Schwanheim nur mit Geldstrafe
27.11.2015
Nach dem Einsatz des an diesem Tag nicht spielberechtigten Baldo Di Gregorio im Meisterschaftsspiel beim VfB Gießen Anfang Oktober, muss Germania Schwanheim eine Geldstrafe in Höhe von 250 Euro zahlen. Das ergab die Verhandlung vor dem Sportgericht am Mittwochabend in Grünberg. Die Gäste hatten die Begegnung des zehnten Spieltags überraschend mit 2:1 gewonnen. Der Verbandsligist bekommt allerdings keine Punkte abgezogen, der VfB Gießen dementsprechend auch keine weiteren Zähler gutgeschrieben. “Über den Ausgang der Verhandlung sind wir natürlich glücklich. Ich freue mich aber vor allem darüber, dass hier im Sinne des Sports und nicht im Hinblick auf irgendwelche Paragrafen entschieden wurde”, war Oliver Dorn unmittelbar nach der knapp einstündigen Verhandlung erleichtert. Germania Schwanheim steht nach dem Urteil mit 19 Punkten immer noch knapp vor der Abstiegszone auf dem elften Tabellenplatz.
In Oberliederbach war für die Germania mehr drin
27.11.2015
Germania Schwanheim trat in Oberliederbach sehr defensiv auf. Da auch Oberliederbach ein ähnliches Spielsystem bevorzugte tat sich vor den beiden Strafräumen nicht viel. Schmerzlich vermisst wurde der verletzte Spielertrainer Baldo die Gregorio als ordnende Hand im Mittelfeld. Die erste Chance verbuchte Schwanheim nach 13 Minuten. Deniz Pekgüzelyigit legte vor dem Strafraum auf Daniel Sousa ab, der im letzten Moment noch gestört wurde und deshalb an der Fußabwehr von dem Oberliederbacher Torhüter scheiterte. In dieser Phase wusste die Germania durch schnelle Konter zu gefallen. Nachdem Okan Aydinlandi und Pekgüzelyigit mit ihren Distanzschüssen keinen Erfolg hatten, meldeten sich auch die Hausherren erstmals vor dem gegnerischen Tor an doch der Oberliederbacher Stürmer traf unmittelbar vor dem Pausenpfiff lediglich die Latte. Nach der Halbzeit steigerte sich Oberliederbach etwas und Germania kam kaum noch zu einem vernünftigen Aufbauspiel. Spätestens der zweite oder dritte Pass kam zum Gegner. In der Endphase des Spiels war Oberliederbach dann doch noch erfolgreich – und das gleich doppelt. Zunächst verwertete Oberliederbach eine stramme Hereingabe von der Außenposition und profitierte davon, dass der Schwanheim Innenverteidiger Ted Mbenoun ausgerutscht war. Drei Minuten später ein ähnliches Zuspiel, diesmal allerdings von der rechten Seite und es stand 0:2
Germania im Derby Tabellenführer Kelsterbach 0:0
20.11.2015
Wenn man gegen den Tabellenführer Kelsterbach ein 0:0 erringt sollte man eigentlich zufrieden sein, aber am Ende war tatsächlich mehr drin. Auch im vierten Anlauf hintereinander gelang Viktoria Kelsterbach im Nachbarschaftsduell bei Germania Schwanheim kein Sieg. Beide Mannschaften trennten sich mit einem über 90 Minuten leistungsgerechten 0:0. In der ersten Halbzeit stellte die Viktoria die aktivere Mannschaft. Kelsterbach hatte die erste Chance zur Führung aber Pablo Alvarez parierte dessen Schuss aus halbrechter Position (10.). Drei Minuten später meldete Mohamed Ayadi die Germania in der Partie an. Seinen krachenden Distanzschuss lenkte Dominique Groß noch mit den Fingerspitzen an die Querlatte. Ansonsten passierte in beiden Strafräumen nicht allzu viel. Schwanheims Trainer Baldo Di Gregorio lobte seine Mannschaft für ihre aufopferungsvoll kämpferische Leistung. “Ich kann den Jungs nur ein Riesenkompliment machen. Das war schon richtig gut”, freute sich der 31-Jährige. Auffällig war auch, dass im Angriff der Gäste diesmal zu wenig passierte. Die gefährlichen Kelsterbacher Stürmer zwaren von Ted Mbenoun und Hicham Mimi weitgehend abgemeldet und kamen kaum einmal aussichtsreich zum Abschluss. In der zweiten Halbzeit wurden die Kelsterbacher dann schnell ungeduldig und spielten ihre Angriffe nicht mehr überlegt aus. Ein Faktor dafür war, dass die Germaniaspieler immer wieder aggressive Zweikämpfe führten. Sichtlich genervt holte sich dann auch eine Viertelstunde vor Schluss der Kelsterbacher Spielmach die Rote Karte. In Überzahl hatten die Gastgeber in den letzten Minuten noch zwei riesige Möglichkeiten, um den Favoriten zu Fall zu bringen. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung vom Ex Schwanheimer Marc Eichfelder versuchte Deniz Pekgüzelyigit den Kelsterbacher Torwart mit einem sehenswerten Schlenzer zu überwinden. Kelsterbachs Torwart machte sich aber ganz lang und parierte auch in der Nachspielzeit den abgefälschten Schuss des eingewechselten Okan Aydinlandi. Er war schon auf dem Weg in die andere Ecke, riss im letzten Moment reflexartig seinen Arm nach oben und sicherte seinem Team den Punkt.
