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Demo wegen Olfen - "Tag der Zornes" am 26.01.2002 in Lüdinghausen

Demo "Tag der Zornes" am 26.01.2002 in Lüdinghausen

Unter dem Motto "Tage des Zorns,, findet am Samstag den 26.01.2002 unsere Demo gegen den an Brutalität nicht mehr zu überbietenden Einsatz der Polizei und des OA in Olfen statt. 

Demonstriert wird ab 12.00Uhr in Lüdinghausen(Westfalen)Struckstr.51 Treffpunkt ist ab 11.00 Uhr der Parkplatz Westfalenring in Lüdinghausen. 

K-H.Strohmeier 
http://www.berlin-wir-kommen.de


21.01.02, 20:37
Widerspruch Hundesteuer - Terminsache!

Widerspruch Hundesteuer - Terminsache!

Hallo in die Runde,

Es eilt mit den Widersprüchen gegen die Hundesteuer. Zur Fristwahrung müssen die bis Ende Januar herausgegangen sein - sonst muss bezahlt werden !!!!!
Eine nähere Begründung kann dann auch später nachgereicht werden.

Um es allen Nachzüglern leicht zu machen - wirklich jede andere Verwendung ist sinnvoller als den Gemeinden eindeutig rechts- und verfassungswidrige Abgaben zu spenden -  sind in den Anlagen 3 Muster beigefügt, die in WORD bearbeitet und angepasst werden können. (Kleiner Tip: Auf die Fusszeile doppelklicken, und dann mit "Entf" deren Text beseitigen.)

Ganz herzlichen Dank an Herrn RA Stück, der diese Begründungen für Hessen entworfen hat und mit ihrer Verbreitung einverstanden ist.
Sie enthalten alle rechtlichen Argumentationen, die Erfolg versprechen und den Gemeinden Arbeit machen

Wie man sie für eigene Verhältnisse anpassen kann, ergibt sich aus dem Beispiel für Düsseldorf. Selbstverständlich muss man nicht alles komplett übernehmen, sonder kann sich auf Teile oder Text-Bausteine beschränken.

Gegen Verbreitung und auch teilweise Verwendung dieses Schreibens bestehen keine Bedenken.

In der Hoffnung das eingesparte Geld möge den Wuffis zukommen

Herzliche Grüße

Klaus Arens
mit Kuvaszok Csikos und Aika
 

Anlage (Links als DOC)

  1. Fristwahrung.doc
  2. Steuer.Hessen.doc
  3. Steuer Ddorf.doc

21.01.02, 17:03
Presse-Erklärung zu Olfen: Sind Hundehalter Freiwild?

Presse-Erklärung

Sind Hundehalter Freiwild?
Schwerste Angriffe auf Hund und Halter nehmen dramatisch zu

Immer wieder ist vom Schutz der Bevölkerung die Rede. Doch - seit wann genau gehören Hundehalter eigentlich nicht mehr dazu?

Was allein in diesem Jahr geschah, ist erschütternd. Aber es ist auch symptomatisch für den niedrigen gesellschaftlichen Stellenwert, unter dem Hundefreunde mittlerweile in diesem Land zu leiden haben.

04.01.02: Oberursel/Hessen - Der 60-jährige Besitzer einer Boxerhündin wird am Morgen gegen 8.05 durch mehrere Schüsse in den Kopf getroffen und verstirbt am Tatort. Der Schütze, ein ebenfalls 60-jähriger Mann aus Königstein, lauerte mit einer mitgebrachten Pistole dem Opfer und seinem Hund auf. Das Motiv: Hundehass

16.01.02: Kassel/Hessen – Ein 52-jähriger Besitzer eines Mischlings-Welpen wird wegen seines Hundes von zwei jungen Männern in eine Auseinandersetzung verwickelt, in deren späteren Verlauf einer der beiden mit 7 Messerstichen auf den Hundehalter einsticht. Sie lassen das schwerverletzte Opfer liegen und werden dank Zeugenaussagen kurze Zeit später ermittelt. Gegen den vermutlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen, sein Freund wurde nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Dank einer Notoperation ist das Opfer zwischenzeitlich außer Lebensgefahr.

