(ba) Der ECDC Memmingen kann auch in der kommenden Saison auf die Dienste von Reiner "Voppe" Vorderbrüggen im Tor der Indians zählen. Eigentlich wollte Vorderbrüggen seine glanzvolle Karriere nach der letzten Saison beenden, doch nach kurzer Bedenkzeit verlängerte er doch. "Für mich war es wichtig, dass meine Familie hundertprozentig dahintersteht. Denn die hat in den letzten Jahren sehr unter dem Eishockey gelitten. Ansonsten wäre es für mich nicht mehr in Frage gekommen." so der Goalie. Der dreifache Vater hat zwei Söhne, die beiden in Kaufbeuren im Nachwuchs aktiv sind und eine Tochter. Sein Debüt gab der 33-jährige in Memmingen an seinem Geburtstag , als er Anfang Januar für den verletzten Ralf Weinl eingesprungen ist. Er war den Indians in den Qualifikationsspielen zur Bayernliga und im Pokal ein sehr grosser Rückhalt. Seine bisherigen Karrierestationen lesen sich ebenfalls beeindruckend. Für drei Vereine (Ratingen, Nürnberg und Augsburg) stand er in der höchsten deutschen Liga im Tor und auch für den SC Memmingen stand "Voppe" in der zweiten Liga bereits im Kasten. Bad Tölz, Kempten und Ulm waren seine weiteren Stationen, bevor er wieder in Memmingen landete. Vorderbrüggen hatte auch Angebote von höherklassigen Vereine, "die aber aus beruflichen Gründen nicht in Frage kamen". Er arbeitet bekanntlich in einem Memminger Autohaus. Zur Zielsetzung meinte Vorderbrüggen: "Wir wollen natürlich wieder oben mitspielen und versuchen den Aufstieg in die Bayernliga anzustreben." Aber insgeheim will er schon den Aufstieg zum Ende seiner Karriere. "Der Aufstieg muss das Ziel eines jeden sein, sonst brauchen wir nicht spielen." Der kommissarische Obmann Marcus Klär: "Wir sind froh, das Vorderbrüggen weiter in Memmingen spielt und seine Erfahrung an die Jungen weitergibt." Damit ist die Mannschaft auf dem Papier bis vier Positionen komplett. Weitere Vertragsverlängerungen werden in Kürze folgen.
(Dieser Bericht wurde mir vom ECDC Memmingen zur Verfügung gestellt.)