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    Beitrag von MarWolfe am Samstag, 19.November.2005, 11:05
    Homepage: www.perlentaucher.de/buch/22182.html

    unter obigem Link noch mehr Kritiken zu WOLFE: ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS.
    MARIA, merci für den Artikel. Wie genau übersetzt man tailgaiting?????



    Beitrag von Maria am Samstag, 19.November.2005, 09:30
    EMail: TOM WOLFE "ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS" Homepage: snipurl.com/k1rc

    MARCHARLOTTE:
    Es geht nicht wirklich so zu. Ich suche dir bei Gelegenheit eine kritische Buchrezension dazu heraus. "Yale Alumni Strike Back at Tailgating Limits", Schlagzeile in der heutigen New York Times. Folge obigem Link und du kannst nachlesen, was Yale Studenten so in ihrer Freizeit veranstalten. :-)

    Bei wirbelten grad dicke Schneeflocken vom Himmel. Ich geh trotzdem zum Brunnenmarkt.

    Schoenes Wochenende euch allen!



    Beitrag von Kioki am Freitag, 18.November.2005, 18:40
    EMail: kioki@web.de

    zu dem Thema kriege ich auch spontan die Phantasie, wie die Studentinnen an der Kasse eines großen hiesigen Gebrauchtbuchgeschäftes ihre Zeit außer mit Preisauszeichnen noch mit Beschmieren, Reißen, Werfen oder Betreten von Büchern verbringen. :-o)
    Da bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

    KarinE: Hast Du bei LESART was erreicht?

    Grüße, Kioki



    Beitrag von Maria am Freitag, 18.November.2005, 13:38

    ELA:
    Ich sehe eine neue Berufsgattung vor mir: Buecherbeschmutzer bzw. -beschaediger. ;-)

    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich durch den Kauf von Maengelexemplaren Geld spare. Fuer die Buecher, die ich unbedingt lesen moechte, zahle ich in der Regel ohnehin Vollpreis. Ob den Verlagen hingegen die Alternative des Einstampfens teurer zu stehen kommt?

    Ich achte uebrigens beim Buecherkauf sehr auf neuwertigen Zustand derselben. Erst kuerzlich habe ich ein Suhrkampbuch nachbestellen lassen, weil das lagernde leicht angekratzt war. Haett' ich stattdessen versuchen sollen, einen Maengelpreis auszuhandeln?

    Eine ganz andere Frage ist, wie viele Buecherkaeufe an den immer hoeheren Preisen scheitern.

    Der Cappuccino ist ausgetrunken, laenger will ich mir auch gar nicht den Kopf darueber zerbrechen. ;-)



    Beitrag von Ela am Freitag, 18.November.2005, 11:21

    die Tage des Schwelgens in kostengünstigen "Mängelexemplaren" sind wohl vorbei (Info kam über fachliche Liste):

    OLG Frankfurt am Main
    Urteil vom 26. Juli 2005,

    Bücher, die als Mängelexemplar gekennzeichnet sind und deren einziger Mangel eben diese Kennzeichnung ist, sind kein preisbindungsfreies Mängelexemplar im Sinn von § 7 Abs. 1 Nr. 4 BuchpreisbindG.

    Danach gilt die Preisbindung nur für "Mängelexemplare, die verschmutzt oder beschädigt sind oder einen sonstigen Fehler aufweisen." Das Gericht hat es abgelehnt, den Mängelstempel als Mangel im Sinne des Gesetzes zu verstehen. Hier gilt: Ein sonstiger Mangel muß mit einer Verschmutzung oder Beschädigung vergleichbar sein. Erst ein solcher Mangel sei Voraussetzung für eine Kennzeichnung des betreffenden Buches als Mängelexemplar. Zudem sei § 7 Abs. 1 Nr. 4 als Ausnahmetatbestand ohnehin eng auszulegen.

    Fundstelle: GRUR 2005, H. 11, S. 965-967, NJW 2005, H. 46, S. 3359 f.



    Beitrag von MarWolfe am Freitag, 18.November.2005, 08:15

    Ich wollte nur kurz "zwischenmelden", dass mir der neue TOM WOLFE "ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS" recht gut gefällt. Ebenso kurzweilig wie belanglos nach bald zweihundert Seiten. Wenn es wirklich so in amerikanischen Colleges zugeht, dann wundert einen gar nichts mehr...
    lg
    M



    Beitrag von am Freitag, 18.November.2005, 07:47

    ...wow...Dirk...da kommt Freude auf, wenn das Forum so fantastisch beginnt!!!

    Liebe Grüße
    BarbaraB



    Beitrag von Dirk am Donnerstag, 17.November.2005, 20:59

    Guten Abend, komme leider weiter kaum zum Lesen, wollte euch aber eine wunderbare Passage schreiben, die ich neulich gelesen habe:

    "Die Wörter singen, sie steigen in den Himmel und schweben herab... Ich verbeuge mich vor ihnen... Ich liebe sie... Ich hänge an ihnen... Ich beiße in sie... Ich lasse sie zerschmelzen... Ich liebe die Wörter so sehr, die unerwarteten, die Wörter, auf die ich gierig warte, bis sie plötzlich herabfallen... Vokale liebe ich, sie glitzern wie farbige Steine, sie springen wie silberne Fische, sie sind Schaumflocken, glitzernde Fäden, Tautropfen...
    Ich laufe einigen Wörtern hinterher... Sie sind so wunderschön, dass ich sie alle in meinem
    Gedicht haben möchte... Ich fange sie mitten im Flug, während sie vorbeisummen... Ich fange sie, putze sie, ich schäle sie, ich lege sie mir auf den Teller, Wörter wie aus Kristall, wie aus Elfenbein, lebendig wie Gemüse, ölig, fruchtig, wie Oliven, wie Achat, wie Algen..."
    Pablo Neruda


    Und um diese Wörter, kunstvoll zusammengestellt, zu genießen, sind wir doch zu Lesern geworden...

    Liebe Grüße




    Beitrag von BarbaraB am Donnerstag, 17.November.2005, 16:11

    ...VALENTINE, Du hast genau das gesagt, was ich im Moment denke - das Buch wird irgendwann richtig anstrengend und etwas verwirrend - trotzdem "hält es mich bei der Stange "...

    Genauso ist es bei DER KLANG DER ZEIT. Ein wunderschönes Buch mit einigen "Längen".

    Liebe Grüße
    BarbaraB



    Beitrag von MARIA am Donnerstag, 17.November.2005, 14:41
    EMail: Orhan PAMUK


    VALENTINE:
    Ich fuehlte mich durch die Lektuere von Pamuks Roman, die Einblicke in die verschiedenen Facetten des Lebens in der Tuerkei, sehr bereichert. Gewiss kein Roman zum Weglesen, eher zum Nachdenken.

    BARBARA B:
    Ich kenne nur die amerikanische Uebersetzung von Pamuk`s Buch, habe aber andernorts in Kritiken gelesen, dass die deutsche Uebersetzung wohl nicht so gelungen sei. Ich bin schon sehr neugierig auf dein Urteil.



    Beitrag von Valentine am Donnerstag, 17.November.2005, 12:25

    zu PAMUK: "Schnee" hat mir anfangs sehr gefallen, wurde dann aber immer "unübersichtlicher", teilweise war die Handlung für mich auch nicht mehr richtig nachvollziehbar. Ich habe mich dann durch die zweite Hälfte durchgequält und war froh, als ich fertig war.

