Beitrag von Austen am Sonntag, 26.Februar.2006, 09:58
Dirk und Daniela, alles Liebe zum Geburtstag und viele, viele Lesestunden wünsche ich euch! liebe Grüße Ingrid
Beitrag von Chrissie am Samstag, 25.Februar.2006, 21:02
Auch von mir die allerbesten Glückwünsche zum Geburtstag DIRK und DANIELA !!
Ich lese gerade mit wachsender Begeisterung Thomas Bernhards "WITTGENSTEINS NEFFE", bin schon im letzten Drittel und finde hier eigentlich einen einfühlsamen Bernhard vor, der über seine Freundschaft zu dem auch nicht sehr einfachen Charakter Paul Wittgenstein schreibt.
Ein schönes Wochenende allen lg Chrissie
Beitrag von Mareike am Samstag, 25.Februar.2006, 20:38
...schliesst sich Andreas guten Wünschen für DIRK (war schön das mit PU!) und DANIELA an!
Beitrag von Andrea am Samstag, 25.Februar.2006, 19:21
gestern DIRK und heute DANIELA, alles Gute den Geburtstagskindern hier!
Mein derzeitiger Lesestoff: Ruth Klüger, bin noch ganz am Anfang, kann noch nicht viel dazu schreiben.
Schönes Wochenende!
Beitrag von viola am Samstag, 25.Februar.2006, 09:05
zwei Sachen fand ich heute in der Stuttgarter Zeitung:
- HEUTE um 15.05 gibt es auf SWR 2 Literatur im Land die Sendung "Heimat in der Sprache" - ein Porträt Hilde DOMINS ( Radio) Weiere Infos und Nachruf auf www.SWR2.de (internet)
- SONNTAG: 14.30 auf 3Sat: Gert Scobel im Gespräch mit John IRVING ( Fernsehn)
Habt ein schönes Wochenende - ich habe jetzt eine Woche Ferien....juhu....
Beitrag von Doris am Samstag, 25.Februar.2006, 07:46 EMail: savitadh@aol.com
Lieber Dirk,
auch von mir alles Gute und herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag
Wir fahren nun über die Karnevalstage nach Meersburg an den Bodensee!
LG - Doris
Beitrag von gertie am Freitag, 24.Februar.2006, 19:37
Lieber DIRK - herzlichen glückwunsch zum geburtstag und alles gute!
lg gertie
Beitrag von Bianca am Freitag, 24.Februar.2006, 14:49
Was ich noch vergaß: Wenn eine von Euch Wienerinnen in den Nathan geht, dann lohnt sich der Kauf des Programmheftes. Das ist fast ein Buch mit wirklich interessanten Essays. Das Stück ist ja eh sehr zeitlos und beinahe aktueller denn je.
Liebe Grüße
Bianca
Beitrag von gygi janik am Freitag, 24.Februar.2006, 09:53 EMail: Janik.gygi@bluewin.ch
buch sry
Beitrag von Gygi janik am Freitag, 24.Februar.2006, 09:52 EMail: Janik.gygi@bluewin.ch
Gibt es ein film zum buck niemand darf dich hören?(robin klein)wäre nett wenn das jemand wüsste zhx.
Beitrag von Austen am Freitag, 24.Februar.2006, 08:15
Doris, da passt ja mein Schafskrimi zu deinem Schafsbuch: Ich lese nämlich gerade "Glennkill", den sogenannten Schafskrimi. Die handelnden Personen: größtenteils Schafe, die aber sehr menschlich wirken und der Meinung sind, dass Menschen keine Seele haben, da ihr Geruchssinn unterentwickelt ist.... Jedenfalls: der Schäfer wird tot aufgefunden! Wer ist der Mörder? Ich weiß es noch nicht, aber das Buch liest sich höchst vergnüglich. Schönes Wochenende! Ingrid PS: Brandauer mag ich auch sehr!
Beitrag von Doris am Freitag, 24.Februar.2006, 05:56 EMail: savitadh@aol.com
Ich trauere auch mit den Heidelbergern zusammen um HILDE DOMIN, die ich bei einer Lesung vor Jahren einmal persönlich erlebt habe. Ich werde sicherlich in Kürze ihr Grab besuchen.
Hier noch ein Gedicht von ihr:
Bau mir ein Haus Der Wind kommt. Der Wind, der die Blumen kämmt und die Blüten zu Schmetterlingen macht, der Tauben steigen läßt aus altem Papier in den Schluchten Manhattans himmelwärts, bis in den zehnten Stock, und die Zugvögel an den Türmen der Wolkenkratzer zerschellt.
Der Wind kommt, der salzige Wind, der uns übers Meer treibt und uns an einen Strand wirft wie Quallen, die wieder hinausgeschwemmt werden.
Der Wind kommt. Halte mich fest. Ach, mein heller Körper aus Sand, nach dem ewigen Bilde geformt, nur aus Sand.
Der Wind kommt und nimmt einen Finger mit, das Wasser kommt und macht Rillen auf mir. Aber der Wind legt das Herz frei - den zwitschernden roten Vogel hinter den Rippen - und brennt mir die Herzhaut mit seinem Salpeteratem. Ach, mein Körper aus Sand! Halte mich fest, halte meinen Körper aus Sand. Laß uns landeinwärts gehn, wo die kleinen Kräuter die Erde verankern. Ich will einen festen Boden, grün, aus Wurzeln geknotet wie eine Matte. Zersäge den Baum, nimm Steine und bau mir ein Haus. Ein kleines Haus mit einer weißen Wand für die Abendsonne und einem Brunnen für den Mond zum Spiegeln, damit er sich nicht, wie auf dem Meere, verliert. Ein Haus neben einem Apfelbaum oder einem Ölbaum, an dem der Wind vorbeigeht wie ein Jäger, dessen Jagd uns nicht gilt.
