(ba) Einen Hauch von Play-Off wird es am Wochenende in der Eishockey-Bayernliga geben. Treffen doch die Teams im Hin- und Rückspiel innerhalb von 48 Stunden aufeinander. Zunächst müssen die Indians am Freitag um 20:15 Uhr in Deggendorf antreten, am Sonntag empfangen sie die Niederbayern um 18:30 Uhr am Hühnerberg. Nur einen Gegner hat der ECDC am kommenden Wochenende, denn zum Abschluss der Vorrunde und zu Beginn der Rückrunde sieht es der Spielplan vor, dass sich die Teams gleich zweimal am Wochenende sehen. Die Indians wollen in den Partien gegen Deggendorf möglichst punkten. Am liebsten wäre den Verantwortlichen des ECDC, wenn dies zuhause passiert, denn die Indianer sind nämlich seit drei Heimspielen ohne Sieg. Ein Heimsieg gegen das stark besetzte Deggendorf wäre natürlich Balsam auf die Wunden und die passende Werbung für das Derby am 15.12. gegen Ulm. Ausserdem sind die "Gefro Indians" in sieben Sonntagsspielen noch immer ohne Sieg. Sein Debüt an diesem Wochenende im Memminger Trikot gibt der 39jährige Klaus Micheller. Auf seine zahlreiche Erfahrung in den DEL und Zweitligaspielen hoffen die Verantwortlichen der Gefro Indians. Er soll den nötigen Rückhalt und die Aufbaupässe für den bisher zweitschwächsten Sturm der Liga geben. In dem stark dezimierten Sturm soll vermutlich Daniel Möhle aushelfen. Der Deggendorfer SC belegt momentan mit einem Punkt Rückstand auf das Spitzenduo aus Pfaffenhofen und Passau den dritten Rang. Deggendorf gehörte vor der Saison zu den Mitfavoriten auf den Bayernligatitel. In diese Rolle schlüpfen sie immer mehr hinein. Vor allem Topstar Thomas Greilinger wird immer mehr zum Matchwinner für die Niederbayern. Das 25jährige Eigengewächs musste aufgrund zahlreicher Verletzungen auf Profi-Eishockey verzichten und wechselte von Iserlohn zu seinem Heimatverein zurück. Der ehemalige Nationalspieler, der u.a. in Mannheim, Nürnberg, Schwenningen aktiv war, ist momentan hinter Roman Mucha Zweiter in der Ligascorerwertung. Auch auf der Ausländerposition besitzen die "Fire" mit John Sicinski einen erfahrenen Mann. Aber auch personelle Veränderungen gab es diese Woche im Kader der "Fire" zu verzeichnen. Aus disziplinarischen Gründen trennten sie sich von Kurt Reichermeier. Im beidseitigen Einvernehmen wurde die Trennung von Torwart Alex Zitzelsberger bekannt gegeben. Für ihn haben die Niederbayern bereits Ersatz gefunden. Der 25-jährige Michael Kollmeder, der das Eishockeyspielen beim EV Landshut gelernt hat, wird ab sofort das Torwartduo von Deggendorf Fire komplettieren. Nachdem er für den EV Landshut nach dem DEL-Ausstieg sogar in der Oberliga spielte, war er zwei Jahre lang Torwart beim EHC Waldkraiburg in der Bayernliga, ehe er in der letzten Saison zu seinem Heimatverein zurückkehrte, wo er zweiter Torwart hinter Martin Cinibulk war. In der vergangenen Saison hatte er sogar eine Förderlizenz des DEL-Ligisten ERC Ingolstadt.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)