    POWERS' "Der Klang der Zeit" habe ich dagegen mit großer Begeisterung gelesen. Es gab ein paar zähere Stellen, aber insgesamt ein tolles Buch, in dem mir vor allem die Passagen über die Musik sehr gut gefallen haben.

    LG
    Valentine



    Beitrag von Vandam am Mittwoch, 16.November.2005, 15:48
    EMail: giora at gmx.de Homepage: Tiergeschichten.de

    Eve Bunting hat zwar Unmengen von Jugendbüchern geschrieben, aber es sind nur recht wenige auf Deutsch erschienen. "Sudden Silence" hab ich nicht gefunden.

    Schullektüre, wa?



    Beitrag von Stephan am Dienstag, 15.November.2005, 16:16
    EMail: steve_sg@gmx.de

    Hallo.

    Suche dringend eine deutsche übersetzung des buches "Sudden Silence von Eve Bunting".
    Bin für jeden tipp dankbar.

    Gruß
    Stephan



    Beitrag von Maria *Kurzer Hinweis* am Montag, 14.November.2005, 16:15
    EMail: Europäische Autorenverbände unterstützen Pamuk Homepage: snipurl.com/jvwg

    Texte von Pamuk und weiterer Autoren werden morgen im Rahmen einer Veranstaltung zum "Writers in Prison Day" in der Michaeler-Kirche in Wien gelesen, teilte die IG Autorinnen Autoren in einer Aussendung mit.
    (s. Link zum ORF)



    Beitrag von BarbaraB am Montag, 14.November.2005, 11:48

    ...bin fasziniert von der "fremden Welt" die sich da in Pamuk`s Buch SCHNEE auftut. Die Schreibweise ist gewöhnungsbedürftig daher eben ein Buch zum langsam lesen... dies diesige Wochenende war gerade richtig dafür...

    Der Garten ist "winterfest", Vogelfutter eingelagert, von mir aus kann der Schnee kommen...

    Liebe Grüße
    BarbaraB



    Beitrag von Maria am Montag, 14.November.2005, 07:44
    Homepage: www.newyorker.com/fiction/content/articles/051121fi_fiction

    The New Yorker Magazine
    THE YEAR OF SPAGHETTI
    by HARUKI MURAKAMI
    Issue of 2005-11-21
    Posted 2005-11-14

    Ausserdem online nachzulesen im NYorker:
    Adam GOPNIK ueber C. S. Lewis’ "Narnia" und
    John UPDIKE rezensiert George MacDonald Frasers “Flashman on the March” (kennt jemand die FLASHMAN-Serie?).

    CHRISSIE:
    Danke dir!

    Einen schoenen Wochenbeginn euch allen!









    Beitrag von Chrissie am Sonntag, 13.November.2005, 19:17

    Hoppala, das ist mir jetzt aber ein kleines Mißgeschick passiert. Der letzte Absatz gehört vor die kleine Buchbesprechung.
    Lg Chrissie



    Beitrag von Chrissie am Sonntag, 13.November.2005, 19:15

    MARIA: ja der Brunnenmarkt liegt in Ottakring (16. Bezirk) und wenn du dann stadteinwärts fährst (gehst) kommst du in den 8. Bezirk.
    Entschuldigt den kleinen Ausflug ins Wiener Stadtleben.
    .. Eine nahezu verweste Leiche wird auf einer unbewohnten Insel in den Westfjorden Islands entdeckt. Der Tote, ein seit Monaten vermisster Handschriftenexperte aus Kopenhagen, war unter falschem Namen nach Island gereist. Die Polizei ist ratlos, denn der Todesfall scheint mit einem mittelalterlichen Codex in verbindung zu stehen...

    Dieser Krimi hat mir gut gefallen, die Story fängt eher langsam an, steigert sich und auch der Schluss ist plausibel. Sehr gut wird das Leben auf den Inseln eingefangen, es kommt einem vor, dort geht das Leben eher langsam voran.
    Was recht gut ist, jedes Kapitel endet mit einem Rätsel, das in dieser alten Handschrift, dem Flateyjarbok verzeichnet ist und das es zu lösen gilt.

    Schönen Abend
    Chrissie


    BARBARAPIA: danke für deine Eindrücke über Pamuks Buch. Ich kann diese Eindrücke verstehen.

    Selbst habe ich nun so überhaupt keine Lust zum Lesen, nur ein netter kleine "literarischer" Krimi hats geschafft, dass ich ihn lese und zwar
    Viktor Arnar Ingolfsson; DAS RÄTSEL VON FLATEY, TB BLT,(347 S) - ein Islandkrimi.



    Beitrag von Sven am Sonntag, 13.November.2005, 18:34

    Hallo liebe Community.

    Ich bin im Besitz einer alten, sehr gut erhaltenen Bibel aus dem 18. Jahrhundert (1755 um genau zu sein). Nun interessiert es mich, wie viel dieses gute Stueck wert ist. Kann mir jemand einen ungefaehren Preis nennen?



    Beitrag von BarbaraPia am Sonntag, 13.November.2005, 17:17

    Na endlich den Pamuk durchgelesen.
    Hat es sich gelohnt? Jein. Pamuk füllt die Seiten mit meiner Meinung nach zu vielen Geschichten und Anmerkungen zu den Illustratoren. Das verführt zum Drüberlesen und zum Weglegen des Buches.
    Doch irgendwie hinterläßt es einen Eindruck, ein positives Gefühl sich durch ein Buch mit so fremder Kultur durchgelesen zu haben.

    Das war jetzt mein rein subjektiver Kommentar.

    Was lese ich jetzt?
    Barbara



    Beitrag von Maria am Sonntag, 13.November.2005, 17:08

    INGE:
    @"Endlich Stille" von Karl-Heinz OTT:
    Die Beschreibung und dein Kommentar klingen ja sehr verfuehrerisch. Konnte nicht umhin, das Buch auf die "Liste" zu setzen. Ich mag philosophisch durchtraenkte Geschichten und zusaetzlich eine gute Portion Komik gefaellt mir auch. ;-)

    Ich war gestern schnell in einer Thalia-Buchhandlung in Bad Ischl und habe ein Gratisheft "EXTRA - Literatur zur Frankfurtér Buchmesse 2005" von PROFIL mitgenommen, das dort gratis auflag. Das ausfuehrliche Nicholson BAKER Interview empfehle ich nicht nur Freunden seiner Fabulierkunst, ueber eine Peter-Andre ALT Biographie von Franz KAFKA aeussert sich ein Th.D. so positiv, dass ich am liebsten noch gleich in eine Buchhandlung gelaufen waere (Sonntag und das nasstruebe unfreundliche Wetter liessen mich das Verweilen im Lesesessel aber doch geniessen *g*). Sam SHEPHARD hat die Rolling Thunder Revue von Bob DYLAN dokumentiert (hab den alten Barden im neuen Jahrtausend schon auf der Buehne erlebt - beneidenswerte Energie und sein Gitarrespiel reisst einen noch immer mit), von Georg KREISSLER ist nicht nur eine Bio erschienen, sondern sind auch seine einst eingestampften "Boesen Lieder" neu aufgelegt worden ("Leisen flehen meine Tauben.Gesungenes und Ungesungenes", Fischer TB). Erstaunlich, wie leseanregend so ein Gratisblatt sein kann (wie gefaehrlich! *g*). Die dieswoechige "Zeit" wagt ein Oesterreich-Dossier und bietet eine Literaturbeilage, wobei letzteres mich (noch) nicht so eingefangenen hat wie das vorerwaehnte Blatt. By the way, ihr Wienerinnen, steht doch da im Zeit-Dossier, der "Brunnenmarkt" befinde sich in Ottakring. Verwirrt mich. Ich war naemlich gestern am Uhlplatz bei Freunden und der Markt liegt dort ganz in der Naehe. Dachte dies sei der VIII. Bezirk? Wien oeffnet sich einem nicht so leicht. ;-)

