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18/Jan/02 17:46
Der erste Artikel des "Präsidenten"
Trotz Offensiv-Feuerwerk nur 2-1 in Oberhausen
Mike Kennedy/Frank Johne

 
Das Bild zeigt Schubie beim Oberhausener Gegentor
Munich, Germany - Das Spiel in Oberhausen stand ganz im Zeichen großartiger Torwartleistungen. Boris präsentierte sich in Top-Form. Dadurch blieb unsere Siegesserie intakt.
 
Boris hatte nach seiner tollen Leistung allen Grund zum Lachen

Für die Stürmer war’s ein aufregendes Spiel. Aber es war auch extrem frustrierend. Beide Goalies spielten unglaublich stark. Das wird dadurch unterstrichen, dass trotz sehr offensiven Spiels auf beiden Seiten nur drei Tore fielen.

Wir erwischten einen prima Start. Jörg Handrick brachte uns in Führung. Er zeigte guten Zug zum Tor und fälschte einen langen Pass von Simon Wheeldon ins Oberhausener Tor ab. Von da an hatten die Torleute das Zepter in der Hand. Mit großartigen Paraden hielten sie ihr Team im Spiel.

Boris gelang eine Parade, die gut und gerne das Prädikat „Save des Jahres“ verdient hätte. Ein Oberhausener Verteidiger zog von der blauen Linie ab. Der Schuss wurde ein paar mal abgefälscht und landete dann ungefähr drei Meter rechts von Boris Kasten bei Stürmer Ladislav Karabin. Der hatte das Gehäuse sperrangelweit offen vor sich. Doch er konnte nicht verwerten - Boris hechtete und verhinderte das Tor mit einer atemberaubenden Parade. Oder – in den Worten von Simon „Wheels“ Wheeldon ausgedrückt: „Der Save war noch besser, als die die Du normal gegen mich auspackst!“
Beide Teams hatten ihre Chancen, ehe Oberhausen gegen Ende des ersten Drittels schließlich im Powerplay zum Ausgleich kam. Christian Kohmann lauerte vor dem Münchner Gehäuse. Christoph Schubert konnte den guten Pass nicht abblocken und Kohmann brauchte nur noch die Schlägerkelle zum 1-1 hinhalten.

Auch im Mitteldrittel gab’s wieder tonnenweise Torchancen. Wir konnten aber den Puck nicht über die Torlinie bringen – abgesehen von „Pistol Pete“ Douris Unterzahltor. Wir konterten mit zwei Mann gegen einen. Douris preschte auf dem rechten Flügel nach vorne, täuschte einen Schuss an und wollte die Scheibe per Rückhand am Verteidiger vorbei zum mitgelaufenen Johan Rosen passen. Allerdings blieb sein Pass hängen. Doch „Pistol“ schnappte sich den Rebound und konnte gerade noch selbst zum 2:1 verwerten bevor der Winkel zu spitz wurde.

Wir konnten die Führung über die Zeit retten. Bo zeigte sich vor allem im Schlussdrittel von seiner besten Seite. Gerade in den letzten Sekunden rettete er uns mit ein paar spektakulären Saves den Sieg.

Es ist ein schönes Gefühl, dass wir unsere Serie fortsetzen konnten. Mittlerweile sind’s sieben Spiele ohne Niederlage. Ich freu’ mich schon auf das Spiel am Freitag gegen Kassel. Die sind noch mitten drin im harten Kampf um die Play-Off-Plätze. Hoffentlich ist David Oliver bis dahin wieder mit am Bord, nachdem er in Oberhausen nach einem Pferdekuss ausfiel. Dasselbe gilt für Peter Abstreiter, den unglücklich ein Puck im Gesicht traf. Bis zum nächsten Mal bei „Behind the Bench“!.

Stürmer Mike Kennedy spielt momentan seine dritte Saison für das DEL-Team München Barons. Er war unter den ersten Spielern, die nach der Teamgründung im Juni 1999 unter Vertrag genommen wurden. Allerdings verpasste der Kanadier nach einer Knöchelverletzung einen Großteil der Premierensaison. Jedoch konnte er rechtzeitig zu den Play-Offs zurückkehren, wo er zu einem der Schlüsselspieler auf dem Weg zum überraschenden Meistertitel der Barons wurde. Mike wurde in der NHL-Draft 1991 an 97. Stelle von den Minnesota North Stars verpflichtet. Nach dem Umzug des Teams nach Dallas gab der 29-Jährige in der Saison 1994-95 sein NHL-Debüt. In 150 Einsätzen für die Dallas Stars, New York Islanders und Toronto Maple Leafs (das Team aus seiner Heimatstadt) gelangen Mike 16 Tore und 32 Assists.
Mike Kennedy/Frank Johne


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