| | Thema / zu NSU... | Text | Autor | email | Datum | | OSL, alle | ...den Primärdeckel dichte ich mit "DIRKO Dichtmasse von ELRING " ab. Mit diesem Mittelchen habe ich noch niemals Probleme gehabt, im Gegensatz zu Hylomar. Das schöne daran ist auch, daß das Mittel grau ist und so der gefüllte Spalt zwischen den Gehäusehälften nicht zu sehen ist. Es hat sehr gute klebende Eigenschaften, ist jedoch nach einer erforderlichen Demontage des Gehäuseteiles leicht mit Verdünnung zu entfernen (ohne Kratzen), kostet jedoch ca. 20,-DM. Beidseitig aufgetragen, sollte jeder Primärdeckel sauber dicht bleiben. Jedoch auch schön um die Gewindebohrungen, bzw. Schraubenlöcher herum auftragen, vorher natürlich mit Verdünnung entfetten und ablüften lassen. Über Nacht trocknen lassen und erst dann Öl einfüllen...Leute mit guten Nerven lassen den Motor nach Montage des Deckels im Stand laufen, wodurch der Deckel warm wird und die Masse schneller trocknet (Verfasser gehört auch dazu...). Schau' mal ob in dem Kettenkasten durch eine zu lose gelaufene Kette der Boden mit den darin befindlichen Gewindebohrungen vielleicht so aufgeschliffen ist, daß durch das Gewinde über den Schraubenkopf Öl nach aussen laufen kann. Wenn der Sitz von dem Kontroll-Loch nicht einwandfrei ist, kommt dort auch mal gerne etwas viel Öl raus. Beschädigungen sind meist im unteren Bereich des Loches zu sehen, wenn z. Bp. mit einem Schraubenzieher über die Kante das Spiel der Kette geprüft oder gar über die Kante vergrößert wurde. So entstehen relativ tiefe Kerben, die man auf einem Bohrwerk nachstechen kann. Vielleicht tut's auch ein dickerer O-Ring, wenn man die Klemmfeder ein wenig nachbiegt und somit der Deckel fester gehalten wird. Leider darf man die 200er Deckel (bei denen die Entlüftung in den Kettenkasten ragt) nicht komplett dicht machen, da sonst im Primärkettenkasten ein (wenn auch nur geringer ) Überdruck herrschen würde...dann trieft der ganze Motor. Bei den Motoren, die über die Hohlbohrung der Kurbelwelle entlüften, kann man die Innenseite des Kettenkastens zum Getriebe hin, wo die beiden Bleche sitzen, innenseitig mit einer entsprechend grossen Gummidichtung ( ca. 1mm dick) prima abdichten...eignet sich auch für Konsul... Bei einer anständig montierten OSL oder Konsul, darf die Kupplung auch ohne die Dicke der Papierdichtung nicht an dem Deckel schaben. Bei OSL kann hinter die Mittenbefestigung des Kettenkastens eine Scheibe gelegt werden, wodurch der ganze Kettenkasten mit dem Deckel ein wenig nach vorne kommt, bei Konsul kann man das Getriebe an der unteren Befestigung mit Hilfe von entsprechende Distanzstücken mehr als 10 m/m seitlich versetzten. Danach aber auf gutes Fluchten der Kettenräder achten. Mann kann prima von oben die parallele Flucht von Kette an der Dichtfläche des Kettenkastens sehen... Soweit in Kürze das, was mir zum Abdichten von Primär-Deckel eingefallen ist.
Viele liebe Grüße Frank
P.S.: Auch die Filzringe an Kurbelgehäuse und Lichmaschine kann man durch O-Ringe ersetzen (ich glaube die brauchen 8mm Durchmesser, aber lieber messen!!!) ist schon ne Weile her...