    "Colm TOIBINS Roman 'Portraet eines Meisters in mittleren Jahren' ist ein ueberzeugender und eigenstaendiger Versuch, einem Autor literarisch auf die Schliche zu kommen. (...) Weit entfernt von einer langatmigen Biografie (...) ist dem Iren TOIBIN das erstaunliche Kunststueck gelungen, einen packenden Roman im James'schen Tonfall zu schreiben - und dabei doch nie epigonal zu wirken" - K.C. in einer Kritik im oben angesprochenen "EXTRA Literatur". So schoen haette ich es nicht ausdruecken koennen, spiegelt aber auch meine Meinung wider.

    Lieben Gruss fuege ich noch an,
    Maria



    Beitrag von Sven Cannivy am Sonntag, 13.November.2005, 13:29
    EMail: sensix91@hotmail.com

    Hallo liebe Community.

    Ich bin im Besitz einer alten, sehr gut erhaltenen Bibel aus dem 18. Jahrhundert (1755 um genau zu sein). Nun interessiert es mich, wie viel dieses gute Stueck wert ist. Kann mir jemand einen ungefaehren Preis nennen?



    Beitrag von INGE am Freitag, 11.November.2005, 20:53

    Hier ist mein "Zuletzt gelesen:"

    Renate Dorrestein "Das Erdbeerfeld"
    Die Geschichte beginnt Mitte der 80er Jahre in einer Neubausiedlung in Holland. Alles ist geregelt und geordnet, die Mütter kümmern sich - zumindest nach aussen hin - hingebungsvoll um ihren Nachwuchs, die Männer fahren zum Arbeiten in die Stadt.
    Die Kinder sind eine eingespielte Bande, Loes ist das beliebteste Mädchen und die Anführerin. Gemeinsam mit ihrer Mutter, einer Kinderbuchillustratorin, und deren zwei Freunde, lebt das Mädchen sehr unkonventionell. Bis sich durch ein Verbrechen alles verändert. Loes wird zur Zielscheibe der Kinder, erst anscheinend nur aus "therapeutischen Zwecken", bald wird es Gewohnheit und sie ist "persona non grata" im ganzen Ort. Jahre später kommt die Mutter zurück, die Patchwork-Familie sucht einen Neuanfang auf den Hebriden.
    Es ist eine Geschichte um eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung, um Familienersatz und Vertrauen.
    Der erste Teil des Buches wird in der Pluralform aus der Sicht der Kinder geschildert und man staunt und erschrickt immer wieder über die Grausamkeit der Kinder. Teil 2 und 3 werden von Loes selbst erzählt, die Geschichte nimmt auch immer mal wieder eine unerwartete Wendung.
    Der Roman las sich teils ein wenig "sperrig", eine der Auflösungen erschien mir ein wenig unlogisch. Aber alles in allem war es doch recht lesenswert.

    Karl-Heinz Ott "Endlich Stille"
    Kurzbeschreibung bei Amazon:
    In Straßburg steht am Bahnhofsausgang plötzlich dieser Mensch neben dem Erzähler ("Suchen Sie auch ein Hotel?") und will ihm nicht mehr von der Seite weichen. Von Stund an wird der Basler Philosoph (Spinoza-Spezialist) von diesem Schwadroneur und angeblichen Musiker (wankelmütiger Schubert-Verehrer) so lange belagert, tyrannisiert, unter den Tisch getrunken und an die Wand geredet, bis es nur noch einen schrecklichen Ausweg gibt...
    Der Roman handelt von den verheerenden Konsequenzen, die sich ergeben können, wenn man einen Fremden nicht im entscheidenden Augenblick wieder loswird. Er erzählt davon, wie sich der Alltag eines Menschen in kürzester Zeit fatal verändern kann. Ohne dass die Beteiligten spüren, auf welches Verhängnis sie sich zubewegen, nehmen die Dinge ihren Lauf.
    Ein wunderbar abgründiger Roman, dessen Komik aus dem Schrecken stammt und dessen Musikalität die Ereignisse bis zuletzt in der Schwebe hält.
    Mir hat dieser herrlich hintergründige Roman sehr gut gefallen. Diese Art von "Hausbesetzung" kann man sich gar nicht vorstellen, man wartet ständig auf eine Abgrenzung und ein "Nein" des Ich-Erzählers. Im Literaturkreis hatten wir dann auch eine recht konträre Diskussion über weite Teilen des Buches. Gut war dabei, dass wir zumindest zwei "Spinoza-mächtige" unter uns hatten. Wobei man sich dadurch schon sehr auf philosophisches Gefilde begibt. Der Autor selbst hat auch Philosophie studiert. Somit sind diese Überlegungen zumindest alle fundiert. Es gibt ja genügend Beispiele zu Büchern und Kunstwerken, in die mehr hinein interpretiert wurde als der Schaffende je beabsichtigt hatte. Sprachlich ist der Roman auch sehr ansprechend, herrlich lange und trotzdem verständliche, geschliffene Schachtelsätze.

    schönes WE, Inge



    Beitrag von gertie am Freitag, 11.November.2005, 20:25
    EMail: gertie@buecherforum.org

    na, wenigstens geht jetzt das forum wieder! das war ja stressig heute, dass man überhaupt nicht reinkam!!
    @ MARIA - bist du so lieb und schickst mir mal deine postadresse bitte? ich hätte da was für dich... ;-)

    lg
    gertie



    Beitrag von Hilla am Donnerstag, 10.November.2005, 13:34

    Guten Tag in die Runde,
    als eifrige Leserin des Bücherforums will ich heute der Bitte von Maria entsprechen und schnell ein paar Rezepte ins Forum stellen.

    Eure Runde gibt mir seit Jahren interessante Lesetipps und manche Eurer Vorschläge habe ich schon nachvollziehen können. Leider habe ich im Augenblick nicht die Zeit, hier mitzuschreiben. Aber vielleicht kann ich mich mit den Rezepten schnell mal revanchieren.
    Aber einen Buchtip habe ich für Euch:Das Buch, was mich in den letzten Monaten am meisten bewegt hat, war : The unknown world oder Die bekannte Welt von Edward P.Jones. Geschichte eines schwarzen Plantagenbesitzers mit ebenfalls schwarzen Sklaven. Das ist aber nur ein grober Abriß der sehr vielschichtigen Handlung. Bei Amazon könnt Ihr den Inhalt nachlesen.

    Arbeit ruft ganz laut! Schade!
    Allen einen schönen Tag!
    Hilla



    Beitrag von Maria am Donnerstag, 10.November.2005, 10:04
    Homepage: www.politics-prose.com/

    New York wird dir bestimmt gefallen, BRUNA! :-)
    (Danke fuer die Genesungswuensche!)