17.01.02: Olfen/Nordrhein-Westfalen – Ein Großaufgebot an Polizei (16 Einsatzwagen) stürmt gegen 15.30 h das großräumig eingezäunte Grundstück eines Mehrfamilienhauses, nachdem ein Mann 10 Stunden zuvor behauptet hatte, er sei von einem der Hunde gebissen worden. 2 von 3 Mischlingshunden des Vermieters werden bei der unvermittelt einsetzenden wilden Schießerei durch mehrere Schüssen tödlich getroffen, der dritte bei seiner verzweifelten Flucht verletzt. Nach ihm wurde sogar mittels eines mit Wärmekameras ausgestatteten Helikopters gefahndet. Die Tochter des Hausbesitzers (eine jungen Mutter, die zusammen mit ihrem Partner und einem Baby in einer eigenen abgeschlossenen Wohnung desselben Haus wohnt) war zum Zeitpunkt, als eine der umherfliegenden Kugeln durch ihr Schlafzimmerfenster drang und einen Sessel durchschlug, zum Glück mit ihrer Familie beim Einkauf. Obwohl ihre 2 Mischlinge nicht an dem vermeintlichen Beißvorfall am frühen Morgen beteiligt waren, wurden diese beschlagnahmt. Dass bei der Schießerei kein Mensch von Kugeln getroffen wurde, ist dabei eher ein glücklicher Zufall statt Folge umsichtigen Vorgehens der Ordnungskräfte.

Landauf landab häufen sich die Meldungen, daß Hunde aller Art ausgesetzt, vergiftet, erschlagen, erschossen, verbuddelt oder sogar eingemauert werden, in Hamburg wird für eine Massenabschlachtung der HH-Hunde Stimmung gemacht, Hundehalter werden erschossen oder niedergestochen... und jetzt auch noch diese Wild-West-Nummer in Olfen, wo Familienhunde mit Hubschraubereinsatz von der Polizei gejagt und niedergemetzelt wurden.

Für weitergehende Auskünfte können Sie sich gerne an die Redaktion von DominodogsDeutschland wenden unter Mail: redaktion@dominodogs.de
 

21.01.02, 10:57
Das Massaker von Olfen - Bericht zum Schusswaffengebrauch gegen Hunde in Olfen

Das Massaker von Olfen - Bericht zum Schusswaffengebrauch gegen Hunde in Olfen
ZERGnews berichtete <hier>

Hier der Bericht der Betroffenen
Redakteure: Andrea Koch und Klaus Brzezinski; DDD

Vorgeschichte: Aufgrund der Tatsache, daß es am Donnerstag, den 17.01.2002 in Olfen zu einem Großaufgebot der Polizei mit Hubschraubereinsatz einschließlich Schießerei wegen mehrerer angeblicher "Kampfhunde" gekommen war (Zitat "Bild": Kampfhundealarm), beschloß ich zusammen mit einer Journalistin einer deutschen Tageszeitung und in Begleitung von Klaus und Heike Brzezinski zu besagtem "Tatort" zu fahren und einmal objektiv vor Ort die Hintergründe zu recherchieren.

Eindruck: Der Besitz der Familien P. und P./N. befindet sich sehr idyllisch und ländlich gelegen in Olfen. Gegenüber des Besitzes liegt der städtische Bauhof (auf der anderen Straßenseite). Das Haus (ein großes, altes Herrenhaus) ist ringsherum großräumig durch einen ca. 160 cm hohen Zaun eingezäunt. Bevor man auf das Grundstück kommt, muß man durch ein großes, schmiedeeisernes und hundesicheres Tor, an dem sich auch eine Schelle befindet.

In diesem Haus wohnen außer dem Besitzer und seiner Frau (Herr und Frau P.) auch seine Tochter nebst Partner (Herr N.) und deren Baby, deren 4 Katzen und deren 2 Hunden auch noch weitere Mietparteien.