| Frank Olschewski | frankauskerpen@gmx.de | |
| OSL 351/501 Ölfilterumbau | Als ich nach einer Möglickeit gesucht habe, meine OS(L)501 auf Mehrberichsöl "umzustellen", bin ich auf den Ölfilter von NSU Hammel für Konsul 351/501 gestoßen. Nach Bestätigung von H. Hammel, dass der Ölfilter auch in den OSL-Modellen verwendet werden kann, habe ich mein Ölsieb durch einen solchen Filter ersetzt. Nun fahre ich 20/W50 Öl. Dieses allerdings unlegiert, da die Legierungsbestandteile in modernen Ölen Buntmetalle, wie sie z. B. früher in Gleitlagern verwendet wurden, angreifen können. Fazit nach gut 1500 Kilometern: Die OS läuft einwandfrei mit dem Filter. Der Ölfluss wird offensichtlich nicht nennenswert beeinträchtigt, was an reichlich in den Öltank zurück fließendem Öl zu sehen ist. Auch ist der Umbausatz sehr schön gefertigt, so dass er im eingebauten Zustand nicht vom Original zu unterscheiden ist. Kostenpunkt: Ca. 40,- Euro Ich erhoffe mir von dem Umbau einen deutlich reduzierten Verschleiß, da der Abrieb nun dort bleibt, wo er keinen Schaden anrichten kann. (Ich bin mit dem Anbieter weder verwand noch verschwägert oder irgendwie am Umsatz beteeiligt ;-)
| erwin | erwin.siedenburg@surfeu.de | Freitag, 10.August.2007, 22:38 |
| OSL 351/501 | Anstelle der (meist verschlissenen)originalen M8x1 Ventileinstellschrauben können die Druckschrauben aus dem 190er Daimler Benz ohne Änderung der Kipphebel eingebaut werden! Diese haben zudem sphärische Kugeldruckplatten, d.h. die Fläche der Druckplatte liegt immer sauber auf den Ventilschäften auf. Eine echte Verbesserung! Diese Daimler Benz-Ventileinstellschrauben habe ich beim örtlichen Händler problemlos ab Lager erhalten. Bestellnummern: Ventileinstellschrauben = A1020500220 (Stück ca. 7 €), dazugehörige Mutter (kann aber entfallen, wenn die originale NSU-Mutter noch ok ist, zumal diese eine angedrehte Schräge hat und dadurch etwas genauer sitzt) = N308673008000 (Stück ca. 1 €) | Andi Jankowitsch | | |
| OSL 251 | Hallo Andi, danke erst einmal für Dein Anschreiben und Dein Interesse an meinen Erfahrungen mit meiner OSL (ich nenn' sie immer Osel...). Nun ja, mein Vater hat sich schon mit NSU beschäftigt als ich noch gar nicht auf der Welt war. Es war etwa 1955, da kaufte er eine Vorkriegs-OSL201 Bj. 1935. Ein damaliger Kumpel (auch OSL-Fahrer) half ihm bei Reparaturen, und auch beim Einbau eines 300er Motors...Im Jahre 1972 (ich war inzwischen auch da) hatte mein Vater vom Hausbau die Nase voll und konnte weder Sand noch Zement ansehen. Da entdeckte er auf einem Schrottplatz bei der Suche nach einem Auto-Ersatzteil eine OSL und dachte sich, wie schön müsste es sein, wieder einmal so zu fahren wie früher. Leider handelte es sich bei dem Fahrzeug um eine 251 mit Tiger-Gabel. Er kaufte das Rad damals für 60,-. 1974 war das Rad dann restauriert, was man damals darunter verstand, also Hauptaugenmerk auf die Technik, neu verchromen war zu teuer und nur an den unbedingt notwendigen Teilen machbar. Mit 16 fuhr ich Quickly (natürlich) und in meiner Lehrzeit kaufte ich eine 200er 3-Gang OSL in Teilen. Nun war jedoch mein Vater der Ansicht, dass offene Ventile nicht unbedingt für den Alltagseinsatz von Vorteil waren und wir tauschten...ich baute mir aus Vaters Ersatzteilen eine 251 OSL Bj.51 zusammen und mein Vater erhielt dafür meine 3-Gang Osel. Zwei Wochen nach meinem 18. Geburtstag trat das Rad dann bei mir seinen Dienst an und brachte mich für den Rest meiner Lehre täglich 27 Km hin und 27 Km zurück, Sommer und Winter...und da scheiden sich die Geister...manche schütteln mit den Köpfen und finden so etwas frevelhaft, ich bin jedoch der Meinung, dass ein gut gewartetes Fahrzeug auch noch heute seinen alltäglichen Dienst tun kann...Im Winter immer schön mit Graphit-Öl eingesprüht, im Frühjahr Lackstellen nachgebessert...ich habe noch ein Photo von der Osel kurz bevor ich sie Zwecks neuer Überholung zerlegt habe, also nach 15-jährigem Einsatz und der hohen Laufleistung. Auf dem Photo sieht sie aber besser aus, als sie es war (ich schicke es mal mit...ist aber phototechnisch nicht einwandfrei, hätte mit Blitz aufhellen müssen...); das Rücklicht werde ich nun auch ein wenig tiefer setzen können, da wir ja inzwischen kleine Nummernschilder haben dürfen. Grund für die Überholung war folgender: Ich habe mir zum Geburtstag die Neuverchromung meines Tanks gewünscht, der seinerzeit recht preiswert und etwas matt verchromt wurde, an den Kniekissen blätterte