(ba) Die letzten beiden Punktspiele bestreitet der ECDC Memmingen am Wochenende. Zunächst geht es am Freitag nach Pfaffenhofen, ehe es am Sonntag zum letzten Heimspiel in der Vorrunde kommt. Gegner ist um 18:30 Uhr der EV Fürstenfeldbruck. Die Play-Offs hat der ECDC Memmingen sicher erreicht. Dies ist gleichbedeutend mit dem Ziel, das die Indians in ihrem ersten Jahr als Neuling in der Bayernliga angestrebt haben. Auch der Platz unter den ersten Vier ist so gut wie gesichert. Lediglich der Sonntagsgegner aus Fürstenfeldbruck kann Memmingen in einer sehr komplizierten aber eher unwahrscheinlichen Variante noch aus den Top Vier verdrängen. Doch so weit denkt Vorsitzender Helge Pramschüfer nicht: "Wir wollen in den beiden restlichen Spielen den dritten Platz auf jeden Fall verteidigen." Dabei gibt er ein klares Ziel vor: "Für eine optimale Ausgangslage wäre der zweite Platz am besten, den wir am Wochenende auch erreichen wollen." Der zweite Platz würde nämlich in der "best of three"-Serie in den Viertel- und evtl. Halbfinalspielen auf jeden Fall in einem möglichen dritten Spiel Heimrecht bedeuten. Doch dieser Platz ist heiss umkämpft. Waldkraiburg, Memmingen und Erding können alle noch Zweiter werden. Wenn der ECDC allerdings an Waldkraiburg vorbeiziehen will, müssen die "Löwen" an diesem Wochenende einen Punkt weniger holen als die Indians. Denn der direkte Vergleich spricht für die Oberbayern. Gleich am Anschluss an die Vorrunde geht es mit den Play-Offs weiter. Das erste Heimspiel für die Indians ist somit für den Sonntag 19.02. terminiert. Offen ist allerdings noch der Gegner. Denn momentan sind noch drei Möglichkeiten gegeben. Entweder treffen die Allgäuer auf Königsbrunn, Geretsried oder erneut auf den Sonntagsgegner Fürstenfeldbruck. Aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik, denn abgerechnet wird nach den beiden Wochenendspielen. Für zwei Spieler des ECDC geht es sogar noch um mehr. Martin Löhle kann sowohl die Torjägerkrone, als auch die Scorerwertung noch gewinnen. Sergejs Boldavesko ist derzeit bester Vorlagengeber und möchte diese natürlich genauso wie Martin Löhle gewinnen. Bei Memmingen sind bis auf den Langzeitverletzten Holger Völk alle Mann an Bord. Lediglich hinter Stürmer Andreas Börner steht noch ein Fragezeichen, der diese Woche wegen einer Allergie fehlte. Der Freitagsgegner Pfaffenhofen liess vergangenes Wochenende mit einer Neuverpflichtung aufhorchen. Kurz vor den Abstiegsplayoffs wurde noch der Ausländer gewechselt. Scott MacDonald ersetzt den schwachen Slowaken Lukas Novak. Der 32-jährige Kanadier spielte in den vergangenen Jahren für den SVG Burgkirchen und gehörte stets zu den besten Scorern der Liga. In der vergangenen Bayernliga-Saison konnte er in 30 Spielen 69 Scorerpunkte für sich verbuchen. Damit sollte der schlimme Absturz in diesem Jahr gebremst werden. Denn letztes Jahr waren die "Ice-Hogs" noch im Meisterschaftsfinale. Dieses Jahr finden sie sich nur noch auf Platz 14 wieder und sind akut abstiegsbedroht. Am Sonntag empfangen die Indians dann die Überraschungsmannschaft der Saison. Von vielen Experten eigentlich als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelt, waren sie bis auf ein kleines Tief Mitte Dezember, immer auf einen Play-Off-Rang zu finden. Das Hinspiel gewann der ECDC mit 7:4 im ungeliebten Freiluftstadion.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)