Hilde Domin
Mit großer Anrührung und Begeisterung habe ich das Kinderbuch:
EIN SCHAF FÜRS LEBEN von MARITGEN MATTER/ANKE FAUST
gelesen, das den Jungendbuchpreis bekommen hat. Es ist die Geschichte einer ungleichen Freundschaft zwischen einem "bösen" Wolf und einem naiven und freundlichen Schaf. Mir kamen beim Vorlesen in der Schule sogar die Tränen und die Kinder waren auch begeistert.
Nun freue ich mich auf einige faschingsfreie Tage am Bodensee und dort werde ich hoffentlich auch wieder mehr zum Lesen kommen.
Das Literarische Wohnzimmer sucht Autoren für Lesungen in München
"Das Literarische Wohnzimmer", im Juni 2005 von jungen Münchner Literaturschaffenden ins Leben gerufen, möchte bekannten sowie weniger bekannteren Autoren die Möglichkeit bieten, ihre Werke einem Literaturinteressiertem Publikum vorzustellen. Es stellt eine lebendige Lesebühne für junge Talente dar, die offen ist für verschiedenste Konzepte und Literatur mit verschiedenen anderen Kunstgattungen (Diashows, Kurzfilme, Konzerte, etc...) verbindet. Pro Abend treten vier bis fünf Dichter/innen auf. Jede/r Dichter/in darf ca. 20-30 min. lesen, die Inhalte werden vom Lesenden selbst bestimmt und sind nicht zensiert (gelesen werden kann alles, von traditionell bis experimentell, von erzählend bis performativ, von stiller Lyrik bis Comedy), die Einzige Voraussetzung ist, dass die vorgetragenen Texte selbst verfasst sind. Im Gegensatz zur Schwesterveranstaltung "Poetry Slam" stellt die Wohnzimmerlesung keinen Wettbewerb dar.
Still und leise, wie es ihr entsprach, ist gestern im alter von 96jahren Hilde Domin gestorben. Was hat sie uns für wunderbare Gedichte geschrieben, eins füge ich hier an, bin doch richtig betrübt, obwohl man ja immer damit rechnen mußte. herzliche grüße Dirk
Nicht müde werden
Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.
BRUNA: Ich glaube, ich habe auch schon einen Blick hineingeworfen durch die Tuer! Ich kann es nicht erwarten, dass es Freitag wird, und ich drei Tage Urlaub in Wien machen kann. :-)) Wozu Freunde alles gut sind! Ich moechte den Computer am liebsten aber jetzt sofort zuklappen und raus in die Sonne, die sich eine Bahn gebrochen hat durch die Wolkenfelder. Virtuell habe ich vorhin einen kleinen Sprung auf die Webseite der Library of Congress gemacht und bei Billy COLLINS Gedichten vorbeigeschaut (s. Link), eins seiner eigenen lasse ich hier:
INTRODUCTION TO POETRY Billy Collins
I ask them to take a poem and hold it up to the light like a color slide
or press an ear against its hive.
I say drop a mouse into a poem and watch him probe his way out,
or walk inside the poem's room and feel the walls for a light switch.
I want them to waterski across the surface of a poem waving at the author's name on the shore.
But all they want to do is tie the poem to a chair with rope and torture a confession out of it.
They begin beating it with a hose to find out what it really means.
"The Apple that Astonished Paris", 1996 University of Arkansas Press, Fayetteville, Ark.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Mehr Billy Collins Gedichte unter diesem Link (nach unten skrollen): http://www.bigsnap.com/linklibrary.html#notserious (einige dieser Links sind wohl veraltet, wenn euch ein Titel besonders anspricht, fragt mich, dann guck ich in meinen Buechern nach).
Diese Cappuccinos heutzutage trinken sich viel zu schnell!
Beitrag von Vandam am Donnerstag, 23.Februar.2006, 12:46 EMail: giora at gmx.de
Grad in der Kantine kam das Gespräch auf Elizabeth George. Ich hab schon vor Monaten die englische Version WITH NO ONE AS WITNESS gelesen, und auf Deutsch ist da weit und breit nix von zu sehen. D' Kollegen warten aber schon ...
Früher kamen die mal zeitgleich in Deutsch und Englisch auf den Markt, jetzt zieht sich das auf einmal ...
Beitrag von bruna am Donnerstag, 23.Februar.2006, 12:06
ich LIEBE brandauer ;-))
MARIA ich habe *mozatrs friseur* mit größtem vergnügen gelesen. und jenen friseur und dessen salon kenne ich gut *g*
Beitrag von M. am Donnerstag, 23.Februar.2006, 10:52
Ich habe mich auch schon mal weniger oft wiederholt. *raeusper*
BIANCA: Schnell zu amazon gerannt und nachgeprueft, ob du jenen Roman meinst, der in der Zukunft spielt, nach einem Atomkrieg. Dabei habe ich die oben verlinkte Illustration der deutschen Tb-Ausgabe entdeckt: Habe ich so eine ausufernde Phantasie? ;-) Jedenfalls musste ich die Grossaufnahme anklicken, um sicher zu sein, um welches Objekt es sich handelt. *lach* Jedenfalls handelt es sich um jenen Roman UPDIKEs, von dem ich seinerzeit etwas enttaeuscht war (ich glaube, darueber habe ich seinerzeit hier selbstverstaendlich auch gemeckert *g*). Ich kann nach so langer Zeit gar nicht mehr richtig festhalten, warum dies so war. Irgendwie habe ich mich gelangweilt dabei, scheint mir, obwohl ich mich erinnere, zwischendurch hellauf gelacht zu haben, ueber Updikes Wortwitz vor allem und diverse Anspielungen wie das auch heutzutage schon allgegenwaertige "United Parcel Service", das im Roman sozusagen die Nachfolge der durch den Atomschlag vernichteten Regierung uebernimmt. Dein Lesevergnuegen laesst mich nun bereuen, diesen Roman nicht gekauft zu haben. Hat man von seiner Engstirnigkeit. Lass uns aber bitte wissen, wie dein Urteil ausfaellt, nachdem du das Buch zu Ende gelesen hast, bitte.