Der Hauseingang des Besitzers ist an der Vorderseite, der der anderen Mietparteien an der Rückseite des Hauses gelegen. Auch die Wohnung der Tochter und deren Lebenspartner befindet sich auf der Rückseite. Das Schlafzimmer und die Küche der Tochter befinden sich aber zur Vorderseite, das Fenster des Schlafzimmers befindet sich links neben dem Eingang des Hausbesitzers. Hinter dem Haus befindet sich eine Art Biotop, in dem die Hunde auch baden konnten und sich auch bis zum Sommer des Jahres 2000 zwischen den Pferden auf mehreren eingezäunten Pferdekoppeln frei bewegen konnten. Auf dem Gelände befindet sich auch noch ein "Partyhaus", bei dem kurz zuvor bei einem Einbruch eine Scheibe zerbrochen wurde, die restlichen Scherben hatte man aus dem Rahmen entfernt.

Das fanden wir vor: Zuerst begrüßte uns der Hausbesitzer, dann kam seine Tochter und darauf deren Lebensgefährte. Die Ehefrau des Herrn P. war nicht anwesend. Sie stand unter Schock und hatte kurz nach dem Polizeieinsatz einen Herzanfall erlitten, da sie bereits schwer herzkrank war. Man zeigte uns die Spuren der dort stattgefundenen Schießerei: ein Durchschuß in das Schlafzimmerfenster durch die geschlossene Metalljalousie, zwei Querschläger an der Scheibe, mehrere Schüsse, Querschläger u.ä. an den Beetumrandungen, 2 Einschläge in Pflastersteinen, ein Schuß in den Gartenzaun (innen), etc...insgesamt wurden uns ca. 10 sichtbare Spuren von Schüssen gezeigt. Wir gingen in die Wohnung der Tochter (Familie P./N.)

Vorbericht: Herr P. ist seit 40 Jahren Hundehalter (vornehmlich von Doggen) ohne bisherige Vorkommnisse. Die Tochter hatte sich eine unkastrierte Hündin aus dem Tierheim geholt (lt. Angabe des Tierheims ein Windhund-Labrador-Mix, fällt in NRW unter die 20/40er Regelung). Zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon einen Alano-Mix-Rüden (in NRW ebenfalls 20/40er) in ihrem Besitz. Die Hündin bekam Welpen, einige davon sahen aus wie Jagdhund-Whippet-Mischlinge mit spitz zulaufender Schnauze, andere wirkten etwas gedrungener in Körperbau und Kopfform. Auf vorgelegten Fotografien waren, wie bei Mischlingen üblich, keine phänotypischen Rassenmerkmale zu erkennen.

Nach dem Inkrafttreten der LHV wurden die Hunde beim Ordnungsamt gemeldet. Darauf hin kamen ein Herr des Veterinäramtes und der Ordnungsamtsleiter zur
Beschau. Diese forderten die Erhöhung der Umzäunung auf 1,60 m, begutachteten die Hunde und der Amtsveterinär stufte sie als 20/40er ein. Der Halter wollte freiwillig mit den Hunden einen Wesenstest ablegen, das wurde vom Amtsveterinär mit der Begründung abgelehnt, daß das für 20/40-Hunde nicht erforderlich sei, und die Hunde seien ja auch alle sehr lieb.

Auf Veranlassung des Ordnungsamtsleiters wurde ein Gutachten erstellt, aus dem ganz klar hervorging, daß es sich hier nicht um Kampfhunde, sondern um Mischlinge handelt, die nach der neuen Landeshundeverordnung unter die 20/40er Regelung fallen. Es wurde auch von Seiten des Ordnungsamtes kein Führungszeugnis eingefordert.

Damit man keine weiteren Repressalien von Seiten des Ordnungsamtes mehr in Kauf nehmen mußte, hat man das Grundstück noch einmal verkleinert, indem man einen zweiten Zaun in Höhe von 1,60m zog, womit die Hunde nicht mehr auf die Pferdekoppeln konnten und somit auch ein eventuelles Anbellen von Passanten nicht mehr zu befürchten stand. Letzteres geschah freiwillig, um präventiv etwaigen Schwierigkeiten mit dem Ordnungsamt vorzubeugen.