    Ich habe eben meine Post angeguckt, darunter der Newsletter einer meiner Lieblingsbuchhandlungen. Interessant, wie deren Bestsellerliste aussieht (das sind bei P&P diejenigen Buecher, die sie tatsaechlich verkauft haben):


    FICTION

    1. Zadie Smith, ON BEAUTY
    2. Gabriel Garcia Marquez, MEMORIES OF MY MELONCHOLY WHORES
    3. John Banville, THE SEA
    4. E.L. Doctorow, THE MARCH
    5. Marilynne Robinson, GILEAD
    6. Billy Collins, THE TROUBLE WITH POETRY
    7. Richard Clarke, THE SCORPION’S GATE
    8. Scott Turow, ORDINARY HEROES
    9. Barbara Boxer, A TIME TO RUN
    10. Denise Nicholas, FRESHWATER ROAD
    11. David Baldacci, CAMEL CLUB
    12. Alison Lurie, TRUTH AND CONSEQUENCES

    MARlURIE:
    Haste gesehen? ;-)

    Das NEW YORKER MAGAZINE bietet diese Woche auch online wieder Interessantes, u. a. ein Artikel von ADAM GOPNIK ("Paris to the Moon") aus Paris im vergangenen Sommer ( http://www.newyorker.com/ ).

    Wer haette Lust, mal ein paar neue Kochrezepte ins Rezepteforum zu stellen. Ich braeuchte mal neue Ideen. ;-)



    Beitrag von bruna am Mittwoch, 9.November.2005, 10:55

    danke MARIA für den artikel. habe ich glatt verpasst in der FAZ *g*
    ich gehöre auch zu den romantikerInnen, die noch nicht in NY waren, aber enorme sehnsucht nach dieser stadt haben!

    schade, dass wir uns heute nicht sehen!
    werd schnell wieder gesund.



    Beitrag von Maria am Dienstag, 8.November.2005, 22:50
    Homepage: snipurl.com/jnns

    In der FAZ:
    Gebrauchsanweisung für New York
    Leben in der Ewigen Stadt
    Von Verena Lueken
    (Verena Lueken: „Gebrauchsanweisung für New York”. Piper Verlag, München 2005. 170 S., geb., 12,90 Euro)

    New York ist fuer mich auch eine ganz besondere Stadt; macht Heimweh, der oben verlinkte Artikel. Trotzdem schoen. ;-)

    Mehr ein ander Mal. Jetzt muss ich in die Federn.
    LiebGruss,
    Maria



    Beitrag von KarinE am Dienstag, 8.November.2005, 16:23

    @Kioki
    Danke. ich werde es mal versuchen zu bestellen.

    Gruß, KarinE.



    Beitrag von Kioki am Dienstag, 8.November.2005, 14:08
    EMail: kioki@web.de

    @ KarinE
    LESART gibt es noch, ja. Es erscheint vierteljährlich, wird aber meines Wissens nicht verkauft, sondern liegt in ausgewählten Buchhandlungen zum Mitnehmen aus. Meist ist es dort schnell vergriffen.
    Eine weitere Möglichkeit, es zu beziehen, ist das Abo. Es kostet im Jahr 12 (zwölf) Euro, was ich keinen zu hohen Preis finde. Ich habe mir schon ganz oft Lesetipps verschiedenster Art daraus geholt.
    Bestelladresse für Abos oder Infos (vielleicht gibt´s ja auch Probehefte):

    Lesart
    Anemonenstr. 7
    15834 Rangsdorf
    Tel.: 033708 70970
    Fax: 033708 70971

    Grüße, Kioki



    Beitrag von Ela am Dienstag, 8.November.2005, 12:48

    Britischer Bestsellerautor John Fowles gestorben

    London - Der britische Bestseller-Autor John Fowles ist tot. Fowles erlag bereits am Samstag im Alter von 79 Jahren den Folgen einer langen Krankheit in seinem Wohnort in Lyme Regis im Südwesten Englands, teilte sein Verlag mit. Von ihm stammt unter anderem der von Hollywood verfilmte Roman «Die Geliebte des französischen Leutnants». Der 1991 gedrehte gleichnamige Film mit Meryl Streep und Jeremy Irons war wie das Buch ein großer Erfolg und wurde für fünf Oscars nominiert.
    © dpa - Meldung vom 07.11.2005 18:48 Uhr



    Beitrag von KarinE am Dienstag, 8.November.2005, 10:24
    EMail: KarinE@buecherforum.org

    KIOKI, gibt es dieses Literaturmagazin Lesart noch?? Ich habe es mir mal vor einigen Jahren gekauft und fand es sehr gut. Danach gab es diese Zeitschrift in der Bahnhofsbuchhandlung nicht mehr und sie wussten nicht, ob sie es nochmal bekommen würden. Und die sind ansonsten immer gut sortiert mit Zeitschriften. Könntest Du mir sagen, wo ich es bestellen kann? Im Internet ist keine Adresse zu finden. Vielen Dank und viele Grüße von KarinE.



    Beitrag von BarbaraB am Dienstag, 8.November.2005, 09:35

    ...hallo Ihr Lieben, nach längerer Abwesenheit, wieder im Lande, möchte ich mich bei allen bedanken, die so viel Infos über PAMUK geschrieben haben. In der LITERATUREN von April ist übrigens ein guter Artikel über den Schriftsteller. Mein SUB ist jedenfalls reich bestückt und ich bin noch am überlegen, was ich zuerst anfange, wahrscheinlich: SCHNEE.

    Zur Zeit kann ich mich total an DER KLANG DER ZEIT von Richard Powers begeistern. Dieser Roman, der in der neueren Geschichte Amerikas spielt und das Schicksal einer schwarz-weißen Familie beinhaltet ist eine einzige Liebeserklärung an die Musik - heißt es im Klappentext.

    MARIA, habe die TANZE JOLESCH vom Regal geholt....auch als Nichtösterreicherin kann ich mich immer daran freuen...

    Der Garten hat im Moment absoluten Vorrang. Da ist einiges zu erledigen und winterfest zu machen. Nachdem die Magnolie zwei Zentner Laub abgeworfen hat, entdeckte ich in der "oberen Etage" drei Vogelnester und dass, obwohl unten Nachbars Katertier seinen Relax-Ast hat. Sollte da eine friedlich Koexistenz stattfinden ???

    Schönes Wochenende Euch allen
    BarbaraB



    Beitrag von Dirk am Dienstag, 8.November.2005, 09:12

    MARIA: Also auch bei mir ist Torberg und sein Schüler Gerber durchaus bekannt. Hat mich seinerzeit sehr bewegt und ich habe es so gut in Erinnerung, dass ich mir ein Wiederlesen gut vorstellen kann. Keineswegs verstaubt. (Die Vefilmung hatte mir übrigens auch gut gefallen.)
    Soviel in aller Kürze, die Tage sind so voll und es bleibt so wenig Zeit zum Lesen. Hattest Du nicht nach dem Leiden in solchen Zeiten gefragt? Ja!!
    Viele Grüße
    Dirk



    Beitrag von Maria am Montag, 7.November.2005, 23:32

    GERTIE:
    Und hast du mit Tante Jolesch auch schon Bekanntschaft gemacht? (Wenn ich mal zuwenig gekocht habe, um Nachschlag anbieten zu koennen, rede ich mich immer auf sie raus. *g*)

    Gutenacht,
    M.