Danke fuer den Nathan-Tipp (Brandauer sass mal im Flugzeug neben mir, war eigentlich sehr sympathisch, ich war erst beim Aussteigen sicher, dass er es war, als die Stewardess ihn beim Namen nannte *g*). Ich weiss jetzt nichts ueber die Eitelkeiten Brandauers, aber wenn man sich vorstellt, gewissen Kritikern ausgesetzt zu sein, mag eine gute Portion Eitelkeit und oder Selbstsicherheit ueberlebensnotwendig sein. Und was deinen naechsten Wienbesuch betrifft, ein gemeinsamer Kaffeehausbesuch waere schoen, ich kenne aber auch aus eigener Erfahrung die logistischen Schwierigkeiten in die man geraten kann ;-)
VAL: Ja, fuer 2006 nehme ich mir besser auch nichts mehr vor (naja, vielleicht noch mal Zeit fuer einen Kaffeehausbesuch *ggg*). Allerdings, die Melancholie-Ausstellung in Berlin lockt sehr. ;-)
BRUNA: Danke fuer den Fernsehtipp. Hast du "Mozarts Friseur" gelesen? Ich habe mich gestern noch ein paar Seiten lang mit dem Buch vergnuegt.
Liebe Gruesse, M.
Beitrag von Bianca am Donnerstag, 23.Februar.2006, 09:09
Hurra, nun hab ich den neuen Irving auch; er wurde mir geschenkt, einfach so ;-). Aber erst möchte ich noch "Am Ende der Zeiten" von Updike zu Ende lesen, ein langsames und intensives Lesevergnügen.
MarionNRW: Dann empfehle ich Dir SEHR die DVD des unplugged-Konzertes!
MARIA: Ja, Du solltest Dir Karten besorgen für den Nathan. Ich weiß nicht, was die Kritiken sagen und ja, Brandauer ist ein eitler Pfau, aber es war dennoch toll.
Sollte ich noch mal nach Wien kommen, schaffen wir vielleicht ein kleines Treffen. Beim ersten, lange geschuldeten Besuch bei Freunden, der eh viel zu kurz geriet, fand ich das schwierig.
VIOLA/MARIA Da bekomme ich doch glatt wieder Lust auf die Bücher. Meine Gedanken sind aber jetzt ganz woanders, schon auch im Kriegsgeschehen, aber 225 Jahre zurück...
der link steht oben...
LG Val
Bin offen für Reisepläne vielleicht 2007??
Beitrag von bruna am Mittwoch, 22.Februar.2006, 17:21
danke MARIA, nur leider bin ich donnerstag nicht zu hause. meine freundin veranstaltet einen *opernball-champagner-cocktail* ;-)
kommenden sonntag gibt es auf 3SAT (14:29) ein KULTURZEIT EXTRA: gespräch mit john irving
Beitrag von M. am Mittwoch, 22.Februar.2006, 16:00
Heute Mittag habe ich im Radio (dem oesterreichischen Oe1) in der Sendung "Radiogeschichten" gerade noch die letzten Minuten des vom Schauspieler Peter Matic vergangenen Sonntag im Burgtheater gelesenem Ausschnitts aus dem neuen Roman von John Irving mitgehoert. Erfreulicherweise wird es am kommenden Donnerstag fuer alle IRVING-Freunde Gelegenheit geben, wenigstens das lange Interview aus dem Burgtheater mitzuhoeren. Hier die Daten:
Ö1 Donnerstag, 23. Februar 2006, 21:01 Uhr
"Im Gespräch"
Zitiere aus der Programmankuendigung: "In Wien wird er im Rahmen der Radioreihe "Zeitgenossen im Gespräch" mit Michael Kerbler und "Standard"-Kulturchef Claus Philipp über seinen neuen Roman, über die Parallelen zwischen dem Ringen und Schreiben und über seine Beziehung zu Wien sprechen. Und er wird aus seinem Roman "Until I find You" lesen. Ausnahmsweise nicht im RadioKulturhaus, sondern im Burgtheater."
Viel Spass beim Zuhoeren!
Keinen Termin gab es gestern Abend mit "Mozarts Friseur": Toechterchen war so angetan vom Klappentext, dass sie ihn mir flugs entfuehrt hatte.
Beitrag von Dirk am Mittwoch, 22.Februar.2006, 10:33
Guten Morgen, wollte mich nur mal zwischendurch melden, der Irving hat mich nicht nur verschluckt, sondern auch noch manche Nebenspur angeregt. So lese ich jetzt gerade parallel von Dickens die 'großen Erwartungen' und es rührt sehr an... Ach was ist die Lesewelt reich!! Liebe Grüße Dirk
Und noch ein Zitat, ganz anderswoher: "Wenn du morgens aufwachst, Pu", sagte Ferkel, "was sagst du dann als erstes zu dir?"
"Was gibt´s zum Frühstück?" sagte Pu. "Was sagst du, Ferkel?"
"Ich sage: `Ich frage mich, was heute Aufregendes passieren wird`", sagte Ferkel.
Pu nickte gedankenschwer.
"Das ist dasselbe", sagte er.
Beitrag von Maria am Dienstag, 21.Februar.2006, 23:32
VIOLA/VAL: Ich habe "Jauche und Levkojen" des ungewoehnlichen Titels wegen entdeckt und im fernen Washington diesen und die Folgebaende gelesen. Irgendwann moechte ich auch einmal dahin ...
Wenn ich nicht zu schnell einschlafe, moechte ich heute noch die Bekanntschaft mit "Mozarts Friseur" von Wolf WONDRATSCHEK machen.
Lieben Gutenachtgruss, M.