Tathergang: Morgens gegen 5.30 h ging die ältere Frau P. (Ehefrau des Hausbesitzers) hinaus vor die Haustür, um eine Zigarette zu rauchen, während sie ihre drei Hunde in den eingezäunten Vorhof ließ, damit sie ihr morgendliches Geschäft machen konnten. In der Nacht oder am frühen Morgen muß jemand das Tor des Grundstückes geöffnet und die Sicherheitskette entfernt haben. Das konnte die Frau nicht sehen, denn es war noch dunkel und von der Haustür bis zum Tor sind es
mindesten 20 m. Die drei Hunde liefen unbemerkt durch das von einem Unbekannten geöffnete Tor hinüber zum Bauhof.

Von dort hörte die Frau einen Arbeiter (zu eigentlich unüblicher Arbeitszeit) schreien: "Haut ab hier! Verpißt euch!" Sie lief hinüber, sah ihn wild gestikulierend nach den Hunden schlagen und treten. Dann sagte er: "Jetzt hat mich einer gebissen." Die Frau rief sofort die Hunde zu sich, die auch umgehend kamen und sich somit wieder auf dem eingefriedeten Grundstück der Familie befanden.

Die Frau näherte sich dem Arbeiter und fragte, was passiert ist, ob er verletzt sei. Daraufhin antwortete er, ein Hund hätte ihn ins Bein gebissen. Gegen 6 Uhr bat die Frau ihren Mann, dem sie das Geschehene geschildert hatte, noch einmal hinüberzugehen und nachzufragen, was da genau vorgefallen sei. Da an der Hose des Arbeiters weder Löcher noch Risse noch Dreckspuren zu erkennen waren, zweifelte ihr Ehemann an der Behauptung des Mannes.

Gegen 8.oo h gingen dann die Tochter und ihr Partner in fürsorglicher Absicht ebenfalls zum Bauhof, um sich die Bißverletzung zeigen zu lassen und gegebenenfalls eine Schadensregulierung einzuleiten. Auch sie sahen keinerlei Spuren von irgendeiner Verletzung und konnten ebenfalls keine beschädigte Hose feststellen. Ihre Aufforderung, ihnen die Wunde zu zeigen, wurde entschieden abgelehnt.

Gegen 15.00h verließen die Tochter und ihr Lebenspartner mit dem gemeinsamen Baby ihre Wohnung, in der sich ihre eigenen, am morgendlichen Vorfall nicht beteiligten 2 Hunde und 4 Katzen befanden, um einzukaufen. Die anderen 3 Hunde befanden sich in der Wohnung des Hausbesitzers.

Gegen 15.30h (!) sah die Frau des Hausbesitzers vom Fenster aus 16 Einsatzwagen der Polizei, die Beamten umstellten gerade das Grundstück. Herr P. ging alleine zum Tor, während die Hunde innerhalb der Wohnung verblieben. Dort begrüßte ihn der Leiter des Ordnungsamtes mit den Worten: "Wir beschlagnahmen jetzt ihre Hunde." Herr P. bat die Herren vor dem Tor zu warten, damit er seine Tochter anrufen könne. Der Leiter des OA und alle Polizisten stürmten darauf den eingezäunten Innenhof mit gezogenen und entsicherten Waffen und forderten Herrn P. auf, die Hunde sofort rauszulassen, sonst würde man die Wohnung stürmen.

Herr. P öffnete völlig geschockt die Haustür und die Hunde liefen in der angespannten Atmosphäre panisch zwischen den "ungebetenen, ihnen fremden Eindringlingen" umher, wobei ein Hund dem Leiter des OA ins Bein zwickte. Ein Polizeibeamter hielt diesem Hund seinen Arm hin, der Hund zog an der Jacke und darauf eröffnete die Polizei sofort das Feuer. Hund 1 schleppte sich schwergetroffen noch ca. 10 m weiter und brach dann tot am Zaun zusammen. Da mehrere Polizisten wild um sich schossen, wurde auch ein zweiter Hund getroffen, den man dann aber in dem Tumult aus den Augen verlor und annahm, daß er mit Hund 3 aus Angst vor der Schießerei geflohen sei. Durch diese Schießerei völlig aufgeschreckt wagten Hund 4 und 5, die sich noch mit den 4 Katzen in der Wohnung der Tochter befanden, hinter der geschlossenen Metalljalousie hervorzulugen und durch das geschlossene Fenster zu blicken. Mit dem Aufruf des OA-Leiters:"Hier wird alles abgeknallt!" eröffneten die Polizisten der 16 Einsatzwagen erneut das Feuer, diesmal auf das Fenster des Schlafzimmers der Tochter, ohne jede Rücksicht darauf, daß man aufgrund der geschlossenen Metalljalousie nicht erkennen konnte, ob sich dort Personen befinden. In dem Schlafzimmer stand direkt neben dem Fenster ein blauer Korbsessel. Ein Geschoß durchschlug diesen Sessel. In diesem Sessel hat die Tochter immer dann gesessen, wenn das Baby im elterlichen Bett seinen Mittagsschlaf machte.

