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  04.08.04 SGE: 50-Jahr-Feier: Festschrift - Ein kleiner Rückblick


Thema: 50-Jahr-Feier: Festschrift - Ein kleiner Rückblick
Abteilung: SGE

    Ein kleiner Rückblick...



    Gymnastikabteilung

    Am 11. März 1971 wurde im damaligen Gasthaus „Fechter" die Gymnastikabteilung gegründet.
    Sie war für den aufstrebenden Verein eine willkommene Ergänzung des Sportangebotes. Anfangs wurde dieser Ausgleichssport von Frauen und Männern in der SGE betrieben. Doch im Laufe der Zeit zogen sich die Männer mehr und mehr zurück, vielleicht weil sie lieber Fußball spielen oder zum Schießen gehen wollten, so daß diese Abteilung schließlich eine Damen-Gymnastik-Abteilung war.



    Schützenabteilung

    Im gleichen Jahr, im Juli 1971, hoben einige Begeisterte in der Gaststätte „Plantage" die Schützenabteilung aus der Taufe.
    Die neuen Sportschützen waren in ihrer Begeisterung nicht zu bremsen. Das erste Jahr wurde auf der Schießanlage in Zolling und bei der Schützengesellschaft Gemütlichkeit Neustift im Gasthaus Angerer geschossen.
    Beiden Vereinen gebührt für ihre Gastfreundschaft unser Dank.
    Natürlich wurde umgehend der Bauplan für den Schützenstand zur Genehmigung eingereicht. Im Spätsommer 1972 konnte dann mit dem Bau begonnen werden.
    Zu den Höhepunkten in der Geschichte dieser Abteilung zählen sicher die zweimalige Ausrichtung des Gauschießens in den Jahren 1979 und 1982 in der Mehrzweckhalle in Freising.



    Kegelbahn nicht genehmigt

    Bereits 1970 war geplant, eine Kegelbahn in den Sportheimbau einzubeziehen. Eine Gelegenheit hierzu bot sich 1975, als langwierige Verhandlungen mit dem Sportkegelclub 58 Freising über eine Angliederung an die SG Eichenfeld zu einem positiven Abschluß kamen. Die Mitgliederversammlung der SGE stimmte dieser Angliederung mit überwältigender Mehrheit zu. Doch leider war wieder einmal eine Planung vergebens.
    Die Stadt Freising mußte die zum Anbau erforderliche Genehmigung versagen.



    Spielfeldrenovierung

    Nach 16jährigem Spielbetrieb war eine gründliche Renovierung des Spielfeldes nicht mehr zu umgehen. Diese wurde 1973 in Angriff genommen und sollte gemäß Planung 1974 pünktlich zum 20jährigen Vereinsjubiläum abgeschlossen sein.
    Leider war diese Planung nicht zu verwirklichen. Erst 1975 konnte der Spielbetrieb wieder auf dem eigenen Platz durchgeführt werden. Es begann die erfolgreichste Zeit unserer Fußballer. Sie stiegen in dieser Saison in die B-Klasse auf und hatten nachfolgend auch die leider verspielte Möglichkeit, in die A-Klasse aufzusteigen.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte die SGE sieben Mannschaften im Spielbetrieb. So war es nicht verwunderlich, daß die Renovierung nur kurzzeitig Erfolg brachte. Es dauerte nicht lange und das einzige Spielfeld war wieder in einem erbärmlichen Zustand. Obgleich immer wieder kurzfristig ausgebessert und saniert werden mußte, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, war eine Besserung nicht zu erreichen.
    Mehr und mehr setzte sich die Erkenntnis durch, dass es so nicht weitergehen konnte. Zusätzliche Trainings- und Spielmöglichkeiten mußten geschaffen werden!
    Unter den gegebenen Umständen war dies nur durch einen kompletten Umbau des zur Verfügung stehenden Geländes möglich.
    Es folgten Jahre des Planens, Umplanens, der Hoffnungen und Enttäuschungen, des Verhandelns und des Papierkrieges, bis dieses Projekt endlich konkrete Formen annahm.



    Bau der Sportanlagen

    Endlich, im dreißigsten Gründungsjahr der SGE, genau am 10. November 1984, konnte das große Werk in Angriff genommen werden. Den ersten Spatenstich hierzu ließ sich der damalige Oberbürgermeister Dr. Adolf Schäfer nicht nehmen. Eine gewaltige Aufgabe lag vor den Mitgliedern der Sportgemeinschaft unter der Vereinsführung von Manfred Roos und Walter Jacobi. Unser leider viel zu früh verstorbener Walter fungierte hierbei als „Bauleiter" und trieb den Baufortschritt mit der ihm eigenen Energie unermüdlich voran.
    Nach den Plänen, die unser Mitglied, Garten- und Landschaftsarchitekt Florian Doll erstellt hatte, warteten 2 Rasenplätze, davon einer mit Flutlicht, 1 Kleinfeld- Hartplatz, 3 Tennisplätze und ein Gerätehaus mit Umkleidekabinen für die Tennisspieler und die entsprechenden Umzäunungen auf die Verwirklichung.

