Ohne die gesperrten Torhüter Marc Pethke und die Verteidiger Martin Valenti und Martin Jainz sowie den verletzten Martin Hamann und Mario Kusterer und dem
beruflich verhinderten Tim Tenschert reisten die Memminger Indians zum Saisonauftakt ins ferne Selb. Verhalten begann dann die Partie, die mit 1200 Zuschauern einen würdigen Rahmen hatte. Die Gastgeber agierten zurückhaltend, und die Gefro-Indians wollten
sich nicht aus der Reserve locken lassen. Nachdem die Memminger die erste Chance des Spiels hatten, waren es dann etwas überraschend die Hausherren, die
durch Hendrikson in Führung gingen. Die Indians jedoch wenig geschockt, kamen nur gute zwei Minuten später durch den agilen Oppenberger in Überzahl zum
verdienten Ausgleich. Selb nahm nun das Heft in die Hand, und scheiterte unglücklich am Innenpfosten. Ansonsten war der solide Pethke-Ersatz Patrick Vetter
im Memminger Kasten auf der Hut. Flotter begann dann der zweite Spielabschnitt. Die Wölfe kamen nun aus der Deckung, und Setzer hämmerte den Puck unhaltbar zum zu diesem Zeitpunkt
verdienten 2:1 in die Maschen. Doch die Indians zeigten wiederum ihr Kämpferherz. Ein klares Foul an Jim Nagle bedachten die Unparteiischen mit einem
Penalty, den der Amerikaner eiskalt verwandelte. Jetzt waren die Allgäuer am Drücker. Oppenberger wurde von Jorde bedient, und erstmals waren die Gäste in
Führung. Als gleich zwei Memminger in der Kühlbox saßen, brannte es kurzzeitig vor Vetters Kasten, doch der hielt was zu halten war. Machtlos war er
allerdings, als die Selber bei immer noch 5-4 Überzahl, Hendrikson nur 30 Sekunden vor der Sirene zum Ausgleich einnetzte. So begann das Schlussdrittel quasi wieder bei Null. Nur wenige Sekunden nach Wieder-Anpfiff holte sich Jim Nagle wegen Reklamierens einen Zehner. Sichtlich
unbeeindruckt spielten jedoch seine Kameraden weiter. Wiederum in Überzahl wares der überragende Alex Wedl, der von der Blauen Linie seine Mannen mit 4:3
in Front brachte. Die Indians drängten auf die Entscheidung. Der Kapitän höchstpersönlich brachte dann die Gefro-Indians auf die Siegerstrasse. Helge Pyka
wuchtete die Scheibe zum umjubelten 5:3 ins Wölfe-Tor. Die Indians warteten nun vergeblich auf ein Aufbäumen der Hausherren. Konzentriert, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung brachten die Mannen von Neu-Trainer Pokorny die ersten 3 Punkte unter Dach und Fach.