(ba) Nun geht es endlich richtig los. Nach elf Vorbereitungsspielen startet der ECDC Memmingen am Freitag mit dem Auswärtsspiel in Waldkraiburg in die erste Bayernligasaison. Am Sonntag um 18:30 Uhr kommt es dann im Heimdebüt zum Schwabenderby gegen den ESV Königsbrunn. Die Bilanz nach elf Vorbereitungsspielen liest sich für den ECDC Memmingen mit 6 Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen eigentlich ganz gut, aber trotzdem ist man im Lager des ECDC Memmingen nicht ganz zufrieden. Zwar entwickelte sich Andreas Börner mit zehn Treffern immer mehr zum Torjäger aber, wie bereits berichtet, bemängelte Trainer Michael Bielefeld in der letzten Woche die Chancenauswertung des Teams. Auch die ständige Ausfälle und Verletzungen der Spieler machten die Aufstellung der Mannschaft oft zum Glücksspiel. "In einem Training hatte ich nur 10 Spieler auf dem Eis.", bemängelt Bielefeld. "Zumindest ist jetzt jeder mit jedem eingespielt." gewinnt er aber auch was Gutes ab. Auch Vorsitzender Helge Pramschüfer ist froh, "dass die lange Vorbereitung nun endlich vorbei ist, die aber auch unsere Stärken und Schwächen gezeigt hat." Doch ob der ECDC am Wochenende komplett auflaufen kann, ist noch sehr fraglich. Denn für den Start am Freitag sind noch einige Personalien offen, die gesundheitlich angeschlagen oder verletzungsbedingt zuletzt gefehlt haben. Wer schlussendlich spielt, wird sich wahrscheinlich erst kurzfristig vor der Abfahrt nach Waldkraiburg entscheiden. Doch der ECDC will mit dem bestmöglichen Team nach Waldkraiburg, denn dort treffen sie auf einen der Topfavoriten der Bayernliga. Angeführt vom Kapitän Rainer Zerwesz, der schon mehrere Jahre in der DEL gespielt hat und Ausländer Dale Crombeen, verfügen sie über eine ausgeglichene Mannschaft. Allerdings haben auch sie momentan einige Verletzte im Kader zu beklagen, die zum Teil längerfristig ausfallen. Am letzten Wochenende ging man bei den "Löwen" sogar auf Nummer Sicher. Das Freitagspiel gegen Kufstein wurde für die erste Mannschaft gestrichen und beim Abschlusstest beim Ligakonkurrenten Burgkirchen war ebenfalls nach knapp der Hälfte der Spielzeit Schluss. Trainer Klaus Feistl holte die Mannschaft vom Eis, um sie nach einigen nicht geahndeten Fouls, zum schützen. Egal wer am Freitag bei den Waldkraiburger auflaufen wird, für die Indians bedeutet das gleich zu Beginn ein hartes Duell und auch Helge Pramschüfer sieht die Mannschaft eher in der Aussenseiterrolle: "Ich hoffe auf ein achtbares Abschneiden bei einem der Ligafavoriten. Wenn am Ende dort eine Überraschung herausspringt, hätte ich auch nichts dagegen." Am Sonntag gegen Königsbrunn soll es im Heimdebüt laut Pramschüfer "allerdings schon einen Sieg geben." Aber auch die Pinguine wollen natürlich zählbares aus der Partie mitnehmen. Vor der Saison hat Königsbrunn den grössten Umbruch in der Bayernliga erlebt. Durch den Zusammenschluss mit dem Kooperationspartner Augsburg ist der grösste Teil der Mannschaft ausgetauscht worden. Die jüngsten Neuzugänge sind Torwart Clemens Heringer aus Kaufbeuren und der Ex-Indians Spieler Vaclav Kalina. Der 42jährige Tscheche war vor Sergejs Boldavesko der Ausländer beim ECDC in der Landesliga und spielte letzte Saison kurzzeitig beim Augsburger EV. Ein weiteres Wiedersehen gibt es mit Ex-Indians Stürmer Topias Dollhofer. Die Indians hoffen natürlich auf eine grosse Kulisse und auf lautstarke Unterstützung.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)