    Dass hierzu 42.000 m³ Erdreich bewegt werden mussten und die Kosten mit DM 1.924.000,-- berechnet waren, sei am Rande erwähnt.
    Etwa die Hälfte dieser gewaltigen Summe stand als Eigenkapital, Darlehen und Zuschuß zur Verfügung; die andere Hälfte war in Eigenleistung zu erbringen.
    Wieder zeigte es sich, dass die „Siedler" aus einem besonderen Holze geschnitzt sind. Wie immer, wenn es bei der SGE darauf ankam, wurde in die Hände gespuckt und angepackt. Mit Idealismus, Sportkameradschaft und gehörigem Arbeitsfleiß ging es frisch ans Werk.
    Allen Unkenrufen und Skeptikern zum Trotz wurde in zweijähriger Bauzeit das fast Unmögliche möglich gemacht.
    Dabei wurden ca. 20.000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, zusätzlich Kanäle, eine Toilettenanlage, ein Biergarten und andere „Kleinigkeiten" gebaut, ohne den vorhandenen Etat zu überziehen.
    Dass die Mitglieder der SG Eichenfeld auf diese Leistung stolz sind , wird jeder, der die harmonisch in die Natur eingefügte Anlage besucht, nachvollziehen können.
    Die Entscheidung, im Norden Freisings diese Sportanlage zu erstellen, war richtig!
    Sie bietet heute über 500 Mitgliedern und vielen gern gesehenen Gästen eine Stätte zur Ausübung ihres Sportes, zur Begegnung, Kommunikation und Erholung.
    Die feierliche Eröffung der neu errichteten Sportanlage erfolgte im Rahmen des 7. Stadtteilsfestes Freising-Nord am 6. und 7. Juni 1986.



    Sportstättenbauverein

    Auf Initiative von Walter Jacobi wurde am 24. Mai 1984 der Sportstättenbauverein SG Eichenfeld e. V. gegründet.
    Wie sich zeigen sollte, eine Entscheidung mit Weitblick !
    Als eigenständiger Verein hat er die Aufgabe, den Ausbau und die Erhaltung der Sportanlagen der SGE finanziell zu unterstützen.
    Wie wichtig diese Einrichtung für die SGE ist, hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt. Ohne die großzügige Unterstützung dieser Institution wäre vieles nicht möglich gewesen. Sie wird deshalb auch in Zukunft notwendig sein, um die vor uns liegenden Aufgaben bewältigen zu können.

    Gestatten Sie uns deshalb eine besondere Bitte:
    Helfen auch Sie mit bei den vor uns liegenden Aufgaben
    „werden Sie Mitglied beim Sportstättenbauverein
    SG Eichenfeld e. V."!!



    Tennisabteilung

    Um die geplanten Tennisplätze mit Leben zu füllen, gründeten einige Unentwegte bereits vor Baubeginn der Anlagen am 24. Mai als „viertes Kind" der SGE die Tennisabteilung. Sie kann heuer mit Genugtuung über das bisher Geleistete ihr 20jähriges Bestehen feiern.



    Taekwondoabteilung

    Bereits im April 1985 schlossen sich Taekwondo-Sportler der SGE an.
    Diese sehr rührige und aktive Abteilung bietet allen Interessierten, weiblich oder männlich, jung oder schon etwas älter, die Gelegenheit, einen fernöstlichen Kampfsport zum Zwecke der Körperbeherrschung und Selbstverteidigung zu erlernen.



    Schießstand abgelehnt

    Nachdem im Jahre 1986 die neuen Sportanlagen der SGE weitgehend fertiggestellt waren, folgten umgehend die Planungen für einen neuen, den Erfordernissen der Zeit angemessenen Schützenstand. Mit dieser Baumaßnahme sollte eine Renovierung der Umkleide- und Duschräume im Vereinsheim einhergehen.
    Obgleich sämtliche Genehmigungen erteilt und die Finanzierung gesichert waren, konnte das Vorhaben nicht realisiert werden. Der Bayerische Verwaltungsgerichsthof untersagte in letzter Instanz das Bauvorhaben aufgrund der bis heute ungelösten Stellplatz- und Zufahrtsfrage.



    Segelabteilung

    Als sechste und vorläufig letzte Abteilung entstand am 10. Februar 1990 die Segelabteilung. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit dem Hochseesegeln und dient dem Erfahrungsaustausch, der gemeinsamen Törnplanung und dem Erwerb von Motorboot- und Segelscheinen. Die bisher mit wechselnden Crews durchgeführten Törns im ehemaligen Jugoslawien, in Griechenland, der Türkei und Frankreich, sowie Atlantiküberquerung sprechen für die Aktivität in dieser Abteilung.



    Sportheim, Zufahrt, Parkplätze

    Obgleich allen Veranwortlichen in der Stadt Freising die prekäre Situation der SGE in Bezug auf die Zufahrt zum Sportheim und die zugehörigen Parkplätze bekannt sein muss, hat sich seit 1990 ausser wohlklingenden Absichtserklärungen nichts mehr getan. So wurden die Pläne zur Verlegung unseres Sportheimes einschließliche des Schießstandes und die vorgeschlagene Zufahrt über die Wippenhauser Straße zu den Akten gelegt; dort schlummert sie noch heute.
    Wir werden uns damit nicht zufrieden geben!



    Fünfzig Jahre SGE

    Nach 50 Jahren kann die Sportgemeinschaft Eichenfeld stolz zurückblicken.

    Die Auffassung, dass das Sportgelände falsch platziert sei, konnte sich gottlob nicht durchsetzen. Wer unsere wunderschöne Anlage heute in Augenschein nimmt, wird dies bestätigen müssen.

    Mit über 500 Mitgliedern, verteilt auf sechs Abteilungen, wurde die Idee der Gründungsväter, den Sport auf breiter Basis zu fördern und zu betreiben, Wirklichkeit.

    Über den sportlichen Aspekt hinaus hat sich die SGE zu einem wichtigen gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt im Freisinger Norden entwickelt. Es ist dieser „Gemeinschaft" zu wünschen, dass diese Entwicklung anhält.

    Allen Freunden, Gönnern, Mitgliedern, Helfern und Funktionären, die in den vergangenen 50 Jahren der SGE mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben, ein recht herzliches

    "Vergelt`s Gott"

04.08.04
Eingetragen von Diana

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