(ba) Mit zwei schweren Aufgaben geht es für den ECDC Memmingen in der Eishockey-Bayernliga weiter. Zunächst führt der Weg am Freitag um 19:30 Uhr nach Peissenberg, bevor am Sonntag um 18:30 Uhr der amtierende bayerische Meister, Höchstadter EC, die "Gefro Indians" am Hühnerberg besucht. "Wir wollen das Positive aus dem Waldkraiburg mit in das nächste Wochenende nehmen.", so gibt Trainer Michael Bielefeld die Devise für die nächsten zwei Spiele aus. In Waldkraiburg zeigten die "Gefro Indians" ihr bestes Saisonspiel, an dies gilt es anzuknüpfen. Dabei sein wird dann auch hoffentlich wieder Michael Hlozek, der im Sonntagsspiel eine leichte Gehirnerschüttung erlitt. Egal ob mit oder ohne den derzeitigen Topscorer, das kommende Wochenende ist für den ECDC schon fast richtungweisend. Momentan stehen die Indians mit 4:4 Punkten auf dem siebten Rang. Beide Wochenendgegner sind in der Tabelle mit dem ECDC punktgleich. Bei zwei möglichen Niederlagen würden die Indians den Anschluss an die Spitze deutlich verlieren. Aber Vorsitzender Helge Pramschüfer sieht es aber positiv vor dem Wochenende: "Ich denke, dass ein Vier-Punkte-Wochenende durchaus drin ist." Der Freitagsgegner Peissenberg will in seinem dritten Bayernligajahr nach zwei vergeblichen Anläufen endlich in die Play-Offs kommen. Dazu sollen neben den eigenen jungen Leuten vor allem die auswärtigen Spieler das Heft in die Hand nehmen, um das Ziel zu erreichen. So wurden vom Oberliga-Nachbar Peiting Thomas und Tobias Maier in die Bayernliga geholt. Die Ausländerposition nimmt der Franco-Kanadier Sylvain Favreau ein, der im letzten Jahr in der französischen ersten Liga bei Strassburg spielte. Die Indians sind gegen die kampfstarken Oberbayern auf jeden Fall gewarnt. Letzte Woche unterlagen die Oberbayern in einem denkwürdigen Spiel beim Topfavoriten Deggendorf mit 10:11 (!). Im letzten Jahr gab es in Peissenberg ein 3:3 Unentschieden für die Indians. Am Sonntag kommt dann der amtierende bayerische Meister Höchstadter EC nach Memmingen. Doch nach dem sportlichen Erfolg drückten die Verantwortlichen um Präsident Axel Rogner auf die Bremse. Damit auch im finanziellen Bereich alles in Ordnung ist, speckten sie den Kader gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. So verliesen die beiden Toptorhüter Kai Fischer und Topscorer der Liga Martin Ekrt den Verein. Zumindest im Tor haben sie mit dem letztjährigen Schongauer Martti Hirvonen einen guten Ersatz gefunden. Nach einem 0:4 Startwochenende haben sich die "Alligatoren" gefangen. Aber nach den beiden erfolgreichen Spielen der letzten Woche gab es für die Verantwortlichen eine bittere Pille zu schlucken. Trainer Jan Cizek möchte aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nehmen. Interimscoach ist Nachwuchstrainer Fritz Ondrich.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)