elke Heidenreich, die mir von Sendung zu Sendung immer noch schneller zu reden erscheint.
    Aber neulich habe ich einen Ausschnitt aus ihrem Besuch bei Beckmann gesehen, da spricht sie so glückselig über die Welten des Lesens, da war ich ganz hin und weg (siehe link)
    Am ehesten hat mich gestern jedenfalls noch der Roman von Daniel Kehlmann, 'Die Vermessung der Welt' angesprochen, kennt das hier vielleicht schon jemand?
    Nun, und was die Lesetipps betrifft, da ist wohl durchs Bücherforum wohl nie ein Mangel :-)) Und immer wieder neue Stapel, und diese immer neuen Lesewelten. Und dann erzählt Martine noch so nonchalant von Dorothy Dunnett und ihrer Saga. Ach, wo soll das hinführen, soviel Zeit ist nie...,
    so fragt und grüßt ein tageserschöpfter
    Dirk



    Beitrag von Maria am Mittwoch, 5.Oktober.2005, 16:50
    EMail: Ross KING, Das Labyrinth der Welt (Exlibris) Homepage: www.die-leselust.de/buch/king_ross_welt.htm

    Kurzer Zwischenruf:
    Ich habe gestern LESEN! gesehen und finde, diese Frau Heidenreich verteilt so wohldosierte Lesetipps, dass man, wenn man nicht aufpasst, bis zu ihrer naechsten Sendung mit Lesestoff versorgt ist.

    Was ist eure Meinung dazu?

    Will heute Abend noch ins Theater (MARTINE: Arno Schmidt! *g*), lieben Gruss,
    Maria

    P.S.:
    BARBARA PIA, MARTINES Hinweis auf "Labyrinth der Welt" von Ross KING kann ich nur unterstreichen. Siehe Link zu Martines Rezension in der LESELUST.



    Beitrag von Ela am Mittwoch, 5.Oktober.2005, 15:18

    Aus dem neuen Ammann-Newsletter:

    Seine »Sofareisen« - seit Wochen auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste - führen den Sänger, Poeten und Bärbeißer-Kolumnisten Endo Anaconda nun zum Talk auf das "Sofa" von Kurt Aeschbacher. Die Sendung wird am 29. September im Schweizer Fernsehen SF 1 ausgestrahlt.
    Live zu erleben ist Anaconda dann wieder am 29. Oktober bei der "Langen Nacht der kurzen Geschichten" in Zürich - nachmittags um 15:30 Uhr im Tram ab Bellevue und abends um 20:30 Uhr im Theater Stadelhofen.
    Endo Anaconda: Sofareisen. Oktober 2005. Etwa 120 Seiten. Leinen mit Lesebändchen. Ca. EUR 17,90 / CHF 31,70. ISBN 3-250-60082-2.

    "Man lasse sich diesen Roman nicht entgehen", mit diesen Worten empfiehlt Andreas Breitenstein am Wochenende in der Neuen Zürcher Zeitung »Das verflixte Jahr« von Ismail Kadare. Kadare erzählt hier von der Entstehung des albanischen Staates und den damit verbundenen Wirren. "Nicht nur Fakten und Fiktion weiß Kadare virtuos zu verbinden, es fügen sich auch Tragik und Komik, Mythos und Ironie zu einer Hommage an die Heimat, deren Charme man sich schwerlich entziehen kann." Der Roman "bietet eine ungewohnte balkanische Heiterkeit, in der das Unglück der eigenen Geschichte in souveräner Weise aufgehoben ist."
    Ismail Kadare: Das verflixte Jahr. Roman. Aus dem Albanischen übersetzt und mit einem Glossar versehen von Joachim Röhm. 192 Seiten. Leinen mit Lesebändchen. EUR 17,90 / CHF 31,70. ISBN 3-250-60044-X.

