(ba) Am Wochenende ist es soweit. Der ECDC Memmingen spielt nach 14 Vorrundenspielen und sechs Qualifikationsspielen die lang ersehnte Spiele um den Aufstieg. Im so genannten Halbfinale um die Landesligameisterschaft ist der Gegner ein alter Bekannter. In einem Hin- und Rückspiel wird gegen den EC Ulm/Neu-Ulm ein Aufsteiger in die Bayernliga gesucht. Zunächst hat der ECDC am Freitag um 20:00 Uhr Heimrecht. Am Sonntag folgt dann gleich das Rückspiel um 18:00 Uhr in Ulm. 120 Minuten trennen den ECDC Memmingen vom Aufstieg in die Bayernliga. Die Indians haben im Memminger Umland seit dem Passau-Auswärtssieg ein Welle der Begeisterung los getreten. Um diese Euphorie weiter zu schüren, wäre ein Aufstieg in die Bayernliga gerade richtig. Doch dafür muss erstmal der Dauergegner EC Ulm/Neu-Ulm besiegt werden. Beide Teams stehen sich am Freitag bereits zum vierten Mal in dieser Saison gegenüber. In der Vorrunde trafen beide Teams schon aufeinander. Dort haben die Ulmer pikanterweise im ersten Aufeinandertreffen die damals ersatzgeschwächten Indians mit 4:2 besiegt. Das Rückspiel allerdings gestaltete sich für die Ulmer zum Fiasko. Der ECDC schoss den ECU mit 11:4 förmlich aus der Halle. Letztes Wochenende sahen sich beide Teams dann zum dritten Mal. Im Rahmen des Bayernkruges duellieren sich beide Teams ebenfalls um den Einzug ins Finale. Im Hinspiel gewann der ECDC relativ locker mit 5:0 in Ulm. Doch allzu in Sicherheit darf man sich im Lager der Indians nicht wiegen. So sieht es auch der sportliche Leiter Marcus Klär. "Wir dürfen uns von den letzten beiden Siegen nicht irritieren lassen. Wenn jeder seine Aufgabe erfüllt und kämpft, werden wir es schaffen." Die Ulmer gelangten durch Siege gegen Nürnberg, Vilshofen und Forst in die Halbfinals. Einzig in Forst leisteten sich die "River-Hawks" eine Niederlage. Während die Indians aller Voraussicht nach in Bestbesetzung auflaufen können, wird bei den Ulmern auf jeden Fall Verteidiger Martin Jainz fehlen. Er bekam im letzten Qualifikationsspiel gegen Vilshofen beim Stande von 9:0 eine Matchstrafe und wird minimum drei Spiele fehlen. Angeschlagen war zuletzt auch der Ausländer der Ulmer und grosser Rückhalt in der Verteidigung, Stanislav Picha. Mit Markus Emminger fehlte zudem ein dritter Verteidiger. Wer allerdings schlussendlich ausser Jainz fehlen wird, sehen die Zuschauer erst beim Auflaufen. Der Modus sieht vor, dass die Mannschaft Aufsteiger in die Bayernliga ist, die nach zwei Spielen nach Tore führt. Dabei werden die Tore der beiden Spiele zusammenaddiert. Steht nach 120 Minuten kein Sieger fest, erfolgt sofort eine Verlängerung von maximal zehn Minuten. Allerdings dauert das Spiel dann nur solange bis das erste Tor fällt. Gibt es auch in dieser "Overtime" keinen Sieger, entscheidet ein Penaltyschiessen über den Aufstieg. Bis zum Penaltyschiessen will man es im Lager der Indians nicht kommen lassen, denn "im Hinspiel soll der Grundstein für das Rückspiel in zwei Tagen gelegt werden", so Vorsitzender Helge Pramschüfer. Mit dem Ziel vor Augen soll es am Sonntag abend gegen 20:30 Uhr dann hoffentlich heissen. "Der ECDC Memmingen Indians ist in die Bayernliga aufgestiegen." Die Abendkassen öffnen am Freitag um 18:45 Uhr um den hoffentlich weit über 1000 Besucher gerecht zu werden.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)