der Chrom ab und wurde mit Silberfarbe nachgebessert...der sollte also wieder schön werden. Dann haben wir den Tank abgenommen und bald hier das eine oder andere festgestellt (Kabel poröse, Vergussmasse der Zündspule rissig, Zylinderkopfdeckel ölfeucht...also komplett zerlegt und z.Zt. im Zusammenbau befindlich ist meine OSL. Die wird sicher zu schön zum Fahren. Einen neuen Auspufftopf habe ich ihr auch gegönnt, der alte war ein Eigenbau...von Teilehändlern wie Motzke und Hammel hatte ich damals keine Ahnung. Nun, was ging kaputt...kaum etwas, weil ich oftmals frühzeitig ausgetauscht habe...den Primärtrieb habe ich zweimal mit neuen Ketten versehen und einmal neue, gebrauchte Ritzel gegönnt, Kette hinten mit Ritzel nach 50TKm erneuert, Schnecke von Tachoabtrieb einmal gewendet, da einseitig ausgeschliffen, ist noch immer drin, Conen von Vorderachse getauscht, hintere Lager sind seit '85 drin. Die vier Nocken, die das Hinterrad mitnehmen, haben mir noch nie Kummer gemacht, denn das Hinterrad sitzt recht stramm auf den Nocken und lässt sich nur mit Ruckeln abnehmen (werden umgekehrt mit Anziehen der Achse in die Aufnahme eingesteckt), somit ergeben sich keine Langlöcher. Ach ja, einmal mußte ich die Primär-Kette wechseln, weil sie mir Bruch verursacht hatte, da ist eine Rolle der Gliederrollenkette gebrochen, hat sich wohl zwischen Ritzel und Kette gesetzt und mir die äusseren Kurbelwellenlager zerlegt, dadurch lief die Kurbelwelle schräg und stieß mir eine Kante in den Zylinder. Meine Eltern waren im Urlaub in Südfrankreich und eine Woche nach ihrer Rückkehr wollten wir (Vater mit Konsul, Schwester auf OSL 201 und ich) nach Berlin zur 750-Jahr Feier fahren. Also: Motor raus, Gehäusehälften auseinander, Lagersitze mit Aluminium im Flammspritzverfahren aufgespritzt und im Betrieb auf Bohrwerk ausgedreht (habe bei KHD-Traktorenwerk Werkzeugmacher gelernt), Pleuelbuchse aus Phosphorbronze gedreht und eingepresst, Lager besorgt, Kolben rausgesucht aus Vaters Bestand, auf Nachtschicht für eine Flasche Apfelkorn Zylinder schleifen lassen (zum Glück hat er die Flasche nach dem Schleifen getrunken...war aber Fußgänger...) und den ganzen Krempel wieder zusammengebaut, auf jeden Fall rannte das Radl prima nach Berlin...und wie immer...auf den ersten Schlag da. Ich mag einfach nicht wenn man 4 oder gar 5 mal treten muß bis etwas anspringt...und Öllachen aufwischen tu' ich auch nicht gerne, auch mein Kettenkasten war stets dicht, habe zwischen die beiden Klemmbleche am Getriebeeingang eine 0,5m/m dicke Gummiplatte ölseitig zwischengelegt... Ach ja, Getriebe...die Buchse zwischen Krafteingang und Abtrieb war auch nach ca. 50000 hin, man erkennt das an goldenen Spänchen im Primäröl. Lenkkopfkugeln habe ich ihr auch mal neue gegönnt aber mehr aus einer Laune heraus. Der ganze Ventilapparat hat mir nie Schwierigkeiten gemacht, gut Ventile mal eingeschliffen, irgendwann mal die Führungen gewechselt, Nockenlager erneuert, aber das sind ja nun eigentlich Wartungsarbeiten, die alle 30-50.000 Km mal anfallen. In Frankreich hat sich mal das Ritzel von der Nabe abgerissen, Schuld waren lose Schrauben, die ich nicht bemerkt habe. Ich merkte es daran, das es ein wenig knackte als ich das Rad mal ein wenig schob, da hingen nur noch zwei Schrauben drin, der Rest im Kettenkasten. Sechs Stück M6 rein und gut war... Nun, ich denke mal mit Tricks und Kniffen kann ich bei Bedarf mal helfen, jedoch die Auflistung würde den Rahmen sprengen, zumal sicher das ein oder andere sicher bekannt ist. Habe mir übrigens sämtliche Abzieher für OSL und Konsul gemacht (gemeinsam mit meinem Vater), könnte auch mal eine Zeichnung davon machen um sie ggf. jemandem zukommen zu lassen... Ach ja, für die Konsul passen Vergaserflanschdichtungen und das Zwischenstück aus Pertinax vom Trabi, wie dafür geschaffen...mal so zwischendurch... So, nun werd' ich aber mal langsam mit dem Schreiben Schluß machen und mir noch ein paar Anekdoten aus meinem Osel-Fahren für später aufheben... Nur soviel noch...die 201er 3-Gang die ich damals kaufte, ist inzwischen auch fertiggestellt, hat aber seitdem noch keinen Schlag getan, ist schön von innen mit Molykote ausgepinselt und wartet auf irgendwann...
Viele liebe Grüße und danke für die schöne Web-Site für uns NSU-Fahrer Frank Olschewski
| Frank Olschewski / | frankauskerpen@gmx.de | |
| nsu zdb 201 | | | | Samstag, 25.Mai.2013, 17:36 |
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