Beitrag von viola am Dienstag, 21.Februar.2006, 22:49
ja, VAL - seh ich auch so - hab mir heute in der Bücherei gleich die zwei Folgebände geholt... meine Vorfahren stammen aus West - bzw. Ostpreußen - ich hab also auch eine gewisse Affinität für diese Gegenden.... und überlege schon dauernd, wann und wie ich dort mal Urlaub machen soll....*G* Guts Nächtle... das Kind ohne Niedlichkeitsfaktor wartet *G*
@VIOLA ich möchte was sagen zu JAUCHE UND LEVKOJEN und die anderen Bücher, die dazu gehören. Es sind Bücher, die einfach immer mal wieder gelesen werden wollen. In meinem Fall habe ich Vorfahren aus Pommern. Habe aber eine Freundin aus Baden (!) die diese Bücher von CHRISTINE BRÜCKNER sehr liebt. Und diese Frau reist regelmäßig um die ganz Welt...was sagt ihr nun??
Liebe Grüße von
Val mal wieder
Beitrag von Maria am Dienstag, 21.Februar.2006, 16:52
Cappuccino anyone?
MARGeiger und BRUNA: Da bin ich ja gespannt, welche Saiten der UPDIKE-Roman bei euch anschlaegt! Ich wuensche euch jedenfalls viel Lesevergnuegen. Was die unterschiedliche Reaktion beim NACHTZUG NACH LISSABON anbelangt, gehoerte ich ja auch zu denjenigen, die einen zweiten Anlauf und den richtigen Zeitpunkt abwarten mussten, um auf den Zug aufzuspringen und letztendlich gerne mitzufahren. Was nicht immer gelingt und dafuer finden sich ja auch immer genuegend Gruende.
BRUNA, danke fuer dein Leihangebot. Ich werde mich melden. Diese Woche sieht es leider finster aus, wenn auch aus einem schoenen Grund: Am Freitag kommt eine Freundin fuer ein paar Tage nach Wien und deshalb muss ich die naechsten Tage schoen brav bei meiner Arbeit bleiben.
Jetzt goenne ich mir aber einen kleinen Ausflug in die Gaertnerei: Habe gestern zwei weissbluehende Primeln gekauft, die Sorte mit den langen Stengeln und den grossen Blueten, die lachen so freundlich von dem einen Fensterbrett, dass ich fuers andere auch noch welche kaufen moechte.
Lasst es euch gut gehen, Maria
Beitrag von bruna am Dienstag, 21.Februar.2006, 11:47
also mein *nachtzug* steht auch auf dem abstellgleis *g*. nach ca. 100 seiten habe ich das buch gelangweilt weggelegt. den neuen UPDIKE habe ich auch schon hier liegen, allerings deutsch, und von PAUL AUSTER im original *the brooklyn follies*
Beitrag von MarGeigerei am Dienstag, 21.Februar.2006, 10:47
WELCOME BACK, VANDAM! BRUNA: Ich bin richtig froh, dass einmal ich es bin, die etwas zu Ende liest... Meine Postings des letzten Jahres waren ja alle eher "habe angefangen, aber war nicht mein Ding..." (apropos: ist das vielleicht der richtige Moment, wieder in den NACHTZUG NACH LISSABON zu steigen??? Nein, der steht noch auf dem Abstellgleis). Im Moment lese ich in diesem MOLWANIEN-Reiseführer herum, das ist zum Teil wirklich richtig witzig, zum Teil auch nicht. Ein guter Tipp, wenn man Leuten etwas schenken muss, die viel reisen, aber nicht unbedingt viel lesen... Ansonsten kam jetzt endlich VILLAGES von UPDIKE *jubel*, gemeinsam mit einer CD von N*E*R*D, einer abgefahrenen HipHop-Truppe, die ich neulich im Auto entdeckte. Kennt die jemand? Wenn nicht: Die macht Frühlingsgefühle! :-) Gruss in die Runde, M.
Beitrag von bruna am Dienstag, 21.Februar.2006, 10:31
MARGeigerei: ich habe den roman nur angelesen. entweder es war der falsche zeitpunkt für das buch, oder es liegt mir wirklich nicht.jedenfalls mochte ich bei diesem anlesen weder die sprache, noch die geschichte. aber ich denke irgendwann in diesem leseleben werde ich einen zweiten versuch starten *g*
MARIA ich leihe dir gerne das buch. sag einfach wann du wieder zeit hast für ein treffen
sonnengrüße
Beitrag von MarionNRW am Dienstag, 21.Februar.2006, 10:15
Bianca: bei den Hosen wäre ich auch gerne gewesen! wir waren 2x in Oberhausen bei einem Weihnachts-Konzert (2. Weihnachtstag), da ging es echt ab. Die machen eine gute Show und verbreiten einfach gute Laune.
Gelesen: Arnaldur Indridason: Kältezone. Amazon: Es ist kein guter Tag für die Hydrologin, die das Skelett in einem See südlich von Reykjavík entdeckt. Nicht nur, dass das Gewässer sich auf bisher unerklärliche Art und Weise zurückgezogen hat -- die geschiedene Frau selbst hat auch noch Existenzprobleme, die ihr der Kater nach der Betriebsfeier des Energieforschungsinstituts noch eindringlicher in den Schädel treibt. Dem Toten selbst ist wohl auch etwas in den Schädel getrieben worden -- nur so jedenfalls lässt sich das große Loch in der Schädeldecke erklären. Dass der Ermordete offenbar an ein russisches Sendegerät gekettet war, macht die Sache nicht weniger mysteriös. Ein merkwürdiger Fall also für die Kripo Reykjavík rund um Kommissar Erlendur Sveinsson, die weit zurück reicht in den Kalten Krieg, und bis ins Leipzig der Nachkriegszeit ...