    Beitrag von gertie am Montag, 7.November.2005, 18:59

    MARiIA - den *schüler gerber* hab ich grad im letzten jahr wieder gelesen, zumindest bei mir ist torberg also nicht vergessen *g*



    Beitrag von Maria am Montag, 7.November.2005, 18:31
    EMail: Friedrich TORBERG Homepage: snipurl.com/jlm3


    Fragen Sie Reich-Ranicki
    Friedrich Torberg - Ein Querkopf mit Esprit
    (Aus der FAZ, s. Link)

    Ich habe mich gefreut, dass Torberg erwaehnt wird, aber diesen letzten Satz von MRR hat mich doch ueberrascht:

    "Aber machen wir uns nichts vor: Torbergs Werk ist heute vergessen, auch in Österreich ist es wohl nicht mehr im Bewußtsein der Leserschaft. Das gilt für den „Schüler Gerber” ebenfalls. Das Buch ist längst verblaßt. Und man braucht sich nicht zu wundern."

    In meiner Familie und unter meinen Freunden ist Torberg auch ueber den Schueler Gerber hinaus ein Begriff (und die Tante Jolesch, dachte ich, kennt doch auch ein jeder Oesterreicher), nicht zuletzt auch als Herausgeber des "Forums".

    Wie bekannt ist er euch und vor allem, was sagen die Oesterreicher hier im Forum zu dieser Behauptung von MRR?



    Beitrag von Hans Klawatsch am Montag, 7.November.2005, 15:30
    EMail: klawatsch@t-online.de Homepage: www.avantgarde-verlag.de

    Hallo Lesefreunde!

    Wissensdisziplinen neu aufgemischt ...

    26.10.’05

    HANS aha’s … Buchbesprechung

    von

    Dr. sc. pol.; Dipl. Soz. Wiss. Norbert Zander
    http://www.philosophers-today.com/philosophers/nza.html


    (Ich darf anmerken: Ich hätte eine Besprechung von solch hoher Qualität nicht zu hoffen gewagt … Es ist Hoffnung in der Welt, im Menschen – diese stirbt nie! / Autor)


    Klawatsch, Hans; Hans aha’s ... – Aphorismen des Bewussten – Die Suche nach der Wahrheit der Wirklichkeit – Die andere Biografie; Avantgarde Verlag; Oberhaching 2005

