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16/Jan/02 17:19
"Am Ende der Vorrunde auf Platz eins"
Barons-Verteidiger Shane Peacock im Interview
Frank Johne

 
Gegen Essen kehrte der "Chief" am vergangenen Sonntag zurück aufs Eis
Munich, Germany - So wie drei seiner Verteidiger-Kollegen bei den Barons musste Shane Peacock mehrere Wochen verletzungsbedingt pausieren. Nachdem er den gesamten Dezember mit einem gebrochenen Mittelfußknochen ausfiel, ist der „Chief" wieder auf dem Eis. In einem Exklusiv-Interview mit prohockey.de spricht der DEL MVP der Saison 99/00 über sein Comeback, die Dominanz der Münchner über Köln und die Play-Offs.
 
Krönte seine Debüt-Saison in München mit dem DEL MVP-Titel: Shane Peacock


prohockey.de: Ihr habt heuer alle vier Spielen gegen Köln gewonnen. Die Haie scheinen immer ein willkommener Gegner zu sein ...

Shane Peacock: Wir gehen immer top vorbereitet in diese Spiele. Ich denke, es sind noch eine Menge der Jungs dabei, gegen die wir im ersten Jahr in der Finalserie gespielt haben. Daran denken wir immer gerne zurück. Wir wissen, dass sie sich hier in München immer voll reinhängen. Genauso wie wir, wenn wir nach Köln hoch fahren. Das sind immer tolle Spiele, eine dankbare Aufgabe. Natürlich ist es eine besonders schöne Sache für uns, dass wir die Kölner heuer in allen vier Spielen schlagen konnten.

prohockey.de: Du hast gerade eine lange Verletzungspause hinter Dich gebracht. Wie geht es Deinem Fuß jetzt?

Shane Peacock: Fühlt sich wieder recht gut an. Das ist so eine Sache. Ich hatte dasselbe letztes Jahr. Es war fast genau dieselbe Verletzung – nur am anderen Fuß. Es ist ein langer Weg zurück. Aber jetzt ist es wieder in Ordnung und ich fühl’ mich wohl. Wie auch immer, ich bin einfach nur froh, wieder zu spielen (fängt an zu lachen).

prohockey.de: Was denkst Du über die Olympiapause? Wird sie euch den Schwung nehmen? Oder – wenn man an die vielen Verletzungen denkt, mit denen ihr euch rumschlagen musstest – glaubst Du, dass sie eher gelegen kommt, damit die Mannschaft sich erholen kann?

Shane Peacock: Das ist so ’ne Sache. Natürlich ist es schön, eine Pause zu haben. Ich denke viele der Jungs, insbesondere bei uns im Team, freuen sich drauf. Wir brauchen sie schon ein wenig. Wir haben fast die gesamte Saison mit zu wenigen Spielern bestritten. Aber es ist auch eine komische Situation. Nach der Olympiapause sind es vielleicht noch zehn Spiele bis zu den Play-Offs. Da geht’s also direkt in den Endspurt. Und wer am besten aus den Startlöchern kommt, wird das Rennen machen - eine spannende Sache. Auf jeden Fall wird uns die Pause gut tun. Wir brauchen definitiv ein bisschen Erholung.

prohockey.de: Also gehen die Play-Offs Deiner Ansicht nach praktisch gleich nach der Olympia-Pause los...

Shane Peacock: Genau. Nach der Pause geht es darum, noch ein paar taktische Details zu verbessern und in Play-Off-Form zu kommen. Da musst du spielerisch in deiner besten Form sein.

prohockey.de: Schaut ihr in der Tabelle momentan auf die Teams vor oder hinter euch und malt euch schon mal mögliche Play-Off-Gegner aus? Oder interessiert das im Moment gar nicht?

Shane Peacock: Im Moment noch nicht. Aber in dieser Liga muss man immer jeden Gegner im Auge behalten, insbesondere unter den ersten acht. Wir versuchen, mit den Jungs vor uns mitzuhalten und sie vielleicht einzuholen. Und wir versuchen natürlich, dass die Mannschaften hinter uns auch da bleiben, wo sie sind. Aber natürlich spielen wir, um am Ende der Vorrunde auf Platz eins zu stehen und den Heimspielvorteil in den Play-Offs zu haben - das ist in dieser Liga ein Riesenvorteil.

Das Gespräch führte Frank Johne
Übersetzung von Gitte "Rookie" Huhnholdt


Frank Johne


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