Dieser Krimi hat mir wieder sehr gut gefallen! Interessante Wechsel zwischen den Ermittlungen Erlendurs und Co. und dem studentischen Leipzig Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre ließen mich immer weiter lesen, ich wollte doch unbedingt wissen, wer denn nun der Tote ist , und diesmal lag ich völlig falsch. Empfehlung!
Schneeregen-Grüße! MarionNRW
Beitrag von Vandam am Dienstag, 21.Februar.2006, 09:47 EMail: giora at gmx.de
Da ich seit Monaten fast nur noch Rezensionsexemplare lese - und manchmal recht abgefahrenes Zeug - kann ich immer seltener bei den Diskussionen hier mitreden.
Aber Donna Tartts DER KLEINE FREUND hab ich mal für unsere Tageszeitung besprochen. Möcht sein, die Rezensionist noch auf http://www.frauensache.de zu finden.
Die Story fängt interessant an, driftet irgendwann mal in den "Wie-bitte-was-ist-los?"-Bereich ab, aber die Personen und ihre Beziehungen zueinander sind zum Teil recht interessant. Eine kindliche Heldin ohne jeden Niedlichkeitsfaktor. Dieser Romanfigur würde ich gerne nochmal wiederbegegnen, wenn sie so dreißig ist ... Aber die Story dürfte gern etwas weniger hanebüchen sein.
Beitrag von MarGeiger am Montag, 20.Februar.2006, 17:23
VIOLA, ja zum "sich-selbst-Identifzieren" luden wirklich kaum Personen ein. Der Held der Gegenwart ist ja so ein ganz typischer unserer Zeit, oder? Man begegnet diesen passiven, willenlosen, unentschiedenen Erzählern immer häufiger, n'est-ce pas? Ich habe eher andere Leute wieder gefunden... "Richard" steht für mich für eine ganze Generation von Männern. Wie er nicht damit fertig wird, keine bedeutende Rolle mehr zu spielen, sich ins private zurück zu ziehen, wie er sorgsam zwischen der (den?) Geliebten und der Frau unterscheidet, wie er es einfach nicht schafft, mit seiner Tochter normal zu reden (und sie erst recht nicht!). Mir hat der GEIGER jedenfalls sehr viel mehr zugesagt als Mme ROGGENKAMP mit ihrer FAMILIENGESCHICHTE (hiess das nicht so?), das fand ich ganz grauenhaft. So, Pflicht ruft, genug geschwatzt.
Beitrag von viola am Montag, 20.Februar.2006, 16:16
Ich nochmal... - Ulla Hahns "Unscharfe Bilder" hab ich jetzt weggelegt - ist mir die Zeit zu schade... wird wohl nicht besser...
Heute angefangen hab ich mit Donna Tart "Der kleine Freund" - mit ihrer "Geheimen Geschichte" konnt ich damals auch nicht viel anfangen - aber das mag nichts heißen...
Im Auto hör ich grad mal wieder "Jauche und Levkojen" - hab ich als Teenager gelesen und finds erstaunlich, was man erinnert, und was gar nicht!
GERTIE: ich fand auch die ersten Tess Gerritsen Medical Thrillers am besten - danach warf sie die Bücher nur noch so raus - aber wirklich gut sind sie nicht mehr. Schade.
Beitrag von viola am Montag, 20.Februar.2006, 16:11
MARGEIGER.... ja - du hast schon recht, die "Miniaturen" bei Geiger sind sehr schön - aber das Buch insgesamt fesselte mich nicht - hab nochmal überlegt, warum - ich fand für mich keinen Spannungsbogen, die Zeit/Personensprünge gefielen mir nicht - ich merke, ich mags, wenn es einen gewissen Zug hat....und hier empfand ich es mehr als ein Dahinplätschern....vielleicht auch deshalb, weil ich keine Identifikationsfigur hatte? Die Leute waren mir alle nicht so sonderlich sympathisch... muss ich mich jetzt schämen? *G*
Beitrag von gertie am Montag, 20.Februar.2006, 15:16
hi ihr lieben, nun muss ich auch endlich mal wieder ein paar gelesene posten!! im Januar waren dabei:
Infernal von Greg Iles: Spannender Thriller um Jordan Glass und ihre verschwundene Zwillingsschwester. 8 GP
Verrat in Paris von Tess Gerritsen: Amazon sagt, es ist ein *atemberaubendes Verwirrspiel* um eine Spionageaffäre. Mich hat das Buch teilweise sehr gelangweilt, es war so vorhersehbar und klischeehaft. Gerritsen sollte bei ihren medical-thrillern bleiben, davon versteht sie m.E. mehr ;-). 4 GP
Gefährliche Begierde von Tess Gerritsen: Auch hier spricht amazon von einem Krimi in bester Tradition, entsprechend ihren anderen Büchern. Ich reihe diesen Roman ohne Bedenken in die Herz-Schmerz-Schmalz-Fraktion ein *g*. Auch nur 4 GP.
Ewig sollst du schlafen von Lisa Jackson: Der Plot ist bekannt aus anderen Büchern – jemand ist lebendig begraben, und der so genannte Grabräuber findet noch mehr Opfer, die er unter die Erde bringt. Spannend geschrieben, obwohl man schnell weiss/ahnt, wer der Täter ist. 8 GP
Toxic von M.T. Sullivan Fisher, laut Werbung der *Thriller des Jahres*: Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor dem spektakulärsten Fall seiner Karriere. Er hat drei Mordfälle aufzuklären, Männer im besten Alter, die nackt ans Bett gefesselt wurden und am Gift einer der tödlichsten Schlangen der Welt starben. Was steckt dahinter? Spannend, ich habs an einem Nachmittag/Abend durchgehechelt. 8 GP
Stunde der Schatten von Andrew Klavan: selten hab ich so einen Schrott-Roman gelesen!! 2 GP. Dasselbe gilt für Jagd auf Amanda von Andrew Klavan, auch dieses Buch kriegt nur 2 GP.