    Wenn man|frau eine Rezension liest, wird nachher möglicherweise manchmal gefragt, ob frau|man das Buch denn auch lesen müsse. Um hier eine Entscheidung zu präsentieren, sei von mir gesagt, dass ich nicht bereue, „Die andere Biografie“ gelesen zu haben. Mehr noch, nach bestem Wissen und Gewissen kann ich „Die Suche nach der Wahrheit der Wirklichkeit“ denen empfehlen, die sich mit dem Leben auseinander setzen möchten. Dies können nicht wenige Personen sein, denn nach Parsons’ (1978) „Paradigma der menschlichen Bedingtheit“ und seiner „Theorie der lebenden Systeme“ geht es vor allem die Humanwissenschaften (Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Sozialwissenschaften usw.) an.
    Vorgestellt wird das Buch u.a. mit folgender Aussage: „Das vielleicht ungewöhnlichste Buch seit 2000 Jahren“, hinzugefügt wird: „das wohl ungewöhnlichste und anregendste Buch seit 2000 Jahren“, und: „Der neue Nietzsche: Aphorismen des Bewussten“. Der anfängliche Hinweis könnte für viele Personen ein Anreiz sein, der dritte wenigstens für Philosophen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Positiv (Rechtsdrehung) oder im Uhrzeigersinn betrachtet, zielt die Anregung auch auf die Religionen, negativ (Linksdrehung) oder gegen den Uhrzeigersinn u.a. auf die Schwarze Magie. Der Verweis auf den älteren Autor deutet bei einer Rechtsdrehung zumindest auf komplexe Probleme, eine Linksdrehung driftet zur Fälschung „Der Wille zur Macht“. Die Drehrichtungen sind bei Hans Klawatsch ein wiederkehrendes Thema und da er öfters bemerkt, dass die Drehungen im Uhrzeigersinn für ihn Priorität besitzen, besteht für mich keine Anlass, die Redlichkeit seiner Aphorismen anzuzweifeln.
    Wenn ich dies so verstehe, dann besagt die Anspielung auf den Zeitabschnitt eventuell, dass sich Hans Klawatsch in seiner Konstruktion der „Wirklichkeit“ nicht auf irgendwelche individuellen Persönlichkeiten stützt, sondern wichtig werden ihm „die beiden Bäume als Sein und Werden“ sowie „die Schnittstelle[n] von Diesseits und Jenseits“. Bezüglich Nietzsche, so lässt sich für Hans Klawatsch festmachen, war das Buch >Also sprach Zarathustra< nicht unwichtig. Mit diesem Hintergrund werden später die Bilder „Clown“ (Seiltänzer / Possenreiter), „Narr“ (Nur Narr! Nur Dichter!) und „Diablo“ (Apollon / Dionysos) ein wenig verständlicher. Alles in allem ist das Buch >Hans aha’s ...< ungewöhnlich, anregend und hoffentlich kein neuer ‚Fall Nietzsche’. Ungewöhnlich sind die „Aphorismen des Bewussten“ schon deshalb, weil Hans Klawatsch selbst da weiterschreibt, wo andere Autoren sich Tabuschranken setzen oder zu windigen Allegorien greifen.
    Anregend ist >aha ...< hauptsächlich dann, wenn man|frau auch bereit ist, die vielen Hinweise bezüglich Religion und Wissenschaft aufzugreifen, ungewöhnlich sind ferner die Verknüpfungen oder „das Verschränkungsphänomen“. Die Frage „Das fünfte Evangelium?“ überhöre ich, denn erstens stünde mit dem Hintergrund Nietzsche bereits das siebente an, und zweitens läuft die Beantwortung dieser Frage auf ein Paradoxon hinaus, es wäre eine rechte Linksdrehung, auch nach Hans Klawatsch eben ein „Inferno“. Nebenbei sei bemerkt, dass Nietzsche mindestens zwei Dinge unterschätzte oder übervorteilte: 1) die lebendige Kirche (in der Jetztzeit z.B. festzumachen am Begräbnis von Papst Johannes Paul II., an der Wahl des neuen Papstes Benedikt XVI., Weltjugendtage usw.), und 2) Jean-Jacques Rousseau. Um bei Nietzsche zu verweilen, denn über ihn wird gesagt: „Aber an Nietzsches Durchforschung seiner selbst nimmt nicht teil, wer das Buch {>Morgenröte<} hintereinander fort als eine Reihe von Betrachtungen liest – diese Annahme wäre naiv“ (Colli, >Kritische Studienausgabe<, Bd. 3: 655). Bei >Also sprach Zarathustra< gilt es, nicht nur dies zu beachten, sondern noch viel mehr erschwert den Zugang. Wie dem auch sei, bei Hans Klawatsch stelle ich kurz dar, was ich „hintereinander fort“ für beachtenswert ausmache.
    In der „Anmerkung des Autors“ zu Beginn des Buches erfährt der Leser / die Leserin, dass Hans Klawatsch Mitte 2003 das Manuskript verschickte und er erntete „Zunächst nichts als Schweigen!“ Ferner kommt es anschließend bei ihm zur „Observation, Überwachung ...“, die der Autor später mit „Folter“ wiedergibt. Dies führt Anfang 2005 gar zu einer „Verfassungsbeschwerde“, die als „Anhang 3“ auch in diesem Buch (193ff) veröffentlicht ist. Diese Ausführungen machen das Buch >Hans aha’s ...< für mich zunächst einmal zu einem traurigen Ereignis. Wie kompliziert sich dies deuten lässt, mag daran erkannt werden, wenn ich aus Rousseau (>Bekenntnisse<: 900) zitiere: „So schloss ich meine Vorlesung, und jedermann schwieg. ... Das war die Frucht, die ich aus meiner Vorlesung und aus meiner Erklärung erntete“. Der Rest ist mehr oder weniger bekannt, Rousseau wurde für verrückt erklärt und starb einsam während seiner >Träumereien<. Es dauerte Jahre (aber keine 2000), bis erkannt wurde, dass sich selbst Nietzsche über Rousseau erheblich vergriff. Wenn tatsächlich eine „Observation“ wegen eines Manuskriptes oder Buches angeordnet wurde, dann ist der Weg zu den DIN-Paketchen nicht mehr weit und übrig bleiben Abstumpfung und Entsetzen, jedenfalls für eine Philosophie, die sich als Mittler zwischen Religion und Wissenschaft versteht. Da man|frau mit Nietzsche vornehmlich nicht in die linke, sondern eher in die rechte Ecke gedrängt werden kann, sei empfohlen, nicht zu fragen: „was nun: Entweder – Oder oder Sowohl als Auch?“, sondern akzeptiere man|frau durchaus ruhig auch >Weder – Noch< (Koch), was schon Kierkegaard nicht so einfach beiseite schob.
    Nun mag ja sein, dass die Philosophie mit der Kunst oder Nietzsche mit Wagner verschränkt ist, womit sich dann fragen lässt: „Moral in der Kunst?“ Aber erstens ist der Philosoph ein Mensch, schon ein Kunstwerk, aber keine Kunst, und zweitens lebt der Philosoph auch noch irgendwie, vor allem wenn er/sie schreibt, wohingegen Kunst einfach da oder dort ist. Also zwei Dinge halte ich mit Bezug auf Anfang und Ende des Buches für wichtig: 1) „die Festplatte“ ist ein Mittel, und 2) die „Emotionalisierung“ ist ein Zweck. Möge weder der Zweck das Mittel heiligen noch der Zweck zum Mittel werden, denn in beiden Fällen wäre das Ergebnis gleich: Zerstörung. Bei Hans Klawatsch vermisse ich die offenherzige Abkehr von den Fälschungen um Nietzsche. Diese Fälschungen betreffen schon >Also sprach Zarathustra<, Teil 4 und aus diesem zitiert er bereits auf seiner Seite 27: „Zu Vieles missriet ihm, diesem Töpfer, ...“ (vgl. >Kritische Studienausgabe<, Bd. 4: 324). Die Rechtsdrehung durchgeführt, wie eingangs erwähnt, bemerkt eine ‚Naivität’.
    Damit verlasse ich das schwierige Thema der Verfolgung, das über Rousseau (>Rousseau richtet über Jean-Jacques<) verständlicher wird, und komme zur Bemerkung, dass Hans Klawatsch sagt: „In meinen aha’s hole ich die Menschen auf denkbar ungewöhnliche Art und Weise da ab, wo sie heute stehen.“ Ich gehe davon aus, dass er sie alle vorher nicht in die ‚Naivität’ einsortierte, weil er ja auch für sein Werk selbst beansprucht: „es passt in keine der geläufigen ‚Schubladen’!“ Nun könnte ich eigentlich zum Inhalt des Buches >aha ...< kommen, aber so leicht macht es uns Hans Klawatsch nicht, denn dieses Buch ist „Geistiges Fundament“ für eine neue Partei „Gestaltung für Menschen“ (Anhang 2, Seite 179ff), die sich wiederum der „Menschenwürde Menschenrechte“ (Anhang 1, Seite 155ff) verpflichtet. Wie viele Gedanken sich da verbergen, ergibt sich aus einem Vergleich zwischen den Menschenrechten und der >Universal Declaration of Human Rights<(UN 1998) und „Anhang 1“, sowie mit der Überlegung, dass Auguste Comte eine Gemeinschaft gründen wollte und hier nun eine Gesellschaft („Anhang 2“) entstehen soll. Hans Klawatsch sagt: „Eine innere Diktion bestimmt den Gesamtduktus meines Werkes, in dem ich mich insbesondere um die Wahrheit der Wirklichkeit bemühe: Weltbild, Gottesbild, Menschenbild, Menschenwerk (Kultur, Politik, Wirtschaft)“. Das Werk ist damit umschrieben, allerdings, wie ausgeführt, im Buch findet sich weit mehr.
    Aber reden wir im Klartext. Im Werk wird die „Wirklichkeit“ über „Knoten 1 – Weltbild“ mit dem „Mitspieler Mensch“ verschränkt, dieser wiederum über das „Menschenbild“ mit den „Menschen – Euer Spiel“. Anders formuliert: es verschränken sich Religionen mit Handlungen und diese mit Gesellschaften. Das nannte man|frau vor ca. 30 Jahren (vgl. Parsons) „menschliche Bedingtheit (P3)“ (Wirklichkeit), „Handeln“ (Weltbild), „Handlungssystem (P2)“ (Mitspieler Mensch), „Gesellschaften“ (Menschenbild) und „Sozialsystem (P1)“ (Menschen – Euer Spiel). Das weiß zwar Hans Klawatsch so nicht, aber nun kommt das Besondere: Parsons (1978) meinte damals, seine Intuition ließe sich nur über eine „intellektuelle Effervescence“ begreifen. Hans Klawatsch dagegen bemerkt in seinem Werk, eine derartige Sichtweise lässt sich nur über „(m)ein mystisches Kernerlebnis“ verstehen. Das „ungewöhnlichste und anregendste“ ist wohl, dass man|frau Klawatsch Recht geben kann. Und so relativiere ich die 2000 Jahre und unterstreiche, dass Hans Klawatsch nach ca. 30 Jahren der erste ist, mit „Zugang und Einsichten in 49 + 1 aha ... Erlebnissen ...“, der erkannt hat, wie das Paradigma 3 („menschliche Bedingtheit“) oder nach ihm „Die Suche nach der Wahrheit der Wirklichkeit“ zu bewältigen ist. Dies macht das Buch >Hans aha’s ...< zu einem wirklich ungewöhnlichen und anregenden Buch. Er mischt, um es salopp zu sagen, die gesamte selbsternannte humanwissenschaftliche Elite auf.
    Eine weitere Hilfestellung sei auch gegeben. Wenn Hans Klawatsch z.B. Lao-Tse behandelt (Seite 49ff), so zitiert er: „Der Sinn, der sich aussprechen lässt, ist nicht der ewige Sinn.“ Nehme man|frau eine andere Übersetzung und es zeigt sich folgendes: „Tao, kann es ausgesprochen werden, ist nicht das ewige Tao“ (Lao-Tse, 1950). Ferner ist zu lesen: „ Das Unergründliche, das man ergründen kann, ist nicht das unergründbar Letzte“ (Lao-Tse, 1949), und noch sehr viel mehr Anfänge lassen sich finden. Die Version von 1950 wurde übrigens von Max Weber benutzt und in seinem Dunstkreis entstand die Version vom „Sinn“. Hans Klawatsch trifft schon, wenn er bemerkt, dass sein Werk „den Wunsch zu lesen (steigert)“.
    Nur, um den früheren Philosophen gerecht zu werden, sei auch bemerkt, dass sie das „Ikon“ von Klawatsch nicht kennen konnten, aber immerhin haben viele Personen Platons >Der Staat< gelesen und dort findet sich etwas über „die Moiren“ und über den Fluss des Vergessens. Ziemlich am Ende seines Werkes bemerkt Hans Klawatsch: „Menschen, lebt Ethos auch ohne Gesetz und Recht!“ Hier hebe ich nur den Spiegel von Werner Stark (>The Social Bond<) und mahne an, dass dann anschließend noch „statische Religion“ und „dynamische Religion“ zu behandeln sind, d.h. Ethos ist kein „Menschenwerk“, sondern existiert in der „Gemeinschaft“.
    Versöhnlich für vermeintliche Gegner sei zum Abschluss bemerkt: „Die wahrhafte Suche nach der Wahrheit der Wirklichkeit ist evident!“. Die Suche wiederum kann beginnen, wenn erahnt ist, es „wirken Mikro- und Makrowelt zusammen“. Damit schiebt Hans Klawatsch noch etwas ein, was man|frau im Zuge der Globalisierung nicht vergessen sollte: „Ikon-Mensch, deine Erlebniswelt jetzt, ist Mikrowelt ...“. Der lebende Mensch ist „Kokon-Mensch“. Dass bei einer derartigen Sichtweise Sigmund Freud, der sich sehr gut bei Nietzsche auskannte, vergessen wurde, sei erwähnt, um die „Aphorismen des Bewussten“ noch anregender zu machen. Es lässt sich sogar noch vordringen bis zu den ‚Aphorismen des Noch-Nicht-Bewussten’ (Bloch, >Das Prinzip Hoffnung<) usw. usf. Dazu allerdings bedarf es erst einmal der Artikulation von einem „mystischen Kernerlebnis“.
    Hans Klawatsch hat sich über „Die andere Biografie“ Gehör verschafft, möge er über die Drehung im Uhrzeigersinn seine Schwächen überwunden haben, dann sei den Leser und Leserinnen empfohlen, es bei ihm nicht mit Linksdrehungen zu versuchen, dann wird es schon passen. Der Soziologe Ferdinand Tönnies, der Lou Salomé kannte, also jene Frau die Friedrich Nietzsche heiraten wollte, sagte: „Ein Zeitalter der Gesellschaft folgt einem Zeitalter der Gemeinschaft.“ Eine solche These ist schwerlich ohne „Ikon“ (Klawatsch) zu begreifen, was bestimmt die Soziologen Durkheim, Parsons und Stark bestätigen. Sich dieser Sichtweise anzunehmen, ist nicht leicht. Hans Klawatsch widmet deshalb bestimmt nicht ohne Grund als Mann sein Buch den „außergewöhnlichen Frauen“. Nietzsche bemerkte da lapidar: „Die Wahrheit ist ein Weib“. Womit die Verschränkung von Yang und Yin (>I Ging<) auch noch ins Blickfeld rückt, die in der Tat ein wesentlicher Punkt in >Hans aha’s ...< sind.
    Lange Rede, kurzer Sinn: dem Autor bringe ich z.B. Parsons ins Gedächtnis: „cooling up the effervescence“, den Lesern/Leserinnen empfehle ich frei nach Hans Klawatsch nicht die Konsumption, sondern den „Weg des Wissens“. Für alle Beteiligten ein fühlbar dorniger, steiniger, schwerer Weg. Dieser Weg allerdings ist immer dann erforderlich, wenn es um die Verschränkungen von Religion, Wissenschaft und Alltag geht. Diese Verschränkungen ereignen sich im Spannungsfeld der Globalisierung (Liebe und Hass). Hans Klawatsch, um es auch gesagt zu haben, hat erkannt, dass es in der >Universal Declaration of Human Rights< nicht mehr so ohne weiteres heißen kann „Mitglieder der menschlichen Familie“ (members of the human family), sondern bedacht sein will auch: „Die Natur jedes einzelnen Menschen“. Damit aber ist „Die Suche nach der Wahrheit der Wirklichkeit“ unverzichtbar.