In der Zwischenzeit kamen die Tochter, ihr Partner und das Baby vom Einkauf zurück und sahen den zusätzlich zum vorhandenen Polizeiaufgebot inzwischen eingetroffenen Hubschrauber, der (ausgestattet mit Wärmekameras) die angeblich zwei in Panik entlaufenen Hunde suchte. Jedoch war der angeschossene Hund Nr. 2 gar nicht entflohen, sondern hatte sich durch einen verzweifelten Sprung durch das eingeschlagene Fenster in das auf dem Grundstück befindliche Partyhaus retten wollen. Da er durch mehrer Kugeln getroffen war, verblutete er dort unbemerkt und elendig.

Der "entwichene" Hund Nr. 3 wurde 4 km weiter inzwischen auch von einen Auto angefahren (der Hausbesitzer P. vermutet durch ein Polizeifahrzeug) und schleppte sich verletzt in die hinterste Ecke einer halb offenstehenden Garage. Die Tochter bat den von der Polizei mitgebrachten Tierarzt, der sich das ganze Szenario geschockt, mit einem Betäubungsgewehr in der Hand angesehen hatte, mit ihr zusammen dem Hubschrauber zu folgen.

An der ca. 4 km entfernten Garage angekommen sah sie, daß sich dort zahlreiche Polizisten abermals postiert hatten (in einem Wohngebiet!), um wieder das Feuer auf diesen Hund zu eröffnen. Nach einiger Diskussion durfte die Tochter zu dem Hund, der sich hinter einer Tonne verkrochen hatte. Auf gutes Zureden schleppte er sich zu ihr hin, sie nahm ihn auf den Arm ("..er zitterte und blutete stark...") und trug ihn dann in das Auto des Tierartztes. Beim Hinübertragen des Hundes hörte die Tochter einen Polizisten sagen, daß man es versäumt hätte, die Anwohner in der Umgebung der Garage vor dem Schußwaffeneinsatz zu warnen.

Einem Polizeibeamten schossen beim Anblick des verletzten Hundes in Ihren Armen die Tränen in die Augen so daß er sich mit den Worten, er sei selber Hundehalter, abwenden mußte. In der Zwischenzeit flog der Hubschrauber wieder in Richtung Grundstück. Die Tochter raste mit dem Tierarzt und dem verletzen Hund hinterher, um zu verhindern, das der andere Hund Nr. 2 ebenfalls erschossen würde. Als sie wieder zu Hause eintraf, teilte ihr ihre völlig aufgelöste und unter
Schock stehende Mutter mit (der man vorher von Seiten der Polizei wörtlich gesagt hat: "Heb die Hacken und sieh zu daß du reinkommst, Alte."), daß sie den Hund tot im Partyhaus gefunden hatte. Immer noch völlig außer sich bat sie die Tochter, noch einmal nach ihm zu sehen, er sei zwar schon kalt, aber ob er nicht vielleicht doch noch leben würde.

Der OA-Leiter ordnete an, die beiden in der anderen Wohnung befindlichen Hunde sofort rauszulassen. Ansonsten ginge alles wieder von vorne los und die Polizisten würden die Wohnung stürmen. Auf Drängen der Tochter durfte sie die Hunde ins Auto bringen, worauf alle 3 überlebenden Hunde (die 2 aus der Wohnung der Tochter und der verletzte Hund) in einer Tierpension untergebracht wurden.

Nachspiel: Die Hunde sollen in der kommenden Woche wesensgetestet werden (auch der verletzte Hund!), wobei der Ausgang dieses Testes bei Beteiligung dieses OA-Leiters bereits im Vorfeld beschlossene Sache zu sein scheint.