    Begeistert zeigt sich Marko Martin auf Deutschlandradio Kultur von Lorand Gaspars Langgedicht »Erde aller Erde«, dessen Schauplatz die Wüste von Judäa ist. "Die Sorgfalt, mit der hier beschrieben, umschrieben wird, die traumwandlerische Sicherheit schließlich, mit der aus Versen Reflexionen werden und aus liedhaften Zeilen kurze Erzählungen, gibt eine Ahnung, daß menschlicher Zwist um Grundstücksfragen nie und nimmer alles sein und erklären kann. Eine großartig unaufdringliche Lektion, erteilt in eindringlicher Sprache, von Joachim Sartorius kongenial aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt."
    Lorand Gaspar: Erde aller Erde. Ein Gedicht. Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Joachim Sartorius. 128 Seiten. Englische Broschur. EUR 16,90 / CHF 29,90. ISBN 3-250-10495-7.

    Für ihr Gesamtwerk soeben in Lausanne mit dem Schweizer Schillerpreis 2005 ausgezeichnet begeht Agota Kristof am 30. Oktober ihren 70. Geburtstag. Wie sie - trotz der Fremdheit in der Sprache - Schriftstellerin geworden ist, beantwortet die aus Ungarn stammende Kristof in ihrer eindringlichen und vielgelobten autobiographischen Erzählung »Die Analphabetin«.
    Agota Kristof: Die Analphabetin.
    Autobiographische Erzählung.
    Aus dem Frabzösischen
    von Andrea Spingler.
    80 Seiten.
    Leinen mit Lesebändchen.
    EUR 12,90 / CHF 24,90.
    ISBN 3-250-60083-0.
    "Ich lese. Das ist wie eine Krankheit. Ich lese alles, was mir in die Hände, vor die Augen kommt: Zeitungen, Schulbücher, Plakate, auf der Straße gefundene Zettel, Kochrezepte, Kinderbücher. Alles, was gedruckt ist. Ich bin vier Jahre alt. Der Krieg hat gerade angefangen."
    Das Hörbuch mit der Stimme von Hannelore Hoger erscheint übrigens in diesen Tagen (Random House Audio).




    Beitrag von Martine am Mittwoch, 5.Oktober.2005, 12:34

    BARBARAPIA @ 16tes Jh.

    Ok, für Deutschland

    *Q von Luther Blisset*.
    Die Personen sind recht blaß, aber das Buch ist sehr gut recherchiert und deckt die Zeit der Reformation ab. Ist sozusagen ein Geschichtsgrundkurs der Zeit von 1525 bis 1560 mit Schwerpunkt auf das Reich, die Niederlande und Italien.


    Für Europa: Natürlich Dunnett, da sie sich nicht nur auf ein Land sondern auf die gesamteuropäische Situation unter Einbeziehung von Rußland und dem Osmanischem Reich einläßt.

    *Dorothy Dunnett: Lymond Chronicles* (6 Bände) Drei davon Antiquarisch auf deutsch
    Danach hat man sein Hauptesminar *Europäische Geschichte des 16ten Jh* absolviert. Und das dazu höchst vergnüglich, allerdings muß man sich dazu mit einer wirklich unverschämten Hauptperson und vielen liebenswerten Nebencharakteren anfreunden.
    Website dazu auf deutsch. http://www.geomaler.de


    Sachbuch Europa 16tes Jh.:
    Wer sonst als *Fernand Braudel*:
    *Die Welt des Mittelmeers in der Epoche Phillips II.*
    Hat man die drei Bände durch und die o.g. aufgezählten Romane und liest dann noch ein, zwei gute Quellensammlungen, z.B. wirklich Montaigne, kann man den Grundkurs halten.

    Ein weiteres Buch von *Ross King* empfehle ich zur Geschichte der Palatina im 17ten Jh. (30jähriger Krieg)
    *Das Labyrinth der Welt* erzählt u.a. eingebettet in eine Krimihandlung, wie die Palatina in die ganze Welt verstreut wurde, und der Vatikan sich den Hauptteil davon unter den Nagel riß. Und bis heute nicht zurückgegeben hat!