    Beitrag von am Montag, 7.November.2005, 14:32
    Homepage: Löscht doch 13:41!



    Beitrag von am Montag, 7.November.2005, 14:30



    Beitrag von gertie am Montag, 7.November.2005, 13:58

    @ jan - du meinst ernsthaft, dass wir das unterstützen würden, dass du an so ein buch kommst? *kopfschüttel*



    Beitrag von jan am Montag, 7.November.2005, 13:41
    EMail: jan_seiberl@yahoo.de

    ich suche ein buch mit dem titel HITMAN.ich weis nicht viel über das buch nur das es vom markt genommen wurde und das in dem buch beschrieben wird wie man schalldämpfer baut und sich zum killer ausbilden kann.kann mir jemand helfen an dieses buch zu kommen.



    Beitrag von Kioki am Montag, 7.November.2005, 11:23
    EMail: kioki@web.de

    Guten Morgen,

    heute schreibe ich mal ohne Hektik, nicht von einem öffentlichen Internetplatz mit Zeitbegrenzung, sondern von zuhause. Ich hoffe nur, daß mir nicht gleich, wie schon öfter mal, alles abstürzt...
    Zum Thema ERZÄHLUNGEN im Allgemeinen und im Besonderen: DAS NORMALE LEBEN habe ich mir in der Stadtbücherei bestellt. Ich bin sehr gespannt darauf. Phasenweise lese ich sehr gerne Erzählungen. Erinnern sich vielleicht einige von euch noch an Lorrie Moore&#180;s Erzählungsband WAS MAN VON EINIGEN LEUTEN NICHT BEHAUPTEN KANN? Müßte ich eigentlich mal wieder aus dem Regal holen.
    Letztes Jahr kam mir als TB DAS GESPENST DER LIEBE (Erzählungen von Adam Haslett) unter die Finger, auch dieses Buch hat mir besonders gut gefallen.

    Weg von den Erzählungen und zu Romanen: Mein Lieblings-Literaturmagazin LESART gab in der letzten Ausgabe eine zweiseitige herzliche Empfehlung für den neu übersetzten italienischen Klassiker BEKANNTNISSE EINES ITALIENERS von IPPOLITO NIEVO. Erschienen ist das dicke zweibändige Werk im Manesse-Verlag, zum entsprechenden Preis. Glücklicherweise fand ich den ersten Band in der Stadtbücherei. Lesemuße am Wochenende brachte mich dazu, gleich die ersten dreihundert Seiten zu lesen. Es ist ein besonderes Erlebnis, mal wieder so einen träge dahinfließenden, episch ausgebreiteten Roman zu lesen. Am Ende des 18. Jhdts. in einer Provinz des heutigen Norditaliens angesiedelt, werden Betrachtungen über Politik, Justiz, dörfliches und adliges Leben, Gefühle und eigentlich alles, was sonst noch so zum Leben dazugehört, angestellt. Das alles in wirklich klassischer Sprache. Das Buch gab es wohl schon in einer älteren Ausgabe unter etwas anderem Titel, nun liegt die hochgelobte Neu-Übersetzung vor. Mal sehen, wie weit ich komme. Man braucht schon einen langen Atem (und eben auch Muße, die man ja nicht immer hat), zum Dranbleiben.