Die Besitzer sind zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig traumatisiert, wollen aber alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Hunde so schnell wie möglich wieder nach Hause zu holen. Sie fürchten um deren Sicherheit.

gez.: Andrea Koch
gez.: Klaus Brzezinski

Quelle: DominoDogs

Was sagte die Bildzeitung dazu: <Link> Allianz der Anständigen


Die Kampfschmuser-GemeindeWenn ihr über dieses Thema diskutieren möchtet, 
schaut doch mal im Forum bei der <Kampfschmuser-Gemeinde> rein.


21.01.02, 06:49
Ohne Knurren durch die Flammen

Ohne Knurren durch die Flammen

Von Martina Döbbe

Münster. Alle Augen richten sich auf Atoll. Der muskulöse Rottweiler nimmt Anlauf, sprintet los und biegt kurz vor dem brennenden Reifen kurzerhand rechts ab. Die Kinder lachen. Ich würde da auch nicht durchspringen, wispert die kleine Lisa ihrer Mutter zu. Aber Atoll lässt sich locken. Sein Chef Wilfried Thoms flüstert ihm etwas ins Ohr, streicht über das kurze Fell: Auf gehts. Dieses Mal federt der 108-Pfünder ohne Knurren und Murren durch den Flammenring.

Die Zuschauer klatschen begeistert. Rettungshunde dürfen keine Angst vor dem Feuer haben, erklärt derweil Bruno Rietmann, Zugführer der DRK-Rettungshundestaffel Dülmen. Oft genug werden die Vierbeiner eingesetzt, um nach Bränden, Explosionen und Flugzeugabstürzen in den Trümmern Verschüttete aufzuspüren. Gestern zeigten sie im Rahmen der aktuellen Ausstellung Auf den Hund gekommen im Hof des Naturkundemuseums, was sie können.
Und das ist eine Menge. Ob Atoll, Rex, Sammy oder Lucy: Pfote vor Pfote tasten sie sich konzentriert über waagerechte Leitern, robben durch die enge Tunnelröhre, balancieren vorsichtig über ein schmales Brett, das auf zwei Fässern liegt. Immer an ihrer Seite: Frauchen oder Herrchen. Hund und Führer sind ein Team, betont Bruno Rietmann. Beide müssen sich hundertprozentig aufeinander verlassen. Das macht Spaß, aber es kostet viel Zeit und Geduld, warnt Wilfried Thoms vor Illusionen.

Da ist zunächst die Ausbildung zum Rettungshund. Sie dauert rund drei Jahre. Die Rasse des Tieres, so erklären die erfahrenen Hundeführer, stehe dabei nicht im Vordergrund. Aber: Die Hunde müssen eine Größe ab 45 Zentimetern aufwärts haben. Zur Dülmener Staffel gehören im Moment Schäferhunde, ein Labrador und auch mehrere Rottweiler. Wilfried Thoms ärgert sich regelmäßig, wenn diese Rasse in Misskredit gerät. Die Tiere sind von Natur aus wirklich gutmütig, sagt er mit Blick auf seinen Atoll. Die Haltung des Hundes sei ausschlaggebend, was aus einem Tier gleich welcher Rasse werde. Und so muss nicht nur der Hund, sondern auch sein Herrchen für den Rettungsdienst geeignet sein. Alle Hundeführer sind als Sanitäter ausgebildet, berichtet Bruno Rietmann.

In Dülmen und Umgebung werden die Tiere zum Beispiel angefordert, wenn Menschen vermisst werden. Sammy zeigt, dass das für sie kein Problem ist. Ina Rietmann hat sich unter einer Decke versteckt. Der Labrador sucht nicht lange. Schnüffelnd läuft er los, unbeirrbar macht er vor einem Gebüsch Halt und bellt. Ina Rietmann kommt nicht hervor. Die Hunde lernen, dass sie so lange bellen, bis ihr Führer kommt, um die Stelle zu untersuchen. Sammy hält sich dran. Erst dann wird die Decke gelüftet, die Frau befreit und Sammy mit einem Leckerchen belohnt.

Quelle: Westfälische Nachrichten


21.01.02, 06:40
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