Der Rest folgt später, nun muss ich wieder ein bisschen was dienstliches machen *gg*.
lg gertie
Beitrag von MarGeigerei am Montag, 20.Februar.2006, 12:46
MARIA, Dir gefällt der GEIGER bestimmt. Für Euch Österreicherinnen ist es bestimmt auch noch reizvoller, ihn zu lesen, viele Formulierungen sind ganz Ö-typisch und auch die Historie im Hintergrund ist ja eine Ö-Geschichte. BRUNA: Wie hat Dir denn der GEIGER gefallen? Natürlich bin ich auch ganz neidisch auf Eure IRVING-Erfahrung! Wann kommt der Mann nach Bern...?
Yoram KANIUK, "Verlangen": Der Roman beginnt vielversprechend. Alex kann den Tod seiner ueber alles geliebten Frau, mit der er Jahrzehnte gluecklich verheiratet war, auch nach mehr als einem Jahr nicht verwinden. Kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag beschliesst er, nach Hamburg, in die Geburtsstadt seines Vaters zu reisen. Letzten Endes reist er aber nach Berlin weiter und macht dort die Zufallsbekanntschaft einer jungen Frau, die altersmaessig nicht nur seine Tochter sein koennte, sondern, wie er herausfindet, tatsaechlich die Tochter einer einstigen Geliebten ist, an die er sich erst nach deutlichen Hinweisen seitens ebendieser Tochter wieder erinnern kann. Wie's eben in Romanen so passiert, verliebt sich der bejahrte Held in die junge Heldin und leben sie beide fortan in einem Wirbelwind der Gefuehle, der aber fuer mich immer unglaubwuerdiger wurde. Da Kaniuks Prosa und Erzaehlweise mich wirklich eingenommen hatten, mich die eingeflochtenen Spuren des Lebensalltags in Israel und der Auswanderungsgeschichte seines Vaters sehr interessierten, verfolgte ich diese unmoegliche Romanze eine ganze Weile, immer in der Hoffnung, dass das Paerchen irgendwann eine Form der Liebe oder zumindest des Hasses oder der Abneigung fand, die ich nachvollziehen konnte. Auf Seite 235 habe ich aber genervt aufgegeben, mir reichte der Reigen des bestrafenden Beischlafes, der Held mit der Mutter seiner Geliebten, also seiner Ex-Geliebten, der WG-Genossin der ersteren, die Heldin mit ihrem schwulen Freund und am Ende mit einer zufaelligen, gewollten Barbekanntschaft. "Du hast mich da hineingetrieben", rechtfertigt sie sich ihm gegenueber, der geschockt auf diesen Treuebruch reagierte, darauf "dass ... Augenblicke leidenschaftlichster Liebe in solch einem Ausbruch endeten." Chronologie Nebensache, es geht sowieso staendig hin und her, dazwischen Saetze wie "Du bist ein Schei..kerl, Tlalim. Deinetwegen, weil du mich dazu gedraengt hast, habe ich eine graessliche Nacht mit so einem mageren Typen ...." und weiteres Aufrechnen gegenseitiger Fremdgaengereien. Will mir jemand Mut machen, die naechsten hundertplus Seiten doch noch zu lesen?
MARGeiger: Ehrlich, ich freue mich, dass dir der GEIGER gefallen hat. BRUNA, ich werde dich bitten, mir den Roman doch noch zu leihen. ;-)
AUSTEN: Ich habe den Abend mit IRVING auch genossen (trotz arger Gliederschmerzen, meine langen Beine litten doch recht unter den beengten Verhaeltnissen *g* und neben mir litt noch dazu unter Deoversagen). Oben der Link zu jenem langen IRVING-Interview, in dem er u. a. mehr ueber die Umstaende, wie er seine Halbgeschwister erfahren hat.
BIANCA: Klingt schoen, deine kinderfrei Woche! Sollte ich mich also um Karten fuer den "Nathan" umsehen? Guck zu, dass du das MAYROECKER-Buch zumindest angelesen hast vor der Lesung (und auch mitnimmst, EM firmiert ihre Buecher in der Regel).
ANDREA: Es ist immer schoen zu lesen, wenn jemand ein Buch gefunden hat, in das er sich hineinfallen lassen konnte. Es waere ja wirklich eine Tragoedie, wenn wir alle dieselben Buecher lesen wuerden, bei der grossen Auswahl an Lesenswertem. Ich finde es auch immer bereichernd, ueber Buecher zu hoeren, die ich selber nicht lesen werde, eine Ergaenzung meiner Lesewelt, die ich nicht missen moechte.
Lasst es euch gut gehen, herzlich, M.
Beitrag von Austen am Montag, 20.Februar.2006, 08:36
Die Lesung im Burgtheater mit John Irving war wunderbar. Zuerst las Peter Matic auf Deutsch, danach Irving auf Englisch, danach gab es noch ein langes Interview. Irving spricht ein gut verständliches Englisch und schafft es nicht, kurze Antworten auf die Fragen zu geben. Ähnlich auschweifend wie seine Bücher sind auch seine Antworten gewesen, sodaß die Lesung knappe 2 1/2 Stunden dauerte. Doch es war ein Genuss, ich fand ihn einfach knuddelig und höchst unterhaltsam! Er sprach lange darüber, warum er den Roman zuerst in der 1. Person geschrieben hatte und dann in die 3. Person änderte. Er sprach viel über Schreibtechnik, dass er immer zuerst das letzte Kapitel schreibt und erst danach das erste. Diese beiden wären die schwierigsten, alles weitere ergibt sich dann wie von selbst, so Irving. Er erzählte, dass er in Amerika relativ ungestört leben kann, während er in Wien schon auf einem kurzen Weg (vom Hotel in die Opernpassage) schon von fünf Menschen angesprochen wurde. Natürlich sprach er auch über das Ringen und Boxen und erzählte von seinem letzten Unfall (Finger!)beim Ringen und dass er deshalb damit aufhörte. Ach, ich könnte weiter und weiter schreiben, es war wirklich ein sehr schöner Abend in einem wunderbaren Rahmen. liebe Grüße Austen
Hallo ihr Lieben, schöne Grüße aus einem verschneiten, sonnigen Oberösterreich ;-)
ich hab meinen heimatbesuch zum Anlass genommen, John Irvings dicken Wälzer, den ich bereits Weihnachten gelesen und hier gelassen hatte, nochmals zur Hand zu nehmen, um nochmal nachzuprüfen, ob mein Urteil unmittelbar nach der Lektüre (sehr enttäuscht) vielleicht doch noch revidiert werden muss. Aber ich bleibe dabei: für mich ist "Bis ich dich finde" ein viel zu dicker und leider nicht besonders guter Roman, obwohl ich Irving bislang eigentlich immer sehr gemocht hatte.