    Viele Grüße, Kioki



    Beitrag von Maria am Montag, 7.November.2005, 10:15
    EMail: Dieter Wellershoff, "Der verstoerte Eros" Homepage: snipurl.com/jkxf

    BRUNA:
    Auweia, ist boese, wenn man just dann ein Buch beim zweiten Mal Lesen anders erfaehrt, wenn man es anderen vorgeschlagen hat. Es faellt mir persoenlich auch immer schwerer, ein Buch ohne Einschraenkungen weiterzuempfehlen. Es ist ja wirklich so, dass es selten Buecher gibt, zu denen man selber ueber einen laengeren Lebensabschnitt dazu steht.

    Ja, "Das verstoerte Eros" wuerde ich gerne lesen. Allerdings sollte ich das Buch einfach kaufen. Ich habe mir die Kritiken bei amazon (s. Link) angesehen, ich glaube, das interessiert mich auf alle Faelle.

    Falls jemand unter euch das Buch "Der Roman und die Erfahrbarkeit der Welt" von Wellershoff rumliegen hat und loswerden moechte, ich waere bereit, ihn eventuell zu erwerben.

    Eine schoene Woche allen in der Runde,
    Maria



    Beitrag von bruna am Montag, 7.November.2005, 08:34

    ... meinte natürlich WELLERSHOFF ;-))



    Beitrag von bruna am Montag, 7.November.2005, 08:31

    guten morgen
    MARIA meinst du *der verstörte eros* von WELLERSDORFF??
    in die briefe konnte ich leider noch nicht reinlesen, da einerseits mein wochenende sehr ausgefüllt war mit zwei geburtstagsfesten usw. *g*, außerdem muß ich *alles was du brauchst* von ALK für meine lesegruppe lesen und da ich auch darüber referieren muß, ist eine genauere vorbereitung von nöten. nur leider kann ich bei diesem zweiten lesen so gar nichts mit dem roman anfangen. tut mir sogar leid, das buch selbst vorgeschlagen zu haben! na ja ...

    schönen start in die woche,
    bruna



    Beitrag von Maria am Sonntag, 6.November.2005, 17:47
    EMail: Remco Campert: Eine Liebe in Paris Homepage: buecher.nzz.ch/books/nzzbooks/0/list/$D9NSS$T.html

    Roman Bucheli rezensiert (und ja, man kann die Besprechung lesen, es wird die Pointe nicht verraten:
    Remco CAMPERT, Eine Liebe in Paris. Roman. Aus dem Niederländischen von Marianne Holberg. Arche-Verlag, Hamburg 2005



    Beitrag von M. am Sonntag, 6.November.2005, 12:39

    Ofenuhr und Wellershoff, sollte es heissen. :-)



    Beitrag von am Sonntag, 6.November.2005, 12:36
    EMail: John BANVILLE, "The Sea" Homepage: snipurl.com/jjy6

    Nachdem John BANVILLE dieses Jahr den Booker Prize gewonnen hat, habe ich endlich zu einem Buch von ihm gegriffen, "The Sea", das ihm den Preis eingebracht hat:

    Ich habe es nun zu Ende gelesen. Schade einerseits, auf der anderen Seite wieder, da mir das Geschilderte streckenweise sehr nahe ging, - selten hat mich ein Buch auf emotionaler Ebene so mitgenommen -, ist es auch wieder gut, dass ich es zuklappen konnte. Beim Lesen, - das unter nicht gerade idealen Umstaenden stattfand, ich konnte ihm in hektischen Tagen nur immer wieder ein paar Seiten widmen -, stockte meine Leselust nach den ersten hundertzehn Seiten oder so. Als ich es aber ein paar Tage spaeter wieder zur Hand nahm, fand ich schnell wieder hinein. So hat mich die Geschichte dieser Hauptfigur, in einer Krise wie man sie sich schlimmer fast nicht ausmalen kann, ungemein beruehrt. Ich werde sie bestimmt noch einmal lesen, nicht nur, um die mir vielleicht noch verborgen gebliebenen Nuancen zu entdeckten, sondern auch weil sie Dutzende von Passagen, Stimmungsbildern, kristallklar gezeichneten Gefuehlsmomenten und Beobachtunngen beherbergt, die Banville fuer mich zu einem aussergewoehnlichen Schriftsteller kueren. Ich liebe auch seine Sprache und fuehle mich durch sein ueber den Alltagswortschatz hinaus gehendes Vokabular bereichert.

    Zum Inhalt, aus Publisher's Weekly, via amazon.com (s. Link oben):

    QQQQ
    Banville's magnificent new novel, which won this year's Man Booker Prize and is being rushed into print by Knopf, presents a man mourning his wife's recent death—and his blighted life. "The past beats inside me like a second heart," observes Max Morden early on, and his return to the seaside resort where he lost his innocence gradually yields the objects of his nostalgia. Max's thoughts glide swiftly between the events of his wife's final illness and the formative summer, 50 years past, when the Grace family—father, mother and twins Chloe and Myles—lived in a villa in the seaside town where Max and his quarreling parents rented a dismal "chalet."
    QQQQ

    KIOKI und AUSTEN:
    Ich nehme den "Liebeswunsch" hin und wieder aus dem Regal und lese eine Passage oder zwei. Mein Favorit ist die Kinoszene im ersten Kapitel. Ich habe von WELLERSHOFF noch die Erzaehlung "Das Zikadengeschrei" gelesen, die mich aber emotional ueberhaupt nicht angesprochen hat. KIOKI, hast du den neuen Erzaehlband schon zu Hause? Ich fuerchte, der wird bald den Weg in mein Regal finden. :-)

    AUSTEN, ein paar Interviews mit dem Autor haben bei mir Neugierde auf HOULLEBEQUES Roman "Die Möglichkeit einer Insel" geweckt, aber letztendlich bin ich, im Moment jedenfalls, doch zu faul, mich darin zu vertiefen. Ich finde es aber immer wieder irgendwie befriedigend, ein Urteil von jemanden anderem als professionellen Buchkritikern zu hoeren. Danke dir dafuer.

    BRUNA:
    Vielleicht bitte ich dich einmal um eine WELLERSDORFF-Leihe! :-) Hast du schon in die ORTMANN-CRANE-Briefe hineingelesen?

    VALENTINE:
    Ich moechte dich fast beneiden, dass du den "Liebeswunsch" noch nicht kennst. Solltest du unbedingt vormerken. Ich werde das Buch ueber seinen Bruder wohl nicht lesen, das geht mir zu nah. War BANVILLES Roman schon an der Schmerzgrenze fuer mich.

    Die Ufenuhr piepst. ;-)

    Einen schoenen Sonntag euch allen,
    Maria



    Beitrag von Kioki am Samstag, 5.November.2005, 12:47

    sorry für Schreib- und Grammatikfehler, das kommt davon, wenn man in Eile schreibt!

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