    Gruß Martine



    Beitrag von Maria am Dienstag, 4.Oktober.2005, 22:27

    VAL @ David LODGE:
    Ja, David Lodges Buecher ueber das Schreiben zu lesen ist wie einen sehr intensiven Kurs ueber das Schreiben und Erzaehlen zu besuchen. Ich habe kurz versucht, ueber amazon.de rauszufinden, welchen Titel die "Kunst des Erzaehlens" im Original hat, bin aber nicht schlauer geworden. Koennte sowohl "The Practice of Writing" (schon an die zehn Jahre alt, mein TB ist von Penguin) als auch "The Art of Fiction", sein. Ich moechte dir eine weitere Sammlung von Lodge-Essays empfehlen, "Consciousness and the Novel" (2002, Harvard University Press). Nicholson BAKERS "Mezzanine" wird darin ausfuehrlich behandelt und den Verfilmungen von Henry JAMES Romanen widmet er ein laengeres Kapitel. Vielleicht gibt es davon mittlerweilen auch eine Tb-Ausgabe. Ich muss noch ein anderes Essay-Baendchen von ihm haben, in dem er u. a. das Ende seines Romans "Ortswechsel" anspricht.

    Ich habe mittlerweilen die Rezensionen zu "Author, Author" gelesen. Ich wuenschte, ich haette die Zeit, mich naeher darueber auszulassen, ueber die eine oder andere habe ich mich gewundert. Manchmal moechte man gewissen Rezensenten entweder Neidgefuehle oder Ueberheblichkeit vorwerfen. Oder zurufen, "So schreiben Sie doch selber Buecher!" ;-)

    BARBARA PIA:
    Zu Spaetrenaissance und Aufklaerung fallen mir spontan Heinrich MANNs Romane ueber das Leben des Novarra-Koenigs Heinrich IV. sowie Michel DE MONTAIGNES Tagebuch seiner Reise nach Italien (die auch ueber Deutschland fuehrte)ein. Letzteres ist meines Wissens erst vor kurzem neu uebersetzt worden. Einen Blick ins Italien des 16. Jahrhundert bietet Ross KINGS Buch ueber Michelango und die Entstehung der Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Irving STONE hat einen Roman ueber das Leben Michelangelos geschrieben.

    Lieben Gruss,
    Maria



    Beitrag von Val am Dienstag, 4.Oktober.2005, 16:02
    EMail: bayger€web.de

    Danke, MARIA, super!
    David Lodge ist sowie wunderbar, ich liebe sein KUNST DES ERZÄHLENS, da schreibt er über andere (englische und amerikanische) Romane und analysiert sie.
    Viel Spaß Euch noch.

    Val



    Beitrag von BarbaraPia am Montag, 3.Oktober.2005, 22:27

    Ich hätte heute eine Frage:
    Kennt ihr historische Romane oder gute Sachbücher für das 16. JHD in Deutschland, Europa, Bayern?
    Meine Mutter interssiert sich für die Zeit von Ottheinrich (Neuburg Pfalz, http://de.wikipedia.org/wiki/Ottheinrich)
    Jetzt habe ich mir überlegt, ob ich ihr nicht Bücher zu diesem Thema geben könnte.

    Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen!

    Einen schönen Abend
    Barbara



    Beitrag von Wibke am Montag, 3.Oktober.2005, 21:55

    So ein Zufall, DIRK *g* ! Auch ich habe heute "Gletschergrab" beendet, ich fand es aber zu reißerisch, fast "amerikanisch". Aber die Grundidee war schon interessant, trotz aller Hinweise bin ich auf die Lösung nicht gekommen.

    Und jetzt gibt's als Ausgleich "Melodie der Stille" von Rose Tremain !

    Liebe Grüße, Wibke



    Beitrag von Maria am Montag, 3.Oktober.2005, 17:50
    EMail: David Lodge, Author, Author! Homepage: www.reviewsofbooks.com/author_author/

    Mein kurzer Beitrag ist nach dem Abschicken nicht aufgetaucht. Aus Zeitmangel jetzt nur der Link noch einmal fuer VAL, bezueglich des Henry James Romans von David LODGE.