Aber bei der Lesung hätte ich ihn trotzdem gerne erlebt - aber leider bin ich morgen abend (da liest er in Berlin) noch hier ;-)
LG, Daniela
Beitrag von bruna am Sonntag, 19.Februar.2006, 19:40
MARIA, von KANIUK habe ich vor jahren *das bild des mörders* gelesen. das hat mir sehr gut gefallen. das von dir erwähnte buch und habe ich auch, und dann noch *I Did It My Way* - beide aber noch nicht gelesen.
Bruna, ich bin grün vor Neid!!! Vor Jahren war ich mal im Kölner Schauspielhaus zu einer Lesung mit Irving; das war schon sehr, sehr schön, aber Deine Kulisse ist ein bißchen beeindruckender. Leider muß ich mit dem Buch noch bis zu meinem Geburtstag warten; Ausgabensperre ;-).
Ich hatte aber das Glück, Samstag vor einer Woche den "Nathan" im Burgtheater sehen zu dürfen; das war ein ganz besonderes Vergnügen. ein noch größeres Vergnügen wäre es mir allerdings gewesen, im Herbst Die Toten Hosen dort unplugged zu erleben *ggg*.
Und im Café Sperl griff ich ein Exemplar von "Lasst die Bären los". Nicht, daß ich das nicht schon hätte, aber ich fand es ein schönes Andenken.
Hinter mir liegt eine Woche kinderloser Urlaub (der erste in seit vier Jahren), teils in Wien, teils in München. Gelesen habe ich nichts, aber erzählt und geguckt.
Maria, "Und ich schüttelte einen Liebling" habe ich immer noch nicht gekauft, aber ich habe für die litcolgone Karten für eine Lesung mit Mayröcker und Marcel Beyer; dann ist es fällig!
Wird mir Eigenwerbung verziehen? Oben steht der Link zu einer Lyrik-Anthologie, da steh ich drin.
Lieben Gruß in die Runde
Bianca
Beitrag von Maria am Sonntag, 19.Februar.2006, 14:43
BRUNA: Ich freue mich jetzt auch sehr auf den heutigen Abend im Burgtheater!
Sause nur schnell vorbei, um zu berichten, dass ich gestern bei Frick einen fuer mich neuen Autor entdeckt habe: Yoram KANIUK. Mitgenommen habe ich seinen Roman "Verlangen" und gestern noch gleich fast 100 Seiten gelesen (und leider auch Teewasser drueber geschuettet) habe. Wer kennt diesen Autor? Andere Romane von ihm gelesen?
Ich war gestern wieder einmal dem Fruehling auf der Spur, im Stadtpark roch es herrlich nach frisch getauter Erde.
Beitrag von bruna am Sonntag, 19.Februar.2006, 12:40
guten morgen ich möchte euch gerne erzählen, dass auch ich gestern zum galaabend, den der wiener bürgermeister zu ehren von john irving verantaltet hat, eingeladen war.
wo soll ich anfangen ich war und bin immer noch sehr beeindruckt von john irving. aber von anfang an: schon der rahmen im großen festsall des rathauses mit blick auf das brugtheater und den *eistraum* waren ein erlebnis. es waren mehr als 600 gäste anwesend. john irving ist mit seiner frau und seinem jüngsten sohn nach wien gekommen. nachdem ernst grissemann aus gesundheitlichen gründen die festrede nicht halten konnte, hielt zu meiner großen freude erika pluhar die laudatio! und man hat ihrer rede wirklich angehört, dass sie ein großer fan von john irving‘s büchern ist. er selbst hat dann auch einiges erzählt (und er spricht ein wunderschönens englisch - kein amerikanisches *geknödel*). er hat sich auch sehr beeindruckt gezeigt, dass diese 100.000 gratisbücher in wien innerhalb weniger tag vergriffen waren. er meinte in den usa würde das kaum funktionieren (die usa sind, wie er sagte kein *leseland*). ich freue mich auch, dass er wien nun anders sieht, denn als er in 1963/64 für ein jahr hier war, mochte er wien ja gar nicht, und auch nach der buchpräsentation von *owen meany* in den achzigern sagte er er würde wahrscheinlich nie wieder nach wien kommen. er zeigte sich über das neue wien doch sehr überrascht und wie ich glaube auch angetan. es war einfach unbeschreiblich. dieser kleine mann hat eine ausstrahlung .... und ich bin einman ganz nahe bei ihm gestanden ich hatte richtige gänsehaut *gg*. es ist doch ein erlebnis einen autor, den ich sehr mag und dessen bücher mich eigentlich schon 20 jahre begleiten nun so nahe zu sein. aber wie gesagt, es kommt eben auch auf die persönlichkeit an. nicht mal bei leon de winter im *leporello* war ich so beeindruckt! aber nun genug geschwärmt.
john irving war auch nach dem essen ziemlich lange noch anwesend, hat aber dann nochmals die bühne betreten um ziemlich genervt den leuten mitzuteilen, dasss er sich sehr über diese einladung freue und auch gerne noch länger bei diesem fest anwesend sein würde, aber er hasse es seinen namen zu schreiben! das hat er mehrmals wiederholt (auf deutsch, er spricht nämlich gar nicht so schlecht deutsch). es haben anscheinend doch einige menschen versucht von ihm ein autogramm zu bekommen (ich zum glück nicht ;-) ), was eben bei einer derartigen veranstaltung eher unangebracht war. man muß eben abschätzen können ob so etwas angebracht ist oder nicht.
ich werde diesen abend sicher nie vergessen.