Zu viele Abwehrfehler
10.11.2015
Gegen den frech aufspielenden Aufsteiger tat sich die Mannschaft von Baldo Di Gregorio äußerst schwer. Während viele Teams der Liga eher den robusten Fußball pflegen, zeigten die Marburger nicht nur Einsatz, sondern auch spielerische Klasse. Besonders in den ersten 30 Minuten trat die Mannschaft zu lax auf und bekam bis zum Ende des Spiels die schnellen wendigen Stürmer des Gegners nicht in den Griff. Dass sich die Mannschaft in der Offensive schwer tut ist bekannt, dass aber die Abwehr derart wackelt kommt eigentlich selten vor. Schon nach neun Minuten musste Schwanheim einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau entwischte die Marburger Sturmspitze und behielt vor Torhüter Pablo Alvarez die Nerven (9.). Nach 29 Minuten folgte die nächste kalte Dusche als wieder die Schwanheimer Abwehr die Zweikämpfe nicht für sich entscheiden konnte und den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam stand es 0:2. Schwanheim gelang dann noch vor der Halbzeit der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Spielertrainer Baldo Di Gregorio (45.). Nach der Halbzeit drängte die Germania mit Macht auf den Ausgleich. Doch Marburg konterte immer wieder gefährlich. Da aber Pablo Alvarez mit einigen sensationellen Paraden die Germania im Spiel hielt, hätte trotzdem die Partie in der entscheidenden Phase nach dem Seitenwechsel noch zugunsten der Hausherren kippen können. Wäre Vladimir Bogdanovics Freistoß nur einen Tick fester auf die Torecke geflogen (48.) oder hätte Danyal Tekin allein vor dem Tor (57. Minute) nicht überhastet abgeschlossen – Schwanheim hätte das Spiel nicht verlieren müssen. Da sich die Angreifer aber zu wenig abgezockt zeigten und im Defensivverband diesmal viele individuelle Fehler gemacht wurden, bog Marburg in der 83. Minute auf die Siegerstraße ein, als Marburg einen fragwürdigen Strafstoß zum 3:1 verwandelte.
Germania holt ein 1:1
4.11.2015
Ähnlich wie in Breidenbach wartete mit Dorndorf ein kampfstarker Gegner auf die junge Schwanheimer Mannschaft. Aber auch läuferisch und spielerisch wusste Dorndorf zu überzeugen. Doch die Germania hielt ebenso dagegen. In der 29. Minute ging Dorndorf in Führung. Ted Mbenoun hatte eigentlich bereits geklärt, aber sein Pass kam nicht an, so kam Dorndorf mit einem wuchtigen unhaltbaren Schuss aus dem Hinterhalt zur 1:0 Führung. Doch dank eines sehenswerten Freistoßtreffers ihres Mittelfeldspielers Vladimir Bogdanovic kam Schwanheim noch vor der Halbzeit (45. Min.) zum Ausgleich. Glück hatte Schwanheim bei zwei Pfosten- und Lattentreffer der Gastgeber. Die Germania hatte ihrerseits gute Möglichkeiten zur Führung, war aber im Abschluss zu überhastet. Nach einem Zuspiel von Baldo Di Gregorio vergab Mohamed Ayadi die große Gelegenheit, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Schwanheim hielt bis zum Ende gut dagegen und belohnte sich für den gezeigten Einsatz immerhin mit einem Punkt.

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