    Beitrag von Austen am Montag, 3.Oktober.2005, 16:51

    Hallo Dirk, ja A. Indridason schreibt tolle Krimis. Ich mochte Nordermoor und Todeshauch auch sehr, Gletschergrab kenne ich noch nicht. Nicht so gut gefiel mir "Menschensöhne".
    Lese gerade "Ganz der Ihre" von Connie Palmen, sehr empfehlenswert!
    liebe Grüße
    Austen



    Beitrag von Valeska am Montag, 3.Oktober.2005, 16:12

    Sorry, MARIA, dich meine ich, denn du DIRK liest ja "Die Flügel der Taube", war zu schnell...



    Beitrag von Val am Montag, 3.Oktober.2005, 16:11
    EMail: bayger@web.de

    DIRK meinst du "The year of Henry James?"



    Beitrag von Dirk am Montag, 3.Oktober.2005, 14:23

    MARIA: Gerne, da freue ich mich. Habe allerdings gestern beschlossen, zuerst zum Original zu greifen und mit 'Die Flügel einer Taube' begonnen. Auch, weil ich mich mit James stets etwa schwer tue und hoffe, durch den Feiertag schon weit hineinzukommen. Und es läßt sich bestens an. Großartig!
    Viele Grüße
    Dirk



    Beitrag von Maria am Montag, 3.Oktober.2005, 12:04

    DIRK:
    Fast vom Stuhl gefallen vor Bewunderung fuer deine "Lesehaltung". :-))))

    Ich habe vor wenigen Tagen den Henry James Roman von David LODGE ausgelesen und trage mich mit dem Gedanken, "The Master" von Colm TOIBIN noch einmal zu lesen. Vielleicht koennen wir den einen oder anderen Gedanken dazu austauschen.

    VAL:
    Ebenso. ;-)
    Ich freue mich ueber jeden Beitrag und ueberbruecke gelegentliche Schreibunlust damit, Hinweise auf Buecher, Artikel reinzustellen.

    DORIS:
    Und ob ich mich an HEIDI erinnere! Ich vermisse ihre Beitraege und hoffe, sie wieder einmal lesen zu duerfen.

    Lieben Gruss,
    Maria



    Beitrag von Dirk am Sonntag, 2.Oktober.2005, 14:09

    PS. Soviel zur Nacht: beim Blick auf die Uhrzeit fällt mir auf, wie gut das Guten Morgen paßt. Zeigt: Da ist durch Buch die Welt ein wenig verrutscht :-)



    Beitrag von Dirk am Sonntag, 2.Oktober.2005, 14:08

    Guten Morgen, habe heute Nacht (gegen den Schlaf, schließlich stehend, um vor dem Ende nicht doch übermüdet wegzukippen...) den tollen Krimi Gletschergrab von A. Indridason gelesen. Also ganz klasse, wirklich toll. Spannende Geschichte um ein über einem isländischen Gletscher 1944 abgestürztes Flugzeug, das um die Jahrtausendwende 2000 noch Anlaß für eine teuflische Intrige ist. Tolle Landschaft, rasende Handlung, gute Figuren. Ich kannte vom Autor schon Nordermoor und Todeshauch, die auch klasse waren.
    Ansonsten konnte ich bei ebay auf Empfehlung von hier :-)) den Roman von Tóibín über James ersteigern. Jetzt ist er schon, passend zum Feiertag gekommen, liegt bereit und ich bin gespannt.
    Schönen Tag
    Dirk



    Beitrag von Val am Sonntag, 2.Oktober.2005, 11:51
    EMail: bayger@web.de

    Danke dir, liebe MARIA, kommt genau richtig! Auch wenn ich nicht mehr so viel schreiben, ich schaue oft herein und weiß, daß es sich eben (fast) immer lohnt!