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*bis ich dich finde* lese ich immer noch sehr gerne. habe inzwischen fast 800 seiten gelesen. manches hätte wirklich kürzer erzählt werden können, doch langweilig war mir nie. irving ist einfach ein grandioser erzähler und bei der schilderung vom begräbnis von jack's mutter mußte ich wirklich des öfteren laut lachen *ggg*
ich wünsche allen, die heute abend bei der buchpräsentation im burgtheater dabei sein können, viel vergnügen und einen schönen abend
schönen sonntag, bruna
Beitrag von MarGeiger am Sonntag, 19.Februar.2006, 10:16
VIOLA, HEIDI: Ich habe vor zwei, drei Minuten ARNO GEIGER: ES GEHT UNS GUT aus den Händen gelegt und bin ganz, ganz, ganz begeistert und beeindruckt von diesem Buch!!! VIOLA, ich finde, es hat nichts mit Intellektuell-sein zu tun, dieses Buch zu mögen oder nicht; es ist doch gar nicht so "intellektuell" geschrieben? Mich haben die vielen Miniaturen darin sehr berührt: das Altern von Richard und Alma, die Missverständnisse, Ingrids Trauer um ihre letztendlich gescheiterte Beziehung zu Peter (wie viele Freundinnen hörte ich da in meinem inneren Ohr in ihr Klagelied miteinstimmen!), die Hilflosigkeit von Peter, eine Beziehung zu seiner pubertierenden Tochter aufzubauen. Die Wortlosigkeit zwischen Richard und seiner Tochter Ingrid. Alma konnte ich mir so gut vorstellen, wie sie aussah, ihre Ruhe, ihre Trauer über die verlorenen Kinder. Die Missverständnisse, die verloren gegangenen Erinnerungen. Ich fand die vielen einzelnen Rückblenden so genau, so sinnlich beschrieben: die kratzende Militärdecke auf dem Rücksitz des Wagens, das Ertrinken in der schmutzigen Donau... Ob man die Konstruktion des Romans als solchen so gelungen findet, ist noch ein anderes Thema, finde ich. Woher diese Erinnerungen, diese Bruchstücke der Familiengeschichte letztendlich kommen, ist nicht klar. Denkt Phillip (der Protagonist in der Gegenwart) sich das alles aus, rekonstruiert er es aus Gefundenem? Oder gibt es den allwissenden Erzähler, der diese Geschichten rekonstruiert, von denen Phillip nie etwas erfahren wird? Fazit: Mir hat dieses Buch ausserordentlich gut gefallen, ich konnte es die letzten dreihundert Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen. Wenn ich mal richtig alt bin :-), müde und frustriert über das Leben, dann nehme ich es nochmal zur Hand und finde mich wieder. Noch bin ich Gottseidank noch zu glücklich und zufrieden, um mich in einem der Helden wieder zu finden! :-)Liebe Lesegrüsse, M.
Beitrag von Andrea am Samstag, 18.Februar.2006, 20:06
John Irving: „Bis ich dich finde“
Entgegen all der negativen Kritiken und Besprechungen ist es wieder, jedenfalls für mich, ein tolles Buch. Ich kann immer gar nicht glauben, wie ein Mensch so genial schreiben kann. Es gab eine Vielzahl von Dingen, die mich erschütterten, aber auch anrührten, wie zum Beispiel „in den Nadeln schlafen“ oder sein „Ein-Mann-Publikum“. Irving hat wieder eine Welt geschaffen, Figuren aufgebaut: „Emma“, „Tochter Alice“ und viele andere, an die ich sicherlich noch lange denken werde. Bei all den Kritiken, die ich zu diesem Buch las, fand ich, dass sie sich sehr ähnelten, sie bemängelten fast alle, dass der Roman zu ausufernd sei und die Hauptfigur „Jack“ irgendwie farb- bzw. konturenlos bliebe. Mich hat die Ausführlichkeit nicht gestört, ich war eigentlich zum Ende hin traurig, mich nach drei Wochen davon zu trennen und natürlich ist Jack kein „skuriller Garp“ oder „liebenswerter Owen“, ich habe es schon vor dem Hintergrund gelesen, dass es hier um John Irving selbst geht und er eine „chronologische“ Lebensgeschichte, die ja im Buch auch eine wichtige Rolle spielt, erzählt, die eben die Suche nach seinem Vater und dem richtigen Ort / Platz im und zum Leben enthält. Von mir gibt es die volle Punktzahl!
Nicholson Baker: Der Eckenknick oder Wie die Bibliotheken sich an den Büchern versündigen. Deutsch von Helmut Frielinghaus und Susanne Höbel. Rowohlt-Verlag, Reinbek 2005. 496 S.,
Zitat aus der Rezension von Jürgen Brôcan in der NZZ (s. Link):
"Der sorgfältig recherchierte «Eckenknick» kommt mit kriminalistischer Neugier einer Vernichtungsaktion auf die Spur, die nicht nur den Bücherliebhaber in Rage versetzt. Nicholson Baker ist ein solcher Liebhaber, deshalb verzeiht man ihm manche überflüssige Polemik und vielleicht allzu konstruierte Verschwörungstheorie. Auch wenn die europäischen Verhältnisse offenbar weniger dramatisch als die amerikanischen sind, dürfte Bakers Buch dazu beitragen, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren."