(ba) Der ECDC Memmingen empfängt am Freitag um 20:00 Uhr den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter Höchstadter EC am Hühnerberg. Am Sonntag geht es dann zu der nicht weniger schweren Aufgabe nach Schongau. Der ECDC liegt momentan auf Platz sieben in der Tabelle mit Tuchfühlung zur Spitze, aber genauso viele Punkte trennen sie von den Abstiegsrängen. Um diese Position im Mittelfeld mit Blickrichtung nach oben halten zu wollen, müssen sie allerdings auch dieses Wochenende mindestens zwei Punkte holen. Aber die Aufgaben werden nicht leichter. Vor allem in der Bayernliga muss jeder Sieg erstmals erarbeitet werden. Zwar haben einige Spieler noch nicht ihre Normalform erreicht aber der Kampf stimmt. Denn das beweist das Spiel in Germering als man nach einem Rückstand über den Kampf ins Spiel zurückgekommen ist und die zwei Punkte unter Dach und Fach gebracht hat. Laut Vorsitzender Helge Pramschüfer "liegen wir mit den Punkten voll im Soll." Ein grosses Manko bei den Indians ist allerdings noch die Chancenverwertung. Momentan lassen sie einfach zu viele gute Möglichkeiten ungenützt. Allerdings wird Trainer Michael Bielefeld nochmals die Reihen durchmischen um noch mehr Durchschlagskraft zu erzielen. Personell ist aber alles im grünen Bereich. Sogar der langzeitverletzte Felix Rachel hat diese Woche wieder mit leichtem Eistraining begonnen. Am Freitag heisst das Duell dann "Aufsteiger gegen Absteiger" oder Indianer jagen Alligatoren. Höchstadt stieg aus der Oberliga ab und will diese Saison mit einem abgespecktem Kader in der Bayernliga oben mitspielen um den Fans wieder das "Produkt Eishockey" schmackhaft zu machen. Bisher gelang ihnen das eindrucksvoll, denn nach vier Spieltagen sind sie als einziges Team noch ohne Verlustpunkt und damit Tabellenführer der Bayernliga. Daher drückt fast die ganze Liga den Indians die Daumen, dass sie den Franken mindestens einen Punkt abnehmen um die Liga spannend zu halten. Aber die Aufgabe wird sehr schwer. Denn trotz dem "Abspecken des Teams" stehen einige namhafte Spieler im Team. Ein echtes Glückslos zogen die Verantwortlichen des HEC dabei auf der Torhüterposition. Dort steht mit dem Ex-DEL Torhüter Kai Fischer ein starker Rückhalt. Nicht umsonst wurde er von einem Gremium der Internetseite "Bayernhockey" zum Spieler des Monates Oktober gewählt. Fischer hat mit seinen, zum Teil sensationellen Paraden, maßgeblichen Anteil an der Spitzenposition und dem Traumstart der Alligators. Im Sturm erlebt der 38-jährige Jamie McKinley, den Indians-Coach Michael Bielefeld laut einer Umfrage, gerne in seinem Team hätte, seinen "dritten Frühling". Mit sieben Punkte ist er bester Scorer seiner Mannschaft. Eine harte Nuss die es für Kapitän Pyka und Co. also zu beissen gibt. Aber auch der Sonntag hat es mit der Auswärtsbegegnung in Schongau in sich. Denn die Mammuts stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Nach vier Spieltagen findet sich die EAS mit 3:5 Punkten auf Platz 12 wieder und ist bereits unter Zugzwang, will man den Anschluss an das Mittelfeld nicht schon vorzeitig verlieren. In der Vorbereitung standen sich beide Teams schon gegenüber. Dabei gewann Memmingen in Schongau mit 1:0 und verschenkte zu Hause eine 3:1 Führung in den letzten Minuten zum 3:3 Endstand.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)