    Einen schönen Sonntag euch allen

    Val



    Beitrag von Maria am Samstag, 1.Oktober.2005, 21:47
    EMail: Book Lust Homepage: www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/09/29/AR2005092901787.html

    Book Lust
    A critic contemplates the reading life.

    Reviewed by Brigitte Weeks
    Sunday, October 2, 2005; Page BW13

    LEAVE ME ALONE, I'M READING
    Finding and Losing Myself in Books
    By Maureen Corrigan
    Random House. 201 pp. $24.95
    ----------------------------

    Schoenen Sonntag!



    Beitrag von Maria am Samstag, 1.Oktober.2005, 21:45
    EMail: Michael Dirda rezensiert Elias Canetti Homepage: www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/09/29/AR2005092901780.html

    Michael Dirda
    Cultural insight and vicious gossip from Nobel laureate Elias Canetti.
    By Michael Dirda

    Sunday, October 2, 2005; Page BW15
    PARTY IN THE BLITZ
    The English Years
    By Elias Canetti



    Beitrag von bruna am Freitag, 30.September.2005, 10:37

    BIANCA schöne reise. du wirst bestimmt mit vielen tollen eindrücken zurück kommen.

    DANIELA nach 300 seiten SHALEV habe ich erstmal eine pause eingelegt (muß auch für meine lesegruppe anderes lesen *g*). anfangs war ja der ehemann irgendwie zum kotzen *ggg*, doch mit der zeit wird die gute ella immer weniger sympathisch. ich glaube ich habe genug von SHALEVs frustrierten ehepaaren und unsympathischem personal. selbst das kind kommt in *späte familie* nicht besonders sympathisch rüber.
    für mich war *liebesleben* wirklich ihr bisher bestes buch.
    habe auch keine ahnung wann/ob ich *späte familie* weiter lesen werde.

    ich war vor jahren bei einer lesung von ZERUYA SHALEV im jüdischen museum in wien. damals hat sie wirklich sehr arrogant gewirkt (ihr habt ja in der LL auch darüber diskutiert). ich glaube es war die präsentation von *mann und frau*.

    neugierig bin ich schon auf eine lesung mit LJUDMILA ULITZKAJA, die mit ihrem neuen roman *ergebenst, euer schurik* demnächst in wien sein wird.

    ach und den von dir erwähnten neuen ROSSMANN krimi werde ich dieses mal auch wieder lesen, nachdem ich ihren ausflug in die karibik nicht mitgemacht habe ;-), und ORTHEIL steht mit *die geheimen stunden der nacht* auch auf meiner lese-wunsch-liste.

    VANDAM vielleicht hat dieser typ euch das vorgepielt was er gerne wäre ;-)))

    wünsche euch allen ein schönes wochenende!
    bruna



    Beitrag von Maria am Freitag, 30.September.2005, 09:52
    EMail: ARTE, 19:00 Der Zauber des Tees Homepage: www.arte-tv.com/de/woche/244,broadcastingNum=477890,day=7,week=39,year=2005.html

    BIANCA:
    Eine schoene Reise euch!

    In der Morgenzeitung entdeckt, ein TV-Tipp:

    ARTE
    19:00 Der Zauber des Tees - Das zeremonielle Getränk
    Tee hat einen ganz besonderen Zauber: Er bringt Genießer rund um den Globus dazu, den Tagesablauf zu unterbrechen... (s. Link).

    Lieben Gruß,
    Maria



    Beitrag von Bianca am Donnerstag, 29.September.2005, 20:28

    Nun geht es also für vier Wochen ab nach Tokio. Daniela, mein Mann hält dort vier Vorträge an der Uni; dadurch wird die Reise überhaupt finanzierbar. Ich bin sehr aufgeregt, denn es ist meine erste Fernreise, vor allem aber habe ich Angst vorm Fliegen....

    Bis zum November Euch allen eine gute Zeit!

    Lieben Gruß

    Bianca

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